DE433283C - Schaltungsanordnung zur Zaehlung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Zaehlung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb

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DE433283C
DE433283C DES66820D DES0066820D DE433283C DE 433283 C DE433283 C DE 433283C DE S66820 D DES66820 D DE S66820D DE S0066820 D DES0066820 D DE S0066820D DE 433283 C DE433283 C DE 433283C
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DE
Germany
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contact
series
relay
switching
connection
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Expired
Application number
DES66820D
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English (en)
Inventor
Max Langer
Dr Maximilian Mathias
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/0016Arrangements providing connection between exchanges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 27. AUGUST 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVi 433283 KLASSE 21 a3 GRUPPE
(S 66820
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*).
Schaltungsanordnung zur Zählung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. August 1924 ab.
Zur Zählung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen sind Anordnungen vorgeschlagen worden, bei welchen unter dem Einfluß der anrufenden Stelle stehende Schalteinrichtungen die Wertigkeit der herzustellenden Verbindung bestimmen. Bei großen Fernsprechnetzen mit einer Vielzahl von Vermittlungsstellen stellen sich der Anwendung dieser Anordnungen erhebliche
ίο Schwierigkeiten entgegen. Wenn beispielsweise die Verkehrsrichtung, d. h. die Vermittlungsstelle, an welcher der verlangte Teilnehmer angeschlossen ist, und damit die Verkehrszone, also die Wertigkeit der herzustellenden Verbindung, durch die zweite, von der anrufenden Stelle auszusendende Stromstoßreihe bestimmt wird, so kann im Höchstfalle eineAuswahl unter ioo verschiedenen Vermittlungsstellen vorgenommen werden. Durch die Summe der die erste und zweite Stromstoßreihe bildenden Stromstöße ist aber die Bestimmung der Wertigkeit der herzustellenden Verbindung nicht möglich, da die gleiche Zahl vom Stromstößen, je nach ihrer Verteilung auf die beiden ersten Stromstoßreihen, in a5 verschiedenen Verkehrszonen liegende Vermittlungsstellen kennzeichnen kann.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese Schwierigkeiten zu beseitigen und die Bestimmung der Verkehrszone, in welcher die Vermittlungsstelle des anzurufenden Teilnehmers liegt, durch die von der anrufenden
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden: Dr. Maximilian Mathias in Berlin und Max Langer in Berlin-Hermsdorf.
Stelle auszusendenden Stromstoßreihen in besonders einfacher und zweckmäßiger Weise zu ermöglichen. Erreicht wird dies dadurch, daß die von der anrufenden Stelle auszusendenden, die Verkehrsrichtung bestimmenden Stromstoßreihen auf Schalteinrichtungen derartig einwirken, daß diese je nach der Verteilung einer Anzahl Stromstöße (z. B. neun) auf die die Verkehrsrichtung bestimmenden to Stromstoßreihen die Beeinflussung des Zählers der anrufenden Stelle in einer der Wertigkeit der Verbindung entsprechenden Weise herbeiführen.
Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Die Abb. 1 zeigt den Lageplan mehrerer Ämter eines großen Fernsprechnetzes, während Abb. 2 die Schalteinrichtungen zur Herbeiführung der Zählung bei verschiedenao wertigen Verbindungen ausführlich zeigt.
In der Abb. 1 sind eine Reihe von Hauptvermittlungsstellen A, B, C, D, E, F, G angedeutet. An einem Teil dieser Hauptvermittlungsstelle sind Untervermittlungsstellen angeschlossen, beispielsweise an die Hauptvermittlungsstelle G die Untervermittlungsstellen G 1, G 2 und G 3. Durch gestrichelte Kreise sind Verkehrszonen für die von Teilnehmern der Hauptvermittlungsstelle A und der Hauptvermittlungsstelle G ausgehenden Verbindungen angedeutet worden.
Es sei nun in folgendem der Fall betrachtet, daß ein an die Hauptvermittlungsstelle G angeschlossener Teilnehmer Tn 1 Verbindüngen mit an verschiedenen Vermittlungsstellen des Netzes angeschlossenen Teilnehmern herstellen will. Es sei ferner angenommen, daß die zweite von der anrufenden Stelle auszusendende Stromstoßreihe die Vermittlungsstelle des verlangten Teilnehmers kennzeichnet und somit durch diese Stromstoßreihe die Wertigkeit der herzustellenden Verbindung bestimmt wird.
An die Hauptvermittlungsstelle G sind Teilnehmer der siebenten Zehntausendergruppe angeschlossen, also Teilnehmer mit den Nummern 70000 bis 79999. Die Nummern der an die anderen Vermittlungsstellen angeschlossenen Teilnehmer sind aus der Zeichnung ersichtlich. So ist beispielsweise an die Hauptvermittlungsstelle A die zweite Zehntausendergruppe, an die Hauptvermittlungsstelle C die dritte Zehntausendergruppe usw. angeschlossen.
Will der Teilnehmer Tn 1 eine Verbindung mit einem an die Vermittlungsstelle G 2, welche in der 1. Verkehrszone liegt, an geschlossenen Teilnehmer herstellen, so sendet er zwei Stromstoßreihen, aus sieben bzw. zwei Stromstößen bestehend, aus. Durch diese beiden Stromstoßreihen von insgesamt neun Stromstößen wird die Wertigkeit der Verbindung bestimmt.
Will der Teilnehmer Tn 1 eine Verbindung mit einem an die Untervermittlungsstelle F 3 angeschlossenen Teilnehmer herstellen, so muß er zur Erreichung dieser Vermittlungsstelle ebenfalls wieder neun Stromstöße aussenden, denn an die Untervermittlungsstellen F 3 sind Teilnehmer des 63. Tausends angeschlossen. Durch diese neun Stromstöße soll also in diesem Fall eine Vermittlungsstelle, F 3, in der 2. Verkehrszone gekennzeichnet werden.
Bei einer Verbindung mit einem Teilnehmer der Untervermittlungsstelle C 2, welche die Kennziffer 36 hat, bestimmen die beiden vom anrufenden Teilnehmer auszusendenden Stromstoßreihen eine Vermittlungsstelle in der 3. Verkehrszone, während bei Herstellung von Verbindungen in das 45. oder 54. Tausend die neun in zwei Stromstoßreihen aufgeteilten Stromstöße eine Verbindung vierter Wertigkeit, nämlich in die 4. Verkehrszone, kennzeichnen.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daß die Verwendung der bisher vorgeschlagenen Anordnungen bei großen, stark ausgebauten Netzen auf sehr erhebliche Schwierigkeiten stößt.
Ein Ausführungsbeispiel des allgemeinen Lösungsgedankens besteht nun darin, daß an Stelle einer einzigen von der anrufenden Stelle durch Nummemstromstöße zu beeinflussenden Schalteinrichtung zwei hintereinanderliegende Schalteinrichtungen vorgesehen werden, von denen die zuerst einzustellende Schalteinrichtung die Hauptrichtung und die zu zweit einzustellende Schalteinrichtung die gewünschte Vermittlungsstelle und somit die Verkehrszone bestimmt. An Stelle von zwei hintereinanderliegenden Schalteinrichtungen kann aber auch ein Wahlschalter mit zwei BewTegungsrichtungen, ein Relaiswähler mit zwei Relaisgruppen, von denen die eine durch die erste und die andere durch die zweite Stromstoßreihe beeinflußt wird, o. dgl. verwendet werden.
An Hand der Abb. 2 seien nun im nachfolgenden die einzelnen bei Herstellung einer no Verbindung und deren Zählung auftretenden Stromläufe erläutert, soweit sie für das Verständnis der Erfindung von Belang sind. Es sei hierbei erwähnt, daß die Einstellmagnete der beiden Vorwählorgane /. VW und II. VW sowie des ersten Gruppenwählers /. GW nicht dargestellt sind, da sie für das Wesen der Erfindung ohne Bedeutung sind.
Nach Einstellung der beiden Vorwähler I. VW und //. VW ist folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakt 1 tv Wicklung II des Relais T1, Schaltarm 2, Kontakt 3, Wick-
lung des Relais T2, Schaltarm 4, Kontakts, Wicklung I des Relais C1, Kopfkontakt 6 k, Batterie, Erde. Das Relais C1 schließt seinen Kontakt 7 C1 und bereitet hierdurch einen S Haltestromkreis über seine Wicklung II vor, der zustande kommt, wenn nach Durchschaltung der Sprechadern im II. VW dr.s Speisebrückenrelais A1 über die Leitung des Anrufenden erregt werden. Das Relais A1 öffnet
alsdann seinen Kontakt 8 Ci1 und schließt seinen Kontakt 9 ax. Hierdurch ist folgender · Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakt 7 C1, Wicklung II des Relais C1, Kontakt 9 O1, Wicklung I des Relais V1, Batterie,
Erde. Das Relais V1 spricht an, öffnet und schließt verschiedene Kontakte, auf weiche im Laufe der weiteren Beschreibung eingegangen wird. Es sei erwähnt, daß der hintereinander mit der Wicklung I des Relais C I liegende Kontakt 6 k beim ersten Hubschritt des Gruppenwählers geöffnet und der Stromkreis über die Schaltarme 2 und 4 über die Widerstände 11 und 52 aufrechterhalten wird.
Sendet der anrufende Teilnehmer die erste Stromstoßreihe aus, so wird durch diese in irgendeiner beliebigen Weise der erste Gruppenwähler /. GW eingestellt. Gleichzeitig mit der Einstellung des ersten Gruppenwählers erfolgt die Einstellung einer Schalteinrichtung, und zwar des Mitlauf Schaltwerkes MSI. Dieses Mitlaufschaltwerk bestimmt die Hauptrichtung der herzustellenden Verbindung. Bei jedem von der anrufenden Stelle auszusendenden Stromstoß fällt das Relais A1 in bekannter Weise ab. Es öffnet seinen Kontakt 9 Ci1 und schließt seinen Kontakt 8 O1, wodurch das Steuerrelais V2 ansprechen kann. Ein Abfallen des Relais C1 während der
kurzen Schließungen des Kontaktes 8 O1 kann nicht erfolgen. Die Wirkungsweise des Relais V2 ist für die zu beschreibende Einstellung der Schalteinrichtung ohne Bedeutung und kann infolgedessen fortgelassen werden.
Durch den ersten Abfall des Relais A1 wird
der Drehmagnet D1 (Ws1) auf folgendem Wege erregt: Erde, Kontakte 12B1, 13 V1, 14 kmsv Steuerrelais CZ1, Drehmagnet D1 [WiS1), Batterie, Erde. Gleichzeitig mit dem
Drehmagneten D1 spricht das mit verzögertem Ankerabfall ausgestattete Relais U1 an und schließt den parallel zum Kopfkontakt 14 kms1 liegenden Kontakt 15 U1. Ferner öffnet es den Kontakt 16 U1 und verhindert
dadurch eine vorzeitige Beeinflussung des Drehmagneten D2. Beim ersten Schritt des Mitlauf Schaltwerkes MSI wird der s Kopf kontakt 141ImS1 geöffnet und der Kopfkontakt 17 ^mJ1 geschlossen. Die weiteren
Stromstöße der ersten Stromstoßreihen verlaufen über den Kontakt 15 U1.
Nach Beendigung der ersten Stromstoßreihe fällt infolge längerer Öffnung des Kontaktes 12 O1 das Steuerrelais CZ1 ab, öffnet seinen Kontakt 15 U1 und schließt seinen Kontakt 16 U1. Die zweite von der anrufenden Stelle auszusendende Stromstoßreihe beeinflußt daher den Drehmagneten D2 des Mitlaufschaltwerkes MSII. Der erste Stromstoß nimmt folgenden Weg: Erde, Kontakte 12O1, 13^1, 17AfWS1, i6uv iSkms», RelaisJJ2, Drehmagnet D2 (ms2), Batterie, Erde. Das Relais U2, welches ebenfalls mit verzögerndem Ankerabfall ausgestattet ist, spricht zusammen mit dem Magneten D2 an und schließt den Kontakt 19 M2, welcher parallel zum Kontakt 18 kms2 liegt, der beim ersten Schritt des Mitlaufschaltwerkes MSII geöffnet wird. Nach Beendigung der zweiten Stromstoßreihe fällt das Relais U2 infolge längerer Öffnung des Kontaktes 12 ax ab und. öffnet seinen Kontakt 19 U2. Die weiteren von der anrufenden Stelle zur Herstellung der Verbindung auszusendenden Stromstoßreihen können die Mitlaufschaltwerke MSI und MSH nicht mehr beinflussen.
Am Anfang der Beschreibung ist erläutert worden, daß in großen Fernsprechnetzen dieselbe Anzahl Stromstöße, je nach ihrer Verteilung auf die beiden die gewünschte Ver- g0 mittlungsstelle bestimmenden Stromstoßreihen, eine verschiedene \rerkehrszone und somit eine verschiedene Wertigkeit der Verbindung kennzeichnen müssen. Dieses wird nun, wie aus der Abb. 2 hervorgeht, durch die Verbindung der beiden Mitlauf Schaltwerke untereinander und des zweiten Mitlaufschaltwerkes mit der Zeitschalteinrichtung Ze ermöglicht. Um bei dem an Hand der Abb. 1 erläuterten Beispiel zu bleiben, wird angenommen, daß bei verschiedenen vom Anrufenden herzustellenden Verbindungen die erste und zweite Stromstoßreihe aus zusammen neun Stromstößen bestehen. Bei einer Verbindung in die Untervermittlungsstelle C 2 wird der Schaltarm 20 desMitlaufSchaltwerkes MSI auf den Kontakt 21 entsprechend den drei Stromstößen der ersten Stromstoßreihe eingestellt. Der Kontakt 2 r ist mit dem Schaltarm 22 des Mitlauf schaltwerkes MSH verbunden. Der Schaltarm des Mitlaufschaltwerkes MSH wird entsprechend der zweiten, aus sechs Stromstößen bestehenden Stromstoßreihe auf den Kontakt 23 eingestellt. Der Kontakt 23 ist mit dem Schaltarm 24 einer Schalteinrichtung Ze verbunden. Die von den Schaltarmen der Schalteinrichtung Ze bestrichenen Kontakte sind mit den Kontakten eines Abgreifschalters Ab. S verbunden. Durch die Auswahl eines bestimmten Schaltarmes der Schaltvorrichtung Ze ist in der Zählerfortschalteinrichtung
die Verkehrszone, in welcher die Verbindung hergestellt wird, gekennzeichnet. Die Schalteinrichtung Ze steht unter dem Einfluß einer Zeitkontakteinrichtung und wird für jede Gesprächszeiteinheit um einen Schritt weitergeschaltet. Dauert beispielsweise eine Verbindung zwei Zeiteinheiten, so steht der Schaltarm 24 beim Aufheben der Verbindung auf dem Kontakt 25, der einerseits mit dem Kontakt 26 des Abgreifschalters Ab. S verbunden ist. Für jede Gesprächszeiteinheit einer in die 3. Verkehrszone hergestellten Verbindung ist der Zähler des Anrufenden von drei Einheiten fortzuschalten. Dementis sprechend ist der Kontakt 26 des Abgreifschalters der sechste Kontakt.
Ist der vom Anrufenden gewünschte Teilnehmer in der Untervermittlungsstelle B 1 angeschlossen, so wird das Mitlaufschaltwerk MSI durch die erste aus acht Stromstößen bestehende Stromstoßreihe auf den Kontakt 27 eingestellt, der mit dem Schaltarm 28 des Mitlaufschaltwerkes MSII verbunden ist. Da die zweite Stromstoßreihe aus einem einzigen Stromstoß besteht, wird der Schaltarm 28 auf den Kontakt 29 eingestellt, der seinerseits mit dem Schaltarm 30 des Schaltwerkes Ze verbunden ist. Durch die Auswahl des Schaltarmes 30 ist eine Verbindung in die 5. Verkehrszone gekennzeichnet, in der auch tatsächlich die Untervermittlungsstelle B 1 liegt. Da für jede Gesprächszeit einer in die 5. Verkehrszone hergestellten Verbindung der Zähler des Anrufenden um fünf Einheiten fortzuschalten ist, ist der Kontakt 31 mit dem Kontakt 32 des Abgreif schalters und der Kontakt 33 mit dem Kontakt 34 des Abgreifschalters verbunden.
Bei Verbindungen in die Vermittlungsstelle G 2 wird der Schaltarm 20 auf den Kontakt 34 eingestellt, der mit dem Kontakt 35 verbunden ist. Nach Einstellung des Mitlaufschaltwerkes MSH steht der Schaltarm 35 auf dem Kontakt 36, der mit dem die i. Verkehrszone kennzeichnenden Schaltarm 37 verbunden ist.
Im nachstehenden sei erläutert, in welcher Weise die Zeitschalteinrichtung zur Wirkung kommt. Es sei angenommen, daß der anrufende Teilnehmer eine Verbindung in die Vermittlungsstelle C 2 hergestellt hat, demnach der Schaltarm 20 auf den Kontakt 21 und der Schaltarm 22 auf den Kontakt 23 eingestellt ist.
Wenn sich der angerufene Teilnehmer meldet, wird in irgendeiner nicht gezeigten Verbindungseinrichtung an die untere Sprechader 38 Batterie angelegt. Dadurch wird das ReIaIsU1 erregt, welches über seinen Kontakt 39 ^1 das Verzögerungsrelais V3 einschaltet, das sich über seinen Arbeitskontakt ' 40 V3 in einem vom Kontakt 41 V1 abhängenden Haltestromkreis einschaltet. Ferner
; schließt das Relais B1 an seinem Kontakt
42 b1 den Stromkreis für den Drehmagneten '· D3 des Schaltwerkes Ze: Erde, Magnet P3, Kontakte 43 C1, 42 To1, 44 uk, Batterie, Erde. Der Kontakt 44 uk wird in bestimmten Zeitabschnitten, beispielsweise alle drei Minuten, geschlossen. Alle drei Minuten werden demnach die Schaltarme des Schaltwerkes Ze um einen Schritt weitergeschaltet.
Es sei angenommen, daß das Gespräch während der zweiten Gesprächszeiteinheit beendet ist und daß der angerufene Teilnehmer zuerst anhängt. Infolgedessen wird, da die Batterie von der Sprechader 38 abgeschaltet wird, das Relais B1 stromlos. Es öffnet seinen Kontakt 42 hx und unterbricht dadurch den Stromkreis für den Magneten Z)8. Eine ! Aveitere Beeinflussung des Schaltwerkes Ze ist demnach verhindert.
j Hängt auch der anrufende Teilnehmer seinen Hörer auf, dann fällt das Relais A1 ab. Durch .Schließung des Kontaktes 8 Ci1 wird die Wicklung II des Relais C1 kurzgeschlossen, so daß dieses Relais abfallen kann. Der Anker des Relais V1 bleibt aber noch einige Zeit angezogen. Sofort nach Abfall des Relais C1 ist folgender Stromkreis für den Antriebsmagneten D4 des Abgreifschalters geschlossen: Erde, Kontakte 45 C1, 46 v3,
47 V1, Magnet D4, Kontakte 48 sr, 49 f, Batterie, Erde.
Der Magnet D4 verstellt den Schaltarm des Abgreif schalters um einen Schritt und schließt am Kontakt 50 d4 den Stromkreis für ein Zählübertragungsrelais ZR. Das Relais Zi? schließt an seinen Kontakt 51 sr den Widerstand 52 kurz, wodurch der über die Schaltarme 2 und 4 fließende Strom derart verstärkt wird, daß der parallel zur Wicklung II des Relais T1 liegende Zähler Z ansprechen kann. Am Kontakt 55 er wird ein Stromkreis über die Wicklung Il des Relais V1 geschlossen, so daß das Relais V1 während der Übertragung der Zählstromstöße erregt bleibt. Ferner öffnet das Relais ZR am Kontakt 48 sr den Stromkreis für den Magneten D4, welcher abfällt und seinerseits das Relais ZR ausschaltet. Das Relais Zi? fällt ab, öffnet seinen Kontakt 51 er und schließt seinen Kontakt
48 sr. Durch die letztgenannte Kontaktschließung wird der Stromkreis für den Magneten D4 von neuem geschlossen. Dieser spricht an, schaltet den Abgreifschalter weiter und erregt das Relais Zi?. Dieses Wechselspiel zwischen D4 und ZR wiederholt sich so lange, bis der Schaltarm 52 des Abgreifschalters den Kontakt 26 erreicht, der mit dein Kontakt 25 verbunden ist, auf ilen der von den Mitlaufschaltwerken ausgewählte Schalt-
483283
arm 24 eingestellt ist. Alsdann kommt folgender Stromkreis zur Wirkung: Erde, Kontakt 53 vv Widerstand 54, Schaltann 20, Kontakt 21, Schaltarm 22, Kontakt 23, Schaltarm 24, Kontakte 25 und 26, Schaltarm 52, Relais F, Batterie, Erde. Das Relais F spricht an und unterbricht den Stromkreis für den Magneten Z)4 durch Öffnen des Kontaktes 49 f. Da eine Erregung des Relais Zi?
nicht mehr erfolgen kann und demzufolge der Kontakt 55 sr dauernd offen bleibt, kann das Relais V1 abfallen. Es veranlaßt die Auslösung des Gruppenwählers I. GW in irgendeiner beliebigen Weise, und ferner werden die eingestellten Schaltwerke der Zählerfortschalteinrichtung MSI, MSH, Zc und Ah. S in die Ruhelage weitergeschaltet.
Durch Öffnen des Kontaktes 41 V1 wird der Haltestromkreis für das Relais V3 unterbrochen, so daß dieses abfällt. Am Kontakt S3 V1 wird der Stromkreis für das Relais F geöffnet. Auch dieses fällt ab. Am Kontakt 60 V1 wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakte 60 V1, 61 km S1,
5*5 Selbstunterbrecherkontakt 62 dv Magnet D1, Batterie, Erde. Das Mitlaufschaltwerk MSI wird schrittweise in die Ruhelage weitergeschaltet, bei deren Erreichung durch Öffnen des Kontaktes 61 MiS1 der obengenannte Stromkreis unterbrochen wird.
Am Kontakt 63 V1 ist folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakte 63 V1, 64 kms2, Selbstunterbrecherkontakte 65 d2, Magnet D2, Batterie, Erde. Das Mitlau f-Schaltwerk MSH wird in die Ruhelage weitergeschaltet. Wird diese erreicht, so unterbricht der sich öffnende Kontakt 04 kms„ den genannten Stromkreis.
Am Kontakt 66 V1 wird der Stromkreis
für den Magneten Z)3 geschlossen: Erde., Magnet 3, Kontakt 67 C1, Selbstunterbrecherkontakt 68 d3, Kontakte 69 kze, 66 ^1, Batterie, Erde. Das Schaltwerk Ze wird in die Ruhelage weitergeschaltet. Wenn die letztere erreicht wird, öffnet sich der Kontakt 69 k"-e und unterbricht den Stromkreis für den Magneten D3.
Am Kontakt 70 V1 wird der Stromkreis für den Magneten D4, geschlossen: Erde, Kontakt 71 kabs, Selbstunterbrecherkontakt 72 dv Kontakt 70 V1, Magnet Z)4, Kontakte 48 sr und 49 f, Batterie, Erde. Der Abgreifschalter Ab. S wird in die Ruhelage weitergeschaltet, bei deren Erreichung durch Öffnung des Kontaktes 71 kabs der eben geschilderte Stromkreis für den Magneten Z)4 unterbrochen wird.
Alle zur Zählerfortschaltung erforderlichen Schalteinrichtungen befinden sich jetzt wieder in der Ruhelage. Es sei noch erwähnt, daß in irgendeiner bekannten Weise bei Auslösung des I. GW der durch die Schaltarme 4 und 2 bestehende Stromkreis geöffnet wird, beispielsweise durch Unterbrechung eines am Punkt 80 eingeschalteten Ruhekontaktes des Auslösemagneten. Hierdurch erfolgt auch die Freigabe der beiden Vorwahlorgane I. VW und 'II. VW.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltungsanordnung zur Zählung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei welchen die Wertigkeit einer Verbindung durch eine mehrmalige Nummernwahl bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die von der anrufenden Stelle aviszusendenden, die Verkehrsrichtung (z. B. nach C2, F3 usw.) bestimmenden Stromstoßreihen (z. B. die ersten zwei) auf Schalteinrichtungen (MSI, MSH) derart steuernd einwirken, daß diese je nach der Verteilung eine Anzahl Stromstöße (z.B. neun) auf die die Verkehrsrichtung bestimmenden Stromstoßreihen die Beeinflussung des Zählers der anrufenden Stelle in einer der Wertigkeit der Verbindung entsprechenden Weise herbeiführen.
2. Schaltungsanordnung nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch die unter dem Einfluß der ersten Stromstoßreihe erfolgte Einstellung einer Schalteinrichtung (MSI) die Hauptrichtung der herzustellenden Verbindung (z. B. nach C) gekennzeichnet wird, während eine durch eine der nachfolgenden Stromstoßreihen (z. B. die zweite) beeinflußte Schalteinrichtung (MSH) die gewünschte Vermittlungsstelle (C 2) und somit die Verkehrszone bestimmt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Schalteinrichtung ein durch mehrere Stromstoßreihen zu beeinflussender Wähler (z. B. Strowgerwähler, Relaiswähler, verwendet wird, durch dessen Gruppeneinstellung (z. B. auf eine Kontaktreihe beim Strowgerwähler) die Hauptrichtung der herzustellenden Verbindung gekennzeichnet wird, während die Einstellung auf einen Kontakt in der gewählten Gruppe die gewünchte Vermittlungsstelle und somit die Verkehrszone bestimmt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DES66820D 1924-08-17 1924-08-17 Schaltungsanordnung zur Zaehlung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb Expired DE433283C (de)

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