CH620253A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schmierverfahren für eine Textilmaschine, insbesondere Webmaschine, und eine Schmiervorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Bei einer bekannten Schmiereinrichtung dieser Art wird kontinuierlich ölnebel aus einem Ölvernebler entnommen und einer oder mehreren Schmierstellen der Maschine zugeführt. Dabei kann es nachteilig sein, dass sich nicht eine Schmierung der Schmierstellen unter Verwendung von besonders geringer ölmenge (sogenannte Magerschmierung) erzielen lässt, wie er für Textilmaschinen im Hinblick auf die Verschmutzung der Textilien, z.B. des Gewebes, erwünscht sein kann. Es können sich auch besonders an den Zuführungsdüsen der einzelnen Schmierstellen während des Betriebes Öltropfen bilden, durch die die textilen Waren, etwa das Gewebe, verschmutzt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders in dieser Hinsicht verbessertes Schmierverfahren bzw. eine Schmiereinrichtung zu schaffen.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass an wenigstens einer Schmierstelle der Maschine in einer programmgemässen Folge Impulse von Schmiermittelnebel und Impulse von Gas, insbesondere Luft, gegeben werden. Die Schmiereinrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine Steuervorrichtung für den programmierten Ablauf des Verfahrens, wodurch die gesteuerten Impulse erzeugt und Schmiermittelnebel aus einer Schmiermittelquelle und Gas aus einer Gasquelle entnommen und der Schmierstelle zugeführt wird. Hierdurch lässt sich eine besonders sichere, gleichmässige und im Hinblick auf Textilien häufig erwünschte Magerschmierung erzielen. Kondensationstropfen des Schmiermittels (im folgenden ist Öl beispielsweise angenommen) werden durch die Gas- bzw. Spülimpulse (im folgenden ist z.B. Luft angenommen) vermieden.
Auch nach eventuellen, längeren Schmierpausen können nicht etwa bei Wiedereinsetzen der Schmierung zuerst ein oder mehrere öltropfen auf die Schmierstelle gelangen, wenn infolge der Luftimpulse jeweils der in der Zuführungsleitung einer Schmierstelle befindliche Restölnebel vor etwaiger Kondensation ausgeblasen wird. Zuführungsleitungen, Sprühdüsen und Schmierstellen werden vorzugsweise während der Spülluftintervalle durch die Reinigungsluft laufend gereinigt und von überschüssigem, nebeiförmigem Öl befreit, das sich während der Schmierpausen kondensieren könnte.
Zugleich kann durch die Spülimpulse etwaiger, während des Betriebes in der Nähe der Schmierstelle sich absetzender Faserflug oder metallischer Abrieb von Maschinenteilen usw. laufend entfernt werden, so dass auch diese Verschmutzungen nicht in das von der Maschine erzeugte Textilprodukt, z.B. Gewebe, gelangen können.
Schliesslich ist der Ölverbrauch angesichts der erzielten Magerschmierung besonders gering, was in ökonomischer Hinsicht sowie im Hinblick auf die allgemeine Umweltverschmutzung von Bedeutung ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Schaltschema einer nach dem erfindungs-gemässen Verfahren arbeitenden Schmiereinrichtung,
Fig. 2 ist ein zugehöriges Druckdiagramm an den einzelnen Schmierstellen,
Fig. 3 und 4 veranschaulichen zwei Schmierstellen an einer Webmaschine.
Das Schmiersystem nach Fig. 1 ist bei einer Webmaschine eingebaut, von der nur die Teile nach Fig. 3,4 gezeigt sind. Aus einem im Schuss werk der Webmaschine eingebauten Kompressor 1 wird Druckluft in einen Luftspeicher 2 geführt und dieser ständig unter einem gewissen Druck gehalten.
Dieser kann mittels eines Überdruckventiles 4 eingestellt und mittels eines Manometers 3 abgelesen werden. Eine Luftzuführungsleitung 12 ist über einen Wasserabscheider 5, einen Druckwächter 6, eine Verzweigungsstelle 13 und zwei Leitungen 12', 12" zu zwei Magnetventilen 7a, 7b geführt, die par-
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allei zueinander liegen. Leitung 12' ist ferner über einen ölvernebler 8 und Leitung 12" unmittelbar zu einem Verbindungspunkt 14 geführt, nach dem sich Leitung 12 wieder als einzige Leitung fortsetzt und zu mehreren, parallel geschalteten Schmierdüsen 9 geführt ist. s
Aus den Düsen kann Ölnebel 16 auf die zu schmierenden Stellen 17 gelangen. Es kann eine gestrichelt angedeutete Ölnebel-Absaugleitung 18 vorgesehen sein, über welche entsprechend einem gleichen oder ähnlichen Programm laufend ölnebel von der Schmierstelle 17 abgesaugt werden kann (Ab- io saugimpulse).
Die beiden Magnetventile 7a, 7b sind über elektrische Steuerleitungen 21 an eine elektronische Programmsteuereinrichtung 10 angeschlossen, die von einem von der Hauptwelle 22 der Webmaschine aus betätigten, drehzahlabhängi- 15 gen Signalgeber 11 in Synchronlauf mit der Webmaschine gehalten wird.
Während des Betriebes wird durch das in der Steuervorrichtung 10 enthaltene Programm laufend über Ventil 7a ein relativ langer ölnebelimpuls 23 (Fig. 2) von etwa 0,1 atü gegeben. 20 Unmittelbar darauf folgt ein wesentlich kürzerer Spülluftimpuls 24 von höherem Druck, nämlich 0,5 atü. Bei dem Beispiel werden nach etwa 250 Schusseinträgen je ein ölnebel- und Spülluftimpuls hintereinander gegeben.
Diese ölnebel- und Luftintervalle werden an sämtlichen 25 Schmierstellen 17 parallel zueinander gemäss Fig. 1 gegeben.
In Fig. 3 sind beispielsweise drei Schmierstellen 17a, b, c im Schusswerkgehäuse 25 der Webmaschine dargestellt. Jede Schmierstelle enthält eine Zuführungsleitung 12a, b, c und eine Düse 9a, b, c. Bei Schmierstelle 17a werden Ölnebel- und 30 Luftimpuls während des senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Hin- und Herganges des Antriebsgleitstückes 28 eines nicht gezeichneten Fadengebers bzw. -rückholers durch einen Sprühraum 29 bzw. 29a eingeleitet. Der Ölnebel gelangt teilweise auf eine gegenüberliegende Prallfläche 51 der 35 Sprühräume. Die grösseren Ölpartikel werden hier gesammelt. Sie gelangen zusammen mit dem kleinere Ölpartikel enthaltenden, im Sprühraum umgelenkten Ölnebelanteil auf die zu schmierenden Flächen 31 bzw. 3 la zwischen dem Gleitstück 28 und einer ortsfesten Führungsschiene 32. 40
Bei der Schmierstelle 17b gelangt ölnebel- und Luftimpuls während der ebenfalls senkrecht zur Zeichenebene hin- und herverlaufenden Bewegung eines Projektilschlagstückes 33 wechselweise auf eine Schmierstelle 34 bzw. 35, je nachdem ob das Schlagstück 33 die Düsenöffnung 36 abdeckt oder freigibt.
Ausserdem ist eine weitere Schmierstelle 17c für das Schlagstück 33 vorgesehen. Der durch Düse 9c kommende ölnebelimpuls sowie der Spülluftimpuls gelangen durch einen in der Zeichenebene liegenden Sprühraum 37 mit Prallfläche 39 sowie durch einen hinter der Zeichenebene liegenden Sprühraum 37a auf zwei Schmierflächen 38,41.
Es kann eine Öffnung 61 mit Kugelventil 62 zum Absaugen des ölnebels durch Absaugimpulse in passender Programmfolge vorgesehen sein. Die Absaugimpulse können z.B. während der ölnebelimpulse, während der Luftimpulse oder während der aus diesen beiden bestehenden Gesamtimpulse erfolgen.
Die in Fig. 4 dargestellte, weitere Schmierstelle 17d befindet sich an einem um 42 hin und her verschwenkbaren Schweif 43', der auf einem Schaumstoffkörper 44 abläuft. Ölnebel und Spülimpuls werden über die Zuführungsleitung 12d zugeführt und gelangen über die Düse 9d auf die Schmierfläche 45, die durch die äussere Bogenfläche des Schweifes 43' gebildet ist. Der Schweif wird dadurch während des Hin- und Herschwenkens auf der ganzen Aussenfläche geschmiert, so dass auch seine Spitze 46 geschmiert ist, wenn sie in einen Schlitz des Schuss-eintragsprojektiles 50 tritt, um dort eine Fadengreif klammer des Projektiles zu öffnen, wonach der einzutragende Schussfaden von dem Projektil erfasst werden kann.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform des Schmierverfahrens wird statt oder ausser dem Spülluftimpuls 24 vor dem ölnebelimpuls 23 ein Spülluftimpuls 43 gegeben, der in Fig. 2 gestrichelt angedeutet ist.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform der Schmiervorrichtung ist statt eines im Schusswerk 25 angeordneten, eine Einzelversorgung verursachenden Kompressors 1 entweder ein zu mehreren Webmaschinen gehörender Kompressor 1' (Fig. 1) über eine Leitung 12f angeschlossen. Stattdessen kann die Anlage aber auch von einem allgemeinen Druckluftnetz 1" über eine Leitung 12g versorgt werden.
Die Absaugimpulse können auch durch die gl&ichen Düsen 9a, b, c gegeben werden wie die ölnebel- bzw. Luftimpulse.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Schmierverfahren für eine Textilmaschine, insbesondere Webmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Schmierstelle der Maschine in einer programmgemässen Folge Impulse (23) von Schmiermittelnebel und Impulse (24) von Gas gegeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schmiernebelimpulse (23) und die Gasimpulse (24) durch die gleiche Düse (9) einer Schmierstelle (17) gegeben werden.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schmiernebelimpuls (23) länger andauert als ein Gasimpuls (24).
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gasimpuls (43,24) unmittelbar vor und/oder nach einem Schmiernebelimpuls (23) gegeben wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck des Schmiernebelimpulses (24) niedriger ist als der des Gasimpulses (24).
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schmiernebelimpuls (23)
etwa vier mal so lange dauert wie ein unmittelbar davor und/ oder danach gegebener Gasimpuls (43,24).
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen aufeinanderfolgenden Impulsen (24,23 ; 24,43) oder Impulsfolgen (23,24) eine impulsfreie Zeit liegt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schmierstelle (17) in einer programmgemässen Folge Absaugimpulse zur Entfernung des Schmiernebels oder von Verschmutzungen gegeben werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Absaugimpuls im wesentlichen jeweils während des Schmiernebelimpulses (23) erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absaugimpuls im wesentlichen jeweils während des Gasimpulses (24) erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absaugimpuls im wesentlichen so lange dauert wie ein zugehöriger, aus Schmiernebelimpuls (23) und Gasimpuls (24) bestehender Zuführungsimpuls.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8-11, dadurch gekennzeichnet, dass das Absaugen durch den gleichen Kanal (9a-d) erfolgt wie die Zuführungsimpulse (23,24).
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8-11, dadurch gekennzeichnet, dass das Absaugen durch einen besonderen Absaugkanal (18, 61) erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftimpulse (24) — in Strömungsrichtung - nach einem Schmiermittelvernebler (8) in eine Zuführungsleitung (12) gegeben werden.
15. Schmiereinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Steuervorrichtung (10) für den programmierten Ablauf des Verfahrens, wodurch die gesteuerten Impulse (23,24) erzeugt und Schmiermittelnebel aus einer Schmiermittelquelle (8) und Gas aus einer Gasquelle (2) entnommen und der Schmierstelle (17) zugeführt wird.
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