DE940133C - Verfahren zur Gewinnung hochwirksamer Organextrakte - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung hochwirksamer Organextrakte

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DE940133C
DE940133C DESCH119A DESC000119A DE940133C DE 940133 C DE940133 C DE 940133C DE SCH119 A DESCH119 A DE SCH119A DE SC000119 A DESC000119 A DE SC000119A DE 940133 C DE940133 C DE 940133C
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DESCH119A
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Inventor
Heinrich Schmidt
Original Assignee
Heinrich Schmidt
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL, OR TOILET PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/12Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
    • A61K35/55Glands not provided for in groups A61K35/22 - A61K35/545, e.g. thyroids, parathyroids or pineal glands

Description

  • Verfahren zur Gewinnung hochwirksamer Organextrakte Es ist bekannt, die hormonalen und sonstigen Wirkstoffe aus Organen, -insbesondere innersekretorischen Drüsen, dadurch zu gewinnen, daß sie zerkleinert und mit warmen oder kalten, auch sauer eingestellten Lösungsmitteln verschiedener Art behandelt werden. Die so erhaltenen Extrakte, durch Abpressen oder gegebenenfalls Vorflltration von den Rückständen befreit, werden zumeist durch Fällungen der Eiweißstoffe usw. mit Alkohol usw. weitergereinigt. Dabei ist die notwendige Einhaltung bestimmter scharfbegrenzter pH-Gebiete schwierig und umständlich. Auf diesem Wege gewonnene Extrakte sind zudem in ihrer Arzneiwirkung auf bestimmte hormonale Indikationsgebiete beschränkt, enthalten nicht alle Wirkstoffe der Organe oder haben einen Teil ihrer Wirksamkeit durch das angewendete Reinigungsverfahren verloren.
  • Es wurde gefunden, daß sich hochwirksame Organextrakte mit zum Teil unbekannten Wirkstoffen und überraschenden Heilwirkungen gewinnen lassen, wenn neben der Extraktion auch die Reinigung in Gegenwart eines Konservierungsmittels durch Wärmeanwendung erfolgt. Erfindungsgemäß werden die zerkleinerten Organe zweckmäßig mit etwa dem doppelten Volumen eines schwach angesäuerten Lösungsmittels, z. B. go°/oigen Alkohols, verrührt, das Ganze bei höherer Temperatur, z. B. 50 bis 600, einige Zeit extrahiert, anschließend, am besten heiß, durch Abpressen od. dgl. von den Rückständen befreit und der so gewonnene Extrakt so weit eingeengt, bis das Lösungsmittel entfernt ist und eine Einheit des Konzentrates dem gewünschten Organgehalt entspricht. Zur weiteren Reinigung wird der Extrakt mit der zulässigen Menge eines an sich bekannten Konservierungsmittels, z. B. eines Kresolgemisohes, versetzt, zum Sieden erhitzt, die entstandenen Fällungen abgetrennt und das Filtrat nach an sich bekannten Methoden geklärt und entkeimt. Dabei hat sich die Anwendung von Bakterienfiltern als möglich erwiesen, sie beeinträchtigen die spätere Wirksamkeit der Fertigextrakte nicht.
  • An sich sind die Wirkstoffe endokriner Organe entweder gar nicht oder nur teilweise hitzebeständig. Soweit sie den Sterinen angehören sind sie nicht wasserlöslich. Überraschend zeigte sich, daß es erfindungsgemäß gelingt, in einem einfachen Arbeitsgang unmittelbar hochwirksame, spritzfähige Organextrakte zu erhalten, die tadellos verträglich sind. Die Reinigung durch Hitzefällung in Gegenwart des Konservierungsmittels wirkt sich auf die Wirksamkeit der Extrakte nicht abträglich aus. Sie begünstigt überraschenderweise die Fällung sehr. Durch den Wegfall der Notwendigkeit, die Reinigung der Rohextrakte in bestimmten pn-Grenzen vorzune'-"aen, ist das Verfahren nach der Erfindung bedeutend einfacher und billiger als die bekannten Methoden. Alle an sich wasserunlöslichen Wirkstoffe (Sterine usw.) werden anscheinend durch das vor der Fällung zugesetzte Konservierungsmittel in Verbindung mit der Fällung in Lösung gebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung injizierbarer Organextrakte,- dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion mit schwach anglesäuerten Lösungsmitteln bei höherer Temperatur, z. B. bei 50 bis 600, erfolgt, worauf die Rückstände, gegebenenfalls nach Vorfiltration, abgepreßt werden und der klare Extrakt- nach Einengung auf Injektionskonzentration mit einem Entkeimungsmittel versetzt, zum Sieden erhitzt, von der entstandenen Fällung abgetrennt und in an sich bekannter Weise weiterverarbteitet wird. ~~~~~~~ Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. I 813 78S, 2 407 og6; deutsche Patentschriften Nr. 602 887, 556 735, 571864, 169446, 626 724, 63I 658, 70wo94; dänische -Patentschriften Nr. II 865, 12 854, 45 582.
DESCH119A 1949-10-18 1949-10-18 Verfahren zur Gewinnung hochwirksamer Organextrakte Expired DE940133C (de)

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