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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen ein Verfahren zur
Herstellung von lederartigem Bahnenmaterial und ein dadurch hergestelltes
lederartiges Bahnenmaterial. Spezieller betrifft die Erfindung ein Herstellungsverfahren
dafür,
mittels Imprägnieren
eines Fasersubstrats mit einer Polyurethanemulsion, gefolgt von
Koagulation. Das mit der vorliegenden Erfindung erhältliche
lederartige Bahnenmaterial zeigt eine deutlich verbesserte Weichheit
und ein verbessertes Ausfüllungsgefühl, ein überlegenes
Handgefühl
und physikalische Eigenschaften, die denen von Naturleder, verglichen
mit herkömmlichem,
nach dem Stand der Technik erhältlichem
lederartigem Bahnenmaterial, extrem nahe kommen.
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Künstliche
lederartige Bahnenmaterialien sind üblicherweise durch Imprägnieren
von Fasersubstraten mit harzartigem Material, wie Polyurethan, als
Bindungsmaterial hergestellt worden. Typische Beispiele dieser Herstellungsverfahren
schließen
ein: (a) ein Nasskoagulationsverfahren, bei dem ein Fasersubstrat
mit einer Harzlösung,
wie einer Lösung
eines Polyurethans, gelöst
in einem organischen Lösungsmittel,
wie Dimethylformamid, imprägniert
wird und anschließend
in einem lösungsmittelfreien
Medium, wie Wasser, koaguliert wird; und (b) ein Trockenkoagulationsverfahren,
bei dem ein Fasersubstrat mit einer Harzlösung, wie einer Polyurethanlösung in
einem organischen Lösungsmittel,
oder mit einer in Wasser dispergierten Emulsion imprägniert wird
und anschließend
getrocknet wird.
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Bezüglich eines
Nasskoagulationsverfahrens offenbart die Japanische Patentveröffentlichung
Sho 45-33797 ein Herstellungsverfahren zur Herstellung eines Bahnenmaterials
unter Verwendung eines mit Siliconharz behandelten Fasersubstrats,
welches mit einer Polymerlösung
oder einer Emulsion, basierend auf einem Polyurethanelastomer, imprägniert wird,
gefolgt von Koagulation. Das Nasskoagulationsverfahren kann das
bessere Handgefühl
von Naturleder verglichen mit dem Trockenkoagulationsverfahren ergeben,
ist jedoch dahingehend von Nachteil, dass es in der Produktivität unterlegen
ist und die Verwendung eines organischen Lösungsmittels, wie Dimethylformamid,
erfordert.
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In
dem Trockenkoagulationsverfahren kann die Verwendung eines organischen
Lösungsmittels
unter Verwendung einer Emulsion vermieden werden. Jedoch besteht
die Tendenz, dass die Verwendung einer Emulsion ein im Wesentlichen
unterlegenes Handgefühl
und Ausfüllungsgefühl verglichen
mit dem Nasskoagulationsverfahren ergibt. In dem Trockenkoagulationsverfahren
neigt das Harz in dem Fasersubstrat während der Trocknungsphase dazu,
lokal vorzukommen, wobei sich die Fasern an lokalisierten Stellen
fest verbinden und einen Verlust an Weichheit des Bahnenmaterials
verursachen. Dies wird aus 1 ersichtlich,
die eine elektronenmikroskopische Aufnahme des Querschnitts eines
herkömmlichen
lederartigen Bahnenmaterials zeigt, das durch Imprägnieren
eines Fasersubstrats mit einer Mehrzweckemulsion erhalten wurde.
In dem herkömmlichen
Trockenkoagulationsverfahren mit einer Harzemulsion kommt, wenn
die Menge des Harzes, die auf den Fasern kleben bleiben soll, vermindert
wird, um die Weichheit nicht zu verlieren, das Handgefühl eines Fasersubstrats
selbst, wie eines Vlieses, zum Vorschein, wobei das Handgefühl von Naturleder
fehlt. Andererseits, wenn versucht wird genügend Ausfüllungsgefühl zu erreichen, um das Handgefühl von Naturleder
bereitzustellen, muss die Weichheit des Bahnenmaterials geopfert
werden. In beiden Fällen
ist es unmöglich,
die hocherwünschte
Qualität
des Handgefühls
von Naturleder zu erhalten.
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In
dem Trockenkoagulationsverfahren unter Verwendung eines Emulsionsharzes
wird in Erwägung gezogen,
nach dem Imprägnierungsschritt
mit dem Harz einen Weichmacher zuzugeben, um die gewünschte Weichheit
bereitzustellen. Jedoch erfordert dies einen zusätzlichen Schritt der Zugabe
desselben, was die Produktivität
verringert, und es ist unwahrscheinlich, dass dies das gewünschte hochwertige
Handgefühl
von Naturleder erbringt.
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Wenn
andererseits mikrofeine Fasern in dem Fasersubstrat verwendet werden,
kann ein natürlicheres Handgefühl ähnlich dem
von Naturleder erhalten werden. Infolgedessen wird dieses Verfahren
derzeit genutzt, um ein qualitativ hochwertiges wildlederartiges
Kunstleder herzustellen. Die folgenden Beispiele sind typisch für Herstellungsverfahren,
die bislang für
das Vorstehende verwendet wurden.
- (1) Zuerst
wird ein Harz, wie ein Polyurethan, zu einem mikrofeinfaserbildenden
Fasersubstrat vom Meer-Insel-Typ, welches aus gesponnenen Verbundfasern
oder gesponnenen Mischfasern zusammengesetzt ist, zugegeben. Nach
der Zugabe des Harzes wird die Meerkomponente mit einem organischen
Lösungsmittel
oder einer wässrigen
alkalischen Lösung
herausgelöst
oder zersetzt, um die Inselkomponente, die als mikrofeine Fasern übrigbleiben,
zurückzulassen.
- (2) Das Fasersubstrat wird im Voraus unter Verwendung von bereits
hergestellten mikrofeinen Fasern hergestellt und wird dann mit einem
Harz, wie Polyurethan, imprägniert.
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Das
vorstehend beschriebene Verfahren (1) neigt dazu, ein Bahnenmaterial
mit einem festeren Handgefühl
zu ergeben, da das Harz während
des Verarbeitungsschritts in die Bündel der mikrofeinen Fasern
eindringt und in den Faserbündeln
fest gehalten wird. Wenn die Menge des Harzes verringert wird, um
die Weichheit zu verbessern, wird das Handgefühl des Bahnenmaterials ähnlich dem
des Substrats selbst, wobei das Ausfüllungsgefühl fehlt.
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Die
Weichheit kann, nachdem das Fasersubstrat imprägniert wurde, durch Zugabe
eines Weichmachers verbessert werden. Jedoch erfordert dies einen
zusätzlichen
Behandlungsschritt, erniedrigt die Produktivität, und es ist unwahrscheinlich,
dass es das gewünschte
hochwertige Handgefühl
von Naturleder ergibt.
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Bezüglich des
in (1) vorstehend beschriebenen Verfahrens schlägt die Japanische Patentanmeldung Kokai
(offengelegt) H9-132876 ein Verfahren zur Herstellung eines Kunstleders
vor, umfassend die Schritte:
- (1) Imprägnieren
eines Vliesgewebes, welches aus einer Faser zusammengesetzt ist,
die aus mindestens zwei Polymertypen besteht, mit einer wässrigen
Polyurethanemulsion, die aus einem aliphatischen Diisocyanat, Polytetramethylenglykol
und einem aliphatischen Diamin hergestellt wurde; und
- (2) Lösen
und Zersetzen eines Teils des Polymers auf der Faser des voranstehend
imprägnierten
Gewebes mit einem organischen Lösungsmittel
oder einer wässrigen
alkalischen Lösung.
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Leider
stellt das durch das vorstehend beschriebene Verfahren erhaltene
Bahnenmaterial keine adäquate
Weichheit und kein Ausfüllungsgefühl bereit,
was für
qualitativ hochwertiges Kunstleder erwünscht ist.
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Bezüglich des
in (2) beschriebenen Verfahrens offenbaren die Japanische Patentanmeldung
Kokai (offengelegt) H6-316877 und die Japanische Patentanmeldung
Kokai (offengelegt) H7-229071 Verfahren zur Herstellung von Kunstleder,
umfassend die Schritte:
- (1) Imprägnieren
eines Vliesbahnenmaterials mit einer mit anorganischen Salzen gemischten
wässrigen Polyurethanemulsion,
wobei das Vliesbahnenmaterial hauptsächlich aus einer Faserschicht
zusammengesetzt ist, die aus mikrofeinen Fasern mit weniger als
0,5 Denier hergestellt ist, und wobei die Polyurethanemulsion eine
mittlere Teilchengröße von 0,1
bis 2,0 μm
aufweist; und
- (2) Erwärmen
des vorstehend imprägnierten
Bahnenmaterials, gefolgt von Trocknen.
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Jedoch
stellt das vorstehend beschriebene Verfahren kein Kunstleder mit
ausreichender Weichheit und Ausfüllungsgefühl bereit,
wodurch die Verbesserung des Handgefühls auf ein zufriedenstellendes
Niveau scheitert.
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Um
eine gute Qualität
sicherzustellen, wurde ausschließlich das Nasskoagulationsverfahren
bis zum heutigen Tag in der Industrie verwendet, um Kunstleder herzustellen,
obwohl es eine niedrigere Produktivität aufweist und die Verwendung
eines organischen Lösungsmittels
für die
Harzlösung,
die zur Imprägnierung
des Substrats verwendet wird, erfordert.
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Jedoch
ist vom Standpunkt zur Verringerung der Lösungsmittelemission, zur Verbesserung
der Arbeitsplatzsicherheit und der Leistungssteigerung der Herstellungsverfahren
die Verwendung einer wässrigen Emulsion,
wie im Trockenkoagulationsverfahren beschrieben, stärker bevorzugt,
da das Verfahren die Verwendung eines Lösungsmittels in den Imprägnierungs-
und Koagulationsschritten nicht erfordert.
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Infolgedessen
ist es stark erwünscht,
ein Verfahren zu entwickeln, das für die Herstellung von qualitativ hochwertigem
lederartigem Bahnenmaterial mit ausgezeichneter Weichheit und Ausfüllungsgefühl unter
Verwendung einer wässrigen
Emulsion fähig
ist.
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Demgemäß ist es
eine Aufgabe dieser Erfindung ein Herstellungsverfahren zur Herstellung
eines qualitativ hochwertigen lederartigen Bahnenmaterials zu entwickeln,
umfassend die Schritte des Imprägnierens
eines Fasersubstrats mit einer wässrigen
Emulsion und des anschließenden
Koagulierens dessen bei Wärme. Eine
weitere Aufgabe dieser Erfindung ist es, das lederartige Bahnenmaterial
mit einem ausgezeichneten Handgefühl und physikalischen Eigenschaften
mit Weichheit und Ausfüllungsgefühl ähnlich denen
von Naturleder bereitzustellen.
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Genauer
ist es eine Aufgabe dieser Erfindung ein Herstellungsverfahren zur
Herstellung eines lederartigen Bahnenmaterials zu entwickeln, das
ein Fasersubstrat einbezieht, welches mit einem Faserbehandlungsmittel
mit der Eigenschaft zur Haftverhinderung zwischen den Fasern und
dem Polyurethan (nachstehend als Fasersubstrat (I) bezeichnet) vorbehandelt
wird, und wobei das Fasersubstrat anschließend mit einer Polyurethanemulsion
(nachstehend als Polyurethanemulsion (I) bezeichnet) imprägniert und
dann koaguliert wird, wobei:
- (i) die Polyurethanemulsion
vom bei Wärme
gelfähigen
Typ ist; und
- (ii) die Folie, welche durch Trocknen der Polyurethanemulsion
bei 50°C
hergestellt wird, einen Elastizitätsmodul von 2,0 × 107 bis 5,0 × 108 dyn/cm2 bei 90°C
bei einer Dicke von 100 μm
aufweist.
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Eine
andere spezifische Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein Herstellungsverfahren
zur Herstellung eines lederartigen Bahnenmaterials unter Verwendung
eines Fasersubstrats (nachstehend als Fasersubstrat (II) bezeichnet)
zu entwickeln, das aus mikrofeinen Fasern hergestellt wurde, welches
hergestellt wird durch Verfahren, umfassend die Schritte:
- (1) Imprägnieren
eines Fasersubstrats, hergestellt aus mikrofeinfaserbildenden Fasern,
mit einer Polyurethanemulsion (nachstehend als Polyurethanemulsion
(II) bezeichnet), welche die nachstehenden Bedingungen (i) bis (iv)
erfüllt:
- (i) Die Polyurethanemulsion ist vom bei Wärme gelfähigen Typ.
- (ii) Eine Folie, welche durch Trocknen der Polyurethanemulsion
bei 50°C
hergestellt wird, weist einen Elastizitätsmodul von 2,0 × 107 bis 5,0 × 108 dyn/cm2 bei 90°C
bei einer Dicke von 100 μm
auf.
- (iii) Eine Folie, welche durch Trocknen der Polyurethanemulsion
bei 50°C
hergestellt wird, weist einen Elastizitätsmodul von mindestens 1,0 × 107 dyn/cm2 bei 160°C bei einer
Dicke von 100 μm
auf.
- (iv) Eine Folie mit einer Dicke von 100 μm, welche durch Trocknen der
Polyurethanemulsion bei 50°C
hergestellt wird, ergibt eine α-Dispersionstemperatur
(Tα)
von –30°C oder weniger.
- (2) Koagulieren des Polyurethans; und
- (3) Umwandeln der mikrofeinfaserbildenden Fasern in mikrofeine
Fasern.
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Zusätzlich zu
der Entwicklung von Herstellungsverfahren beschäftigt sich eine weitere Ausführungsform
dieser Erfindung mit einem lederartigen Bahnenmaterial, welches
durch das vorstehend beschriebene Verfahren hergestellt werden kann.
Das durch das in dieser Erfindung beschriebene Herstellungsverfahren hergestellte
lederartige Bahnenmaterial zeigt eine adäquate Weichheit und Ausfüllungsgefühl, wobei
sich ein Handgefühl ähnlich dem
von Naturleder ergibt, sowie ausgezeichnete dynamische Eigenschaften,
wie eine Anti-Krümmungseigenschaft.
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Darüber hinaus
ist es nun mit dieser Erfindung möglich, eine wässrige Polyurethanemulsion
in der Imprägnierung
des Fasersubstrats zu verwenden, was es infolgedessen ermöglicht,
auf ein organisches Lösungsmittel
zu verzichten. Zusätzlich
kann die Koagulation der Polyurethanemulsion, mit der das Fasersubstrat
imprägniert
wird, ohne die Verwendung eines organischen Lösungsmittels hergestellt werden.
Zum Beispiel kann die Koagulation mittels eines Verfahrens, wie
Eintauchen des Substrats in warmes Wasser, Dampfbesprühen oder
Trocknen mit erwärmter
Luft durchgeführt
werden.
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Infolgedessen
ist es nun mit dieser Erfindung möglich, eine Verschmutzung der
Umwelt, die mit der Verwendung eines Lösungsmittels einhergeht, zu
verringern, die Herstellungsverfahren in der Leistung zu steigern
und die Produktivität
zu verbessern, während
ein qualitativ hochwertiges lederartiges Bahnenmaterial preisgünstig hergestellt
wird.
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1 ist
eine elektronenmikroskopische Aufnahme, aufgenommen von einem Querschnitt
eines herkömmlichen
lederartigen Bahnenmaterials nach dem Stand der Technik, welches
durch Imprägnieren
eines Fasersubstrats mit einer Harzemulsion, gefolgt von Koagulation
erhalten wurde.
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2 ist
eine elektronenmikroskopische Aufnahme, aufgenommen von einem Querschnitt
eines lederartigen Bahnenmaterials, welches in Beispiel 1 gemäß der vorliegenden
Erfindung erhalten wurde.
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3 ist
eine elektronenmikroskopische Aufnahme, aufgenommen von einem Querschnitt
eines lederartigen Bahnenmaterials, welches in Vergleichsbeispiel
4 erhalten wurde.
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4 ist
eine elektronenmikroskopische Aufnahme, aufgenommen von einem Querschnitt
eines lederartigen Bahnenmaterials, welches in Beispiel 4 gemäß der vorliegenden
Erfindung erhalten wurde.
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5 ist
eine elektronenmikroskopische Aufnahme, aufgenommen von einem Querschnitt
eines lederartigen Bahnenmaterials, welches in Vergleichsbeispiel
9 erhalten wurde.
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Das
in dieser Erfindung verwendete Fasersubstrat (I) kann jedes Fasersubstrat
mit einer adäquaten Dicke
und Ausfüllungsgefühl sein,
das ein weiches Handgefühl
aufweist, und das mit einem Faserbehandlungsmittel, welches das
Anhaften der Fasern an das Polyurethan hemmt, vorbehandelt ist.
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Vliesgewebe,
gewebte und gestrickte Gewebe und dergleichen, die bisher für die Herstellung
von kunstlederartigem Bahnenmaterial verwendet worden sind, können für die Herstellung
des Fasersubstrats (I) eingesetzt werden.
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Unter
einer großen
Vielzahl von verwendeten Fasersubstraten wird ein Fasersubstrat,
das nur aus Vliesgewebe hergestellt ist, oder eine Verbundstruktur,
die aus einem Vlies und einem gewebten und/oder gestrickten Gewebe
hergestellt ist, bevorzugt verwendet, wobei das Vliesgewebe eine
Vliesschicht auf mindestens einer Seite des Gewebes aufweist (zum
Beispiel eine Zweischichtstruktur, welche aus einem Vliesgewebe und
einem gewebten/gestrickten Gewebe zusammengesetzt ist, eine Dreischichtstruktur,
welche aus Vliesgewebeschichten auf beiden Oberflächen und
einer gewebten/gestrickten Gewebeschicht, welche dazwischen gelegt
ist, zusammengesetzt ist).
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Stärker bevorzugt
wird ein Fasersubstrat verwendet, das nur aus Vliesgewebe hergestellt
ist. Unter einer Vielzahl von verwendeten Vliesgeweben sind ein
verwirbeltes Vliesgewebe und ein Vliesgewebe vom Überlappungstyp
bevorzugt. Stärker
bevorzugt ist ein verwirbeltes Vliesgewebe.
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Die
in dem Fasersubstrat (I) verwendeten Fasern können sein: synthetische Fasern,
wie Polyesterfasern, Polyamidfasern, Acrylfasern, Polyolefinfasern,
Polyvinylchloridfasern, Polyvinylidenchloridfasern und Polyvinylalkohol-Fasern;
halbsynthetische Fasern; und Naturfasern, wie Baumwolle, Wolle und
Hanf.
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Die
Fasern, die in dem vorstehend erwähnten Fasersubstrat (I) eingesetzt
werden, können
aus den folgenden Typen ausgewählt
werden, wie gewöhnlichen
Fasern, die nicht schrumpfen oder sich dehnen, schrumpffähigen Fasern,
spontan dehnbaren Fasern, verschiedenen Verbundfasern, verschiedenen
gesponnenen Mischfasern (zum Beispiel mehrschichtig laminierte Verbundfasern
und gesponnene Mischfasern), mikrofeinen Fasern und deren gebündelten
Fasern, und speziellen porösen
Fasern.
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Die
Denier-Größe der in
dem Fasersubstrat (I) verwendeten Fasern kann gemäß der Anwendung
des lederartigen Bahnenmaterials ohne bestimmte Einschränkung ausgewählt werden.
Im Allgemeinen wird eine Denier-Größe im Bereich von 0,01 bis
10 bevorzugt verwendet. Stärker
bevorzugt verwendet wird der Bereich von 0,02 bis 8 Denier.
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Die
Dicke des Fasersubstrats (I) kann abhängig von den Anwendungen variieren.
Sie wird im Allgemeinen nach der Anforderung für ein adäquates Handgefühl aus dem
Bereich von 0,3 bis 3,0 mm ausgewählt. Der Bereich von 0,8 bis
2,5 mm ist stärker
bevorzugt.
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Die
scheinbare Dichte des Fasersubstrats (I) liegt vor der Behandlung
mit einem Faserbehandlungsmittel für das Bahnenmaterial bevorzugt
innerhalb des Bereichs von 0,1 bis 0,5 g/cm3,
um ein weiches Handgefühl
sowie gewünschte
Festigkeit und Elastizität
aufzuweisen. Sie liegt stärker
bevorzugt innerhalb des Bereichs von 0,15 bis 0,45 g/cm3.
Wenn die scheinbare Dichte des Fasersubstrats weniger als 0,1 g/cm3 beträgt, werden
die Festigkeit und die Elastizität
des resultierenden lederartigen Bahnenmaterials unterlegen sein
und würden
ein gewünschtes
Handgefühl
und eine gewünschte
Textur von Naturleder nicht ergeben. Andererseits wenn sie 0,5 g/cm3 übersteigt,
wird das resultierende Bahnenmaterial an Festigkeit verlieren und
ein Handgefühl
von gummiartigem Material zeigen.
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Beim
Herstellen des Fasersubstrats (I) ist ein bevorzugt verwendetes
Vliesgewebe eines, das eine Dichte von 0,25 bis 0,50 g/cm3 aufweist und zumindest teilweise einen
schrumpffähigen
Polyethylenterephthalat-Typ umfasst. Wenn ein derartiges Substrat
verwendet wird, zeigt das resultierende Bahnenmaterial ausgezeichnete
Flexibilität
und Festigkeit. Die hierin verwendeten Polyethylenterephthalatfasern
sind bevorzugt solche mit einem Schrumpfprozentsatz von 10 bis 60%
in warmem Wasser bei 70°C.
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Das
vorstehend erwähnte
Vliesgewebe mit einer Dichte von 0,25 bis 0,50 g/cm3 kann
unter Verwendung eines Gemisches aus herkömmlichen Polyesterfasern, wie
solchen die in der Japanischen Patentanmeldung Kokai (offengelegt)
Sho 56-37353 und der Japanischen Patentanmeldung Kokai (offengelegt)
Sho 53-53388 offenbart sind, mit spontan dehnbaren Fasern in einem
bestimmten Verhältnis
erhalten werden. Die Mischfasern werden einem Schrumpfprozess in
warmem Wasser und einem spontanen Dehnen durch trockenes Erwärmen unterzogen.
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In
dieser Erfindung ist es erforderlich, das Fasersubstrat mit einem
Faserbehandlungsmittel vorzubehandeln, welches das Anhaften zwischen
den Fasern und dem Polyurethan hemmen kann.
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Wenn
das Fasersubstrat (I) mit dem Faserbehandlungsmittel vorbehandelt
wird und mit der Polyurethanemulsion (I) imprägniert wird, gefolgt von Koagulation,
kann ein naturlederartiges Bahnenmaterial mit Weichheit und Ausfüllungsgefühl erhalten
werden, die mit herkömmlichem
kunstlederartigen Bahnenmaterial nicht erhalten werden.
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Ein
bevorzugtes hierin verwendetes Faserbehandlungsmittel kann ein wasserabweisender
Weichmacher vom Silicontyp sein, wie Dimethylsiliconöl (öliges Dimethylpolysiloxan),
Methylphenylsiliconöl
(öliges
Methylphenylpolysiloxan), Methylwasserstoffsiliconöl (öliges Methylwasserstoffpolysiloxan,
Polysiloxan mit einer öligen
Methylwasserstoffsiloxyeinheit und Dimethylsiloxyeinheit oder ein
Gemisch davon), Diorganopolysiloxandiol, Fluorsiliconöl, Silicon-Polyether-Copolymer,
Alkyl-modifiziertes Siliconöl,
Siliconöl
modifiziert mit höheren Fettsäuren, Amino-modifiziertes
Siliconöl
und Epoxid-modifiziertes Siliconöl.
Es können
ein oder mehrere der voranstehenden Modifizierungsmittel verwendet
werden.
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Unter
diesen wasserabweisenden Weichmachern vom Silicontyp wird ein Gemisch
aus Dimethylsiliconöl
(öliges
Dimethylpolysiloxan) und Methylwasserstoffsiliconöl (öliges Methylwasserstoffpolysiloxan,
Polysiloxan mit einer öligen
Methylwasserstoffsiloxaneinheit und Dimethylsiloxaneinheit und ein
Gemische davon) auf Grund seiner Verfügbarkeit und seiner ausgezeichneten
Eigenschaften dem Fasersubstrat Weichheit und Wasserabweisungsvermögen zu verleihen,
bevorzugt verwendet.
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Unter
den vorstehend erwähnten
Siliconölen
nimmt so wie die Anzahl der Si-H-Bindungen zunimmt das Wasserabweisungsvermögen zu,
und es kann die Trocknungstemperatur erniedrigt werden. Aus diesem Grund
beträgt
der Anteil der Methylwasserstoffsiloxaneinheit, wenn Polysiloxan
mit einer Methylwasserstoffsiloxyeinheit und einer Dimethylsiloxyeinheit
als Methylwasserstoffsiliconöl
verwendet wird, um es mit dem Dimethylsiliconöl zu mischen, bevorzugt mindestens
60 mol-%. Das Gewichtsverhältnis
Dimethylsiliconöl:Methylwasserstoffsiliconöl liegt
vorzugsweise im Bereich von 1:9 bis 9:1. Wenn der Gewichtsgehalt
an Dimethylsiliconöl
(Dimethylpolysiloxan) weniger als 10 Gew.-% beträgt, kann das so erhaltene lederartige
Bahnenmaterial ein härteres
Handgefühl
ergeben. Andererseits, wenn der Gewichtsgehalt an Methylwasserstoffsiliconöl weniger
als 10 Gew.-% beträgt,
wird das Wasserabweisungsvermögen
des resultierenden lederartigen Bahnenmaterials unzureichend.
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Unter
den wasserabweisenden Weichmachern vom Silicontyp sind ein Öltyp, ein
Emulsionstyp und ein Lösungstyp
erhältlich.
Obwohl jeder der voranstehenden Typen in dieser Erfindung verwendet
werden kann, wird eine Emulsion vom Öl-in-Wasser-Typ in der industriellen
Herstellung stärker
bevorzugt verwendet.
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Um
ein hohes Abweisungsvermögen
für das
Fasersubstrat bei relativ niedriger Temperatur bereitzustellen,
kann der wasserabweisende Weichmacher vom Silicontyp mit einem Metallsalz
einer organischen Säure
als Katalysator, wie Zinn-, Titan-, Zirconium- und Zinksalzen organischer
Säuren,
eingebaut werden.
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Das
vorstehend beschriebene Faserbehandlungsmittel kann auf vielen verschiedenen
Wegen zugegeben werden, solange es dem Fasersubstrat gleichmäßig zugegeben
werden kann. Zum Beispiel wird das Faserbehandlungsmittel mit Wasser
auf eine 0,5 bis 5 Gew.-%ige wässrige
Lösung
verdünnt
und dann wird bei Bedarf der Katalysator der Lösung zugegeben, um eine Behandlungslösung zu
ergeben. Das Fasersubstrat wird dann in die Behandlungslösung getaucht.
Das Substrat wird aus der Lösung
herausgenommen, ausgepresst, um die Menge des an das Substrat gebundenen
Behandlungsmittels einzustellen. Das Substrat kann, wenn notwendig,
einer Vortrocknung unterzogen werden und kann dann durch Erwärmen getrocknet werden.
Um eine feste Bindung des Behandlungsmittels auf das Substrat sicherzustellen,
wird eine Trocknungstemperatur im Bereich von 50 bis 100°C bevorzugt.
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Die
Menge des an das Substrat gebundenen Behandlungsmittels (nachdem
es in der Wärme
getrocknet wurde) liegt vorzugsweise im Bereich von 0,05 bis 5 Gew.-%,
bezogen auf das Gewicht des Substrats. Stärker bevorzugt liegt es im
Bereich von 0,3 bis 3 Gew.-%. Wenn die Menge an Behandlungsmittel
weniger als 0,05 Gew.-% beträgt,
fehlen dem so erhaltenen lederartigen Bahnenmaterial Weichheit und
Wasserabweisungsvermögen.
Andererseits, wenn die Menge 5 Gew.-% übersteigt, blutet das Behandlungsmittel
zur Oberfläche
des Bahnenmaterials aus, was die Möglichkeit einer Verschlechterung
des Handgefühls
der Oberfläche und
des Aussehens, sowie die Anhaftung des abweisenden Weichmachers
an anderen Gegenständen
verursacht.
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Das
Fasersubstrat (I) kann bei Bedarf mit Harnstoffharzen, Melaminharzen,
Ethylenharnstoffharzen und Glyoxalharzen vorbehandelt werden, um
die Wäschereibeständigkeit
des lederartigen Bahnenmaterials zu erhöhen.
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Das
Fasersubstrat (II) in der vorliegenden Erfindung kann jedes Fasersubstrat
sein, das aus mikrofeinen Fasern mit weichem Handgefühl hergestellt
ist und das eine adäquate
Dicke und Ausfüllungsgefühl aufweist.
Verschiedene Fasersubstrate, die üblicherweise zur Herstellung
von lederartigem Bahnenmaterialien verwendbar sind, können auch
verwendet werden. Bevorzugt verwendbare mikrofeine Fasern weisen
eine Denier-Größe von höchstens
0,5 Denier in dem Fasersubstrat (II) auf. Stärker bevorzugt verwendete mikrofeine Fasern
weisen eine Größe von höchstens
0,4 Denier und mehr als 0,001 Denier auf.
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In
dieser Erfindung wird das Fasersubstrat (II), das aus mikrofeinfaserbildenden
Fasern zusammengesetzt ist, mit einer Polyurethanemulsion (II) imprägniert und
dann koaguliert. Nach dem Koagulationsschritt werden die mikrofeinfaserbildenden
Fasern in mikrofeine Fasern umgewandelt, welche dann verwendet werden,
um ein lederartiges Bahnenmaterial herzustellen. Auf diese Weise
wird das Imprägnieren
durch die Polyurethanemulsion in das Substrat (II) hinein einfacher
und das so erhaltene lederartige Bahnenmaterial zeigt Weichheit
und Ausfüllungsgefühl sowie
ein ausgezeichnetes Handgefühl ähnlich dem
von Naturleder.
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Bezüglich der
mikrofeinfaserbildenden Fasern werden entweder gesponnene Verbundfasern
oder gesponnene Mischfasern, die mindestens zwei Arten von Polymermaterialien
umfassen, bevorzugt verwendet. Ein Teil des Polymermaterials in
den gesponnenen Mischfasern oder den gesponnenen Verbundfasern wird durch
Auflösen
dessen und/oder Zersetzen dessen entfernt, wobei die mikrofeinen
Fasern zurückbleiben.
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Beispiele
derartiger Polymermaterialien sind gesponnene Verbundfasern vom
Meer-Insel-Typ und gesponnene Mischfasern vom Meer-Insel-Typ. Das
Polymer, aus dem sich die Meerkomponente in derartigen Fasern zusammengesetzt,
wird mit einem organischen Lösungsmittel
herausgelöst,
wodurch die Inselkomponente zurückbleibt,
um mikrofeine Fasern zu bilden. Das in dieser Erfindung verwendete
Fasersubstrat (II) kann entweder aus gesponnenen Verbundfasern vom
Meer-Insel-Typ oder gesponnenen Mischfasern vom Meer-Insel-Typ sein
oder aus einem Gemisch aus beiden.
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Eine
große
Vielzahl an Polymermaterialien kann zur Herstellung der gesponnenen
Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ und der gesponnenen Mischfasern
vom Meer-Insel-Typ, die in dieser Erfindung verwendet werden, geeignet
sein. Einige dieser Beispiele sind Polyester, wie Polyethylenterephthalate,
Polybutylenterephthalate und modifizierte Polyester, Polyamide,
wie Nylon-6, Nylon-6,12, Nylon-6,6 und modifizierte Nylonarten,
Polyolefine, wie Polyethylene, Polypropylene, Polystyrole, Polyvinylidenchloride,
Polyvinylacetate, Polymethacrylate, Polyvinylalkohole und Polyurethanelastomere.
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Durch
Auswahl einer Kombination von mindestens zwei Polymeren aus den
vorstehend gegebenen Beispielen als eine Meerkomponente und eine
Inselkomponente, die unterschiedliche Löslichkeit in einem organischen
Lösungsmittel
aufweisen, kann die Meerkomponente mit einem organischen Lösungsmittel
herausgelöst
werden, um die Inselkomponente unbeschadet als mikrofeine Fasern
zurückzulassen.
Auf diese Weise können
mikrofeinfaserbildende Fasern für
gesponnene Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ und gesponnene Mischfasern
vorn Meer-Insel-Typ
erhalten werden. Die Inselkomponente kann aus einem Polymertyp oder
einer Vielzahl von Polymeren zusammengesetzt sein. Wenn eine Vielzahl
von Polymeren in der Inselkomponente verwendet wird, enthält das resultierende
Fasersubstrat eine Vielzahl von mikrofeinen Fasern.
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Das
Verhältnis
Inselkomponente:Meerkomponente ist nicht besonders eingeschränkt. Im
Allgemeinen jedoch beträgt
vom Standpunkt einer einfachen Herstellung der gesponnenen Verbundfasern
und der gesponnenen Mischfasern, einer einfachen Bildung der Mikrofasern
und der physikalischen Eigenschaften des resultierenden lederartigen
Bahnenmaterials das Verhältnis
(Inselkomponente:Meerkomponente) bevorzugt 15:85 bis 85:15, stärker bevorzugt
25:75 bis 75:25.
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Die
Anzahl und Größe der Inselkomponenten
und die Art wie die Inselkomponenten in der Meerkomponente verteilt
sind, kann ohne Einschränkung
stark variieren, solange das Fasersubstrat der mikrofeinen Fasern
aus den mikrofeinfaserbildenden gesponnenen Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ
und gesponnenen Mischfasern vom Meer-Insel-Typ leicht erhalten werden
kann.
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Das
bevorzugte Fasersubstrat (II) wird aus gesponnenen Verbundfasern
vom Meer-Insel-Typ und/oder gesponnenen Mischfasern vom Meer-Insel-Typ
unter Verwendung von Polyethylen und/oder Polystyrol als Meerkomponente
und Polyethylenterephthalat und/oder Polyamid als Inselkomponente
hergestellt. Das so hergestellte Fasersubstrat wird dann mit einer
Polyurethanemulsion imprägniert,
gefolgt von Koagulation. Das Polyethylen und/oder Polystyrol in
der Meerkomponente wird dann mit einem aromatischen Lösungsmittel,
wie Benzol, Toluol und Xylol oder einem halogenierten Kohlenwasserstoff,
wie Tetrachlorkohlenstoff und Perclene herausgelöst. Insbesondere wenn Toluol
verwendet wird, um die Meerkomponente zu lösen, wobei Polyethylenterephthalat
und/oder Polyamid als Inselkomponente zurückbleibt, zeigt das erhaltene
lederartige Bahnenmaterial ausgezeichnete Weichheit und Ausfüllungsgefühl mit einem
naturlederartigen Handgefühl, geeignet
für die
Verwendung als Kunstledermaterial.
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Das
in dieser Erfindung verwendete Fasersubstrat (II) kann auf einem
Vliesgewebe und/oder gewebten Strickgewebe basieren. Bevorzugt wird
ein nur-Vliesgewebe oder eine aus Vliesgewebe bestehende Verbundstruktur,
die eine Vliesgewebeschicht auf mindestens einer Seite der Oberfläche und
ein Gewebe und/oder ein Strickgewebe aufweist (zum Beispiel eine
Zweischichtstruktur aus einer Vliesschicht und einer gewebten Strickschicht,
eine Dreischichtstruktur, bestehend aus einer Vliesschicht auf beiden
Seiten der Oberfläche
und einer gewebten Strickschicht dazwischen). Bevorzugt verwendete
Vliesgewebe sind ein verwirbeltes Vliesgewebe und ein Vliesgewebe
vom Überlappungstyp.
Das verwirbelte Vliesgewebe ist unter diesen am stärksten bevorzugt.
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Das
Fasersubstrat (II) kann aus den vorstehend erwähnten mikrofeinfaserbildenden
Fasern, falls erforderlich, in Kombination mit einem anderen Fasermaterial
hergestellt werden, solange das lederartige Handgefühl nicht
beeinträchtigt
wird. Beispiele anderer für
den vorstehend Zweck verwendeter Fasermaterialien schließen einfache
Fasern, schrumpffähige
Fasern, spontan dehnbare Fasern, mehrschichtig laminierte Verbundfasern
und poröse
Fasern ein. Die voranstehenden Fasern können allein oder in Kombination
verwendet werden.
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Diese
Fasern können
synthetische Fasern, wie Polyesterfasern, Polyamidfasern, Acrylfasern,
Polyolefinfasern, Polyvinylchloridfasern, Polyvinylidenchloridfasern,
Polyvinylalkohol-Fasern, halbsynthetische Fasern und Naturfasern,
wie Baumwolle, Wolle und Hanf sein.
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Die
Dicke des Fasersubstrats (II) kann gemäß den Anwendungen der lederartigen
Bahnenmaterialien variieren. Im Allgemeinen wird, bevor das Substrat
mit der Polyurethanemulsion (II) imprägniert wird, eine Dicke von
0,3 bis 3,0 mm für
ein adäquates
Handgefühl
bevorzugt verwendet. Stärker
bevorzugt wird eine Dicke von 0,8 bis 2,5 mm verwendet.
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Um
ein naturlederartiges Bahnenmaterial mit weichem Handgefühl zu erhalten,
liegt die scheinbare Dichte des Fasersubstrats (II) bevorzugt im
Bereich von 0,05 bis 0,8 g/cm3, wenn gemessen
wird nachdem die Fasern in dem Fasersubstrat zu mikrofeinen Fasern
umgewandelt worden sind (nachdem die Meerkomponente aus den gesponnenen
Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ
entfernt worden ist und die gesponnenen Mischfasern die vorstehend
erwähnten mikrofeinen
Fasern zurückgelassen
haben). Der Bereich von 0,1 bis 0,5 g/cm3 ist
stärker
bevorzugt.
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Wenn
die scheinbare Dichte des Fasersubstrats weniger als 0,05 g/cm3 beträgt,
zeigt das so erhaltene lederartige Bahnenmaterial geringe Elastizität und Festigkeit,
wobei das Handgefühl
von Naturleder fehlt.
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Andererseits
wenn die scheinbare Dichte 0,8 g/cm3 übersteigt,
zeigt das so erhaltene lederartige Bahnenmaterial keine Festigkeit,
wobei sich ein gummiartiges Handgefühl ergibt.
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In
dieser Erfindung wird das voranstehende Fasersubstrat (II) mit einer
Polyurethanemulsion (II) imprägniert
und koaguliert. Um eine glatte und einheitliche Imprägnierung
der Polyurethanemulsion (II) zu erreichen, kann das Fasersubstrat,
wenn erforderlich, mit einem oberflächenaktiven Mittel vom eindringenden
Typ vorbehandelt werden. Insbesondere, wenn das Fasersubstrat (II)
aus gesponnenen Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ oder aus gesponnenen
Mischfasern vom Meer-Insel-Typ hergestellt ist, die aus einem Polyolefin
oder einem Polystyrol vom nichtpolaren Typ als Meerkomponente zusammengesetzt
sind, ist die Vorbehandlung mit dem vorstehend erwähnten oberflächenaktiven
Mittel in der Verbesserung der Imprägnierung durch die Polyurethanemulsion
recht wirksam.
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Unter
den oberflächenaktiven
Mitteln mit Eindring- und Benetzungseigenschaften sind Benetzungsmittel,
Eindringmittel, Egalisierungshilfsmittel in der Industrie umfassend
bekannte Typen von oberflächenaktiven
Mitteln.
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Beispiele
derartiger oberflächenaktiver
Mittel schließen
anionische oberflächenaktive
Mittel vom Sulfonatsalztyp, wie das Natriumsalz des Di-2-ethylhexylsulfosuccinats,
das Natriumsalz des Dioctylsulfosuccinats und Natriumdodecylbenzolsulfonat,
anionische oberflächenaktive
Mittel vom Schwefelsäureestertyp,
wie Natriumlaurylsulfat, Natriumbutyloleatsulfat und Natriumdibutylnaphthalinsulfat,
nichtionische oberflächenaktive
Mittel vom Polyethylenglykoltyp mit einem HLB-Wert von 6 bis 16,
wie Polyethylenglykolmono-4-nonylphenylether,
Polyethylenglykolmonooctylether, Polyethylenglykolmonodecylether,
oberflächenaktive
Mittel vom Fluortyp und oberflächenaktive
Mittel vom Silicontyp ein. Diese oberflächenaktiven Mittel können allein
oder in Kombination von mindestens zwei oberflächenaktiven Mitteln verwendet
werden.
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Ein
Alkohol kann in Kombination mit den voranstehenden oberflächenaktiven
Mitteln verwendet werden, um das Eindringen des Polyurethans in
das Fasersubstrat zu verstärken.
Ein Alkohol, bei dem das Molekulargewicht pro Hydroxylgruppe höchstens
200 beträgt,
wird bevorzugt verwendet. Beispiele von Alkoholen, die für diesen
Zweck geeignet sind, sind einwertige Alkohole, wie Methanol, Ethanol,
Propanol, Butanol, Pentanol, Hexanol, Heptanol, Octanol und Butylcarbitol,
Diole, wie Ethylenglykol, Propandiol und Butandiol und Triole, wie
Trimethylpropantriol. Wenn das Molekulargewicht pro Hydroxylgruppe
200 übersteigt,
kann eine Steigerung im Eindringen durch die Zugabe eines Alkohols
kaum erwartet werden.
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Wenn
oberflächenaktive
Mittel und Alkohole als Eindringmittel verwendet werden, ist es
ratsam, dass sie dem Fasersubstrat (II) in Form einer wässrigen
Lösung
oder wässrigen
Dispersion zugegeben werden.
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Die
Menge des dem Fasersubstrat (II) zugegebenen oberflächenaktiven
Mittels und des Alkohols liegt bevorzugt im Bereich von 0,01 bis
20 Gew.-% beziehungsweise 0,001 bis 5 Gew.-% auf der Basis des Substrats.
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Die
Gesamtmenge des dem Substrat zugegebenen oberflächenaktiven Mittels und Alkohols
liegt bevorzugt im Bereich von 1 bis 50 Gew.-%, stärker bevorzugt
im Bereich von 1 bis 30 Gew.-%.
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Wenn
das oberflächenaktive
Mittel und der Alkohol dem Fasersubstrat (II) vor der Imprägnierung
mit dem Polyurethan zugegeben werden, ist es bevorzugt, die Polyurethanemulsion
dem mit dem oberflächenaktiven
Mittel und dem Alkohol benetzten Substrat ohne Trocknen zuzugeben.
Wenn das Substrat, bevor es mit der Polyurethanemulsion imprägniert wird,
getrocknet wird, kann die Verstärkung
des Eindringens des Polyurethans aufgrund der Zugabe des oberflächenaktiven
Mittels und des Alkohols nicht beobachtet werden.
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Wie
vorstehend definiert, müssen
die in dieser Erfindung verwendeten Polyurethanemulsionen (I) und (II)
bei Wärme
gelfähig
sein. Mit dem hierin definierten Begriff „bei Wärme gelfähige Polyurethanemulsion" sind derartige Emulsionen
gemeint, die beim Erwärmen
ihre Fließfähigkeit
verlieren, um ein Gel zu bilden.
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In
dieser Erfindung sind die bei Wärme
gelfähigen
Polyurethanemulsionen (I) und (II) im Allgemeinen derartige Emulsionen,
die bei Temperaturen von 35 bis 90°C, stärker bevorzugt von 40 bis 80°C ein Gel
bilden. Wenn die verwendete Polyurethanemulsion vorn bei Wärme nicht
gelfähigen
Typ ist, können
Emulsionsteilchen während
der Wärmetrocknung
der imprägnierenden
Polyurethanemulsion in das Fasersubstrat wandern, wodurch eine uneinheitliche
Verteilung des Polyurethans in dem Fasersubstrat verursacht wird.
Dies wird zur Bildung eines unzureichenden lederartigen Bahnenmaterials
führen,
dem es bei schlechtem Handgefühl
an den physikalischen Eigenschaften, wie Festigkeit, Dehnung und
Weichheit fehlt.
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Wenn
die imprägnierende
Emulsion in Wasser bei einer erhöhten
Temperatur ein Gel bildet, kann die Emulsion sich, wenn die Emulsion
vom bei Wärme
nicht gelfähigen
Typ ist, von dem Fasersubstrat weg im Wasser verteilen, wodurch
eine uneinheitliche Verteilung des Polyurethans in dem Fasersubstrat
verursacht wird. Nochmals gesagt, führt dies zur Bildung eines
schlechten lederartigen Bahnenmaterials, dem es an den physikalischen
Eigenschaften, wie Festigkeit, Dehnung und Weichheit fehlt, sowie
zur Verschlechterung des Handgefühls
und des Empfindens.
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Als
ein bei Wärme
gelfähiges
Polyurethan kann jede Polyurethanemulsion, die selbst vom bei Wärme gelfähigen Typ
ist, und eine Polyurethanemulsion, die ein Wärme-Gelbildungsmittel enthält, verwendet
werden.
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Wärme-Gelbildungsmittel,
die zur Gelbildung von Polyurethanemulsionen verwendet werden, sind durch
anorganische Salze, polyethylenglykolartige oberflächenaktive
Mittel vom nichtionischen Typ, Polyvinylmethylether, Polypropylenglykole,
Silicon-Polyether-Copolymere und Polysiloxane beispielhaft veranschaulicht.
Das voranstehende Material kann allein oder in Kombination verwendet
werden.
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Unter
den vorstehend beispielhaft Veranschaulichten ist eine Kombination
aus anorganischen Salzen und nichtionischen polyethylenglykolartigen
oberflächenaktiven
Mitteln als Gelbildungsmittel für
Polyurethanemulsionen bevorzugt. Bevorzugt verwendete anorganische Salze
sind monovalente und divalente Metallsalze die den Trübungspunkt
von nichtionischen oberflächenaktiven
Mitteln vom Polyethylenglykoltyp erniedrigen können. Beispiele derartiger
Metallsalze schließen
Natriumcarbonat, Natriumsulfat, Calciumchlorid, Calciumsulfat, Zinkoxid,
Zinkchlorid, Magnesiumchlorid, Kaliumchlorid, Kaliumcarbonat, Natriumnitrat
und Bleinitrat ein. Diese können
allein oder in Kombination verwendet werden.
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Beispiele
der nichtionischen polyethylenglykolartigen oberflächenaktiven
Mittel schließen
Ethylenoxidaddukte höherer
Alkohole, Ethylenoxidaddukte aus Alkylphenolen, Ethylenoxidaddukte
einer Fettsäure,
Ethylenoxidaddukte aus Estern mehrwertiger aliphatischer Alkohole,
Ethylenoxidaddukte höherer
Alkylamine und Ethylenoxidaddukte aus Polypropylenglykolen ein.
Diese können
allein oder in Kombination verwendet werden.
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Wenn
ein Wärme-Gelbildungsmittel
in der Polyurethanemulsion verwendet wird, liegt die bevorzugt verwendete
Menge im Bereich von 0,2 bis 20 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteilen
des Harzes in der Emulsion.
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Wie
vorstehend in der Bedingung (ii) definiert, sind die Polyurethanemulsionen
(I) und (II) erforderlich, um eine Folie mit 100 μm beim Trocknen
bei 50°C
mit einem Elastizitätsmodul
von 2,0 × 107 bis 5,0 × 108 dyn/cm2 bei 90°C
zu bilden. Wenn eine Polyurethanemulsion verwendet wird, die einen
Elastizitätsmodul
von weniger als 2,0 × 107 dyn/cm2 bei 90°C ergibt,
werden die Fasern in dem Fasersubstrat durch das Polyurethan fest
zusammengehalten, wenn mit der Polyurethanemulsion imprägniert wird
und diese ein Gel bildet, und ergeben das resultierende Bahnenmaterial,
dem es an Ausfüllungsgefühl mit einem
Handgefühl ähnlich dem
von Naturleder fehlt.
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Wenn
eine Polyurethanemulsion verwendet wird, die einen Elastizitätsmodul
von mehr als 5,0 × 108 dyn/cm2 bei 90°C ergibt,
zeigt das resultierende Bahnenmaterial schlechtes und hartes Handgefühl, dem
es an Weichheit fehlt.
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Eine
weitere bevorzugte Anforderung an die in dieser Erfindung verwendete
Polyurethanemulsion (I) ist die α-Dispersionstemperatur
(Tα)
der Folie mit einer Dicke von 100 μm, welche durch Trocknen der
Polyurethanemulsion (I) bei 50°C
erhalten wird. Diese α-Dispersionstemperatur
ist bevorzugt niedriger als –10°C, stärker bevorzugt
niedriger als –20°C und höher als –100°C. Wenn die
Polyurethanemulsion (I) diese Anforderung erfüllt, weist das so erhaltene
lederartige Bahnenmaterial ausgezeichnete physikalische Eigenschaften, wie
Dauerbiegewiderstand, auf.
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Wie
vorstehend in der Bedingung (iii) definiert, muss die in dieser
Erfindung verwendete Polyurethanemulsion (II), wenn sie bei 50°C getrocknet
wird, eine Folie mit einem Elastizitätsmodul von mehr als 1,0 × 107 dyn/cm2 und bevorzugt
weniger als 5,0 × 108 dyn/cm2 bei 160°C mit einer
Dicke von 100 μm
bilden. Wenn der Elastizitätsmodul
weniger als 1,0 × 107 dyn/cm2 beträgt, weist
das resultierende Bahnenmaterial während des Auspressvorgangs
mit einer Abquetschwalze in dem Schritt der Bildung der mikrofeinen
Fasern nach dem Polyurethan-Koagulationsschritt
eine geringe Dicke sowie unzureichende Weichheit, unzureichendes
Ausfüllungsgefühl und unzureichende
Festigkeit auf.
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Das
Testverfahren, das verwendet wurde, um den Elastizitätsmodul
der bei 160°C
getrockneten Folie zu messen, wird nachstehend in den Beispielen
beschrieben werden.
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Eine
weitere Bedingung, die bei der Polyurethanemulsion (II) in dieser
Erfindung erfüllt
werden sollte, ist, dass die α-Dispersionstemperatur
(Tα)
der durch Trocknung der Polyurethanemulsion (II) bei 50°C erhaltenen
Folie niedriger als –30°C, bevorzugt
höher als –100°C ist. Diese
wie vorstehend in (iv) definierte Bedingung ist wichtig, um dem
resultierenden lederartigen Bahnenmaterial die gewünschte Weichheit,
das Ausfüllungsgefühl und den
Dauerbiegewiderstand zu verleihen.
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Wenn
eine Polyurethanemulsion verwendet wird, die eine α-Dispersionstemperatur
höher als –30°C ergibt,
zeigt das resultierende lederartige Bahnenmaterial unzureichende
mechanische Eigenschaften, wie den Dauerbiegewiderstand, wobei Haltbarkeit
verloren geht und sich ein härteres
Handgefühl
bei etwa Raumtemperatur ergibt.
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Das
Testverfahren, das in dieser Erfindung verwendet wird, um die α-Dispersionstemperatur
(Tα)
zu messen, wird in den Beispielen beschrieben.
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Die
in dieser Erfindung verwendeten Polyurethanemulsionen (I) und (II)
können
vom Öl-in-Wasser-Typ (Ö/W-Typ)
oder vom Wasser-in-Öl-Typ
(W/Ö-Typ)
sein. Sie können
ein organisches Lösungsmittel
enthalten oder können
vollständig
ein wässriges
System sein, das kein organisches Lösungsmittel enthält. Jedoch
ist eine wässrige
Emulsion, die kein organisches Lösungsmittel
enthält,
vom Standpunkt der Umweltbelange auf Grund der Lösungsmittelemission bevorzugt
und macht einen Wiedergewinnungsschritt des Lösungsmittels in dem Herstellungsverfahren überflüssig.
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Polyurethane,
die in der Polyurethanemulsion (I) oder (II) enthalten sind, die
in dieser Erfindung verwendet werden, können entweder das Polyurethan
sein, das auch ohne die Zugabe eines Wärme-Gelbildungsmittels selbst
eine Polyurethanemulsion vom bei Wärme gelfähigen Typ bildet, oder sie
können
das Polyurethan sein, das in eine Polyurethanemulsion vom bei Wärme gelfähigen Typ
durch die Zugabe eines Wärme-Gelbildungsmittels
umgewandelt wird, mit der Maßgabe,
dass jedes der Polyurethane eine Polyurethanemulsion bildet, die
zu einer Folie mit den spezifischen physikalischen Eigenschaften,
wie hierin vorstehend beschrieben, verarbeitet werden kann.
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Das
in dieser Erfindung verwendete Polyurethan (I) und (II) kann durch
Umsetzung von Polyolen mit hohem Molekulargewicht, organischen Diisocyanaten
und Kettenverlängerern
hergestellt werden.
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Beispiele
der Polyole mit hohem Molekulargewicht schließen Polyesterpolyole, Polyetherpolyole,
Polycarbonatpolyole und Polyesterpolycarbonatpolyole ein. Das Polyurethan
kann unter Verwendung eines der voranstehenden Polyole oder eines
Gemischs aus mindestens zwei vorstehend gezeigten Polyolen gebildet werden.
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Polyesterpolyole,
die zum Herstellen der Polyurethane verwendet werden, können durch
ein herkömmliches
Verfahren hergestellt werden, zum Beispiel bei dem eine Polycarbonsäurekomponente,
wie die Polycarbonsäure,
ihr Ester und ihre Ester-bildenden Derivate, wie das Anhydrid, und
eine Polyolkomponente einer direkten Veresterung oder einer Umesterung
unterzogen werden. Ein alternatives Verfahren, das zur Herstellung
von Polyesterpolyolen verwendet werden kann, ist die Ringsöffnungspolymerisation
eines Lactons.
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Beispiele
der Polycarbonsäuren,
die zum Herstellen der Polyesterpolyole verwendet werden, schließen allgemein
verwendete aliphatische Dicarbonsäuren mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie
Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Dodecandisäure, Methylbernsteinsäure, 2-Methylglutarsäure, 3-Methylglutarsäure, Trimethyladipinsäure, 2-Methyloctandisäure, 3,8-Dimethyldecandisäure und
3,7-Dimethyldecandisäure;
alicyclische Dicarbonsäuren,
wie Cyclohexandicarbonsäure;
eine aromatische Dicarbonsäure,
wie Terephthalsäure,
Isophthalsäure,
Orthophthalsäure,
Naphthalindicarbonsäure;
und Ester-bildende Derivate davon ein. Polyesterpolyole können durch
Verwendung einer der vorstehend aufgelisteten Polycarbonsäuren oder
einer Kombination von zwei oder mehreren der voranstehenden Säuren hergestellt
werden.
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Unter
diesen vorstehend aufgelisteten Säuren werden aliphatische Polycarbonsäuren und
ihre Ester-bildenden Derivate bevorzugt verwendet. In einigen Fällen ist
die Zugabe einer geringen Menge an Polycarbonsäuren mit 3 oder mehr Carbonsäuregruppen
oder ihrer Ester-bildenden Derivate wünschenswert.
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Beispiele
der Polyolkomponenten, die in der Herstellung der Polyesterpolyole
verwendet werden, schließen
aliphatische Diole mit 2 bis 15 Kohlenstoffatomen, wie Ethylenglykol,
Diethylenglykol, Triethylenglykol, Propylenglykol, 1,3-Propandiol,
2-Methyl-1,3-propandiol, 2,2-Diethyl-1,3-propandiol, 1,3-Butylenglykol, 1,4-Butandiol,
3-Methyl-1,5-pentandiol, 1,6-Hexandiol, 1,8-Octandiol, 1,9-Nonandiol,
2,8-Dimethyl-1,9-nonandiol und 1,10-Decandiol; alicyclische Diole,
wie 1,4-Cyclohexandiol, Cyclohexandimethanol und Dimethylcyclooctandimethanol;
aromatische Diole, wie 1,4-Bis(β-hydroxyethoxy)benzol;
Polyalkylenglykole; und Polyole, wie Glycerin, Trimethylolpropan,
Butantriol und Pentaerythritol, ein. Diese Polyole können allein
oder in Kombination zum Herstellen der Polyesterpolyole verwendet
werden.
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Beispiele
der Lactone, die zum Herstellen der Polyesterpolyole verwendet werden,
schließen ε-Caprolacton
und β-Methyl-δ-valerolacton
ein.
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Beispiele
der Polyetherpolyole, die zum Herstellen der Polyurethane verwendet
werden, schließen
Polyethylenglykole, Polypropylenglykole, Polytetramethylenglykole
und Poly(methyltetramethylen)glykol ein. Diese Glykole können allein
oder in Kombination verwendet werden.
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Beispiele
der Polycarbonatpolyole, die zum Herstellen der Polyurethane verwendet
werden, schließen solche
ein, die bei der Umsetzung von Polyolen und Carbonaten, wie Dialkylcarbonaten
und Diarylcarbonaten, erhalten werden. Polyole, die zum Herstellen
von Polycarbonatpolyolen verwendet werden, können solche Polyole sein, die
zum Herstellen der vorstehend erwähnten Polyesterpolyole verwendet
werden. Beispiele der Dialkylcarbonate schließen Dimethylcarbonat und Diethylcarbonat
ein. Als ein Diarylcarbonat kann Diphenylcarbonat verwendet werden.
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Beispiele
der Polyesterpolycarbonatpolyole schließen Produkte ein, die durch
Umsetzung eines Polyols, einer Polycarbonsäure und eines Carbonats erhalten
werden, und Produkte, die durch Umsetzung eines Polyesterpolyols
und eines Polycarbonatpolyols, das im Voraus mit einer Carbonatkomponente
hergestellt worden war, erhalten werden.
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Polyole
mit hohem Molekulargewicht, die in dieser Erfindung zum Herstellen
der Polyurethane bevorzugt verwendet werden, sind solche mit einem
Zahlenmittel des Molekulargewichts von 500 bis 5000 und stärker bevorzugt
von 600 bis 3000. Das in dieser Erfindung verwendete Zahlenmittel
des Molekulargewichts wird bezogen auf den Hydroxylwert berechnet,
der in Übereinstimmung
mit der Beschreibung in JIS K 1577 gemessen wurde.
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Die
Anzahl der Hydroxygruppen pro Molekül der Polyole mit hohem Molekulargewicht,
die zum Herstellen der Polyurethane verwendet werden, kann mehr
als 2 betragen, solange es nicht die Herstellung der Polyurethanemulsion
behindert. Polyole, zum Beispiel Polyesterpolyole, mit mindestens
zwei Hydroxylgruppen in einem Molekül können durch Einbau von Polyolen,
wie Glycerin, Trimethylolpropan, Butantriol, Hexantriol, Trimethylolbutan
und Pentaerythritol, in die Polyolkomponente beim Herstellen der
Polyole mit hohem Molekulargewicht hergestellt werden.
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Organische
Diisocyanate, die zum Herstellen der Polyurethanemulsion (I) und
(II) verwendet werden, können
aus aliphatischen Diisocyanaten, alicyclischen Diisocyanaten und
aromatischen Diisocyanaten hergestellt werden, die umfassend bekannt
sind und üblicherweise
verwendet werden, um Polyurethanemulsionen herzustellen. Beispiele
der Diisocyanate, die verwendet werden können, schließen Isophorondiisocyanat,
Tolylendiisocyanat, 4,4-Diphenylmethandiisocyanat, p-Phenylendiisocyanat,
1,5-Naphthalindiisocyanat, Xylilendiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat,
4,4'-Dicyclohexylmethandiisocyanat,
3,3'-Dichlor-4,4'-diphenylmethandiisocyanat
und hydriertes Xylilendiisocyanat ein. Diese organischen Diisocyanate
können
allein oder in Kombination verwendet werden.
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Organische
Diisocyanate, die zum Herstellen der Polyurethanemulsion (II) verwendet
werden, werden vorzugsweise ausgewählt aus aromatischen Diisocyanaten,
wie Tolylendiisocyanat und 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat,
da die aus derartigen Diisocyanaten erhaltenen resultierenden Polyurethane
in der Lösungsmittelbeständigkeit
ausgezeichnet sind. Aufgrund der höheren Lösungsmittelbeständigkeit
wird das Polyurethan in dem Fasersubstrat während des Schritts der Bildung
der mikrofeinen Fasern durch ein organisches Lösungsmittel, das verwendet
wird, um die Meerkomponenten in den gesponnenen Verbund- oder Mischfasern vom
Meer-Insel-Typ zu entfernen, wenn die Polyurethanemulsion (II) aus
aromatischen Diisocyanaten hergestellt wird, weniger beschädigt, so
dass es gegenüber
einer Verschlechterung in den physikalischen Eigenschaften geschützt ist.
Dies ermöglicht
es, ein lederartiges Bahnenmaterial mit ausgezeichneten mechanischen
Eigenschaften und Handgefühl
bereitzustellen.
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Der
Kettenverlängerer,
der zum Herstellen der Polyurethanemulsion (I) und (II) verwendet
wird, kann jedes Agens sein, das zum Herstellen eines Polyurethans üblicherweise
verwendet wird. Unter diesen üblicherweise
verwendeten Verbindungen, werden Verbindungen mit niedrigem Molekulargewicht,
die mindestens 2 aktive Wasserstoffatome in dem Molekül mit einem
Molekulargewicht von weniger als 400 aufweisen, bevorzugt verwendet.
Unter einer großen
Vielzahl von erhältlichen
Verbindungen werden Diole, wie Ethylenglykol, Propylenglykol, 1,4-Butandiol,
1,6-Hexandiol, 3-Methyl-1,5-pentandiol, Neopentylglykol, 1,4-Cyclohexandiol, Bis-(β-hydroxyethyl)terephthalat,
Xylilenglykol und 1,4-Bis(β-hydroxyethoxy)benzol;
Diamine, wie Hydrazin, Ethylendiamin, Propylendiamin, Isophorondiamin,
Piperazin und seine Derivate, Phenylendiamin, Tolylendiamin, Xylylendiamin,
Adipinsäuredihydrazid,
Isophthalsäuredihydrazid,
Hexamethylendiamin, 4,4'-Diaminodiphenylmethan
und 4,4'-Dicyclohexylmethandiamin;
Triamine, wie Diethylentriamin; und Aminoalkohole, wie Aminoethylalkohol
und Aminopropylalkohol, bevorzugt verwendet. Stärker bevorzugt verwendet werden
Ethylenglykol, Isophorondiamin, Ethylendiamin und Diethylentriamin.
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In
der Herstellung des Polyurethans ist es erwünscht, die Umsetzung des Polyols
mit hohem Molekulargewicht, des organischen Diisocyanats und des
Kettenverlängerers
so ablaufen zu lassen, dass das Verhältnis [Gesamtzahl der Isocyanatgruppen]/[Gesamtzahl
der funktionellen Gruppen, die mit dem Isocyanat reagieren, wie
Hydroxyl- und Aminogruppen] aufrechterhalten bleibt, wobei es im
Bereich von 0,9 bis 1,1 liegt, um ein lederartiges Bahnenmaterial
mit hoher Reißfestigkeit
zu erhalten. Um die Lösungsmittelbeständigkeit, die
Wärmebeständigkeit
und die Beständigkeit
des Polyurethans gegenüber
heißem
Wasser zu verbessern, können
multifunktionelle Polyole und multifunktionelle Amine (mindestens
trifunktionell), wie Trimethylolpropan, umgesetzt werden, um dem
Polyurethan eine Vernetzungsstruktur zu verleihen.
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Die
in dieser Erfindung verwendete Polyurethanemulsion (I) und (II)
kann mit dem gleichen Verfahren, das verwendet wird, um herkömmliche
Polyurethanemulsionen herzustellen, hergestellt werden. Zum Beispiel: (1)
Flüssiges
Polyurethanpolymer wird in Wasser unter hoher mechanischer Scherung
in Gegenwart eines Emulgators emulgiert, um eine Polyurethanemulsion
vom nichtionischen Typ zu erhalten; (2) Ein Urethan-Vorpolymer wird
mit einer Isocyanatgruppe am Ende der Kette hergestellt. Das so
hergestellte Vorpolymer wird in Wasser unter hoher mechanischer
Scherung in Gegenwart eines Emulgators emulgiert und wird einer
Kettenaufbaureaktion mit einem Kettenverlängerer unterzogen, um eine
Emulsion eines nichtionischen Polyurethans mit hohem Molekulargewicht
zu ergeben; (3) Ein selbstemulgierbares Polyurethan wird aus einem
hydrophilen Polyol mit hohem Molekulargewicht hergestellt und dann
emulgiert, um ohne die Verwendung eines Emulgators eine Polyurethanemulsion
zu bilden.
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Beispiele
der Emulgatoren, die in dem vorstehend beschriebenen Verfahren (1)
und (2) verwendet werden, schließen nichtionische oberflächenaktive
Mittel, wie Polyoxyethylennonylphenylether, Polyoxyethylenoctylphenylether,
Polyoxyethylenlaurylether, Polyoxyethylenstearylether und Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockcopolymer;
anionische oberflächenaktive
Mittel, wie Natriumlaurylsulfat, Ammoniumlaurylsulfat, Natriumdodecylbenzolsulfonat,
Natriumalkyldiphenylethersulfonat und Natriumdi(2-ethylhexyl)succinatsulfonat,
ein. Stärker
bevorzugt verwendet werden nichtionische oberflächenaktive Mittel mit einem
HLB von 6 bis 20.
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Hydrophile
Polyole mit hohem Molekulargewicht, die in (3) verwendet werden,
können
durch Zugabe von aktiven-Wasserstoff-enthaltenden Verbindungen mit
hydrophilen Gruppen zu den Ausgangsmaterialien hergestellt werden,
um Polyole mit hohem Molekulargewicht herzustellen. Die ein aktives
Wasserstoffatom enthaltenden Verbindungen mit hydrophilen Gruppen
sind solche, die mindestens ein aktives Wasserstoffatom, wie eine
Hydroxylgruppe oder eine Aminogruppe in dem Molekül enthalten,
und die mindestens eine hydrophile Gruppe, ausgewählt aus
anionischen Gruppen, wie einer Carbonsäure, Sulfonsäure, einem
Carbonat und Sulfonat; nichtionischen Gruppen, wie einer Polyoxyethylengruppe;
und einer kationischen Gruppe, wie einer tertiären Aminogruppe und einer quartären Ammoniumgruppe,
aufweisen. Beispiele derartiger Verbindungen schließen Carbonsäuregruppen-enthaltende
Verbindungen und ihre Derivate, wie 2,2-Dimethylolpropionsäure, 2,2-Dimethylolbuttersäure und
2,2-Dimethylolvaleriansäure;
Sulfonsäuregruppen-enthaltende
Verbindungen, wie 1,3-Phenylendiamin-4,6-disulfonsäure und
2,4-Diaminotoluol-5-sulfonsäure;
nichtionische Gruppen enthaltende Verbindungen, wie Polyoxyethylenglykole
mit einem Molekulargewicht von 200 bis 10000 und ihre Derivate;
tertiäre
Aminogruppen enthaltende Verbindungen, wie 3-Dimethylaminopropanol, und
ihre Derivate ein.
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In
dem vorstehend beschriebenen Verfahren (3) wird 2,2-Dimethylolpropionsäure als
eine hydrophile Gruppen enthaltende Verbindung bevorzugt verwendet
und wird den Ausgangsmaterialien für die Polyole mit hohem Molekulargewicht
zugegeben. Das resultierende hochmolekulare Polyol wird dann mit
einer organischen Diisocyanatverbindung umgesetzt, um ein Polyurethan-Vorpolymer
zu ergeben. Das resultierende Vorpolymer wird dann mit einem basischen
Material, wie Triethylamin, Trimetylamin, Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid
umgesetzt, um ein entsprechendes Carbonsäuresalz zu bilden, wobei sich
eine Polyurethanemulsion ergibt.
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Die
in dieser Erfindung verwendete Polyurethanemulsion (I) und (II)
kann unter Verwendung eines oder mehrerer der in (1) bis (3) beschriebenen
Verfahren hergestellt werden und kann mit einem Homomixer oder einem
Homogenisator emulgiert werden. Um die Umsetzung des Isocyanats
mit Wasser zu unterdrücken, wird
die Emulsionsbildung bevorzugt bei einer Temperatur unter 40°C, stärker bevorzugt
unter 30°C,
und über 0°C durchgeführt.
-
Die
in dieser Erfindung verwendete Polyurethanemulsion (I) und (II)
kann, wenn gewünscht,
andere Polymere enthalten, solange die Zugabe eines derartigen Polymers
die Eigenschaften des so erhaltenen lederartigen Bahnenmaterials
nicht beeinträchtigt.
Elastische synthetische Polymere, wie nachstehend aufgelistet, sind
Beispiele für
derartige Polymere. Synthetische Kautschuke, wie Acrylonitril-Butadien-Copolymere,
Polybutadiene und Polyisoprene, Ethylen-Propylen-Copolymere, Polyacrylate, Acryl-Copolymere,
Silicone, andere Polyurethane, Polyvinylacetate, Polyvinylchloride,
Polyester-Polyether-Blockcopolymere und Ethylen-Vinylacetat-Copolymere. Die Polyurethanemulsion
(I) und (II) kann eines oder mehrere der voranstehenden Polymere
enthalten.
-
Die
Polyurethanemulsion (I) und (II) kann, wenn gewünscht, dem Fachmann umfassend
bekannte Zusatzstoffe enthalten, wie Antioxidantien, Stabilisatoren
gegen Licht, UV-Absorber, oberflächenaktive
Mittel, wie Eindringmittel, Verdickungsmittel, Biozide, wasserlösliche Polymere,
wie Polyvinylalkohole und Carboxymethylcellulose, Farbstoffe, Pigmente,
Füllstoffe
und Koagulationsregulatoren. Diese Zusatzstoffe können allein oder
in Kombination verwendet werden.
-
Jedes
Verfahren kann verwendet werden, um das Fasersubstrat (I) und (II)
mit der Polyurethanemulsion (I) und (II) zu imprägnieren, solange das Substrat
mit der Polyurethanemulsion gleichmäßig imprägniert werden kann. Im Allgemeinen
wird das Fasersubstrat in die Polyurethanemulsion eingetaucht oder
mit der Emulsion besprüht.
Nachdem das Fasersubstrat mit der Emulsion imprägniert ist, wird eine Presswalze
oder ein Streichmesser verwendet, um die dem Substrat zugegebene
Menge der Polyurethanemulsion einzustellen.
-
Nach
dem Imprägnierungsschritt
wird die Polyurethanemulsion, mit der das Fasersubstrat imprägniert ist,
durch Anwendung von Wärme
koaguliert. Nützliche
Verfahren, um die Polyurethanemulsion thermisch zu koagulieren,
schließen
ein:
- (1) ein Verfahren, bei dem ein mit einer
Polyurethanemulsion imprägniertes
Fasersubstrat in warmes Wasser bei 70 bis 100°C getaucht wird;
- (2) ein Verfahren, bei dem erwärmter Wasserdampf bei 100 bis
200°C auf
ein mit der Polyurethanemulsion imprägniertes Fasersubstrat gesprüht wird;
- (3) ein Verfahren, bei dem ein mit einer Polyurethanemulsion
imprägniertes
Fasersubstrat in einen Trockenapparat bei 50 bis 150°C gelegt
wird und einer Trocknung unter Erwärmen unterzogen wird, um zu
koagulieren.
-
Die
vorstehend beschriebenen Verfahren (1) und (2) werden stärker bevorzugt
verwendet, da diese Verfahren ein lederartiges Bahnenmaterial mit
weicherem Handgefühl
bereitstellen können.
Nachdem die Koagulationsverfahren (1) und (2) verwendet wurden,
wird eine weitere Trocknung durch Wärme oder durch Luft durchgeführt, um
Feuchtigkeit, die in dem lederartigen Bahnenmaterial enthalten ist,
zu entfernen.
-
Die
Menge an Polyurethan, die in dem lederartigen Bahnenmaterial enthalten
ist, nachdem das Fasersubstrat (I) oder (II) mit der Polyurethanemulsion
(I) oder (II) imprägniert
wurde, gefolgt von Koagulation und Trocknung (wenn die Polyurethanemulsion
andere Polymere enthält,
schließt
die Menge die dieser anderen Polymere ein), liegt bevorzugt im Bereich
von 5 bis 150 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Fasersubstrats (I)
oder des Fasersubstrats (II) nachdem die mikrofeinen Fasern gebildet
sind, stärker
bevorzugt bei 10 bis 100 Gew.-% und am meisten bevorzugt bei 20
bis 80 Gew.-%. Wenn die Menge an Polyurethan weniger als 5 Gew.-%
beträgt,
fehlen dem resultierenden lederartigen Bahnenmaterial das für Naturleder
wünschenswerte Ausfüllungsgefühl und Handgefühl. Andererseits
zeigt das resultierende lederartige Bahnenmaterial, wenn die Menge
150 Gew.-% übersteigt,
ein härteres
Handgefühl,
dem wiederum das gewünschte
Handgefühl
von Naturleder fehlt.
-
Wenn
das Fasersubstrat (II) als ein Substrat verwendet wird, müssen die
mikrofeinfaserbildenden Fasern in dem Fasersubstrat (II) einer für die Bildung
der mikrofeinen Fasern notwendigen Behandlung unterzogen werden.
Wenn das Fasersubstrat (II) aus gesponnenen Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ
und/oder aus gesponnenen Mischfasern vom Meer-Insel-Typ hergestellt
ist, muss nach den Schritten der Polyurethan-Imprägnierung,
der Koagulation und dem Trocknen, die Meerkomponente herausgelöst werden,
wobei die als mikrofeine Fasern zurückbleibende Inselkomponente,
zurückgelassen
wird. Das Verfahren zur Entfernung der Meerkomponente kann jedes
in der Industrie bereits bekannte Verfahren sein, das zum Herstellen
von synthetischen lederartigen Bahnenmaterialien und dergleichen
umfassend verwendet wird.
-
Die
so erhaltenen lederartigen Bahnenmaterialien zeigen, wie vorstehend
beschrieben, sowohl Weichheit als auch Ausfüllungsgefühl mit einem gewünschten
naturlederartigem Handgefühl,
dem synthetischen Leder, das mit dem Nasskoagulationsverfahren erhalten
werden kann, hinlänglich
vergleichbar. Wie in 2 gezeigt, welche eine elektronenmikroskopische
Aufnahme (eine elektronenmikroskopische Aufnahme des Querschnitts
des in Beispiel 1 erhaltenen lederartigen Bahnenmaterials) eines
Querschnitts eines lederartigen Bahnenmaterials ist, das aus dem
Fasersubstrat (I) und der Polyurethanemulsion (I) erhalten wurde,
ist es offensichtlich, dass das Polyurethan in Form von Teilchen
koaguliert ist, die ohne Bindungsfasern in dem Fasersubstrat miteinander
verbunden sind.
-
Wie
aus 4 offensichtlich wird, welche eine elektronenmikroskopische
Aufnahme eines Querschnitts eines lederartigen Bahnenmaterials ist,
das aus dem Fasersubstrat (II) und der Polyurethanemulsion (II)
erhalten wurde, kann man erkennen, dass das Polyurethan den offenen
Raum zwischen den mikrofeinen Fasern ausfüllt und dennoch die mikrofeinen
Fasern in dem Fasersubstrat nicht so fest bindet, dass kein adäquater Raum
zwischen den mikrofeinen Fasern zurückgelassen wird. Deshalb wird
der Verlust an Flexibilität und
ein Abflachen des Bahnenmaterials, verursacht durch Fasern, die
fest aneinander gebunden sind, in dem mit dieser Erfindung erhältlichen
Bahnenmaterial nicht beobachtet, wodurch sich ein resultierendes
lederartiges Bahnenmaterial ergibt, das ein Handgefühl mit befriedigender
Weichheit und Ausfüllungsgefühl ähnlich dem
von Naturleder aufweist.
-
Demgemäß sind die
mit dieser Erfindung erhältlichen
Bahnenmaterialien unter Ausnutzung der überlegenen Eigenschaften, wie
vorstehend erwähnt,
für eine
große
Vielzahl von Anwendungen, wie Matratzen, Auskleidungsmaterialien
für Schuhe,
Zwischenfutterstoffe für
Kleidung, Polstermaterialien, Polsterbezüge für Autos, Triebwägen und
Flugzeuge, Wandbezüge,
Teppiche und dergleichen, geeignet. Darüber hinaus kann, wenn die Oberfläche des
Bahnenmaterials buffiert ist, wildlederartiges Kunstleder erhalten
werden, das für
Anwendungen wie Kleidungsstücke,
Polsterbezüge
für Möbel, Autos
und Triebwägen,
Wandbezüge
und Handschuhe sehr geeignet ist. Wenn das in dieser Erfindung erhaltene
lederartige Bahnenmaterial mit Hilfe von in der Industrie üblicherweise
verwendeten Verfahren mit einer Polyurethanschicht bedeckt wird,
können
genarbte lederartige Bahnenmaterialien erhalten werden, die für Anwendungen,
wie Sportschuhe, Männerschuhe,
Taschen, Handtaschen und Schulranzen, nützlich sind.
-
BEISPIELE
-
Nachstehend
werden typische Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme spezifischer Arbeitsbeispiele
erklärt,
jedoch sollte es selbstverständlich
sein, dass die Erfindung in keiner Weise auf diese Beispiele beschränkt ist.
-
In
den Beispielen und Vergleichsbeispiel wurden die Wärme-Gelbildungstemperatur,
der Elastizitätsmodul
und die α-Dispersionstemperatur
(Tα)
der Polyurethanfolie mit einer Dicke von 100 μm, die Flexibilität (Biegesteifigkeit),
der Dauerbiegewiderstand und das Handgefühl des lederartigen Bahnenmaterials
auf die folgende Weise gemessen.
-
(1) Wärme-Gelbildungstemperatur der
Polyurethanemulsionen:
-
10
Gramm einer Polyurethanemulsion wurden in ein Reagenzglas bemessen.
Das Reagenzglas wurde dann in ein heißes Wasserbad getaucht, das
bei einer konstanten Temperatur von 90°C gehalten wurde. Unter Rühren wurde
die Temperatur des Bades erhöht.
Die Temperatur, bei der die Polyurethanemulsion ihre Fließfähigkeit
verlor und ein Gel bildete, wurde als die Wärme-Gelbildungstemperatur (°C) aufgezeichnet.
-
(2) Der Elastizitätsmodul
bei 90°C
und 160°C
und die α-Dispersionstemperatur
(Tα)
der während
des Trocknens der Polyurethanemulsion erhaltenen Folie:
-
- (i) Eine Polyurethanemulsion wurde auf eine
Glasplatte gegossen und wurde in einen beheizten Heißluftofen
bei 50°C
für 8 Stunden
gelegt, um ein Stück
einer Folie mit einer Dicke von 100 μm zu erhalten.
- (ii) Unter Verwendung eines Stücks der vorstehend unter (i)
erhaltenen Folie wurde der Elastizitätsmodul mit einem Rheologie-Testgerät (FT RHEOSPECTORER
DVE-V4 von RHEOLOGY CO., Ltd.) bei 11 Hz, bei 90°C und 160°C gemessen. Die α-Dispersionstemperatur
(Tα)
wurde aus dem Peak der Kurve eines Diagramms abgeschätzt, das
für das
Teststück
erhalten worden war.
-
(3) Flexibilität des lederartigen
Bahnenmaterials (Biegesteifigkeit):
-
Ein
Teststück
in der Größe von 10
cm × 10
cm wurde aus dem lederartigen Bahnenmaterial, das in den folgenden
Beispielen und Vergleichsbeispielen erhalten worden war, herausgeschnitten.
Unter Verwendung eines Testgeräts
für den
Biegewiderstand („KES-FB2-L" von KATO TEKKO CO.,
Ltd.) wurde der Biegewiderstand (gfcm2/cm)
des Bahnenmaterials in der Richtung senkrecht zur Bandrichtung des
aufgerollten Bahnenmaterials gemessen und wurde als ein Indikator
für die
Flexibilität
des Bahnenmaterials verwendet.
-
(4) Dauerbiegewiderstand
des lederartigen Bahnenmaterials:
-
Ein
Teststück
in der Größe von 7
cm × 4,5
cm wurde aus dem lederartigen Bahnenmaterial, das in den folgenden
Beispielen und Vergleichsbeispielen erhalten worden war, herausgeschnitten.
Ein Testgerät
für den Dauerbiegewiderstand
(„Flexometer" von Bally Corp.)
wurde verwendet, um den Dauerbiegewiderstand des Teststücks bei
20°C gemäß den Beschreibungen
der JIS K 6545 zu testen. Nach jeweils 100000 Biegeversuchen wurde
die Oberfläche
des lederartigen Bahnenmaterials auf aufgetretene Risse und Löcher untersucht. Wenn
die Anzahl der Biegeversuche 500000 Male ohne Risse und Löcher übertraf,
wurde der Dauerbiegewiderstand des Teststücks als befriedigend angesehen
und wurde mit „0" gekennzeichnet.
-
(5) Handgefühl und Textur
des lederartigen Bahnenmaterials:
-
Das
Handgefühl
des in den folgenden Beispielen und Vergleichsbeispielen erhaltenen
lederartigen Bahnenmaterials wurde durch tatsächliches Befühlen des
Bahnenmaterials gemessen. Proben, die ein naturlederartiges Handgefühl ergaben,
wurden mit dem „0"-Zeichen registriert.
Proben, denen Weichheit fehlte und die ein härteres Handgefühl ergaben
und/oder denen das Ausfüllungsgefühl fehlte,
die infolgedessen keine ausreichende Naturlederqualität aufwiesen,
wurden als unbefriedigend angesehen und mit „X" gekennzeichnet.
-
Die
Abkürzung
der in den folgenden Beispielen verwendeten hochmolekularen Polyole
und deren vollständige
Inhaltsangabe sind wie folgt:
- – PMSA1850:
Polyesterdiol mit einem Zahlenmittel des Molekulargewichts von 1850
(ein aliphatisches Polyesterdiol, das durch die Umsetzung von 3-Methyl-1,5-pentandiol
mit einem Gemisch aus Adipinsäure
und Sebacinsäure
(Molverhältnis
von 1/3) erhalten wurde).
- – PHC2000:
Polyhexamethylencarbonatdiol mit einem Zahlenmittel des Molekulargewichts
von 2000.
-
REFERENZBEISPIEL 1
-
(Herstellung eines mit
einem wasserabweisenden Weichmacher behandelten Fasersubstrats)
-
- (1) Polyethylenterephthalat-Fasern (2 Denier,
51 mm Länge,
prozentuale Schrumpfung von 25% in 70°C heißem Wasser) wurde mit einer
Karde und einem Quertäfler
bearbeitet, um Bahnen mit 240 g/m2 zu ergeben.
Diese Bahnen wurden in eine Nadelfilzmaschine eingeführt und
wurde genadelt (700 Löcher/cm2), gefolgt vom Eintauchen in 70°C warmes
Wasser für
2 Minuten, wobei ein Schrumpfen auf 56% der Originalgröße, bezogen
auf die Fläche,
verursacht wurde. Das so erhaltene Gewebe wurde dann bei 155°C mit einer
Zylinderbandpresse gepresst, um ein Vliesgewebe mit einer Dicke
von 1,2 mm, einem Gewicht von 360 g/m2 und
einer scheinbaren Dichte von 0,30 g/cm3 zu
ergeben.
- (2) Das in (1) erhaltene Vliesgewebe wurde mit einer Emulsion
imprägniert,
die einen wasserabweisenden Weichmacher auf Siliconbasis (Feststoffgehalt
5 Gew.-%), umfassend Dimethylpolysiloxan („KF96L" von The Shin-Etsu Chemical Co., Ltd.)
und Methylwasserstoffpolysiloxan („KF99" von The Shin-Etsu Chemical Co., Ltd.),
mit einem Gewichtsverhältnis
von 5:5 enthielt. Das Vliesgewebe wurde dann bei 130°C für 30 Minuten
getrocknet, um ein mit wasserabweisendem Weichmacher behandeltes
Vliesgewebe (1,2 Gew.-% wasserabweisender
Weichmacher auf Silikonbasis (Feststoff), bezogen auf das Gewicht
des Vliesgewebes) zu ergeben, das nachstehend Vliesgewebe (1) genannt
wird.
-
REFERENZBEISPIEL 2 (Herstellung
eines Fasersubstrats ohne Zugabe eines wasserabweisenden Weichmachers)
-
Ein
Vliesgewebe wurde mit dem Verfahren, das in (1) des voranstehenden
Referenzbeispiels 1 beschrieben wurde, hergestellt, um ein Vliesgewebe
ohne einen wasserabweisenden Weichmacher (nachstehend Vliesgewebe
(2) genannt) zu ergeben.
-
REFERENZBEISPIEL 3 (Herstellung
eines Fasersubstrats mit einem wasserabweisenden Weichmacher)
-
- (1) Ein verwirbeltes Vliesgewebe mit einer
Dicke von 1,4 mm und einer scheinbaren Dichte von 0,25 g/cm3 wurde aus einem Gemisch mit üblicherweise
verwendeten Polyethylenterephthalat-Fasern (2,5 Denier) und Nylonfasern
(1,5 Denier) in einem Gewichtsverhältnis von 35:65 hergestellt.
- (2) Das voranstehend in (1) hergestellte verwirbelte Vliesgewebe
wurde in eine 5-Gew.-%ige Lösung
eines wasserabweisenden Weichmachers auf Siliconbasis („GERANEX
SH" von Matsumoto
Oiland Fat Pharmaceutical Co., Ltd.) getaucht, mit einer Walze ausgepresst
und bei 130°C
für 30
Minuten getrocknet, um ein Vliesgewebe mit einem wasserabweisenden
Weichmacher (1,0 Gew.-% wasserabweisender Weichmacher auf Siliconbasis
(Feststoff), bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes) zu ergeben
(nachstehend Vliesgewebe (3) genannt).
-
REFERENZBEISPIEL 4 (Fasersubstrat
ohne einen wasserabweisenden Weichmacher)
-
Ein
Vliesgewebe wurde auf die gleiche Weise, wie in (1) des Referenzbeispiels
3 beschrieben, als ein Fasersubstrat hergestellt, um ohne Zugabe
eines wasserabweisenden Weichmachers verwendet zu werden (dieses
Vliesgewebe wird nachstehend Vliesgewebe (4) genannt).
-
REFERENZBEISPIEL 5 (Herstellung
eines Fasersubstrats, das mikrofreinfaserbildende Fasern umfasst)
-
- (1) 60 Gewichtsteile Nylon-6 und 40 Gewichtsteile
Polyethylen wurden gemischt und gesponnen und wurden einem Strecken
und Schneiden unterzogen, um gesponnene Mischfasern vom Meer-Insel-Typ zu ergeben
(4 Denier, 51 mm Länge,
600 Fasern der Inselkomponente im Querschnitt), die mit einer Karde,
einem Quertäfler
und einer Nadelfilzmaschine bearbeitet wurden, um ein verwirbeltes
Vliesgewebe mit einer scheinbaren Dichte von 0,160 g/cm3 zu
ergeben.
- (2) Das vorstehend in (1) erhaltene verwirbelte Vliesgewebe
wurde erwärmt,
wobei die Meerkomponente (Polyethylen) geschmolzen wurde, was verursachte,
dass die Fasern zusammenhielten, um ein verwirbeltes Vliesgewebe
mit glatten Oberflächen
auf beiden Seiten und einer scheinbaren Dichte von 0,285 g/cm3 zu bilden (nachstehend Vliesgewebe (5)
genannt).
-
REFERENZBEISPIEL 6 (Herstellung
eines Fasersubstrats, das mikrofreinfaserbildende Fasern umfasst)
-
Gesponnene
Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ (4 Denier Feinheit, 15 Fasern der
Inselkomponente im Querschnitt, 51 mm Länge) wurden aus 70 Gewichtsteilen
Polyethylenterephthalat und 30 Gewichtsteilen Polyethylen niedriger
Dichte hergestellt und wurden auf die gleiche Weise, wie in (1)
des Referenzbeispiels 5 beschrieben, zu einem verwirbelten Vliesgewebe
umgewandelt. Nachdem das resultierende Vliesgewebe in 70°C warmes
Wasser getaucht worden war, um um 30% der Fläche der Originalgröße zu schrumpfen,
wurde die Meerkomponente (Polyethylen) geschmolzen, wobei die Fasern
miteinander verbunden wurden, um ein verwirbeltes Fasergewebe mit
glatten Oberflächen
auf beiden Seiten und mit einer scheinbaren Dichte von 0,35 g/cm3 zu bilden (welches nachstehend Vliesgewebe
(6) genannt wird).
-
REFERENZBEISPIEL 7 (Herstellung
eines Fasersubstrats, das mikrofreinfaserbildende Fasern umfasst)
-
Verbundfasern
vom Meer-Insel-Typ (4 Denier Feinheit, 15 Fasern der Inselkomponente
im Querschnitt der Faser, 51 mm Länge), bestehend aus 70 Gewichtsteilen
Polyethylenterephthalat und 30 Gewichtsteilen Polystyrol, wurden
auf die gleiche Weise, wie in (1) des Referenzbeispiels 5 beschrieben,
behandelt, um ein verwirbeltes Vlies zu ergeben. Nachdem das Vliesgewebe
in 70°C
warmes Wasser getaucht worden war, um um 30% der Fläche der
Originalgröße zu schrumpfen,
wurde das Vliesgewebe dann einem Erwärmen unterzogen, um die Meerkomponente
(Polystyrol) zu schmelzen, was verursachte, dass die Fasern zusammenhielten,
um ein verwirbeltes Vliesgewebe mit einer scheinbaren Dichte von
0,32 g/cm3 und mit glatten Oberflächen zu
bilden (welches nachstehend Vliesgewebe (7) genannt wird).
-
REFERENZBEISPIEL 8 (Herstellung
eines Fasersubstrats, das mikrofeine Fasern umfasst)
-
Polyvinylalkohol
wurde zu dem in Referenzbeispiel 7 erhaltenen Vliesgewebe (7) zugegeben,
um die Form des Gewebes zu fixieren. Das voranstehende Vliesgewebe
wurde in Toluol von 90°C
getaucht und wurde fünfmal
mit einer Presswalze bei 2 kg/cm2, während es
untergetaucht blieb, ausgepresst, um die Meerkomponente (Polystyrol)
in den Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ herauszulösen. Ein verwirbeltes Vliesgewebe, bestehend
aus Bündeln
mikrofeiner Fasern, hergestellt aus Polyethylenterephthalat, mit
einer scheinbaren Dichte von 0,23 g/cm3 mit
glatten Oberflächen
auf beiden Seiten wurde erhalten (welches nachstehend Vliesgewebe
(8) genannt wird).
-
REFERENZBEISPIEL 9 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) Polyesterdiol (PMSA1850) in einer Menge
von 546,3 g, 176,7 g Isophorondiisocyanat und 8,05 g 2,2-Bis(hydroxymethyl)propionsäure wurden
in einen Dreihalskolben eingebracht und für 2 Stunden bei 90°C in einer
trockenen Stickstoffatmosphäre
gerührt,
um ein Vorpolymer mit Isocyanatgruppen an den Enden der Polymerkette
zu bilden.
- (2) 2-Butanon in einer Menge von 236,0 g wurde zu dem vorstehend
in (1) so erhaltenen Vorpolymer zugegeben und es wurde gerührt, bis
alles homogen war. Nachdem die Temperatur der Reaktanten in dem
Kolben auf 40°C
erniedrigt worden war, wurden 6,07 g Triethylamin zugegeben und
es wurde für
etwa 10 Minuten gerührt.
Eine wässrige
Lösung,
hergestellt durch Lösen
von 55,3 g eines nichtionischen oberflächenaktiven Mittels („EMULGEN985" hergestellt von
Kao Corp.) in 472,5 g destilliertem Wasser, wurde dem Voranstehenden
zugegeben und für
1 Minute mit einem Homogenisator gerührt, um eine Emulsion zu bilden. Eine
wässrige
Lösung,
hergestellt durch Lösung
von 12,8 g Diethylentriamin und 38,7 g Isophorondiamin in 203,2
g destilliertem Wasser, wurde dann der voranstehenden Emulsion umgehend
zugegeben. Das resultierende Gemisch wurde dann mit einem Homogenisator
für 1 Minute
gerührt,
um die Ketteverlängerungsreaktion
fortzusetzen. Nachdem das 2-Butanon mit einem Rotationsverdampfer
entfernt worden war, wurde die gleiche Menge destilliertes Wasser
zugegeben, um eine Polyurethanemulsion mit 46 Gew.-% Feststoffanteil
zu erhalten.
- (3) Eine Polyurethanemulsion vom bei Wärme gelfähigen Typ (nachstehend Polyurethanemulsion
A genannt) wurde durch Mischen von 80 Gewichtsteilen der in (2)
vorstehend erhaltenen Polyurethanemulsion und 20 Gewichtsteilen
destilliertem Wasser und 4 Gewichtsteilen eines Wärme-Gelbildungsmittels
{ein Lösungsgemisch
mit einem Gewichtsverhältnis
von 5:4:1 aus Wasser zu nichtionischem oberflächenaktivem Mittel („EMULGEN910", hergestellt von
Kao Corp.) zu Calciumchlorid} hergestellt.
- (4) Die Wärme-Gelbildungstemperatur
der in (3) vorstehend erhaltenen Polyurethanemulsion A wurde mit dem
vorstehend beschriebenen Verfahren gemessen und es wurde gefunden,
dass sie 48°C
beträgt.
Die Polyurethanemulsion A wurde getrocknet, um eine Folie mit einer
Dicke von 100 μm
zu ergeben. Der Elastizitätsmodul
bei 90°C
und die α-Dispersionstemperatur
(Tα)
der so erhaltenen Folie wurden gemessen. Die Ergebnisse betrugen
1,2 × 108 dyn/cm2 beziehungsweise –46°C.
-
REFERENZBEISPIEL 10 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) Eine Polyurethanemulsion, die kein Wärme-Gelbildungsmittel
enthielt, wurde auf die gleiche Weise, wie in (1) und (2) des Referenzbeispiels
9 beschrieben, hergestellt (welche nachstehend Polyurethanemulsion B
genannt wird).
- (2) Die Wärme-Gelbildungstemperatur
der voranstehenden Polyurethanemulsion B wurde unter Verwendung
des vorstehend beschriebenen Verfahrens gemessen, jedoch wurde gefunden,
dass die Emulsion B sogar bei 90°C
flüssig
ist. Eine Folie wurde aus der voranstehenden Emulsion hergestellt,
um auf den Elastizitätsmodul
und die α-Dispersionstemperatur
getestet zu werden. Der Elastizitätsmodul bei 90°C und die α-Dispersionstemperatur
der Folie mit einer Dicke von 100 μm betrugen 1,2 × 108 dyn/cm2 beziehungsweise –45°C.
-
REFERENZBEISPIEL 11 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) 333,9 g Polyhexamethylencarbonatdiol (PHC2000),
155,59 g Isophorondiisocyanat und 9,39 g 2,2-Bis(hydroxymethyl)propionsäure wurden
in einen Dreihalskolben eingebracht und für 2 Stunden bei 90°C in einer
trockenen Stickstoffatmosphäre
gerührt,
um ein Urethan-Vorpolymer mit Isocyanatgruppen an den Enden der
Polymerkette zu erhalten.
- (2) Das in (1) vorstehend erhaltene Urethan-Vorpolymer wurde
in 261,5 g 2-Butanon eingebracht und es wurde gerührt, bis
alles homogen war. Nachdem die Temperatur der Reaktanten in dem
Kolben auf 40°C erniedrigt
worden war, wurden 7,08 g Triethylamin zu der Lösung zugegeben und es wurde
für 10
Minuten gerührt.
Eine wässrige
Lösung,
erhalten durch Lösen
von 61,14 g eines nichtionischen oberflächenaktiven Mittels („EMULGEN985") in 520,8 g destilliertem
Wasser, wurde dem Voranstehenden zugegeben. Das so erhaltene Gemisch
wurde für
1 Minute mit einem Homogenisator gerührt, um eine Emulsion zu ergeben, die
dann mit 13,73 g Diethylentriamin, 11,32 g Isophorondiamin und 228,9
g Wasser behandelt wurde, um die Kettenverlängerungsreaktion des Vorpolymers
fortzusetzen. Nachdem das 2-Butanon mit einem Rotationsverdampfer
entfernt worden war, wurde die gleiche Menge destilliertes Wasser
zugegeben, um eine Polyurethanemulsion mit 46 Gew.-% Feststoffanteil
zu ergeben.
- (3) Zu 80 Gewichtsteilen der in (2) vorstehend erhaltenen Polyurethanemulsion
wurden 20 Gewichtsteile destilliertes Wasser und 0,8 Gewichtsteile
Calciumchlorid als Wärme-Gelbildungsmittel
zugegeben, um eine Polyurethanemulsion vom bei Wärme gelfähigen Typ (welche nachstehend
Polyurethanemulsion C genannt wird) zu ergeben.
- (4) Die Wärme-Gelbildungstemperatur
der Polyurethanemulsion C wurde mit dem vorstehend beschriebenen
Verfahren gemessen und es wurde gefunden, dass sie 51°C beträgt. Der
Elastizitätsmodul
bei 90°C und
die α-Dispersionstemperatur
der Folie mit einer Dicke von 100 μm, die durch Trocken der in
(3) erhaltenen Polyurethanemulsion C erhalten worden war, betrugen
3,0 × 107 dyn/cm2 beziehungsweise –33°C.
-
REFERENZBEISPIEL 12 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) Eine bei Wärme gelfähige Polyurethanemulsion (nachstehend
Polyurethanemulsion D genannt) wurde unter Verwendung des gleichen
Verfahrens, das in Referenzbeispiel 9 beschrieben wurde, hergestellt,
mit der Ausnahme, dass die Menge an Isophorondiisocyanat erhöhte wurde,
um die Menge des harten Anteils zu erhöhen, wodurch ein molares Gleichgewicht
der anderen Bestandteile eingestellt wurde.
- (2) Die Wärme-Gelbildungstemperatur
der in (1) erhaltenen Polyurethanemulsion D, die unter Verwendung des
vorstehend beschriebenen Verfahrens gemessen wurde, betrug 45°C. Der Elastizitätsmodul
bei 90°C und
die α-Dispersionstemperatur
der Folie, die durch Trocken der Polyurethanemulsion D erhalten
wurde, betrugen 5,5 × 108 dyn/cm2 beziehungsweise –30°C.
-
REFERENZBEISPIEL 13 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) Ein Polyurethan vom bei Wärme gelfähigen Typ
(nachstehend Polyurethanemulsion E genannt) wurde auf die gleiche
Weise, wie in (1) bis (3) des Referenzbeispiels 11 ausgeführt, hergestellt,
mit der Ausnahme, dass die Menge an Isophorondiisocyanat, die in
(1) des Referenzbeispiels 11 verwendet wurde, verringert wurde,
um den Gehalt des harten Anteils in dem Polyurethan zu verringern,
wodurch das molare Gleichgewicht der anderen Bestandteile ebenfalls
entsprechend geändert
wurde.
- (2) Die Wärme-Gelbildungstemperatur
der vorstehend erhaltenen Polyurethanemulsion E wurde gemessen und
es wurde gefunden, dass sie 57°C
betrug. Der Elastizitätsmodul
bei 90°C
und die α-Dispersionstemperatur
der Folie, die durch Trocken der voranstehenden Emulsion E hergestellt
wurde, betrugen 1,6 × 107 dyn/cm2 beziehungsweise –38°C.
-
REFERENZBEISPIEL 14 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) 600 g Polyesterdiol (PMSA1850), 114,8 g
2,4-Tolylendiisocyanat und 7,95 g 2,2-Bis(hydroxymethyl)propionat
wurden in einen Dreihalskolben eingebracht und für 2 Stunden bei 90°C in einer
trockenen Stickstoffatmosphäre
gerührt,
um ein Urethan-Vorpolymer mit einer Isocyanatgruppe am Ende der
Polymerkette zu bilden.
- (2) Dem in (1) vorstehend hergestellten Urethan-Vorpolymer wurden
228,3 g 2-Butanon zugegeben und es wurde für 10 Minuten gerührt. Eine
wässrige
Lösung
eines oberflächenaktiven
Mittels, hergestellt durch Lösen
von 53,3 g eines nichtionischen oberflächenaktiven Mittels („Emulgen930", hergestellt von
Kao Corp.) in 478,5 g destilliertem Wasser, wurde dem Voranstehenden
zugegeben und es wurde für
1 Minute mit einem Homogenisator gerührt, um eine Emulsion zu bilden.
Zu der so erhaltenen Emulsion wurde eine wässrige Lösung, hergestellt durch Lösen von
13,2 g Diethylentriamin und 10,9 g Isophorondiamin in 230,3 g destilliertem
Wasser, zugegeben und es wurde mit einem Homogenisator für eine Minute
gerührt,
um mit einer Ketteverlängerungsreaktion
fortzufahren. Nachdem das 2-Butanon mit einem Rotationsverdampfer entfernt
worden war, wurde die gleiche Menge destilliertes Wasser zugegeben,
um eine Polyurethanemulsion mit 40 Gew.-% Feststoffanteil zu erhalten.
- (3) Zu 80 Gewichtsteilen der in (2) vorstehend erhaltenen Polyurethanemulsion
wurden 20 Gewichtsteile destilliertes Wasser und 4 Gewichtsteile
eines Wärme-Gelbildungsmittels
(Wasser:nichtionisches oberflächenaktives
Mittel („Emulgen910"):Calciumchlorid
= 5:4:1) zugegeben, um ein bei Wärme
gelfähiges
Polyurethan (nachstehend Polyurethanemulsion F genannt) zu erhalten.
- (4) Die Wärme-Gelbildungstemperatur
der voranstehenden Polyurethanemulsion F betrug 52°C. Eine Folie mit
einer Dicke von 100 μm,
die durch Trocken der voranstehenden Emulsion erhalten wurde, ergab
einen Elastizitätsmodul
bei 90°C
und 160°C
von 5,0 × 107 dyn/cm2 beziehungsweise
3,5 × 107 dyn/cm2. Die α-Dispersionstemperatur
(Tα)
der gleichen Folie wurde ebenfalls gemessen und es wurde gefunden,
dass sie –47°C betrug.
-
REFERENZBEISPIEL 15 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) Die Polyurethanemulsion, die kein Wärme-Gelbildungsmittel
enthielt, wurde auf die gleiche Weise, wie in (1) und (2) des Referenzbeispiels
14 beschrieben, hergestellt. Diese Emulsion wird nachstehend „Polyurethanemulsion
G" genannt.
- (2) Die Wärme-Gelbildungstemperatur,
der Elastizitätsmodul
und die α-Dispersionstemperatur
wurden wie vorstehend beschrieben gemessen und das Ergebnis ist
in Tabelle 2 gezeigt.
-
REFERENZBEISPIEL 16 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) Eine bei Wärme gelfähige Polyurethanemulsion wurde
auf die gleiche Weise, wie in Referenzbeispiel 14 ausgeführt, hergestellt,
mit Ausnahme, dass die Menge an Tolylendiisocyanat verringert wurde,
um den Gehalt des harten Anteils in dem Polyurethan zu verringern.
Dementsprechend wurde die Menge der anderen Bestandteile ebenfalls
angepasst. Die so erhaltene Emulsion wird nachstehend „Polyurethanemulsion
H" genannt.
- (2) Die Testergebnisse der voranstehenden Emulsion sind in Tabelle
2 gezeigt.
-
REFERENZBEISPIEL 17 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) In einen Dreihalskolben wurden 238,5 g
Polyhexamethylencarbonatdiol (PHC2000), 238,5 g Polyesterdiol (PMSA1850),
200,0 g 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat
und 8,05 g 2,2-Bis(hydroxymethyl)propionsäure gegeben. Das Gemisch wurde
in einer trockenen Stickstoffatmosphäre für 2 Stunden bei 70°C gerührt, um ein
Urethan-Vorpolymer mit Isocyanatgruppen an dem Ende der Polymerkette
zu bilden.
- (2) Zu dem in (1) vorstehend erhaltenen Vorpolymer wurden 224,1
g Toluol zugegeben. Das Gemisch wurde gerührt, um eine homogene Lösung zu
bilden und wurde dann auf 40°C
gekühlt.
Nachdem 6,07 g Triethylamin zugegeben worden waren, wurde das Gemisch
für 10
Minuten gerührt.
Eine wässrige
Lösung
eines oberflächenaktiven
Mittels, hergestellt durch Lösen
von 37,50 g eines nichtionischen oberflächenaktiven Mittels („Emulgen930") in 675 g destilliertem
Wasser, wurde dem voranstehenden Gemisch zugegeben und es wurde
mit einem Homogenisator für
1 Minute gerührt,
um das Gemisch zu emulgieren. Eine wässrige Lösung, hergestellt durch Lösen von
14,41 g Diethyltriamin und 43,6 g Isophorondiamin in 221,4 g destilliertem
Wasser, wurde der voranstehenden Emulsion zugegeben, um mit der
Kettenverlängerungsreaktion fortzufahren.
Nach der Kettenverlängerungsreaktion
wurde das Toluol durch einen Rotationsverdampfer entfernt. Destilliertes
Wasser wurde zugegeben, um den Feststoffgehalt einzustellen, um
eine Polyurethanemulsion mit 40 Gew.-% Feststoffanteil zu ergeben.
- (3) Zu 80 Gewichtsteilen der in (2) vorstehend erhaltenen Polyurethanemulsion
wurden 20 Gewichtsteile destilliertes Wasser und 0,8 Gewichtsteile
Calciumchlorid als Wärme-Gelbildungsmittel
zugegeben. Die resultierende Polyurethanemulsion vom bei Wärme gelfähigen Typ
wird nachstehend Polyurethanemulsion I genannt.
- (4) Die Testergebnisse der voranstehenden Emulsion sind in Tabelle
2 gezeigt.
-
REFERENZBEISPIEL 18 (Herstellung
eines Polyurethans)
-
- (1) Eine Polyurethanemulsion vom bei Wärme gelfähigen Typ
wurde hergestellt, indem man dem in (1) bis (3) des Referenzbeispiels
17 verwendeten Verfahren folgte, mit der Ausnahme, dass die Menge
an 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat
erhöht
wurde, um den Gehalt des harten Anteils in dem Polyurethan zu erhöhen. Dementsprechend
wurde die Menge der anderen verwendeten Bestandteile ebenfalls angepasst.
Die so erhaltene bei Wärme
gelfähige
Polyurethanemulsion wird nachstehend „Polyurethanemulsion J" genannt.
- (2) Die Testergebnisse der voranstehenden Emulsion sind in Tabelle
2 zusammengefasst.
-
REFERENZBEISPIEL 19 (Herstellung
eines Polyurethans)
-
- (1) Eine Polyurethanemulsion vom bei Wärme gelfähigen Typ
wurde auf die in (1) bis (3) des Referenzbeispiels 17 beschriebe
Weise, hergestellt, mit der Ausnahme, dass die Menge an 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat verringert
wurde, um den Gehalt des harten Anteils in dem Polyurethan zu verringern.
Dementsprechend wurde die Menge der anderen verwendeten Bestandteile
ebenfalls angepasst. Die so erhaltene bei Wärme gelfähige Polyurethanemulsion wird
nachstehend „Polyurethanemulsion
K" genannt.
- (2) Die Testergebnisse der Polyurethanemulsion K sind in Tabelle
2 zusammengefasst.
-
REFERENZBEISPIEL 20 (Herstellung
einer Polyurethanemulsion)
-
- (1) Eine bei Wärme gelfähige Polyurethanemulsion wurde
auf die gleiche Weise, wie in (1) bis (3) des Referenzbeispiels
14 beschrieben, hergestellt, mit der Ausnahme, dass die Menge an
2,4- Tolylendiisocyanat verringert
wurde, um den Gehalt des harten Anteils in dem Polyurethan zu erniedrigen.
Dementsprechend wurde die Menge der anderen verwendeten Bestandteile
ebenfalls angepasst. Die so hergestellte Emulsion wird nachstehend „Polyurethanemulsion
L" genannt.
- (2) Die Testergebnisse der Polyurethanemulsion L sind in Tabelle
2 gezeigt.
-
BEISPIEL 1 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Das Vliesgewebe (1), das mit einem wasserabweisenden
Weichmacher vorbehandelt und in Referenzbeispiel 1 erhalten worden
war, wurde in das in Referenzbeispiel 9 erhaltene bei Wärme gelfähige Polyurethan
A getaucht. Nachdem es imprägniert
worden war, wurde das Vliesgewebe mit einer Presswalze ausgepresst
und dann in warmes Wasser bei 90°C
für eine
Minute getaucht, um die Polyurethanemulsion zu koagulieren. Das
so erhaltene Bahnenmaterial wurde bei 130°C für 30 Minuten in einem Heißluftofen
getrocknet.
- (2) Die Menge des auf dem Bahnenmaterial, das in (1) vorstehend
erhalten worden war, abgelagerten Harzes, betrug 66 Gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes. Die Flexibilität, die hinsichtlich
der Biegesteifigkeit und des Handgefühls des vorstehend in (1) erhaltenen
Bahnenmaterials gemessen wurde, wurde bewertet. Die Bewertungsergebnisse
des Bahnenmaterials sind in Tabelle 1 gezeigt.
- (3) Ein Querschnitt des in (1) erhaltenen Bahnenmaterials wurde
mit einem Elektronenmikroskop betrachtet. In der durch das Elektronenmikroskop
aufgenommenen Fotografie, gezeigt in 2, erkennt
man eine detaillierte Struktur. Wie aus 2 ersichtlich,
ist das Polyurethan in Form von Teilchen koaguliert, anstatt die
Fasern in dem Fasersubstrat zu verbinden, wodurch ein Bahnenmaterial
mit einer gewünschten
Weichheit und Flexibilität
zusammen mit einem Ausfüllungsgefühl, das
benötigt
wird, um das Handgefühl
von Naturleder zu ergeben, bereitgestellt wird.
-
BEISPIEL 2 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein lederartiges Bahnenmaterial wurde auf
die gleiche Weise, wie in (1) des Beispiels 1 beschrieben, hergestellt,
mit der Ausnahme, dass die in Referenzbeispiel 11 erhaltene bei
Wärme gelfähige Polyurethanemulsion
C verwendet wurde.
- (2) Die Menge des auf dem Bahnenmaterial, das in (1) vorstehend
erhalten worden war, abgelagerten Harzes, betrug 65 Gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes. Die Bewertungsergebnisse
des vorstehend erhaltenen Bahnenmaterials sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
-
BEISPIEL 3 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein lederartiges Bahnenmaterial wurde auf
die gleiche Weise, wie in (1) des Beispiels 1 beschrieben, hergestellt,
mit der Ausnahme, dass ein mit einem wasserabweisenden Weichmacher
vorbehandeltes Vliesgewebe, das in Referenzbeispiel 3 beschrieben
ist, verwendet wurde.
- (2) Die Menge des auf dem Bahnenmaterial abgelagerten Harzes
betrug 30 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes.
Tabelle 1 fasst das Bewertungsergebnis zusammen, das für das vorstehend
erhaltene Bahnenmaterial gemacht wurde.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 1 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein lederartiges Bahnenmaterial wurde auf
die gleiche Weise, wie in (1) des Beispiels 1 beschrieben, hergestellt,
mit der Ausnahme, dass die Polyurethanemulsion B verwendet wurde,
welche kein Wärme-Gelbildungsmittel
enthält,
wie in Referenzbeispiel 10 beschrieben. Es wurde bemerkt, dass weißliches Wasser
der Polyurethanemulsion in das Warmwasserbad während des Koagulationsverfahrens
austrat.
- (2) Die Menge des auf dem Bahnenmaterial, das in (1) vorstehend
erhalten worden war, abgelagerten Harzes, betrug 25 Gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes. Die Bewertungsergebnisse
des so erhaltenen Bahnenmaterials sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
Das Bahnenmaterial zeigte ein Handgefühl fast ähnlich dem des Vliesgewebes,
wobei das Ausfüllungsgefühl fehlte
und zeigte stellenweise vorhandene harte Abschnitte. Insgesamt zeigte
das Bahnenmaterial ein Handgefühl,
das sich von dem von Naturleder völlig unterschied.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 2 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein lederartiges Bahnenmaterial wurde auf
die Weise, wie in (1) des Beispiels 1 beschrieben, hergestellt, mit
der Ausnahme, dass das Vliesgewebe (2) verwendet wurde, welches
nicht mit einem wasserabweisenden Weichmacher, wie in Referenzbeispiel
2 beschrieben, vorbehandelt worden war.
- (2) Die Menge des auf dem Bahnenmaterial abgelagerten Harzes
(Polyurethan) betrug 64 Gew.-%,
bezogen auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes. Die Bewertungsergebnisse
des so erhaltenen Bahnenmaterials sind in Tabelle 1 gezeigt. Obwohl
das Bahnenmaterial ein beträchtliche
Ausfüllungsgefühl zeigte,
fehlte ihm die Weichheit und es war hinsichtlich des Handgefühls stark
unterlegen.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 3 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein lederartiges Bahnenmaterial wurde auf
die gleiche Weise, wie in (1) des Beispiels 1 beschrieben, hergestellt,
mit der Ausnahme, dass die Polyurethanemulsion D verwendet wurde,
welche ein Wärme-Gelbildungsmittel
enthielt, wie in Referenzbeispiel 12 beschrieben.
- (2) Die Menge des auf dem Bahnenmaterial abgelagerten Harzes
(Polyurethan) betrug 62 Gew.-%,
bezogen auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes. Die Bewertungsergebnisse
des so erhaltenen Bahnenmaterials sind in Tabelle 1 gezeigt. Es
wurde gefunden, dass das Handgefühl
des Bahnenmaterials hart und unerwünscht war.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 4 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein lederartiges Bahnenmaterial wurde auf
die gleiche Weise, wie in (1) des Beispiels 1 beschrieben, hergestellt,
mit der Ausnahme, dass die in Referenzbeispiel 13 erhaltene Polyurethanemulsion
E verwendet wurde, welche ein Wärme-Gelbildungsmittel
enthielt.
- (2) Die Menge des auf dem Bahnenmaterial abgelagerten Harzes
(Polyurethan) betrug 68 Gew.-%,
bezogen auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes. Die Bewertungsergebnisse
des so erhaltenen Bahnenmaterials sind in Tabelle 1 gezeigt. Das
Bahnenmaterial zeigte Handgefühl,
es fehlte ihm jedoch das Ausfüllungsgefühl.
- (3) Ein Querschnitt des in diesem Vergleichsbeispiel erhaltenen
Bahnenmaterials wurde mit einem Elektronenmikroskop betrachtet.
Eine erstellte elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt die detaillierte
Struktur des Querschnitts des Bahnenmaterials, wie in 3 gezeigt.
Wie aus 3 ersichtlich ist, ist das Polyurethan
in dem Fasersubstrat nicht gleichmäßig verteilt, wodurch es die
Fasern lokal bindet und was verursacht, dass dem Bahnenmaterial
das Ausfüllungsgefühl fehlt.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 5 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein lederartiges Bahnenmaterial wurde auf
die gleiche Weise, wie in (1) des Beispiels 1 beschrieben, hergestellt,
mit der Ausnahme, dass in diesem Fall das in Referenzbeispiel 3
erhaltene Vliesgewebe (3) und die in Referenzbeispiel 12 erhaltene
Polyurethanemulsion D verwendet wurden.
- (2) Es wurde gefunden, dass die Menge des auf dem Bahnenmaterial
abgelagerten Harzes, bezogen auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes,
27 Gew.-% betrug. Die Bewertungsergebnisse des so erhaltenen Bahnenmaterials
sind in Tabelle 1 gezeigt. Wie aus Tabelle 1 ersichtlich ist, zeigt
das Bahnenmaterial unterlegenes Handgefühl, dem die Weichheit fehlt.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 6 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein lederartiges Bahnenmaterial wurde auf
die in (1) des Beispiels 1 beschriebe Weise hergestellt, mit der
Ausnahme, dass in diesem Fall das in Referenzbeispiel 13 erhaltene
Vliesgewebe (3), das einen wasserabweisenden Weichmacher enthielt,
und die in Referenzbeispiel 13 erhaltene Polyurethanemulsion E, die
mit einem Wärme-Gelbildungsmittel
vorbehandelt worden war, verwendet wurden.
- (2) Die Menge des auf dem Bahnenmaterial abgelagerten Harzes
(Polyurethan) betrug 30 Gew.-%,
bezogen auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes. Die Bewertungsergebnisse
des so erhaltenen Bahnenmaterials sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
Wie aus den Daten ersichtlich ist, waren das Ausfüllungsgefühl und das
Handgefühl
unterlegen.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 7 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein lederartiges Bahnenmaterial wurde auf
die in (1) des Beispiels 1 beschriebe Weise hergestellt, mit der
Ausnahme, dass in diesem Fall das in Referenzbeispiel 4 erhaltene
Vliesgewebe (4) ohne jeglichen wasserabweisenden Weichmacher und
die in Referenzbeispiel 9 erhaltene Polyurethanemulsion A mit einem
Wärme-Gelbildungsmittel
verwendet wurden.
- (2) Es wurde gefunden, dass die Menge des auf dem Bahnenmaterial
abgelagerten Harzes, bezogen auf das Gewicht des verwendeten Vliesgewebes,
32 Gew.-% betrug. Das Handgefühl
des so erhaltenen Bahnenmaterials war hart und wurde, wie in Tabelle
1 gezeigt, als unbefriedigend eingestuft.
-
-
Wie
in den Beispielen (1) bis (3) und in den Vergleichsbeispielen (1)
bis (7) gezeigt, zeigten die lederartigen Bahnenmaterialien, die
in den Beispielen (1) bis (3) durch Imprägnieren des Fasersubstrats
(I) mit der Polyurethanemulsion (I), gefolgt von Koagulation erhalten
wurden, das erwünschte
Handgefühl
mit adäquater Weichheit
und Ausfüllungsgefühl ähnlich dem
von Naturleder, wobei das Fasersubstrat (I) mit einem Faserbehandlungsmittel
(einem wasserabweisenden Weichmacher) vorbehandelt worden war, das
das Anhaften zwischen dem Polyurethan und den Fasern hemmen kann,
und die Polyurethanemulsion (I) war vom bei Wärme gelfähigen Typ, wobei die beim Trocknen
gebildete Folie einen Elastizitätsmodul
bei 90°C
von 2,0 × 107 dyn/cm2 bis 5,0 × 108 dyn/cm2 aufwies.
-
Andererseits
laugt die Polyurethanemulsion, wie in Vergleichsbeispiel 1 gezeigt,
mit der das Substrat imprägniert
wurde, in das Koagulationsbad aus ohne dass sie im Substrat gehalten
wird, auch wenn das Fasersubstrat (I) mit einem wasserabweisenden
Weichmacher in Kombination mit einer Polyurethanemulsion, die vom
bei Wärme
nicht gelfähigen
Typ ist, verwendet wurde. Dies verursachte, dass sich ein Bahnenmaterial von
unterlegener Qualität
ergab, dem das gewünschte
Handgefühl
und Aussehen fehlten.
-
Darüber hinaus
zeigten die Vergleichsbeispiele 2 und 7, dass die Verwendung eines
Substrats ohne eine Behandlung mit einem wasserabweisenden Weichmacher,
Bahnenmaterialien von hartem Handgefühl und schlechtem Aussehen
ergab.
-
Wie
in den Vergleichsbeispielen 3 und 5 gezeigt, zeigten die resultierenden
Bahnenmaterialien, wenn eine verwendete Polyurethanemulsion eine
Folie mit einem Elastizitätsmodul
von mehr als 5,0 × 108 dyn/cm2 bei 90°C ergab,
unterlegene Qualität
von hartem Handgefühlsempfinden.
-
Andererseits
zeigten die Vergleichsbeispiele 4 und 6, dass, wenn eine verwendete
Polyurethanemulsion eine Folie mit einem Elastizitätsmodul
von weniger als 2,0 × 107 dyn/cm2 bei 90°C ergab,
das so erhaltene Bahnenmaterial das Handgefühl des Vliesgewebes ohne das
Ausfüllungsgefühl zeigte.
-
BEISPIEL 4 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Das in Referenzbeispiel 5 beschriebene
Vliesgewebe (5) wurde in ein Bad getaucht, das die in Referenzbeispiel
14 beschriebene Polyurethanemulsion F vom bei Wärme gelfähigen Typ enthielt, und wurde einer
Imprägnierung
unterzogen. Nachdem es aus dem Bad herausgenommen worden war, wurde
das imprägnierte
Bahnenmaterial mit einer Presswalze ausgepresst und wurde dann in
ein Warmwasserbad bei 90°C
für eine
Minute eingetaucht, was dazu führt,
dass die Emulsion koagulierte, und abschließend wurde es bei 130°C für 30 Minuten
in einem Heißluftofen
getrocknet.
- (2) Das vorstehend in (1) erhaltene Bahnenmaterial wurde in
Toluol getaucht und wurde 5mal mit einer Presswalze bei 2 kg/cm2, während
es untergetaucht blieb, ausgepresst, um die Meerkomponente (Polyethylen)
in den gesponnenen Mischfasern vom Meer-Insel-Typ herauszulösen, wobei
ein Vliesgewebe, bestehend aus Bündeln
verwirbelter mikrofeiner Fasern aus Nylon-6, die koaguliertes Polyurethan
enthielten, zurückblieb.
Das so erhaltene Bahnenmaterial enthielt 55 Gew.-% des Harzes (Polyurethan),
bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes nach der Bildung der mikrofeinen
Fasern.
- (3) Tabelle 2 fasst die Bewertungsergebnisse zusammen, die an
dem vorstehend in (1) erhaltenen Bahnenmaterial gemacht wurden.
Wie
aus den Daten in Tabelle 2 ersichtlich ist, zeigte das Bahnenmaterial
ausgezeichnetes Handgefühl
mit gewünschter
Weichheit und Ausfüllungsgefühl ähnlich dem
von Naturleder ebenso wie ausgezeichnete Haltbarkeit.
- (4) Ein Querschnitt des vorstehend in (2) des Beispiels 4 erhaltenen
Bahnenmaterials wurde mit einem Elektronenmikroskop betrachtet. 4 ist
eine durch das Elektronenmikroskop aufgenommene Fotografie, die
die detaillierte Struktur des Bahnenmaterials zeigt. Wie aus 4 ersichtlich,
füllt das
koagulierte Polyurethan die Zwischenräume zwischen den Bündeln der
mikrofeinen Fasern aus, wobei gleichzeitig genug offener Raum übrig bleibt,
ohne die mikrofeinen Fasern zu fest an das Substrat zu binden. Es
wird angenommen, dass dies der Grund für die so erhaltene ausgezeichnete
Weichheit und das ausgezeichnete Ausfüllungsgefühl ist. Das so erhaltene Bahnenmaterial
wies ein ausgezeichnetes Handgefühl ähnlich dem
von Naturleder auf.
-
BEISPIEL 5 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein Bahnenmaterial wurde wie in (1) des
Beispiels 4 hergestellt jedoch mit der bei Wärme gelfähigen Polyurethanemulsion I
des Referenzbeispiels 17.
- (2) Das vorstehend in (1) erhaltene Bahnenmaterial wurde in
Toluol von 90°C
getaucht und wurde 5mal mit einer Presswalze bei 2 kg/cm2, während
es untergetaucht blieb, ausgepresst, um die Meerkomponente (Polyethylen)
in den gesponnenen Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ herauszulösen, wobei
ein Vliesgewebe, bestehend aus Bündeln
verwirbelter mikrofeiner Fasern aus Polyethylenterephthalat, die
koaguliertes Polyurethan enthielten, zurückblieb. Das so erhaltene Bahnenmaterial
enthielt 50 Gew.-% des Harzes, bezogen auf das Gesamtgewicht des
Vliesgewebes nach der Bildung der mikrofeinen Fasern.
- (3) Die an dem voranstehenden Bahnenmaterial erhaltenen Testergebnisse
sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Das Bahnenmaterial wies ausgezeichnetes
Handgefühl
mit adäquater
Weichheit und Ausfüllungsgefühl ähnlich dem
von Naturleder ebenso wie eine ausgezeichnete Haltbarkeit auf.
-
BEISPIEL 6 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Das in Referenzbeispiel 7 erhaltene Vliesgewebe
wurde in eine Lösung
eines eindringenden oberflächenaktiven
Mittels eingetaucht, die aus 10 Gewichtsteilen Polyethylenglykolmono-4-nonylphenolether (Zahlenmittel
des Molekulargewichts des Polyethylenglykolanteils betrug 330) und
90 Gewichtsteilen destilliertem Wasser hergestellt worden war. Nach
dem Eintauchen wurde das Bahnenmaterial mit einer Presswalze ausgepresst.
Die Menge an oberflächenaktivem
Mittel, das dem Bahnenmaterial zugegeben worden war, betrug 8 Gew.-%
der Lösung.
- (2) Das vorstehend in (1) erhaltene Vliesgewebe wurde in die
Polyurethanemulsion I des Referenzbeispiels 17 getaucht. Nach dem
Auspressen mit einer Presswalze wurde das Bahnenmaterial mit Wasserdampf
mit 1,5 kg/cm2 besprüht, um die Koagulation der Polyurethanemulsion
zu bewirken, und dann wurde es bei 130°C für 30 Minuten in einem Heißluftofen
getrocknet.
- (3) Das in (2) erhaltene Bahnenmaterial wurde in Toluol von
90°C getaucht
und wurde 5mal mit einer Presswalze bei 2 kg/cm2 während des
Eintauchens ausgepresst, um die Meerkomponente (Polystyrol) in den
gesponnenen Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ, aus denen das Vliesgewebe
bestand, herauszulösen,
wobei ein Vliesgewebe, hergestellt aus Bündeln mikrofeiner Fasern aus
Polyethylenterephthalat, die koaguliertes Polyurethan enthielten,
zurückblieb.
Die Menge des Polyurethans in dem Bahnenmaterial betrug 60 Gew.-%,
bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes nach der Bildung der mikrofeinen
Fasern.
- (4) Die an dem voranstehenden Bahnenmaterial erhaltenen Testergebnisse
sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Das Bahnenmaterial zeigte naturlederartiges
Handgefühl
mit ausgezeichneter Haltbarkeit.
-
BEISPIEL 7 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Das in Referenzbeispiel 6 erhaltene Vliesgewebe
(6) wurde als Substrat verwendet und wurde mit der in Referenzbeispiel
14 erhaltenen Polyurethanemulsion F imprägniert. Nach dem Auspressen
mit einer Presswalze wurde das Bahnenmaterial bei 130°C für 30 Minuten
getrocknet.
- (2) Das vorstehend in (1) erhaltene Bahnenmaterial wurde in
Toluol getaucht und wurde 5mal mit einer Presswalze bei 2 kg/cm2 ausgepresst, um die Meerkomponente (Polyethylen)
herauszulösen,
wobei ein Vliesgewebe, bestehend aus Bündeln mikrofeiner Fasern aus
Polyethylenterephthalat, die koaguliertes Polyurethan enthielten,
zurückblieb.
Das so erhaltene Bahnenmaterial enthielt 42 Gew.-% Polyurethan,
bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes nach der Bildung der mikrofeinen
Fasern.
- (3) Die an dem voranstehenden Bahnenmaterial erhaltenen Testergebnisse
sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Das Bahnenmaterial zeigte naturlederartiges
Handgefühl
sowie ausgezeichnete Haltbarkeit.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 8 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein Bahnenmaterial wurde wie in (1) des
Beispiels 4 hergestellt, mit der Ausnahme, dass in diesem Fall das
Vliesgewebe (5) des Referenzbeispiels 5 mit der Polyurethanemulsion
G des Referenzbeispiels 15 imprägniert
wurde. Als das mit der Polyurethanemulsion imprägnierte Vliesgewebe in ein
Warmwasserbad getaucht wurde, laugte die Polyurethanemulsion aus
dem Bahnenmaterial in das Bad aus.
- (2) Das vorstehend erhaltene Bahnenmaterial wurde, wie in (2)
des Beispiels 4 beschrieben, in Toluol getaucht, um die Meerkomponente
(Polyethylen) herauszulösen,
um Bündel
mikrofeiner Fasern aus Nylon-6 mit koaguliertem Polyurethan zurückzulassen.
Die Menge des Polyurethans in dem Bahnenmaterial betrug 35 Gew.-%,
bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes nach der Bildung der mikrofeinen
Fasern.
- (3) Das vorstehend erhaltene Bahnenmaterial war ein flachgedrücktes papierartiges
Bahnenmaterial ohne Ausfüllungsgefühl. Die
Testergebnisse dieses Bahnenmaterials sind in Tabelle 2 gezeigt.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 9 (Herstellung
eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein Bahnenmaterial wurde wie in (1) des
Beispiels 4 hergestellt jedoch in diesem Fall mit der in Referenzbeispiel
16 erhaltenen Polyurethanemulsion H.
- (2) Das vorstehend in (1) erhaltene Bahnenmaterial wurde, wie
in (2) des Beispiels 4 beschrieben, in Toluol getaucht, um die Meerkomponente
(Polyethylen) der gesponnenen Mischfasern vom Meer-Insel-Typ herauszulösen, um
ein Vliesgewebe, bestehend aus Bündeln
mikrofeiner Fasern aus Nylon-6 und koaguliertem Polyurethan zurückzulassen.
Es wurde gefunden, dass die Menge des Polyurethans in dem Bahnenmaterial
58 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes nach der Bildung
der mikrofeinen Fasern, betrug.
- (3) Die an dem voranstehenden Bahnenmaterial erhaltenen Bewertungsergebnisse
sind in Tabelle 2 gezeigt. Das Bahnenmaterial war ein flachgedrücktes papierartiges
Bahnenmaterial ohne Ausfüllungsgefühl.
- (4) Eine elektronenmikroskopische Aufnahme eines Querschnitts
des vorstehend in Vergleichsbeispiel 9 erhaltenen Bahnenmaterials
ist in 5 gezeigt, die die detaillierte Struktur des Bahnenmaterials
zeigt. Wie aus der Fotografie ersichtlich ist, sind die mikrofeinen
Fasern durch das Polyurethan fest aneinander gebunden, wobei kaum
Raum zwischen den Bündeln
der mikrofeinen Fasern in dem Substrat bleibt. Das ganze Bahnenmaterial
erschien flachgedrückt.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 10
(Herstellung eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein Bahnenmaterial wurde wie in (1) des
Beispiels 4 hergestellt mit der Ausnahme, dass das Vliesgewebe (6)
des Referenzbeispiels 6 und die Polyurethanemulsion J des Referenzbeispiels
18 in diesem Fall verwendet wurden.
- (2) Das in (1) vorstehend so erhaltene Bahnenmaterial wurde
wie in (2) des Beispiels 4 in Toluol getaucht, um die Meerkomponente
(Polyethylen) der verwendeten gesponnenen Verbundfasern vom Meer-Insel-Typ herauszulösen, um
ein Vliesgewebe, bestehend aus Bündeln
mikrofeiner Fasern aus Polyethylenterephthalat mit koaguliertem
Polyurethan, zurückzulassen.
Das vorstehend erhaltene Bahnenmaterial enthielt 50 Gew.-% Harz,
bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes nach der Bildung der mikrofeinen
Fasern.
- (3) Die Bewertungsergebnisse des voranstehenden Bahnenmaterials
sind in Tabelle 2 gezeigt. Das vorstehend in (2) erhaltene lederartige
Bahnenmaterial wies keine Weichheit auf, wobei es ein hartes Handgefühl hatte.
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VERGLEICHSBEISPIEL 11
(Herstellung eines lederartigen Bahnenmaterials)
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- (1) Ein Bahnenmaterial wurde wie in (1) des
Beispiels 4 hergestellt jedoch unter Verwendung des Vliesgewebes
(7) des Referenzbeispiels 7 und der Polyurethanemulsion K des Referenzbeispiels
19.
- (2) Wie in (2) des Beispiels 4 beschrieben, wurde das vorstehend
in (1) erhaltene Bahnenmaterial in Toluol getaucht, was verursachte,
dass die Meerkomponente (Polystyrol) herausgelöst wurde, wobei das Vliesgewebe,
bestehend aus Bündeln
mikrofeiner Fasern aus Polyethylenterephthalat mit koaguliertem
Polyurethan, zurückblieb.
Es wurde gefunden, dass das so erhaltene Bahnenmaterial 56 Gew.-%
Polyurethan, bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes nach der Bildung
der mikrofeinen Fasern, enthielt.
- (3) Die Testergebnisse des vorstehend erhaltenen Bahnenmaterials
sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Das Bahnenmaterial hatte eine
harte Oberfläche
und ein unterlegenes Handgefühl,
dem die Weichheit fehlte.
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VERGLEICHSBEISPIEL 12
(Herstellung eines lederartigen Bahnenmaterials)
-
- (1) Ein Bahnenmaterial wurde wie in (1) des
Beispiels 7 hergestellt, mit der Ausnahme, dass in diesem Fall das
Vliesgewebe (6) des Referenzbeispiels 6 und die Polyurethanemulsion
L des Referenzbeispiels 20 verwendet wurden.
- (2) Das vorstehend erhaltene Bahnenmaterial wurde auf die in
(2) des Beispiels 4 beschriebe Weise in Toluol getaucht. Die Meerkomponente
(Polyethylen) in den Fasern vom Meer-Insel-Typ wurde herausgelöst, wobei ein Bahnenmaterial,
bestehend aus Bündeln
mikrofeiner Fasern aus Polyethylenterephthalat mit koaguliertem
Polyurethan, zurückblieb.
Die Menge des Harzes (Polyurethan) in dem Bahnenmaterial betrug 43
Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes nach der Bildung
der mikrofeinen Fasern.
- (3) Die Bewertungsergebnisse des vorstehend erhaltenen Bahnenmaterials
sind in Tabelle 2 gezeigt. Das Bahnenmaterial war hart und zeigte
ein unterlegenes Handgefühl.
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VERGLEICHSBEISPIEL 13
(Herstellung eines lederartigen Bahnenmaterials)
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- (1) Das Vliesgewebe (8) des Referenzbeispiels
8 wurde mit der Polyurethanemulsion I des Referenzbeispiels 17 imprägniert und
wurde mit einer Presswalze ausgepresst. Wasserdampf wurde mit 1,5
kg/cm2 auf das imprägnierte Bahnenmaterial gesprüht, um die
Polyurethanemulsion zu koagulieren. Der verwendete Polyvinylalkohol
wurde durch Waschen mit warmen Wasser entfernt. Das resultierende
Bahnenmaterial wurde bei 130°C
für 30
Minuten getrocknet. Das so erhaltene Bahnenmaterial enthielt 60
Gew.-% des Harzes, bezogen auf das Gewicht des Vliesgewebes.
- (2) Tabelle 2 zeigt die Bewertungsergebnisse des vorstehend
erhaltenen Bahnenmaterials. Das Bahnenmaterial wies adäquates Ausfüllungsgefühl auf,
zeigte jedoch ein ziemlich hartes Handgefühl.
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Wie
aus den Daten ersichtlich ist, die in den Beispielen 4 bis 7 und
den Vergleichsbeispielen 8 bis 12 gezeigt sind, weist ein lederartiges
Bahnenmaterial, das in den Beispielen 4 bis 7 durch Imprägnieren
eines Fasersubstrats, bestehend aus mikrofeinfaserbildenden Fasern,
mit einer thermoplastischen Polyurethanemulsion, die die vorstehend
definierten Bedingungen (i) bis (iv) erfüllt, und dann durch Umwandeln
der Fasern in mikrofeine Fasern erhalten wurde, adäquate Weichheit,
Ausfüllungsgefühl und ein
Handgefühl ähnlich dem von
Naturleder auf, sowie einen ausgezeichneten Dauerbiegewiderstand
und Haltbarkeit.
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Andererseits
ergab das in den Vergleichsbeispielen 8 bis 12 erhaltene Bahnenmaterial,
wobei die Polyurethanemulsion die Bedingungen (i) bis (iv) nicht
erfüllte,
eine höhere
Biegesteifigkeit, als die in den Beispielen 4 bis 7 erhaltene, und
eine härtere
Textur, die ein unterlegenes Handgefühl zeigte. Darüber hinaus
zeigte das in den Vergleichsbeispielen 9 bis 11 erhaltene Bahnenmaterial
einen unterlegenen Dauerbiegewiderstand und schlechte Haltbarkeit.
In dem Referenzbeispiel 13 wurde der Schritt der Bildung der mikrofeinen
Fasern vor dem Imprägnierungsschritt
mit der Polyurethanemulsion durchgeführt. In diesem Fall ergab das
so erhaltene Bahnenmaterial eine höhere Biegefestigkeit, als die
in den Beispielen 4 bis 7 erhaltene, und wies eine härtere Textur
auf, die ein unterlegenes Handgefühl zeigte.