DD296705A5 - Verfahren zur fungiziden und antibakteriellen behandlung von haeuten und nach diesem behandelte haeute - Google Patents

Verfahren zur fungiziden und antibakteriellen behandlung von haeuten und nach diesem behandelte haeute Download PDF

Info

Publication number
DD296705A5
DD296705A5 DD90343106A DD34310690A DD296705A5 DD 296705 A5 DD296705 A5 DD 296705A5 DD 90343106 A DD90343106 A DD 90343106A DD 34310690 A DD34310690 A DD 34310690A DD 296705 A5 DD296705 A5 DD 296705A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
treatment
lanthanum
skins
hides
skin
Prior art date
Application number
DD90343106A
Other languages
English (en)
Inventor
Jacques Lemaire
Gerard Gavend
Bernard Vulliermet
Original Assignee
�������`�����@�������k��
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by �������`�����@�������k�� filed Critical �������`�����@�������k��
Publication of DD296705A5 publication Critical patent/DD296705A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/02Curing raw hides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/08Deliming; Bating; Pickling; Degreasing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)
  • Disintegrating Or Milling (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)
  • Treatments Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Pinball Game Machines (AREA)
  • Adornments (AREA)
  • Superconductors And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Vehicle Interior And Exterior Ornaments, Soundproofing, And Insulation (AREA)
  • Gloves (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)
  • Ink Jet Recording Methods And Recording Media Thereof (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur fungiziden und/oder antibakteriellen Behandlung von Haeuten und nach diesem behandelte Haeute. Dieses Verfahren besteht aus der Behandlung dieser Haeute in einem Bad, das ein Lanthan- oder Cersalz beispielsweise ein Lanthanacrylat enthaelt.

Description

Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Häuten und die so behandelten Häute.
Insbesondere betrifft sie ein Verfahren, das deren bessere Konservierung in biologischer Hinsicht gewährleistet, besonders im Verlauf deren Verarbeitungsverfahrens vor oder nach dem Gerben.
Gegenwärtig sind Häute im allgemeinen in verschiedenen Formen im Handel:
- im Rohzustand (eingesalzt, in Salzlake, trocken eingesalzt und frisch)
- im gepickelten Zustand (Behandlung mit einer Lösung einer Säure in Gegenwart von Salz)
- in reversibel vorgegerbtem Zustand (B. S. H. oder B. S. S, beispielsweise wet white (feuchtweiß), dry white (trockenweiß)
- in gegerbtem Zustand (beispielsweise durch eine Chrombehandlung
- als Halbfabrikat (genannt „stain" [gebeizt])
- oder im Endzustand.
Diese Häute werden häufig in Räumlichkeiten transportiert oder gelagert, die nich zu ihrer Konservierung geeignet sind, insbesondere begünstigen Feuchtigkeit und günstige klimatische Bedingungen bakteriellen Befall und/oder Pilzbefall der Häute.
Die verschiedenen Behandlungslösungen, die auf jeder Stufe der Verarbeitung der Häute eingesetzt werden, können eine antibakterielle oder fungizide Wirkung aufweisen. Dennoch ist dies nicht zur Gewährleistung eines genügenden Schutzes ausreichend.
Dazu ist schon der Einsatz von Produkten oder Zusammensetzungen vorgeschlagen worden, die Verbindungen mit fungistatischer oder antibakterieller Wirkung umfassen, wie beispielsweise Tri- oder Pentachlorphenole, p-/m-Kresol, o-Phenylphenol und ihre Natriumsalze, die Derivate des Benzothiazols (beispielsweise TCMTB), Isothiazolone und Metallsalze wie die Zink- oder Kupfersalze.
Diese speziellen Produkte weisen Nachteile auf, da sie im allgemeinen schwierig zu entfernen sind. Wenn beispielsweise die Häute mit solchen Produkten vor oder während den Wasserbehandlungen behandelt werden, sind diese in den im Verlauf der Hautbehandlung, beispielsweise der Abschabung anfallenden Abfällen, vorhanden. Diese verschmutzten Abfälle können, insbesondere zur Kollagenherstellung, nicht wiederverwendet werden.
Außerdem finden sich diese speziellen Produkte in den Behandlungsabwässern der Häute wieder und führen so zu einer nicht akzeptablen Umweltverschmutzung. Außerdem können diese Produkte einen toxischen Einfluß auf die Verfahren zur Behandlung der Abwässer (biologische Behandlung) haben, die in den Wasserreinigungsbecken erfolgen.
Des weiteren können diese Produkte ebenfalls bei der Hautverarbeitung, beispielsweise nach dem Gerben, störend sein.
Gegenstand der Erfindung ist insbesondere die Vermeidung dieser Nachteile, indem ein Behandlungsverfahren für Häute zum Schutz vor Pilz- oder Bakterienangriffen vorgeschlagen wird, das in sämtlichen Verfahrensstufen oder -schritten der Hautbearbeitung angewandt werden kann. Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung ein Behandlungsverfahren für Häute zum Schutz vor Pilz- und/oder Bakterienangriffen
vor, das die Behandlung in einem Behandlungsbad umfaßt, das mindestens ein Lanthan- oder Cersalz enthält.
Unter Lanthan- oder Cersalzen versteht man jedes wasserlösliche Salz wie beispielsweise die Mineralsalze wie Nitrate, Chloride, Sulfate oder die organischen Salze oder Organo-Sulfonsäure oder Gluconate. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Lanthan- oder Cersalze organische Salze, die sich von einer Vinylcarbonsäure, beispielsweise Acrylsäure und Methacrylsäure, ableiten. Die erfindungsgemäß bevorzugten Salze sind die Acrylate und Methacrylate des Lanthans. Die Häute werden mit einer Lanthan- oder Cermenge behandelt, die als Oxid ausgedrückt zwischen 0,02% und 1,25%, und
vorzugsweise zwischen 0,04% und 1,25% beträgt.
Diese Prozentangaben entsprechen der Menge der Verbindung, beispielsweise des Lanthans (als Oxid ausgedrückt), die zur Behandlung von 100kg Darmhaut zugegeben wird. Unter Darmhaut versteht man eine Haut, die enthaart und von Fetten und Oberhaut gereinigt ist. Die nachfolgend im Text angegebenen Prozentgehalte entsprechen immer der zur Behandlung von 100kg Darmhaut
eingesetzten Produktmenge, sofern nichts gegenteiliges vermerkt ist.
Wenn das Salz ein Salz der Vinylcarbonsäure ist, wird vorteilhaft freie Vinylcarbonsäure zur Behandlungslösung zugegeben. Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung beträgt die Menge des Vinylanions oder der Vinylsäure, ausgedrückt als
freie Vinylsäure, vorteilhaft zwischen 0,5% und 5% und vorzugsweise zwischen 1 % und 3%, bezogen auf die Darmhaut.
Dieses Behandlungsbad kann allein oder in Kombination erfolgen mit einem Hautbehandlungsbad, wie beispielsweise einem Pickel-, Gerb- oder Vorgerbbad, wiez. B. BSH- oder BSS-Bad, die beispielsweise in der FR-PS 2610643 des Centre Technique Cuir Chaussure et Maroquinerie beschrieben sind. Dieses fungizide und antibakterielle Behandlungsbad ist insbesondere zur Behandlung von gegerbten Häuten geeignet, um
diese gegen sie schädigende Schimmelpilze zu schützen.
So schützt das erfindungsgemäße Behandlungsbad die Häute gegen Angriffe der Pilze, wie beispielsweise Aspergillus niger, Penicillium funiculosum, Rhizopus nigricans, Trichoderma viride oder der Bakterien Bazillus subtili und Escherichia coli. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht in der Tatsache, daß sich das Behandlungsmittel nicht auf
irreversible Weise an die Hautfaser anlagert und deshalb leicht durch Waschen entfernt werden kann.
Somit werden deren anschließende Behandlungen nicht beeinflußt. Des weiteren sind Lanthan oder Cer keine Schadstoffe und können deshalb in den Abwässern verbleiben. Außerdem sind die Rückstände der Vinylmonomeren (Acryl oder Methancryl) leicht polymerisierbar, wobei diese Polymerisation
den störenden Einfluß dieser Monomeren hemmt.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auf jede bekannte Art angewandt werden, beispielsweise durch Imprägnierung in einem Behandlungsbad beim Durchgang durch ein Gerbfaß. Gegenstand der Erfindung sind außerdem nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelte und Lanthan und/oder Cer
enthaltende Häute.
Nach einem weiteren Merkmal enthalten die behandelten Häute 0,02% bis 1,2% Lanthan oder Cer, ausgedrückt als Gewichtsverhältnis an Trockensubstanz, d.h. nach einer Trocknung im Umlufttrockenofen während 6 Stunden bei 1050C und
einer Trocknung bis zu einem konstanten Gewicht bei dieser Temperatur.
Die behandelten Häute enthalten ebenfalls Vinylreste entweder in monomerer oder in polymerisierter Form. Weitere Einzelheiten, Vorteile und Ziele der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgend aufgeführten Beispiele
näher erläutert.
- Eine erste Versuchsreihe wurde mit einer vollständig entkalkten Rindshaut durchgeführt.
Diese Haut wurde zerschnitten und in Stücke mit einem Gewicht von 2000g geteilt. Jedes Stück ist mit einer Pickelsäurelösung behandelt worden, deren Zusammensetzung nachfolgend gegeben wird:
- Probe 1, Kontrollversuch
Pickelbad: 100% Wasser, 10% NaCI, 1,5% Schwefelsäure, pH 2,8. Die Behandlung dauerte 3h. Diese Prozentgehalte geben die Menge der pro 100kg Darmhaut zugegebenen Verbindung an. Dasselbe gilt für die folgenden Beispiele.
- Probe 2
Pickelbad: 100% Wasser, 20% NaCI, 1,5% Schwefelsäure, 1,96% Lanthannitrat (0,725% an La2O3), Die Behandlung dauerte 3h.
- Probe 3
Eine Lösung aus Lanthanacrylat und Acrylsäure, die 172,8 g/l an La2O3 und 476,3 g/l Acrylsäure enthielt, wurde in ein Pickelbad gegeben, das 100% Wasser und 10% Salz enthielt, um eine Konzentration an Acrylsäure von 2% und an La2O3 von etwa 0,725% zu enthalten.
Die Haut wurde 3 h lang bei einem pH-Wert von 5,8 behandelt.
Diese Proben wurden in einem Schutzbehälter bei 18 bis 20°C und einer relativen Feuchtigkeit von 85% gelagert. Unter diesen Lagerbedingungen erschienen Schimmelflecken an der Vergleichsprobe 1 nach 18 Tagen Lagerung, während die Proben 2 und 3 keine Veränderung aufwiesen.
- Eine zweite Versuchsreihe wurde mit einer Rindshaut durchgeführt, die in einem Pickelbad, das 100% Wasser, 5% Natriumchlorid und 1,5% Schwefelsäure enthielt, gepickelt wurde.
Die Haut wurde in Streifen zerteilt, die anschließend in Stabilisierungsbädern zum Erhalt von B. S. H.-Häuten behandelt wurden. Diese Stabilisierungsbehandlung bestand in der Zugabe von 2% (Gewicht pro Darmhaut) Aluminiumpolychlorsulfat (0,16%, ausgedrückt in AI2O3) zur Pickellösung nach der Neutralisation in Form einer wäßrigen Lösung, die eine Basizität von 55%, einen Desulfatisierungsgrad von 82% und einen AI2O3-Gehalt von 8,3% aufwies, der nach dem in der EP-A-218487 beschriebenen Verfahren erhalten wurde.
Im Verlauf dieser Behandlung wurde ein fungizides und/oder antiseptisches Behandlungsmittel zum Stabilisierungsbad zugegeben unter Neutralisierung des Bades zum Erhalt eines pH-Wertes von etwa 4.
- Streifen Nr. 1
Ohne fungizides und/oder antiseptisches Behandlungsmittel
- Streifen Nr.2
Eine Lösung die Lanthanacrylat und Acrylsäure (172,8g, ausgedrückt als La2O3 und 476,3 g Acrylsäure) enthielt, so daß 0,4%, ausgedrückt als La2O3, bezogen auf das Darmgewicht (Hautgewicht), vorhanden waren.
- Streifen Nr. 3
23,8g Lanthanacrylat wurdenzum Stabilisierungsbad zugegeben, um einen Gehalt von 0,04%, ausgedrückt als La2O3, bezogen auf das Darmgewicht, zu erhalten.
- Streifen Nr. 4
Ein klassisches antiseptisches Mittel, das unter dem Handelsnamen „Busan 30" vertrieben wird, wurde zum Erhalt einer Konzentration von 0,07%, bezogen auf das Darmgewicht, zugegeben.
Diese verschiedenen Streifen wurden in einer Feuchtigkeitskammer mit 85% Feuchtigkeit und bei einer Temperatur von 18 bis
200C gelagert.
Nach 11 Wochen Lagerung war einzig der Kontrollstreifen Nr. 1 sowohl auf der Lederseite über die gesamte Dicke, als auch auf
der gespaltenen Haarseite durch Schimmel befallen.
Außerdem wurde ein Teil dieser Streifen einer Gerbbehandlung mittels Chrom oder einer pflanzlichen Gerbung unterzogen. Diese Gerbversuche haben gezeigt, daß die Behandlung der Häute mit einem erfindungsgemäßen Bad die Gerbbedingungen
und die Eigenschaften der erhaltenen gegerbten Häute nicht beeinflußt.
Eine Lanthanzugabe zu den B.S. H.-Häuten hat gezeigt, daß der Lanthangehalt, bezogen auf das Trockenmaterial, 0,07% für Streifen Nr. 3 und 0,46% für Streifen Nr.2 beträgt. Versuche zum Schimmelbefall von Häuten wurden in Petri-Schalen an kleinen Lederproben durchgeführt, die mit Mikrobenzellen
im Verhältnis von 1 χ 10s Zellen pro cm2 Leder beimpft worden waren.
Die so beimpfte Probe wurde in ein Agar-Agar-Milieu eingebracht, das in eine Petri-Schale gegossen und selbst mit einer
entsprechenden Mikrobenschimmellösung beimpft worden war.
Das Ganze wurde zur Inkubation in einen auf konstanter Temperatur gehaltenen Trockenofen bei 300C gegeben. Die Schimmelentwicklung auf dem Leder und dem Agar-Agar-Milieu wurden beobachtet. In einer ersten Versuchsreihe wurde ein mit Chromsalzen gegerbtes Leder, üblicherweise „wet-blue" („feucht-blau") genannt,
zu einen mit einer eine erfindungsgemäße antibakteriell Verbindung enthaltenden Lösung und zum Vergleich mit einerbekannten und üblicherweise verwendeten Verbindung, nämlich einem unter dem Handelsnamen „BUSAN" vertriebenen
Benzothiazolderivat, imprägniert. Der Lanthangehalt, ausgedrückt als Lanthanoxid, bzw. der Busangehalt betrug 0,4%. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Antibakterielle 3Tagen 6Tagen % Befall der Probe nach 16 Tagen 27 Tagen
Zusammensetzung 50% 100% 12 Tagen 100% 100%
10% 60% 100% 80% 80%
Lanthanxylolsulfonat 5% 60% 80% 80% 80%
Lanthangluconat 5% 60% 80% 100% 100%
Lanthansulfat 0% 5% 80% 40% 60%
Lanthanacrylat 40%
Lanthanacrylat+ 0% 5% 5% 15%
Acrylsäure 0% 0% 5% 0% 0%
Busan 0%
Eine weitere Versuchsreihe wurde nach derselben Arbeitsweise, aber unter Verwendung von mit einer Aluminiumlösung vorgegerbten Häuten, bezeichnet als BSH-Haut, durchgeführt.
Dabei beobachtete man, daß die mit 0,4% Lanthan (ausgedrückt als La2O3) und Lanthanacrylat imprägnierte Haut zu 75% nach 6 Tagen befallen war und die mit einer Lösung von Lanthanacrylat in Acrylsäure imprägnierte zu 50% nach 10 Tagen und 75% nach 24 Tagen befallen war, während eine keine antibakteriellen Mittel enthaltende Haut zu 100% nach 3 Tagen befallen war. Diese Tests wurden ebenfalls mit Häuten, die einer pflanzlichen Gerbung unterzogen worden waren, durchgeführt. Es hat sich gezeigt, daß das Gemisch aus Lanthanactylat und Acrylsäure es ermöglicht, den Schimmelbefall um einige Tage (etwa 6 Tage) unter den Prüfbedingungen zu verzögern, während die unbehandelten Häute sehr schnell (nach 1 Tag) befallen werden.

Claims (12)

1. Verfahren zur fungiziden und antibakteriellen Behandlung von Häuten, dadurch gekennzeichnet, daß es aus ihrer Behandlung in einem Behandlungsbad besteht, das mindestens ein Lanthan- oder Cersalz enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lanthan- oder Cersalz ein in Wasser lösliches oder dispergierbares Salz ist, ausgewählt aus der Gruppe umfassend die Nitrate, Halogenide, Sulfate und organischen Salze.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die organischen Salze des Lathans oder des Cers Salze einer Vinylcarbonsäure oder einer Organosulfonsäure oder Gluconate sind.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vinylcarbonsäuresalze Acryl- oder Methacrylsäuresalze sind.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Behandlungsbad eine freie Vinylcarbonsäure enthält.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Behandlung der Häute zugegebene Menge des Lanthans oder des Chers, ausgedrückt als Oxid, zwischen 0,02% und 1,25% und vorzugsweise zwischen 0,04% und 1,25%, bezogen auf die Darmhaut, beträgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Behandlung der Häute zugegebene Menge an Vinylcarboxylatanion und/oder Vinylcarbonsäure, ausgedrückt als freie Vinylcarbonsäure, zwischen 0,05% und 5% und vorzugsweise zwischen 1 % und 3%, bezogen auf die Darmhaut, beträgt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das fungizide und antibakterielle Behandlungsbad mit einem der Behandlungsbäder für Häute kombiniert wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es aus der Behandlung von gegerbten oder vorgegerbten Häuten besteht.
10. Häute, dadurch gekennzeichnet, daß sie Lanthan oder Cer enthalten.
11. Häute nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie Vinylgruppen in monomerer- oder polymerisierter Form enthalten.
12. Häute nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Lanthan- oder Cergehalt, ausgedrückt als Oxid, zwischen 0,04% und 1,2%, bezogen auf die Trockensubstanz, beträgt.
DD90343106A 1989-07-28 1990-07-27 Verfahren zur fungiziden und antibakteriellen behandlung von haeuten und nach diesem behandelte haeute DD296705A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR8910195A FR2650294B1 (fr) 1989-07-28 1989-07-28 Procede de traitement de peaux, et peaux obtenues

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD296705A5 true DD296705A5 (de) 1991-12-12

Family

ID=9384240

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD90343106A DD296705A5 (de) 1989-07-28 1990-07-27 Verfahren zur fungiziden und antibakteriellen behandlung von haeuten und nach diesem behandelte haeute

Country Status (22)

Country Link
EP (1) EP0410862B1 (de)
JP (1) JPH0717920B2 (de)
KR (1) KR950000075B1 (de)
CN (1) CN1049527A (de)
AT (1) ATE124727T1 (de)
AU (1) AU5983990A (de)
BR (1) BR9003683A (de)
CS (1) CS277501B6 (de)
DD (1) DD296705A5 (de)
DE (1) DE69020659D1 (de)
FI (1) FI903775A7 (de)
FR (1) FR2650294B1 (de)
HU (1) HUT56399A (de)
IE (1) IE902735A1 (de)
IL (1) IL95193A (de)
MA (1) MA21916A1 (de)
NO (1) NO903322L (de)
NZ (1) NZ234621A (de)
PT (1) PT94841A (de)
RO (1) RO109558B1 (de)
RU (1) RU2052507C1 (de)
ZA (1) ZA905879B (de)

Families Citing this family (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2650293B1 (fr) * 1989-07-28 1994-06-24 Rhone Poulenc Chimie Peaux non tannees, biologiquement stables, sous forme humide
FR2790767B1 (fr) * 1999-03-11 2001-06-08 Snf Sa Utilisation de polymeres superabsorbants pour le traitement des peaux brutes, compositions et procede correspondants et peaux ainsi traitees
RU2151193C1 (ru) * 1999-06-01 2000-06-20 Стерлитамакский кожевенно-обувной комбинат Способ противоплесневой обработки кожи
KR20040000686A (ko) * 2002-06-25 2004-01-07 주식회사 펜타팜 원적외선 및 음이온 방사천과, 방사제품
RU2223631C1 (ru) * 2002-11-11 2004-02-20 Всероссийский научно-исследовательский институт биологической защиты растений Способ подготовки зерна к хранению
RU2258082C1 (ru) * 2003-11-13 2005-08-10 Киевский Национальный Университет Технологий И Дизайна Способ противогрибковой и антибактериальной обработки кож
US8011132B2 (en) 2004-12-23 2011-09-06 Becker Underwood Inc. Enhanced shelf life and on seed stabilization of liquid bacterium inoculants
US8020343B2 (en) 2004-12-23 2011-09-20 Becker Underwood Inc. Enhanced shelf life and on seed stabilization of liquid bacterium inoculants
US8027477B2 (en) 2005-09-13 2011-09-27 Srs Labs, Inc. Systems and methods for audio processing
JP5265517B2 (ja) 2006-04-03 2013-08-14 ディーティーエス・エルエルシー オーディオ信号処理

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0037224A1 (de) * 1980-03-24 1981-10-07 THE PROCTER & GAMBLE COMPANY Carboxylate von Seltenen Erden, ihre Verwendung als antimikrobielle Mittel und diese enthaltende medizinische, kosmetische und Reinigungsmittelzusammensetzungen
JPH0634149B2 (ja) * 1986-09-02 1994-05-02 日本電気株式会社 表示装置
US4743473A (en) * 1987-02-20 1988-05-10 Rhone-Poulenc Inc. Method of preserving wood with lanthanide derivatives

Also Published As

Publication number Publication date
NO903322D0 (no) 1990-07-26
IL95193A0 (en) 1991-06-10
KR950000075B1 (ko) 1995-01-09
FR2650294A1 (fr) 1991-02-01
DE69020659D1 (de) 1995-08-10
AU5983990A (en) 1991-01-31
RO109558B1 (ro) 1995-03-30
MA21916A1 (fr) 1991-04-01
HUT56399A (en) 1991-08-28
NO903322L (no) 1991-01-29
RU2052507C1 (ru) 1996-01-20
JPH0717920B2 (ja) 1995-03-01
EP0410862A1 (de) 1991-01-30
CS277501B6 (en) 1993-03-17
HU904672D0 (en) 1991-01-28
ZA905879B (en) 1991-05-29
IL95193A (en) 1994-05-30
ATE124727T1 (de) 1995-07-15
FR2650294B1 (fr) 1991-10-25
FI903775A7 (fi) 1991-01-29
IE902735A1 (en) 1991-02-27
JPH03115500A (ja) 1991-05-16
CN1049527A (zh) 1991-02-27
KR910003117A (ko) 1991-02-26
FI903775A0 (fi) 1990-07-27
CS372990A3 (en) 1992-08-12
BR9003683A (pt) 1991-09-03
EP0410862B1 (de) 1995-07-05
NZ234621A (en) 1992-12-23
PT94841A (pt) 1991-03-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2831617A1 (de) Verfahren zur herstellung gegerbter haeute und felle
DD296705A5 (de) Verfahren zur fungiziden und antibakteriellen behandlung von haeuten und nach diesem behandelte haeute
DE1297274B (de) Verfahren zur Herstellung von chromgegerbtem Leder
CH648597A5 (de) Verfahren zum desinfizieren und konservieren von rohhaeuten.
DE69620478T2 (de) Verfahren zum konservieren von tierhäuten
DE1144969B (de) Fungizide Mittel
DE746589C (de) Verfahren zum Enthaaren von Haeuten und Fellen
DE1233530B (de) Verfahren zum enzymatischen Enthaaren und bzw. oder Beizen von Haeuten und Fellen
DD296706A5 (de) Biologisch stabile, in feuchter form vorliegende ungegerbte haeute
DD244146A5 (de) Verfahren zur haltbarmachung von rohhaeuten und fellen
DE3027637A1 (de) Verfahren zum gerben von haeuten mit dreiwertigen chromsalzen in sich drehenden gerbfaessern
DE3016875C2 (de) Verfahren zur Konditionierung von Häuten und Fellen
DE903987C (de) Verfahren zur Verhinderung einer schaedlichen Bakterienentwicklung in Weichflotten fuer tierische Haeute und Felle
DE1913080C (de) Verfahren zur Konservierung frischer, fur die gewerbliche Lederherstellung zu verwendender Haut
DE664682C (de) Verfahren zum Konservieren von tierischen Haeuten und Fellen
CH647259A5 (de) Verfahren zum gerben von tierischen haeuten und fellen mit eisensalzen.
DE377536C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen
DE579634C (de) Verfahren zur Herstellung gerbfertiger Bloessen aus tierischen Haeuten und Fellen
DE872859C (de) Verfahren zum Veredeln von Holz
DE602748C (de) Verfahren zum Konservieren von tierischen Hautbloessen
DE106041C (de)
DE324274C (de) Gerbverfahren fuer Rauchwaren
DE637115C (de) Verfahren zur Abtoetung von Milzbrandsporen o. dgl. Bakteriendauerformen in tierischen Eiweissstoffen
DE944454C (de) Verfahren zur Verringerung der Schwellung von geweichten und ausgewaschenen tierischen Rohhaeuten
DE1288232B (de) Konservierungsmittel fuer Haeute oder Felle

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee