AT240369B - Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide

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AT240369B AT103064A AT103064A AT240369B AT 240369 B AT240369 B AT 240369B AT 103064 A AT103064 A AT 103064A AT 103064 A AT103064 A AT 103064A AT 240369 B AT240369 B AT 240369B
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sulfonamides
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Schering Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden der allgemeinen Formel   I :-   
 EMI1.1 
 worin    Rl   einen   nied.-Alkylrest,   X eine direkte Bindung zum   Pyrimidinkem   oder ein Sauerstoffatom, und Ra einen gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen oder verzweigten oder ringgeschlossenen Kohlenwasserstoffrest, der auch durch ein oder mehrere Sauerstoffatome unterbrochen sein kann, bedeuten, und von deren Salzen. 



   Aus der belgischen Patentschrift Nr. 609270 ist bekannt, dass unter anderem Sulfonamide der allgemeinen Formel : 
 EMI1.2 
 worin   R,   die   Methyl-oder Äthyl-und R   die Methoxyäthoxy-,   n-Propoxy-oder   Methylgruppe bedeuten, blutzuckersenkende Eigenschaften besitzen. Nachteilig ist jedoch, dass die nach oraler Applikation erzielte gute Wirksamkeit nur von relativ kurzer Dauer ist. 



   Es wurde nun gefunden, dass die neuen Sulfonamide der allgemeinen Formel I neben den guten blutzuckersenkenden Eigenschaften überraschenderweise zusätzlich noch eine ausgezeichnete protrahierte Wirkung besitzen, die gerade für ein   Dauertherapeutikum   wünschenswert ist. 



   In der folgenden Tabelle sind die Blutzuckersenkungen der erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen 1 und 2 und einiger bereits bekannter Verbindungen   3 - 5   aufgeführt. Die Blutzuckersenkung wurde am nüchternen Kaninchen nach oraler Applikation der angegebenen Substanzmengen bestimmt. Die Blutzuckersenkung ist in Prozent der Blutzuckerkonzentration vor der Applikation (Initialkonzentration) angegeben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Nr. <SEP> : <SEP> Substanz <SEP> : <SEP> Dosis <SEP> Blutzuckersenkung <SEP> in <SEP> 0/0
<tb> mg/kg <SEP> : <SEP> der <SEP> Initialkonzentration
<tb> nach
<tb> 4 <SEP> h <SEP> : <SEP> 16 <SEP> h <SEP> : <SEP> 
<tb> 2- <SEP> (4-Methylmercaptobenzol- <SEP> 31-21 <SEP> 
<tb> sulfonamido)-5-methoxy-62 <SEP> 27 <SEP> 41
<tb> äthoxy-pyrimidin <SEP> 125-58
<tb> 2 <SEP> 2- <SEP> (4-Methylmercaptobenzolsulfonamido) <SEP> -5-äthoxy- <SEP> 125 <SEP> - <SEP> 38
<tb> pyrimidin
<tb> 3 <SEP> 2- <SEP> (4-Methoxybenzolsulfon- <SEP> 
<tb> amido) <SEP> -5-methoxyäthoxy- <SEP> 62 <SEP> - <SEP> 0
<tb> pyrimidin
<tb> 4 <SEP> 2-Benzolsulfonamido-5- <SEP> 62 <SEP> 32 <SEP> 0
<tb> -methoxyäthoxypyrimidin
<tb> 5 <SEP> N1-,(Methylbenzolsulfonyl)-
<tb> - <SEP> N-n-butylhamstoff
<tb> 
 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 die Dialkoxygruppen gleich R sein können,

     wenn"'X-R-ebenfalls   eine Alkoxygruppe bezeichnet, mil N, N-disubstituierten Formamiden und anorganischen Säurechloriden, wie z. B. Phosphorpentachlorid oder 
 EMI2.5 
 bzw. deren Acetalen, in an sich bekannter Weise umsetzt und die erhaltenen Sulfonamide gewünschtenfalls mit physiologisch vertretbaren anorganischen und bzw. oder organischen Basen in die entsprechenden 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Salze überführt. 



   Beispiel l: In eine Lösung von 12 g Trimethoxyäthan in 100 cm3 Methylenchlorid werden bei 30 C 27, 5 g Phosgen eingeleitet. Anschliessend wird die Lösung abgekühlt und es werden   bei, -SoC 22, 5 cm3   Dimethylformamid zugetropft. Danach wird noch 1 h bei gleicher Temperatur nachgerührt. Dann wird das Wasserbad auf   70 C   erwärmt, wobei das Methylenchlorid abdestilliert. Das Gemisch wird nun noch 3/4 h bei   65 C   gerührt. Nach dem Abkühlen auf   200C   werden unter Eiskühlung nacheinander 150 cm3 Methanol, 30 g Natriumhydroxyd und 30 g 4-Methylmercaptobenzolsulfoguanidin eingetragen. Das Gemisch wird 8 h zum Sieden erhitzt und anschliessend das Methanol unter Rühren abdestilliert.

   Der Destillationsrückstand wird mit 300 cm3 Wasser versetzt und das überschüssige Mercaptobenzolsulfoguanidin abfiltriert. Durch Ansäuern der Lösung mit Salzsäure werden 25 g rohes   2- (4-Methylmercaptobenzol-   sulfonamido)-5-methoxypyrimidin erhalten. Das Produkt wird durch Lösen in verdünntem Ammoniak, Klären der Lösung mit Kohle und erneute Fällung mit Salzsäure gereinigt. Das Reinprodukt schmilzt bei Fp. 161-1620C. 



   Beispiel   2 : 25 g 4-Methylmercaptobenzolsulfoguanidin,   Fp. 190 - 191 C (hergestellt aus 4-Methylmercaptobenzolsulfochlorid und Guanidin) und 11, 5 g   ss-Dimethylamino-&alpha;-methylacrolein   werden in 150   cm3   Methanol mit 5, 5 g Ätznatron 8   h unter Rückflusskühlung   und Rühren erhitzt. Anschliessend wird das Methanol unter Rühren abdestilliert. Der Rückstand-wird in 300   cm3   In-Natronlauge gelöst und über Kohle filtriert. Durch Fällung mit Salzsäure werden aus dem Filtrat 26 g 2-(4-Methylmercaptobenzolsulfonamido)-5-methylpyrimidin vom Schmelzpunkt   2170C   erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide der allgemeinen Formel : EMI3.1 worin R, einen nied.-Alkylrest, X eine direkte Bindung zum Pyrimidinkern oder ein Sauerstoffatom und R einen gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen oder verzweigten oder ringgeschlossenen Kohlenwasserstoffrest, der auch durch ein oder mehrere Sauerstoffatome unterbrochen sein kann, bedeuten, so- wie von deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der allgemeinen Formel II :
    EMI3.2 worin Rl die oben genannte Bedeutung hat, mit den durch Vilsmeier-Reaktion aus l, I-Dialkoxy-2-X-Rz- - äthanen oder 1-X-R2-2-Alkoxyäthylenen, wobei X und R2 die oben genannte Bedeutung haben und wobei die Dialkoxygmppen gleich R sein können, wenn-X-R ebenfalls eine Alkoxygruppe bezeichnet, mit N, N-disubstituierten Formamiden und anorganischen Säurechloriden, wie z. B. Phosphorpentachlorid oder EMI3.3
AT103064A 1962-10-19 1963-10-14 Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide AT240369B (de)

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