Stand der Technik
Gebiet der Erfindung
-
Diese Erfindung betrifft eine Blatttransportvorrichtung zum
Transportieren eines Blattes eines Druckmediums, wie z. B.
normales Papier, beschichtetes Papier, OHP- (Overhead-
Projektor-) Folie, Glanzpapier und Glanzfilm. Zum Beispiel
wird die Blatttransportvorrichtung für einen Drucker
verwendet. Eine solche Vorrichtung ist aus JP-A-60 258 050
bekannt.
Stand der Technik
-
Ein Beispiel für die allgemein bekannte
Blatttransportvorrichtung ist eine Blatttransportvorrichtung unter
Verwendung eines Paars von Gummiwalzen. Gewöhnlich ist eine der
gepaarten Walzen eine Antriebswalze, und die andere ist
eine Folgewalze.
-
Im Fall der Gummiwalze ist es schwierig, die Genauigkeit
einer Außendurchmesserabweichung der Walze zu verbessern.
Weiterhin, als Nachteile der Gummiwalze, nutzt sich die
Gummiwalze leicht ab, und eine thermische Ausdehnung der
Walze ist groß. Zusätzlich kann ein Reibungskoeffizient der
Walze merklich verringert werden durch das Papierpulver,
Staub und Chemikalien von beschichtetem Papier, die an der
Oberfläche der Walze anhaften.
-
Wenn die Antriebswalze von der Gummiwalze gebildet wird,
ist es sehr schwierig, die Genauigkeit des Blatttransports
zu erhöhen.
-
Eine Blatttransportvorrichtung, die die oben genannten
Probleme löste, ist bekannt, wie in der ungeprüften
Japanischen Patentanmeldung Nr. JP-A 4-140 247 offenbart.
-
Bei dieser Blatttransportvorrichtung ist eine Antriebswalze
eine Metallwalze, deren Oberfläche einem
Windfrischverfahren unterzogen ist und eine hohe
Außendurchmesser-Genauigkeit aufweist, und eine Folgewalze ist eine elastische
Walze, deren Oberfläche mit Silicium beschichtet ist.
-
Gemäß einer solchen Blatttransportvorrichtung weist das
Walzenpaar, da der Reibungskoeffizient der elastischen
Walze klein ist, einen geringen Widerstand gegen den
Papiertransport auf, und weiterhin stellt die Verwendung
der steifen Walze, die dem Windfrischverfahren unterzogen
ist, einen stabilen Transport des Druckmediums oder eines
Papierblattes sicher.
-
Jedoch unterliegt die Blatttransportvorrichtung, die in der
Patentschrift offenbart ist, den folgenden Nachteilen.
-
Während des Windfrischverfahrens können die erhobenen
Kanten oder Spitzen der unregelmäßigen Oberfläche der
Antriebswalze leicht plastisch verformt werden. Wenn das
Druckmedium ein Film ist, ist ein Reibungskoeffizient der
gepaarten Walzen gegen den Film unzureichend, so daß die
Genauigkeit des Blatttransports vermindert ist. Zusätzlich
nutzen sich die gepaarten Walzen leicht ab, und daher ist
ihre Lebensdauer gering.
Zusammenfassung der Erfindung
-
Um das vorgenannte Problem zu lösen, ist es eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, eine Blatttransportvorrichtung
zu schaffen, die ein Druckmedium genau transportieren kann,
sogar, wenn es ein Film ist, und die eine hervorragende
Lebensdauer hat.
-
Die Blatttransportvorrichtung gemäß der Erfindung umfaßt
die Merkmale, die in Anspruch 1 dargestellt sind.
-
Gemäß der Blatttransportvorrichtung wird ein ausreichender
Reibungskoeffizient des Walzenpaares gegen den Film
sichergestellt, sogar wenn das Druckmedium, das von den gepaarten
Walzen transportiert wird, ein Film ist, aufgrund der
unregelmäßigen Oberfläche der Walze, die durch keramische
pulverige Partikel gebildet wird.
-
Daher ist die Blatttransportvorrichtung in der Lage, das
Druckmedium mit einer hohen Genauigkeit zu transportieren,
sogar wenn es sich um einen Film handelt. Da die durch die
keramischen pulverigen Partikel gebildeten Spitzen der
unregelmäßigen Oberfläche wenig plastisch verformt werden,
ist das Walzenpaar haltbar.
-
Bei der Blatttransportvorrichtung wird die Antriebswalze in
solcher Weise gebildet, daß eine Beschichtung, der die
keramischen pulverigen Partikel beigemischt sind, direkt
auf die Oberfläche der Walze hoher Steifheit gesprüht wird
und die aufgesprühte Beschichtung getrocknet wird.
-
Gemäß der Blatttransportvorrichtung kann die Antriebswalze
einfach hergestellt werden.
-
Bei der Blatttransportvorrichtung sind die keramischen
pulverigen Partikel aus Aluminiumoxid oder Siliciumcarbid
hergestellt.
-
Gemäß der Blatttransportvorrichtung sind die Kosten für die
Herstellung der Antriebswalze niedrig.
-
Bei der Blatttransportvorrichtung beträgt der
durchschnittliche Durchmesser der keramischen pulverigen Partikel 20 um
bis 70 um.
-
Gemäß der Blatttransportvorrichtung wird die folgende
nützliche Wirkung erzielt.
-
Wenn der Durchmesser der keramischen pulverigen Partikel zu
groß ist (ihr durchschnittlicher Durchmesser beträgt 70 um
oder größer), kann das Blatt leicht zerkratzt werden.
-
Im Gegensatz dazu, wenn er zu klein ist (ihr
durchschnittlicher Durchmesser beträgt 20 um oder kleiner), kann sich
die unregelmäßige Oberfläche der Antriebswalze leicht mit-
Papierpartikeln verstopfen, die an der Antriebswalze
anhaften. Ein ausreichender Reibungskoeffizient kann nicht
erreicht werden.
-
Daher wird gemäß der Blatttransportvorrichtung der
Erfindung, da der durchschnittliche Durchmesser der keramischen
pulverigen Partikel 20 um bis 70 um, wie oben angegeben,
beträgt, das Blatt wenig zerkratzt und der notwendige
Reibungskoeffizient sichergestellt.
-
Bei der Blatttransportvorrichtung beträgt die
Verteilungsdichte der keramischen pulverigen Partikel auf der
Oberfläche der Walze hoher Steifheit 20% bis 80%.
-
Gemäß der Blatttransportvorrichtung wird die folgende
nützliche Wirkung erzielt.
-
Wenn die Verteilungsdichte der keramischen pulverigen
Partikel zu groß ist (80% oder mehr), sind die keramischen
pulverigen Partikel übereinandergeschichtet
(zusammengeballt), und der resultierende Reibungskoeffizient weist
einen unzureichenden Wert auf. Umgekehrt, wenn sie zu klein
ist (20% oder weniger), wird die Anzahl von Kontakten der
erhobenen Kanten oder Spitzen der unregelmäßigen Oberfläche
durch die pulverigen Partikel mit dem Blatt verringert. Das
Ergebnis ist ein unstabiler Transport des Blattes.
-
Dementsprechend werden gemäß der Blatttransportvorrichtung
der Erfindung, da die Verteilungsdichte der keramischen
pulverigen Partikel auf der Oberfläche der Walze hoher
Steifheit 20% bis 80% beträgt, die keramischen pulverigen
Partikel nicht übereinandergeschichtet, und der notwendige
Reibungskoeffizient ist sichergestellt. Weiterhin ist eine
ausreichende Anzahl von Kontakten der Spitzen der
Oberflächenunregelmäßigkeit durch die pulverigen Partikel mit
dem Blatt sichergestellt. Demgemäß ist der Transport des
Blattes stabil.
-
Bei der Blatttransportvorrichtung ist die Transportwalze
eine Folgewalze und umfaßt eine parallel zu der Axiallinie
der Antriebswalze angeordnete Welle sowie ein Paar von
Walzen, die auf der Welle befestigt sind, während sie
hinsichtlich eines Mittelteils der Welle (in Axialrichtung
der Achse gesehen) symmetrisch angeordnet und an beiden
Seiten des Mittelteils angebracht sind, und beide Enden der
Welle sind nur zur Antriebswalze hin beweglich, und nur der
Mittelteil der Welle wird gegen die Antriebswalze gepreßt.
-
Weiterhin wird bei der Blatttransportvorrichtung eine
Observierseite des Druckmediums in Kontakt mit der
Transportwalze gebracht, und eine Rückseite des Druckmediums
wird in Kontakt mit der Antriebswalze gebracht, wobei das
Druckmedium eingeklemmt und transportiert wird.
-
Gemäß der Blatttransportvorrichtung wird das Walzenpaar
oder die Transportwalze gleichmäßig gegen die Antriebswalze
gepreßt, gleichmäßig oder durch eine gleichmäßige
Belastung, wobei das Blatt geradeaus transportiert wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
Fig. 1 zeigt einen Aufriß, der ein Modell zur Erklärung
einer Ausführungsform einer
Blatttransportvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
-
Fig. 2 stellt eine vergrößerte Ansicht dar, die einen
Abschnitt der Blatttransportvorrichtung aus Fig. 1
zeigt;
-
Fig. 3 ist eine Seitenansicht eines Tintenstrahldruckers,
der die wie oben genannt konstruierte
Blatttransportvorrichtung verwendet;
-
Fig. 4 ist eine Seitenansicht, die einen Abschnitt der
Blatttransportvorrichtung aus Fig. 3 zeigt;
-
Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht, die ein Beispiel
einer stützenden Struktur zur Unterstützung der
Transportwalze zeigt; und
-
Fig. 6(a) und 6(b) zeigen erläuternde Diagramme, die
nützlich für die Erläuterung des
Blatttransportbetriebs der herkömmlichen
Blatttransportvorrichtung und der Blatttransportvorrichtung der
Erfindung sind.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
-
Die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
wird unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben.
-
Fig. 1 zeigt einen Aufriß eines Modells zur Erklärung einer
Ausführungsform einer Blatttransportvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung. Fig. 2 ist eine vergrößerte
Ansicht, die einen Abschnitt der Blatttransportvorrichtung
aus Fig. 1 zeigt.
-
Bei diesen Figuren bezeichnet Bezugsnummer 10 eine
Antriebswalze; 20 bezeichnet eine Transportwalze; und S
bezeichnet ein Blatt eines Druckmediums, z. B. Papier. Die
Transportwalze 20 wird durch ein Antriebsmittel (nicht
gezeigt) angetrieben, um in Richtung eines Pfeils zu
drehen, wie zum Beispiel in Fig. 1 gezeigt. Die
Transportwalze 20 wird in einer Weise gegen die Antriebswalze 10
gepreßt, daß ihre Welle 21 durch ein Anpreßmittel in
dieselbe Richtung gepreßt wird (nicht gezeigt). Durch die
Preßkraft wird die Transportwalze 20 in Übereinstimmung mit
der Drehung der Antriebswalze 10 gedreht, während sie gegen
die Antriebswalze gepreßt wird. Daher wird, wenn das Blatt
S zwischen die Antriebswalze 10 und die Transportwalze 20
geführt wird, das Blatt S transportiert, während es
zwischen diesen Walzen eingeklemmt ist, wie in Fig. 1 gezeigt.
-
Die Antriebswalze 10 ist derart gebildet, daß keramische
pulverige Partikel 13 auf der Oberfläche 12 der Walze hoher
Steifheit 11 haften (z. B. eine Metallwalze). Daher ist die
Oberfläche der Antriebswalze 10 unregelmäßig. Wie in Fig. 2
gezeigt, sind die erhöhten Kanten 14 der pulverigen
Partikel auf der unregelmäßigen Oberfläche der Antriebswalze 10
relativ spitz.
-
Zum Beispiel können die keramischen pulverigen Partikel 13
pulverige Partikel aus Aluminiumoxid (AL&sub2;O&sub3;) oder aus
Siliciumcarbid (SiC) sein.
-
Der durchschnittliche Durchmesser der keramischen
pulverigen Partikel 13 beträgt 20 um bis 70 um. Vorzugsweise
beträgt der durchschnittliche Durchmesser der keramischen
pulverigen Partikel 13 25 um bis 70 um.
-
Die Verteilungsdichte der keramischen pulverigen Partikel
13 auf dem Bereich der Oberfläche 12 beträgt 20% bis 80%.
-
Die Antriebswalze 10 ist in dieser Ausführungsform in einer
Weise hergestellt, daß eine Beschichtung 15, in die die
keramischen pulverigen Partikel 13 gemischt sind, direkt
auf die Oberfläche 12 der Walze hoher Steifheit 11 gesprüht
ist und die aufgesprühte Beschichtung daraufhin getrocknet
ist. Die Beschichtung kann Acrylharz als Hauptbestandteil
enthalten.
-
Die Transportwalze 20 ist so gebildet, daß eine aus einem
Material geringer Reibung hergestellte Beschichtungsschicht
23 über der Oberfläche einer elastischen Walze 22 (z. B.
einer Gummiwalze) gebildet ist. In dieser Ausführungsform
ist die Beschichtungsschicht 23 eine Fluorbeschichtung.
-
Die Härte der elastischen Walze 22 beträgt 60º bis 95º
Gummihärte.
-
Wenn die Härte der elastischen Walze 22 hoch ist (über
95º), ist bei der Anpressung der Transportwalze 20 gegen
die Antriebswalze 10 die Breite (Länge, die sich in
Richtung des Blatttransports erstreckt) eines Stützteils N
(eines sogenannten Walzenspalts) der Transportwalze 20 für
das Blatt S unzureichend, und der Blatttransport ist
unstabil. Wenn die Härte der Walze gering ist (60º oder
weniger), wird die Transportwalze 20 übermäßig verformt, und
der Kontakt des Blattes S mit dem Walzenspalt ist unstabil.
-
Die Stärke der Beschichtungsschicht 23
(Fluorbeschichtungsschicht) beträgt in dieser Ausführungsform 50 um bis
20 um.
-
Wenn die Beschichtungsschicht 23 zu dick ist (über 20 um)
wird eine gleichmäßige elastische Verformung der
elastischen Walze 22 an sich verhindert. Umgekehrt ist es, wenn
sie zu dünn ist (dünner als 5 um), unmöglich, den
Reibungskoeffizienten u2 der Transportwalze 20 gegen das Blatt S zu
verringern. Wenn der Reibungskoeffizient u2 groß ist,
entstehen die folgenden Probleme. Wenn zum Beispiel die
Führungskante des Blattes S in den Walzenspalt N eintritt,
wird die Führungskante umgestülpt. Beim Klemmvorgang des
Blattes wird die Führungskante des Blattes S manchmal
geknickt. Genauer gesagt läuft die Führungskante des
Blat
tes S beim Klemmvorgang durch den Walzenspalt N, und die
Antriebswalze 10 und die Transportwalze 20 werden
entgegengesetzt gedreht, bis die Führungskante des Blattes S
rückwärts bewegt wird und durch den Walzenspalt N läuft, und
daraufhin werden diese Walzen vorwärts gedreht. Zu diesem
Zeitpunkt wird die Führungskante des Blattes S umgestülpt
und geknickt. Ein geeigneter Wert des Reibungskoeffizienten
u2 beträgt 0,30 oder weniger. Um diesen Wert zu erzielen,
muß die Stärke der Beschichtungsschicht 23 5 um oder mehr
erreichen. Im Fall der mit einer Gummiwalze gebildeten
elastischen Walze 22 enthält der Gummi der Gummiwalze
Weichmacher. Wenn dieser Weichmacher aus der Oberfläche der
Transportwalze 20 ausdünstet, kann der ausgedünstete
Weichmacher an der Oberfläche des Blattes S (z. B. ein
beschichtetes Blatt) anhaften. Folglich kann der Durchmesser des
gedruckten Tintenpunkts verringert werden. Weiter kann ein
Walzenspurkratzer auf dem Blatt S aufgrund der Grenze
zwischen einem Abschnitt, der den ausgedünsteten
Weichmacher aufweist und einem Abschnitt, der den ausgedünsteten
Weichmacher nicht aufweist, auftreten. Weiterhin kann, wenn
der Weichmacher an der Beschichtung 15 der Antriebswalze 10
anhaftet, die Beschichtung 15 aufgrund einer Reaktion mit
dem Acrylharz der Beschichtung 15 aufgelöst werden. Diese
Probleme können jedoch in einer Weise gelöst werden, daß
die Stärke der Beschichtungsschicht 23 mit 5 um oder dicker
gewählt wird, um dadurch zu verhindern, daß der Weichmacher
ausdünstet.
-
Fig. 3 ist eine Seitenansicht, die einen
Tintenstrahldrucker zeigt, der die wie oben genannt konstruierte
Blatttransportvorrichtung verwendet.
-
Dieser Tintenstrahldrucker umfaßt die oben genannte
Blatttransportvorrichtung 1, eine Blattvorschubvorrichtung 30,
die die Blatttransportvorrichtung 1 mit einem Blatt S
versorgt, einen Druckerkopf 40, der Tintentröpfchen auf die
Oberfläche des von der Blatttransportvorrichtung 1
trans
portierten Blattes S spritzt, um dadurch ein Bild zu
erstellen (einschließlich Schriftzeichen), und ein
Ausgangswalzenpaar 50, das das bedruckte Blatt S
herausbefördert. Der Drucker umfaßt weiter einen Hauptrahmen 60, an
dem diese Vorrichtung und Bestandteile befestigt sind,
einen ersten Unterrahmen 61, einen zweiten Unterrahmen 62,
ein Paar Seitenrahmen (nicht abgebildet) und ähnliches.
-
Die Blatttransportvorrichtung 1 ist so konstruiert, daß
ihre Antriebswalze 10 durch einen Seitenrahmen (nicht
abgebildet) gestützt wird und durch ein geeignetes
Antriebsmittel angetrieben wird. Die Transportwalze 20 wird von
einer Stützstruktur (später beschrieben) gestützt und ist
in Übereinstimmung mit der Drehung der Antriebswalze 10
drehbar.
-
Eine Blattvorschubvorrichtung 30 umfaßt eine Vorschubwalze
31, ein Magazin (nicht abgebildet), das ein Blatt S der
Vorschubwalze 31 zuführt, und ein Trennpolster 32, das
zusammen mit der Vorschubwalze 31 das Blatt S dazwischen
einklemmt, und das das Blatt S von einem Stapel Blätter S
im Magazin trennt. Ein Stapel Blätter S ist im Magazin
eingelegt. Beim Blattvorschub preßt das Magazin gestapelte
Blätter gegen die Vorschubwalze 31, die eine Umdrehung
dreht, das Trennkissen 32 trennt ein Blatt S von den
gestapelten Blättern, und das Blatt S wird der
Blatttransportvorrichtung 1 zugeführt. Das Blatt S wird daraufhin von
einer unteren, am ersten Unterrahmen 61 befestigten Führung
70 und einer oberen, am Hauptrahmen 60 befestigten Führung
80 zur Blatttransportvorrichtung 1 geführt.
-
Der Druckerkopf 40 ist auf einem Schlitten 41 befestigt.
Der Schlitten 41 ist mit Hilfe des oberen Endes 60a des
Hauptrahmens 60 und einer Schlittenführung 42 in
rechtwinkliger Richtung zum Einzug der Papieroberfläche bewegbar.
Ein Tintengefäß 43 wird auf dem Schlitten 41 getragen.
-
Beim Druckbetrieb spritzt der Druckerkopf 40
Tintentröpfchen auf das Blatt S des Druckmediums, um eine Zeile zu
drucken, während der Schlitten 41 in rechtwinkliger
Richtung zum Einzug der Papieroberfläche bewegt wird. Pro einer
gedruckten Zeile wird das Blatt S um einen vorgegebenen
Abstand (normalerweise ein Zwischenraum zwischen den
benachbarten Zeilen) von der Blatttransportvorrichtungr
vorgeschoben. Die Betriebsfolge wird wiederholt, um die
gesamte Seite des Blattes zu bedrucken. Bezugsnummer 44
bezeichnet ein Führungs-/Distanzbestimmungselement zur
Führung des Blattes bei gleichzeitiger Stützung der
Unterseite des Blattes S und Bestimmung eines Abstands zwischen
dem Blatt und dem Druckerkopf 40.
-
Das Ausgangswalzenpaar 50 umfaßt eine Antriebswalze 51 und
ein zur Antriebswalze 51 hin gepreßtes Folgesternrad 52,
und das Ausgangswalzenpaar 50 befördert das Blatt S heraus.
Das Folgesternrad 52 ist am zweiten Unterrahmen 62
befestigt.
-
Die Transportwalze 20 in der Blatttransportvorrichtung 1
wird unter Bezugnahme auf Fig. 3 bis 5 beschrieben.
-
Wie aus diesen Figuren ersichtlich, ist die Transportwalze
20 drehbar an der oberen Führung 80 befestigt.
-
Die obere Führung 80 ist als Ganzes wie ein Glätt-Kalk-
Bauelement geformt. Eine Basis 81 der oberen Führung ist
drehbar an einer Stützwelle 90 befestigt. Die Stützwelle
90, wie in Fig. 4 gezeigt, wird von Hakenabschnitten 63 und
64 gestützt, die am unteren Ende des Hauptrahmens 60
gebogen sind. Ebenfalls sind, wie in Fig. 4 gezeigt, die Enden
der Stützwelle 90 in Kontakt mit einer Rückseite 65 (der
rechten Oberfläche in Fig. 4) des Hauptrahmens 60. Daher
ist die Stützwelle 90 parallel zur Axiallinie der
Antriebswalze 10 der Blatttransportvorrichtung 1 angeordnet.
-
Wie in Fig. 5 gezeigt, umfaßt die Transportwalze 20 eine
einzelne Welle 21 und ein Paar von Walzen 20' und 20', die
auf der Welle angebracht sind, während sie in bezug auf den
Mittelteil 21a der Welle 21 symmetrisch angeordnet sind.
Weiterhin sind die Walzen 20' und 20' auf der Welle 21 so
angeordnet, daß sie den Mittelteil 21a umgehen.
-
Langlöcher 82 und 82, die in vertikaler Richtung (zur
Antriebswalze 10 hin) verlängert sind und beide Enden 21b
und 21b der Welle 21 stützen, sowie ein Schiebeteil 83, das
in Kontakt mit dem Mittelteil 21a der Welle 21 kommt, sind
am entfernten Ende der oberen Führung 80 vorgesehen. Diese
Langlöcher 82 und 82 sind von der Basis 81 und der
Stützwelle 90 gleich weit entfernt.
-
Eine Torsionsfeder 100 ist an der Stützwelle 90 angebracht.
Ein Ende 101 der Torsionsfeder 100 ist an einem
Hakenabschnitt 66 des Hauptrahmens 60 eingehakt, wie in Fig. 3
gezeigt. Das andere Ende der Feder 100 ist in Kontakt mit
einem Schiebeteil 83 der oberen Führung 80 gebracht, um es
gegen die Antriebswalze 10 zu pressen.
-
Die Enden 21b und 21b der Transportwalze 20 werden so
gestützt, daß beide Enden 21b und 21b der Transportwalze
nur zur Antriebswalze 10 hin beweglich sind. Nur der
Mittelteil 21a der Welle 21 wird zur Antriebswalze 10 hin
gepreßt. Daher ist die Welle 21 schwingbar um ihren
Mittelteil 21a beweglich (von der Vorderseite aus gesehen),
unabhängig von der Stützwelle 90, und sie wird gegen die
und entlang der Antriebswalze 10 gepreßt.
-
Die Langlöcher 82 und 82, die jeweils die Enden 21b und 21b
der Welle 21 stützen, sind in gleicher Entfernung von der
Stützwelle 90 angebracht. Daher befinden sich die Welle 21
und die Welle 21 parallel zueinander. Die Stützwelle 90
wird mittels der Torsionsfeder 100 gegen die Rückseite 65
des Hauptrahmens 60 gepreßt. Ein Parallelismus zwischen der
Stützwelle 90 und der Antriebswalze 10 wird exakt
aufrechterhalten, so daß ein Parallelismus zwischen der Welle 21
der Transportwalze 20 und der Axiallinie der Antriebswalze
10 exakt aufrechterhalten wird. Insbesondere ist die Welle
21 der Transportwalze 20 schwingbar um den Mittelteil 21a
beweglich (von der Vorderseite aus gesehen), unabhängig von
der Stützwelle 90. Aufgrund dessen wird ihr Parallelismus,
von der Vorderseite aus gesehen, äußerst exakt
aufrechterhalten.
-
Die Enden 21b und 21b der Transportwalze 20 werden so
gestützt, daß beide Enden 21b und 21b der Transportwalze
nur zur Antriebswalze 10 hin beweglich sind. Nur der
Mittelteil 21a der Welle 21 wird zur Antriebswalze 10 hin
gepreßt. Daher wird die Welle 21 gleichmäßig gegen und
entlang der Antriebswalze 10 gepreßt.
-
Im Drucker sind die so gestützten Transportwalzen 20, oder
die Vielzahl der Transportwalzen 20, in bezug auf die
Antriebswalze 10 in ihrer Axialrichtung vorgesehen.
-
Die dementsprechend konstruierte Blatttransportvorrichtung
hat die folgenden nützlichen Wirkungen.
-
a) Die Antriebswalze 10 umfaßt eine Walze hoher Steifheit,
die so gebildet ist, daß die Oberfläche 12 der Walze mit
keramischen pulverigen Partikeln 13 beschichtet und
daher unregelmäßig ist. Die Transportwalze 20, die
zusammen mit der Antriebswalze 10 das Blatt S einklemmt
und transportiert, umfaßt die elastische Walze 22, die
so gebildet ist, daß die Beschichtungsschicht 23 aus
einem Material geringer Reibung über die Oberfläche der
Transportwalze 20 geschichtet ist. Daher wird, sogar
wenn das zu transportierende Blatt S ein Film ist, ein
ausreichender Reibungskoeffizient u1 (Fig. 1) des
Walzenpaars gegen den Film aufgrund des Vorhandenseins der
Unregelmäßigkeit der keramischen pulverigen Partikel 13
sichergestellt.
-
Die Blatttransportvorrichtung der Erfindung kann ein
Blatt S eines Druckmediums mit hoher Genauigkeit
transportieren, sogar, wenn es sich um einen Film handelt.
Weiter wird die Unregelmäßigkeit der keramischen
pulverigen Partikel 13 wenig plastisch verformt. In dieser
Hinsicht besitzt die Antriebswalze eine hohe
Lebensdauer.
-
b) Die Antriebswalze 10 ist in einer Weise hergestellt, daß
die die dahinein gemischten keramischen pulverigen
Partikel 13 enthaltende Beschichtung 15 direkt auf die
Oberfläche 12 der Walze hoher Steifheit 11 gesprüht ist
und die aufgesprühte Beschichtung getrocknet ist. Diese
Herstellungsmethode ist einfach.
-
c) Die keramischen pulverigen Partikel 13 können pulverige
Partikel aus Aluminiumoxid oder Siliciumcarbid sein. Die
Herstellungskosten sind niedrig.
-
d) Der Durchmesser der keramischen pulverigen Partikel 13
beträgt 20 um bis 70 um. Daher hat die Antriebswalze die
folgende nützliche Wirkung.
-
Wenn der Durchmesser der keramischen pulverigen Partikel
zu groß ist (ihr durchschnittlicher Durchmesser beträgt
70 um oder größer), wird das Blatt S leicht verkratzt.
Wenn er zu klein ist (ihr durchschnittlicher Durchmesser
beträgt 20 um oder kleiner), wird die unregelmäßige
Oberfläche leicht mit Papierpartikeln verstopft, die an
der Antriebswalze 10 anhaften. Ein ausreichender
Reibungskoeffizient u1 kann nicht erzielt werden.
-
Andererseits beträgt der durchschnittliche Durchmesser
der keramischen pulverigen Partikel 13 bei der
Blatt
transportvorrichtung der Erfindung 20 um bis 70 um, wie
oben dargestellt. Daher wird das Blatt S wenig
verkratzt, und der notwendige Reibungskoeffizient ul wird
sichergestellt.
-
e) Eine Verteilungsdichte der keramischen pulverigen
Partikel 13 auf der Oberfläche 12 der Walze hoher Steifheit
beträgt 20% bis 80%. Die folgende nützliche Wirkung
wird erzielt.
-
Wenn die Verteilungsdichte der keramischen pulverigen
Partikel zu groß ist (80% oder mehr), werden die
keramischen pulverigen Partikel übereinandergeschichtet
(zusammengeballt), und der resultierende
Reibungskoeffizient u1 weist einen unzureichenden Wert auf. Umgekehrt,
wenn sie zu gering ist (20% oder weniger), wird die
Anzahl der Kontakte der erhöhten Kanten oder Spitzen
(von Nummer 14 in Fig. 2 angezeigt) der unregelmäßigen
Oberfläche durch die pulverigen Partikel mit dem Blatt S
verringert. Das Ergebnis ist ein unstabiler Transport
des Blattes S.
-
Bei der Blatttransportvorrichtung der Erfindung beträgt
die Verteilungsdichte der keramischen pulverigen
Partikel 13 auf der Oberfläche 12 der Walze hoher Steifheit
20% bis 80%. Daher sind die keramischen pulverigen
Partikel nicht übereinandergeschichtet, und der
notwendige Reibungskoeffizient u1 wird sichergestellt. Weiter
wird eine ausreichende Anzahl von Kontakten der Spitzen
der Oberflächenunregelmäßigkeit durch die pulverigen
Partikel mit dem Blatt S sichergestellt. Folglich ist
der Transport des Blattes S stabil.
-
f) Die Transportwalze 20 ist eine Folgewalze. Weiter umfaßt
sie die Welle 21, die parallel zu der Axiallinie der
Antriebswalze 10 angebracht ist, und die Walzenpaare 20'
und 20', die auf der Welle 21 befestigt sind, während
sie an beiden Seiten des Mittelteils 21a der Welle
angebracht sind. Beide Enden 21b und 21b der Welle 21 sind
nur zur Antriebswalze 10 hin beweglich. Nur der
Mittelteil 21a der Welle 21 wird zur Antriebswalze 10 hin
gepreßt. Daher werden das Walzenpaar 20' und 20' oder
die Transportwalze 20 gleichmäßig gegen die
Antriebswalze 10 gepreßt, gleichmäßig oder durch eine
gleichmäßige Belastung, wobei das Blatt geradeaus
transportiert wird.
-
Dies wird unter Bezugnahme auf Fig. 6(a) und 6(b)
beschrieben, in denen Modelle der Belastungsausübung
veranschaulicht sind.
-
Fig. 6(a) ist eine Draufsicht, die einen Walzenspalt N' der
gepaarten Gummiwalzen in einer gewöhnlichen
Blatttransportvorrichtung zeigt. In der Figur bezeichnet ein Pfeil eine
Transportrichtung des Blattes.
-
Bei dieser Blatttransportvorrichtung ist der Druckkontakt
der gepaarten Walzen miteinander nicht immer gleichmäßig.
Wenn der Kontakt nicht gleichmäßig ist, wird eines ihrer
Kontaktteile oder einer ihrer Walzenspalte N' etwas aus
seiner rechtwinkligen Form deformiert.
-
Unter dieser Bedingung sind die Vektoren F1, F2 und F3 der
auf das Blatt ausgeübten Transportkraft nicht parallel
zueinander. Jedoch findet ein Rutschphänomen zwischen dem
Blatt und dem Walzenpaar statt. Daher wird das Blatt
niemals zerknittert oder geklemmt.
-
Wo der Reibungskoeffizient erhöht wird, um zwischen der
Antriebswalze 10 und dem Blatt groß zu sein, tritt kaum ein
Rutschen zwischen der Antriebswalze 10 und dem Blatt S auf,
wenn der Parallelismus der Vektoren F1 bis F3 der
Transportkraft in seinem Grad verloren geht. Das Ergebnis ist,
daß das Blatt zerknittert und geklemmt wird.
-
In diesem Zusammenhang ist festzustellen, daß bei der
Blatttransportvorrichtung der Erfindung die Transportwalze
20 parallel zur Antriebswalze 10 ist und die Transportwalze
gegen die Antriebswalze durch eine gleichmäßige Belastung
gepreßt wird. Unter dieser Bedingung wird der Walzenspalt N
in rechtwinkliger Form gebildet, und der Parallelismus der
Vektoren F1 bis F3 der Transportkraft wird auf einem hohen
Grad gehalten. Das Blatt S wird nicht zerknittert und
geradeaus geführt.
-
Während die vorliegende Erfindung in einer besonderen
Ausführungsform beschrieben wurde, versteht sich die
Erfindung nicht auf die obengenannte Ausführungsform beschränkt,
sondern kann verschiedenartig variiert, abgewandelt und
verändert werden.
-
Die Transportwalze 20 kann die Antriebswalze 10 sein,
obwohl sie in der obengenannten Ausführungsform die
Folgewalze ist. Daneben ist es offensichtlich, daß die
Blatttransportvorrichtung der Erfindung auf jede andere
geeignete Maschine als den Drucker anwendbar ist (zum Beispiel
Kopiergeräte und Faxgeräte).