DE936334C - Verfahren zur Herstellung als Arzneimittel verwendbarer Aldehydderivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung als Arzneimittel verwendbarer Aldehydderivate

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DE936334C
DE936334C DEH16140A DEH0016140A DE936334C DE 936334 C DE936334 C DE 936334C DE H16140 A DEH16140 A DE H16140A DE H0016140 A DEH0016140 A DE H0016140A DE 936334 C DE936334 C DE 936334C
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DE
Germany
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methionine
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water
solution
aldehyde derivatives
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Expired
Application number
DEH16140A
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English (en)
Inventor
Gottfried Dr-Ing Schaeppi
Hans Dr Med Somogyi
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Hamol A -G
Original Assignee
Hamol A -G
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/44Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing at least one carboxylic group or a thio analogue, or a derivative thereof, and a nitrogen atom attached to the same carbon skeleton by a single or double bond, this nitrogen atom not being a member of a derivative or of a thio analogue of a carboxylic group, e.g. amino-carboxylic acids

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Description

  • Verfahren zur Herstellung als Arzneimittel verwendbarer Aldehydderivate Es wurde die überraschende Beobachtung gemacht, daß Kondensationsprodukte aus Methionin und Aldehyden sowie die Salze dieser Verbindungen eine bedeutende bakterizide und bakteriostatische Wirkung aufweisen.
  • Bakteriologische Versuche ergaben, daß das Formaldehydderivat des Methionins eine sehr starke Hemmung des Wachstums bei einer großen Anzahl von gram-positiven und gram-negativen Bakterien zur Folge hat, während z. B. Formaldehyd und Methionin für sich allein in den Konzentrationen, in welchen sie im neuen Aldehydderivat enthalten sind, noch keine Wirkung aufweisen.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung solcher Aldehydderivate, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man Methionin in alkalischer Lösung mit Aldehyden umsetzt.
  • Zur Durchführung dieser Umsetzung ist die Anwesenheit äquivalenter Mengen an Basen nicht nö-cig, es genügt, wenn das an sich saure Reaktionsgemisch so weit alkalisiert wird, daß sein pH-Wert mindestens 7 beträgt.
  • Als Basen können z. B. Metallhydroxyde verwendet werden, wobei diejenigen der Alkalien mit den entstandenen Al dehydderivaten in Wasser leichtlösliche Salze, diejenigen der Erdalkalien schwerlösliche Salze bilden.
  • Diese Salze sind farblose Pulver und weisen eine beträchtliche Stabilität auf. Die nach Entfernung der Basen erhaltenen freien Aldehydderivate bilden farblose Kristalle, die leicht wasserlöslich sind und sich leicht wieder in Methionin und den betreffenden Aldehyd spalten.
  • Die neuen Verbindungen, wie auch deren Salze sollen als Arzneimittel verwendet werden.
  • Beispiel i.
  • io Teile Methionin, suspendiert in ioo TeilenWasser, werden durch Zugabe von 7 Teilen io°/oiger Natronlauge unter Erwärmen auf 5o bis 6o° in Lösung gebracht. Dann gibt man bei dieser Temperatur unter Rühren 5,5 Teile 40 Volumprozent Formaldehyd-Lösung zu und läßt unter Rühren auf Zimmertemperatur abkühlen.
  • Die erhaltene klare Lösung filtriert man anschließend zur Entfernung der Natrium-Ionen durch eine mit einem Kationenaustauschharz beschickte Säule und engt das Filtrat im Vakuum weitgehend ein. Dann versetzt man mit Alkohol, filtriert von eventuell abgeschiedenem Methionin ab, engt das Filtrat erneut ein und isoliert das N-Oxymethyl-methionin durch Ausfällung mit Aceton. Es bildet nach Umkristallisieren aus wäßrigem Aceton farblose Kristalle, die in Wasser leicht löslich sind.
  • Verwendet man in obigem Beispiel zur Alkalisierung 13,5 Teile 2o°/oiger Natronlauge (= i Äquivalent), so erhält man ein Reaktionsgemisch, aus welchem durch Eindampfen im Vakuum direkt das Natrium-Salz des N-Oxymethyl-methionins gewonnen werden kann. Dieses stellt ein farbloses Pulver dar, das in Wasser mit alkalischer Reaktion sehr leicht löslich ist.
  • Beispiel 2 io Teile Methionin werden in 5o Teilen Wasser suspendiert und durch Zugabe von 39 Teilen einer warmen i5°/oigen Bariumhydroxyd-Lösung in Lösung gebracht, nötigenfalls wird von abgeschiedenem Bariumcarbonat abfiltriert. Zu der klaren Lösung läßt man unter Rühren 5,5 Teile 4ovolumprozentige Formaldehyd-Lösung tropfen und rührt anschließend 3 Stunden bei Zimmertemperatur. Schon nach etwa der Hälfte der Formaldehyd-Zugabe beginnt das Bariumsalz des N-Oxymethyl-methionins sich als voluminöser Niederschlag abzuszheiden; es kann durch Abnutschen und Waschen mit Wasser leicht als farblose, in Wasser schwerlösliche Kristalle erhalten werden. Zur Isolierung des freien N-Oxymethyl-methionins wird die oben erhaltene Suspension des Bariumsalzes tropfenweise mit verdünnter Schwefelsäure versetzt, bis keine weitere Fällung mehr entsteht; dann filtriert man vom abgeschiedenen Bariumsulfat ab und gewinnt das N-Oxymethyl-methionin aus dem Filtrat durch Einengen und Behandlung mit Alkohol und Aceton wie in Beispiel i beschrieben.
  • Beispiel 3 In eilte Suspension von io Teilen Methionin in 8o Teilen Wasser trägt man unter Rühren 2,8 Teile festes Calciumhydroxyd ein; eventuell vorhandene Verunreinigungen werden aus der entstandenen Lösung durch Filtration entfernt. Man läßt nun unter Rühren 5,5 Teile 4ovolumprozentige Formaldehyd-Lösung dazutropfen, wobei sich sehr bald das Calciumsalz des N-Oxymethyl-methionins abscheidet, und rührt anschließend 3 Stunden bei Zimmertemperatur.
  • Aus der entstandenen Suspension läßt sich durch Abnutschen und Waschen mit Alkohol leicht das Calciumsalz des N-Oxymethyl-iriethionins als farbloses, in Wasser nur wenig lösliches Pulver erhalten.
  • Zur Gewinnung des freien N-Oxymethyl-methionins leitet man in obige Suspension Kohlendioxyd bis zur Sättigung ein, filtriert vom abgeschiedenen Calciumcarbonat ab und behandelt das Filtrat wie in Beispiel i und 2 beschrieben.
  • Beispiel 4 Zu einer wie in Beispiel 3 hergestellten Lösung von Calciummethioninat läßt man unter Rühren 7,1 Teile Benzaldehyd tropfen, wobei das Reaktionsprodukt sehr rasch als voluminöser Niederschlag ausfällt. Das nach Abnutschen und Waschen mit Wasser und Alkohol erhaltene Benzaldehydderivat des Calciummethioninats ist ein farbloses Pulver, das bei 14o° unter Zersetzung schmilzt. Es ist in Wasser, Alkohol und den organischen Lösungsmitteln nur wenig löslich.
  • Auf analoge Weise erhält man bei Anwendung von 9,1 Teilen Anisaldehyd in quantitativer Ausbeute das Anisaldehydderivat des Calciummethioninats als farbloses Pulver vom Schmelzpunkt i35° (Zersetzung). Beispiel 5 io Teile Methionin und io,5 Teile Calciumlactat werden in 15o Teilen Wasser suspendiert und durch Erwärmen auf 45 bis 5o° in Lösung gebracht. Dann gibt man verdiinnte Natronlauge zu, bis ein pH-Wert von 8 erreicht ist und tropft anschließend unter Rühren eine Lösung von io Teilen 5-Nitrofurfurol in 15 Teilen- Alkohol zu. Das ausfallende 5-Nitrofurfurolderivat des Calciummethioninats wird abgenutscht und mit Wasser und Alkohol gewaschen. Die Verbindung zeigt keinen definierten Schmelzpunkt und ist in den üblichen Lösungsmitteln schwer löslich.
  • Das auf analoge Weise hergestellte Furfurolderivat des Calciummethioninats schmilzt bei i52°.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung als Arzneimittel verwendbarer Aldehydderivate, dadurch gekennzeichnet, daß man Methionin in alkalischer Lösung mit Aldehyden umsetzt und gewünschtenfalls aus dem entstandenen Salz das Methionin Aldehyd-Darivat in Freiheit setzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als alkalisierendes Mittel Metallhydroxyde, vorzugsweise Alkali- oder Erdalkalihydroxyde verwendet.
DEH16140A 1952-07-05 1953-04-21 Verfahren zur Herstellung als Arzneimittel verwendbarer Aldehydderivate Expired DE936334C (de)

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