DE3249671C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine nichtflüchtige
Halbleiter-Speichervorrichtung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1. Mit der Prüfeinheit kann eine
vorbestimmte Prüfspannung an Speicherzellen unter gleichen
Bedingungen angelegt werden.
Eine nichtflüchtige Halbleiter-Speichervorrichtung
unter Verwendung von nichtflüchtigen Speicherzellen,
z. B. von sog. FAMOS-Transistoren (MOS-Transistoren mit
freischwebendem Gate), ist als EPROM (löschbarer programmierbarer
Festwertspeicher) bekannt. Beim Speichern
von Daten in einer Speicherzelle vom freischwebenden
Gate-Typ wird eine hohe Spannung an das unter Zwischenfügung
einer Isolierschicht über dem freischwebenden
Gate angeordnete Steuer-Gate und die Drainelektrode
der Speicherzelle angelegt, während eine Bezugsspannung
Vs mit etwa Massepotential an der Sourceelektrode
anliegend gehalten wird, so daß zwischen Drain und
Source eine Stoßionisierung hervorgerufen wird. Von
den durch die Stoßionisierung erzeugten Elektronenlochpaaren
werden die Elektronen unter Änderung der
Schwellenwertspannung der Speicherzelle vom freischwebenden
Gate eingefangen. Entsprechend der Änderung der
Schwellenwertspannung werden Daten gespeichert. Bei
Speicherzellen dieser Art wird das substantielle Gate-
Potential in Abhängigkeit von der Menge der vom Gate eingefangenen
Elektronen geändert. Die in der Speicherzelle
gespeicherten Daten können daher mittels einer Änderung
des Kanalstroms des MOS-Transistors erfaßt bzw. ausgelesen
werden. In der Praxis wird beim Einschreiben von Daten in
die Speicherzelle üblicherweise eine hohe Spannung von
20-25 V an das Steuer-Gate über dem freischwebenden
Gate und die Drainelektrode angelegt. Zum Auslesen der
Daten wird üblicherweise eine Spannung in der Größenordnung
von 5 V an das Steuer-Gate angelegt.
Beim bisherigen EPROM ist die an das Steuer-Gate angelegte
Einschreibspannung mit 25 V festgelegt. Demzufolge dauert
das Einschreiben von Daten in eine Speicherzelle normalerweise
50 ms. Beim Einschreiben von Daten in alle Speicherzellen
in z. B. 4 K Worten×8 Bits dauert dieser Vorgang
demzufolge etwa 3 min. Zur Verkürzung der Einschreibzeit
müssen eine an das Steuer-Gate jeder Speicherzelle angelegte
Gate-Spannung und/oder eine an die Drainelektrode
angelegte Drainspannung höher eingestellt werden als beim
bisherigen Speicher. In der Praxis wird zur Realisierung
dieser Bedingung eine von außen her der Speichervorrichtung
zugeführte Stromquellenspannung, z. B. eine Einschreib-
Stromquellenspannung, durch eine Spannungsverstärkungsschaltung
verstärkt. Die verstärkte Spannung kann
dann an der Steuer-Gate der Speicherzelle angelegt werden,
oder sie wird an das Steuer-Gate angelegt, während gleichzeitig
eine Spannung, die höher ist als bei der bisherigen
Vorrichtung und die mittels der verstärkten Spannung
erhalten wird, an die Drainelektrode der Speicherzelle
angelegt wird. Die Verstärkungsschaltung ist im allgemeinen
so ausgebildet, daß sie im integrierten Schaltkreis
der Speichervorrichtung oder -anordnung enthalten ist, wobei
eine gegebene Stromquellenspannung, z. B. eine Einschreibspannung,
unter Ausnutzung einer Kapazitätsankopplung
auf eine vorgegebene Spannung verstärkt bzw. angehoben
wird. Bei dieser Schaltungsanordnung ist der Ausgangsstrom
der Verstärkungsschaltung stark begrenzt. Bei
neueren Speichervorrichtungen mit äußerst kleinen Transistoren
ist die Speicherkapazität erheblich größer, und
es ist eine größere Zahl von Zeilen- und Spaltenleitungen
vorhanden, wobei auch in den Dekodierabschnitten
erheblich mehr Strom verbraucht wird. Zur Herabsetzung
des Stromverbrauchs in den Dekodierabschnitten beim
Einschreiben von Daten in die Speicherzellenanordnung
ist es daher nötig, die verstärkte Spannung nur der jeweils
gewählten Spalten- oder Zeilenleitung aufzuprägen.
Dennoch ist die bisherige nichtflüchtige Halbleiter-
Speichervorrichtung nicht so ausgelegt, daß der Ausgangsstrom
der Verstärkerschaltung durch selektive Anlegung der verstärkten
Spannung an eine periphere Schaltung der Speicherzellenanordnung,
z. B. die Einschreibschaltung, herabgesetzt
wird.
Zum besseren Verständnis der Erfindung ist im folgenden
der Aufbau einer herkömmlichen nichtflüchtigen bzw. leistungslosen
Halbleiter-Speichervorrichtung anhand von Fig. 1 beschrieben.
Dabei sind Zeilenleitungen R₁ bis R m und Spaltenleitungen
D₁ bis D n vorgesehen. Speicherzellen
T₁₁-T mn , die jeweils aus einem MOS-Transistor mit freischwebendem
Gate bzw. FAMOS-Transistor bestehen, sind an
den Schnittstellen der Zeilen- und Spaltenleitungen vorgesehen
und in Matrixform angeordnet. Die Steuer-Gates
der Speicherzellen T₁₁-T mn sind jeweils an die betreffenden
Zeilenleitungen R₁ bis R m angeschlossen. Auf
ähnliche Weise sind die Drains mit den betreffenden
Spaltenleitungen D₁ bis D n verbunden. Eine Bezugsspannung V S ,
z. B. Massepotential, wird an die Sourceelektroden aller
Speicherzellen TM₁₁-TM mn angelegt. Die Zeilenleitungen
R₁-R m , die Spaltenleitungen D₁-D n und die
Speicherzellen TM₁₁-TM mn bilden gemeinsam eine Speicherzellenanordnung
10.
Die Zeilenleitungen R₁-R m sind über MOS-Transistoren
TR₁-TR m des Verarmungstyps (D-Typs) an einen Zeilendekodierer
20 angeschlossen, wobei an ihre Gate-Elektroden
ein Lese/Einschreib-Steuersignal R/ angelegt wird.
Der Zeilendekodierer 20 spricht auf ein Adressensignal
an, um eine Zeilenleitung zu wählen und an seiner Ausgangsklemme
ein einen hohen Pegel besitzendes, der gewählten
Zeilenleitung entsprechendes Signal zu liefern.
Die Spaltenleitungen D₁-D n sind über den Transistoren
TD₁-TD n in der Spaltenleitungs-Wählschaltung 30 zum
Wählen einer Spaltenleitung entsprechende MOS-Transistoren
an einen Signalabgriff-Knotenpunkt N 1 angeschlossen.
Das Signal am Knotenpunkt N 1 wird durch einen Leseverstärker
40 abgegriffen und über eine Ausgangsschaltung
50 aus dem Speichersystem ausgegeben. An die Gate-Elektroden
der MOS-Transistoren TD₁-TD n sind zugeordnete
Spaltenwählleitungen C₁-C n angeschlossen, die über entsprechend
angeordnete MOS-Transistoren
TC₁-TC n mit einem Spaltendekodierer 60 verbunden sind.
Letzterer Spricht auf die im zugeführten Wähladressensignale
unter Wahl einer der Spaltenwählleitungen an, und
er liefert an der mit der gewählten Spalten-Wählleitung verbundenen
Ausgangsklemme ein hochpegeliges Signal.
Die anderen Anschlüsse der Zeilenleitungen R₁-R m und
der Spaltenleitungen C₁-C n sind jeweils auf entsprechende
Weise mit den D-Typ-Mos-Transistoren WR₁-WR m und WC₁
-WC n verbunden. Die Drains dieser Transistoren sind mit
einem Anschluß zur Anlegung der Einschreibspannung V p verbunden,
während ihre Source- und Gate-Elektroden an die
betreffenden Zeilen- und Spaltenleitungen angeschlossen
sind. Die MOS-Transistoren WR₁-WR m und WC₁-WC n sind
sämtlich in einem Einschreibtransistorkreis 70 enthalten.
Ein Einschreibtransistor T 1 des Anreicherungstyps
(E-Typ) ist zwischen den Signalabgriff-Knotenpunkt N 1 und
den Anschluß zur Anlegung der Einschreibspannung V p eingeschaltet.
Ein Signal am Ausgangsknotenpunkt N 2 der
Einschreibdaten-Steuerschaltung 80 wird der Gate-Elektrode
des Einschreib-MOS-Transistors T 1 zugeführt. Diese
Steurschaltung 80 besteht aus einem internen Datenerzeuger
85, welcher die externen Eingabe- oder Eingangsdaten
D in zur Erzeugung von diesen Daten entsprechenden internen
Eingangsdaten d in abnimmt, einem zwischen die Klemme
zur Anlegung der Spannung V p und die Bezugsspannung V S
(Massepotential) geschalteten Umsetzer IN 1 sowie einem
E-Typ-MOS-Transistor T 4, der an der Gate-Elektrode ein
Lese/Einschreibsignal R/ abnimmt, weil er zwischen den
Ausgangsknotenpunkt N 2 und die Bezugsspannung V S
(Massepotential) geschaltet ist. Der Umsetzer IN 1 besteht
aus einem D-Typ-MOS-Transistor T 2, der an der Source-
Drainstrecke zwischen einen Anschluß zur Anlegung der
Spannung V p und den Knotenpunkt N 2 geschaltet und an der
Gate-Elektrode an den Knotenpunkt N 2 angeschlossen ist,
sowie einem E-Typ-MOS-Transistor T 3, dessen Source-
Drainstrecke zwischen den Knotenpunkt N 2 und die Bezugsspannung
V S geschaltet ist und der an der Gate-Elektrode
die internen Daten d in abnimmt.
Die Speichervorrichtung gemäß Fig. 1 arbeitet wie folgt:
Zum Auslesen von Daten aus der Speicherzellenanordnung 10
besitzt das Lese/Einschreibsignal R/ den hohen Pegel
("1"), und eine Einschreibspannung beträgt 5 V. Aus diesem
Grund werden die MOS-Transistoren TC₁-TC n sowie
TR₁-TR m , ebenso wie der MOS-Transistor T 4, durchgeschaltet,
während der MOS-Transistor T 1 sperrt. Der Wirkleitwert g m
aller MOS-Transistoren WC₁-WC n und WR₁-WR m im
Einschreibtransistorkreis 70 ist auf einen äußerst kleinen
Wert gesetzt. Demzufolge werden von den Zeilenleitungen
R₁-R m und den Spaltenwählleitungen C₁-C n nur die
durch den Zeilendekodierer 20 und den Spaltendekodierer
60 angewählten Leitungen auf den hohen Pegel gesetzt,
während die nicht gewählten Leitungen einen niedrigen
Pegel besitzen. Infolgedessen wird eine am Kreuzungs-
bzw. Schnittpunkt der gewählten Zeilen- und Spaltenleitungen
angeordneten Speicherzelle angesteuert. Wenn in die
gewählte Speicherzelle keine Daten eingeschrieben sind,
wird diese Speicherzelle durchgeschaltet, weil hierbei
die Schwellenwertspannung der gewählten, keine Daten
enthaltenden Speicherzelle niedrig ist. Beim Durchschalten
der Speicherzelle fließt der Strom über die
Source-Drainstrecke, so daß der Signalabgriff-Knotenpunkt
N 1 auf den niedrigen Pegel übergeht. Wenn dagegen in der
gewählten Speicherzelle Daten eingeschrieben sind, wird
diese Speicherzelle in den Sperrzustand versetzt, weil
hierbei die Schwellenwertspannung der gewählten, eingeschriebene
Daten enthaltenden Speicherzelle hoch ist,
und der Knotenpunkt N 1 geht auf den hohen Pegel über.
Das hochpegelige Signal am Knotenpunkt N 1 wird über den
Leseverstärker 40 und die Ausgangsschaltung 50 nach außen
abgeführt.
In der Einschreibbetriebsart ist das Lese/Einschreibsignal
R/ niedrig, während die Einschreibspannung V p 25 V beträgt.
Es sei nun angenommen, daß durch den Zeilendekodierer
20 die Zeilenleitung R₁ und durch den Spaltendekodierer
60 die Spaltenleitung C₁ gewählt worden sind. Dabei
sperren die MOS-Transistoren TR₁ und TC₁. Unter diesen Bedingungen
wird die Zeilenleitung R₁ über den MOS-Transistor
WR₁ auf 25 V (entsprechend der Einschreibspannung V p ) aufgeladen,
und die Spaltenwählleitung C₁ wird über den MOS-
Transistor WC₁ auf 25 V aufgeladen. Die nicht gewählten
Zeilen- und Spaltenleitungen bleiben auf dem niedrigen
Pegel, d. h. dem Massepotential, da die MOS-Transistoren
TR₂-TR m und TC₂-TC n deshalb durchgeschaltet sind, weil
die diesen Zeilen- und Spaltenwählleitungen entsprechenden
Ausgänge der Zeilen- und Spaltendekodierer nicht gewählt
sind. Wenn zu diesem Zeitpunkt die externe Eingangsdateneinheit
D in niedrig bzw. klein ist, ist die
interne Dateneinheit d in ebenfalls niedrig, wobei die
Spannung von 25 V (Vp) am Knotenpunkt N 2 erscheint. Aus
diesem Grund wird der MOS-Transistor T 1 durchgeschaltet,
während der Knotenpunkt N 1 entsprechend der Beziehung
V p -V TH , mit V TH = Schwellenwertspannung des
MOS-Transistors T 1, auf etwa 22 V aufgeladen wird. Infolgedessen
werden 25 V (V p ) an das Steuer-Gate der durch die
Zeilenleitung R₁ und die Spaltenleitung D₁ gewählten
Speicherzelle TM₁₁ angelegt. An der Drainelektrode der
Speicherzelle TM₁₁ liegen etwa 22 V entsprechend
(25-V TH(T 1)) V oder (25-V TH(TD 1)) V an, wobei V TH(T 1)
die Schwellenwertspannung des MOS-Transistors T 1 und
V TH(TD 1) die Schwellenwertspannung des MOS-Transistors
TD 1 bedeuten. Folglich tritt in der Speicherzelle TM₁₁
die Stoßionisierung auf, so daß Daten in sie eingeschrieben
werden. Wenn dabei die externe Eingangsdateneinheit
D in einen hohen Pegel besitzt, sperrt der MOS-Transistor
T 1, so da die Spannung von 22 V nicht an die Drainelektrode
der Speicherzelle TM₁₁ angelegt wird und daher
keine Daten in diese geladen werden. Die Speicherzelle,
in welche einmal Daten geladen worden sind, hält diese
Daten in leistungsloser bzw. nichtflüchtiger Weise, solange
diese Daten nicht gelöscht werden.
Wie erwähnt, ist bei der Speichervorrichtung nach Fig. 1
die Einschreibspannung V p auf 25 V festgelegt. Aus diesem
Grund ist eine lange Zeitspanne nötig, um die Daten in
alle Speicherzellen der Speicherzellenanordnung einzuschreiben.
Zur Lösung dieses Problems muß eine höhere
Spanung als bisher an die Steuer-Gates der Speicherzellen
oder sowohl an die Steuer-Gates als auch an die Drains
angelegt werden. Der Grund hierfür ist anhand der Fig. 2A
bis 2C erläutert. Fig. 2A veranschaulicht in symbolischer
Darstellung den sog. FAMOS-Transistor.
Mit V D und V G sind die Drainspannung
bzw. eine dem Steuer-Gate aufgeprägte Spannung bezeichnet.
Fig. 2B veranschaulicht die Beziehung zwischen
der Steuer-Gatespannung V G und einer Änderung Δ V TH der
Schwellenwertspannung der Speicherzelle für den Fall,
daß die Dateneinschreibung bei festen Größen der Drainspannung
V D und der Einschreibzeit tp erfolgt. Fig. 2C
veranschaulicht die Beziehung zwischen logarithmischen
Größen der Einschreibzeit tp und einer Änderung der
Schwellenwertspannung Δ V TH für den Fall, daß die Dateneinschreibung
mit einem Parameter der Drainspannung V D
bei festgelegter Steuer-Gate-Spannung V G erfolgt. In
Fig. 2C geben die Kurven 11 und 12 die Beziehung für eine
große bzw. kleine Spannung V D an. Gemäß den Fig. 2B und
2C ist die Einschreibzeit um so kürzer, je höher die
Steuer-Gate-Spannung V G ist. Wenn die Einschreibzeit tp
vergleichsweise lang ist, ist eine Änderung Δ V TH der
Schwellenwertspannung von der Drainspannung V D unabhängig.
Ist diese Zeit tp dagegen vergleichsweise kurz,
so wird eine kurze Zeitspanne zum Erreichen einer gegebenen
Größe der Änderung Δ V TH benötigt.
Wenn jedoch die verstärkte oder angehobene Spannung an die Zeilenleitung
angelegt werden soll, ist eine spezielle Einrichtung
zur Anlegung dieser verstärkten Spannung nötig,
um den Ausgangsstrom der Verstärkungsschaltung zu verringern.
Nach Herstellung der Speichervorrichtung müssen die
Speicherzellen ermittelt werden, die nicht über eine
vorbestimmte Datenhalteeigenschaft verfügen. Zunächst
wird eine vorbestimmte Prüfspannung unter gleichen
Bedingungen zwischen Drain- und Gate-Elektrode jeder nichtflüchtigen
Speicherzelle angelegt. Dann werden die
Speicherzellen ermittelt, die nicht eine vorbestimmte
Datenhalteeigenschaft haben. In einer herkömmlichen
Speichervorrichtung wird viel Zeit benötigt, um die
vorbestimmte Prüfspannung an alle Speicherzellen unter
den gleichen Bedingungen anzulegen.
Aus der DD-PS 1 37 504 ist eine Schaltungsanordnung zur
Prüfung von Halbleiterspeichern bekannt, bei der mittels
MOS-Transistoren alle Spaltenleitungen in einen nichtgewählten
Zustand gebracht werden können, um so den
hohen Zeitaufwand für die Prüfung zu vermindern.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine nichtflüchtige
Halbleiter-Speichervorrichtung mit einer Prüfeinheit
zu schaffen, mit der unter gleichen Bedingungen
eine vorbestimmte Prüfspannung zwischen Drain- und Gate-Elektrode
jeder nichtflüchtigen Speicherzelle in kurzer Zeit
angelegt werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einer nichtflüchtigen Halbleiter-
Speichervorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 erfindungsgemäß durch die in dessen kennzeichnenden
Teil enthaltenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Patentansprüchen 2 bis 6.
Die Erfindung ermöglicht eine nichtflüchtige Halbleiter-
Speichervorrichtung, bei der alle Speicherzellen in kurzer
Zeit mit einer vorbestimmten Prüfspannung beaufschlagt
werden können.
Es wird also eine nichtflüchtige Halbleiter-Speichervorrichtung
geschaffen, die eine Speicherzellenanordnung mit
nichtflüchtigen Halbleiter-Speicherzellen mit jeweils
einer Gate-Isolierschicht hat. Die Speicherzellen
speichern jeweils Daten mittels in die Isolierschicht
injizierten Ladungen, und sie sind in einer Matrix mit
mehreren Zeilenleitungen und Spaltenleitungen angeordnet.
Ein Zeilendekodierer wählt die Zeilenleitungen, und ein
Spaltendekodierer wählt die Spaltenleitungen. Die Speichervorrichtung
hat weiterhin eine mit dem Zeilendekodierer
und mit dem Spaltendekodierer verbundene Prüfeinheit, um
alle Zeilenleitungen in einen nichtgewählten Zustand und
wenigstens zwei Spaltenleitungen in einen gewählten Zustand
zu bringen, wobei gleichzeitig die mit den wenigstens
zwei Spaltenleitungen verbundenen Speicherzellen
einer Prüfung unterworfen sind. Bei dieser Prüfung wird
eine vorbestimmte Prüfspannung zwischen Drain- und Gate-Elektrode
jeder mit den wenigstens zwei Spaltenleitungen verbundenen
nichtflüchtigen Speicherzelle angelegt, um solche
Speicherzellen zu erfassen, die sich in einem Zustand
befinden, der keine vorbestimmte Datenhalteeigenschaft
beinhaltet.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
im Vergleich zum Stand der Technik anhand der
beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines bisherigen löschbaren
programmierbaren Festwertspeicher- bzw. EPROM-Systems,
Fig. 2A bis 2C eine symbolische Darstellung eines in
Fig. 1 verwendeten FAMOS-Transistors bzw.
Kennlinien solcher Transistoren,
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer EPROM-Vorrichtung,
Fig. 4 ein Schaltbild einer an die Zeilenleitungen bei
der Vorrichtung nach Fig. 3 angeschlossenen
Verteilungsschaltung für eine angehobene Spannung,
Fig. 5A bis 5C eine Aufsicht bzw. Schnittansichten
eines bei der erfindungsgemäßen Speichervorrichtung
verwendeten MOS-Transistors mit
freischwebendem Gate bzw. FAMOS-Transistors,
Fig. 5D ein Äquivalentschaltbild des FAMOS-Transistors
gemäß Fig. 5B mit Beziehung zu bei
ihm vorhandenen Kapazitäten,
Fig. 6A und 6B Schaltbilder eines Zeilendekodierers
bzw. eines Spaltendekodierers beim bisherigen
EPROM nach Fig. 1,
Fig. 7A und 7B Schaltbilder von Abwandlungen der
Dekodierer nach Fig. 6A und 6B und
Fig. 8A und 8B Schaltbilder eines Adressenpuffers gemäß der Erfindung.
Nachdem die Fig. 1 und 2 eingangs bereits erläutert
wurden, ist im folgenden eine Ausführungsform einer
nichtflüchtigen Halbleiter-Speichervorrichtung im einzelnen
beschrieben.
Gemäß Fig. 3 sind Zeilenleitungen R₁-R m endseitig
mit einer Verteilungsschaltung 105 für eine vertärkte
oder angehobene Spannung entsprechend der Einschreibschaltung
bei der bisherigen Vorrichtung verbunden.
Spaltenwählleitungen C₁-C n sind an ihren Enden mit
einer anderen Verteilungsschaltung 106 für eine verstärkte
Spannung entsprechend der bisherigen Einschreibschaltung
verbunden. Eine durch eine Anhebungsschaltung 110 verstärkte Spannung VH wird an
diese Verteilungsschaltung 105 und 106 angelegt. Eine
Verteilungsschaltung 107 für eine verstärkte Spannung,
die anstelle des D-Typ-MOS-Transistors T 2 bei der
Einschreibsteuerschaltung 80 nach Fig. 1 vorgesehen
ist, wird mit einer verstärkten Spannung VH von der
Anhebungsschaltung 110 gespeist. In Fig. 3 sind zur
Vereinfachung der Beschreibung den Teilen von Fig. 1
entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern wie
vorher bezeichnet. Die jeweils
den gleichen Aufbau besitzenden Verteilungsschaltungen
105 und 106 dienen zur Verteilung der verstärkten
Spannung nach Maßgabe eines Steuersignals. Aus diesem
Grund ist daher als typisches Beispiel nur eine
Verstärkungsschaltung 105 i anhand von Fig. 4 erläutert.
Dabei bezieht sich der Buchstabe "i" der Bezugsziffer
105 i auf die i-te Verteilungsschaltung unter
diesen Schaltungen, die mit der i-ten Zeilenleitung
verbunden ist. Bei TR i ist ein D-Typ-MOS-Transistor
dargestellt, dessen Source-Drainstrecke an der einen
Seite mit der Ausgangsklemme des Zeilendekodierers 20
und an der anderen Seite mit der Zeilenleitung R i
verbunden ist, wobei seine Gateelektrode ein Lese/
Einschreibsteuersignal R/ abnimmt. Im vorliegenden
Fall bestimmt sich "i" durch 1 ≦ i < m. Das andere
Ende jeder Zeilenleitung R i ist mit einem Knotenpunkt
N 3 der Verteilungsschaltung 105 i verbunden, die ihrerseits
einen zwischen einen Anschluß zur Anlegung
einer verstärkten Spannung VH von der Verstärkungsschaltung
110 und einen Knotenpunkt N 3 eingeschalteten
E- bzw. Anreicherungstyp-MOS-Transistor T 5, einen
Umsetzer IN 2, einen E-Typ-MOS-Transistor T 8, dessen
Source-Drainstrecke an der einen Seite an den mit
der Gateelektrode des MOS-Transistors T 5 verbundenen Knotenpunkt
N 4 angeschlossen und dessen andere Seite am Massepotential liegt,
während sein Gate an den Ausgang des Umsetzers IN 2 angekoppelt ist,
einen zum MOS-Transistor T 8 parallelgeschalteten E-Typ-
MOS-Transistor T 9, an dessen Gateelektrode das Lese/
Einschreibsteuersignal R/ anlegbar ist, einen MOS-
Transistor T 10, dessen Source-Drainstrecke zwischen die
Knotenpunkte N 4 und N 5 eingeschaltet ist, während seine
Gateelektrode mit dem Knotenpunkt N 5 verbunden ist und
seine Schwellenwertspannung etwa O 5 beträgt, (als
N-Typ bezeichnet), einen E-Typ-MOS-Transistor
T 11, dessen Source-Drainstrecke zwischen den Knotenpunkt
N 5 und den Anschluß zur Anlegung der Einschreibspannung
V p eingeschaltet und der an der Gateelektrode
an die Einschreibspannung V p angekoppelt ist, sowie
einen Kondensator CP 1 umfaßt, der zwischen den Knotenpunkt
N 5 und eine Klemme bzw. einen Anschluß zur Anlegung
eine noch zu beschreibenden Signalimpulses OSC
eingeschaltet ist. Der Umsetzer IN 2 besteht aus einem
D-Typ-MOS-Transistor T 6, dessen Source-Drainstrecke
zwischen eine Klemme zur Anlegung einer Spannung V c
von 5 V und die Ausgangsklemme des Umsetzers eingeschaltet
ist, sowie einem E-Typ-MOS-Transistor, dessen
Source-Drainstrecke zwischen der Ausgangsklemme des Umsetzers
IN 2 und Massepotential V S liegt, während seine
Gateelektrode mit dem Knotenpunkt N 3 verbunden ist.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der Einschreibschaltung
(bzw. Verteilungsschaltung für die verstärkte Spannung)
gemäß Fig. 4 erläutert. Wenn die Einschreibspannung
V p in einer Einschreibbetriebsart 25 V beträgt,
erzeugt die Verstärkungsschaltung 110 eine angehobene
oder verstärkte Spannung VH von etwa 30 V.
Wenn hierbei der Zeilendekodierer 20
die Zeilenleitung R i wählt und letztere, d. h. der
Knotenpunkt N 3, einen hohen Pegel besitzt, besitzt das
Ausgangssignal des Umsetzers IN 2 einen niedrigen Pegel.
Demzufolge wird der MOS-Transistor T 8 in den
Sperrzustand versetzt. In der Einschreibbetriebsart
ist das Lese/Einschreibsteuersignal R/ auf dem niedrigen
Pegel, so daß auch der MOS-Transistor T 9 sperrt.
Aus diesem Grund wird der Knotenpunkt N 4 über die MOS-
Transistoren T 11 und T 10 durch die Einschreibspannung
V p aufgeladen. Der an die eine Seite des Kondensators
CP 1 angelegte Signalimpuls OSC schwingt zwischen
Massepotential V p und der Einschreibspannung V p .
Die Spannung V₅ am Knotenpunkt N 5 besitzt daher
eine Spitze, die sich theoretisch durch folgende
Gleichung ausdrücken läßt:
V₅ = {V p -V TH(T 11)} + V p ′ (1)
darin bedeuten: V TH(T 11) eine Schwellenwertspannung
des MOS-Transistors T 11 und V p ′ eine Amplitude des
pulsierenden Signals bzw. Signalimpulses OSC. Die
Spannung V₄ am Knotenpunkt N 4 ist um die Schwellenwertspannung
V TH(T 10) des MOS-Transistors T 10 niedriger
als die Spannung am Knotenpunkt N 5. Demzufolge
gilt die folgende Beziehung:
V₄ = {V p -V TH(T 11)} + V p ′-V TH(T 10) (2)
Da der Knotenpunkt N 5 tatsächlich eine Streukapazität
enthält, fällt die Spannung V₄ aufgrund der Spannungsteilung,
die durch die Kapazität des Kondensators CP 1
und die Streukapazität bewirkt wird, geringfügig ab.
Trotzdem wird am Knotenpunkt N 4 als Spannung V₄ eine
Spannung von etwa 35 V erhalten. Der MOS-Transistor
T 5 arbeitet daher in einem Triodenbereich. Die verstärkte
Spannung VH wird daher an den Knotenpunkt N 3, d. h.
die Zeilenleitung R i , unverändert angelegt. Bei einer
Speicherzelle, bei der das Steuer-Gate beispielsweise
mit der Zeilenleitung R i verbunden ist, nämlich bei
der Speicherzelle mit freischwebendem Gate gemäß Fig. 3
ist die Steuer-Gatespannung im Vergleich zur bisherigen
Speichervorrichtung um etwa 5 V erhöht. Wie sich
aus der Kennlinie gemäß Fig. 2B ergibt, werden daher
die Daten im Vergleich zur bisherigen Speichervorrichtung
in kürzerer Zeit in die Speicherzellen eingeschrieben.
Weiterhin wird die verstärkte Spannung VH
nur dann selektiv an die Zeilenleitung R i angelegt,
wenn die Verteilungsschaltung 105 i durch das Signal
auf der Zeilenleitung R i angesteuert wird. Es läßt
sich somit der Ausgangsstrom von der Verstärkungsschaltung
110 verkleinern. Da die Verstärkungsschaltung 110
im allgemeinen in einem intergrierten Schaltkreis der
Speichervorrichtung vorgesehen ist, ist es sehr wichtig,
den Ausgangsstrom der Verstärkungsschaltung zu
verringern.
Der Aufbau der Verteilungsschaltung 107 nach Fig. 3 entspricht
demjenigen der Einschreibschaltung (bzw. Verteilungsschaltung)
105. Es sei angenommen, daß die
i-te Spaltenwählleitung mit C i bezeichnet ist; dabei
ist zwischen die i-te Ausgangsklemme des Spaltendekodierers
und die Spaltenwählleitung C i ein MOS-Transistor
TC i eingeschaltet, und die nicht dargestellte
Verteilungsschaltung für die verstärkte Spannung sei
mit 106 i bezeichnet. Eine Ausführungsform, bei welcher
die Erfindung auf den Spaltendekodierer angewandt ist,
wird dadurch realisiert, daß der Zeilendekodierer 20
durch den Spaltendekodierer 60 ersetzt wird und die
Elemente TR i , R i bzw. 105 i durch die Elemente
TC i , C i
bzw. 106 i ersetzt werden.
Wenn gemäß Fig. 3 die Verstärkungsschaltungen 105 und
106 sowie 107 für die verstärkte Spannung in der
Speichervorrichtung vorhanden sind, wird in der Dateneinschreibbetriebsart
die Spannung der jeweils gewählten
Spaltenwählleitung von den Leitungen C₁-C n auf
etwa 30 V eingestellt. Weiterhin wird die Spannung am
Knotenpunkt N 1 auf eine Größe praktisch entsprechend
der Einschreibspannung V p eingestellt. Die Spannung
der gewählten Spaltenleitung kann somit im wesentlichen
der Einschreibspannung V p gleich sein. Mit anderen Worten:
bei der Ausführungsform nach Fig. 3 kann die Spannung
von 30 V, die um 5 V höher ist als bei der bisherigen
Speichervorrichtung, an das Steuer-Gate der
Speicherzelle angelegt werden, während die Spannung von
25 V, die etwa 3 V höher ist als bisher, an die Drainelektrode
angelegt werden kann. Mit der Ausführungsform
gemäß Fig. 3 können somit die Einschreibzeit in
die Speicherzellen verkürzt und der Stromverbrauch in
den Dekodierern durch Verringerung des Ausgangsstroms
der Verstärkerungsschaltung 110 herabgesetzt werden.
Es ist auch eine
Speichervorrichtung möglich, bei welcher nur die Einschreibschaltung
(Verteilungsschaltung) 105 in der Schaltungsanordnung
gemäß Fig. 3 vorgesehen ist, während die an
die Spaltenwählleitung angeschlossene Einschreibschaltung
und die Einschreibsteuerschaltung unverändert
sind. Weiterhin ist auch
eine Speichervorrichtung möglich, bei welcher die Einschreibschaltung
(Verteilungsschaltung) 106 und die Verteilungsschaltung
107 für die verstärkte Spannung vorgesehen
sind, während die an die Zeilenleitungen angeschlossene
Einschreibschaltung unverändert ist.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 fallen die in den
Speicherzellen TM₁₁-TM mn gespeicherten Daten häufig
aus. Nach der Herstellung der Speicherzellenanordnung
ist es wichtig, fehlerhafte Speicherzellen
festzustellen, an denen Daten ausfallen können. Bevor
fehlerhafte Speicherzellen erfaßt werden, muß eine
vorbestimmte Prüfspannung zwischen Drain- und Gate-Elektrode
jeder Speicherzelle unter gleichen Bedingungen gelegt
werden. Üblicherweise nimmt es eine lange Zeit in Anspruch,
eine solche vorbestimmte Prüfspannung an alle
Speicherzellen unter gleichen Bedingungen anzulegen.
Dieses Problem kann durch geringfügige Abwandlung des
Zeilendekodierers 20 und des Spaltendekodierers 60 gelöst
werden; durch diese Abwandlung wird der Nutzwert
der erfindungsgemäßen nichtflüchtigen Halbleiter-
Speichervorrichtung weiter verbessert. Eine Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Speichervorrichtung,
die mit einer Prüfeinheit versehen ist, mit der rasch
eine vorbestimmte Prüfspannung an alle Speicherzellen
angelegt werden kann, ist im folgenden anhand der
Fig. 5A-5D, 6A und 6B, 7A und 7B sowie 8A und 8B
beschrieben.
Zum besseren Verständnis der Erfindung sei zunächst
der Aufbau des MOS-Feldeffekttransistors mit freischwebendem
Gate bzw. FAMOS-Transistors anhand der
Fig. 5A-5D erläutert. Dabei stellen Fig. 5A eine
Aufsicht auf eine Speicherzelle mit freischwebendem
Gate, Fig. 5B einen Schnitt längs der Linie 16B-16B
in Fig. 5A und Fig. 5C einen Schnitt längs der Linie
16C-16C in Fig. 5A dar.
Gemäß den Fig. 5A-5C sind in einem Halbleitersubstrat
149 eine Sourcezone 150 und eine Drainzone 151
des n-Leitungstyps ausgebildet. Zwischen Source- und
Drainzone befindet sich eine Kanalzone 152. Weiterhin
sind eine erste Isolierschicht 153, eine erste
polykristalline Siliciumschicht 154, eine zweite Isolierschicht
155 und eine zweite polykristalline Siliciumschicht
156 aufeinanderfolgend über Teilen der
Kanalzone 152, der Sourcezone 150 und der Drainzone
151 ausgebildet. Auf der Oberfläche des Substrats
149, mit Ausnahme des Source-, Drain- und Kanalzone
150, 151 bzw. 152 aufweisenden Oberflächenbereichs,
ist weiterhin eine Feldisolierschicht 157 vorgesehen.
Die erste polykristalline Siliciumschicht 154, dient
als freischwebendes Gate, und die zweite polykristalline
Siliciumschicht 156 bildet ein Steuer-Gate. Für
die Elektroneninjektion in das freischwebende Gate
zum Einschreiben von Daten in die Speicherzelle wird
die Sourcezone 150 auf ein praktisch dem Massepotential
entsprechendes Potential eingestellt, während an
das Steuer-Gate 156 und die Drainzone 151 eine hohe
Spannung angelegt wird. Durch eine in der Nähe der
Drainzone 151 auftretende Stoßionisierung werden sodann
Elektronenlochpaare erzeugt, wobei nur die
Elektronen dieser Lochpaare, wie vorher beschrieben,
in das freischwebende Gate 154 injiziert werden. Die
Kapazitäten an den jeweiligen Abschnitten des MOS-
Transistors mit freischwebendem Gate bzw. FAMOS-
Transistors sind in Fig. 5D in Form eines Äquivalentschaltbilds
dargestellt, das später noch näher erläutert
werden soll.
Die Fig. 6A und 6B veranschaulichen den inneren Aufbau
des Zeilendekodierers 20 bzw. des Spaltendekodierers
60 gemäß Fig. 1. Ersichtlicherweise können die beiden
Dekodierer 20 und 60 mit dem dargestellten Aufbau bei
der Ausführungsform gemäß Fig. 3 verwendet werden. Wenn
dem Zeilendekodierer 20 Adressensignale A o , -A i ,
eingegeben werden, wird das Durchschalten der Dekodierer-
Transistoren AT₁₁-AT mi durch diese Adressensignale gesteuert.
Nach Maßgabe des Durchschaltzustands der Dekodierer-
Transistoren AT₁₁-AT mi wird aus den Zeilenleitungen
R₁-R m eine Zeilenleitung gewählt. Genauer
gesagt: bei einer Zeilenleitung, bei der die Transistoren
in Zeilenrichtung angeordnet sind, befinden sich alle
Transistoren im Sperrzustand. Wenn der Spaltendekodierer
60 Adressensignale B o , -B j , empfängt, wird eine
Spaltenwählleitung gewählt, in bezug auf welche die Spaltendekodierer-
Transistoren der mit den Spaltenwählleitungen
C₁-C n verbundenen Transistoren BT₁₁-BT nj sämtlich
sperren. Die Spaltenleitungen D₁-D n werden durch
Steuerung des Durchschaltzustands der den Spaltenwähleitungen
C₁-C n entsprechenden Spaltendekodierer-
Transistoren TD₁-TD n gewählt. Wenn eine Zeilenleitung
und eine Spaltenleitung gewählt sind, ist eine Speicherzelle
gewählt. Das aus der gewählten Speicherzelle ausgelesene
Signal wird dem Ausgangskreis 50 zugeführt. Wenn
beispielsweise in der Einschreibbetriebsart die Zeilenleitung
R₁ und die Spaltenleitung D₁ gewählt sind, wird
die Einschreibspannung V p (25 V) über den Transistor WR₁
an die Zeilenleitung R i angelegt, während die Einschreibspannung
V p über den Transistor WC₁ an die Spaltenwählleitung
C₁ angelegt wird. Infolgedessen liegt eine
hohe Spannung von V p -Vth(T 1) (etwa 20 V) an der Spaltenleitung
D₁ an, so daß eine Dateneinheit in die Speicherzelle
TM₁₁ eingeschrieben wird. Der Ausdruck Vth(T 1)
steht dabei für die Schwellenwertspannung des MOS-Transistors
T 1. Die Ausgangsleitung bei dieser Anordnung ist
anhand von Fig. 1 erläutert worden. Zur Erläuterung der
auf die Speicherzellen ausgeübten elektrischen Belastung
ist auf den inneren Aufbau des Dekodierers verwiesen
worden.
Falls eine Speicherzelle gewählt ist, während die anderen
Speicherzellen nicht gewählt sind, befinden sich
letztere in einem der folgenden Zustände:
- (1) Die Spaltenleitung D₁ ist gewählt, während die Zeilenleitung R₁ nicht gewählt ist.
- (2) Die Zeilenleitung R₁ ist gewählt, während die Spaltenleitung D₁ nicht gewählt ist.
- (3) Sowohl die Zeilenleitung D₁ als auch die Spaltenleitung R₁ befinden sich im nicht-gewählten Zustand.
Im ersten der angegebenen Zustände liegt das Steuer-Gate
der entsprechenden Speicherzelle an 0 V, während der
Drainelektrode die hohe Spannung (20 V) aufgeprägt ist.
Im zweiten Zustand liegt die Drainelektrode der betreffenden
Speicherzelle an 0 V, während am Steuer-Gate
25 V anliegen. In diesen beiden ersten Zuständen werden
daher die in der Speicherzelle enthaltenen Daten, d. h.
die Elektronen im freischwebenden Gate ungünstig beeinflußt.
Wenn der FAMOS-Transistor als Speicherzelle benutzt
wird, wird ein elektrisches Feld zwischen dem freischwebenden
Gate und der Kanalzone stärker intensiviert
als das zwischen Steuer-Gate und freischwebendem Gate,
wodurch die Wirksamkeit der Dateneinschreibung verbessert
und der Wirkleitwert gm der Speicherzelle in der
Lesebetriebsart erhöht wird.
Im folgenden ist die Potentialänderung der freischwebenden
Gates 154 der FAMOS-Speicherzelle gemäß Fig. 5A
-5C anhand von Fig. 5D erläutert. Bei der Anordnung
gemäß Fig. 5A-5D ist eine Koppelkapazität zwischen
Steuer-Gate 156 und freischwebendem Gate 154 als C₁
ausgedrückt; die Koppelkapazitäten zwischen freischwebendem
Gate 154 und
- 1. Kanalzone 152,
- 2. Sourcezone 150,
- 3. Drainzone 151 und
- 4. Substrat 149
sind dabei mit C₂, C₃, C₄ bzw. C₅ bezeichnet; die
Spannungen von Steuer-Gate 156, freischwebendem Gate 154
und Drainzone 151 sind mit V GG , V FG bzw. V D angegeben;
das Potential der Sourcezone 150 entspricht V S , und
das Potential von Substrat 149 und Kanalzone 152 beträgt
jeweils 0 V. Die Anordnung läßt sich sodann
durch das Äquivalentschaltbild gemäß Fig. 5D darstellen.
Wenn hierbei angenommen wird, daß in das freischwebende
Gate 154 die Ladung Q₁ injiziert wird, gilt
folgende Beziehung:
C₁(V CG -V FG ) + (C₂ + C₃ + C₅) (-V FG ) + C₄(V D - V FG ) + Q-₁ = 0
Das Potential V FG des freischwebenden Gates 154 läßt
sich daher durch folgende Beziehung bzw. Gleichung
ausdrücken:
Wenn
durch Δ V FG ausgetauscht
oder ersetzt wird, ergibt sich
Der mathematische Ausdruck von Gleichung (4) ist im
folgenden näher erläutert. Beim FAMOS-Transistor gemäß
Fig. 5A-5C besitzt die allgemein verwendete Speicherzelle
folgende Abmessungen: W₁ = W₂ = W₃ = 4µm,
L = 4 µm, xj = 1 µm. Weiterhin betragen die Dicke t ox
der ersten Isolierschicht 153 0,08 µm, die Dicke
t ox 2 der zweiten Isolierschicht 155 0,12 µm und die
Dicke t oxF der Feldisolierschicht 157 0,7 µm. Die Dielektrizitätskonstante
der Isolierschicht entspricht
ε ox . Die Kapazitäten C₁-C₅ bestimmen sich dann nach
folgenden Gleichungen:
Durch Einsetzen der obigen fünf Gleichungen in Gleichung
(3) ergibt sich folgende Gleichung (5):
V FG = 0,6195V CG + 0,0774V D + Δ V FG (5)
Ein elektrisches Feld E₁ zwischen dem freischwebenden
Gate 154 und der Drainzone 151 sowie ein elektrisches
Feld E₂ zwischen Steuer-Gate 156 und freischwebendem
Gate 154 bestimmen sich wie folgt:
Wenn in die gewählte Speicherzelle unter Dateninjektion in
diese Daten eingeschrieben werden und Δ V FG die Größe
-6 V besitzt, kann angenommen werden, daß in einigen
nicht gewählten Speicherzellen die folgenden Zustände
A und B gegeben sind: Zustand A - die Zeilenleitung
besitzt den Pegel "0", während die Spaltenleitung den
Zustand "1" besitzt (entsprechen dem oben genannten
ersten Zustand); Zustand B - die Zeilenleitung besitzt
den Pegel "1" und die Spaltenleitung besitzt den Pegel
"0" (entsprechend dem obigen zweiten Zustand).
Für Zustand A: Wenn V CG = 0 V, V D = 20 V und Δ V FG = -6 V
betragen, beträgt die nach Gleichung (5) erzielte
Spannung V FG am freischwebenden Gate -4,45 V. Die
elektrischen Felder | E₁ | und | E₂ | entsprechen dann:
Für Zustand B: Wenn V CG = 25 V, V D = 0 V und Δ V FG =-6 V
betragen, beträgt die nach Gleichung (5) erzielte oder
erhaltene Spannung V FG -9,49 V. Infolgedessen ergibt
sich:
Wie aus den obigen Gleichungen hervorgeht, wird im
Zustand A die maximale Spannung | E₂ | an das freischwebende
Gate der Speicherzelle angelegt, so daß
diese bezüglich der Beibehaltung der Dateneinheit den
ungünstigsten oder schwierigsten Bedingungen unterworfen
ist (Elektronen im freischwebenden Gate). Falls bei
dieser Speicherzelle die Gate-Oxidschicht eine mangelhafte
Qualität besitzt, bewirkt tatsächlich das hohe
elektrische Feld, daß diese Speicherzelle möglicherweise
die Dateneinheit nicht halten kann.
Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf die Berechnung
eines Zeitpunkts, zu dem die Speicherzelle
im Zustand A der elektrischen Belastung unterworfen ist.
Diese Berechnung erfolgt unter
der Voraussetzung, daß Daten in die einer Spaltenleitung
D₁ zugeordneten Speicherzellen eingeschrieben werden.
Für das Einschreiben von Daten in alle der Spaltenleitung
D₁ zugeordneten Speicherzellen werden beispielsweise
zunächst Daten in die Speicherzelle TM₁₁ eingeschrieben,
worauf die Dateneinschreibung auf ähnliche
Weise in die folgenden Speicherzellen TM₂₁, TM₃₁, . . .
TM m 1 erfolgt. Durch diesen Einschreibvorgang ist die
Speicherzelle TM₁₁ (m-1)-mal der elektrischen Belastung
im Zustand A unterworfen. Auf ähnliche Weise sind die
Speicherzellen TM₂₂, . . ., TM(m-1) der elektrischen Belastung
(m-2)mal, . . ., einmal unterworfen. Die Speicherzelle
TM m 1 erfährt dabei jedoch keine elektrische
Belastung. Die Gesamtzeit für die Einwirkung oder Ausübung
der elektrischen Belastung auf die Speicherzelle
TM₁₁ mit der Häufigkeit von (m-1) entspricht t p (m-1),
mit t p = die für den einmaligen Dateneinschreibvorgang
benötigte Zeit.
Zur Ermittlung der Datenhalteeigenschaft jeder Speicherzelle
muß genau dieselbe elektrische Belastung auf jede
Speicherzelle ausgeübt werden. Dies bedeutet, daß
die Belastung auf die Speicherzelle TM₂₁, TM₃₁, . . .,
TM m 1 einmal, zweimal, . . . (m-1)-mal ausgeübt werden
muß. Zum Anlegen einer Prüfspannung an eine Spaltenleitung D₁ angeschlossene
Speicherzellen TM₁₁-TM m 1 unter denselben
Bedingungen durch Prüfung der Speicherzellen im Zustand A, muß die
Speicherzelle TM m 1, auf welche keine elektrische Belastung
einwirkt, zur Prüfung oder Untersuchung der elektrischen
Belastung (m-1)mal unterworfen werden. Zum Anlegen
einer Prüfspannung an alle Speicherzellen bezüglich der Gesamtzahl von
n Spaltenleitungen unter denselben Bedingungen muß die
Einschreibprüfung mit einer Häufigkeit von n×(m-1)
durchgeführt werden. Da im Zusammenhang mit einem Ausgangsbit
eines EPROM von 64 K Bits (8 K Worte×8 Bits)
m = 256 und n = 32 gelten, beträgt dann, wenn die Zeit
für einen einmaligen Einschreibvorgang t p entspricht,
die Gesamtzeit für die Einschreibprüfung aller Speicherzellen
32×(256-1)×0,05=408 s.
Die Prüfung dauert somit 6 min und 48 s, was in der
Praxis eine unzumutbar große Größe bedeutet.
Erfindungsgemäß konnte nun die genannte Prüfzeit durch
geringfügige Abwandlung des Zeilerdekodierers 20 und
des Spaltendekodierers 60 bei der Ausführungsform gemäß
Fig. 3 verkürzt werden, wobei jeweils die gleiche
elektrische Belastung auf alle Speicherzellen der Speicherzellenanordnung
ausgeübt wird. Im folgenden ist
eine Ausführungsform eines Dekodierers zur Realisierung
dieser Verbesserung anhand der Fig. 7A und 7B beschrieben.
Fig. 7A veranschaulicht dabei die innere
Schaltungsanordnung des Zeilendekodierers 20 gemäß
Fig. 3. Da die verschiedenen Dekodiereinheiten jeweils
denselben Aufbau besitzen, braucht als typisches Beispiel
nur eine derartige Einheit beschrieben zu werden.
Die Ausgangsklemme NA₁ des Zeilendekodierers ist über
den Transistor TR₁ an die Zeilenleitung R₁ angeschlossen.
Zwischen die Ausgangsklemme NA₁ und die Klemme V c
ist ein Transistor T 53 geschaltet. Ein Test- oder Prüftransistor
TA k 1 ist parallel zu Zeilendekodierer-Transistoren
AT₁₁-AT₁ i geschaltet, die zwischen die Klemme
NA₁ und die Klemme V S eingeschaltet sind. An die Gateelektrode
des Transistors TA k 1 wird ein Einschreibprüfsignal
WT für die Speicherzellen angelegt. Dieses Signal
besitzt in einer Prüfbetriebsart
den hohen Pegel "1", während es
in einer normalen Betriebsart der Speichervorrichtung den
niedrigen Pegel "0" besitzt. Fig. 7B veranschaulicht die
innere Schaltungsanordnung des Spaltendekodierers gemäß
Fig. 3. Da die einzelnen Spaltendekodierereinheiten jeweils
denselben Aufbau besitzen, braucht nur eine derartige
Einheit als typisches Beispiel beschrieben zu werden.
Die Ausgangsklemme NB₁ des Spaltendekodierers 60 ist
über den Transistor TC₁ mit der Spaltenwählleitung C₁ verbunden.
Zwischen die Ausgangsklemme NB₁ und die Klemme V c
ist ein Transistor T 53 eingeschaltet. Ein Einschreibprüftransistor
TA l 1 ist zwischen die Klemme V S und die
Enden der Source-Drainstrecken von Transistoren BT₁₁-
BT₁ j für den Spaltendekodierer eingeschaltet, wobei
die anderen Enden dieser Strecken an die Ausgangsklemme
NB₁ angeschlossen sind. Der Gate-Elektrode des
Transistors TA l 1 wird ein Einschreibprüfsignal aufgeprägt,
das in der Prüfbetriebsart der Speichervorrichtung
den logischen Pegel "0" und in der Normalbetriebsart
den Pegel "1" besitzt.
Bei den Dekodierern mit dem Aufbau gemäß den Fig. 7A
und 7B besitzen in der normalen Lese- und Einschreibbetriebsart
das Signal WT den Pegel "0" und das Signal
den Pegel "1". Die Ausgänge bzw. Ausgangssignale
von Zeilen- und Spaltendekodierern werden daher jeweils
durch die Adressensignale bestimmt. In der Einschreibprüfbetriebsart
besitzen das Signal WT den Pegel
"1" und das Signal den Pegel "0". Die Dekodierer-
Ausgangssignale sind daher von den Adressensignalen unabhängig,
wobei alle Ausgangssignale des Zeilendekodierers
20 den Pegel "0" besitzen, was bedeutet, daß
sich alle Zeilenleitungen im nicht-gewählten Zustand
befinden. Andererseits besitzen alle Ausgangssignale
des Spaltendekodierers 60 den Pegel "1", d. h. alle
Spaltenwählleitungen bzw. alle Spaltenleitungen befinden
sich im gewählten Zustand. Wenn bei dem in Fig. 7A
und 7B dargestellten Aufbau des Zeilendekodierers bzw.
Spaltendekodierers 60 in der Einschreibbetriebsart
die Spannung V p 25 V beträgt und die Eingangsdateneinheit,
d. h. der Knotenpunkt N 2 den Pegel "1" besitzt,
sind alle Spaltenleitungen D₁-D n gewählt und auf etwa
20 V aufgeladen. Infolgedessen können die alle Spaltenleitungen
zugeordneten Speicherzellen gleichzeitig geprüft
werden, wobei die Test- bzw. Prüfzeit unter denselben
Bedingungen wie beim bisherigen Prüfvorgang
(m-1)×t p beträgt. Die Prüfzeit eines EPROM von
beispielsweise 64 K-Bits entspricht dann, wenn t p =
50 ms beträgt,
(256-1)×0,05=12,75 s.
Die bisherige Prüfzeit von 6 min und 48 s wird somit
ganz erheblich auf nur 12,75 s verkürzt.
Die Schaltungen gemäß Fig. 7A und 7B können durch
die Schaltungen nach Fig. 8A bzw. 8B ersetzt werden.
Die Schaltung gemäß Fig. 8A ist eine verbesserte,
bisherige Zeilenadressen-Pufferschaltung, während die
Schaltung nach Fig. 8B eine verbesserte, bisherige
Spaltenadressen-Pufferschaltung darstellt. Bei der
Schaltung nach Fig. 8A sind insbesondere Transistoren
T i 1-T i 3, deren Durchschaltzustand durch das an die
Gateelektroden angelegte Prüfsignal gesteuert wird
zusätzlich mit der bisherigen Zeilenadressen-Pufferschaltung
verbunden. Bei der Schaltung nach Fig. 8B
sind Transistoren T j 1-T j 3, deren Durchschaltzustand
durch das an die Gateelektroden angelegte Prüfsignal
WT gesteuert wird, zusätzlich mit der bisherigen Spaltenadressen-
Pufferschaltung verbunden.
Für die Einschreibprüfung der Speicherzellen können
die Zeilenadressen-Pufferschaltung gemäß Fig. 8A auf
den Zeilendekodierer 20 bei der Speichervorrichtung
nach Fig. 1 und die Spaltenadressen-Pufferschaltung
nach Fig. 8B auf den Spaltendekodierer 60 angewandt
werden. Wenn in einer Einschreibprüfbetriebsart das
Prüfsignal WT den Pegel "1" und das Signal den
Pegel "0" besitzen, besitzen alle Zeilenadressensignale
A i - den Pegel "0" und alle Spaltenadressensignale
B j und j den Pegel "1". Infolgedessen befinden sich
die Ausgangssignale des Zeilendekodierers 20 sämtlich
auf dem Pegel "0" und die Ausgangssignale des Spaltendekodierers
sämtlich auf dem Pegel "1". Die Wirkung
ist somit dieselbe wie bei Verwendung der Schaltungen
nach Fig. 7A und 7B. Die Dekodierer gemäß den Fig. 7A,
7B, 8A und 8B sind für die Ausführungsform
gemäß Fig. 3 verwendbar.
Claims (6)
1. Nichtflüchtige Halbleiter-Speichervorrichtung, bestehend
aus einer Speicherzellenanordnung (10) mit
jeweils eine Gate-Isolierschicht aufweisenden nichtflüchtigen
Halbleiter-Speicherzellen (T₁₁-T mn ), die
jeweils durch in der Gate-Isolierschicht injizierte
Ladungen Daten speichern und die mittels einer Anzahl
von Zeilenleitungen (R₁, . . . R m ) sowie einer
Anzahl von Spaltenleitungen (D₁, . . ., D n ) in einem
Matrixschema angeordnet sind, einem Zeilendekodierer
(20) zum Wählen der Zeilenleitungen, einem Spaltendekodierer
(60) zum Wählen der Spaltenleitungen, und
einer mit dem Zeilendekodierer und dem Spaltendekodierer
verbundenen Prüfeinheit zur Prüfung der Speicherzellen
(T₁₁-T mn ),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Prüfeinheit mit dem Zeilendekodierer (20) und
dem Spaltendekodierer (60) derart verbunden ist, daß
alle Zeilenleitungen in einem nicht-gewählten Zustand
und gleichzeitig wenigstens zwei der Spaltenleitungen
in einem gewählten Zustand versetzbar sind, wenn die
mit diesen wenigstens zwei Spaltenleitungen verbundenen
Speicherzellen (T₁₁-T mn ) einer Prüfung unterworfen
werden, wodurch gleichzeitig eine vorbestimmte
Prüfspannung zwischen Drain- und Gate-Elektrode jeder
mit den wenigstens zwei Spaltenleitungen verbundenen
nichtflüchtigen Speicherzelle angelegt wird, um
Speicherzellen zu erfassen, die in einem Zustand gebracht
sind, der keine vorbestimmte Datenhalteeigenschaft
hat.
2. Nichtflüchtige Halbleiter-Speichervorrichtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfeinheit
erste MOS-Transistoren (TA k 1-TA km ), die jeweils
parallel zu einer Zeilenleitungswähl-MOS-Transistorgruppe
des Zeilendekodierers (20) geschaltet sind und
zweite MOS-Transistoren (TA l 1-TA ln ), die jeweils mit
einer Spaltenleitungswähl-MOS-Transistorgruppe des
Spaltendekodierers (60) in Reihe geschaltet sind,
umfaßt, wobei an die Gate-Elektroden der MOS-Transistoren
angelegte Einschreibprüfsignale (WT, ) alle
ersten MOS-Transistoren (TA k 1-TA km ) leitend machen,
um alle Zeilenleitungen (R₁-R m ) in einen nichtgewählten
Zustand zu versetzen, und alle zweiten
MOS-Transistoren (TA l 1-TA ln ) nichtleitend machen,
um alle Spaltenleitungen (D₁-D n ) in einen gewählten
Zustand zu versetzen.
3. Nichtflüchtige Halbleiter-Speichervorrichtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine alle
Zeilenleitungen (R₁-R n ) in einen nicht-gewählten Zustand
versetzenden Einrichtung der Prüfeinheit mehrere
MOS-Transistoren (T i ₁, T i ₂, T i ₃) aufweist, die jeweils
zwischen die eine Seite der Source-Drain-Strecke
eines entsprechenden, vorbestimmten MOS-Transistors
zur Bildung eines Adressenpufferkreises des Zeilendekodierers
(20) und eine Bezugsspannungsklemme (V S )
geschaltet und jeweils nur im Prüfzustand in den
nichtleitenden Zustand versetzbar sind, und daß eine
alle Spaltenleitungen in den gewählten Zustand versetzende
Einrichtung der Prüfeinheit mehrere MOS-Transistoren
(T j ₁, T j ₂, T j ₃) aufweist, die jeweils
zwischen die eine Seite der Source-Drain-Strecke eines
entsprechenden, vorbestimmten MOS-Transistors zur Bildung
einer Adressenpufferschaltung des Spaltendekodierers
(60) und eine Bezugsspannungsklemme (V S ) geschaltet
und jeweils nur unter Prüfbedingungen leitend gemacht
sind.
4. Nichtflüchtige Halbleiter-Speichervorrichtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfeinheit
eine Anzahl von Adressenpufferschaltungen aufweist,
die jeweils zwei Adressensignale (A i , i bzw.
B j , j ) entgegengesetzten logischen Pegels erzeugen,
wobei die Einstellung der beiden Adressensignale auf
gleiche logische Pegel durch Anlegung von Einschreibprüfsignalen
(WT, ) an die Adressenpufferschaltungen
erfolgt.
5. Nichtflüchtige Halbleiter-Speichervorrichtung nach
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mehreren
Adressenpufferschaltungen eine Zeilenadressen-Puffersschaltung
(Fig. 8A) und eine Spaltenadressen-Pufferschaltung
(Fig. 8B) umfassen, daß die Zeilenadressen-
Pufferschaltung zwei Zeilenadressensignale (A i , i )
mit entgegengesetzten logischen Pegeln erzeugt, daß
die Spaltenadressen-Pufferschaltung zwei Spaltenadressensignale
(B j , j ) mit entgegengesetzten logischen
Pegeln erzeugt, und daß die Einstellung des
Zeilendekodierers (20) oder des Spaltendekodierers
(60) in einen nicht festen Zustand durch Einstellung
der beiden Zeilenadressensignale auf denselben logischen
Pegel mittels der Einschreibprüfsignale (WT, )
erfolgt.
6. Nichtflüchtige Halbleiter-Speichervorrichtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nichtflüchtige
Halbleiter-Speicherzelle (TM₁₁-TM mn ) ein
MOS-Transistor mit erdfreiem Gate ist, dessen Steuerelektrode
mit der Zeilenleitung (R₁-R m ), dessen Drain
mit der Spaltenleitung (D₁-D n ) und dessen Source mit
Erde verbunden sind.
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