AT394402B - Schiffchenstickmaschine - Google Patents
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Description
AT 394 402 B
Die Erfindung betrifft eine Schiffchensückmaschine, bei der jedes Schiffchen zwischen einem Untertreiber und einem Obertreiber liegt, die von einer Treiberstange getragen sind, über die der Antrieb für die Hin- und Herbewegung der Schiffchen erfolgt, sowie mit einer Schiffchen-Wechseleinrichtung zum Herausführen leerer und Einführen gefüllter Schiffchen.
Bei einer solchen aus der DE-PS 288 257 hervorgehenden Schiffchensückmaschine werden die Schiffchen in den Schiffchenbahnen gemeinsam angetrieben. Die Schiffchenbahnen sind unten offen, damit beim Zurückziehen des Untertreibers die Schiffchen frei abfallen und in eine Sammelrinne gelangen können. Es sind also bei dieser Vorrichtung die Schiffchen nicht einzeln von Hand auszuwechseln. Vielmehr kann eine ganze Schiffchenreihe satzweise entfernt und durch in die Arbeitsstellung nachrückende ffischgefüllte Schiffchen ersetzt werden. Eine Einflußnahme bezüglich des Antriebs an einzelnen Sückstellen ist nicht vorgesehen.
Es sind auch schon andere Schiffchensückmaschinen bekannt (AT-PS 314 955), bei denen die Schiffchen einer Schiffchenreihe satzweise gemeinsam ausgewechselt werden können. Auch hier ist eine Beeinflußbarkeit der Schiffchen der einzelnen Stickstellen nicht vorgesehen.
Bekannt ist es auch schon (DE-PS 19 52 307), bei derartigen Schiffchensückmaschinen entsprechend dem jeweils zu stickenden Muster einen Nadel-Rapportwechsel durchzuführen. Die bekannten Nadel-Rapportwechsel-Einrichtungen sind aber für die Schiffchen nicht ersetzbar.
Durch den Nadel-Rapportwechsel entstand eine neue Mustertechnik aufgrund des beliebigen Ein- und Ausschaltens der Nadeln, wobei nadel- und schiffchenseitig die Nadelfäden und die Schiffchenfäden ungebunden auf der Stickereifläche in beliebiger Länge lose verbleiben. Diese losen Fäden, die Springfäden, müssen nach Fertigstellung des bestickten Coupons und seiner Entfernung aus der Maschine von Hand oder in einer Spezialmaschine nachbearbeitet, nämlich abgeschnitten und entfernt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Vor allem muß aber ein zusätzlicher Gamverbrauch in Kauf genommen werden. Dieser fällt nadelseitig aufgrund der dort verwendeten großen Garnspulen mit Fadenlängen bis zu 10 000 m und mehr weniger ins Gewicht Schiffchenseitig ist das Problem jedoch deshalb erheblich, weil die Bobinen je nach der Schiffchengröße nur eine Fadenlänge von ca 100 bis 240 m aufnehmen, so daß die Schiffchen wesentlich öfter mit neuen Bobinen gefüllt werden müssen. Neben dem Mehrverbrauch an Schiffchenfäden fallen auch die dadurch bedingten Arbeitskosten ins Gewicht
Die Schiffchensückmaschine nach der DE-OS 3 023 161 berücksichtigt zwar eine Zuordnung von Schiffchen zu bestimmten Nadeln. Diese Zuordnung kann jedoch nur stufenweise für die Schiffchen erfolgen, um eine Abstimmung auf den Rapportwechsel zu erreichen. Der Fadenverbrauch der Bobinen der Schiffchen kann hierdurch zwar beeinflußt werden, die Arbeitskosten beim Nachfüllen der Schiffchen mit neuen Bobinen bleiben jedoch in erheblichem Umfang bestehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die einzelnen Stickstellen so auszubilden, daß die Bildung von Springfäden sowie eine Beschädigung des Schiffchenfadens vermieden und der Fadenverbrauch abgestimmt auf das Stickmuster optimierbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Stickmaschine der eingangs genannten Art erfmdungsgemäß dadurch gelöst, daß an jeder einzelnen Stickstelle im Antriebsstrang zur Treiberstange eine Kupplung für das unabhängig beeinflußbare An- bzw. Abschalten der jeweiligen Stickstelle vorgesehen und mit einem beim Stillsetzen der jeweiligen Stickstelle selbsttätig den Faden durchtrennenden Fadenabschneider gekoppelt ist, und daß die stillgesetzten Schiffchen bei offenem Obertreiber durch eine Schiffchen-Wechseleinrichtung auswechselbar sind.
Man erkennt, daß es sehr vorteilhaft ist, daß durch die Einschaltung einer manuell oder programmgesteuert betätigten Kupplung in den Antriebsstrang zu jeder einzelnen Stickstelle die Stickstellen jeweils unabhängig voneinander stillgesetzt werden können. Zusätzlich ist dafür gesorgt, daß beim Stillsetzen einer Stickstelle selbsttätig der Schiffchenfaden durchtrennt wird. Ein Abschalten bestimmter Schiffchen vom gemeinsamen Antrieb mit Abschneiden des betreffenden Schiffchenfadens auch ohne nachfolgenden Wechsel ist deshalb wichtig, weil beim Nadelrapportwechsel die zu den nicht stickenden Nadeln gehörenden Schiffchen bei weiterem Arbeiten den nicht verarbeiteten Schiffchenfaden mit der Zeit beschädigen.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Treiberstange in lösbarem Eingriff stehende Treiberkupplung drehfest auf einer parallel zur Treiberstange angeordneten, für das Ausrücken bzw. Einrücken der Kupplung über einen Drehknopf von Hand oder über einen Programmträger gesteuert verdrehbaren Mitnehmerstange angeordnet ist, die einen Betätiger für den Fadenabschneider aufweist bzw. daß dieTreiberstange parallel zum Stöckli angeordnet ist und den feststehenden Untertreiber, sowie den als durch Verdrehung der Mitnehmerstange verschwenkbare Schranke für das Schiffchen ausgebildeten Obertreiber tiägL Damit kann also manuell oder entsprechend einem Rapportwechsel für das Stillsetzen der Schiffchen einzeln, gruppen- oder satzweise gesorgt werden, wobei gleichzeitig der Schiffchenfaden abgeschnitten wird. Die Bildung von Springfäden ist damit vermieden. Der Verbrauch an Schiffchenfäden wird erheblich reduziert Gleichzeitig tritt eine Verbesserung des Antriebs und insbesondere der Bedienungsbedürfnisse ein, wie sich aus der unten folgenden Erläuterung noch näher ergeben wird.
Es stellt eine Vereinfachung des Betriebes dar, wenn auf die feststehende Treiberstange mit dem Untertreiber und dem Obertreiber eine mit der Treiberkupplung in lösbarem Eingriff stehende Treiberhülse aufgeschoben ist und somit nicht die Treiberstange bewegt wird, sondern mit einer feststehenden Treiberstange gearbeitet werden kann, auf der eine den Obertreiber und den Untertreiber tragende, mit der Treiberkupplung in lösbarem Eingriff stehende Treiberhülse aufgeschoben, also längs der Treiberstange entsprechend dem Antrieb hin- und herbeweg- -2-
AT 394 402 B lieh ist Wird auf der Treiberstange zwischen die Treiberhülse und das Stöckli eine Druckfeder angeordnet, so lassen sich im Betrieb unliebsame Veränderungen der Positionierung der Treiberhülse auf der Treiberstange durch Maschinen Schwingungen zuverlässig vermeiden.
In Anbetracht der angestrebten Stillsetzung der Schiffchen an einzelnen Stickstellen ist es auch zweckmäßig, den Drehantrieb ausgehend von der Antriebswelle so nah wie möglich an die Stickstelle heranzuführen und erst unmittelbar an der Stickstelle und vor dar Treiberstange die Umsetzung in die hin- und hergehende Bewegung für die Hubbewegung vorzunehmen. Gut geeignet hiefür ist eine Antriebsvorrichtung bestehend aus einer auf der Antriebswelle exzentrisch angeordneten Pleuelstange, die über eine Welle mit Treibritzel einen über dieses geführten und gegebenenfalls von weiteren Zahnrädern angespannten Zahnriemen antreibt, der auf seiner Außenseite einen die Treiberkupplung hin- und herbewegenden Mitnehmer trägt. Die Umsetzung der Drehbewegung der Antriebswelle in die lineare hin- und hergehende Bewegung erfolgt somit erst unmittelbar in der Nachbarschaft des Schiffchens, was auch antriebsmäßige Vorteile erbringt. Selbstverständlich kann ein Mitnehmer zur weiteren Verminderung des Aufwandes für den Antrieb mehreren Einzelstickstellen gemeinsam sein und deshalb als diese überbrückende Schiene ausgebildet werden, wobei dann zweckmäßig auch der Zahnriemen eine entsprechende Breite erhält. Für das gesteuerte Stillsetzen entsprechend einem vorgegebenen Muster empfiehlt sich statt des manuellen Arbeitens oder in Ergänzung zu diesem die Verwendung eines Programmträgers, Programmträger verschiedenster Konstruktionen (elektronisch, magnetisch, elektromechanisch, pneumatisch) stehen dem Fachmann zur Verfügung. Es kann aber auch ein rein mechanischer Programmträger Verwendung finden, der zweckmäßig als Stiftwalze ausgebildet ist, deren Stifte am Walzenumfang angeordnet und entsprechend den zu schaltenden Stickstellen gesetzt sind. Besonders einfach gestaltet sich der Aufbau des mechanischen Programmträgers dann, wenn für jede einzelne Stickstelle einfach ein mit Stiften besetzter Ring vorgesehen wird. Ein so aufgebauter mechanischer Programmträger kann für die Programmsteuerung beispielsweise durch einen Schrittmotor weitergeschaltet werden.
Bei der erfindungsgemäßen Stickmaschine kann der Schiffchenwechsel, wie nachfolgend anhand des Ausführungsbeispieles noch im einzelnen erläutert wird, einzeln, gruppenweise oder satzweise erfolgen. Dies ist dann besonders einfach, wenn eine zwischen zwei Schwenkarmen angeordnete Magnetschiene Verwendung findet, die jeweils alle von zur Schiffchenfreigabe verschwenden Obertreibem freigegebene Schiffchen anzieht und damit den Platz für eine Beschickung mit neuen Schiffchen freimacht.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine Anordnung mit vertikal nebeneinander angeordneten Sektionen und an den Sektionen übereinander horizontal verlaufend sitzenden Stöcklis für die einzelnen Stickstellen, Fig. 2 eine Draufsicht (bei Stickmaschinen mit vertikalem Nadelhub Seitenansicht) auf die Ausrüstung einer einzelnen Stickstelle und Fig. 3 einen Schnitt bei Linie (I -1) von Fig. 2.
Fig. 1 zeigt zwei benachbarte vertikale Sektionen (10,10'), die jeweils auf einer Seite Stöcklis (11) tragen und durch einen Freiraum (12) voneinander getrennt sind. Die Stöcklis (11) sind in Abstand übereinander angeordnet und verlaufen horizontal. Auch der Nadelhub ist bei der gezeigten Ausführungsform horizontal. Selbstverständlich sind statt dessen auch Stickmaschinen mit vertikalem Nadelhub oder solche mit horizontalen Sektionen denkbar, an denen dann die Stöcklis in Abstand voneinander schräg nach oben verlaufend angeordnet sind.
Jedes Stöckli (11) ist an der im Querschnitt als U-Profil ausgebildeten Sektion (10) über eine Stöcklihalterung (13) lösbar befestigt. Die Stöcklis sind austauschbar und können den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend ausgebildet sein. In jedem Stöckli ist ein Nadelkanal (14) und ein Bohrerkanal (15) ausgebildet. Weiter ist in jedes Stöckli ein Schiffchen (16) eingelegt
Fig. 2 zeigt für eine einzelne Stickstelle wiederum die als U-Profil ausgebildete Sektion (10) mit dem Stöckli (11) für ein Schiffchen (16). Jedem Schiffchen (16) sind weiter an der Sektion (10) zugeordnet eine Treiberstange (17) und eine parallel zu dieser drehbar gelagerte genutete Mitnehmerstange (18). Als eigentlicher Schiffchentreiber dient eine auf der Treiberstange geführte schwenkbare Treiberhülse (19) mit Untertreiber (20) und Obertreiber (21). Die Treiberhülse (19) weist weiter einen Ansatz (22) auf, mit dem sie in eine Treiberkupplung (23) eingreift, die auf der Mitnehmerstange (18) geführt ist. Überdies ist zwischen die Treiberhülse (19) und das Stöckli auf die Treiberstange (17) eine Druckfeder (24) eingesetzt.
Die Treiberkupplung (23) ist in Fig. 2 in eingekuppeltem Zustand gezeigt. Sie ist drehfest auf der Mitnehmerstange (18) befestigt, die ihrerseits über einen von Hand zu betätigenden Drehknopf (25) in ihrer Lagerung zur Betätigung der Treiberkupplung (23) verdreht werden kann. Damit ist eine individuelle bzw. unabhängige Beeinflussung des Schiffchens (16) an jeder einzelnen Stickstelle z. B. manuell möglich.
Daneben sitzt auf jeder Mitnehmerstange (18) außer dem geriffelten Drehknopf (25) für die Betätigung von Hand auch ein Treibritzel (26) für die Betätigung über eine Zahnstange (27) ausgehend von einem Programm-träger (28), der im gezeigten Ausführungsbeispiel als entsprechend einem vorgegebenen Programm mit Stiften besetzte Stiftwalze ausgebildet und über einen Vierkanttrieb (29) von der zentralen Maschinenschaltung her gesteuert angetrieben werden kann.
Außerdem ist am Stöckli (11) eine Stichplatte (30) für das Schiffchen (vgl. auch Fig. 1), sowie ein Fadenabschneider (31) vorgesehen. Der Fadenabschneider (31) wird über einen dem Stöckli (11) drehbar gelagerten -3-
AT 394 402 B
Messerbetätiger (32) an der Treiberstange (17) vorbeigeführt und weist an seinem unteren Ende einen Betätigungsarm (33) auf, der bei Verdrehung der Mitnehmerstange ausgelenkt wird und über den drehbaren Messeibetätiger (32) den Fadenabschneider (31) zwangsläufig betätigt
Die Treiberkupplung (23) wird ihrerseits über einen Mitnehmer (34) betätigt, der auf der Außenseite eines Zahnriemens (35) befestigt ist. Der Zahnriemen (35) wird ausgehend von der Antriebswelle (36) über einen Exzenter (37) und eine Pleuelstange (38) angetrieben, die die umlaufende Bewegung der Antriebswelle (36), wie durch Pfeile angedeutet in eine hin- und hergehende Bewegung umsetzen. Diese wird auf ein Treibritzel (39) für den Zahnriemen (35) übertragen. Dabei ist der Zahnriemen durch nichtangetriebene zusätzliche kleine Zahnflachscheiben (40) ausgespannt wie in der Fig. 2 gezeigt.
Erläutert sei noch, daß der Untertreiber (20) auf einem verschiebbaren Stellring festgelegt ist während der Obertreiber (21) unabhängig vom Untertreiber beweglich verschwenkbar von der verdrehbaren Treiberhülse mitgenommen wird. Beide halten das Schiffchen (16) zwischen sich fest. Durch Verschwenkung des Obertreibers (21) (vgl. Fig. 3) kann das Schiffchen freigegeben werden. Ersatzschiffchen (16') liegen um U-Profil der Sektion (10) bereit, wie in Fig. 2 strichliert angedeutet.
Am U-Profil jeder Sektion ist überdies über jeweils zwei Schwenkarme (41) eine Magnetschiene befestigt. Diese kann an den Schwenkarmen (41) in den Freiraum (12) zur Nachbarsektion verschwenkt werden und die dort von den verschwenkten Obertreibem (21) freigegebenen Schiffchen an sich ziehen und so aus den Stöcklis (11) entfernen. Schiffchen, die nicht entfernt werden sollen, verbleiben trotz des Magnetfeldes aufgrund der durch den geschlossenen Obertreiber (21) gebildeten Schranke an Ort und Stelle.
Die Vorrichtung arbeitet also wie folgt: Der Drehantrieb von der Sektions-Antriebswelle (36) wird erst unmittelbar an jeder Stickstelle in den oszillierenden Antrieb umgesetzt, der über den Zahnriemen (35) auf den Mitnehmer (34) übertragen wird. Der Mitnehmer (34) greift in die Treiberkupplung (23) ein, die doppelseitig als Mitnehmer ausgebildet ist und somit die oszillierende Bewegung übertragen erhält. Die Treiberkupplung (23) ihrerseits steht in lösbarem Kuppeleingriff über den Ansatz (22) mit der Treiberhülse (19). Wird die Mitnehmerstange (18) verdreht, so bleibt zwar der Antriebseingriff der Treiberkupplung (23) mit dem Mitnehmer (34) auf dem Zahnriemen (35) aufrecht, der Kupplungseingriff der Treiberkupplung (23) mit dem Ansatz (22) der Treiberhülse (19) wird aber drehstellungsabhängig hergestellt oder aufgehoben. Von der zentralen Programmsteuerung oder maschinell kann somit die Bewegung des Schiffchens (16) aus- oder umgekehrt eingeschaltet werden. Wird die Mitnehmerstange (18) so verdreht, daß der Schiffchenantrieb stillgesetzt wird, so verdreht die Mitnehmerstange (18) gleichzeitig die Treiberhülse (19) so, daß der Obertreiber (21) das Schiffchen für seine Entnahme über die Magnetschiene an den Schwenkarmen (41) freigibt (Fig. 3 strichlierte Stellung). Gleichzeitig trifft die Treiberkupplung (23) auf den Betätigungsarm (33) des Messerbetätigers (32), wodurch der Fadenabschneider (31) an der Stichplatte (30) betätigt wird.
Erfolgt hingegen die Verdrehung der Mitnehmerstange (18) so, daß der Antriebseingriff zwischen Treiberkupplung (23) und Ansatz (22) wiederhergestellt wird, so wird dabei gleichzeitig der Obertreiber (21) vor das in Arbeitsstellung befindliche Schiffchen (16) gesetzt Die andere Schranke für die Bewegung der Schiffchen ist der Untertreiber (20). Der Untertreiber (20) ist auch dann geschlossen, wenn der Obertreiber (21) für die Entnahme eines Schiffchens geöffnet wird. Er hindert dadurch ein Rückfallen eines nicht mehr arbeitenden Schiffchens in die Schiffchenbahn.
Der beschriebene Zugriff zu jeder einzelnen Stickstelle kann nicht nur von Hand über den Drehknopf (25), sondern auch maschinen- bzw. programmgesteuert über den Programmträger (28) erfolgen. Als Programmträger (28) dient die in den Fig. 2 und 3 deutlich erkennbare Stiftwalze, die zweckmäßig für jede Stickstelle einen einzelnen mit Stiften bestückten Ring aufweist. Alle Ringe sind auf den Vierkanttrieb (29) nebeneinander aufgezogen. Die Betätigung des Vierkanttriebs (29) durch einen Schrittmotor ist besonders günstig und für die automatisierte Programmsteuerung geeignet. Die Stiftbestückung der den Programmträger (28) bildenden Stiftwalze kann so ausgebüdet werden, daß bei einer entsprechenden Verdrehung des Programmträgers alle Stickstellen in den Stickprozeß eingeschaltet werden. Selbstverständlich ist aber auch eine solche Bestückung der Stiftwalze mit Stiften und Nocken unterschiedlicher Höhe und Anordnung möglich, daß nur jede zweite, dritte usw. Einzelstickstelle arbeitet
Auf gleiche Weise ist auch der Schiffchenwechsel satzweise, also für alle Schiffchen, für ausgewählte Schiffchengruppen oder für einzelne Schiffchen bestimmter ausgewählter Einzelstickstellen möglich. Dabei werden die jeweils vom Obertreiber (21) freigegebenen Schiffchen selbsttätig über die Magnetschiene entfernt die zwischen den Schwenkarmen (41) befestigt ist Dabei zieht die Magnetschiene die freigegebenen Schiffchen (16) in einen an der Magnetschiene befindlichen Käfig. Die Magnetschiene wird anschließend durch eine bekannte Umkehrvorrichtung mit den anhaftenden verbrauchten Schiffchen in die Ausgangslage zurückgeführt. Die Bedienungsperson kann die Schiffchen von dort in einen Sammelbehälter überführen. Gleichzeitig mit dem Abtransport der ausgeworfenen Schiffchen (16) wird eine im U-Profil der Sektion (10) angeordnete Antriebsschiene für die Ersatzschiffchen (16') in Bewegung gesetzt. Diese weist ausziehbare kleine Behälter auf, in die die Bedienungsperson die benötigten Ersatzschiffchen zwischen zwei Schiffchenwechseln eingelegt hat. Die Ersatzschiffchen (16') werden demnach abgestimmt auf die Auswerfbewegung der verbrauchten Schiffchen im Freiraum (12) für die Übernahme durch die Stöcklis (11) der benachbarten Sektion (10') angeboten. Schließt dort aufgrund einer entsprechenden Steuerung der Obertreiber (21), so ist das Ersatzschiffchen (16’) in der Sektion gefangen und wird nun -4-
Claims (12)
- AT 394 402 B zum arbeitenden Schiffchen (16), während die Antriebsschiene für die Ersatzschiffchen wieder in das U-Profil der Sektion (10) einfährt, die Schiffchenbehälter zusammenschiebt und nunmehr für die neue Beschickung mit Ersatzschiffchen (16') bereithält. An einer Sektion (10) werden also jeweils die Magnetschienen für die Abfuhr verbrauchter Schiffchen und die Ersatzschiffchen (16') für die benachbarte Sektion (10') bereitgehalten. Über-5 nähme und Übergabe erfolgen im Freiraum (12) zwischen den Sektionen. Ferner ist darauf hinzuweisen, daß die beiden Zahnflachscheiben (40) entsprechend des benötigten Schiffchenhubes positioniert werden können, indem ihr Abstand entsprechend eingestellt wird. Auch kann der Mitnehmer (34) auf dem stabilen Zahnriemen (35) eine größere Breite erhalten, so daß er nicht nur die Treiberkupplung (23) einer einzigen Stickstelle, sondern zugleich an zwei oder mehr Stickstellen betätigen kann. Dies stellt eine 10 Vereinfachung dar, die aber keine Beschränkung für die Steuerung bedeutet, weil über die verdrehbare Mitnehmerstange (18) die Weitergabe der Antriebskräfte an die Treiberhülse (19) zu- bei Bedarf aber auch abgeschaltet werden kann. Damit ist es z. B. möglich, daß komplett bestückte Schiffchensektionen einbau- und anschlußfertig dem Stickmaschinenhersteller angeliefert werden können. Auch ist damit der schiffchenseitige Umbau bereits vorhandener Stickmaschinen erheblich vereinfacht. Es ergibt sich eine Art Baukastenprinzip, das gleich gut für 15 Nadelstickmaschinen mit nur einer einzigen Stickstelle pro Farbe und Vielnadelstickmaschinen mit 1000 und mehr gleichzeitig arbeitenden Einzel-Stickstellen geeignet ist 20 PATENTANSPRÜCHE 25 1. Schiffchenstickmaschine, bei der jedes Schiffchen zwischen einem Untertreiber und einem Obertreiber liegt, die von einer Treiberstange getragen sind, über die der Antrieb für die Hin- und Herbewegung der Schiffchen erfolgt, sowie mit einer Schiffchen-Wechseleinrichtung zum Herausführen leerer und Einführen gefüllter Schiffchen, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder einzelnen Stickstelle im Antriebsstrang zur Treiberstange (17) 30 eine Kupplung (23) für das unabhängig beeinflußbare An- bzw. Abschalten der jeweiligen Stickstelle vorgesehen und mit einem beim Stillsetzen der jeweüigen Stickstelle selbsttätig den Faden durchtrennenden Fadenabschneider (31) gekoppelt ist, und daß die stillgesetzten Schiffchen (16) bei offenem Obertreiber (21) durch eine Schiffchen-Wechseleinrichtung (41) auswechselbar sind.
- 2. Stickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Treiberstange (17) in lös barem Eingriff stehende Treiberkupplung (23) drehfest auf einer parallel zur Treiberstange angeordneten, für das Ausrücken bzw. Einrücken der Kupplung über einen Drehknopf (25) von Hand oder über einen Programmträger (28) gesteuert verdrehbaren Mitnehmerstange (18) angeordnet ist, die einen Betätiger für den Fadenabschneider (31) aufweist. 40
- 3. Stickmaschinen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Treiberstange (17) parallel zum Stöckli (11) angeordnet ist und den feststehenden Untertreiber (20), sowie den als durch Verdrehung der Mitnehmerstange (18) verschwenkbare Schranke für das Schiffchen (16) ausgebildeten Obertreiber (21) trägt.
- 4. Stickmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die feststehende Treiberstange (17) mit dem Untertreiber (20) und dem Obertreiber (21) eine mit der Treiberkupplung (23) in lösbarem Eingriff stehende Treiberhülse (19) aufgeschoben ist.
- 5. Stickmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Treiberstange (17) zwischen Trei-50 berhülse (19) und Stöckli (11) eine Druckfeder (24) angeordnet ist.
- 6. Stickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Treiberkupplung (23) mit der Antriebswelle (36) über ein deren Drehbewegung kurz vor jedem einzelnen Schiffchen in eine oszillierende Hin- und Herbewegung umsetzendes Antriebselement verbunden ist. 55
- 7. Stickmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Antriebswelle (36) ein Exzenter (37) mit Pleuelstange (38) angeordnet ist, die über ein Treibritzel (39) einen über dieses geführten Zahnriemen (35) antreibt, der auf seiner Außenseite einen die Treiberkupplung (23) hin- und herbewegenden Mitnehmer (34) trägt. 60
- 8. Stickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (34) als mehrere Einzel-strickstellen überbrückende Schiene ausgebildet ist. -5- AT 394 402 B
- 9. Stickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Programmträger (28) als Stiftwalze ausgebildet ist, deren Stifte am Walzenumfang angeordnet und musterungsgemäß entsprechend den zu schaltenden Stickstellen gesetzt werden können.
- 10. Stickmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Programmträger (28) für jede einzel ne Stickstelle als mit Stiften besetzter Ring ausgebildet ist.
- 11. Stickmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Programmträger (28) durch einen Schrittmotor betätigbar ist. 10
- 12. Stickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum einzelnen, gruppenweise oder satzweise erfolgenden Schiffchenwechsel eine zwischen zwei Schwenkarmen (41) angeordnete, die jeweils vom verschwenkten Obertieiber (25) fieigegebenen Schiffchen anziehende Magnetschiene vorgesehen ist. 15 Hiezu 3 Blatt Zeichnung«!
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