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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Mischoxidträger und einen Mischoxidkatalysator.
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Wenn
Dreiwegekatalysatoren zur Verringerung von Abgasen einer Hochtemperaturatmosphäre ausgesetzt
werden, nimmt die Sauerstoffspeicherkapazität (nachstehend als OSC bezeichnet)
des darin enthaltenen Ceroxids ab. Dies wird durch ein Sintern aktiver
katalytischer Elemente wie z. B. Platin (Pt) oder Palladium (Pd)
mit einem Beschleuniger wie z. B. Ceroxid, durch eine Oxidation
der aktiven katalytischen Metalle, durch eine Lösung von Rhodium (Rh) in einem
Katalysatorträger
oder dergleichen verursacht. Ferner neigen in einem Fall, bei dem
die Katalysatoren eine niedrige OSC aufweisen, die aktiven katalytischen
Metalle dazu, einer wechselnden Atmosphäre ausgesetzt zu sein, und
folglich kann eine Verschlechterung (Koagulation und Lösung) der
aktiven katalytischen Metalle (Platin, Palladium und Rhodium) in
ungünstiger
Weise beschleunigt werden.
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Die
japanische offengelegte Patentanmeldung Hei 4-4043 beschreibt einen
Oxidträger,
in dem Aluminiumoxid (Al2O3),
Ceroxid (CeO2) und Zirkoniumoxid (ZrO2) copräzipitiert
werden, so dass Zirkoniumoxid zwischen den anderen Elementen dispergiert
wird, um das vorstehend genannte Problem zu lösen. Die japanische offengelegte
Patentanmeldung Hei 7-300315 beschreibt einen Oxidträger, bei
dem Cer- und Zirkoniumionen durch Zugeben elektrisch geladener Aluminiumoxidteilchen
zu diesen Teilchen ausgefällt
werden. Unter Verwendung des Copräzipitationsverfahrens und des
Mischungsverhältnisses,
die darin beschrieben sind, wurden jedoch die Dispergiereigenschaften
der Komponentenelemente nicht so verbessert, dass die OSC und das
Reinigungsverhältnis
verbessert wurden.
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Die
japanische offengelegte Patentanmeldung Hei 7-315840 beschreibt
einen Aluminiumoxid-Ceroxid-Zirkoniumoxid-enthaltenden Mischträger, der
durch Mischen eines Niederschlags, der aus einer Lösung erhalten
wurde, die ein Cersalz und ein Zirkoniumsalz enthielt, mit Aluminiumoxidpulver
erhalten wurde. Mit dem darin beschriebenen Verfahren können jedoch
Mischoxidträger,
deren Komponentenelemente sehr gute Dispergiereigenschaften aufweisen,
nicht hergestellt werden.
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Ferner
zeigen Träger,
die durch Tränken
von Aluminiumoxidpulver mit einer Lösung erhalten werden, die ein
Cersalz und ein Zirkoniumsalz enthält, sehr gute Dispergiereigenschaften
von Ceroxid und Zirkoniumoxid, jedoch ist die Mischung (feste Lösung) des
Ceroxids und des Zirkoniumoxids unzureichend.
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Es
ist auch ein anderer Katalysator bekannt, der einen Träger umfasst,
der aus einem Gemisch aus aktivem Aluminiumoxidpulver und einem
Ceroxid-Zirkoniumoxid-Mischoxidpulver
erhalten wird, das Edelmetalle absorbiert und trägt. Der so aufgebaute Katalysator
hatte jedoch bei niedrigen Temperaturen eine unzureichende OSC.
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Die
US-PS 4,927,799 beschreibt
ein Mischoxid und/oder eine feste Lösung, das bzw. die Oxide von Cer
und Zirkonium enthält,
und zwei Verfahren zur Herstellung der Mischoxide. In dem ersten
Verfahren wird bzw. werden das Mischoxid und/oder die feste Lösung in
einem Katalysatorträger
durch gleichzeitiges oder getrenntes Befeuchten der Katalysatorträgerschicht
mit zwei Arten wässriger
Lösungen
von Cerchlorid und Zirkonat und Brennen bei einer Temperatur von
nicht weniger als 600°C
gebildet. In dem zweiten Verfahren wird bzw. werden das Mischoxid
und/oder die feste Lösung
durch Mischen des Cers und des Zirkoniums mit aktivem Aluminiumoxidpulver,
wenn der Katalysator gebildet wird, und Brennen bei Temperaturen
von nicht weniger als 800°C
gebildet.
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Die
EP-A-0 684 072 beschreibt eine Zusammensetzung, die Oxide von Cer
und Zirkonium umfasst. Die Zusammensetzung wird durch Ausfällen der
jeweiligen Salze dieser Elemente mit einer basischen Lösung und
Sprühtrocknen
oder Gefriertrocknen des erhaltenen Niederschlags hergestellt. Dieser
Niederschlag wird durch Mischen des vorstehend genannten Oxidpulvers
mit Aluminiumoxid und dann Erhitzen des Pulvergemischs für 6 Stunden
bei 700°C
zur Herstellung eines Katalysators verwendet.
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Die
EP-A-0 614 854 beschreibt die Herstellung eines Mischoxids, das
die Oxide von Cer, Zirkonium und Aluminium umfasst, wobei die Sole
der Oxide mit einer 2 M-Ammoniaklösung ausgefällt werden. Nach dem Trocknen
wird der erhaltene Niederschlag kalziniert.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Mischoxidträger, in
dem die Komponentenelemente mit hoher Homogenität dispergiert sind, und insbesondere
einen Mischoxidkatalysator, der Kristallite von Oxiden von Cer und
Zirkonium und Sekundärteilchen
davon enthält,
deren Größen auf
einen vorgegebenen Wert oder weniger vermindert sind, um deren Wärmebeständigkeit
als Mischoxid und Katalysatorträger
zu erhöhen,
sowie einen Mischoxid-enthaltenden Katalysator bereitzustellen,
in dem das Teilchenwachstum eines aktiven katalytischen Metalls
und einer festen Lösung
davon in einem Träger
selbst bei erhöhten
Temperaturen beschränkt
ist, so dass eine hervorragende Wärmebeständigkeit resultiert.
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Wenn
eine basische Lösung
einer Lösung
von Salzen von Komponentenelementen nach und nach zugesetzt wird,
fällt das
Komponentenelement, das bei einem niedrigen pH-Wert einfach auszufällen ist,
wie z. B. Zirkoniumhydroxid, aufgrund der Differenz des pH-Werts,
bei dem die Komponentenelemente ausfallen, als erstes aus, wodurch
koagulierte Körper
gebildet werden, die jeweils aus einem einzelnen Komponentenelement
zusammengesetzt sind, und dann fallen die restlichen Komponenten
aus, so dass andere koagulierte Körper gebildet werden, und folglich
können
gute Dispergiereigenschaften der Komponentenelemente nicht erhalten
werden. Dies führt
selbst nach dem Brennen zu einer unzureichenden Mischungserzeugung
(feste Lösung).
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Zur
Lösung
dieses Problems haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung umfangreiche
Untersuchungen durchgeführt
und als Ergebnis die vorliegende Erfindung gemacht.
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Die
vorstehend genannte Aufgabe wird durch den Mischoxidträger gemäß Anspruch
1 und den Mischoxidkatalysator gemäß Anspruch 14 gelöst. Weiterentwicklungen
der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Der
erfindungsgemäße Mischoxidträger und
der erfindungsgemäße Mischoxidkatalysator
sind jeweils aus einem Mischoxid zusammengesetzt, bei dem Cer, Zirkonium
und Aluminium, die jeweils den Träger definieren, mit extrem
hoher Homogenität
dispergiert sind. Durch diese Struktur wird die Wärmebeständigkeit
des Trägers
verbessert und folglich können
eine Vergrößerung von
Teilchen des Mischoxids, das den Träger definiert, und ein Sintern
angrenzender Teilchen des Mischoxids eingeschränkt werden, wodurch der Katalysator, bei
dem der erfindungsgemäße Mischoxidträger verwendet
wird, eine hervorragende Wärmebeständigkeit
aufweist.
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In
der vorliegenden Erfindung ist der Träger nicht auf einen allgemeinen
Katalysatorträger
beschränkt. Der
Träger
kann so interpretiert werden, dass er allgemeine geformte Körper umfasst.
Beispielsweise kann der erfindungsgemäße Träger auch als Material für Sensoren
und Elektroden, optische Materialien, Halbleitermaterialien und
Strukturmaterialien verwendet werden. Ferner kann der Träger für einen
Dreiwegekatalysator, einen NOx-Katalysator oder
einen Oxidationskatalysator oder als Teil davon, und einen Beschleuniger
verwendet werden.
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Der
erfindungsgemäße Mischoxidträger und
der erfindungsgemäße Mischoxidkatalysator
weisen Eigenschaften auf, die sich aus dem Verfahren zu deren Herstellung
ergeben. Insbesondere sind der erfindungsgemäße Mischoxidträger und
der erfindungsgemäße Mischoxidkatalysator
dadurch gekennzeichnet, dass das Mischoxid durch ein Verfahren hergestellt
wird, das einen Schritt des Bildens einer Vorstufe und einen Schritt des
Brennens umfasst. Der Mischoxid-enthaltende Katalysator wird durch
Herstellen einer Mischung von katalytischen Komponenten gleichzeitig
mit der Bildung der Mischoxidvorstufe in dem Schritt des Bildens
der Mischoxidvorstufe erhalten. Der erfindungsgemäße Mischoxidträger und
der erfindungsgemäße Mischoxidkatalysator
sind dahingehend identisch, dass die Mischoxidvorstufe gebildet
wird.
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Nachstehend
wird zuerst der erfindungsgemäße Mischoxidträger erläutert.
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Zur
Herstellung des erfindungsgemäßen Mischoxidträgers wird
in dem Schritt des Bildens einer Vorstufe eine Lösung von Salzen einer Mehrzahl
von Elementen, einschließlich
Cer, Zirkonium und Aluminium, die das Mischoxid definieren, unter
Verwendung einer Hochgeschwindigkeitsmischvorrichtung zuerst mit
einer alkalischen Lösung
gemischt, um eine Vorstufe eines Oxids zu bilden, das aus der Mehrzahl
von Elementen zusammengesetzt ist. Die Elemente, die den Träger definieren,
können
mindestens eines von Alkalimetallelementen, Erdalkalimetallelementen,
wie z. B. Barium, Übergangsmetallelementen,
wie z. B. Yttrium, Platin, Rhodium, Palladium und Eisen, und Seltenerdmetallelementen,
wie z. B. Lanthan umfassen, die von Cer, Zirkonium und Aluminium
verschieden sind.
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Die Übergangsmetallelemente
sind Metalle der Gruppen 1B, 2B, 3A, 4A, 5A, 6A, 7A und 8 der vierten, fünften und
sechsten Periode des PSE. Die Alkalimetalle und Erdalkalimetalle
sind Elemente der Gruppen 1A und 2A der zweiten bis siebten Periode
des PSE, wie z. B. Lithium, Natrium, Kalium, Beryllium, Magnesium und
Calcium.
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Das
Mischoxid kann Al2O3/(Ce,
Zr)O2, Al2O3/ZrO2, Al2O3/CeO2,
SiO2/(Ce, Zr)O2,
SiO2/TiO2, ZrO2/SiC, Al2O3/Pt, Al2O3/Rh, Al2O3/Pd oder eine Kombination davon sein.
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Um
Cer und Zirkonium mit hoher Homogenität in Aluminiumoxid zu dispergieren,
um dadurch ein Mischoxid zu erhalten, ist es bevorzugt, dass das
Atomverhältnis
von Al : (Ce + Zr) im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 5 liegt. Ein
mehr bevorzugtes Atomverhältnis
liegt im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 2, von 1 : 0,01 bis 1 : 1
und von 1 : 0,05 bis 1 : 2.
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Um
einen Katalysatorträger
zu erhalten, der Edelmetalle sicher trägt, ist es bevorzugt, dass
das Zusammensetzungsverhältnis
von Aluminiumoxid zu Zirkoniumoxid so eingestellt wird, dass das
Atomverhältnis von
Al : Zr im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 5 liegt. Ein mehr bevorzugtes Atomverhältnis von
Al : Zr liegt im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 2, von 1 : 0,02 bis
1 : 1, von 1 : 0,02 bis 1 : 0,5 und von 1 : 0,05 bis 1 : 2. Das
bevorzugte Atomverhältnis
der Gesamtmenge von Aluminium und Zirkonium zu dem der verbleibenden
Zusatzelemente liegt im Bereich von 1 : 0,01 bis 1 : 0,2.
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Um
eine hohe Sauerstoffspeicherkapazität des Mischoxidträgers selbst
nach einem Dauerstandfestigkeitstest bei einer hohen Temperatur
aufrechtzuerhalten, ist es bevorzugt, dass das Zusammensetzungsverhältnis von
Aluminiumoxid, Ceroxid und Zirkoniumoxid so eingestellt wird, dass
das Atomverhältnis
von Al : (Ce + Zr) im Bereich von 1 : 0,2 bis 1 : 2, mehr bevorzugt
im Bereich von 1 : 0,2 bis 1 : 1 liegt, und dass das Zusammensetzungsverhältnis von
Ce : Zr im Bereich von 1 : 5 bis 1 : 0,2, mehr bevorzugt im Bereich
von 1 : 0,8 bis 1 : 1,25 liegt.
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Zum
sicheren Trägern
von Edelmetallen muss kein Ceroxid zugesetzt werden. Wenn jedoch
eine hohe OSC benötigt
wird, muss Ceroxid zugesetzt werden.
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Eine
oder mehrere Arten) von Zusätzen,
die aus Erdalkalimetallen und Seltenerdmetallen ausgewählt sind,
wie z. B. Barium und Lanthan, können
verwendet werden.
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Wenn
die Menge dieser Zusatzelemente zu groß ist, nimmt die Wärmebeständigkeit
ab, so dass dies weniger bevorzugt ist.
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Die
Komponentenelemente, die das erfindungsgemäße Mischoxid definieren, wie
z. B. Cer, Zirkonium und Aluminium, werden in Form von Salzen verwendet.
Eine Mehrzahl von Komponentenelementen wird in einem Lösungsmittel
gelöst,
das deren Salze homogen lösen
kann, um eine Salzlösung
herzustellen. Beispiele für
die Salze der Komponentenelemente umfassen Sulfat, Nitrat, Hydrochlorid
und Acetat. Beispiele für
das Lösungsmittel
zum homogenen Lösen
der Salze der Komponentenelemente umfassen Wasser und Alkohole. Darüber hinaus
kann als Aluminiumnitratmaterial ein Gemisch aus Aluminiumhydroxid,
Salpetersäure
und Wasser verwendet werden.
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Als
alkalische Lösung,
die mit der Lösung
der Salze mit hoher Geschwindigkeit gemischt wird, kann eine Lösung verwendet
werden, welche die Bildung einer Vorstufe ermöglicht, in der die Komponentenelemente
ausreichend in einer festen Phase zusammengesetzt oder gelöst sind,
so dass sie sehr gute Dispergiereigenschaften aufweisen. Beispiele
für solche
alkalischen Lösungen
umfassen eine wässrige
Lösung
und eine alkoholische Lösung,
in der Ammoniak, Ammoniumcarbonat, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid,
Natriumcarbonat oder dergleichen gelöst ist.
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Es
ist bevorzugt, dass der pH-Wert der alkalischen Lösung 9 oder
mehr beträgt,
da die Ausfällungsreaktion
der Vorstufe bei solchen pH-Werten beschleunigt wird.
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Die
Lösung
von Salzen einer Mehrzahl von Komponentenelementen und die alkalische
Lösung,
die so hergestellt worden sind, werden mit einer Hochgeschwindigkeitsmischvorrichtung
mit hoher Geschwindigkeit miteinander gemischt. Dies führt zu einer
Ausfällung
durch den Neutralisationsvorgang der alkalischen Lösung und
die Oxidvorstufe wird gebildet. Mit der Hochgeschwindigkeitsmischvorrichtung
ist eine Vorrichtung gemeint, die es ermöglicht, dass eine Lösung (A),
in der Salze von Komponentenelementen homogen gemischt sind, mit
einer anderen Lösung
(B), in der die gleiche Menge oder mehr bezogen auf die Salze der
Komponentenelemente an basischen Substanzen gelöst ist, in einem bestimmten
konstanten Volumen in einem extrem kurzen Zeitraum (mehrere Sekunden
oder weniger, vorzugsweise eine Sekunde oder weniger) gemischt wird. Diese
Vorrichtung ist nicht auf eine spezifische Vorrichtung beschränkt, mit
der Maßgabe,
dass die Mischzeit kurz ist. Die Lösung der Salze und die alkalische
Lösung
können
vorher erwärmt
oder mit Druck beaufschlagt werden.
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Beispiele
für das
Hochgeschwindigkeitsmischen umfassen: Ein Verfahren, bei dem die
Lösung
(A) in einem Behälter
mit einem vorgegebenen Volumen hergestellt wird, die Lösung (B)
in einem anderen Behälter hergestellt
wird, die Lösung
(B) in die Lösung
(A) gegossen wird, während
die Lösung
(A) intensiv gerührt
wird, und die beiden Lösungen
in einer extrem kurzen Zeit zusammengemischt werden; ein Verfahren,
bei dem die Lösungen
(A) und (B) in umgekehrter Weise gemischt werden; ein Verfahren,
bei dem eine kreisförmige
Platte, die innerhalb eines Gehäuses
mit hoher Geschwindigkeit drehbar ist, und ein Empfangsabschnitt
für eine Mischflüssigkeit
und die resultierende Oxidvorstufe am Boden des Gehäuses bereitgestellt
werden, wie es in der 1 gezeigt
ist, die Lösungen
(A) und (B) gleichzeitig auf die rotierende kreisförmige Platte
gegossen werden, um diese darauf mit hoher Geschwindigkeit durch
die Nutzung der Zentrifugalkraft zu mischen, und ein Produkt am
Boden des Gehäuses
gesammelt wird; und ein Verfahren, bei dem Spiraldrehschaufeln,
die drehbar innerhalb eines zylinderartigen Gehäuses bereitgestellt sind, mit
hoher Geschwindigkeit gedreht werden, wie es in der 2 gezeigt ist, die Lösung (B) in die Lösung (A)
eingebracht wird, diese bei hoher Geschwindigkeit gemischt werden
und eine resultierende Oxidvorstufe von einer Öffnung des zylinderartigen
Gehäuses
entnommen wird.
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Durch
das Mischen bei hoher Geschwindigkeit kann die Differenz bei der
Ausfällungsgeschwindigkeit zwischen
den Vorstufen der verschiedenen Oxide, die sich aus einer geringen
Differenz beim pH-Wert zwischen der Lösung von Salzen der Komponentenelemente
und der alkalischen Lösung
ergeben, beseitigt werden und folglich können eine lösliche Oxidvorstufe und eine
unlösliche
Oxidvorstufe sofort und gleichzeitig ausfallen, wodurch eine Oxidvorstufe
mit einer gewünschten
Zusammensetzung und mit homogenen Dispergiereigenschaften gebildet
werden kann. Da durch das Hochgeschwindigkeitsmischen insbesondere
die Ausfällungsgeschwindigkeit
erhöht
werden kann, kann die Ausfällung
eines spezifischen Oxids vor den anderen Oxiden verhindert werden,
und folglich fallen alle Oxide gleichzeitig aus. Dies führt dazu,
dass alle Oxide homogen als Vorstufe ausfallen und demgemäß können in
der Vorstufe feine Teilchen vorliegen, die mit hoher Homogenität mit einer
gewünschten
Zusammensetzung dispergiert sind, und zwar ungeachtet der Arten
der Komponentenelemente.
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Die
resultierende Oxidvorstufe kann von einer Mutterlösung durch
Dekantieren oder Filtrieren abgetrennt werden und restliche Salze
können
durch Waschen und Reinigen verdünnt
und entfernt werden. Durch Zugeben eines hochmolekularen Koagulationsmittels,
eines oberflächenaktiven
Mittels, eines wasserlöslichen Polymers
oder dergleichen zu dem Flüssigkeitsgemisch
oder der Waschflüssigkeit
in dem Schritt des Abtrennens der Vorstufe kann die Abtrennungseffizienz
verbessert und eine gute Konfiguration der Vorstufe erreicht werden.
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Dekantieren
bedeutet, dass eine überstehende
Flüssigkeit über der
Oxidvorstufe, die am Boden des Gehäuses ausgefallen ist, durch
langsames Abfließenlassen
der überstehenden
Flüssigkeit
und Gewinnen des Niederschlagsrückstands
entfernt wird. Nachstehend ist ein Beispiel für das Dekantieren angegeben. Während 10
Liter der wässrigen
Lösung,
aus der die Mischoxidvorstufe ausgefällt wird, gerührt werden,
wird die Lösung
mit einer anderen wässrigen
Lösung,
in der 0,5 g Ammoniumcarbonat pro Liter entionisiertem Wasser gelöst sind,
auf das Fünffache
verdünnt.
Dann werden 12 Liter einer weiteren wässrigen Lösung zugesetzt, die 0,1% eines
hochmolekularen Koagulationsmittels enthält, und die resultierende Flüssigkeit
wird bei einer Drehzahl von etwa 40 U/min schwach und einheitlich
gerührt.
Als nächstes
wird die Flüssigkeit
etwa 20 min stehen gelassen und ein resultierender Überstand
wird entfernt. Diese Vorgänge
werden noch zweimal wiederholt. Die Menge der wässrigen Lösung des hochmolekularen Koagulationsmittels,
die beim zweiten Mal zugegeben wird, beträgt 4 Liter.
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Ein
weiteres Beispiel für
das Dekantieren ist nachstehend angegeben. Zur Entfernung von Verunreinigungen
wie z. B. Ammoniumnitrat, das in der wässrigen Lösung enthalten ist, aus der
eine Mischoxidvorstufe ausgefällt
wird, die Bariumcarbonat enthält,
wird unter Rühren
der wässrigen
Lösung
die Lösung
mit einer anderen wässrigen
Lösung,
in der 0,5 g Ammoniumcarbonat pro Liter entionisiertem Wasser gelöst sind,
auf das Fünffache
verdünnt.
Als nächstes
wird die resultierende Lösung
etwa 1 Tag stehen gelassen und ein resultierender Überstand
wird entfernt. Diese Vorgänge
werden noch zweimal wiederholt, um die Verunreinigungen (Ammoniumnitrat)
zu entfernen, bis deren Gehalt auf 1% oder weniger abgenommen hat.
Als nächstes
wird die resultierende Lösung
mit einer Filterpresse filtriert, wodurch der Gehalt an Ammoniumnitrat
in dem Presskuchen auf etwa 0,1% abnimmt. Die wässrige Ammoniumcarbonatlösung, die
zum Dekantieren verwendet wird, dient zur Verhinderung einer erneuten
Lösung
von ausgefälltem
Bariumcarbonat. Wenn kein lösliches Element
wie Barium zugesetzt wird, ist es nicht erforderlich, Ammoniumcarbonat
zuzusetzen. Das Dekantierverfahren ist nicht auf diese Verfahren
beschränkt.
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Durch
die Entfernung von Verunreinigungen aus der Oxidvorstufe kann die
Herstellung eines Gemischs oder einer festen Lösung der Komponentenelemente
in dem Schritt des Brennens der Mischoxidvorstufe beschleunigt werden
und die Menge an NOx, die in dem Schritt
des Brennens erzeugt wird, kann vermindert werden. Durch Zugeben
eines hochmolekularen Koagulationsmittels, eines oberflächenaktiven
Mittels, eines wasserlöslichen
Polymers oder einer Wasserstoffperoxidlösung können sowohl die Dekantiereffizienz
als auch die Filtriereigenschaften verbessert werden, das Volumen
der Mikroporen des gebrannten Oxidträgers kann erhöht werden
und die Herstellung einer Mischung der Komponentenelemente kann
beschleunigt werden.
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Insbesondere
werden durch das hochmolekulare Koagulationsmittel feine Teilchen
der ausgefällten Mischoxidvorstufe
auf normalen kettenförmigen
Polymeren absorbiert, die jeweils ein Molekulargewicht von mehreren
zehntausend aufweisen und das hochmolekulare Koagulationsmittel
definieren, so dass koagulierte Körper gebildet werden, die jeweils
eine Größe von etwa
mehreren mm bis etwa 1 cm aufweisen, und die als Flocken bezeichnet
werden. Dies führt
zu einer erhöhten
Ausfällgeschwindigkeit
der Mischoxidvorstufe beim Dekantieren und zu einer Verbesserung
der Wascheffizienz. Da ferner die Vorstufe koagulierte Körper definiert,
wird der nachfolgende Schritt des Filtrierens vereinfacht. Darüber hinaus
kann die Filtrierzeit durch die Durchführung des Filterpressens oder
Bandpressens mit hoher Geschwindigkeit unter Verwendung eines Filtergewebes
mit großer
Maschenweite verkürzt
werden.
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Das
hochmolekulare Koagulationsmittel, das oberflächenaktive Mittel und das wasserlösliche Polymer sind
jeweils nicht auf eine spezielle Art beschränkt. Es kann ein kationisches,
anionisches oder nichtionisches Polymer verwendet werden. Wenn jedoch
Natrium, Schwefel, Chlor oder dergleichen in dem Katalysator verbleiben,
kann die katalytische Aktivität
verschlechtert werden. Daher ist es bevorzugt, möglichst ein nichtionisches
Polymer zu verwenden.
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Beispiele
für das
hochmolekulare Koagulationsmittel umfassen ein käufliches Koagulationsmittel,
Beispiele für
das oberflächenaktive
Mittel umfassen einen Polyoxyethylenalkylether, und Beispiele für das wasserlösliche Polymer
umfassen ein Cellulosepolymer und einen Polyvinylalkohol.
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Durch
Zugeben von mindestens einem eines hochmolekularen Koagulationsmittels,
eines oberflächenaktiven
Mittels, eines wasserlöslichen
Polymers und eines Kohlenstoffpulvers können in dem Mischoxid nach
dem Brennen Poren gebildet werden. Das Porenvolumen hängt von
der Art und Menge des Polymers ab, ist jedoch nicht speziell beschränkt. Wenn
ferner eine Wasserstoffperoxidlösung
zugegeben wird, kann die Herstellung einer Mischung (einer festen
Lösung)
von Komponentenelementen beschleunigt werden.
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Der
abgetrennte und gereinigte Niederschlag wird getrocknet und gebrannt.
Das Trocknungsverfahren ist nicht speziell beschränkt. Es
kann ein Sprühtrocknen,
ein Luftstromtrocknen, ein Vakuumtrocknen oder dergleichen durchgeführt werden.
Wenn das hochmolekulare Koagulationsmittel, das wasserlösliche Polymer oder
das oberflächenaktive
Mittel, die zum Waschen verwendet werden, in dem Schritt des Brennens
verbleiben, dient dies in dem Schritt des Brennens zur Bildung von
Mikroporen in dem resultierenden Oxid, um die katalytischen Eigenschaften
zu verbessern. Ferner kann mit dem resultierenden Niederschlag vor
dem Brennen ein Pulver aus Teilchen wie z. B. ein Kohlenstoffpulver
gemischt werden.
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Gewöhnlich ist
es bevorzugt, das Brennen an der Luft bei 600°C oder mehr für 1 Stunde
oder mehr durchzuführen.
Vor dem Brennen an der Luft kann in einem Strom eines Inertgases
wie z. B. Stickstoffgas eine Kalzinierung durchgeführt werden.
Aufgrund des Brennens wird die Oxidvorstufe unter Bildung eines
Mischoxids oxidiert. Das Brennen kann in einer reduzierenden Atmosphäre bei 500°C oder mehr,
vorzugsweise bei 900°C
oder mehr durchgeführt
werden.
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Das
resultierende gebrannte Mischoxid kann durch Pulverisieren oder
ein anderes Verfahren in feine Teilchen umgewandelt werden. Folglich
kann ein Mischoxidpulver, bei dem die Komponentenelemente mit hoher
Homogenität
dispergiert sind, einfach erhalten werden.
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Das
erhaltene Mischoxid behält
einen annähernd
homogenen Dispergierzustand aufgrund der festen Lösung oder
dergleichen der Komponentenelemente bei. Der bevorzugte Durchmesser
der Ceroxid-Zirkoniumoxid-Kristallite, die das Mischoxid definieren,
beträgt
5 nm oder weniger. Ferner ist es bevorzugt, dass bei dem Mischoxid
der Durchmesser der Ceroxid-Zirkoniumoxid-Kristallite 10 nm oder
weniger beträgt,
und 60% oder mehr des Cers und Zirkoniums, die in dem Mischoxid
enthalten sind, selbst nach der Behandlung an der Luft für 5 Stunden
bei 1000°C
als Sekundärteilchen
mit 20 nm oder weniger dispergiert sind.
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In
diesem Fall wird der Durchmesser der Ceroxid-Zirkoniumoxid-Kristallite
und -Teilchen durch den Abstand zwischen Aluminiumoxidteilchen oder
-atomen, die zwischen Ceroxid-Zirkoniumoxid-Kristalliten
und -Teilchen vorliegen und darin dispergiert sind, oder durch den
Abstand zwischen Ceroxid-Zirkoniumoxid-Kristalliten -Teilchen oder
-Atomen, die zwischen Aluminiumoxidteilchen und -kristalliten vorliegen,
und darin dispergierten Ceroxid-Zirkoniumoxid-Kristalliten,
-Teilchen und -Atomen angegeben.
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Wenn
der Kristallitdurchmesser und Teilchendurchmesser in dem Mischoxid
größer als
30 nm wird, nimmt das Zusammensetzungsverhältnis von Ceroxid und Zirkoniumoxid,
die als Mischoxidträgerkatalysator wirken,
ab, und folglich nehmen die Aktivierung der Edelmetalle sowie die
OSC des Katalysators ab, was in ungünstiger Weise das Leistungsvermögen des
Dreiwegekatalysators in einer wechselnden Atmosphäre vermindert.
Wenn ferner die Erzeugung eines Gemischs (einer festen Lösung) von
Ceroxid und Zirkoniumoxid unzureichend ist, nehmen sowohl die OSC
als auch das Reduktionsleistungsvermögen in ungünstiger Weise ab. Darüber hinaus
wird in ungünstiger
Weise auch eine Verschlechterung (Koagulation und feste Lösung in
dem Träger)
des aktiven katalytischen Metalls (Platin, Palladium, Rhodium) beschleunigt.
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Durch
die Herstellung einer Aufschlämmung
des Mischoxids und das Pulverisieren mit einer Pulverisiereinrichtung,
wie z. B. einer Reibmühle
oder einer Kugelmühle,
kann der Durchmesser der. Sekundärteilchen
dieses Mischoxids auf durchschnittlich 3 μm oder weniger vermindert werden.
Durch Beschichten eines Wabensubstrats oder dergleichen mit dieser
Mischoxidaufschlämmung
kann ein resultierender Träger
für einen
Dreiwegekatalysator zu Verringerung der Abgase von Automobilen oder
dergleichen verwendet werden.
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Das
erfindungsgemäße Mischoxid
kann ferner Edelmetalle mit katalytischer Aktivität tragen,
wie z. B. mindestens eines von Platin, Palladium und Rhodium, um
einen Katalysator zu bilden. Ein Monolithsubstrat aus Cordierit
oder Metall wird mit einem Mischoxid beschichtet, das solche Edelmetalle
trägt,
oder das Mischoxid wird zuerst auf einem Monolithsubstrat geträgert und
dann werden die Edelmetallelemente darauf geträgert, um dadurch einen Dreiwegekatalysator
zur Verringerung von Abgasen zu schaffen. Der resultierende Edelmetallkatalysator,
der auf diesem Mischoxidträger
geträgert
ist, weist eine hervorragende Wärmebeständigkeit,
Schwefelvergiftungsbeständigkeit
und Phosphorvergiftungsbeständigkeit
auf.
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Der
erfindungsgemäße Mischoxid-enthaltende
Katalysator weist eine Struktur auf, bei der Edelmetallelemente
im Vorhinein in das vorstehend genannte Mischoxid eingemischt und
darin dispergiert sind. Die Edelmetallelemente werden in Form von
Salzen in der Salzlösung
gelöst,
bei der es sich um die Mischoxidvorstufe handelt. Durch Mischen
dieser Salzlösung
und einer alkalischen Lösung
mit dem Hochgeschwindigkeitsmischverfahren und der entsprechenden
Vorrichtung kann die Vorstufe erhalten werden, welche die Edelmetallelemente
und eine Mehrzahl von Elementen enthält, die das Mischoxid definieren.
Durch Brennen der erhaltenen Oxidvorstufe kann ein Mischoxidkatalysator
erhalten werden, in den Edelmetalle eingemischt sind.
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Es
ist bevorzugt, dass das Edelmetallelement mindestens eines von Platin,
Palladium und Rhodium ist.
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Der
erfindungsgemäße Mischoxid-enthaltende
Katalysator weist eine Struktur auf, bei der das Oxid, das Aluminium,
Cer und Zirkonium enthält,
und Edelmetallelemente zusammengemischt und homogen dispergiert
sind. Durch diese Struktur werden die Eigenschaften der Edelmetalle
effektiv erreicht und sowohl die Stabilität der Edelmetalle als auch
die Dispergiereigenschaften der Komponentenelemente verstärkt. Demgemäß wird die
OSC im einem Fall, bei dem Cer und Zirkonium enthalten sind, bei
einer Bewertungstemperatur von 300°C verglichen mit der OSC eines
herkömmlichen
Katalysators um etwa das Zweifache oder mehr verbessert.
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Da
die Edelmetalle in dem Mischoxid als feine Teilchen homogen dispergiert
sind, koagulieren sie kaum und folglich zeigt der resultierende
erfindungsgemäße Mischoxidkatalysator
eine hervorragende Wärmebeständigkeit,
bewahrt die Edelmetalle in stabiler Weise, erreicht eine hohe OSC
und eine hohe Umwandlungsrate von HC, CO und NOx und
zeigt eine hervorragende Schwefelvergiftungsbeständigkeit und Phosphorvergiftungsbeständigkeit.
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Die
Menge der Edelmetalle als Katalysator ist nicht speziell beschränkt, mit
der Maßgabe,
dass eine normale katalytische Aktivität vorliegt. Beispielsweise
können
etwa 0,05 bis 20 g (0,02 bis 10 Gew.-% in Pulverform) pro Liter
des Monolithkatalysators verwendet werden.
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Der
erfindungsgemäße Mischoxid-enthaltende
Katalysator kann ferner einen Stabilisator enthalten, der aus einem
Erdalkalimetall, einem Alkalimetall, einem Übergangsmetall, einem Seltenerdmetall
oder dergleichen zusammengesetzt ist, wie z. B. Barium (Ba), Eisen
(Fe), Lanthan (La) oder dergleichen.
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Der
erfindungsgemäße Mischoxid-enthaltende
Katalysator kann in einer Kombination mit einem herkömmlichen
Katalysator oder Katalysatorträger
verwendet werden (es können
die Pulver zusammengemischt werden oder ein Teil der Edelmetalle
kann später
durch Tränken
eingebracht werden).
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Alternativ
kann ein Verfahren eingesetzt werden, bei dem eine Oxidvorstufe
unter Verwendung einer Salzlösung
eines Mischoxids mit hoher Konzentration und einer alkalischen Lösung mit
hoher Konzentration gebrannt wird, und bei dem die Oxidvorstufe
direkt gebrannt wird. Durch dieses Verfahren werden die folgenden
Effekte erreicht. (1) Es ist keine Abwasserbehandlung erforderlich.
(2) Während
des Brennens werden Verunreinigungen innerhalb der Vorstufe zersetzt
und abgetrennt. Folglich kann das resultierende Mischoxid einfach
pulverisiert werden. (3) Es kann ein Mischoxid mit feinen Kristallen
mit einem kleinen Durchmesser und mit feinen Teilchen mit kleinem
Durchmesser synthetisiert werden, da die hohe Viskosität der Vorstufen
die Brown'sche Bewegung
unterdrückt,
wobei durch die Verunreinigungen, die in einer hohen Konzentration
in dem feinen Niederschlag in der Vorstufe adsorbiert sind, die
Vorstufe unter Unterdrückung
eines Keimwachstums oxidiert wird.
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Als
hohe Konzentration kann eine Konzentration eingesetzt werden, bei
welcher der stabile Zustand der Salzlösung und der alkalischen Lösung beibehalten
wird. Alternativ kann die Löslichkeit
durch die Anwendung von Wärme
oder Druck erhöht
werden.
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Andere
Aufgaben, Merkmale und Eigenschaften der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und den beigefügten Patentansprüchen unter
Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen, die alle einen Teil dieser Beschreibung bilden.
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1 ist ein schematisches
Diagramm einer Vorrichtung, mit der ein Hochgeschwindigkeitsmischen auf
einer rotierenden Platte unter Verwendung der Zentrifugalkraft durchgeführt wird,
und
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2 ist ein schematisches
Diagramm einer Vorrichtung, mit der ein Hochgeschwindigkeitsmischen mit
Drehschaufeln durchgeführt
wird.
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Nachstehend
wird die vorliegende Erfindung auf der Basis mehrerer Ausführungsformen
erläutert.
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Ausführungsform 1
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Eine
wässrige
Lösung
(Flüssigkeit
A), in der 2,35 mol Aluminiumnitrat-nonahydrat, 0,25 mol Zirkonylnitrat-dihydrat,
0,25 mol Cer(III)-nitrat, 0,05 mol Bariumnitrat und 5768 ml entionisiertes
Wasser gemischt und gelöst
sind, und eine weitere wässrige
Lösung
(Flüssigkeit
B), in der 8,312 mol Ammoniakwasser, 0,075 mol Ammoniumcarbonat
und 2400 ml entionisiertes Wasser gemischt und gelöst sind,
wurden hergestellt. Als nächstes
wurde unter Verwendung einer in der 1 gezeigten
Hochgeschwindigkeitsmischvorrichtung eine kreisförmige Platte mit einer Drehzahl
von etwa 5000 U/min gedreht und die Flüssigkeiten (A) und (B) wurden gleichzeitig
mit einer Geschwindigkeit auf die kreisförmige Platte gegossen, so dass
diese Flüssigkeiten
innerhalb einer Sekunde homogen gemischt wurden.
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Die
Mischflüssigkeit
und die ausgefallene Oxidvorstufe trafen aufgrund der Zentrifugalkraft
auf den Wänden
eines Gehäuses
auf und flossen nach unten, wo sie gesammelt wurden. Dann wurde
durch Dekantieren eine überstehende
Flüssigkeit
von dem Gemisch der Mischflüssigkeit
und der ausgefallenen Mischoxidvorstufe entfernt, und ferner wurde
wiederholt eine Waschflüssigkeit
zugesetzt, um die Mischoxidvorstufe zu waschen, bis die Menge des
in der Waschflüssigkeit
enthaltenen Ammoniumnitrats auf ein Zehntel oder weniger abgenommen
hatte.
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Das
Dekantierverfahren ist nicht speziell beschränkt. Zur Entfernung von Verunreinigungen,
wie z. B. Ammoniumnitrat, von der Mischflüssigkeit, aus welcher die Mischoxidvorstufe
ausgefällt
wird, wurde diese mit einer wässrigen
Lösung,
in der 0,5 g Ammoniumcarbonat pro Liter entionisiertem Wasser gelöst waren,
unter Rühren
auf das Fünffache
verdünnt.
Dann wurde die verdünnte
Mischlösung
1 Tag stehen gelassen und die überstehende
Flüssigkeit wurde
entfernt, bis die Menge an Verunreinigungen (Ammoniumnitrat) auf
10% oder weniger abgenommen hatte.
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Als
nächstes
wurde die resultierende Mischflüssigkeit
mit einer Filterpresse filtriert, bis die in dem resultierenden
Filterkuchen enthaltene Ammoniumnitratmenge auf etwa 1% abgenommen
hatte.
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Die
wässrige
Ammoniumcarbonatlösung
dient zur Verhinderung eines erneuten Lösens von ausgefälltem Bariumcarbonat.
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Die
so erhaltene Mischoxidvorstufe wurde etwa 20 Stunden bei 105°C getrocknet
und 1 Stunde bei 650°C
gebrannt. Klumpen der gebrannten Vorstufe wurden mit einer Kugelmühle pulverisiert,
um ein pulverförmiges
Mischoxid zu erhalten, in dem die gewünschten Komponentenelemente
mit hoher Homogenität
dispergiert sind.
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100
Gewichtsteile des pulverförmigen
Mischoxids wurden mit 100 Gewichtsteilen Wasser, 20 Gewichtsteilen
Aluminiumnitrat-nonahydrat und 5 Gewichtsteilen Böhmit gemischt
und etwa 2 Stunden mit einer Reibmühle gerührt, um eine Aufschlämmung für einen
Mischoxidträger
zu erhalten. Ein Cordierit-Monolithsubstrat mit 400 Zellen/2,54
cm wurde mit dieser Aufschlämmung
beschichtet, um einen Mischoxidträger zum Trägern von katalytischen Metallen
zu erhalten, der mit 200 g des Mischoxids pro Liter des Katalysatorvolumens beschichtet
worden ist.
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Die
Reibmühle
ist aus einem Gehäuse
aus Zirkoniumoxid, das ein Innenvolumen von 6 Liter aufweist, und
6 kg Zirkoniumoxidkugeln aufgebaut, die jeweils einen Durchmesser
von 5 mm aufweisen und in das Gehäuse eingefüllt sind. 2 kg eines Rohmaterials
für eine
Mischoxidträgeraufschlämmung wurden
in das so aufgebaute Gehäuse
eingebracht und Drehschaufeln aus Zirkoniumoxid wurden darin mit
einer Drehzahl von 150 U/min gedreht, wodurch der Mischoxidträger pulverisiert
und innerhalb der Aufschlämmung
gemischt wurde, bis der Teilchendurchmesser der Sekundärteilchen
des Mischoxidträgerpulvers
für einen
Katalysatorträger
auf durchschnittlich 3 μm
oder weniger abgenommen hatte.
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In
der vorliegenden Ausführungsform
wurde die so aufgebaute Reibmühle
verwendet. Alternativ kann zum Pulverisieren und Mischen eine gewöhnlich verwendete
Kugelmühle
eingesetzt werden. Das Pulverisier- und Mischverfahren ist nicht
speziell beschränkt.
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Der
so behandelte Mischoxidträger
wurde in eine wässrige
Lösung
von Platinnitrat eingetaucht, so dass 1,5 g Platin pro Liter des
Katalysatorvolumens absorbiert und geträgert wurden. Der Mischoxidträger, auf dem
Platin geträgert
ist, wurde getrocknet, 1 Stunde bei 250°C gebrannt und in eine wässrige Lösung von
Rhodiumnitrat eingetaucht, so dass 0,3 g Rhodium pro Liter des Katalysatorvolumens
absorbiert und geträgert
wurden. Als nächstes
wurde der Mischoxidträger,
auf dem Platin und Rhodium geträgert
sind, getrocknet, 1 Stunde bei 250°C getrocknet und gebrannt, um
einen Katalysator mit geträgertem
Edelmetall herzustellen.
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Der
so erhaltene Katalysator wurde 5 Stunden bei 1000°C in einem
Luftstrom einem Dauerstandfestigkeits-Modelltest unterworfen. Dann
wurden die Eigenschaften des Katalysators analysiert.
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Als
Ergebnis einer Röntgenbeugungsanalyse
wurde gefunden, dass Ceroxid und Zirkoniumoxid, die in dem Katalysator
nach dem Dauerstandfestigkeitstest enthalten waren, homogen in einer
Festphase in dem Mischoxid gelöst
waren. Der Durchmesser jedes Kristallits betrug 4,6 nm. Sekundärteilchen,
die jeweils einen Teilchendurchmesser von 5 bis 10 nm aufwiesen,
waren als Hauptkomponente homogen in einem resultierenden Aluminiumoxidträger dispergiert.
Es wurde keine Beugungslinie festgestellt, die auf Barium zurückzuführen war.
Dies kann darauf zurückzuführen sein,
dass Barium in einer Festphase in dem Mischoxid aus Aluminiumoxid,
Ceroxid und Zirkoniumoxid gelöst
war. Durch die feste Lösung
des Bariums wird die Wärmebeständigkeit
des Trägers
erhöht
und eine hohe spezifische Oberfläche
wird beibehalten.
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Die
Sauerstoffspeicherkapazität
(OSC) dieses Katalysators bei 300°C,
500°C und
700°C betrug
0,08, 0,11 bzw. 0,12 mol Sauerstoffgas (O2)
pro Mol Ceroxid. Die spezifische Oberfläche dieses Mischoxids lag im Bereich
von 70 bis 80 m2/g.
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Ausführungsform 2
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Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 1 hergestellt, jedoch
wurden 0,05 mol Bariumnitrat, bei dem es sich um eines der Komponentenelemente
der Flüssigkeit
A von Ausführungsform
1 handelt, durch 0,05 mol Lanthannitrat-hexahydrat ersetzt, und
eine wässrige
Lösung,
in der 8,885 mol Ammoniakwasser und 2400 ml entionisiertes Wasser
gemischt waren, wurde als Flüssigkeit
B verwendet, und entionisiertes Wasser wurde als Waschflüssigkeit
verwendet. Anschließend
wurde die Dauerstandfestigkeit bewertet. Die Eigenschaften dieses
Katalysators sind ebenfalls in der Tabelle 1 gezeigt.
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Ausführungsform 3
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Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 2 hergestellt, jedoch
wurde Lanthannitrat-hexahydrat, bei dem es sich um eines der Komponentenelemente
der Flüssigkeit
A von Ausführungsform
2 handelt, nicht verwendet. Der so hergestellte Katalysator wurde
wie in der Ausführungsform
2 bewertet. Die Eigenschaften dieses Katalysators sind ebenfalls
in der Tabelle 1 gezeigt.
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Ausführungsform 4
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Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 1 hergestellt, jedoch
wurde eine wässrige
Lösung
(Flüssigkeit
A), in der 2,35 mol Aluminiumnitrat-nonahydrat, 0,3 mol Zirkonylnitrat-dihydrat,
0,3 mol Cer(III)-nitrat, 0,05 mol Bariumnitrat und 5768 ml entionisiertes
Wasser gemischt sind, und eine weitere wässrige Lösung (Flüssigkeit B) hergestellt, in
der 8,99 mol Ammoniakwasser, 0,075 mol Ammoniumcarbonat und 2400
ml entionisiertes Wasser gemischt sind. Die Dauerstandfestigkeit
des so hergestellten Katalysators wurde bewertet. Die Eigenschaften
dieses Katalysators sind ebenfalls in der Tabelle 1 gezeigt.
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Ausführungsform 5
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Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 1 hergestellt, jedoch
wurde eine wässrige
Lösung
(Flüssigkeit
A), in der 2,354 mol Aluminiumnitrat-nonahydrat, 0,35 mol Zirkonylnitrat-dihydrat,
0,35 mol Cer(III)-nitrat, 0,05 mol Bariumnitrat und 5768 ml entionisiertes
Wasser gemischt sind, und eine weitere wässrige Lösung (Flüssigkeit B) hergestellt, in
der 89,25 mol Ammoniakwasser, 0,075 mol Ammoniumcarbonat und 2400
ml entionisiertes Wasser gemischt sind. Die Dauerstandfestigkeit
des so hergestellten Katalysators wurde bewertet. Die Eigenschaften
dieses Katalysators sind ebenfalls in der Tabelle 1 gezeigt.
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Ausführungsform 6
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Ein
Katalysatorträger,
der mit 150 g des in der Ausführungsform
1 erhaltenen Mischoxids pro Liter des Katalysatorvolumens beschichtet
war, wurde hergestellt. Der so hergestellte Katalysatorträger wurde
in eine wässrige
Lösung
von Platinnitrat eingetaucht, so dass 1,5 g Platin pro Liter des
Katalysatorvolumens adsorbiert und geträgert wurden, getrocknet und
1 Stunde bei 500°C
gebrannt.
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Anschließend wurde
der Katalysatorträger,
auf dem Platin geträgert
ist, in einer Menge von 65 g pro Liter des Katalysatorvolumens mit
einem Mischoxid beschichtet, das mit dem Verfahren von Ausführungsform 1
erhalten worden ist, wobei jedoch kein Cer(III)-nitrat zugesetzt
worden ist. Als nächstes
wurde der so beschichtete Katalysatorträger in eine wässrige Lösung von
Rhodiumnitrat eingetaucht, so dass 0,3 g Rhodium pro Liter des Katalysatorvolumens
adsorbiert und geträgert
wurden, getrocknet und 1 Stunde bei 250°C gebrannt. Auf diese Weise
wurde ein Doppelschicht-beschichteter und Edelmetall-tragender Katalysator
erhalten. Die Eigenschaften dieses Katalysators sind ebenfalls in
der Tabelle 1 gezeigt.
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Ausführungsform 7
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Ein
Mischoxidpulver wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 2 hergestellt, jedoch
wurde die Flüssigkeit
A aus einem Gemisch von 0,5 mol Aluminiumnitrat-nonahydrat, 0,25
mol Zirkonylnitrat-dihydrat, 0,25 mol Cer(III)-nitrat, 0,02 mol
Lanthannitrat und 2 Liter entionisiertem Wasser hergestellt. 100
Teile des so gebildeten Mischoxidpulvers wurden mit 50 Teilen eines
käuflichen
wärmebeständigen aktiven
Aluminiumoxids gemischt, um ein Mischoxid herzustellen. Anschließend wurde
ein Katalysatorträger,
der eine Beschichtungsschicht aus 150 g des so erhaltenen Mischoxids
pro Liter des Katalysatorvolumens aufwies, hergestellt und in eine
wässrige
Lösung
von Platinnitrat eingetaucht, so dass 1,5 g Platin pro Liter des
Katalysatorvolumens adsorbiert und geträgert wurden. Dann wurde der
Katalysatorträger,
auf dem Platin geträgert
ist, nach dem Trocknen 1 Stunde bei 500°C gebrannt.
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Als
nächstes
wurde der so gebrannte Katalysatorträger in einer Menge von 65 g
pro Liter des Katalysatorvolumens mit einem Mischoxid beschichtet,
das mit dem Verfahren von Ausführungsform
2 erhalten worden ist, wobei jedoch kein Cer(III)-nitrat und kein
Lanthannitrat zugesetzt worden sind. Der so beschichtete Katalysatorträger wurde
in eine wässrige
Lösung
von Rhodiumnitrat eingetaucht, so dass 0,3 g Rhodium pro Liter des
Katalysatorvolumens adsorbiert und geträgert wurden, getrocknet und
1 Stunde bei 250°C
gebrannt. Auf diese Weise wurde ein Doppelschicht-beschichteter
und Edelmetall-tragender Katalysator erhalten. Die Eigenschaften
dieses Katalysators sind ebenfalls in der Tabelle 1 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 1
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Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren von Ausführungsform 1 hergestellt, jedoch
wurden die Flüssigkeiten
(A) und (B) langsam (etwa während
einer Minute) ohne die Verwendung des Hochgeschwindigkeitsmischverfahrens
bzw. der entsprechenden Vorrichtung zugegeben, während der pH-Wert gemessen
wurde. Die Eigenschaften dieses Katalysators sind ebenfalls in der
Tabelle 1 gezeigt.
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Bewertung der katalytischen
Eigenschaften
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Die
Katalysatoren, die jeweils ein Katalysatorvolumen von 1,7 Liter
aufwiesen und die in den Ausführungsformen
1 bis 7 hergestellt worden sind, wurden jeweils in ein Abgasrohr
eines Automobils eingebaut, das einen Benzinmotor mit einem Zylindervolumen
von 2 Liter aufwies, und ein beschleunigter Dauerstandfestigkeitstest
wurde bei etwa 980°C
200 Stunden lang durchgeführt,
wobei es sich um die maximale Katalysatorbetttemperatur handelt,
wodurch ein Test gemäß europäischen Vorschriften
simuliert wurde. Als nächstes
wurde eine Analyse der Abgase, die während der Simulation des Tests
gemäß europäischer Vorschriften
abgegeben wurden, sowohl stromaufwärts als auch stromabwärts von
jedem Katalysator durchgeführt,
und die durchschnittlichen Reinigungsverhältnisse der Komponenten der
Abgase (NOx, HC, CO) wurden gemessen. Als
Ergebnis wurde erhalten, dass die durchschnittlichen Reinigungsverhältnisse
der Katalysatoren einen hohen Wert von 95, 94, 96, 96, 97, 98 und
98% in der Reihenfolge von der Ausführungsform 1 bis zur Ausführungsform
7 aufwiesen.
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Entsprechend
wurde auch das durchschnittliche Reinigungsverhältnis des Katalysators des
Vergleichsbeispiels 1 gemessen. Als Ergebnis wurde erhalten, dass
das Vergleichsbeispiel 1 verglichen mit den Katalysatoren der vorliegenden
Ausführungsformen
ein niedriges durchschnittliches Verhältnis von 83% aufwies.
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Ausführungsform 8
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Mischschritt
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Die
Flüssigkeiten
A und B, die jeweils mit den Flüssigkeiten
A und B der Ausführungsform
1 identisch waren, wurden innerhalb von zwei Sekunden durch ein
Hochgeschwindigkeitsrühren
wie in der Ausführungsform
1 homogen gemischt, um eine Mischoxidvorstufe auszufällen.
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Abtrennungsschritt
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Es
wurde der folgende Dekantierschritt durchgeführt. Während des Rührens einer Mischflüssigkeit, welche
die vorstehend genannte Vorstufe enthielt, wurde der Mischflüssigkeit
eine wässrige
Lösung
zugesetzt, bei der 0,5 g Ammoniumcarbonat pro Liter entionisiertem
Wasser gelöst
waren, so dass die resultierende Flüssigkeit auf das Fünffache
verdünnt
war. 12 Liter einer wässrigen
Lösung,
die 0,1% eines hochmolekularen Koagulationsmittels (Flockungsmittel)
enthielt (von Sanyo Chemical Industries, Ltd., hergestellt, Handelsname: Sanfloc),
wurden der resultierenden verdünnten
Flüssigkeit
zugesetzt. Die verdünnte
Flüssigkeit
wurde einheitlich und schwach bei einer Drehzahl von etwa 40 U/min
gerührt
und etwa 20 min stehen gelassen. Als nächstes wurde der Überstand
entfernt. Diese Schritte wurden mehrmals wiederholt, wodurch die
Menge der Verunreinigungen (Ammoniumnitrat) innerhalb der verdünnten Flüssigkeit
auf 10% oder weniger vermindert wurde.
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Anschließend wurde
eine wässrige
Lösung
eines hochmolekularen Koagulationsmittels (von Sanyo Chemical Industries,
Ltd., hergestellt, Handelsname: Sanfloc) und eines oberflächenaktiven
Mittels (Polyoxyethylenalkylether) jeweils in einer Menge von etwa
2 (feste Komponente) des Gewichts des gebrannten Oxids zugesetzt
und mit einer Filterpresse wurde eine Filtration durchgeführt.
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Die
wässrige
Ammoniumcarbonatlösung,
die während
des Dekantierens zugegeben wird, dient dazu, das erneute Lösen von
ausgefallenem Bariumcarbonat zu verhindern.
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Brennschritt
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Die
so hergestellte Mischoxidvorstufe wurde etwa 20 Stunden bei 105°C getrocknet,
in einem Stickstoffgastrom 1 Stunde bei 650°C und an der Luft 1 Stunde bei
650°C gebrannt.
Die so gebrannte Vorstufe wurde mit einer Kugelmühle auf 100 Mesh oder weniger
pulverisiert, um ein pulverförmiges
Mischoxid zu erhalten.
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Das
pulverförmige
Mischoxid wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 1 der Reibmühlenbehandlung
unterworfen, bis der durchschnittliche Teilchendurchmesser der Sekundärteilchen
des pulverförmigen
Mischoxids auf 3 μm
oder weniger vermindert war.
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Ein
Cordierit-Monolithsubstrat mit 400 Zellen/2,54 cm wurde mit der
resultierenden Aufschlämmung des
Mischoxids beschichtet, um einen Katalysatorträger zu erhalten, der mit 200
g des Mischoxidträgers
pro Liter des Katalysatorvolumens beschichtet worden ist.
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Der
so behandelte Katalysatorträger
wurde in eine wässrige
Lösung
von Platinnitrat eingetaucht, so dass 1,5 g Platin pro Liter des
Katalysatorvolumens adsorbiert und geträgert wurden. Dann wurde der
Katalysatorträger,
auf dem Platin geträgert
ist, getrocknet, 1 Stunde bei 250°C
gebrannt, und in eine wässrige
Lösung von
Rhodiumnitrat eingetaucht, so dass 0,3 g Rhodium pro Liter des Katalysatorvolumens
adsorbiert und geträgert
wurden. Als nächstes
wurde der Katalysatorträger,
auf dem Platin und Rhodium geträgert
sind, getrocknet und 1 Stunde bei 250°C gebrannt, um einen Edelmetall-tragenden
Katalysator zu erhalten.
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Der
so erhaltene Katalysator wurde 5 Stunden bei 1000°C in einem
Luftstrom einem Dauerstandfestigkeits-Modelltest unterworfen. Dann
wurden die Eigenschaften des Katalysators analysiert.
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Als
Ergebnis einer Röntgenbeugungsanalyse
wurde gefunden, dass Ceroxid und Zirkoniumoxid, die in dem Katalysator
nach dem Dauerstandfestigkeitstest enthalten waren, homogen in einer
Festphase in feinen Aluminiumoxidporen dispergiert waren. Der Durchmesser
jedes Kristallits betrug 4,6 nm. Sekundärteilchen, die jeweils einen
Teilchendurchmesser von 5 bis 10 nm aufwiesen, waren als Hauptkomponente
homogen in einem resultierenden Aluminiumoxidträger dispergiert. Es wurde keine
Beugungslinie festgestellt, die auf Barium zurückzuführen war.
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Die
Sauerstoffspeicherkapazität
(OSC) dieses Katalysators bei 300°C,
500°C und
700°C betrug
0,085, 0,113 bzw. 0,121 mol Sauerstoffgas (O2)
pro Mol Ceroxid. Die spezifische Oberfläche des Mischoxids, das den Träger definiert,
lag im Bereich von 73 bis 85 m2/g.
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Ausführungsform 9
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Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren von Ausführungsform 8 hergestellt, jedoch
wurde kein Trennschritt einbezogen und der Trocknungsschritt wurde
bei 200°C
durchgeführt.
Die Eigenschaften dieses Katalysators sind ebenfalls in der Tabelle
2 gezeigt.
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Bewertung der katalytischen
Eigenschaften
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Die
Katalysatoren, die aus den Trägern
der Ausführungsformen
8 und 9 zusammengesetzt waren, die katalytische Metalle trugen und
jeweils ein Katalysatorvolumen von 1,7 Liter aufwiesen, wurden jeweils
in ein Abgasrohr eines Automobils eingebaut, das einen Benzinmotor
mit einem Zylindervolumen von 2 Liter aufwies, und ein beschleunigter
Dauerstandfestigkeitstest wurde bei etwa 980°C 200 Stunden lang durchgeführt, wobei es
sich um die maximale Katalysatorbetttemperatur handelt, wodurch
ein Test gemäß europäischen Vorschriften
simuliert wurde. Als nächstes
wurde eine Analyse der Abgase, die während der Simulation des Tests
gemäß europäischer Vorschriften
abgegeben wurden, sowohl stromaufwärts als auch stromabwärts von
jedem Katalysator durchgeführt,
und die durchschnittlichen Reinigungsverhältnisse der Komponenten der
Abgase (NOx, HC, CO) wurden gemessen. Als
Ergebnis wurde erhalten, dass die durchschnittlichen Reinigungsverhältnisse
der Katalysatoren der Ausführungsformen
8 und 9 hohe Werte von 96 und 93% aufwiesen, wie es in der Tabelle
2 gezeigt ist.
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Ausführungsform 10
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Eine
wässrige
Lösung
(Flüssigkeit
A), in der 2,35 mol Aluminiumnitrat-nonahydrat, 0,25 mol Zirkoniumnitrat,
0,25 mol Cer(III)-nitrat, 0,05 mol Bariumnitrat, 1,5 g (Metallkomponente)
einer wässrigen
Lösung
von Platinnitrat, 0,3 g (Metallkomponente) Rhodiumnitrat und 5800
ml entionisiertes Wasser gemischt und gelöst sind, und eine basische
wässrige
Lösung
(Flüssigkeit
B), in der 8,4 mol Ammoniakwasser, 0,075 mol Ammoniumcarbonat und
2400 ml entionisiertes Wasser gemischt sind, wurden hergestellt.
Als nächstes
wurden die so hergestellten Flüssigkeiten
A und B innerhalb von zwei Sekunden durch Rühren bei hoher Geschwindigkeit gemischt,
um eine Vorstufe eines Mischoxids auszufällen. Zur Entfernung von Verunreinigungen
(z. B. Ammoniumnitrat) in der wässrigen
Lösung,
aus welcher die Vorstufe ausgefällt
worden ist, wurde eine weitere wässrige
Lösung,
in der 0,5 g Ammoniumcarbonat pro Liter entionisiertem Wasser gelöst waren,
unter Rühren
der wässrigen
Lösung
zugesetzt, welche die vorstehend genannte Vorstufe enthielt, so
dass eine fünffache
Verdünnung
resultierte. Die verdünnte
Flüssigkeit
wurde 1 Tag stehen gelassen und die überstehende Flüssigkeit wurde
entfernt. Diese Dekantiervorgänge
wurden zweimal wiederholt, um die Verunreinigungen (Ammoniumnitrat)
in der wässrigen
Lösung
auf 10% oder weniger zu senken.
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Anschließend wurde
ein hochmolekulares Koagulationsmittel (von Sanyo Chemical Industries,
Ltd., hergestellt, Handelsname: Sanfloc) und ein oberflächenaktives
Mittel (Polyoxyethylenalkylether) jeweils in einer Menge von etwa
2 Gew.-% (feste Komponente) des Gewichts des gebrannten Oxids zugesetzt
und mit einer Filterpresse wurde ein Filtrations- und Abtrennungsschritt
durchgeführt.
Die so abgetrennte Mischoxidvorstufe wurde etwa 20 Stunden bei 105°C getrocknet,
in Stickstoffgas 1 Stunde bei 600°C
kalziniert und 1 Stunde bei 650°C
gebrannt. Die so gebrannte Vorstufe wurde mit einer Kugelmühle pulverisiert,
um ein Mischoxid zu erhalten.
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Ferner
wurden Flüssigkeiten
unter Verwendung von Materialien jeweils in einer Menge des ganzzahligen
Vielfachen der vorstehend beschriebenen Mengen hergestellt. Durch
Kalzinieren in Stickstoffgas, insbesondere durch Brennen des hochmolekularen
Koagulationsmittels und des oberflächenaktiven Mittels in einer Atmosphäre, die
nur eine kleine Menge Sauerstoff enthielt, wird die Vorstufe in
einen reduzierten Zustand gebracht, um die Geschwindigkeit der Bildung
einer festen Lösung
von Ceroxid und Zirkoniumoxid zu erhöhen und die Ausfällung von
Edelmetallen zu erleichtern.
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100
Gewichtsteile des pulverförmigen
Mischoxids wurden mit 100 Gewichtsteilen Wasser, 20 Gewichtsteilen
Aluminiumnitrat-nonahydrat und 5 Gewichtsteilen Böhmit gemischt
und etwa 2 Stunden mit einer Reibmühle gerührt, um eine Katalysatoraufschlämmung zu
erhalten. Ein Cordierit-Monolithsubstrat mit 400 Zellen/2,54 cm
wurde mit dieser Aufschlämmung
beschichtet, um einen Katalysator zu erhalten, der mit 200 g des
Mischoxids pro Liter des Katalysatorvolumens beschichtet worden
ist.
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Der
so erhaltene Katalysator wurde 5 Stunden bei 1000°C in einem
Luftstrom einem Dauerstandfestigkeits-Modelltest unterworfen. Dann
wurde der Zustand des Katalysators analysiert. Dieses Ergebnis ist
in der Tabelle 3 gezeigt.
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Als
Ergebnis einer Röntgenbeugungsanalyse
wurde gefunden, dass Ceroxid und Zirkoniumoxid, die in dem Katalysator
nach dem Dauerstandfestigkeitstest enthalten waren, homogen in einer
Festphase gelöst waren.
Der Durchmesser jedes Kristallits betrug 4,6 nm. Sekundärteilchen,
die jeweils einen Teilchendurchmesser von 5 bis 10 nm aufwiesen,
waren als Hauptkomponente homogen in einem resultierenden Aluminiumoxidträger dispergiert.
Es wurde keine Beugungslinie festgestellt, die auf Barium zurückzuführen war.
-
Die
Sauerstoffspeicherkapazität
(OSC) dieses Katalysators bei 300°C,
500°C und
700°C betrug
0,08, 0,11 bzw. 0,12 mol Sauerstoffgas (O2)
pro Mol Ceroxid. Die spezifische Oberfläche dieses Katalysatorträgers betrug
83 m2/g.
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Entsprechend
den vorhergehenden Ausführungsformen
wurde nach der Dekantierung eine Filtration mit einer Filterpresse
durchgeführt,
bis die Menge des Ammoniumnitrats, die im resultierenden Presskuchen enthalten
war, auf etwa 1% abgenommen hatte.
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Die
wässrige
Ammoniumcarbonatlösung,
die während
des Dekantierens zugegeben wird, dient zur Verhinderung einer erneuten
Lösung
des ausgefällten
Bariumcarbonats.
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Die
in der vorliegenden Ausführungsform
verwendete Reibmühle
ist aus einem Gehäuse
aus Zirkoniumoxid, das ein Innenvolumen von 6 Liter aufweist, und
6 kg Zirkoniumoxidkugeln aufgebaut, die jeweils einen Durchmesser
von 5 mm aufweisen und in das Gehäuse eingefüllt sind. 2 kg eines Rohmaterials
für eine
Katalysatoraufschlämmung
wurden in das so aufgebaute Gehäuse
eingebracht und Drehschaufeln aus Zirkoniumoxid wurden darin mit einer
Drehzahl von 150 U/min gedreht, wodurch das Rohmaterial der Katalysatoraufschlämmung weiter
pulverisiert und gemischt wurde, bis der Teilchendurchmesser der
Sekundärteilchen
des Katalysatorpulvers auf durchschnittlich 3 μm oder weniger abgenommen hatte.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform
wurde die so aufgebaute Reibmühle
verwendet. Alternativ kann das Rohmaterial der Katalysatoraufschlämmung in
eine gewöhnlich
verwendete Kugelmühle
eingebracht werden und während
des Mischens pulverisiert werden. Das Pulverisier- und Mischverfahren
ist nicht speziell beschränkt.
-
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Ausführungsform 11
-
Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 10 hergestellt,
jedoch wurden 0,05 mol Bariumnitrat von Ausführungsform 10 durch 0,05 mol
Lanthannitrat-hexahydrat ersetzt, und eine wässrige Lösung, in der 9 mol Ammoniakwasser
und 2400 ml entionisiertes Wasser gemischt waren, wurde als Flüssigkeit B
verwendet. Anschließend
wurde die Dauerstandfestigkeit bewertet. Der Zustand dieses Katalysators
ist in der Tabelle 3 gezeigt.
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Ausführungsform 12
-
Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 11 hergestellt,
jedoch wurde Lanthannitrat-hexahydrat von Ausführungsform 11 nicht verwendet.
Der so hergestellte Katalysator wurde wie in der Ausführungsform
11 bewertet. Der Zustand dieses Katalysators ist ebenfalls in der
Tabelle 3 gezeigt.
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Ausführungsform 13
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Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 10 hergestellt,
jedoch wurde eine wässrige
Lösung
(Flüssigkeit
A), in der 2,35 mol Aluminiumnitrat-nonahydrat, 0,3 mol Zirkonylnitrat-dihydrat, 0,3
mol Cer(III)-nitrat, 0,5 mol Bariumnitrat und 5768 ml entionisiertes
Wasser gemischt sind, und eine weitere wässrige Lösung (Flüssigkeit B) hergestellt, in
der 8,99 mol Ammoniakwasser, 0,075 mol Ammoniumcarbonat und 2400
ml entionisiertes Wasser gemischt sind. Die Dauerstandfestigkeit
des so hergestellten Katalysators wurde bewertet. Der Zustand des
so hergestellten Katalysators ist ebenfalls in der Tabelle 3 gezeigt.
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Ausführungsform 14
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Ein
Katalysator wurde mit dem Verfahren der Ausführungsform 10 hergestellt,
jedoch wurde eine wässrige
Lösung
(Flüssigkeit
A), in der 2,354 mol Aluminiumnitrat-nonahydrat, 0,35 mol Zirkonylnitrat-dihydrat, 0,35
mol Cer(III)-nitrat, 0,05 mol Bariumnitrat und 5800 ml entionisiertes
Wasser gemischt sind, und eine weitere wässrige Lösung (Flüssigkeit B) hergestellt, in
der 9,25 mol Ammoniakwasser, 0,075 mol Ammoniumcarbonat und 2400
ml entionisiertes Wasser gemischt sind. Die Dauerstandfestigkeit
des so hergestellten Katalysators wurde bewertet. Der Zustand dieses
Katalysators ist ebenfalls in der Tabelle 3 gezeigt.
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Ausführungsform 15
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Ein
Mischoxid, das mit dem von Ausführungsform
10 identisch war, bei dem jedoch kein Rhodium zugesetzt worden ist
und die Menge des zugesetzten Platins 2 g betrug, wurde hergestellt,
und ein Katalysator, der mit diesem Mischoxid in einer Menge von
150 g pro Liter des Katalysatorvolumens beschichtet war, wurde hergestellt.
Der so hergestellte Katalysator wurde getrocknet und 1 Stunde bei
500°C gebrannt.
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Anschließend wurde
der so beschichtete Katalysator weiter mit dem Katalysator, der
mit dem Verfahren von Ausführungsform
10 hergestellt worden ist, bei dem jedoch kein Cer(III)-nitrat und
kein Platin zugesetzt worden ist, und bei dem die Menge des zugesetzten
Rhodiums 1,2 g betrug, in einer Menge von 50 g pro Liter des Katalysatorvolumens
beschichtet. Als nächstes
wurde der so beschichtete Katalysator getrocknet und 1 Stunde bei
250°C gebrannt,
wodurch ein Doppelschicht-beschichteter Katalysator erhalten wurde.
Der Zustand des so erhaltenen Katalysators ist ebenfalls in der
Tabelle 3 gezeigt.
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Ausführungsform 16
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Eine
Flüssigkeit
A, in der 0,5 mol Aluminiumnitrat-nonahydrat, 0,25 mol Zirkonylnitrat-dihydrat, 0,25 mol
Cer(III)-nitrat, 0,02 mol Lanthannitrat, 2 Liter entionisiertes
Wasser und Platinnitrat (0,5 g Platin) gemischt sind, und eine Flüssigkeit
B, in der Ammoniakwasser (2,9 mol Ammoniak) und 1 Liter entionisiertes
Wasser gemischt sind, wurden hergestellt. Die so hergestellten Flüssigkeiten
A und B wurden innerhalb von zwei Sekunden durch Rühren bei
hoher Geschwindigkeit gemischt, um eine Vorstufe eines Mischoxids
auszufällen.
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Die
so erhaltene Mischflüssigkeit
wurde mit entionisiertem Wasser auf das Fünffache verdünnt und
filtergepresst, um einen Kuchen zu erhalten, der eine Mischoxidvorstufe
enthielt. Mit dem erhaltenen Kuchen wurden 0,1 Liter entionisiertes
Wasser und 50 g käufliches,
wärmebeständiges aktives
Aluminiumoxidpulver (γ-Aluminiumoxid)
gemischt, das Sekundärteilchen
mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 3 μm enthält und eine spezifische Oberfläche von
150 m2/g aufweist, und zusammengeknetet,
um eine homogene Mischung zu erreichen. Das so erhaltene Gemisch
wurde in einem Luftstrom bei 150°C
getrocknet und 1 Stunde in Luft bei 650°C gebrannt. 100 Gewichtsteile
des so hergestellten Mischoxids wurden mit 100 Gewichtsteilen Wasser,
20 Gewichtsteilen Aluminiumnitratnonahydrat und 5 Gewichtsteilen
Böhmit
etwa 2 Stunden unter Rühren
mit einer Reibmühle
gemischt, um eine Aufschlämmung
zu erhalten.
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Ein
Cordierit-Monolithsubstrat mit 400 Zellen/2,54 cm wurde mit der
so hergestellten Aufschlämmung in
einer Menge von 150 g des Mischoxids pro Liter des Katalysatorvolumens
beschichtet. Der so beschichtete Monolithträger wurde bei 150°C getrocknet
und 1 Stunde bei 650°C
gebrannt.
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Anschließend wurde
das so gebrannte Monolithsubstrat in eine wässrige Lösung von Platinnitrat eingetaucht,
so dass 1 g Platin pro Liter des Katalysatorvolumens geträgert wurden,
bei 150°C
getrocknet und 1 Stunde bei 650°C
gebrannt.
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Ferner
wurden eine Flüssigkeit
A, in der 0,5 mol Aluminiumnitrat-nonahydrat, 0,25 mol Zirkoniumnitrat-dihydrat,
1,5 Liter entionisiertes Wasser und Rhodiumnitrat (0,3 g Rhodium)
gemischt sind, und eine Flüssigkeit
B, in der Ammoniakwasser (2,1 mol Ammoniak) und 0,5 Liter entionisiertes
Wasser gemischt sind, hergestellt. Die so hergestellten Flüssigkeiten
A und B wurden innerhalb von zwei Sekunden durch Rühren bei hoher
Geschwindigkeit gemischt, um eine Vorstufe eines Mischoxids auszufällen.
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Die
so erhaltene Mischflüssigkeit
wurde mit entionisiertem Wasser auf das Fünffache verdünnt und
einen Tag stehen gelassen. Anschließend wurde der Überstand
entfernt. Als nächstes
wurden ein hochmolekulares Koagulationsmittel und ein oberflächenaktives
Mittel jeweils in einer Menge von 2 Gew.-% (feste Komponente) des
Gewichts des gebrannten Oxids zugesetzt und filtergepresst, wodurch
ein Kuchen erhalten wurde, der eine Mischoxidvorstufe enthielt.
Der so erhaltene Kuchen wurde in einem Luftstrom bei 150°C getrocknet und
1 Stunde in Luft bei 650°C
gebrannt. 100 Gewichtsteile des so hergestellten Mischoxids wurden
mit 100 Teilen Wasser, 20 Teilen Aluminiumnitrat-nonahydrat und
5 Teilen Böhmit
etwa 2 Stunden unter Rühren
mit einer Reibmühle
gemischt, um eine Aufschlämmung
zu erhalten. Der vorstehend hergestellte Monolithkatalysator wurde
mit dieser Aufschlämmung
in einer Menge von 57 g des Mischoxids pro Liter des Katalysatorvolumens
beschichtet. Anschließend
wurde der so beschichtete Monolithkatalysator weiter bei 150°C getrocknet und
1 Stunde bei 650°C
gebrannt, wodurch ein Doppelschicht-beschichteter, Platin-Rhodium-tragender
Katalysator erhalten wurde.
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Die
Dauerstandfestigkeit und der Zustand dieses Katalysators wurden
wie in der Ausführungsform
10 bewertet. Der Zustand dieses Katalysators ist ebenfalls in der
Tabelle 3 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 2
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120
g Lanthan-stabilisiertes aktives Aluminiumoxidpulver, 0,5 mol eines
Ceroxid-Zirkoniumoxid-Mischoxidpulvers
mit einem Metallatomverhältnis
von 1 : 1, 200 Teile Wasser, 20 Teile Aluminiumnitrat-nonahydrat
und 10 Teile Böhmit
wurden gemischt und 2 Stunden mit einer Reibmühle gerührt, um eine Aufschlämmung für ein Katalysatorsubstrat
zu erhalten. Ein Cordierit-Monolithsubstrat mit 400 Zellen/2,54
cm wurde mit der so hergestellten Aufschlämmung beschichtet, um einen
Katalysatorträger
zu erhalten, der mit 200 g eines Oxidträgers pro Liter des Katalysatorvolumens
beschichtet war. Der so erhaltene Katalysatorträger wurde in eine wässrige Lösung von
Platinnitrat eingetaucht, so dass 1,5 g Platin pro Liter des Katalysatorvolumens
geträgert
waren, getrocknet und 1 Stunde bei 250°C gebrannt. Als nächstes wurde
der Katalysatorträger,
auf dem Platin geträgert
war, weiter in eine wässrige
Lösung
von Rhodiumnitrat eingetaucht, so dass 0,3 g Rhodium pro Liter des Katalysatorvolumens
adsorbiert und geträgert
wurden, getrocknet und 1 Stunde bei 250°C gebrannt, um einen Edelmetall-tragenden
Katalysator zu erhalten.
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Der
so erhaltene Katalysator wurde 5 Stunden bei 1000°C in einem
Luftstrom einem Dauerstandfestigkeits-Modelltest unterworfen. Der
Zustand des Katalysators wurde analysiert. Das Analyseergebnis ist
ebenfalls in der Tabelle 3 gezeigt.
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Bewertung der Reinigungsleistung
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Die
Katalysatoren, die jeweils ein Katalysatorvolumen von 1,7 Liter
aufwiesen und die in den Ausführungsformen
10 bis 16 hergestellt worden sind, wurden jeweils in ein Abgasrohr
eines Automobils eingebaut, das einen Benzinmotor mit einem Zylindervolumen
von 2 Liter aufwies, und ein beschleunigter Dauerstandfestigkeitstest
wurde bei etwa 980°C
200 Stunden lang durchgeführt,
wobei es sich um die maximale Katalysatorbetttemperatur handelt,
wodurch ein Test gemäß europäischen Vorschriften
simuliert wurde. Als nächstes wurde
eine Analyse der Abgase, die während
der Simulation des Tests gemäß europäischer Vorschriften
abgegeben wurden, sowohl stromaufwärts als auch stromabwärts von
jedem Katalysator durchgeführt,
und die durchschnittlichen Reinigungsverhältnisse der Komponenten der
Abgase (NOx, HC, CO) wurden gemessen. Als
Ergebnis wurde erhalten, dass die durchschnittlichen Reinigungsverhältnisse
der Katalysatoren einen hohen Wert von 96, 95, 94, 96, 98, 98 und
98% in der Reihenfolge von der Ausführungsform 10 bis zur Ausführungsform
16 aufwiesen.
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Entsprechend
wurde das durchschnittliche Reinigungsverhältnis des Katalysators von
Vergleichsbeispiel 2 ebenfalls gemessen. Als Ergebnis wurde erhalten,
dass das Vergleichsbeispiel 2 einen Wert von 82% hatte, der niedriger
war als die Werte der Katalysatoren der vorliegenden Ausführungsformen.
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Bei
hoher Temperatur (700°C)
wurde zwischen den Katalysatoren der Ausführungsformen und des Katalysators
von Vergleichsbeispiel 2 kein Unterschied bezüglich der OSC festgestellt.
Dies zeigt, dass bei der gesättigten
Sauerstoffspeichermenge von Ceroxid kein großer Unterschied besteht. Im
Gegensatz dazu lag bei einer niedrigen Temperatur (300°C) ein zweifacher
oder höherer
Unterschied bezüglich
der OSC vor. Durch diese Untersuchungen wurde geklärt, dass
die OSC von der spezifischen Oberfläche der Edelmetalle als aktive
Stellen abhängt.
Demgemäß kann geschlossen
werden, dass in den Katalysatoren der Ausführungsformen die Edelmetalle
verglichen mit dem Katalysator des Vergleichsbeispiels einheitlich
dispergiert sind. Eine Katalysatorschicht jedes Katalysators wurde
abgekratzt, um daraus ein Pulver zu erhalten und eine Röntgenbeugungsanalyse
wurde durchgeführt.
Das Analyseergebnis zeigte, dass der Durchmesser von Edelmetallteilchen
des Katalysators der Ausführungsformen
kleiner war als der Durchmesser der Edelmetallteilchen des Katalysators
des Vergleichsbeispiels.
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Es
wird vermutet, dass einer der Gründe
dafür,
dass der geringe Durchmesser der Edelmetallteilchen der Katalysatoren
der Ausführungsformen
beibehalten und eine hohe Wärmebeständigkeit
erreicht wird, darin liegt, dass die Edelmetalle in dem Träger sehr
gut dispergiert werden können,
so dass die Koagulation von Edelmetallteilchen beschränkt wird.
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Im
Gegensatz dazu sind in dem Katalysator von Vergleichsbeispiel 2,
bei dem die Edelmetalle in den späteren Schritten geträgert werden,
die Edelmetalle in der Nähe
der Oberfläche
der Katalysatorschicht in einer hohen Konzentration verteilt, und
folglich neigt die hohe Konzentration der Edelmetalle während des
Dauerstandfestigkeitstest zur Koagulation.
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Ferner
wird vermutet, dass einer der Gründe
dafür,
dass die OSC bei einer niedrigen Temperatur niedrig ist, darin liegt,
dass die Wechselwirkung zwischen den Edelmetallen und Ceroxid niedrig
ist.
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Ausführungsform 17
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Aluminiumnitrat-nonahydrat,
Zirkonylnitrat-dihydrat, Cer(III)-nitrat, eine wässrige Lösung von Platinnitrat und eine
wässrige
Lösung
von Rhodiumnitrat wurden in einem Zusammensetzungsverhältnis gemischt, das
mit dem des Dauerstandfestigkeitskatalysators Nr. 215 von Tabelle
4 identisch war, und dem resultierenden Gemisch wurde ionenausgetauschtes
Wasser zugesetzt, so dass 10 Gew.-% (feste Komponente) des Oxids
enthalten waren. Nach ausreichendem Rühren wurde eine 30 Gew.-%ige
Wasserstoffperoxidlösung
zugesetzt, wobei es sich um die 1,5 fache molare Menge des Cers
handelt, um eine wässrige
Lösung
A herzustellen.
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30
Gew.-%iges Ammoniakwasser, wobei es sich um die 1,8-fache Menge
der Menge handelt, die zur Neutralisation dieser Nitrate erforderlich
ist, wurde als wässrige
Lösung
B hergestellt.
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Die
wässrigen
Lösungen
A und B wurden mit hoher Geschwindigkeit innerhalb von fünf Sekunden
gemischt, um eine Vorstufe-enthaltende Aufschlämmung zu erhalten. Die so erhaltene
Aufschlämmung
wurde in einen Tiegel eingebracht und innerhalb eines Kalzinierofens
1 Stunde bei 300°C
stehen gelassen. Anschließend
wurde die Temperatur des Kalzinierofens mit einer Geschwindigkeit
von 600°C/Stunde
auf 650°C
erhöht und
das Brennen wurde in der Luft 1 Stunde bei 650°C durchgeführt.
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Das
resultierende Mischoxid (Katalysator) wurde teilweise pulverisiert,
so dass der Durchmesser der Sekundärteilchen im Bereich von 0,5
bis 1 mm lag, und dann gesiebt. Das resultierende Granulat-artige Mischoxid
wurde dem Dauerstandfestigkeitstest unter den nachstehenden Bedingungen
unterworfen, so dass ein Katalysator Nr. 215 erhalten wurde.
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Bedingungen
des Dauerstandfestigkeitstests: Stöchiometrische Atmosphäre bis zur
Erhöhung
der Temperatur auf 1000°C.
(stöchiometrisch) ⇔ (5% O2 + stöchiometrisch)
Variationszeitraum
10 min, 1000°C,
5 Stunden
Flussrate 1 Liter/min für jedes Gas, 8 Arten von Proben
2
g jeder Probe wurden in einen Tiegel eingebracht und der Dauerstandfestigkeitstest
wurde durchgeführt.
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Ausführungsformen 18 bis 25 und
29, 30
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Die
Dauerstandfestigkeitskatalysatoren 216 bis 223 und 231, 232, die
jeweils das in der Tabelle 4 gezeigte Zusammensetzungsverhältnis aufwiesen,
wurden mit dem Verfahren von Ausführungsform 17 als Katalysatoren
der Ausführungsformen
18 bis 25 und 29, 30 hergestellt.
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Ausführungsformen 26 bis 28
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Katalysatoren
der Ausführungsformen
23 bis 25 vor dem Dauerstandfestigkeitstest wurden in einer Stickstoffgasatmosphäre und 5%
Wasserstoffgas 2 Stunden bei 1000°C
behandelt und dem Dauerstandfestigkeitstest entsprechend der Ausführungsformen
23 bis 25 unterworfen, um die Dauerstandfestigkeitskatalysatoren
Nr. 227, 228 und 229 zu erhalten.
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Vergleichsbeispiel 3
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120
g Lanthan-stabilisiertes aktives Aluminiumoxidpulver wurden mit
0,5 mol eines Ceroxid-Zirkoniumoxid-Mischoxidpulvers
mit einem Metallatomverhältnis
von 1 : 1 gemischt. Das resultierende Mischpulver wurde einer gemischten
wässrigen
Lösung
aus einer wässrigen
Lösung
von Platinnitrat (die 1,5 g Platin enthielt) und einer wässrigen
Lösung
von Rhodiumnitrat (die 0,3 g Rhodium enthielt) gemischt. Die resultierende
Aufschlämmung
wurde verdampft, verfestigt, teilweise pulverisiert, so dass der
Durchmesser der Sekundärteilchen
im Bereich von 0,5 bis 1 mm lag und gesiebt. Das resultierende Granulatartige
Mischoxid wurde dem Dauerstandfestigkeitstest unter den Bedingungen
von Ausführungsform
17 unterworfen, um einen Dauerstandfestigkeitskatalysator Nr. 230
von Vergleichsbeispiel 3 zu erhalten.
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Die
Katalysatoren der Ausführungsformen
17 bis 30 und des Vergleichsbeispiels 3 wurden bezüglich der
Sauerstoffspeicherkapazität
auf der Basis der Atmosphärenretentionszeit
während
der Zeit mit variierender Atmosphäre bewertet. Die Bewertungsergebnisse
sind in der Tabelle 5 gezeigt.
Bewertungsbedingungen: Zyklen
von 1% H2 + He (100 cm3),
2,5 min, und 1% O2 + He (50 cm3),
2,5 min.
Bewertungstemperatur: 300°C → 500°C → 700°C → 500°C → 300°C (bei jeder Temperatur 13 min
gemessen).
Probenmenge: 1/2000 (Liter Katalysator) etwa 0,1
g.
-
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Verglichen
mit dem Katalysator von Vergleichsbeispiel 3 zeigten die Katalysatoren
der Ausführungsformen
17 bis 30 eine besonders stark verbesserte Sauerstoffspeicherkapazität bei niedriger
Temperatur (300°C).
Die Katalysatoren, die eine große
Menge an Ceroxid aufwiesen, zeigten auch eine hohe Sauerstoffspeicherkapazität bei hoher
Temperatur.
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Wie
es ferner aus einem Vergleich zwischen den Katalysatoren der Ausführungsformen
23 bis 25 und denjenigen der Ausführungsformen 26 bis 28 ersichtlich
ist, kann die Sauerstoffspeicherkapazität aufgrund der Reduktionsbehandlung
verbessert werden. Durch die Reduktionsbehandlung wird die Bildung
einer festen Lösung
von Ceroxid-Zirkoniumoxid beschleunigt, Edelmetalle werden aktiviert
(Ausfällung
und Reduktion), die Verbesserung der Wärmebeständigkeit der Edelmetalle aufgrund
des Vorsinterns der Edelmetalle wird erreicht und es werden auch
andere Vorteile erhalten.
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Im
erfindungsgemäßen Mischoxidträger ist
eine homogene feste Lösung
von Ceroxid, Zirkoniumoxid und feine Zirkoniumoxidteilchen als Primärteilchen
in γ-Aluminiumoxid
dispergiert. Dies führt
dazu, dass das Zirkoniumoxid effektiv eingesetzt wird und die Stabilität der Edelmetalle
und die Dispergiereigenschaften jedes Elements verbessert werden.
Daher wird die OSC bei einer Bewertungstemperatur von 300°C verglichen
mit dem herkömmlichen
Träger
etwa um das Zweifache oder mehr verbessert. Durch die Wirkung der
feinen Zirkoniumoxidteilchen zeigt der Mischoxidträgerkatalysator
eine hervorragende Wärmebeständigkeit
und trägt die
Edelmetalle in stabiler Weise, so dass dieser als Katalysator zur
Reduktion von Abgasen geeignet ist, der eine hervorragende Schwefelvergiftungs-beständigkeit
aufweist.
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Darüber hinaus
sind das erfindungsgemäße Mischoxid
und das erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung des Mischoxids auf Materialien für Sensoren, Batterien, optische
Materialien, Halbleitermaterialien, Strukturmaterialien oder viele
andere technische Gebiete anwendbar.
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Während die
Erfindung im Zusammenhang mit den gegenwärtig als am praktischsten und
am meisten bevorzugten Ausführungsformen
beschrieben worden ist, sollte beachtet werden, dass die Erfindung
nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt
ist, sondern dass im Gegenteil verschiedenen Modifizierungen und äquivalente
Ausführungsformen
vom Schutzbereich der beigefügten
Ansprüche
umfasst sein sollen.