Die Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine der im Oberbe
griff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
Bei einer bekannten Rundstrickmaschine dieser Art (DE-AS
12 01 509) ist als Abtragseinrichtung eine Säuberungswalze
vorgesehen, die nach dem Vorbeigang der zur Faseraufnahme
bzw. nicht zur Faseraufnahme ausgewählten Nadeln am Abnehmer
die auf diesem verbleibenden Fasern entfernen soll, damit die
nachfolgenden, zur Faseraufnahme ausgewählten Nadeln stets
eine gleichmäßige Faserdichte auf dem Abnehmer vorfinden und
sich auf diesem keine ständig größer werdende Faserschicht
ansammeln kann, wenn eine Vielzahl von aufeinanderfolgenden
Nadeln nicht zur Faseraufnahme ausgewählt wird. Dabei werden
die von der Säuberungswalze aufgenommenen Fasern entweder dem
weiteren Strickprozeß entzogen oder über ein Paar von Arbei
terwalzen auf den Hauptzylinder bzw. die sog. Kardentrommel
der Krempelvorrichtung zurückgeführt. Dadurch sind entweder
aufwendige Verfahren erforderlich, um die überschüssigen und
dem Strickprozeß entzogenen Fasern zu einem späteren Zeitpunkt
wieder für den Strickvorgang verwendbar zu machen, oder zwar
reduzierte, aber nicht völlig vermeidbare Faserdichteschwan
kungen in der Strickware in Kauf zu nehmen, weil in Abhängig
keit vom gearbeiteten Muster über die Säuberungswalze und das
Paar von Arbeiterwalzen ständig schwankende Fasermengen auf
die Kardentrommel zurückgeführt und dort zu den über die Zu
bringereinrichtung zugeführten Fasermengen addiert werden.
Derartige Faserdichteschwankungen ließen sich auch nicht durch
die Anwendung bekannter Regelvorrichtungen (US-PS 29 71 357)
vermeiden, die dem Zweck dienen, die Zuführgeschwindigkeit der
Florfaser-Zubringervorrichtung derart zu steuern, daß das Ge
wicht bzw. die Dicke des der Kardentrommel zugeführten Faser
bandes konstant bleibt, weil sich hierdurch die Menge der über
die Säuberungswalze und die Arbeitswalzen zugeführten Faser
mengen nicht beeinflussen läßt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Rund
strickmaschine der eingangs bezeichneten Gattung derart aus
zugestalten, daß sich auch bei Anwendung der Rückführeinrich
tung erreichen läßt, daß dem Abnehmer eine im wesentlichen
konstante Fasermenge zugeführt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1.
Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß die rückgeführ
ten Fasern zunächst mit den neu zugeführten Fasern vermischt
und dann hinsichtlich Gewicht, Schichtdicke od. dgl. abgeta
stet werden. Hierdurch wird sichergestellt, daß die Summe aus
neuen Fasern und rückgeführten Fasern stets konstant gehalten
und infolgedessen die Zufuhr an neuen Fasern von der jeweils
zurückgeführten Fasernmenge abhängig gemacht wird.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der beilie
genden Zeichnung an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Rundstrickmaschi
ne mit mehreren Florfaser-Zubringereinrichtungen;
Fig. 2 einen Schnitt im wesentlichen längs der Linie II-II
der Fig. 1 durch die Rundstrickmaschine und das Eintrittsende
eines erfindungsgemäßen Rückführkanals;
Fig. 3 einen Schnitt im wesentlichen längs der Linie III-III
der Fig. 2;
Fig. 4 einen Schnitt entsprechend Fig. 2 durch das Austritts
ende des erfindungsgemäßen Rückführkanals in einem etwas ver
größerten Maßstab;
Fig. 5 schematisch eine Steuereinrichtung zum Steuern der
Transportgeschwindigkeit einer Florfaser-Zubringereinrichtung
der Rundstrickmaschine nach Fig. 1 bis 5 gemäß einer ersten
Ausführungsform; und
Fig. 6 schematisch eine Steuereinrichtung in einer der Fig. 5
entsprechenden Ansicht gemäß einer zweiten Ausführungsform.
Gemäß Fig. 1 und 2 enthält eine Rundstrickmaschine einen fest
stehenden Rahmen 10 mit einem drehbar darin gelagerten Nadel
zylinder 11, welcher entlang seinem Umfang zahlreiche Schlitze
aufweist, in denen Strick-Nadeln 12 senkrecht beweglich geführt
sind. Bei der Drehung des Nadelzylinders 11 in Richtung des
Pfeils passieren die einzelnen Nadeln 12 nacheinander vier Zu
bringerstationen A bis D. Dabei werden bestimmte Nadeln 12 in
programmierter Reihenfolge aufwärts bewegt, um mit ihren Ha
ken jeweils ein Büschel Florfasern an einer der betreffenden
Station zugeordneten Zubringereinrichtung 13 sowie einen von
einem Fadenführer 15 zugeführten Grundfaden 14 aufzunehmen.
Darauf werden die betreffenden Nadeln 12 wieder abwärts be
wegt, um eine Schlaufe des Grundfadens 14 durch eine vorher
geformte Masche zu ziehen, die vorher gebildete Masche abzu
schlagen und die Florfasern in den Maschen des Grundfadens zu
verankern. Auf die Nadeln 12 ausgerichtete Luftdüsen 17 die
nen in bekannter Weise dazu, sowohl die Florfasern so anzubla
sen, daß sie radial einwärts aus den Maschen des Grundfadens
hervorstehen, als auch lose Fasern wegzublasen.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Florfaser-Zu
bringereinrichtungen 13 jeweils doppelreihig ausgeführt, so
daß zwei Faserbänder bzw. Lunten 18, 19 aus Fasern verschie
dener Art, z.B. Länge, Farbe und/oder anderen Eigenschaften,
gleichzeitig zuführbar sind. Dementsprechend haben die Zubrin
gereinrichtungen 13 jeweils zwei, in Fig. 1 gestrichelt umran
dete Zubringerbahnen Aa, Ab für Station A, Ba, Bb für Station
B, Ca, Cb für Station C und Da, Db für Station D. Jede Zubrin
gerbahn hat eine Zuführvorrichtung, die in Fig. 1 und 2 durch
nur schematisch angedeutete Speisewalzen 20 dargestellt ist,
deren Antrieb über eine z.B. eine Kupplung enthaltende Über
tragungseinrichtung 21 gesteuert ist. Die Speisewalzen 20 füh
ren die Lunte einer Kardentrommel 22 zu, von welcher die Fa
sern dann mittels eines Wenders 23 auf einen Abnehmer 24 über
führt werden. Damit die Fasern der beiden Lunten 18 und 19
entlang der gesamten Zubringerbahn voneinander getrennt blei
ben, weisen die Kratzenbeschläge 25 der Teile 22, 23 und 24
entlang dem jeweiligen Umfang verlaufende Trennlücken auf. Da
durch sind die von den Speisewalzen 20 bis zum Abnehmer 24 der
Zubringereinrichtungen 13 verlaufenden Zubringerbahnen in Axi
alrichtung sicher voneinander getrennt. Sind also beispiels
weise die Fasern der Lunte 18 weiß und die der Lunte 19 rot
oder bestehen irgendwelche anderen Unterschiede zwischen ih
nen, so geben die durch die Trennlücken ihrer Kratzenbeschlä
ge 25 unterteilten Speisewalzen 20 die betreffenden Fasern
voneinander getrennt den in gegenseitigem Abstand verlaufen
den Zubringerbahnen auf, entlang welchen sie sich durch die
Zubringereinrichtung 13 hindurchbewegen. Der Kratzenbeschlag
25 auf einer Seite des Abnehmers 24 erhält daher allein die
Fasern der Lunte 18 und der Kratzenbeschlag auf der anderen
Seite des Abnehmers 24 die der Lunte 19 zugeführt.
Für die Herstellung der jeweiligen Muster kann die Betätigung
der Nadeln 12 in verschiedener Weise programmiert sein (vgl.
z.B. US-PS 37 09 002).
Gemäß Fig. 2 sind die Walzen bzw. Trommeln der Zubringerein
richtung 13 drehbar im Rahmen 10 gelagert, von einem nicht ge
zeigten gemeinsamen Antrieb angetrieben und in bezug aufeinan
der so angeordnet, daß der Kratzenbeschlag 25 des Wenders 23
die Fasern vom Kratzenbeschlag 25 der Kardentrommel 22 an ei
ner Stelle abnimmt, welche der Stelle, an welcher die Fasern
der Kardentrommel 22 zugeführt werden, gegenüberliegt. In der
dargestellten Anordnung ist die Kardentrommel 22 im Gegenzei
gersinn angetrieben, während sich der Wender 23 mit gegenüber
der der Kardentrommel etwa verdoppelter Umfangsgeschwindig
keit im Uhrzeigersinn dreht. Der Abnehmer 24 ist in gegensei
tiger Wirkbeziehung der Kratzenbeschläge 25 unterhalb des
Wenders 23 angeordnet und mit gegenüber diesem etwa verdoppel
ter Drehzahl im Gegenzeigersinn angetrieben. In bezug auf den
Nadelzylinder 11 ist der Abnehmer 24 oberhalb der Nadeln 12
derart angeordnet, daß sich der Kratzenbeschlag 25 den Haken
12 a der Nadeln entgegenbewegt, wenn diese sich in der ausge
triebenen Stellung zum Abziehen eines Faserbüschels befinden.
Während der Drehung des Nadelzylinders 11 um eine senkrechte
Achse und der Drehung des Abnehmers 24 um eine waagerechte
Achse werden die einzelnen Nadeln 12 mittels einer am Rahmen
10 angeordneten und an ihren Füßen 12 b angreifenden Schloßan
ordnung 27 selektiv betätigt und zum Abziehen der Fasern an
die dafür vorgesehenen Seiten der einzelnen Abnehmer 24 heran
geführt. Der Rahmen 10 trägt eine Lagerung für den Nadelzylin
der 11 sowie ein angetriebenes Kegelrad 28, welches sich mit
einem Zahnkranz 29 an der Unterseite des Nadelzylinders in
Eingriff befindet.
Da sich die Nadeln 12 bei der Drehung des Nadelzylinders 11
quer zum Kratzenbeschlag 25 des seinerseits in Drehung befind
lichen Abnehmers 24 bewegen, beschreiben die Haken 12 a der Na
deln beim Abziehen der Faser jeweils ein Teil einer Schrauben
linie auf dem Abnehmer 24. Für die Herstellung bestimmter Mu
ster im Flor des gestrickten Stoffs werden häufig zahlreiche
der eng nebeneinander angeordneten Nadeln 12 in sehr schneller
Folge zum Abziehen der Faser vom Abnehmer 24 ausgetrieben.
Für gewisse Muster werden jedoch jeweils nur einzelne Nadeln
12 zum Abziehen der Faser an den verschiedenen Zubringersta
tionen ausgetrieben, so daß die Fasern nur von begrenzten Be
reichen des jeweiligen Abnehmers 24 abgezogen werden. Dazwi
schen bleiben dann Stellen, an denen keine Nadel ausgetrieben
und daher keine Faser vom Abnehmer abgezogen wird. Da jedoch
der Wender 23 dem Abnehmer 24 kontinuierlich weitere Fasern
zuführt, werden nicht nur solche Bereiche des Abnehmers 24
mit neuen Fasern beschickt, an denen die Nadeln die Fasern
vorher abgezogen haben, sondern auch die Bereiche, auf denen
die Fasern zurückgeblieben sind. In den letzteren Bereichen
bilden sich dann größere Ansammlungen von Fasern. Daraus er
gibt sich eine ungleichmäßige Dicke der Faserschicht, was
dann wieder zu ungleichmäßiger Dichte des Flors führen kann,
wenn von den eine dickere Faserschicht tragenden Bereichen
des Abnehmers 24 Fasern abgezogen werden.
Gemäß der Erfindung werden die nach dem Durchgang der Nadeln
12 durch den Kratzenbeschlag 25 des Abnehmers 24 auf diesem
zurückgebliebenen Fasern vom Abnehmer abgetragen, bevor die
betreffenden Bereiche des Kratzenbeschlags 25 an den des Wen
ders 23 gelangen und von diesem neue Fasern aufnehmen. Die ab
getragenen Fasern werden mit im wesentlichen gleichmäßiger
Verteilung auf dieselbe Zuführvorrichtung zurückgeführt, von
welcher sie vorher über die Kardentrommel 22 und den Wender
23 auf den betreffenden Abnehmer 24 überführt werden.
Zum Abtragen der nicht von den Nadeln 12 abgezogenen Fasern
vom Abnehmer 24 ist eine in Fig. 2 und 3 gezeigte Abtragswal
ze 30 vorgesehen. Diese weist die gleiche Länge auf wie der
Abnehmer 24 und hat einen zylindrischen Kern 31 mit radial
davon abstehenden Borsten 32. Diese sind vorzugsweise aus
dem gleichen Drahtmaterial wie die Kratzenbeschläge 25 und
in der gleichen Dichte wie diese angeordnet, jedoch etwas
länger als diese und nicht an den Enden abgewinkelt.
Die Abtragswalze 30 ist mit einer zur Achse des Abnehmers 24
parallelen Achse so angeordnet, daß ihre Borsten 32 an einer
zwischen dem Einkämmbereich für die Nadeln 12 und der Berüh
rungsstelle mit dem Wender 23 gelegenen Stelle dem Kratzenbe
schlag 25 des Abnehmers 24 gegenüberstehen. Vorzugsweise ist
die Abtragswalze 30 etwa in der Mitte zwischen diesen beiden
Stellen so angeordnet, daß ihr Wirkungsbereich am Umfang des
Abnehmers 24 gegenüber dem Einkämmbereich und der Berührungs
stelle des Wenders 23 jeweils um etwa 90° versetzt ist. Die
Abtragswalze 30 ist mittels einer an einem Ende ihres Kerns
31 hervorstehenden Welle 33 und zweier diese aufnehmender
Wälzlager 34 in einer Halterung 35 gelagert, welche mittels
Schrauben 37 am Rahmen 10 befestigt ist. Eine am freien Ende
der Welle 33 sitzende Keilriemenscheibe 39 ist über einen
Keilriemen 38 antriebsübertragend mit einer Keilriemenschei
be 39 a auf der Welle eines Elektromotors 39 b verbunden. Die
Spannung des Keilriemens 38 wird mittels einer Spannrolle 40
aufrechterhalten. Die Abtragswalze 30 ist im Kontaktbereich
mit dem Abnehmer 24 in der gleichen Umfangsrichtung angetrie
ben wie dieser, jedoch mit erheblich größerer Umfangsgeschwin
digkeit, so daß die auf dem Kratzenbeschlag 25 des Abnehmers
24 verbliebenen Fasern sicher entfernt werden. Bei einer
Drehzahl des Abnehmers 24 von beispielsweise etwa 1300 U/min
ist die Abtragswalze 30 mit einer Drehzahl zwischen etwa
2500 und 5000 U/min angetrieben. Dabei ist nicht nur ein
sauberer Abtrag der Fasern vom Kratzenbeschlag 25 des Abneh
mers 24 gewährleistet, sondern auch die Freigabe der abgetra
genen Fasern durch die Borsten 32 der Abtragswalze unter Ein
wirkung der Fliehkraft und des durch die hohe Drehzahl der
Abtragswalze erzeugten Luftstroms.
In den meisten Fällen ist die um die Abtragswalze herum auf
tretende Luftströmung stark genug, die Fasern vom Abnehmer
abzutragen, ohne daß die Borsten 32 der Abtragswalze den Krat
zenbeschlag 25 des Abnehmers 24 berühren brauchen. Die Borsten
32 der Abtragswalze 30 brauchen also nicht mit dem Kratzenbe
schlag 25 des Abnehmers im Eingriff sein, sondern zumeist nur
bis nahe an diesen heranreichen. Damit erhöht sich die Lebens
dauer der Borsten 32 sowie des Kratzenbeschlags 25 beträcht
lich. Bei einer solchen Anordnung wird wenigstens ein Teil
der von nicht betätigten Nadeln 12 auf dem Kratzenbeschlag
belassenen sowie wenigstens ein Teil der restlichen, von be
tätigten Nadeln zurückgelassenen Fasern mittels der Walze 30
vom Kratzenbeschlag des Abnehmers abgetragen. Lassen die Na
deln 12 beispielsweise etwa 30% der Fasern auf dem Abnehmer
24 zurück, so verringert die Abtragswalze 30 den Anteil der
zurückbleibenden Fasern auf etwa 15%, und dies gleichmäßig
über den gesamten Umfang des Abnehmers 24. Sollen die Fasern
jedoch möglichst vollständig vom Kratzenbeschlag 25 des Abneh
mers 24 abgetragen werden, so läßt sich die Abtragswalze 30
so einstellen, daß ihre Borsten 32 bis zur jeweils notwendi
gen Tiefe in den Kratzenbeschlag 25 des Abnehmers 24 eindrin
gen. Zu diesem Zweck hat die Halterung 35 von den Befesti
gungsschrauben 37 durchsetzte Langlöcher.
In der in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsform werden
die durch die Fliehkraft von der Abtragswalze 30 abgeschleu
derten Fasern gesammelt und mit möglichst gleichmäßiger Ver
teilung auf diejenige Zuführvorrichtung zurückgeführt, von
welcher aus sie zunächst über die Kardentrommel 22 und dem
zugehörigen Wender 23 auf den betreffenden Abnehmer 24 über
führt wurden. Die Abtragswalze 30 ist dazu im Eintrittsende
eines Rückführkanals angeordnet, der an dieser Stelle einen
die Abtragswalze 30 umgebenden Mantel 41 aufweist, welcher
eine dem Abnehmer 24 zugewandte Öffnung 41 a besitzt. Durch
die Öffnung 41 a und um die Abtragswalze 30 herum in den Man
tel gesaugte Luft gelangt unter Mitführung der von der Ab
tragswalze 30 abgetragenen Fasern über ein Steigrohr 42 zu
einem Rückführgebläse 43. Dieses hat ein von einem Elektro
motor 44 angetriebenes Schaufelrad od. dgl., welches die Luft
mit den Fasern durch das Steigrohr 42 hindurch ansaugt und
sie dann radial über ein Austrittsrohr 45 des Rückführkanals
ausstößt.
Gemäß Fig. 4, in der auch die Einzelheiten einer Zuführvor
richtung dargestellt sind, werden die zurückgewonnenen Fasern
auf die jeweilige Lunte bzw. Faserbahn zurückgeführt. Das
Austrittsrohr 45 des Rückführgebläses 43 führt zu einer Haube
47 mit einer erweiterten Austrittsöffnung, die über der jewei
ligen Lunte 18 oder 19 angeordnet ist, von der die betreffen
den Fasern ursprünglich stammen, so daß die zurückgeführten
Fasern dann zusammen mit der Lunte auf die Kardentrommel 22
gelangen. Die Zufuhr der Lunte zur Kardentrommel 22 erfolgt
über ein endloses Band 55 aus Drahtgewebe oder einem anderen
luftdurchlässigen Material, welches über eine Rolle 57 in der
Nähe der Kardentrommel 22 und eine zweite, weiter von dieser
entfernte Rolle 58 geführt ist. Der Rolle 57 ist eine Gegen
druckrolle 110 zugeordnet, so daß die Lunte 18, 19 durch den
Spalt zwischen dieser und dem Band 55 auf die Kardentrommel
22 überführt wird. Die Rollen 57 und 58 sind so am Rahmen 10
gelagert, daß das tragende Trum des Bandes 55 schräg aufwärts
zur Kardentrommel 22 verläuft. Die Lunte ist über ein tangen
tial zur Rolle 58 angeordnetes Führungsblech 59 auf das Band
55 geführt und bewegt sich auf diesem zwischen zwei sich über
die Länge des Bandes erstreckenden Leitblechen 60 entlang.
Die Verteilerhaube 47 ist vorzugsweise gerade so breit, daß
sie zwischen die beiden Leitbleche 60 paßt, um die zurückge
führte Faser auf dem auf dem Band 55 befindlichen Faserband
zu verteilen, wobei die für den Transport der zurückgeführten
Fasern verwendete Luft durch das Faserband und das Band 55
hindurch entweichen kann. Um eine vollständige Rückgewinnung
der Fasern zu gewährleisten, hat die Verteilerhaube 47 am hin
teren, unteren Ende einen in der Bewegungsrichtung der Lunte
auf das Band 55 zu abgewinkelten Rand 61. Am vorderen, oberen
Ende der Verteilerhaube 47 sorgt ein entsprechender, vorwärts
abgewinkelter Rand 62 dafür, daß die mit den Fasern angerei
cherte Luft nicht nach vorwärts aus der Haube 47 entweichen
kann, sondern abwärts auf die Lunte und das diese tragende
Band 55 abgelenkt wird, womit gleichzeitig die Länge des Lun
tenabschnitts, über den die zurückgeführten Fasern verteilt
werden, vergrößert wird. Vom hinteren, unteren Ende der Haube
47 aus erstreckt sich eine Führungslasche 63 nach rückwärts
über den Übergang vom Führungsblech 59 auf das Band 55 und
zwischen die Leitbleche 60.
Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung der zurückgeführten
Fasern entlang dem Faserband zu erzielen, ist in der Haube 47
eine Anzahl von Leitschaufeln 51 angeordnet. Diese stehen in
gegenseitigen Abständen einander abwechselnd an den beiden
Seitenwänden der Haube 47 einwärts bis nahe an die jeweils
andere Wand hervor und haben an der Anströmseite einen abge
schrägten Rand, welcher vom oberen Ende des jeweils befestig
ten Seitenrandsschräg abwärts verläuft, so daß sich an den
anströmseitigen Rändern der Leitschaufeln 51 keine Fasern
festhängen können. Einander abwechselnde Leitschaufeln 51
können unterschiedliche Längen haben, beispielsweise können
die an einer Seitenwand der Haube 47 hervorstehenden Leit
schaufeln 51 länger sein als die an der anderen Seite sitzen
den, wobei jedoch die abströmseitigen Enden der Leitschaufeln
51 nahe der Haubenöffnung liegen. Zur Erzielung günstiger Er
gebnisse vergrößern sich die gegenseitigen Abstände der Leit
schaufeln 51 in Strömungsrichtung proportional der Verbreite
rung der Haube 47 von ihrem Einlaßende bis zum Auslaßende.
Diese Anordnung gewährleistet eine sehr gleichmäßige Vertei
lung der zurückgeführten Fasern.
Außer den mittels der Walze 30 vom Abnehmer 24 abgetragenen
Fasern werden auch die mittels der Luftdüsen 17 von den Na
deln 12 abgeblasenen losen Fasern zurückgewonnen und dem zu
geordneten Faserband wieder zugeführt. Zu diesem Zweck ist
der die Abtragswalze 30 umgebende Mantel 41 abwärts verlän
gert, so daß seine Eintrittsöffnung 41 a groß genug für die
Aufnahme der abgeblasenen Fasern ist (Fig. 2). Die von den
Nadeln 12 abgeblasenen Fasern werden vom Gebläse 43 zusammen
mit den mittels der Abtragswalze 30 abgetragenen Fasern über
das Steigrohr 42 abgesaugt.
Damit die Bewegung der von den Nadeln 12 abgeblasenen Fasern
innerhalb des Mantels 41 nicht durch von der Abtragswalze 30
ausgehende sekundäre Luftströmungen od. dgl. gestört wird, ist
die Abtragswalze 30 innerhalb des Mantels 41 von einem sich um
etwa 180° ihres Umfangs erstreckenden Leitblech 53 umgeben.
Das untere Ende des Leitblechs 53 reicht bis nahe an den Ab
nehmer 24 heran und bildet zusammen mit dem unteren Ende des
Mantels 41 einen Fangtrichter für die von den Nadeln 12 abge
blasenen Fasern. Von dort werden die Fasern entlang einem
zwischen dem Leitblech 53 und dem Mantel 41 gebildeten, bogen
förmig verlaufenden Durchlaß angesaugt und treffen dann am
Ende einer aufwärts gerichteten Verlängerung 54 des Leitblechs
53 im Steigrohr 42 mit den von der Abtragswalze 30 abgetrage
nen Fasern zusammen. Auf diese Weise werden also nicht nur die
mittels der Abtragswalze 30 abgetragenen sondern auch die
von den Nadeln 12 abgeblasenen Fasern zurückgewonnen und für
erneute Verwendung im gleichen Zubringersystem zurückgeführt.
Zur Überwachung und Steuerung der Dichte des der Kardentrom
mel 22 zugeführten Faserbandes ist eine Steuereinrichtung
nach Fig. 5 oder 6 vorgesehen. Zur Überwachung eignen sich
verschiedene Arten von Abtastvorrichtungen 90 bzw. 90′, die
am Band 55 (Fig. 4) angeordnet werden und beispielsweise aus
piezoelektrischen, mit Betastrahlen oder elektrischer Kapazi
tätsmessung arbeitenden oder pneumatischen Einrichtungen be
stehen. In Fig. 4, 5 und 6 ist eine pneumatische Abtastvor
richtung 90, 90′ dargestellt. Ein in einer Zufuhrleitung 91
für Niederdruckluft sitzender Drosseldurchlaß 92 bewirkt einen
Druckabfall und verhindert das Auftreten von Störungen durch
Signale von anderen, aus einer gemeinsamen Druckluftquelle ge
speisten Abtastvorrichtungen an anderen Zubringerbahnen. Die
zugeführte Druckluft gelangt in ein Leitungsteil 93, welches
mit einem offenen Ende 94 eine Öffnung in dem auf dem Faser
band aufliegenden Rand 62 der Haube 47 durchsetzt. Bei Nicht
vorhandensein des Randes 62 kann für den gleichen Zweck eine
Fußplatte vorgesehen sein. Die dem Leitungsteil 93 zugeführte
Druckluft entweicht am offenen Ende 94 und strömt durch das
Faserband bzw. die Lunte hindurch. Je größer die Faserdichte
wird, um so größer wird auch der Durchströmungswiderstand,
und je geringer die Faserdichte ist, um so niedriger ist der
Durchströmungswiderstand.
Das andere Ende des Leitungsteils 93 mündet über eine Düse 98
in der Druckkammer 95 eines Druckwandlers 97. Veränderungen
des Durchströmungswiderstands des Faserbandes bewirken ent
sprechende Änderungen des Drucks am Drosseldurchlaß 92 und
in der Druckkammer 95. Die Düse 98 verhindert übermäßig schnel
le Druckänderungen in der Kammer 95 und gleicht somit durch
kleinere Fehlstellen oder andere Ungleichmäßigkeiten des Faser
bandes hervorgerufene kurzzeitige Druckänderungen aus. Der in
der Kammer 95 herrschende Luftdruck beaufschlagt eine flexi
ble Membrane 99, welche mit einem elektrischen Wandler 100
verbunden ist. Dieser ist in einer zweiten, über eine Öff
nung 102 entlüfteten Kammer 101 des Druckwandlers 97 angeord
net. Änderungen der von der Membrane 99 auf den Wandler 100
ausgeübten Kraft bewirken entsprechende Spannungsänderungen,
welche in einem Verstärker 103 verstärkt werden. Die so ge
wonnenen elektrischen Signale speisen eine Steuereinrichtung
104, welche die Drehzahl eines Gleichstrommotors 105 steuert.
Der Motor 105 ist über ein Zahnrad 107 mit einem Eingang ei
nes Differentialgetriebes 108 verbunden. Der andere Eingang
des Differentialgetriebes ist über eine Welle 109 mit dem
eine konstante Drehzahl aufweisenden Antrieb der Krempelvor
richtung verbunden. Der Antrieb der Rolle 57 des Bandes 55
und einer Gegendruckrolle 110 erfolgt über ein Getriebe 111
von der Abtriebswelle 112 des Differentialgetriebes 108 aus.
Das Getriebe 111 kann eine Unterbrechereinrichtung, z.B. in
Form einer pneumatischen Kupplung 113, enthalten. Hat das von
der Abtasteinrichtung 90 überwachte Faserband eine sehr gerin
ge Dichte, so gibt die Abtasteinrichtung ein Minimumsignal
ab, so daß der Motor 105 nur sehr langsam läuft oder gar
stillsteht. Dabei ist dann die Drehzahl der Ausgangswelle
112 gleich der der Eingangswelle 109 des Differentialgetrie
bes, jedoch gegensinnig zu dieser. Bei zunehmender Dichte des
Faserbandes bewirkt das von der Abtasteinrichtung abgegebene
Signal den Antrieb des Motors mit erhöhter Drehzahl. Der An
trieb des Motors 105 übt eine kompensierende Wirkung aus, so
daß sich die Drehzahl der Abtriebswelle 112 verringert und
das dichtere Faserband nun langsamer transportiert wird. Durch
Verwendung von auswechselbaren Zahnrädern im Getriebe 111 kann
der Ausgangs-Drehzahlbereich je nach der Art der zugeführten
Fasern und je nach der Faserdichte des fertigen Endprodukts
eingestellt werden. Bei Verwendung der Kupplung 113 kann die
Zubringereinrichtung in bekannter Weise angehalten und wieder
in Gang gesetzt werden, etwa um die Faserzufuhr bei großflä
chigen Mustern wahlweise zu unterbrechen. Dabei ist die be
schriebene Zubringereinrichtung jedoch insbesondere geeignet,
kleinflächige Muster mit einer gleichmäßigen Dichte herzu
stellen.
Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform der auf die Faser
dichte ansprechenden Steuereinrichtung für die Faserzufuhr.
Diese enthält zwei der vorstehend beschriebenen ähnlichen
Abtastvorrichtungen 90′. Die Öffnungen 94 der Abtastvorrich
tungen durchsetzen jeweils eine auf dem Faserband aufliegende
Fußplatte 114. Die Zufuhrleitungen 91 der Abtastvorrichtungen
90′ sind über eine gemeinsame Leitung 115 an eine Druckluft
quelle angeschlossen.
Mit dem Verstärker 103′ und der Steuerschaltung 104′ jeweils
eines Motors 105′ ist ein Potentiometer 117 verbunden. Das
Potentiometer 117 dient dazu, den Ausgangsdrehzahlbereich des
jeweiligen Motors 105′ so einzustellen, daß entlang der be
treffenden Zubringerbahn die für das fertige Endprodukt benö
tigten Fasermengen zugeführt werden. Das von der jeweiligen
Abtastvorrichtung 90′ dem zugeordneten Verstärker 103′ zuge
führte Signal wird von dem den Ausgangs-Drehzahlbereich be
stimmenden Signal abgezogen, um die Drehzahl des betreffenden
Motors 105′ zu verringern, wenn an der Abtastvorrichtung 90′
eine größere Dichte des Faserbandes auftritt. Die Motoren 105′
sind hier über Zahnräder 118 direkt mit den Rollen 57 und 110
verbunden. Mittels jeweils eines Schalters 119 lassen sich
die Motoren 105′ unabhängig von der Steuerung durch die Ab
tastvorrichtungen 90′ anhalten und in Gang setzen. Die Schal
ter 119 können als Relaiskontakte ausgebildet und in der für
Kupplungen bekannten Weise mittels eines Lochstreifens oder
von einer programmierten Mustereinrichtung aus betätigbar sein.
In dieser Ausführung sind keine pneumatischen Kupplungen und/
oder Differentialgetriebe erforderlich. Die Motoren 105′ kön
nen in bekannter Weise mit Bremsen versehen sein, damit sie
sich schnell zum Stillstand bringen lassen.
Anstelle der in Fig. 5 und 6 dargestellten Gleichstrommotoren
können auch andere Motoren mit veränderlicher Drehzahl verwen
det werden, beispielsweise Wechselstrommotoren, deren Drehzahl
in bekannter Weise durch Änderung der Wechselstromfrequenz ver
änderbar ist.
Wie man aus vorstehender Beschreibung erkennt, ermöglicht
die Erfindung eine sichere Steuerung der Florfaserdichte
beim Musterstricken von Hochflorstrickware und erübrigt da
mit für viele Stoffarten eine programmierte Steuerung der
Flordichte eines Musters. In jedem Falle ist eine solche
Programmierung bei Anwendung der Erfindung weniger kritisch.
Durch das Vorhandensein einer stets gleichbleibenden Faser
dichte am Abnehmer ist eine gleichmäßige Flordichte gewähr
leistet. Die bei der Drehung des Abnehmers 24 kontinuierlich
abgetragenen Fasern gehen nicht verloren, sondern werden zu
sammen mit von den Nadeln 12 abgeblasenen losen Fasern zu
rückgewonnen und an die ursprüngliche Zubringerbahn zurückge
führt. Die zurückgeführten Fasern werden auf das Faserband der
betreffenden Zubringerbahn verteilt, ohne daß es zu einer Ver
mischung der Fasern von verschiedenen Zubringerbahnen kommt.
Die zurückgeführten Fasern werden in einer solchen Ausdehnung
entlang der betreffenden Zubringerbahn verteilt, daß sich die
bei einer Umdrehung des Abnehmers von diesem abgetragenen Fa
sern bei der Rückführung zum Abnehmer 24 auf mehr als etwa
einhundert Umdrehungen desselben verteilen. Da die Fasern
jeweils nur auf ihre ursprüngliche Zubringerbahn zurückge
führt werden, kann es nicht zu Überlastungen der Zubringer
bahnen kommen. Dadurch sind an allen Zubringerstationen der
Maschine gleichmäßige Ergebnisse gewährleistet.