DE729341C - Verfahren zur Herstellung von asymmetrischen Arsenobenzolen der Harnstoffreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von asymmetrischen Arsenobenzolen der Harnstoffreihe

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DE729341C
DE729341C DEI65745D DEI0065745D DE729341C DE 729341 C DE729341 C DE 729341C DE I65745 D DEI65745 D DE I65745D DE I0065745 D DEI0065745 D DE I0065745D DE 729341 C DE729341 C DE 729341C
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DE
Germany
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acid
arsenobenzenes
asymmetric
production
arsenic
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Expired
Application number
DEI65745D
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English (en)
Inventor
Dr Friedrich Hampe
Dr Walter Herrmann
Dr Hubert Oesterlin
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic System
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/70Organo-arsenic compounds
    • C07F9/74Aromatic compounds

Description

  • Verfahren zur Herstellung von asymmetrischen Arsenobenzolen der Harnstoffreihe Es sind bereits asymmetrische Arsenophenoxyessigsäuren bekannt, die- eine primäre Aminogruppe enthalteiL; :diese Verbindungen haben jedoch keine therapeutische Bedeutung erlangt. Andererseits sind eine Reihe von Arsenophenoxyessigs.äureverbindungen bekanntgeworden, -die keine primäre Am-inogruppe enthalten, die aber in der modernen Therapie eine hervorragende Rolle spielen.
  • Es wurde nun gefunden, daß asymmetrische Arsenophenoxyessigsäureverbindungen, die einen Harnstoffrest, also die Gruppe H - C O - N H2, enthalten, sich den bekännten Verbindungen gegenüber durch eine diese noch übertreffende Wirkung gegenüber Spizochäten. und besonders gegenüber Trypanosdmen auszeichnen. - Die wäßrigen Lösungen der Salze der neuen Verbindungen zeichnen sich dadurch aus, daß sie, bei Luftab:schluß aufbewahrt, ihre Toxizität und ihren Heilwert unbegrenzt lange beibehalten.
  • Die neuen Verbindungen lassen sich. in an sich bekannter Weise dadurch herstellen, :daß man Phenoxyessigsäurearsinsäuren oder deren 3wertiges. Arsen enthaltende Derivat; zusammen mit .anderen Arylarsinsäuren, die eine Carbamidgruppe enthalten, oder deren 3wertiges Arsen enthaltende Derivate in die entsprechenden Arsenöbenzole überführt oder daß man symmetrische Arsenophenoxyessigsäuren mit symmetrischen Carbamidoarsenobenzolen umsetzt oder daß man asymmetrische Arsenobenzole, die einen 0xyessigsäurerest und eine an einen Benzolkern gebundene primäre oder sekundäre Aminogruppe enthalten, mit Al.kalicyanaten umsetzt.
  • Die neuen Körper stellen gelbe, in Alkalien leicht lösliche Pulver dar, die beim Erhitzen verkohlen, ohne zu schmelzen. Sie können durch Alkalicarbonate sowie durch organische Basen und Ammoniak in Salze itbergeführt werden, die in Wasser mit neutraler Reaktion löslich sind und beim Erhitzen ebenfalls verkohlen, ohne zu schmelzen. Beispiele i. 27,6g 3-Oxy-4-carbamidobenzol-i-arsinsä ure und 33,3 g 4-Acetylaminobenzol-2-oxyessigsäure-i-arsinsäure werden in 5oo ccni Alkohol durch Zusatz von alkoholischer Salzsäure unter Erwärmen gelöst. Die Lösung wird mit 8o ccm So°/"i.ger unterpliosphoriger Säure und io g Kali.umjodid bei 6o bis 65° reduziert. Das gebildete Arsenobenzol wird durch Eingießen in Wasser gefällt und durch Auflösen in Sodalösung und Fällen mit Alkohol und Äther in das Natriumsalz übergeführt. Ausbeute 43g.
  • 2. 27,6g 3-Oxy-.l.-carbamidobenzol-i-arsinsäure und 33,3g 3 Acetylamino"ben7o1-4-oxyessigsäure-i-arsinsäure werden in 175 ccin 2 n-Natronlauge und iooo ccm Wasser gelöst und mit 3009 Natriumhydrosulfit reduziert. Die abgeschiedene Arsenoverbindung wird mit Nfethylalkohol angerieben, durch Zugabe von heißem Wässer gelöst und durch Einrühren in Aceton oder in Alkohol und Äther gefällt. Ausbeute 36 g.
  • 3. 27,69 3-carbainido-q-oxybenzol-i-arsinsäure und 33,3 g 4-Acetylaininobenzol-2-oxyessigsäure-i-arsinsäure werden gemischt in 42o ccm Eisessig unter Zugabe von 5o g Natriumacetat eingetragen und bei etwa 75' mit 8o ccm 5o°%iger unterphosphoriger Säure und 3o g Kaliumjodid reduziert. Die gebildete Arsenobenzolsäure wird durch Eingießen in Wasser abgeschieden und wie in Beispiel i in das Natriumsalz übergeführt. Ausbeute 41 g.
  • 4.27,6g 3- Carbamido-4-oxybenzol-i-arsinsäure und 33,3.g 3-Acetyl,aminobenzol-4-oxyessigsäure-i-arsinsäurewerden nach den Angaben des Beispiels 3 in Eisessig, bei Gegenwart von '7atriumacetat und Kaliumjodid, mit unterphosphoriger Säure reduziert und zum -Natriumsalz weiterverarbeitet. Ausbeute 43 g.
  • 5a. z7,6 g 2-Oxy-5=carbainidObenzoli-arsinsäure werden mit 33,39 4-Acetylamidobenzol-2-oxyessigsäure-i-arsinsäure oder mit 33,3 g 3-Acetylamino-4-plienöxyessigsäurei-arsinsäure in alkoholischer Salzsäure wie in Beispiel i oder in Eisessig wie in Beispiel 3 mit unterphosphoriger Säure und Jodkalium reduziert . und die abgeschiedenen Arsenob.enzolverbindungen in die Natriumsalze übergeführt. Man erhält 419 bzw. 42 g der entsprechenden Arsenobenzolverbindung.
  • 5b. 26 g 4-Carbamidobenzol-i-arsinsäure oder ;27,4.- 3-Carbamido-4-methylbenzoli-arsinsäurewerden mit 29 g 2-Metliylbenzol-4-oxyess.igsäure-i-arsinsäure den oben beschriebenen Reduktionen unterzogen; man erhält dann 38 g bzw.- 40 g der entsprechenden Arsenobenzolv erbindung.
  • 6. 14 g 4, 4-Diacetyldiaminoarsenobenzol-3, 3'-dioxyessigsäure und 10,1 g 3, 3'-Dioxy-4., 4'-dicarbamidoarsenobenzol werden in ioo ccm Wasser mit Natronlauge in Lösung gebracht. Die Lösung wird unter Luft= abschluß auf 4o bis 5o° erwärmt, bis eine mit Salzsäure gefällte Probe in Natriumbicarbonatlösung klar löslich ist. Nun wird mit der gleichen Menge Methylalkohol verdünnt, mit Essigsäure auf neutral abgestumpft und d..irch Einrühren in Alkohol und :Uher gefällt. Ausbeute 18 g.
  • essig7. 15 g 5-Acetylaminobenzo1-2-oxysäure-i-arsinsäure «-erden in 150 ccm Wasser und der zur Lösung ausreichenden Menge Natronlauge gelöst. Hierzu wird eine alkalische Lösung von 1i g 3-Oxy-4-earbamidobenzol-i-arsin, hergestellt durch Reduktion von 3-Oxy-4-carbamidobenzol-i-arsinsäure mit Zinkstaub, gegeben. Man erwärmt kurz auf dem Dampfbad und fällt durch Ansäuern das asymmetrische Arsenobenzol, das wie die vorhergehenden weiterverarbeitet wird. Ausbeute 2o g. Das gleiche Arsenobenzol kann natürlich auch durch direkte Reduktion der entsprechenden Arsinsäuren erhalten werden.
  • B. 23,3 g 3-Amino-4-oxybenzol-i-arsinsäure und 33,3 'g 3-Acety l.aminobenzol-4-oxyessigsäure-i-arsinsäure werden, am besten unter Anlehnung an das Beispie13, in Essigsäure mit unterphosphoriger Säure zum Arsenobenzol reduziert. Die das gebildete Arsenobenzol enthaltende essigsaure Lösung wird auf i5° abgekühlt und unter Rühren tropfenweise mit einer wäßrigen Lösung von 2o g Kaliumcyanat in 30 ccm Wasser versetzt. Wenn die Umsetzung beendet ist, wird das Reaktionsgemisch in Wasser gegossen und abgesaugt. Man erhält so das Arsenobenzol, das identisch ist mit dem nach Beispiel .t erhaltenen Produkt. Ausbeute 32 g.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. '\-erfahren zur Herstellung von asyminetrischen Arsenobenzolen der Harnstoffreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise Phenoxyessigsäurearsinsäuren oder deren 3wertiges Arsen enthaltende Derivate zusammen mit anderen Arylarsinsäuren, die eine Carbamidogruppe enthalten, oder deren 3wertiges Arsen enthaltenden Derivaten in die entsprechenden- Arsenobenzole überführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man symmetrische Arsenophenbxyessigsäumen mit symmetrischen Carbamidoarsenobenzol.en umsetzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man asymmetrische Arsenobenzole, die einen Oxyessigsäurerest und eine an einen Benzölkern gebun dene primäre oder sekundäre Aminogruppe enthalten, mit Alkalicyanaten umsetzt.
DEI65745D 1939-10-06 1939-10-07 Verfahren zur Herstellung von asymmetrischen Arsenobenzolen der Harnstoffreihe Expired DE729341C (de)

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