DE544263C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei denen mehrere Teilnehmerstellen mit Telegraphen- oder Ferndruckapparaten ausgeruestet sind - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei denen mehrere Teilnehmerstellen mit Telegraphen- oder Ferndruckapparaten ausgeruestet sind

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DE544263C
DE544263C DES87634D DES0087634D DE544263C DE 544263 C DE544263 C DE 544263C DE S87634 D DES87634 D DE S87634D DE S0087634 D DES0087634 D DE S0087634D DE 544263 C DE544263 C DE 544263C
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DE
Germany
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relay
telegraph
subscriber
circuit arrangement
contact
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Expired
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DES87634D
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English (en)
Inventor
Karl Dutly
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M11/00Telephonic communication systems specially adapted for combination with other electrical systems
    • H04M11/06Simultaneous speech and data transmission, e.g. telegraphic transmission over the same conductors
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L12/00Data switching networks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, bei denen mehrere Teilnehmerstellen mit Telegraphen- oder Ferndruckapparaten ausgerüstet sind Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen, bei denen alle oder ein Teil der Teilnehmerstellen mit Telegraphen-oder Ferndruckapparaten ausgerüstet sind, mittels denen diese Teilnehmer untereinander in Telegraphierverbindung treten können.
  • Die Erfindung bezweckt nun, den Telegraphenverkehr zwischen den hierzu berechtigten Teilnehmern ohne Vermittlung einer Beamtin über dieselben zum Fernsprechverkehr benutzten Teilnehmerleitungen abzuwickeln und ein bereits bestehendes Fernsprechleitungsnetz durch Anordnung einfacher Zusatzeinrichtungen für den Telegraphenverkehr benutzen zu können. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zur Herstellung von Telegraphenverbindungen auf der Vermittlungsstelle besondere Wähler angeordnet sind, welche von der anrufenden Stelle über eine Sprechader der Teilnehmerleitung beeinflußtwerden.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß einem oder mehreren Teilnehmern die Möglichkeit gegeben wird, die von ihm ausgesandten Telegraphierzeichen gleichzeitig auf die Empfangseinrichtungen aller übrigen Teilnehmer zu übertragen.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar spielt sich hier der Telegraphenverkehr über die Teilnehmerleitungen einer selbsttätigen Fernsprechanlage ab. Die Einrichtungen sind nur so weit dargestellt, wie es zum Verständnis der Erfindung erforderlich ist.
  • Auf der Zeichnung sind die Einrichtungen dreier Teilnehmerstellen Tn. bis Tit, mit den zugehörigen Teilnehmerleitungen dargestellt. Da die jedem Teilnehmer oder jeder Teilnehmerleitung zugeordneten Einrichtungen für alle drei Teilnehmer in ihrer Anordnung und Anzahl übereinstimmen, sind die entsprechenden Einrichtungen bei allen drei Teilnehmern oder Leitungen mit demselben Buchstaben bezeichnet, und durch eine Ziffer, welche an diesem Buchstaben angehängt ist, wird gekennzeichnet, welchem Teilnehmer die bestimmte Einrichtung zugeordnet ist. So haben die dem Teilnehmer Tztl zugeordneten Einrichtungen den Index i, die Einrichtungen des Teilnehmers Tn. den Index 2 usw.
  • Links von der strichpunktierten Linie a-b sind die Einrichtungen an den Teilnehmerstellen dargestellt. Jede der drei gezeigten Teilnehmerstellen Tytl bis Tn, ist mit Fernsprech- und Telegraphiereinrichtungen ausgerüstet. Links von der kurzen strichpunktierten Linie sind die Fernsprecheinrichtungen und rechts von dieser Linie die Einrichtungen für den Telegraphenverkehr, soweit erforderlich, dargestellt.
  • Rechts von der strichpunktierten Linie a-b sind die den Teilnehmerleitungen zugeordneten Einrichtungen im Amt gezeigt. Die Teilnehmerleitungen verlaufen zu den nicht dargestellten Vorwählern für den Fernsprechverkehr. Diese Vorw ähler sind an die ganz rechts auf der Zeichnung endigenden Leitungen a" b" cl usw. angeschlossen zu denken. Unterhalb der beiden Sprechadern dieser Teilnehmerleitungen sind die Verbindungseinrichtungen für den Telegraphenverkehr dargestellt, welche aus jedem Teilnehmer zugeordneten Vorwählern VW, usw. und Leitungswählern LW, usw. bestehen und über die untere Sprechader vom anrufenden Teilnehmer belegt und eingestellt werden. Die Kontakte und Wähler sind in der von Fernsprechanlagen her bekannten Weise vielfach geschaltet. Die Leitungswähler sind als einfache durch bestimmte Nummernwahl einzustellende Drehwähler ausgebildet.
  • Es sei nun zunächst die Herstellung einer Telegraphierverbindung vom Teilnehmer Tia, zum Teilnehmer Trat beschrieben.
  • Wenn der Teilnehmer Tn, telegraphieren will, legt er den den Telegrapheneinrichtungen seiner Station zugeordneten Umschalter 1 rS, um und betätigt den diesen Einrichtungen zugeordneten Nummernstromstoßsender, von dem in der Zeichnung nur der Stromstoßkontakt i t, dargestellt ist. Beim Umlegen des Umschalters US, kommt folgender Stromkreis zustande: Erde über den Stromstoßkontakt r: t, über den Stromstoßkontakt I S, der Sendeeinrichtung zum Aussenden der Telegraphierstromstöße, den Umschalter US, in Arbeitsstellung, rechte untere Wicklung des Übertragers Ur" untere Sprechader, linke untere Wicklung des Übertragers Ue, Ruhekontakt 2 t" Wicklung des Relais R,, Batterie, Erde.
  • In diesem Stromkreis wird das Relais R, erregt und schließt folgenden Anlaßstromkreis für den Vorwähler VW,-. Erde, Langsamunterbrecher ZU" DrehmagnetDv" Ruhekontakt 3 t" Arbeitskontakt i r" Batterie, Erde.
  • Dieser Stromkreis wird durch den Langsamunterbrecher abwechselnd geöffnet und geschlossen, und der Drehmagnet Dv, wird abwechselnd erregt und aberregt und schaltet die Schaltarme des Vorwählers schrittweise weiter, bis ein freier Leitungswähler erreicht wird.
  • In der Annahme, daß der rechts vom Vorwähler VW, dargestellte Leitungswähler LW, der erste freie ist, kommt folgender Stromkreis zustande: Batterie, Arbeitskontakt i r1 Wicklungen II und I des Relais T" Schaltarm des Vorwählers, Widerstand Wil Schaltarm des Leitungswählers in Stellung o, Erde. Das Relais T, spricht -an und schließt über seinen Kontakt 3t, und den Schaltern des Vorwählers in Stellung z bis io seine hochobmige Wicklung II kurz, wodurch der Leitungswähler in bekannter Weise gegen anderweitiges Belegen gesperrt wird. Über denselben Schaltarm des Vorwählers wird in Stellung i bis io ein vom Kontakt i r, unabhängiger Haltestromkreis über die Wicklung I des Relais T, geschlossen. Durch seinen Kontakt a t, schaltet das Relais T, das Anlaßrelais R, ab, so daß dieses abfällt. Über die Arbeitsstellung des Kontaktes z t, wird das Stromstoßempfangsrelais A, des Leitungswählers an die untere Sprechader angeschaltet. Das Relais A, wird nach Erde an der unteren Sprechader erregt und schließt über seinen Kontakt ,4 a, einen Erregerstromkreis für das Relais Ir, nach Batterie am Kontakt 13 p,. Das Relais V, bereitet am Kontakt 9 v, den Stromkreis für den Drehmagneten Dt, und für das Relais N, vor, deren Stromkreise im Augenblick durch Arbeitskontakte des Relais A, unterbrochen sind, und schließt am Kontakt z9 v, einen vom Schaltarm des Leitungswählers unabhängigen Haltestromkreis für das Relais T, des Vorwählers. Wenn nun der Teilnehmer die den Telegraphiereinrichtungen zugeordnete Nummernscheibe betätigt, wird der Kontakt i t, abwechselnd geöffnet und wieder geschlossen und dadurch das Relais A, abwechselnd zum Abfallen gebracht und wieder erregt.
  • Beim ersten Abfall des Relais A, wird der durch den Kontakt 6 v, vorbereitete Erregerstromkreis für das Relais N, geschlossen, und das Relais N, hält sich während der Stromstoßreihe, da es mit Ankerabfallverzögerung ausgebildet ist. Am Kontakt 5 a, wird der vom Kontakt 9 v, vorbereitete Stromkreis für den Drehmagneten Dt, abwechselnd geschlossen und wieder geöffnet, so daß der Drehmagnet abwechselnd erregt und aberregt wird, und die Schaltarme des Leitungswählers schrittweise weiterbewegt, entsprechend den ausgesandten Nummernstromstößen. Beim ersten Abfall des Relais A, wird auch der Erregerstromkreis für das Relais h, unterbrochen, aber auch das Relais V, hält sich, da es mit Ankerabfallv erzögerung ausgebildet ist, während der Stromstoßreihe.
  • Wenn nach Beendigung der Stromstoßreihe das Relais A, wieder dauernd erregt ist, wird am Kontakt 4 a, der Stromkreis für das Relais N, dauernd unterbrochen, so daß dieses Relais abfällt. Am Arbeitskontakt q. a, wird der Stromkreis für das Relais V, dauernd geschlossen, so daß dieses Relais weiterhin erregt bleibt.
  • Der Teilnehmer Trat ist am zweiten Drehschritt des Leitungswählers angeschlossen, der anrufende Teilnehmer hat also zur Einstellung des Leitungswählers auf den Teilnehmer Trz, zwei Stromstöße ausgesandt und die Schaltarme des Leitungswählers LfI'I auf den zweiten Kontakt geschaltet.
  • Wenn der angerufene Teilnehmer T_ nicht in Telegraphierverbindung steht, ist der ihm zugeordnete Vorwähler VW, in Ruhestellung, und es kommt dann folgender Stromkreis zustande: Erde, Arbeitskontakt ; v1, Ruhekontakt tt,. Wicklungen 1 und II des Relais P,, Schaltarme des Leitungswählers LW, in Stellung 2, Schaltarm des I% W, in Stellung o. Wicklungen I und Il des Relais T_, Schaltarm des Vorwählers in Stellung o, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis sprechen die Relais P, und T., an; das Relais P, schließt am Kontakt i i p, seine hochohmige Wicklung I kurz, wodurch der Teilnehmer Tat., gegen anderweitiges Belegen in bekannter Weise gesperrt wird. über denselben Kontakt i I p, schließt das Relais P, einen eigenen Haltestromkreis über seine Wicklung II. Durch Öffnen des Kontaktes 2j p, wird ein Wiederansprechen des Drehmagneten Dt, bei der kurz darauf folgenden Abschaltung des Relais A, verhindert.
  • Das Relais 7', legt seinen Kontakt 2 t_ um, wodurch das Anlaßrelais R., von der unteren Sprechader der zum Teilnehmer Tst, führenden Teilnehmerleitung abgeschaltet wird und hiermit eine Belegung des Vorwählers VW., von seiten des Teilnehmers T, verhindert wird. Das Relais P, im Leitungswähler LW, schaltet den Stromstoßkreis an seinen Kontakten 12 p, und 13 p, vom anrufenden Teilnehmer zum anzurufenden Teilnehmer durch, und das Empfangsrelais E= des Teilnehmers Tn, wird nun auf folgendem Wege erregt: Erde am Stromstoßkontakt i t" Stromstoßkontakt JS, der Sendeeinrichtung, Umschalter US, in Arbeitsstellung, rechte untere Wicklung des Cbertragers Vr" linke untere Wicklung des übertragers L% e" Arbeitskontakte 2 t, und 1 2 p" Wicklung des Relais I%,, Arbeitskontakt 13 p,, Schaltarm des LW, in Stellung 2, linke untere Wicklung des übertragers L-e.., untere Sprechader der Teilnehinerleitung Tzt_, rechte untere `Z, icklung des LTbertragers (fr- Umschalter L: S, in Ruhestellung, Wicklung des Relais E2, Batterie, Erde.
  • In diesem Stromkreis hält sich das Relais l", trotz der kurzen Unterbrechung seines ursprünglichen Erregerstromkreises am Kontakt 13 p, weiter. Am Kontakt 12 p, «-erde bei der Erregung des Relais P, das Relais @-1, abgeschaltet, so daß dieses Relais abfällt und an seinem Kontakt d. a., die Erde von der Wicklung des Relais L', abschaltet.
  • Wenn nun der Teilnehmer Tn, die Sendeeinrichtung seines Telegraphierapparates betätigt, wird der Kontakt JS, abwechselnd geöffnet und wieder geschlossen und hierdurch das Empfangsrelais E, der Telegrapheneinrichtung des Teilnehmers Tzzn abwechselnd zum Abfallen und Wiederansprechen gebracht. Das Relais L', hält sich auch während dieser Stromstoßreihe, da es mit Verzögerung ausgebildet ist.
  • Nach Beendigung der vom Teilnehmer Tn, auszusendenden telegraphischen Mitteilung legt dieser Teilnehmer den .Umschalter LTS, in die Ruhelage zurück, und dadurch wird der Stromkreis über das Empfangsrelais E_ der Teilnehmerstelle Tyz, und des Relais y', des Leitungswählers LW, unterbrochen. Diese Relais fallen ab, und über den Unterbrecher Uit" den Kontakt 8 v, und das Kontaktsegment für die Stellungen i bis io des Leitungswählers wird abwechselnd ein Stromkreis für den Drehmagneten Dt, geschlossen und wieder geöffnet. Der Drehmagnet schaltet die Schaltarme des Leitungswählers schrittweise bis in die Ruhestellung weiter, wo der Unterbrecherstromkreis für den Drehinagneten endgültig unterbrochen wird. Beim ersten Schritt wird der Stromkreis über die Relais P, und T= unterbrochen. Das Relais P, kann nicht wieder ansprechen, wenn der Prüfschaltarm während der Weiterschaltung des Leitungswählers LW, in die Ruhestellung Kontakte überläuft, an denen freie Teilnehmer angeschlossen sind, da der Kontakt Tv, geöffnet ist. Durch das abgefallene Relais L , wird der Haltestromkreis für das Relais T, des Vorwählers am Kontakt i9 v, unterbrochen, und das Relais T, fällt ab und schließt am Kontakt 3 t, einen Stromkreis zur Weiterschaltung der Schaltarme des Vorwählers in die Ruhelage. Dieser Stromkreis verläuft wie folgt: Batterie, Schaltarm und Kontaktsegment i bis io, Ruhekontakt 3 t" Wicklung des Drehmagneten Dv, Langsamunterbrecher MT, Erde. Unter der Einwirkung des Unterbrechers LU, wird der Drehmagnet abwechselnd erregt und aberregt und schaltet die Schaltarme des Vorwählers bis in die Ruhestellung weiter, wo der Stromkreis für den Drehmagneten endgültig unterbrochen wird. Damit sind alle für die Telegraphenverbindung eingestellt gewesenen Verbindungseinrichtungen wieder in ihrer Ruhelage.
  • Eine Verbindung vom Teilnehmer Tztz zum Teilnehmer Tzt, wird in entsprechender Weise wie die vorher beschriebene Verbindung aufgebaut. Zum Anruf des Teilnehmers T, muß der Teilnehmer T.n_ den Leitungswähler auf den ersten Kontakt einstellen, d. h. nur einen Stromstoß zur Einstellung des Leitungswählers aussenden, da die Telegraphenempfangseinrichtung des Teilnehmers Tit, am ersten Kontakt des Leitungswählers angeschlossen ist. Der Teilnehmer T% ist am dritten Kontakt des Leitungswählers angeschlossen, so daß zur Erreichung des Teilnehmers Tn 3 drei Stromstöße von seiten der anderen Station ausgesandt werden müssen.
  • Es ist nun der Teilnehmerstelle Tza, auch die Möglichkeit gegeben, alle anderen mit Telegrapheneinrichtungen ausgerüsteten Teilnehmerstellen über die Telegraphierverbindung zu gleicher Zeit anzurufen und auf die Empfangseinrichtungen dieser Teilnehmerstation gleichzeitig Stromstöße zu übertragen. Zu diesem Zwecke stellt der Teilnehmer Tia, den Leitungswähler auf den vierten Kontakt ein. Am vierten Kontakt des Leitungswählers ist ein Relais S angeschaltet, welches über den Arbeitskontakt t, des Relais T" welches dem Vorwähler VW, des anrufenden Teilnehmers zugeordnet ist, nach Batterie erregt wird. Das Relais S schließt seine Kontakte i 6 s und 17s und schaltet hierdurch sämtliche Leitungen, welche zu den Empfangsrelais der anderen Stationen verlaufen, an den vierten Kontakt der vom oberen Schaltarm des Leitungswählers überlaufenen Kontaktbank an, so daß die vom anrufenden Teilnehmer ausgesandten Stromstöße gleichzeitig auf die Empfangsrelais aller übrigen Stationen übertragen werden. Es können natürlich auch die anderen Stationen mit Sammelanrufmöglichkeit ausgerüstet sein. Es müßten dann am Relais S noch Arbeitskontakte der Relais T, oder T.. angeordnet sein.
  • Da die Sende- und Empfangseinrichtungen der Telegrapheneinrichtung jeder Station am Symmetriepunkt eines in Brücke zu den Sprechleitungen liegenden Übertragers angeschaltet sind, stören die von der Station ausgesandten und von ihr empfangenen Telegraphenstromstöße eine Sprechverbindung nicht. Es kann daher zu gleicher Zeit über die Fernsprechleitungen telegraphiert und ferngesprochen werden. Die Herstellung einer Fernsprechverbindung wird in der üblichen Weise herbeigeführt.
  • Beim Abnehmen des Hörers wird, in der Annahme, daß der Teilnehmer Tn, eine Sprechverbindung herstellen will, der Hakenkontakt HH, geschlossen und das Relais AS, in folgendem Stromkreis erregt: Erde linke untere Wicklung des Übertragers Uv" untere Sprechader, Induktionswicklung In" Mikrophon lli" Hakenkontakt HH" Stromstoßkontakt i1, linke obere Wicklung des Übertragers Ue" Wicklung des Relais AS" Batterie. Das Relais AS, überbrückt am Kontakt a s, den Kondensator Co, und schließt hiermit die Schleife über das Anlaßrelais des nicht dargestellten Vorwählers für den Sprechverkehr.
  • Wenn nun der Teilnehmer die für den Sprechverkehr vorgesehene Nummernscheibe aufzieht, wird, solange sich die Nummernscheibe nicht in Ruhelage befindet, am Kontakt Nu. das Mikrophon und die Induktionswicklung kurzgeschlossen. Beim Ablaufen der Nummernscheibe wird der Kontakt i, abwechselnd geöffnet und wieder geschlossen und das Relais AS, abwechselnd aberregt und wieder erregt. Das Relais AS, überträgt durch seinen Kontakt a s, die Stromstöße auf die abgehenden, zum Vorwähler und Gruppenwähler führenden Leitungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, bei denen mehrere Teilnehmerstellen mit Telegraphen- oder Ferndruckapparaten ausgerüstet sind; dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Telegraphenverbindungen auf der Vermittlungsstelle besondere Wähler (THW" LW,) angeordnet sind, welche von der anrufenden Stelle (Tn,) über die Teilnehmerleitung beeinflußt werden. z. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wähler (VW" LW,) über eine Sprechader der Teilnehmerleitung beeinflußt werden. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dieselbe Sprechader, über welche die Wähler (VW, und LW,) beeinflußt werden, die Sende- (IS_,) und Empfangseinrichtungen (E,) für den Telegraphenbetrieb angeschaltet sind. q.. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß über denselben Stromstoßkreis, welcher über eine Ader der Teilnehmerleitung verläuft, sowohl die Nummernstromstöße zur Einstellung der Wähler als auch die Telegraphierstromstöße gegeben werden. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Sperreinrichtungen (Kondensatoren i Co" .4 C0,) vorgesehen sind, welche eine gegenseitige störende Beeinflussung der für den Telegraphierbetrieb vorgesehenen Einrichtungen (TS" E,) und der Einrichtungen (Relais AS,) für den Fernsprechverkehr verhindern. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i und 2 für Anlagen, bei denen auch die Sprechverbindungen über Wähler "hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromstoßübertragungseinrichtungen (Relais AS,) zur Herstellung von Sprechverbindungen an die andere Sprechader der Teilnehmerleitung angeschaltet werden. .. ;. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß allen oder einem Teil der Teilnehmer Schaltmittel (Relais T,) zugeordnet sind, durch welche diesen Teilnehmern ermöglicht wird, alle anderen Teilnehmer gleichzeitig anzurufen. B. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel (tn,) ein Hilfsschaltmittel (Relais S) beeinflussen, welches bei seiner Betätigung die Empfangsrelais (E2 und E3) aller übrigen Teilnehmer an der für den Telegraphierverkehr vorgesehenen Stromstoßkreis des anrufenden Teilnehmers (Tia,) anschaltet, auch wenn diese bereits durch eine andere Telegraphier-oder Fernsprechverbindung besetzt sind.
DES87634D 1928-09-22 1928-09-22 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei denen mehrere Teilnehmerstellen mit Telegraphen- oder Ferndruckapparaten ausgeruestet sind Expired DE544263C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757970C (de) * 1938-10-11 1953-09-28 Lorenz C Ag Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen mit Waehlerbetrieb
DE907784C (de) * 1939-02-08 1954-03-29 Int Standard Electric Corp Fernschreibvermittlungsanlage mit Waehlerbetrieb

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DE757970C (de) * 1938-10-11 1953-09-28 Lorenz C Ag Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen mit Waehlerbetrieb
DE907784C (de) * 1939-02-08 1954-03-29 Int Standard Electric Corp Fernschreibvermittlungsanlage mit Waehlerbetrieb

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