DE3448587C2 - Kupplungsscheibe mit Torsionsschwingungsdämpfer - Google Patents
Kupplungsscheibe mit TorsionsschwingungsdämpferInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kupplungsscheibe mit einem einen
Reibbelagträger an einer Nabe führenden Torsionsschwingungsdämpfer,
welcher ein Lastsystem mit einer Last-Reibeinrichtung und ein Leerlauf
system umfaßt, wobei das Lastsystem zwei Eingangsteile zu beiden Seiten
eines über eine Verzahnung mit Drehspiel an der Nabe gelagerten
Ausgangsteils sowie Dämpferfedern aufweist, die die Last-Eingangsteile mit
dem Last-Ausgangsteil federnd kuppeln, wobei das Leerlaufsystem in
axialer Richtung zwischen den Last-Eingangsteilen angeordnet ist,
eingangsseitig mit dem Last-Ausgangsteil und ausgangsseitig mit der Nabe
jeweils drehfest verbunden ist und von den Last-Dämpferfedern
verschiedene Dämpferfedern umfaßt, die auf einem kleineren mittleren
Durchmesser als die Last-Dämpferfedern angeordnet sind, und wobei die
Last-Reibeinrichtung zur Erzeugung einer auf ihre Reibflächen wirkenden
Anpreßkraft eine Feder aufweist, deren Anpreßkraftweg sich über die
miteinander verbundenen Last-Eingangsteile und Last-Ausgangsteil schließt.
Ein solcher Aufbau ist durch die DE-OS 28 14 240 bekanntgeworden,
wobei das Leerlaufsystem des Torsionsdämpfers Dämpferfedern umfaßt,
die in Aussparungen der Verzahnungen sitzen. An dieser Steile können nur
vergleichsweise kleine Federn eingebaut werden, da hier nur begrenzter
Einbauraum zur Verfügung steht, insbesondere wenn eine übergroße
Schwächung der Verzahnung vermieden werden soll. Ein derartiger Aufbau
hat auch den Nachteil, daß der Bauraum für die Federn des
Leerlaufsystems beschränkt ist und somit den Möglichkeiten in der
Abstimmung des Leerlaufsystems sehr enge Grenzen gesetzt sind.
Es ist weiterhin auf eine nicht vorveröffentlichte DE-OS 34 33 909 zu
verweisen, bei der zwar das Leerlaufsystem axial zwischen der
Nabenscheibe des Lastsystems und einem Deckblech des Lastsystems
vorgesehen ist, jedoch ist das Leerlaufsystem als Baueinheit mit der Nabe
vormontierbar, wobei die Nabenscheibe axial fest auf der Nabe angeordnet
ist. Die übrigen Einzelteile des Leerlaufdämpfers sind jedoch axial lose und
werden axial kraftfrei durch einen Abstandsring im axialem Raum zwischen
Nabenscheibe und Deckblech des Lastsystems gehalten. Durch die axiale
Abstützung des Lastsystems über die axial losen Bauteile des
Leerlaufsystems ist einerseits ein Abstandsring notwendig, wobei
Toleranzprobleme auftreten können und weiterhin kann die Funktion der
Reibeinrichtung des Leerlaufsystems beeinträchtigt werden.
Eine andere nicht vorveröffentlichte DE-OS 33 45 409 zeigt gegenüber der
erstgenannten nicht vorveröffentlichten DE-OS 34 33 909 ein Leerlaufsys
tem, dessen Eingangsteil im Anpreßkraftweg der Feder der Lastreibeinrich
tung angeordnet ist.
Durch die EP-OS 0 113 202 ist eine zu den beiden zuletzt genannten
älteren Rechten insofern unterschiedliche Kupplungsscheibe bekannt
geworden, als das Leerlaufsystem nicht axial zwischen dem
Lastausgangsteil und einem der Lasteingangsteile vorgesehen ist, sondern
radial innerhalb des Lasteingangsteils. Darüber hinaus ist dort lediglich ein
Leerlaufeingangsteil vorgesehen, wodurch die Federn unsymmetrisch
beaufschlagt werden. Außerdem sind zur Bildung der
Leerlaufreibeinrichtung Bauteile, nämlich eine Tellerfeder, ein Reibring und
ein Sicherungsring, axial außerhalb der Lasteingangsteile vorgesehen,
wodurch zusätzlicher axialer Bauraum beansprucht wird und die
Reibeinrichtung genauso wenig geschützt ist wie das auf der anderen Seite
vorgesehene Leerlaufsystem.
Eine Kupplungsscheibe mit Dämpfungseinrichtung, bei der allerdings die
Feder des Leerlaufsystems eine Umschlingungsfeder ist, ist durch die DE-
PS 32 27 003 bekannt geworden. Hier sind hinsichtlich der Auslegungs
möglichkeiten des Vordämpfers sehr enge Grenzen gesetzt.
Die US-PS 4,446,955 bzw. die parallele DE-OS 31 25 547 zeigt eine Kupp
lungsscheibe mit Leerlauf-Dämpfer, wobei der letztere durch axiale Ver
lagerung des Nabenflansches auf der Ausgangsnabe der Kupplungsscheibe
wirksam ist. Dieser Vordämpfer kann aber lediglich in einer der Drehrichtun
gen wirksam sein, weil nur in der Zugrichtung die dort vorgesehenen, in
axialer Richtung wirksamen Federn wirksam sein können. Dabei erfolgt die
Umsetzung der Drehbewegung in eine (dämpfende) Axialbewegung über
eine Schrägverzahnung. In Umfangsrichtung wirksame Federn sind für den
Leerlauf-Dämpfer nicht vorgesehen.
Nach dem Prinzip mit der Schrägverzahnung arbeitet auch eine Kupplungs
scheibe gemäß EP-OS 0 086 044, die somit ebenfalls keine in Umfangs
richtung komprimierbare Kraftspeicher für das Leerlaufsystem aufweist.
Die DE-OS 32 28 515 zeigt eine Kupplungsscheibe, bei der die Hauptdämp
ferfedern und die Federn des Vordämpfers jeweils ein gemeinsames
Eingangs- und ein gemeinsames Ausgangsteil besitzen. Die für den
Vordämpferbereich vorgesehenen Federn sind dabei parallel zu den Federn
des Hauptdämpfers wirksam, müssen also so ausgelegt sein, daß sie den
gesamten Verdrehwinkel des Hauptdämpfers ebenfalls mitmachen. Sie
müssen dann also zunächst entsprechend lang ausgeführt werden, nehmen
relativ viel Platz in Anspruch und schwächen andere Bauteile, wie
beispielsweise den Flansch. Außerdem müssen, um den Vordämpfer
überhaupt wirksam werden zu lassen, bei einer solchen Bauart die Federn
des Hauptdämpfers ein Spiel der zueinander verdrehbaren Bauteile
zulassen. Dies bedeutet, daß wiederum Bauteile geschwächt werden und
die Federkapazität der Hauptdämpferfedern entsprechend dem Freiwinkel
reduziert wird.
Eine Kupplungsscheibe gemäß EP-OS 0 047 583 benötigt ebenfalls für die
Federn des Hauptdämpfers einen Freiwinkel, um zu gewährleisten, daß die
Federn des Leerlaufsystems für sich alleine wirksam werden können, da
auch hier keine sogenannten zweiteilige Nabe vorhanden ist. Somit treten
die gleichen Nachteile auf, wie sie bereits im Zusammenhang mit der DE-
OS 32 28 515 beschrieben worden sind.
Bei Kupplungsscheiben gemäß der DD-PS 57 771 sind, wie dies
insbesondere aus dem Diagramm gemäß Fig. 4 hervorgeht, zur Erzielung
einer besseren Dämpfung und somit einer besseren Anpassung an den
jeweiligen Einsatzfall ein für Drehschwingungen geringer Intensität, wie sie
beispielsweise im Leerlaufbetrieb zwischen einer Brennkraftmaschine und
dem Abtriebsstrang eines Kraftfahrzeuges auftreten, vorgesehenes
Leerlaufsystem und ein für den Fahrbetrieb ausgelegtes Lastsystem
vorhanden. Die Kupplungsscheibe ist dabei derart aufgebaut, daß das
Leerlauf- und Lastsystem gemeinsame Ein- und Ausgangsteile aufweisen.
Zur Erzielung einer veränderlichen Reibungsdämpfung sind zwei getrennte
Reibeinrichtungen vorgesehen, von denen eine auf den gesamten
Betriebsbereich des Leerlaufsystems und die andere, welche durch eine
Lastreibeinrichtung gebildet ist, auf den gesamten Betriebsbereich des
Lastsystems ausgelegt ist. Die Lastreibeinrichtung wirkt dabei mit Federn
des Lastsystems zusammen. Derartige Kupplungsscheiben haben jedoch
den Nachteil, daß jeweils über den Leerlaufbereich und den Lastbereich die
gleiche Reibungsdämpfung vorhanden ist, wodurch deren
Einsatzmöglichkeit in Verbindung mit modernen Brennkraftmaschinen, die
aufgrund geringerer Leerlaufdrehzahlen sowie leichterer Bauweise
insbesondere der drehenden Teile einen größeren
Drehungleichförmigkeitsgrad aufweisen, begrenzt ist.
Durch die DE-PS 23 18 908 ist vorgeschlagen worden, die
Kupplungsscheibe derart auszubilden, daß eine einer härteren Federstufe
zugeordnete Lastreibeinrichtung durch entsprechende Spielvorgabe der
Steuerorgane gegenüber den mit diesen zusammenwirkenden Fenstern und
Federenden in ihrer Wirkung in den Bereich der davorliegenden weicheren
Federstufe vorgezogen wird. Durch diese Maßnahme kann, wie dies aus
Fig. 2 dieser Patentschrift hervorgeht, sowohl im Schub- als auch im
Zugast eine der Federkennlinie überlagerte asymmetrische
Reibunghysteresis erzeugt werden, da die Wirkung der Lastreibeinrichtung
in dem Bereich, in den sie vorgezogen wird, nur in Richtung einer
Momentvergrößerung vorhanden ist. Obzwar mit solchen
Kupplungsscheiben Geräuschprobleme im Antriebsstrang von
Kraftfahrzeugen sowie Schwingungs- und Lebensdauerprobleme für viele
Anwendungsfälle gelöst werden konnten, ist festgestellt worden, daß auch
diese Lösung, insbesondere für den Leerlaufbereich bzw. für den
Übergangsbereich zwischen Leerlauf- und Lastsystem noch keine optimale
Unterdrückung von Resonanzen bzw. Schwingungen und somit
Vermeidung von Dröhn- und Rasselgeräuschen ermöglicht.
Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, Kupplungsscheiben
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei denen der
Torsionsschwingungsdämpfer sowohl in axialer als auch in radialer
Richtung besonders kompakt aufgebaut ist und somit verhältnismäßig
wenig Bauraum benötigt, weiterhin besonders einfach und preiswert im
Aufbau sowie in der Herstellung ist.
Gemäß der Erfindung wird dies insbesondere dadurch erreicht, daß bei
Kupplungsscheiben der eingangs erwähnten Art die Leerlaufdämpferfedern
radial außerhalb der Verzahnung angeordnet sind und wobei das
Leerlaufsystem in axialer Richtung zwischen dem Last-Ausgangsteil und
einem der Last-Eingangsteile angeordnet ist und ein axial zwischen seinem
Ausgangsteil und dem einen Last-Eingangsteil angeordnetes Eingangsteil
aufweist, das im Anpreßkraftweg der Feder der Last-Reibeinrichtung
angeordnet und mit dem Last-Ausgangsteil drehfest verbunden und derart
axial abgestützt ist, daß die durch eine eigene Feder axial beaufschlagte
Leerlauf-Reibeinrichtung nicht durch die Anpreßkraft der Feder der Last-
Reibeinrichtung beaufschlagt ist, wobei zumindest die axial wirksamen
Federn der Last-Reibeinrichtung und der Leerlauf-Reibeinrichtung radial
versetzt zueinander und auf der gleichen Seite des Last-Ausgangsteils
angeordnet sind.
Bei der erfindungsgemäßen Kupplungsscheibe ist in vorteilhafter Weise das
Leerlaufsystem in dem Bauraum radial zwischen der Nabe und den
Dämpferfedern des Lastsystems einerseits und axial in dem Bauraum
zwischen dem Ausgangsteil des Lastsystems und einem der Eingangsteile
des Lastsystems andererseits angeordnet. In diesem Bereich steht
vergleichsweise viel Bauraum für die Unterbringung des Leerlaufsystems
zur Verfügung, ohne daß die axiale Bautiefe der Kupplungsscheibe über die
Bautiefe hinaus vergrößert werden muß, die für das Lastsystem ohnehin
benötigt wird. Die erfindungsgemäße Kupplungsscheibe ist deshalb nicht
größer als eine herkömmliche Kupplungsscheibe ohne Leerlaufsystem.
Durch die radial versetzte Anordnung der axial wirksamen Federn der Last-
Reibeinrichtung und der Leerlauf-Reibeinrichtung wird weiterhin
gewährleistet, daß zumindest zur Unterbringung dieser beiden
Reibeinrichtungen lediglich ein geringer axialer Bauraum erforderlich ist,
was wiederum eine axial schlanke Bauweise der Kupplungsscheibe
ermöglicht. Besonders vorteilhaft kann es dabei sein, wenn die Feder der
Leerlauf-Reibeinrichtung gegenüber der Feder der Last-Reibeinrichtung
radial nach innen versetzt angeordnet ist. In vorteilhafter Weise kann die
Feder der Leerlauf-Reibeinrichtung unmittelbar um die Nabe vorgesehen
sein, wobei es darüberhinaus zweckmäßig sein kann, wenn diese Feder
auch axial angrenzend an die Außenverzahnung der Nabe angeordnet ist.
Der Torsionsschwingungsdämpfer einer erfindungsgemäßen
Kupplungscheibe besitzt sowohl in axialer als auch in radialer Richtung
einen besonders kompakten Aufbau und benötigt somit verhältnismäßig
wenig Bauraum.
Ein wesentlicher Aspekt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung besteht
darin, daß wenigstens ein Eingangsteil des Leerlaufsystems für die Über
tragung der Anpreßkraft der Reibeinrichtung des Lastsystems mit
ausgenutzt wird, so daß ein geschlossener Kraftfluß für die Feder der
Reibeinrichtung des Lastsystems erzeugt werden kann, der nicht über die
Feder der Reibeinrichtung des Leerlaufsystems führt. Der Anpreßkraftweg
der Feder der Lastreibeinrichtung kann sich beispielsweise über die
miteinander verbundenen Eingangsteile des Lastsystems, das Eingangsteil
des Leerlaufsystems und das Ausgangsteil des Lastsystems, an welchem
das Leerlaufeingangsteil abgestützt ist, schließen. Das Leerlaufsystem ist
damit innerhalb des Lastsystems axial fixiert, ohne daß es zusätzlicher
Maßnahmen bedarf. Dadurch kann auch gewährleistet werden, daß das
Leerlaufsystem bezogen auf sein Ausgangsteil axial kraftfrei ist, was
angesichts der vergleichsweise geringen Leerlaufdrehmomente die Betriebs
eigenschaften verbessert und die axiale Führung des Torsionsschwingungs
dämpfers an der Nabe erleichtert.
Bei einer erfindungsgemäßen Kupplungsscheibe kann außerdem zwischen
Ausgangsteil und Eingangsteil des Leerlaufsystems mindestens eine über
einen ersten Teilbereich eines ersten Verdrehwinkelbereiches, in dem
lediglich das Leerlaufsystem wirksam ist, unwirksame und über einen
weiteren Teilbereich dieses ersten Winkelbereiches wirksame, eine
Reibungsdämpfung erzeugende weitere Reibeinrichtung vorhanden ist, die
mindestens ein Lastreibteil, wie eine Lastreibscheibe umfaßt, welches über
Anlagekonturen mit mindestens einem Kraftspeicher des Leerlaufsystems
zusammenwirkt.
Durch diese Ausgestaltung kann sichergestellt werden, daß ausgehend von
einer neutralen Lage der Dämpfungseinrichtung der Kupplungsscheibe
zunächst über einen ersten Teilbereich des Leerlaufbereiches in Zug-
und/oder Schubrichtung keine oder eine nur sehr geringe
Reibungsdämpfung vorhanden ist und nach Überschreitung dieses
Teilbereiches bis zum Einsetzen des Lastsystens eine höhere, jedoch
speziell auf das Leerlaufsystem bzw. dessen Kraftspeicher abgestimmte
Reibungsdämpfung wirksam wird. Es kann also bei einer solchen
Auslegung der Kupplungsscheibe eine von den Reibeinrichtungen des
Lastsystems unabhängige variable bzw. stufenweise Reibungshysterese im
Leerlaufbereich erzeugt werden. Vorteilhaft kann es dabei sein, wenn das
Lastreibteil des Leerlaufsystems zumindest über einen Teilsektor des
weiteren Teilbereiches durch den mit ihr zusammenwirkenden Kraftspeicher
rückstellbar ist.
Eine solche Ausgestaltung einer Kupplungsscheibe ermöglicht es
insbesondere die sehr oft bei einem Kraftfahrzeug mit kaltem Getriebe und
im Leerlauf drehender Brennkraftmaschine auftretenden Rasselgeräusche
zu unterdrücken. Diese Rasselgeräusche treten insbesondere dann auf,
wenn das Schleppmoment des Getriebes in einer Größenordnung liegt, die
dem vom Leerlaufsystem übertragbaren Maximalmoment in etwa
entspricht. Diese Bedingung ist jedoch bei Kraftfahrzeugen mit kaltem
Getriebe und im Leerlauf drehender Brennkraftmaschine sehr oft erfüllt. Die
Rasselgeräusche sind unter anderem darauf zurückzuführen, daß bei
Vorhandensein der vorerwähnten Bedingung aufgrund des
Ungleichförmigkeitsgrades bzw. der Winkelgeschwindigkeits- bzw.
Momentenänderungen der Bereich des Leerlaufsystems überschritten wird
und somit das eine viel größere Federsteifigkeit aufweisende Lastsystem
einsetzt, das für die im Leerlauf auftretenden Momentenschwankungen wie
ein harter, das heißt unnachgiebiger Anschlag wirkt. Der zeitweilige Einsatz
des Lastsystems bewirkt, daß zwischen den den Winkelausschlag des
Leerlaufsystems begrenzenden Teilen ein quasi unelastischer Stoß bzw.
Aufprall stattfindet, wodurch ein entsprechender Rückprall bzw. -stoß
zwischen diesen Teilen erzeugt wird. Dieser Aufprall und Rückprall
zwischen den den Winkelausschlag des Leerlaufsystems begrenzenden
Teilen haben zur Folge, daß die mit dem Ausgangsteil der
Kupplungsscheibe drehfest verbundene Getriebeeingangswelle
Drehschwingungen vollführt, wodurch aufgrund des zwischen den im
Getriebe in Eingriff stehenden Verzahnungen vorhandenen Spiels
Rasselgeräusche durch Abheben und Aufeinanderschlagen bzw.
Aufeinanderpallen der Zahnflanken entstehen.
Durch die weitere Reibeinrichtung für den Vordämpfer, welche in beide
Drehrichtungen wirksam sein kann, kann der aufgrund des vorerwähnten
Einsatzes des Lastsystems entstehende Rückprall gedämpft bzw.
absorbiert werden.
Besonders zweckmäßig kann es weiterhin sein, wenn das Leerlaufsystem
mindestens zwei Federstufen aufweist und die weitere Reibeinrichtung mit
in der zweiten Stufe des Leerlaufsystems wirksam werdenden
Kraftspeichern zusammenwirkt, indem die Lastreibscheibe des
Leerlaufsystems über entsprechend angeformte Konturen wie Flügel,
Ausleger oder dergleichen an diesen Kraftspeichern anliegt oder zur Anlage
kommt. Angebracht kann es dabei sein, wenn die mit der weiteren
Reibeinrichtung bzw. dem Lastreibteil des Leerlaufsystems
zusammenwirkenden Kraftspeicher eine Vorspannung aufweisen, die auf
die weitere Reibeinreichtung ein Moment erzeugt, das zumindest gleich
groß oder größer ist als das durch die weitere Reibeinrichtung erzeugte
Reibmoment, so daß die weitere Reibeinrichtung bzw. das Lastreibteil bei
unbelasteter Kupplungsscheibe innerhalb des Leerlaufsystems stets eine
definierte Position einnimmt. Besonders vorteilhaft kann es sein, wenn das
Leerlaufsystem derart ausgelegt ist, daß bei normaler Betriebstemperatur
und im Leerlauf drehender, warmer Brennkraftmaschine die erste
Federstufe des Leerlaufsystems das Schleppmoment des Getriebes sowie
die überlagerten Momenten- bzw. Drehschwingungen absorbieren kann.
Besonders vorteilhaft kann es sein, wenn das Lastreibteil des
Leerlaufsystems, wie eine Lastreibscheibe, lediglich im Leerlaufbereich
wirksam ist, das heißt, daß dieses Lastreibteil beim Übergang in den
zweiten Winkelbereich, welcher dem Lastbereich entspricht, überbrückt
werden kann.
Besonders zweckmäßig kann es sein, wenn die Lastreibeinrichtung des
Leerlaufsystems derart ausgelegt ist, daß sie eine Reibungshysteresis
zwischen 0,5 und 2,5 Nm, vorzugsweise zwischen 0,7 und 1,6 Nm für
Ottomotoren und zwischen 1,2 und 2,3 Nm für Dieselmotoren erzeugt.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es besonders
angebracht sein, wenn das Lastreibteil Steueranschläge wie radial
verlaufende Arme oder axial abgebogene Lappen aufweist, die den Einsatz
der weiteren Reibeinrichtung durch Anschlag an einem anderen Bauteil der
Kupplungsscheibe bestimmen.
Um eine optimale Anpassung an die ideale Dämpfungskennlinie zu
ermöglichen, ist es weiterhin zweckmäßig, wenn für das Lastsystem
ebenfalls mindestens eine zweite Reibeinrichtung vorgesehen ist. Diese
zweite Reibeinrichtung kann zweckmäßigerweise über einen ersten
Teilbereich des zweiten Winkelbereichs, in dem das Lastsystem wirksam
ist, unwirksam sein und über einen weiteren Teilbereich dieses zweiten
Winkelbereiches wirksam werden.
Insbesondere für Kupplungsscheiben, bei denen die weitere Reibeinrichtung
des Vordämpfers beim Übergang in den zweiten Winkelbereich, welcher
dem Lastbereich entspricht, überbrückt wird, kann es besonders vorteilhaft
sein, wenn das Ausgangsteil der Kupplungsscheibe ein mit Innenprofil zum
Aufsetzen auf eine Getriebewelle versehenes Nabenteil ist, auf dem
drehfest ein Flansch des Leerlaufsystems, sowie ein Flansch bzw. Nabenteil
mit Innenprofil des Lastsystems aufgenommen ist und durch dieses
Innenprofil das zusätzlich mit einem Außenprofil versehene Ausgangsteil
der Kupplungsscheibe sich hindurcherstreckt und über diese Profile dem
Flansch- bzw. Nabenteil gegenüber dem Ausgangsteil der
Kupplungsscheibe bzw. dem Flansch des Leerlaufsystems eine
Relativverdrehung ermöglicht ist und wobei weiterhin die Kraftspeicher in
fensterförmigen Ausnehmungen des jeweiligen Eingangsteiles und des
jeweiligen Flansches enthalten sind. Bei einer derart aufgebauten
Kupplungsscheibe kann es gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
besonders zweckmäßig sein, wenn das Eingangsteil des Leerlaufsystems
durch zwei beidseits des Flansches des Leerlaufsystems angeordnete, das
heißt diesen Flansch flankierende und mit dem das Ausgangsteil des
Lastsystems bildenden Flansch drehfeste Seitenscheiben gebildet ist.
Angebracht kann es dabei sein, wenn die zwischen dem Flansch des
Leerlaufsystems und dem Flansch des Lastsystems angeordnete
Seitenscheibe unmittelbar am Flansch des Lastsystems anliegt, so daß der
erforderliche axiale Bauraum verringert werden kann. Weiterhin kann es
zweckmäßig sein, wenn die weitere Reibeinrichtung des Vordämpfers eine
zwischen der einen Seitenscheibe und dem Flansch des Leerlaufsystems
vorgesehene und mit mindestens einem Kraftspeicher des Leerlaufsystems
zusammenwirkende Lastreibscheibe, mindestens eine mit dieser
Lastreibscheibe drehfeste und zwischen der anderen Seitenscheibe und
dem Flansch des Leerlaufsystems angeordnete Reibscheibe, sowie einen
die Lastreibscheibe und die Reibscheibe zur Erzeugung einer Reibung
verspannenden Kraftspeicher aufweist. Zur Drehsicherung zwischen der
Lastreibscheibe und der Reibscheibe kann es besonders angebracht sein,
wenn wenigstens eine dieser Scheiben mit Ausnehmungen durch den
Nabenflansch des Leerlaufsystems hindurchreicht und die beiden Scheiben
sich axial über diese Ausleger aneinander abstützen.
Ein besonders vorteilhafter Aufbau der Kupplungsscheibe kann gegeben
sein, wenn die Lastreibscheibe des Leerlaufsystems zwischen der mit dem
Flansch des Lastsystems drehfesten Seitenscheibe und dem Flansch des
Leerlaufsystems vorgesehen ist. Dies bedeutet, daß die Lastreibscheibe
räumlich auch zwischen dem Flansch des Leerlaufsystems und dem
Flansch des Lastsystems angeordnet ist.
Ein besonders preiswerter Aufbau kann gegeben sein, wenn die am
Nabenflansch des Lastsystems aufliegende Seitenscheibe aus einem Reib-
oder Gleitmaterial besteht, so daß diese sowohl zur Aufnahme der
Kraftspeicher für das Leerlaufsystem als auch zur Erzeugung einer
Reibungsdämpfung für die weitere Reibeinrichtung des Leerlaufsystems
herangezogen werden kann. Angebracht kann es dabei sein, wenn die am
Nabenflansch des Lastsystems aufliegende Seitenscheibe aus Kunststoff
ist, welcher faserverstärkt sein kann.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn axial zwischen der am
Nabenflansch des Lastsystems aufliegenden Seitenscheibe und der
Lastreibscheibe des Leerlaufsystems ein axial wirksamer Kraftspeicher für
die weitere Reibeinrichtung vorgesehen ist. Dieser Kraftspeicher kann
zweckmäßigerweise durch einen Wellring gebildet sein.
Für die Funktion und den Aufbau einer erfindungsgemäßen
Kupplungsscheibe kann es weiterhin vorteilhaft sein, wenn das Eingangsteil
dieser Kupplungsscheibe und somit auch das Eingangsteil des Lastsystems
durch einen Belagträger- und eine Gegenscheibe gebildet ist, wobei axial
zwischen diesen beiden Scheiben das Leerlaufsystem sowie der
Nabenflansch des Lastsystems aufgenommen sind. Dabei kann es
weiterhin vorteilhaft sein, wenn axial zwischen der auf der dem
Nabenflansch des Lastsystems abgewandten Seite des Nabenflansches des
Leerlaufsystems vorgesehene Seitenscheibe und der Belagträger- oder
Gegenscheibe ein Kraftspeicher wie eine Tellerfeder vorgesehen ist, welche
die, auf dem das Ausgangsteil der Kupplungsscheibe bildenden Nabenteil
aufgenommenen Bauteile, axial verspannt.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorteilhaft
sein, wenn die weitere Reibeinrichtung des Vordämpfers nur im Zugbereich
der Kupplungsscheibe, das heißt in dem Bereich, in dem das von einer
Brennkraftmaschine angetriebene Eingangsteil der Kupplungsscheibe das
Ausgangsteil derselben antreibt, wirksam ist.
Anhand der Fig. 1 bis 5 sei die Erfindung näher erläutert.
Dabei zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine teilweise dargestellte
erfindungsgemäße Kupplungsscheibe,
Fig. 2 eine teilweise Ansicht gemäß dem Pfeil Z der Fig. 1, wobei zur
besseren Darstellung der einzelnen Bauteile ein Ausbruch vorhanden ist,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III der Fig. 1,
Fig. 4 die im vergrößerten Maßstab dargestellte Einzelheit Y gemäß
Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie V-V der Fig. 1 und
Fig. 6 ein Diagramm einer erfindungsgemäßen Kupplungsscheibe, wobei
die Abszissenachse die Verdrehwinkel und die Ordinatenachse das
Verdrehmoment darstellt und weiterhin in diesem Diagramm die
Reibungshysterese, welche im Lastsystem bzw. im Hauptdämpfer auftritt,
nicht dargestellt ist.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Kupplungsscheibe weist ein
Leerlaufsystem bzw. einen Vordämpfer 1 und ein Lastsystem bzw. einen
Hauptdämpfer 2 auf. Der Vordämpfer 1 und der Hauptdämpfer 2 werden
von einer das Ausgangsteil der Kupplungsscheibe bildenden Nabe 3
getragen. Die Nabe 3 weist eine Innenverzahnung 4 auf, über die sie mit
einer nicht näher dargestellten Getriebeeingangswelle drehfest verbindbar
ist. Die Nabe 3 besitzt weiterhin eine Außenverzahnung 5, die mit einer
Innenverzahnung 6 des das Ausgangsteil des Hauptdämpfers 2 bildenden
Nabenflansches 7 in Eingriff steht. Die beiden Verzahnungen 5 und 6
weisen in Umfangsrichtung ein Zahnflankenspiel auf, welches dem
Winkelbereich des Vordämpfers 1 entspricht. Die Nabe 3 trägt weiterhin
einen mit ihr drehfesten Nabenflansch 8, welcher das Ausgangsteil des
Vordämpfers 1 bildet. Zur verdrehfesten Verbindung mit der Nabe 3 weist
der Nabenflansch 8 eine Innenverzahnung 9 auf, die an den in radialer
Richtung abgesetzten Verzahnungsbereich 10 der Außenverzahnung 5 der
Nabe 3 angepaßt ist. Aufgrund des in radialer Richtung abgesetzten
Verzahnungsbereiches 10 bildet die Außenverzahnung 5 eine Stirnfläche
11, an der sich der Nabenflansch 8 axial abstützt.
Das Eingangsteil des Vordämpfers 1 ist durch zwei beidseits des
scheibenförmigen Nabenflansches 8 angeordnete Scheiben 12, 13 gebildet,
welche über formschlüssige Steckverbindungen in axialem Abstand
miteinander sowie mit dem Nabenflasch 7 des Hauptdämpfers 2 drehfest
verbunden sind. Hierfür weist die vom Nabenflansch 7 durch den
Nabenflansch 8 getrennte Scheibe 13 an ihrem Außenumfang axial in
Richtung des Nabenflansches 7 des Hauptdämpfers 3 gerichtete Laschen
14 auf, welche in Ausschnitte 7a des Nabenflansches 7 axial hineinragen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese Ausschnitte 7a mit
den Ausschnitten zur Aufnahme der Federn des Hauptdämpfers im Flansch
7 verbunden. Die Laschen 14 erstrecken sich axial über den
scheibenförmigen Nabenflansch 8 des Vordämpfers und weisen jeweils an
ihrem freien Ende einen verschmälerten Bereich 14a auf, der jeweils in
einen Auschnitt 7a des Flansches 7 eingreift und eine Abstufung 14b
bildet. Die Scheibe 13 stützt sich über die Abstufungen 14b der Laschen
14 unter Zwischlegung der Scheibe 12 axial am Nabenflasch 7 ab. Die
unmittelbar am Nabenflasch 7 axial anliegende Scheibe 12 weist an ihrem
Außenumfang Ausschnitte 12a auf, durch welche die verschmälerten
Bereiche 14a der Laschen 14 axial greifen zur axialen Festlegung und
Drehsicherung der Scheibe 12 gegenüber dem Nabenflansch 7 des
Hauptdämpfers.
Das Eingangsteil der Kupplungsscheibe bzw. des Hauptdämpfers 2 umfaßt
eine Belagträgerscheibe 15 sowie eine mit dieser in axialem Abstand über
Abstandsbolzen 16 drehfest verbundene Gegenscheibe 17. Die
Abstandsbolzen 16 erstrecken sich axial durch Ausschnitte 7b des
Nabenflansches 7. Die Belagträgerscheibe 15 und die Gegenscheibe 17
überlappen in radialer Richtung die Außenverzahnung 5 der Nabe 3, wobei die
Belagträgerscheibe 15 über einen Reibring 18 in radialer Richtung auf einer
äußeren Mantelfläche 19 verdrehbar gelagert ist. Zwischen der Stirnflläche 18a
des Reibringes 18 und dem Nabenflansch 8 bzw. der Außenverzahnung 5 ist
eine vorgespannte Wellfeder 20 vorgesehen, die einerseits in Reibeingriff mit
dem mit der Belagträgerscheibe 15 drehfest verbundenen Reibring 18 ist und
andererseits den Nabenflansch 8 in Richtung der Stirnfläche 11 beaufschlagt,
so daß dieser auf dem abgesetzten Verzahnungsbereich 10 axial gehalten
wird. Axial zwischen der Gegenscheibe 17 und dem Nabenflansch 7 ist ein
Reibring 21 vorgesehen. Der Reibring 21 besitzt radial innen einen im
Querschnitt winkelförmigen Ansatz 21a, dessen radialer Schenkel zwischen
einer sich an der Außenverzahnung 5 abstützenden Scheibe 5a und der
Gegenscheibe 17 verspannt ist. Die axiale Verspannung des Ansatzes 21a des
Reibringes 21 zwischen der Gegenscheibe 17 und der Abstützscheibe 5a wird
durch die auf der anderen Seite der Außenverzahnung 5 vorgesehene
Wellfeder 20 sichergestellt.
Im axialen Bauraum zwsichen der Belagträgerscheibe 15 und der
Gegenscheibe 17 ist der Nabenflansch 7 des Hauptdämpfers, die mit diesem
drehfest verbundenen Scheiben 12 und 13 sowie der zwischen diesen
Scheiben 12, 13 vorgesehene scheibenförmige Nabenflansch 8 angeordnet.
Zur axialen Sicherung der beiden Scheiben 12 und 13 des Vordämpfers 1 ist
eine Tellerfeder 22 axial zwischen der Scheibe 13 und der Belagträgerscheibe
15 angeordnet, welche sich radial außen an der Belagträgerscheibe 15 abstützt
und radial innen die Scheibe 13 in Richtung des Nabenflansches 7
beaufschlagt, so daß die Laschen 14 sich über ihre Abstufungen 14b an der
Scheibe 12 abstützen und diese gegen den Nabenflansch 7 drücken. Die
Tellerfeder 22 weist an ihrem äußeren Bereich Ausleger 22a auf, welche zur
drehfesten Verbindung der Tellerfeder 22 mit der Belagträgerscheibe 15 in
Ausschnitte 15a dieser Scheibe 15 eingreifen. Zur Erzeugung einer
Reibungsdämpfung weist die Tellerfeder 22 an ihrem radial inneren Bereich
eine abgerundete Anformung 22b auf, welche unter Vorspannung der
Tellerfeder 22 an der Scheibe 13 anliegt. Die Vorspannung der Tellerfeder 22
bewirkt weiterhin, daß der Nabenflansch 7 in Richtung der Gegenscheibe 17
gedrängt wird, wodurch der Reibring 21 zwischen dieser Gegenscheibe 17 und
dem Nabenflansch 7 axial eingespannt wird. Zwischen den drehfest
miteinander verbundenen Scheiben 15 und 17, welche das Eingangsteil der
Kupplungsscheibe bilden, und dem das Ausgangsteil des Hauptdämpfers 2
bildenden Nabenflansch 7 ist eine Relativverdrehung möglich entgegen der
Wirkung von in fensterförmigen Ausnehmungen 23, 24 der Belagträger- 15
und der Gegenscheibe 17 einerseits, sowie in dem Nabenflansch 7
andererseits vorgesehenen fensterförmigen Ausnehmungen 25
aufgenommenen Federn 26.
Zwischen den beiden das Eingangsteil des Vordämpfers 1 bildenden Scheiben
12, 13 und dem das Ausgangsteil des Vordämpfers 1 bildenden Nabenflansch
8 ist eine, dem Verzahnungsspiel zwischen Außenverzahnung 5 und
Innenverzahnung 6 entsprechende, begrenzte Relativverdrehung möglich, und
zwar entgegen der Wirkung von in fensterförmigen Ausnehmungen 27, 28 der
Scheiben 12, 13 einerseits, und in fensterförmigen Ausnehmungen 29 des
Nabenflansches 8 andererseits, vorgesehenen Kraftspeichern in Form von
Schraubenfedern 30.
Der Vordämpfer 1 weist weiterhin eine Reibeinrichtung 31 auf, die lediglich
über einen Teilbereich des zwischen dem Nabenflansch 7 und der Nabe 3
möglichen Verdrehwinkels wirksam ist. Die weitere Reibeinrichtung 31 umfaßt
eine Lastreibscheibe 32, die axial zwischen dem Nabenflansch 8 und der
Scheibe 12 angeordnet ist, sowie eine auf der anderen Seite des
Nabenflansches 8 vorgesehene Reibscheibe 33, die mit der Lastreibscheibe 32
drehfest ist. Die Lastreibscheibe 32 besitzt in Achsrichtung abgebobene
Lappen 34, die mit Verdrehspiel durch Ausschnitte 35 des Nabenflansches 8
hindurchragen und deren Enden in Umfangsrichtung derart abgesetzt sind, daß
sich die Reibscheibe 33 axial an den Lappen 34 abstützen kann. Zur
drehfesten Verbindung zwischen der Lastreibscheibe 32 und der Reibscheibe
33 greifen die verschmälerten Endbereiche 34a der Lappen 34 in entsprechend
angepaßte und am Außenumfang des Reibringes 33 vorgesehene Einschnitte
33a ein (Fig. 5).
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Scheibe 12 aus einem
Kunststoff bzw. einem Reib- oder Gleitmaterial, welches faserverstärkt sein
kann, hergestellt, so daß diese Scheibe 12 gleichzeitig zur Erzeugung einer
Reibungsdämpfung für den Vordämpfer 1 dient. Axial zwischen der Scheibe 12
und der Lastreibscheibe 32 ist eine vorgespannte Wellfeder 36 vorgesehen,
welche einerseits die Scheibe 12 in Richtung des Nabenflansches 7
beaufschlagt und andererseits die Lastreibscheibe 32 in Richtung vom
Nabenflansch 7 weg drängt, wodurch die Reibscheibe 33 gegen die Scheibe 13
verspannt wird. Die von der Wellfeder 36 erzeugte Kraft ist kleiner als die von
der Tellerfeder 22 aufgebrachte Kraft.
Die Lastreibscheibe 32 weist an ihrem äußeren Umfang radial gerichtete
Ausleger 37 auf, in denen Ausnehmungen 38 vorgesehen sind, zur Aufnahme
von die zweite Stufe des Vordämpfers 1 bildenden Federn 30.
Wie aus Fig. 2 zu entnehmen ist, sind die Federn 30 in zwei Gruppen von
Federn 30a und 30b unterteilt, wobei die Federn 30a für die erste Stufe und die
Federn 30b zusätzlich für die zweite Stufe des Vordämpfers 1 vorgesehen sind.
In ähnlicher Weise sind die Federn 26 in zwei Gruppen von Federn 26a und
26b unterteilt, wobei die Federn 26a für die erste Stufe und die Federn 26b
zusätzlich für die zweite Stufe des Hauptdämpfers 2 vorgesehen sind.
Die Federn 30a sind in Ausnehmungen 27a, 28a sowie 29a der Scheiben 12,
13 sowie des scheibenförmigen Nabenflansches 8 aufgenommen, welche - in
Umfangsrichtung betrachtet - die gleiche Erstreckung aufweisen, so daß bei
einer Verdrehung der Belagträgerscheibe 15 gegenüber der Nabe 3 aus der
Ruhelage der Kupplungsscheibe heraus diese Federn 30a sofort ansprechen.
Weiterhin sind die Federn 30a jeweils in einer Ausnehmung 38a der
Lastreibscheibe 32 aufgenommen, welche Ausnehmung 38a in
Umfangsrichtung eine größere Erstreckung aufweist als die Ausnehmungen
27a, 28a, 29a, so daß zumindest in der ersten Stufe des Vordämpfers 1 die
Federn 30a nicht an der Lastreibscheibe 32 zur Anlage kommen. Die Federn
30b sind in gleich großen Ausnehmungen 27b, 28b der Scheiben 12, 13 sowie
in einer gegenüber dieser in Umfangsrichtung größeren Ausnehmung 29b des
scheibenförmigen Flansches 8 aufgenommen. Die in Umfangsrichtung
betrachtete Ausdehnung der jeweils eine Feder 30b aufnehmenden
Ausnehmungen 38b der Lastreibscheibe 32 entspricht derjenigen der
Ausnehmung 27b, 28b.
Die dritte Stufe der Kupplungsscheibe, welche die erste Stufe des
Hauptdämpfers 2 darstellt, ist durch die Federn 26a gebildet, welche - in
Umfangsrichtung betrachtet - in gleich großen Ausnehmungen 23a, 24a sowie
25a der Belagträger- 15 und Gegenscheibe 27 sowie des Nabenflasches 7
angeordnet sind.
Die Federn 26b sind in gleich großen Ausnehmungen 23b, 24b der
Belagträger- 15 und Gegenscheibe 17 aufgenommen, sowie in einer
gegenüber diesen in Umfangsrichtung größeren Ausnehmung 25b des
Nabenflansches 7.
Im folgenden wird im Zusammenang mit den Fig. 2 und 5 die Wirkung und
Funktionsweise der Kupplungsscheibe beschrieben. Dabei wird durch den Pfeil
39 in Fig. 2 die Zugrichtung, das heißt also, die Richtung angedeutet, bei der
das von einem Motor angetriebene Eingangsteil 15 + 17 das durch die Nabe 3
gebildete Ausgangsteil antreibt. Durch den Pfeil 40 ist die Schubrichtung
gekennzeichnet.
Bei einer Verdrehung in Zugrichtung 39 oder Schubrichtung 40 der
Belagträgerscheibe 15 und der Gegenscheibe 17 gegenüber der Nabe 3
gelangen zunächst die Federn 30a zur Wirkung, da die Ausnehmungen 27a,
28a sowie 29a der Scheiben 12, 13 und des scheibenförmigen Nabenflansches
8 in Umfangsrichtung gleich groß sind. Aufgrund dieser Auslegung dienen die
Federn 30a gleichzeitig auch dazu, die Nabe 3 in Bezug auf die
Belagträgerscheibe 15 und die Gegenscheibe 17 in eine definierte Nullstellung
zu bringen.
Ausgehend von der in Fig. 2 gezeigten Ruhestellung der Kupplungsscheibe
gelangen nach einer Verdrehung der Belagträgerscheibe 15 und der
Gegenscheibe 17 in Bezug auf die Nabe 3 bzw. den mit dieser drehfesten
Nabenflasch 8 des Vordämpfers 1 um einen Verdrehwinkel A1 in Zugrichtung
39 oder B1 in Schubrichtung 40 die Federn 30b zusätzlich zu den Federn 30a
zur Wirkung. Dies geschieht dadurch, daß die Kanten 41 der Ausnehmungen
29b des scheibenförmigen Flansches 8 nach einer Verdrehung um den Winkel
A1 in Zugrichtung 39, an den in den Fenstern 27b, 28b der Scheiben 12, 13
angeordneten Federn 30b angreifen. In gleicher Weise kommen die Kanten 42
bei einer Verdrehung um den Winkel B1 in Schubrichtung 40 an den Federn
30b zur Wirkung. Bei einer weiteren Verdrehung um den Winkel A2 in
Zugrichtung 39 oder B2 in Schubrichtung 40 gelangt die Innenverzahnung 6
des Nabenflansches 7 zur Anlage an der Außenverzahnung 5 der Nabe 3,
wodurch der Verdrehwinkelbereich A3 in Zugrichtung und B3 in Schubrichtung
des Vordämpfers 1 begrenzt wird und bei einer darüberhinausgehenden
Verdrehung der Hauptdämpfer 2 zur Wirkung kommt.
Bei Überschreitung des Verdrehwinkelbereiches A3 in Zugrichtung 39 und B3
in Schubrichtung 40 bleibt der Nabenflansch 7 gegenüber der Nabe 3 stehen
und es werden die das Eingangsteil der Kupplungscheibe bildenden
Mitnehmer- 15 und Gegenscheibe 17 gegenüber dem Nabenflansch 7 und
somit auch über der Nabe 3 verdreht, so daß zunächst die die erste Stufe des
Hauptdämpfers bildenden Federn 26a über einen Verdrehwinkelbereich A4 in
Zugrichtung 39 und B4 in Schubrichtung 40 alleine zur Wirkung kommen. Nach
Überschreitung dieser Verdrehwinkelbereiche A4 bzw. B4 gelangen die Federn
26b zusätzlich zu den Federn 26a, das heißt also parallel zu diesen, zur
Wirkung. Dies geschieht dadurch, daß die Kanten 43 der Ausnehmungen 25b
im Nabenflansch 7 nach einer Verdrehung um den Bereich A4 gegenüber der
Mitnehmer- 15 und Gegenscheibe 17 an den in den Fenstern 23b, 24b der
Belagträger- 15 und Gegenscheibe 17 angeordneten Federn 26b zur Anlage
kommen. In gleicher Weise kommen die Kanten 44 bei einer Verdrehung um
den Winkel B4 an den Federn 26b zur Wirkung. Der die zweite Stufe des
Hauptdämpfers 2 darstellende Verdrehwinkelbereich A5 in Zugrichtung 39 bzw.
B5 in Schubrichtung 40 wird durch Anschlag der Abstandsbolzen 16 an den
Endkonturen 45 bzw. 46 der Ausschnitte 7b des Flansches 7 begrenzt. Dieser
Anschlag begrenzt gleichzeitig den maximalen Verdrehungswinkel A6 in
Zugrichtung 39 sowie B6 in Schubrichtung 40 der Kupplungsscheibe.
Bei einer Verdrehung der Mitnehmerscheibe 15 und der Gegenscheibe 17 in
Zug- oder Schubrichtung aus der in Fig. 2 dargestellten Ruhestellung wird
zunächst Reibung durch die Reibringe 18 und 21a erzeugt, da aufgrund der in
gleichgroßen Fenstern 23a, 24a sowie 25a der Belagträger- 15 und
Gegenscheibe 17 sowie des Nabenflansches 7 vorgesehenen Federn 26a mit
höherer Federrate die Belagträgerscheibe 15, die Gegenscheibe 17 sowi der
Nabenflansch 7 synchron gegenüber der Nabe 3 verdreht werden. Die durch
die Reibringe 18 und 21a erzeugte Reibung ist auf die Federn 30a mit sehr
geringer Steifigkeit, welche die erste Stufe des Vordämpfers bilden,
abgestimmt. Diese Reibung ist sehr gering und wirkt über die
Verdrehwinkelbereiche A1 und B1 alleine. Bei Überschreitung des
Verdrehwinkels A1 bzw. B1 kommen die Lappen 34 der Lastreibscheibe 32 an
den Anschlagkanten 47 für die Zugrichtung 39 und 48 für die Schubrichtung 40
der Ausschnitte 35 zur Anlage, so daß die Lastreibscheibe 32 und somit auch
die Reibscheibe 33 gegenüber dem Nabenflansch 8 des Vordämpfers 1
festgelegt sind. Die Festlegung der Lastreibscheibe 32 und der Reibscheibe 33
gegenüber dem Nabenflansch 8 bewirkt, daß diese sich gegenüber dem
Nabenflansch 7 und somit auch gegenüber den mit diesem fest verbundenen
Teilen, insbesondere der beiden Scheiben 12, 13, welche das Eingangsteil des
Vordämpfers bilden, verdrehen und zwar solange, bis die Innenverzahnung 6
des Nabenflansches 7 an der Außenverzahnung 5 der Nabe 3 zur Anlage
kommt. Während dieser Verdrehphase, welche dem Verdrehwinkelbereich A2
in Zugrichtung und B2 in Schubrichtung entspricht, wird ein etwas höheres
Reibmoment erzeugt, welches auf die in diesen Verdrehwinkelbereichen A2
und B2 wirksamen Vordämpferfedern 28a und 28b abgestimmt ist. Das in
diesen Verdrehwinkelbereichen A2 und B2 wirksame Reibmoment ergibt sich
durch Addition der durch die Reibringe 18 und 21a sowie der weiteren
Reibeinrichtung 31 erzeugten Reibmomente.
Bei Überschreitung des Verdrehwinkelbereiches A3 bzw. B3 des Vordämpfers
1 wird die weitere Reibeinrichtung 31 überbrückt und ist somit nicht mehr
wirksam.
Über die Verdrehwinkelbereiche A4 und A5 in Zugrichtung 39 sowie B4 und B5
in Schubrichtung 40 wird eine durch den Reibring 21 und die Tellerfeder 22
definierte Reibungsdämpfung, welche auf die Federn 26a und 26b des
Hauptdämpfers abgestimmt ist, erzeugt. Die über den Verdrehwinkelbereich
des Hauptdämpfers 2 wirksame Reibungsdämpfung ist wesentlich höher als
die, welche die weitere Reibeinrichtung 31 im Vordämpferbereich erzeugt. Die
im Hauptdämpferbereich vorhandene Reibungshysterese stellt ein Mehrfaches
der Reibungshysterese, welche durch die weitere Reibeinrichtung 31 des
Vordämpfers 1 erzeugt wird, dar und ist in Fig. 6 nicht dargestellt.
Zweckmäßig ist es, wenn die weitere Reibeinrichtung 31 eine
Reibungshysterese X in der Größenordnung zwischen 0,5 und 2,5 Nm erzeugt,
wobei es sich als zweckmäßig erwiesen hat, wenn für Ottomotoren diese
Hysterese zwischen 0,7 und 1,6 Nm und für Dieselmotoren zwischen 1,2 und
2,3 Nm liegt. Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn in den die erste Stufe des
Vordämpfers 1 der Kupplungsscheibe darstellenden Verdrehwinkelbereiche A1
bzw. B1, die durch die Reibringe 18 und 21 erzeugte Reibungshysterese
kleiner ist als 0,7 Nm für Ottomotoren und 1,2 Nm für Dieselmotoren.
Die mit der weiteren Reibeinrichtung 31 zusammenwirkenden Federn 30b sind
in die Fenster 27b, 28b der Scheiben 12 und 13 mit Vorspannung eingebaut.
Die Vorspannung ist dabei derart gewählt, daß das durch die Federn 30b
ausgeübte Rückstellungsmoment zumindest gleich groß ist, wie das durch die
weitere Reibeinrichtung 31 erzeugte Reibmoment. Dadurch wird sichergestellt,
daß über die gesamten Verdrehwinkelbereiche A2, B2 die weitere
Reibeinrichtung 31 sowohl während des Zusammendrückens als auch während
des Entspannens der Federn 30b wirksam bleibt. Es wird also durch die
Vorspannung der Federn 30b sichergestellt, daß die weitere Reibeinrichtung 31
stets eine definierte Ruhestellung einnimmt.
Für manche Anwendungsfälle ist es jedoch auch vorteilhaft, wenn die mit der
Lastreibscheibe bzw. der weiteren Reibeinrichtung zusammenwirkenden
Federn, die bei der vorbeschriebenen Ausführungsform durch die Federn 30b
gebildet sind, über einen Teilbereich des Verdrehwinkels des Vordämpfers oder
zumindest über einen Teilbereich der Verdrehwinkelbereiche A2 und B2 auf die
Lastreibscheibe der weiteren Reibeinrichtung ein kleineres Rückstellmoment
als das Reibmoment dieser Reibeinrichtung ausüben. Dadurch ergibt sich kein
plötzlicher Reibungsanstieg im Vordämpfer, was für manche Anwendungsfälle
vorteilhaft ist, um Resonanzerscheinungen zu unterdrücken.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn die weitere Reibeinrichtung 31 nur im
Zugbereich A6 bzw. nur in Zugrichtung 39 über zum Beispiel den
Verdrehwinkelbereich A2 wirksam ist. Hierfür braucht lediglich zwischen den
Lappen 34 und den Ausschnitten 35 in Schubrichtung 40 ein mindestens dem
Verdrehwinkelbereich B3 gemäß Fig. 6 entsprechendes Spiel vorgesehen
werden.
Claims (22)
1. Kupplungsscheibe mit einem einen Reibbelagträger an einer Nabe (3)
führenden Torsionsschwingungsdämpfer, welcher ein Lastsystem (2) mit
einer Last-Reibeinrichtung (21, 22) und ein Leerlaufsystem (1) umfaßt,
wobei das Lastsystem (2) zwei Eingangsteile (15, 17) zu beiden Seiten
eines über eine Verzahnung (5, 6) mit Drehspiel an der Nabe (3)
gelagerten Ausgangsteils (7) sowie Dämpferfedern (26) aufweist, die die
Last-Eingangsteile (15, 17) mit dem Last-Ausgangsteil (7) federnd
kuppeln, wobei das Leerlaufsystem (1) in axialer Richtung zwischen den
Last-Eingangsteilen (15, 17) angeordnet ist, eingangsseitig mit dem Last-
Ausgangsteil (7) und ausgangsseitig mit der Nabe (3) jeweils drehfest
verbunden ist und von den Last-Dämpferfedern (26) verschiedene
Dämpferfedern (30) umfaßt, die auf einem kleineren mittleren Durch
messer als die Last-Dämpferfedern (26) angeordnet sind, und wobei die
Last-Reibeinrichtung (21, 22) zur Erzeugung einer auf ihre Reibflächen
wirkenden Anpreßkraft eine Feder (22) aufweist, deren Anpreßkraftweg
sich über die miteinander verbundenen Last-Eingangsteile (15, 17) und
Last-Ausgangsteil (7) schließt, wobei die Leerlauf-Dämpferfedern (30)
radial außerhalb der Verzahnung (5, 6) angeordnet sind und wobei das
Leerlaufsystem (1) in axialer Richtung zwischen dem Last-Ausgangsteil
(7) und einem (15) der Last-Eingangstelle (15, 17) angeordnet ist und ein
axial zwischen seinem Ausgangsteil (8) und dem einen Last-Eingangsteil
(15) angeordnetes Eingangsteil (13) aufweist, das im Anpreßkraftweg
der Feder (22) der Last-Reibeinrichtung (21, 22) angeordnet und mit
dem Last-Ausgangsteil (7) drehfest verbunden und derart axial
abgestützt ist, daß die durch eine eigene Feder (20) axial beaufschlagte
Leerlauf-Reibeinrichtung nicht durch die Anpreßkraft der Feder (22) der
Last-Reibeinrichtung beaufschlagt ist, wobei zumindest die axial
wirksamen Federn (22, 20) der Last-Reibeinrichtung und der Leerlauf-
Reibeinrichtung radial versetzt zueinander und auf der gleichen Seite des
Last-Ausgangsteils (7) angeordnet sind.
2. Kupplungsscheibe, nach Anspruch 1, bei der das Leerlaufsystem über
einen ersten Winkelbereich alleine und das Lastsystem nach einem
ersten und über einen weiteren, zweiten Winkelbereich wirksam wird,
wobei für jedes System jeweils Kraftspeicher und Reibmittel vorgesehen
sind, die zwischen den jeweiligen Eingangs- und Ausgangsteilen der
Systeme wirksam sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Ausgangsteil (8) und Eingangsteil (12 + 13) des Leerlaufsystems (1)
mindestens eine über einen ersten Teilbereich (A1, B1) des ersten
Verdrehwinkelbereiches (A3, B3), in dem lediglich das Leerlaufsystem
wirksam ist, unwirksame und über einen weiteren Teilbereich (A2, B2)
dieses ersten Winkelbereiches (A3, B3) wirksame, eine
Reibungsdämpfung erzeugende weitere Reibeinrichtung (31) vorhanden
ist, die mindestens ein Lastreibteil, wie eine Lastreibscheibe (32),
umfaßt, welches über Anlagekonturen (38b) mit mindestens einem
Kraftspeicher (30b) des Leerlaufsystems (1) zusammenwirkt.
3. Kupplungsscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Lastreibteil (32) des Leerlaufsystems (1), zumindest über einen Teilsektor
des weiteren Teilbereiches (A2, B2), durch den mit ihm
zusammenwirkenden Kraftspeicher (30b) rückstellbar ist.
4. Kupplungsscheibe nach einem der Anpsürche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Leerlaufsystem (1) mindestens zwei
Federstufen (A1, A2, B1, B2) aufweist.
5. Kupplungsscheibe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
weitere Reibeinrichtung (31) in der zweiten Stufe (A2, B2) des
Leerlaufsystems (1) wirksam ist.
6. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Lastreibteil (32) des Leerlaufsystems (1)
lediglich im Leerlaufbereich (A3, B3) wirksam ist.
7. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die weitere Reibeinrichtung (31) des
Leerlaufsystems (1) eine Reibungshysteresis (X) zwischen 0,5 und 2,5
Nm erzeugt, vorzugsweise zwischen 0,7 und 1,6 Nm für Ottomotoren
und zwischen 1,2 und 2,3 Nm für Dieselmotoren.
8. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Lastreibteil (32) Steueranschläge (34) aufweist,
die den Einsatz der weiteren Reibeinrichtung (31) bestimmen.
9. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine zweite Reibeinrichtung für das
Lastsystem (2) vorgesehen ist.
10. Kupplungsscheibe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Reibeinrichtung über einen ersten Teilbereich des zweiten
Verdrehwinkelbereiches unwirksam ist und über einen weiteren
Teilbereich dieses zweiten Verdrehwinkelbereiches wirksam ist.
11. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das
Ausgangsteil der Kupplungsscheibe ein mit Innenprofil zum Aufsetzen
auf eine Getriebewelle versehenes Nabenteil ist, auf dem drehfest ein
Flansch (8) des Leerlaufsystems sowie ein Flansch- oder Nabenteil mit
Innenprofil des Lastsystems aufgenommen ist und durch dieses
Innenprofil, das zusätzlich mit einem Außenprofil versehene Ausgangsteil
der Kupplungsscheibe sich hindurcherstreckt und über diese Profile dem
Flansch- oder Nabenteil des Lastsystems gegenüber dem Ausgangsteil
der Kupplungsscheibe eine Relativverdrehung ermöglicht ist und wobei
weiterhin die Kraftspeicher in fensterförmigen Ausnehmungen des
jeweiligen Eingangsteiles und des jeweiligen Flansches enthalten sind,
dadurch gekennzeichnet, daß das Eingangsteil des Leerlaufsystems (1)
durch zwei beidseits des Flansches (8) des Leerlaufsystems (1)
angeordnete und mit dem das Ausgangsteil (7) des Lastsystems (2)
bildenden Flansch drehfeste Seitenscheiben (12, 13) gebildet ist.
12. Kupplungsscheibe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
zwischen dem Flansch (8) des Leerlaufsystems (1) und dem Flansch (7)
des Lastsystems (2) angeordnete Seitenscheibe (12) unmittelbar am
Flansch (7) des Lastsystems (2) anliegt.
13. Kupplungsscheibe nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Reibeinrichtung (31) des Leerlaufsystems (1) eine
zwischen der einen Seitenscheibe (12) und dem Flansch (8) des
Leerlaufsystems (1) vorgesehene und mit mindestens einem
Kraftspeicher (30b) des Leerlaufsystems (1) zusammenwirkende
Lastreibscheibe (32), mindestens eine mit dieser Lastreibscheibe (32)
drehfeste und zwischen der anderen Seitenscheibe (13) und dem
Flansch (8) des Leerlaufsystems (1) angeordnete Reibscheibe (33) sowie
einen die Lastreibscheibe (32) und die Reibscheibe (33) zur Erzeugung
einer Reibung verspannenden Kraftspeicher (36) aufweist.
14. Kupplungsscheibe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Drehsicherung zwischen der Lastreibscheibe (32) und der Reibscheibe
(33) wenigsten eine dieser Scheiben mit Auslegern (34) durch den
Nabenflansch (8) des Leerlaufsystems (1) hindurchreicht und die beiden
Scheiben (32, 33) sich axial über diese Ausleger (34) aneinander
abstützen.
15. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lastreibscheibe (32) des Leerlaufsystems
zwischen der mit dem Flansch (7) des Lastsystems (2) drehfesten
Seitenscheibe (12) und dem Flansch (8) des Leerlaufsystems (1)
vorgesehen ist.
16. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die am Nabenflansch (7) des Lastsystems (2)
aufliegende Seitenscheibe (12) aus einem Reib- oder Gleitmaterial (12)
besteht.
17. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die am Nabenflansch (7) des Lastsystems (2)
aufliegende Seitenscheibe (12) aus Kunststoff ist.
18. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß axial zwischen der am Nabenflansch (7) des
Lastsystems (2) aufliegenden Seitenscheibe (12) und der Lastreibscheibe
(32) ein axial wirksamer Kraftspreicher (36) für die weitere
Reibeinrichtung (31) vorgesehen ist.
19. Kupplungsscheibe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der
axial wirksame Kraftspeicher ein Wellring (36) ist.
20. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß das Eingangsteil der Kupplungsscheibe durch eine
Belagträger- und Gegenscheibe (15, 17) gebildet ist, wobei axial
zwischen diesen beiden Scheiben das Leerlaufsystem (1) sowie der
Nabenflansch (7) des Lastsystems (2) aufgenommen sind.
21. Kupplungsscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß axial zwischen der auf dem Nabenflansch (7) des
Lastsystems (2) abgewandten Seite des Nabenflansches (8)
vorgesehenen Seitenscheibe (13) und der Belagträger- oder
Gegenscheibe (15) eine Tellerfeder vorgesehen ist.
22. Kupplungsscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die weitere Reibeinrichtung (31) des Lastsystems
(1) nur im Zugbereich (A6) wirksam ist.
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