DE21279C - Thürschlofs mit Signalapparat. I - Google Patents

Thürschlofs mit Signalapparat. I

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DE21279C
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DE
Germany
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rod
latch
lock
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bolt
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Active
Application number
DENDAT21279D
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English (en)
Original Assignee
O. STEUER in Zittau
Publication of DE21279C publication Critical patent/DE21279C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B45/00Alarm locks
    • E05B45/02Alarm locks with mechanically-operated bells

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
OTTO STEUER in ZITTAU. Thürschlofs mit Signalapparat
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Juni i88a ab.
Bisher wurden Thürschlösser meist ohne Signalapparat gemacht, weil letztere stets so eingerichtet waren, dafs sie nur bei einer bestimmten Function des Schlosses zur Wirkung kamen. Es ist deshalb eine gewisse Unvollkommenheit in dergleichen Apparaten nicht zu verkennen, die noch ganz wesentlich erhöht wird durch die vorherrschende complicirte Anordnung der erforderlichen Mechanismen. Die nachstehend beschriebene, in Fig. 1 bis 13 dargestellte Einrichtung ist so beschaffen, dafs der Signalapparat im Schlofsgehäuse vollständig untergebracht ist, ohne eine besondere Schlofsconstruction zu bedingen. Der Signalapparat besteht hier aus einer Glocke G und einem Anschlaghammer h, welch letzterer auf dreierlei Weise zum Anschlag gebracht wird, und zwar:
1. beim Oeffnen des Schlosses mittelst Drückers;
2. beim Drücken auf den an der Aufsenseite der Thür angebrachten Knopf;
3. beim Oeffnen und Schliefsen des Schlosses mittelst Schlüssels.
Alle drei Modificationen können zusammen oder je nach Bedarf einzeln an jedem Schlosse angebracht werden.
Die specielle Einrichtung dieses Signalapparates ist folgende:
- Im Schlofsgehäuse ist eine Stange s' angebracht, die einestheils mit der Drückerfalle f durch den Knaggen £· in solche Verbindung gebracht ist, dafs sie beim Heben der letzteren mitgenommen wird und bei dieser Bewegung durch einen Vorsprang i' den Hammer h zum Anschlag an die Glocke bringt. Für den Zweck, die Glocke durch den auf der Aufsenseite der Thür befindlichen Knopf zum Ertönen zu bringen, ragt die Stange s' aus dem Schlofsgehäuse heraus und steht mit einem Winkelhebel b in Verbindung, der durch den an der Aufsenseite der Thür angebrachten Drückerbolzen α bewegt wird und ebenfalls ein Emporheben der Stange s' bezw. ein Schnellen des Anschlaghammers h zur Folge hat. Um die' Signalstange s' auch der Wirkung des Schlofsriegels auszusetzen, ist die Stange derart verlängert, dafs das untere Ende dicht über dem Riegel liegt und durch eine vom Schlüssel gehobene Falle d, Fig. 6 bis 10, nach oben bewegt wird, worauf ebenfalls die bereits erwähnte Signalwirkung eintritt. Die Stange s', welche sowohl durch Drückerfalle als auch Drückerknopf und ebenso mittelst Schlüssels derart bewegt wird, dafs die Signalglocke G ertönt, kann mit einem Hebel / verbunden werden, der die verschiedenen Bewegungen auf die Stange s' überträgt, jedoch einige Zwischenmechanismen erforderlich macht, die das Ganze etwas complicirter gestalten. Der Druckbolzen α wirkt ebenfalls auf den Winkelhebel b, jedoch drückt letzterer Stange η abwärts, wodurch die Vorsprünge V i", Fig. 6, ein Anschlagen des Hammers h veranlassen. Soll bei der Bewegung des Drückers die Glocke zum Ertönen gebracht werden, so wird mittelst der Drückerfalle Hebel / bewegt und durch letzteren Stange η zur Wirkung auf den Hammer gebracht. Die Einrichtung, die Glocke mittelst Schlüssels zum Anschlag zu bringen, besteht in der Anordnung der Stange s', welche, wie Fig. 6 zeigt, durch die Falle d gehoben wird, um mittelst Hebels / Stange η auf und nieder zu
bewegen. Die Aufwärtsbewegung von η wird durch Feder m bewirkt.
Die Stange s' kann ferner benutzt werden, um bei einem sogenannten Drückerschlofs, welches von aufsen nur mittelst eines sogenannten Drückers zu öffnen ist, die Verbindung zwischen dem Schlofsriegel und der Drückerfalle zu bilden. Diese Verbindung bezweckt, dafs durch Drehung von Falle d mittelst Schlüssels die Stange s' gehoben und gleichzeitig durch den mittelst Stiftes r bezw. durch Stange s' bedingten Zusammenhang von Stange s' mit Falle / letztere emporgehoben bezw. geöffnet wird. Für den gleichen Zweck kann auch, wie in Fig. 11 bis 13 dargestellt, eine zweite Stange s" angewendet werden, welche die Falle d berührt, so dafs beim Heben der letzteren mittelst Schlüssels auch die Drückerfalle / emporgehoben und so signalisirt wird. Obgleich also die Drückerfalle/ durch den Schlüssel gehoben wird, kann dessenungeachtet der Drücker bewegt werden, ohne dafs Stange s' in unverrückbarer Verbindung mit der Falle f steht. Es ist für diese beiden Fälle nur die Benutzung des Schlüssels erforderlich, um Schlofsriegel und Drückerfalle zugleich zu öffnen. Soll die Glocke abgestellt werden und keinen Anschlag geben, so wird mittelst des Riegels q oder des Stiftes ζ aufserhalb des Gehäuses der Hammer zurückgestellt (s. Fig. 6 und 7), so dafs die Vorsprünge i' i" nicht mehr auf einander einwirken können.
Die Abstellung des Signalapparates kann jedoch, wie in Fig. 11 dargestellt ist, noch auf die Weise bewerkstelligt werden, dafs beim Hochheben der Stange s' ein Stift ζ in letztere eingesteckt wird, und zwar in das aus dem Schlofsgehäuse herausragende Stück. Der Stift ist mittelst Schnürchens an der Thür befestigt und vereinfacht die Abstellung des Signalapparates ganz wesentlich.

Claims (4)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE:
    ι. Signalvorrichtungen an Thürschlössern, welche innerhalb des Schlofsgehäuses liegen, an jeder Thür und jeder Schlofsconstruction angebracht werden können und im wesentlichen aus einer Stange s' bestehen, welch letztere durch die Drückerfalle/, durch einen Druckbolzen α und durch den Schlüssel bewegt wird und hierdurch einen Hammer h zum Anschlagen an eine ebenfalls im Innern des Schlofsgehäuses befindliche Signalglocke G bringt (s. Fig. 1 bis 5).
  2. 2. Die Anordnung der Signaleinrichtung derart, dafs die Wirkung von Drückerfalle f und Schlüssel mittelst Stange s' und Hebels / durch die Stange η auf den Hammer h übertragen wird (s. Fig. 6 bis 10).
  3. 3. Zum Zweck des gleichzeitigen Oefmens die Verbindung desSchlofsriegels mit der Drückerfalle mittelst Stange s' und des Stiftes r, Fig. i, 2, 3 und 6, sowie durch Anordnung der Stange s" zwischen Drückerfalle / und Riegelfalle d, Fig. 11 bis 13.
  4. 4. Zum Zweck der Sistirung des Signalapparates die Anbringung des Riegels q, Fig. 1 bis 7,
    - sowie die Anwendung des Arretirstiftes z, Fig. 11 bis 13.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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