DE3420134C2 - Vorrichtung zum Ein- und Ausladen von Werkstücken in einer Presse - Google Patents
Vorrichtung zum Ein- und Ausladen von Werkstücken in einer PresseInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ein- und Ausladen von
Werkstücken in eine und/oder aus einer Presse entsprechend dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Eine solche Vorrichtung ist aus der DE-28 47 543 C3 bekannt. Das
Parallelgestänge der bekannten Anordnung ist mit zwei parallelen, in festen
Drehpunkten gelagerten Antriebshebeln verbunden, von denen einer in Art
eines Kurbelarmes auf einer Antriebswelle sitzt und durch eine
Kurvensteuerung auf eine Verlängerung eines Hebels des
Parallelogrammgestänges wirkt. Durch diese Kurvensteuerung mit
entsprechendem Getriebe wird eine gewünschte Bewegungsrichtung des
Trägerarmes, mit dem ein lösbares Festhalten eines Werkstückes erreicht wird,
erzeugt.
Die bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, daß das Bewegungsgetriebe
mechanisch sehr aufwendig konstruiert ist und wirkt, insbesondere die
Bewegungssteuerung durch die Kurvenscheibe beinhaltet eine nachteilige
Lösung.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Bewegungsablauf beim Ein- und Ausladen
einer Presse der genannten Art durch eine vereinfachte und in ihrer Wirkung
verbesserte Anordnung zu ersetzen.
Die Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfinderischen Lösung ergeben sich aus den
Unteransprüchen 2-9.
Die erfindungsgemäße Ein- und/oder Ausladevorrichtung enthält einen
Tragrahmen, der an die gewünschte Verarbeitungsmaschine montiert wird. Der
Tragrahmen weist einen hieran befestigten Schlitten auf, der relativ zum
Tragrahmen und somit zur Verarbeitungsmaschine durch eine erste
Antriebsvorrichtung auf und ab bewegt wird. Der Schlitten trägt ein
Parallelogrammgestänge, das ein oberes Verbindungsstück, das relativ zum
Schlitten vertikal auf und ab bewegbar am Schlitten angebracht ist, ein unteres
Verbindungsstück und zwei seitliche Verbindungsstangen gleicher Länge
enthält, die das obere und das untere Verbindungsstück in einer vertikalen
Ebene verbinden. Mit dem unteren Verbindungsstück des
Parallelogrammgestänges ist eine Trägervorrichtung verbunden, mit der ein
Werkstück lösbar gehalten werden kann, um es in und/oder aus einer
Verarbeitungsmaschine ein- bzw. auszuladen. Ein Antriebshebel, der die halbe
Länge jeder dieser seitlichen Verbindungsstangen des Parallelogrammgestänges
aufweist, ist an einem Ende drehbar an dem Schlitten und am anderen Ende
drehbar im Mittelpunkt einer dieser seitlichen Verbindungsstangen befestigt.
Eine zweite Antriebsvorrichtung arbeitet so, daß der Antriebshebel um einen
vorgegebenen Winkel in zwei Richtungen schwingt.
Die oben genannte Schwingbewegung des Antriebshebels hat zur Folge, daß
das obere Verbindungsstück des Parallelogrammgestänges sich relativ zum
Schlitten auf und ab bewegt, und daß sich das untere Verbindungsstück des
Parallelogrammgestänges linear in horizontaler Richtung hin- und herbewegt.
Diese horizontale Hin- und Herbewegung des Parallelogrammgestänges ist mit
der Auf- und Abbewegung des Schlittens relativ zum Tragrahmen kombiniert,
damit die am unteren Verbindungsstück befestigte Trägervorrichtung die
Verarbeitungsmaschine be- und /oder entladen kann. Die horizontale Hin- und
Herbewegung der Trägervorrichtung ist besonders für ein gleichmäßiges,
ununterbrochenes Ein- und Ausladen von im allgemeinen tafelförmigen
Werkstücken in und aus den Formen einer Presse wünschenswert.
Die zweite Antriebsvorrichtung weist eine Antriebsverbindung zur Übertragung
der in zwei Richtungen ablaufenden Rotationen eines rotierenden Antriebes auf
die Antriebsmittel zur Auf- und Abbewegung des Schlittens relativ zu dem
Tragrahmen auf. Ferner weist dieser Antrieb Verbindungsmittel auf, wodurch
der Schlitten und der rotierende Antrieb bei seiner Auf- und Abbewegung in
horizontaler Richtung relativ zum Tragrahmen verschiebbar wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erste und die zweite
Antriebsvorrichtung Stellmotoren, die beide an dem Tragrahmen statt an dem
Schlitten befestigt sind, und die mechanisch mit diesem verbunden sind, um
eine Auf- und Abbewegung bzw. die Schwingbewegung des Antriebshebels zu
bewirken. Der Schlitten ist dadurch frei vom Gewicht der beiden Stellmotoren,
wodurch die Belastung des Stellmotors für die vertikale Bewegung des
Schlittens vermindert wird. Der Stellmotor der ersten Antriebsvorrichtung kann
am Tragrahmen befestigt sein, da er den Schlitten über eine Zahnstangen- und
Zahnradvorrichtung bewegt. Der Stellmotor der zweiten Antriebsvorrichtung
muß jedoch verschiebbar relativ zum Tragrahmen angebracht sein, da dieser
zweite Stellmotor eingesetzt wird, um eine in zwei Richtungen ablaufende
Drehbewegung des auf dem vertikal bewegbaren Schlitten angebrachten
Antriebshebels zu vermitteln. Somit ist der zweite Stellmotor horizontal
verschiebbar an dem Tragrahmen befestigt und mit dem Schlitten über
Spannanker verbunden, so daß die Drehmomentübertragung vom zweiten
Stellmotor zum Antriebshebel trotz der variablen vertikalen Position des
Schlittens möglich ist.
Beispielhafte Ausführungsformen werden im folgenden unter Hinweis auf die
Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Presse, die gemäß dem erfindungsgemäßen
Konzept konstruiert ist; die Ansicht zeigt zwei Preßstationen zusammen mit
zugeordneten erfindungsgemäßen Ein- und Ausladevorrichtungen und einer
Fördereinrichtung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Presse der Fig. 1;
Fig. 3 eine Stirnansicht der Presse zusammen mit der zugeordneten
erfindungsgemäßen Ein- und Ausladevorrichtung
und einer Fördereinrichtung;
Fig. 4 eine vergrößerte Seitenansicht der wesentlichen Teile der
erfindungsgemäßen Ein- und Ausladevorrichtung, wie sie in der
Presse der Fig. 1 benutzt werden (ein Teil ist unterbrochen
gezeichnet, um andere Teile zu zeigen);
Fig. 5 einen vertikalen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
der Fig. 4;
Fig. 6 einen horizontalen Schnitt längs der Linie VI-VI der Fig. 5;
Fig. 7 einen horizontalen Schnitt längs der Linie VII-VII der Fig. 5.
In den Fig. 1 bis 3 ist eine automatische Presse dargestellt, die zwei
Preßstationen 20 und 22 aufweist, die im Abstand zueinander angeordnet sind.
Eine Fördereinrichtung 24, wie ein standardmäßiges Förderband mit einem
bewegten Endlosband 26, überbrückt den Zwischenraum zwischen den beiden
Preßstationen 20 und 22. Eine Werkstückablage 28 ist auf dem Förderband
montiert dargestellt, um ein Werkstück W während des Transportes von einer
Preßstation zur anderen (z. B. von der Preßstation 20 zur Preßstation 22) auf
dem Förderband festzuhalten.
Jede der beiden Ein- und Ausladevorrichtungen 30 sind hier an den
gegenüberliegenden Enden der
Preßstationen 20 und 22 anmontiert dargestellt sind. In der dargestellten
Ausführungsform (Fig. 1 und 2) entnimmt die linke Ein- und
Ausladevorrichtung 30 jedes Werkstück W aus der linken Preßstation 20 und
legt sie auf die Werkstückablage 28, während diese auf der äußersten linken
Seite des Förderbandes 24 gehalten wird. Dieses Förderband überführt das
abgelegte Werkstück W zur äußersten rechten Seite. Dann nimmt die rechte Ein-
und Ausladevorrichtung das Werkstück W von der Werkstückablage 28 auf und
führt es in die rechte Preßstation 22 ein. Die Fördereinrichtung 24 kann auf
einem geeigneten Schlitten 31 montiert sein, um sie, falls erforderlich, schnell
aus dem Raum zwischen den Preßstationen 20 und 22 zurückzuziehen.
Die beiden Ein- und Ausladevorrichtungen 30 sind identisch in der
Konstruktion, außer daß sie in entgegengesetzten Richtungen an den
Preßstationen 20 und 22 anmontiert sind. Demgemäß trifft die Beschreibung
der einen Ein- und Ausladevorrichtung 30 auch auf die andere Ein- und
Ausladevorrichtung zu.
In den Fig. 4 bis 7 ist in größeren Einzelheiten eine der Ein- und
Ausladevorrichtungen 30 dargestellt. Aus diesen Figuren ist zu entnehmen, daß
die dargestellte Ein- und Ausladevorrichtung 30 im allgemeinen einen
kastenförmigen Tragrahmen 32 aufweist. Außerhalb des
Tragrahmens 32 ist ein vertikal angeordneter Schlitten 34 befestigt, der ein
relativ schmales Oberteil 36 und ein breites Unterteil 38 aufweist. Das schmale
Oberteil 36 des Schlittens 34 weist zwei Flansche 40 auf, die sich auf
gegenüberliegenden Seiten des Schlittens 34 vertikal erstrecken. Diese Flansche 40
stehen im Eingriff mit zwei Sätzen von Führungsrollen 42 auf dem
Tragrahmen 32. Das breite Unterteil 38 des Schlittens 34 weist zwei Flansche
44 auf, die im Eingriff mit zwei Sätzen von Führungsrollen 46 auf dem
Tragrahmen 32 stehen. Dadurch rollt der Schlitten 34 relativ zum Tragrahmen
32 auf und ab. Die Führungsrollen 42 und 46 sind so angeordnet, daß sie den
Schlitten 34 gegen Verschiebungen in eine andere als die vertikale Richtung
schützen. Zwei Anschläge 48 auf dem Tragrahmen 32 begrenzen die vertikale
Auf- und Abbewegung des Schlittens 34.
In den Fig. 5 und 6 ist eine
Antriebsvorrichtung 50 (nachfolgend als vertikale Antriebsvorrichtung bezeichnet)
für die vertikale Verschiebung des Schlittens 34 gezeigt. Die vertikale
Antriebsvorrichtung 50 enthält einen in zwei Richtungen rotierenden Antrieb,
vorzugsweise einen Stellmotor 52, der im Inneren an dem Tragrahmen 32
befestigt ist. Der Stellmotor 52 ist über einen Treibriemen 54 mit einem
Untersetzungsgetriebe 56 verbunden, das ebenfalls am Tragrahmen 32 befestigt
ist. Das Untersetzungsgetriebe 56 weist ein Zahnrad 58 auf, das fest auf der
Antriebswelle 60 des Untersetzungsgetriebes 56 montiert ist und formschlüssig
in eine aufrecht angeordnete Zahnstange 62 eingreift, die mit dem Schlitten 34
durch einen Schlitz 64 im Tragrahmen 32 befestigt ist. Somit läuft der
Schlitten 34 entsprechend der in zwei Richtungen ablaufenden Rotation des
Stellmotors 52 auf und ab.
In den Fig. 4 und 5 ist ein flüssigkeitsbetriebener Zylinder 66
gezeigt, der funktionsmäßig zwischen dem Tragrahmen 32 und dem
Schlitten 34 angeordnet ist. Dieser Zylinder 66 balanciert die auf dem Schlitten 34
liegende Last aus und vermindert somit die Belastung des
Stellmotors 52.
Ebenfalls in den Fig. 4 und 5 ist ein Parallelogrammgestänge 68
dargestellt, das an dem Schlitten 34 befestigt ist. Das Parallelogrammgestänge
68 enthält ein oberes Verbindungsstück 70, zwei seitliche Verbindungsstangen
72 und 74 und ein unteres Verbindungsstück 76. Wie in Fig. 6 zu sehen ist,
ist das obere Verbindungsstück 70 als polygonale ebene Platte dargestellt, die
eine Vielzahl von Rollen 78 aufweist, welche im Eingriff mit der
Führungsschiene 80 stehen, die sich vertikal auf dem Schlitten 34 erstreckt.
Demgemäß rollt das obere Verbindungsstück 70 bezüglich des Schlittens 34
längs der Führungsschiene 80 auf und ab. Die Anordnung der Laufrollen 78 ist
bezüglich der Führungsschiene 80 so ausgelegt, daß eine Verschiebung des
oberen Verbindungsstücks 70 in eine andere als die vertikale Richtung
verhindert wird.
Die zwei seitlichen Verbindungsstangen 72 und 74 des
Parallelogrammgestänges 68 sind gleich lang und liegen in einer vertikalen
Ebene im Abstand parallel nebeneinander. Die oberen Enden der seitlichen
Verbindungsstangen 72 und 74 sind drehbar an dem oberen Verbindungsstück
70 in Punkten befestigt, die in horizontaler Richtung bzw. in Längsrichtung
der Presse auseinander liegen. Die unteren Enden der seitlichen
Verbindungsstangen 72 und 74 sind an dem unteren Verbindungsstück 76
ebenfalls in Punkten drehbar befestigt, die horizontal in Längsrichtung der
Presse auseinander liegen.
An der Unterseite des unteren Verbindungsstücks 76 hängt über einem Halter
82 ein Tragarm 84, mit dem jedes Werkstück W lösbar gehalten und getragen
werden kann, um dieses Werkstück W in die Preßstation 20 oder 22 ein- bzw.
aus der Preßstation 20 oder 22 auszuladen. Der Tragarm 84 weist eine
Mehrzahl von nach unten gerichteten Saugnäpfen 86 auf, die durch Ansaugen
ein Anhaften jedes Werkstückes W bewirken. Der Tragarm 84 mit seinen
Saugnäpfen 86 wird mit dem Schlitten 34 durch die vertikale
Antriebsvorrichtung 50 vertikal und durch das Parallelogrammgestänge 68
horizontal bewegt, das seine eigenen Antriebsmittel, wie nachfolgend
ausgeführt, aufweist.
Wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt ist, wird ein Antriebshebel 88 für die
Drehung der beiden seitlichen Verbindungsstangen 72 und 74 des
Parallelogrammgestänges 68 um ihre Achsen an dem oberen Verbindungsstück
70 verwendet. Ein Ende des Antriebshebels 88 ist fest mit einer Spindel 90
verbunden, die drehbar am unteren Ende des Schlittens 34 befestigt ist, so daß
diese Spindel 90 sich senkrecht zur Ebene des Parallelogrammgestänges 68
erstreckt. Das andere Ende des Antriebshebels 88 ist drehbar am Mittelpunkt 92
der seitlichen Verbindungsstange 72 des Parallelogrammgestänges 68 befestigt.
Der Antriebshebel 88 hat eine Länge, die gleich der halben Länge jeder
seitlichen Verbindungsstange 72 oder 74 des Parallelogrammgestänges 68 ist.
Folglich schwingen mit dem Hin- und Herschwingen des Antriebshebels 88 um
die Spindel 90 die beiden seitlichen Verbindungsstangen 72 und 74 des
Parallelogrammgestänges 68 in einer vertikalen Ebene vor und zurück, wobei
dessen oberes Verbindungsstück 70 auf dem Schlitten 34 auf- und abrollt, um
so die gewünschte horizontale Hin- und Herbewegung des Tragarms 84 zu
bewirken.
In den Fig. 5 und 7 ist ein Antriebsmechanismus 94
für die Drehung in zwei Richtungen des Antriebshebels 88 um die Spindel 90
gezeigt, wodurch das Parallelogrammgestänge 68 den Tragarm 84
horizontal hin und her bewegt. Diese zweite Antriebsvorrichtung 94 wird im
folgenden im Gegensatz zur vertikalen Antriebsvorrichtung 50 als horizontale
Antriebsvorrichtung 94 bezeichnet.
Die horizontale Antriebsvorrichtung 94 enthält einen in zwei Richtungen
rotierenden Antrieb, wie einen Stellmotor 96, der an den Tragrahmen 32
anmontiert ist. Eine Antriebsverbindung, wie ein Treibriemen 98, verbindet
den Stellmotor 96 mit dem Untersetzungsgetriebe 100, das an dem Unterteil 38
des Schlittens 34 befestigt ist. Die Riemenscheiben 102 und 104, um die der
Treibriemen 98 liegt, weisen den gleichen Durchmesser auf. Das
Untersetzungsgetriebe 100 weist ein Zahnrad 106 auf, das an der Antriebswelle
108 des Untersetzungsgetriebes 100 starr befestigt ist. Dieses Zahnrad 106
greift in ein Sektorzahnrad 110 ein, das koaxial an der Spindel 90 angeordnet
ist und das sich in zwei Richtungen um einen vorgegebenen Winkel dreht.
Somit schwingt der Antriebshebel 88 um die Spindel 90 vor und zurück, wenn
die in zwei Richtungen ablaufende Rotation des Stellmotors 96 über den
Antriebsriemen 98, das Untersetzungsgetriebe 100 und die ineinander
greifenden Zahnräder 106 und 110 hierher übertragen werden. Es tritt jedoch
ein Problem auf, wenn der Stellmotor 96 an dem Tragrahmen 32 befestigt ist
und der Antriebshebel 88 mit dem Schlitten 34 relativ zum Tragrahmen 32 auf
und ab läuft. Die Drehmomentübertragung vom Stellmotor 96 zum
Antriebshebel 88 muß trotz der vertikalen Verschiebung des Schlittens 34 exakt
erfolgen.
Eine Lösung dieses Problems stellt die verschiebbare oder rollende Befestigung
des Stellmotors 96 am Tragrahmen 32 dar, so daß der Stellmotor 96 in
horizontaler Richtung senkrecht zur Ebene des Schlittens 34 und des
Parallelogrammgestänges 68 verschiebbar ist. In der dargestellten
Ausführungsform ist der Stellmotor 96 längs zweier Führungen 112
beweglich, die am Tragrahmen 32 befestigt sind. Zwei Spannanker 114 oder
ähnliche Verbindungsmittel verbinden das Gehäuse des Stellmotors 96 mit dem
Gehäuse des Untersetzungsgetriebes 100, um bei der vertikalen Bewegung des
Schlittens 34 eine horizontale Verschiebung des Stellmotors 96 zu bewirken.
Obwohl die elektrischen Einzelheiten dieser und anderer Ein- und
Ausladevorrichtungen 30 nicht dargestellt sind, sei darauf hingewiesen, daß der
Stellmotor 52 der vertikalen Antriebsvorrichtung 50 und der Stellmotor 96 der
horizontalen Antriebsvorrichtung 94 von getrennten, geschlossenen,
numerischen Kontrolleinheiten (CNCs)
gesteuert werden. Die vertikalen und horizontalen Bewegungen des Tragarms
84 sind dadurch unabhängig voneinander veränderbar.
Ein flüssigkeitsbetriebener Zylinder 116 ist funktionsmäßig zwischen dem
Schlitten 34 und dem Antriebshebel 88 angeordnet, um das auf dem
Antriebshebel 88 lastende Gewicht während der Überführung des Werkstückes W
auszubalancieren. Dieser Zylinder 116 dient zur Verminderung der Belastung des
Stellmotors 96.
Der Tragrahmen 32 jeder Ein- und Ausladevorrichtung 30 ist auf einem
fahrbaren, selbstangetriebenen Schlitten 118 für eine Bewegung längs einer an
den entsprechend zugeordneten Preßstationen 20 oder 22 befindlichen Fahrbahn
120 montiert. Die Fahrbahn 120 erstreckt sich horizontal und im rechten
Winkel zur Transportrichtung der Werkstücke W. Die gesamte in den Fig. 4
bis 7 dargestellte Vorrichtung ist längs einer Fahrbahn 120 bewegbar und
relativ zu dem selbstangetriebenen Schlitten 118 auf- und abbewegbar.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Ein- und Ausladen von Werkstücken in eine
und/oder aus einer Presse, mit
- a) einem Tragrahmen (32), der an der Presse (20, 22) anbringbar ist,
- b) einem Schlitten (34), der an dem Tragrahmen (32) gelagert und bezüglich des Tragrahmens (32) auf und ab bewegbar ist,
- c) einer ersten Antriebsvorrichtung (50) für die kontrollierte Auf- und Abbewegung des Schlittens (34) relativ zu dem Tragrahmen (32),
- d) einem Parallelogrammgestänge (68), das
- (1) ein oberes Verbindungsstück (70), das auf und ab bewegbar an dem Schlitten (34) befestigt ist,
- (2) ein unteres Verbindungsstück (76) und
- (3) zwei seitliche Verbindungsstangen (72, 74) umfaßt, die in einer vertikalen Ebene parallel zueinander angeordnet sind und die an einem Ende drehbar in horizontal beabstandeten Punkten an dem oberen Verbindungsstück (70) und am anderen Ende drehbar in horizontal beabstandeten Punkten an dem unteren Verbindungsstück (76) gelagert sind,
- e) einer Trägervorrichtung (84), die an dem unteren Verbindungsstück (76) des Parallelogrammgestänges (68) befestigt ist und die zum lösbaren Festhalten eines Werkstückes dient, das in die Presse ein und/oder aus der Presse auszuladen ist,
- f) einem Antriebshebel (88), der an einem Ende drehbar an dem Schlitten (34) und am anderen Ende drehbar am Mittelpunkt (92) einer der seitlichen Verbindungsstangen (72, 74) befestigt ist,
- g) einer zweiten Antriebsvorrichtung (94) für die in zwei Richtungen relativ zu dem Schlitten (34) ablaufende Drehbewegung des Antriebshebels (88) zur hin- und hergehenden Bewegung der Trägervorrichtung (84) in horizontaler Richtung durch das Parallelogrammgestänge (68),
dadurch gekennzeichnet, daß
- h) die Verbindungsstangen (72, 74) gleiche Längen haben,
- i) der Antriebshebel (88) eine Länge aufweist, die gleich der halben Länge jeder der seitlichen Verbindungsstangen (72, 74) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
rotierende Antrieb ein Stellmotor (96) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Antrieb einen Treibriemen (98) umfaßt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß als Verbindungsmittel ein Paar Spannanker (114)
vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß
- a) die erste Antriebsvorrichtung (50) einen an dem Tragrahmen (32) befestigten, in zwei Richtungen rotierenden Antrieb und
- b) Mittel zum Umsetzen der in zwei Richtungen ablaufenden Drehbewegung des rotierenden Antriebs in eine lineare Auf- und Abwärtsbewegung des Schlittens (34) umfaßt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß dieser
rotierende Antrieb ein Stellmotor (52) ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß diese
Mittel zum Umsetzen der in zwei Richtungen ablaufenden
Drehbewegung des rotierenden Antriebs in eine lineare Auf- und
Abwärtsbewegung dieses Schlittens (34)
- a) ein Zahnrad (58), das von diesem rotierenden Antrieb antreibbar ist, und
- b) eine Zahnstange (62) enthalten, die an diesem Schlitten (34) befestigt ist und die in dieses Zahnrad (58) eingreift.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen
flüssigkeitsbetriebenen Zylinder (66), der funktionsmäßig zwischen
diesem Tragrahmen (32) und diesem Schlitten (34) angeordnet ist, um
die auf diesem Schlitten (34) liegende Last auszubalancieren.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen
flüssigkeitsbetriebenen Zylinder (116), der funktionsmäßig zwischen
diesem Schlitten (34) und dem Antriebshebel (88) zum Ausbalancieren
der auf diesem Antriebshebel (88) liegenden Last angeordnet ist.
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