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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Luftreifen, spezieller einen
Notlaufreifen mit einem verbesserten Reifenprofil, das in der Lage
ist, die Notlaufleistung des Reifens zu verbessern ohne die Fahrleistung
unter normalen Bedingungen preiszugeben.
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Seit
kurzem gibt es eine starke Nachfrage nach Notlaufreifen, die in
der Lage sind, sicher über
eine bestimmte Strecke mit einer normalen Geschwindigkeit, zum Beispiel
mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h über eine Strecke von mindestens
80 km, zu fahren.
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Bisher
wurde verbreitet vorgeschlagen, eine Verstärkungs-Gummischicht in jedem
Seitenwandabschnitt eines Luftreifens des herkömmlichen Typs als ein Mittel
zur Bereitstellung der Fähigkeit
unter platten Bedingungen zu fahren, vorzusehen. Solche Reifen sind
zum Beispiel in den offengelegten Japanischen Patentanmeldungen
JP-A-53-18104, JP-A-1030809, die dem Oberbegriff von Anspruch 1
entspricht, und JP-A-2-281289 offenbart.
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Bei
solchen Reifen ist es jedoch schwierig, die oben genannten Anforderungen
von mindestens 80 km Strecke mit 80 km/h zu erfüllen, weil die Dicke, das Volumen
und das Gewicht der Seitenwand-Verstärkungsschicht unvermeidlich
ansteigen. Auch ist die Reifenleistung unter normal aufgepumpten
Bedingungen schlecht, wenn eine so große Masse an Seitenwand-Verstärkungsgummi
verwendet wird. Zum Beispiel steigen das Reifengewicht und der Rollwiderstand
an und der Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs wird erhöht, der Fahrkomfort
ist nicht gut, und darüber
hinaus kann leicht eine Ablösung
der Gürtelkanten
auftreten, wodurch die Haltbarkeit verringert wird.
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Es
ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Notlaufreifen
bereitzustellen, bei welchem die Notlaufleistung verbessert ist
und gleichzeitig die oben genannten Probleme gelöst werden können.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Notlaufreifen einen
Laufstreifenabschnitt, ein Paar Seitenwandabschnitte, ein Paar Wulstabschnitte
mit jeweils einem Wulstkern darin, eine Karkasse, die eine Karkasslage
umfasst, die sich zwischen den Wulstabschnitten erstreckt, und eine
Seitenwand-Verstärkungsschicht,
die axial innerhalb der Karkasslage in jedem der Seitenwandabschnitte
angeordnet ist, und hat in einem normal aufgepumpten, unbelasteten
Zustand eine Profillinie von einem Reifenäquatorpunkt im Laufstreifenabschnitt
zu einem Punkt maximaler Reifenquerschnittsbreite in jedem Seitenwandabschnitt,
welche im Wesentlichen entlang einer Evolventenkurve so gekrümmt ist,
dass sie einen Krümmungsradius
aufweist, der kontinuierlich vom Reifenäquatorpunkt in Richtung des
Seitenwandabschnitts abnimmt, wobei der Grundkreis der Evolventenkurve
eine Ellipse ist, deren Hauptachse sich in der radialen Richtung
des Reifens erstreckt, und der radiale Abstand zwischen dem Reifenäquatorpunkt
und dem Punkt der maximalen Reifenquerschnittsbreite mehr als 34
% aber weniger als 50 % der Reifenquerschnittshöhe beträgt.
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Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird nun im Detail beispielhaft in Verbindung
mit den beiliegenden Zeichnungen beschrieben:
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1 ist
eine Querschnittsansicht eines Notlaufreifens gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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2 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
des Gürtels
desselben;
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3 ist
eine schematische Querschnittsansicht des Reifens zur Erläuterung
der Profillinie des Reifens;
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4 ist
ein Diagramm zur Erläuterung
einer Evolventenkurve, welche die Profillinie definiert;
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5 ist
eine schematische Querschnittsansicht des Notlaufreifens unter einer
nicht aufgepumpten oder platten Bedingung, die wiedergegeben wird,
indem der Ventileinsatz des Reifens entfernt und er mit einer Standardlast
belastet wird;
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6(A) ist eine schematische Querschnittsansicht
eines herkömmlichen
Reifens in seinem normalen Zustand;
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6(B) ist eine schematische Querschnittsansicht
des herkömmlichen
Reifens unter einer Notlaufbedingung, die auf dem gleichen Weg wiedergegeben
wird wie in 5;
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7 ist
eine Graphik, in welcher die Testergebnisse dargestellt sind; und
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8(A) und 8(B) zeigen
axiale Verteilungen der Umfangsspannung eines Breakers.
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In
den 1-5 umfasst ein Notlaufreifen
gemäß der vorliegenden
Erfindung einen Laufstreifenabschnitt 2, ein Paar Seitenwandabschnitte 3,
ein Paar Wulstabschnitte 4 und mit einem Wulstkern 5 darin, eine
Karkasse 6, die sich zwischen den Wulstabschnitten 4 erstreckt,
und einen Gürtel 7, 9,
der radial außerhalb
der Karkasse 6 in dem Laufstreifenabschnitt 2 angeordnet
ist.
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Bei
dieser Ausführungsform
ist der Reifen für
Personenkraftwagen, und 1 zeigt einen Meridianquerschnitt
des Reifens, welcher auf eine Standardfelge J aufgezogen und auf
einen Standarddruck aufgepumpt aber nicht mit einer Reifenlast belastet
ist (hierin im Folgenden normal aufgepumpter, unbelasteter Zustand).
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Hier
ist die Standardfelge die „Standard
Rim" (Standardfelge),
die spezifiziert ist in JATMA, die „Measuring Rim" (Messfelge) in ETRTO,
die „Design
Rim" (Konstruktionsfelge)
in TRA und dergleichen. Der Standarddruck ist der „Maximum
Air Pressure" (Maximalluftdruck)
in JATMA, der „Inflation
Pressure" (Fülldruck)
in ETRTO, der maximale Druck, der in der Tabelle „Tyre Load
Limits at Various Cold Inflation Pressures" (Reifenlastgrenzen bei unterschiedlichen
Fülldrücken in
kaltem Zustand) in TRA angegeben ist, oder dergleichen. Es werden
jedoch im Allgemeinen, wenn der Reifen für Personenkraftwagen ist, 180
kPa als der Standarddruck verwendet. Die Standardlast ist die „Maximum
Load Capacity" (maximale
Lasttragfähigkeit)
in JATMA, die „Load
Capacity" (Lasttragfähigkeit)
in ETRTO, der Maximalwert, der in der oben genannten Tabelle in TRA
angegeben ist, oder dergleichen.
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Die
Karkasse 6 umfasst mindestens eine Karkasslage 6A,
die sich zwischen den Wulstabschnitten 4 durch den Laufstreifenabschnitt 2 und
die Seitenwandabschnitte 3 erstreckt und um den Wulstkern 5 herum von der
axialen Innenseite zur Außenseite
des Reifens umgeschlagen ist, um ein Paar Umschlagabschnitte 6b und
einen Hauptabschnitt 6a zu bilden. Die Karkasslage 6A ist
aus organischen Faserkorden, z. B. Nylon, Polyester, Rayon, aromatischem
Polyamid oder dergleichen zusammengesetzt, die radial unter einem
Winkel von 70 bis 90 Grad in Bezug zum Reifenäquator C angeordnet und mit
einem Gummierungskautschuk gummiert sind. In dieser Ausführungsform
ist die Karkasse 6 aus einer Lage 6A von Korden
zusammengesetzt, die radial unter 90 Grad angeordnet sind.
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Zwischen
dem Umschlagabschnitt 6b und Hauptabschnitt 6a ist
in jedem der Wulstabschnitte 4 ein Wulstkernreiter 8 angeordnet,
um die Biegesteifigkeit zu verbessern. Der Wulstkernreiter 8 ist
aus Hartgummi hergestellt und weist eine Gestalt auf, die sich vom
Wulstkern 5 radial nach außen verjüngt und erstreckt.
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Der
oben genannte Karkasslagen-Umschlagabschnitt 6b erstreckt
sich radial nach außen
bis über
das radial äußere Ende
des Wulstkernreiters 8 hinaus.
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Des
Weiteren ist in jedem der Seitenwandabschnitte 3 eine Seitenwand-Verstärkungsschicht 10 axial innerhalb
der Karkasse 6 angeordnet, um die Biegesteifigkeit zu erhöhen. Diese
Schicht 10 ist aus Gummi hergestellt und weist eine sichelförmige Gestalt
auf, die sich radial nach außen
und innen verjüngt.
Die maximale Dicke liegt nahe dem Punkt D maximaler Reifenquerschnittsbreite
vor. Wie es in 1 gezeigt ist, überlappt das
radial innere Ende 10B der Seitenwand-Verstärkungsschicht 10 das
radial äußere Ende
des Wulstkernreiter-Gummis 8. Um diese Seitenwand-Verstärkungsgummischicht 10 zu
unterstützen,
kann eine Verstärkungsschicht
vorgesehen sein, die aus gummierten Korden hergestellt ist. Darü berhinaus
kann als Seitenwand-Verstärkungsschicht 10 eine
Verstärkungs-Kordschicht
anstatt der Gummischicht verwendet werden.
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Der
oben genannte Breaker 7 umfasst mindestens zwei gekreuzte
Lagen paralleler Korde, die unter einem Winkel von 10 bis 35 Grad
in Bezug zum Reifenäquator
gelegt sind. Für
die Breakerkorde können
Stahlkorde und hochmodulige organische Faserkorde, wie etwa Aramid,
Rayon oder dergleichen verwendet werden. In dieser Ausführungsform
ist der Breaker aus einer radial inneren ersten Lage 7A und
einer radial äußeren zweiten
Lage 7B zusammengesetzt, die jeweils aus Stahlkorden hergestellt
sind.
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Inzwischen
ist eine Ursache für
das Platzen des Reifens während
des Notlaufs die Ablösung
der Gürtelkante,
nämlich
eine Trennung von Gürtelkorden
von dem umgebenden Gummi. Somit ist es sehr wichtig für die Verbesserung
der Notlaufleistung, die Ablösung
der Gürtelkanten
zu kontrollieren.
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Im
Allgemeinen wechselt die Verteilung der Umfangsspannung des Breakers,
wie es in 8(A) und 8(B) gezeigt
ist, stark zwischen der Bodenberührungsfläche (8(B)) und anderen Stellen (8(A)), und
es tritt eine verhältnismäßig große Scherspannung
zwischen den gekreuzten Lagen in den Breakerkanten auf. Hierdurch
wird die Ablösung
der Gürtelkanten
verursacht.
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Bei
der vorliegenden Erfindung ist zuerst die radial äußere Breakerlage 7B in
die Seitenwandabschnitte 3 hinein bis über die Enden der radial inneren
Breakerlage 7A hinaus verlängert. Deshalb sind die Enden der
inneren Breakerlage 7A durch die äußere Breakerlage 7B bedeckt,
und es kann ein Auftreten einer Gürtellagenlösung von dort aus verhindert
werden. Bevorzugt beträgt
der axiale Abstand S1 zwischen den Lagenenden nicht weniger als
5 mm, mit anderen Worten, die Differenz BW2-BW1 zwischen der axialen
Breite BW2 der radial äußeren Breakerlage 7B und
der axialen Breite BW1 der radial inneren Breakerlage 7A beträgt nicht weniger
als 10 mm.
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Des
weiteren überlappt
in diesem Beispiel das axiale Ende 7e des Breakers 7 den
oben genannten Karkasslagen-Umschlagabschnitt 6b, welcher
sich in den Laufstreifenabschnitt 2 hinein erstreckt, und
das radial äußere Ende 6e der
Umschlagabschnitte ist zwischen dem Breaker 7 und dem Karkassenhauptabschnitt 6a befestigt.
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Die Überlappung
EW des Karkassenumschlagabschnitts und des Breakers, gemessen in
der axialen Richtung des Reifens, beträgt mehr als 5 mm, bevorzugt
mehr als 10 mm, liegt stärker
bevorzugt im Bereich von 15 bis 25 mm.
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Deshalb
kann der Seitenwandabschnitt 3 durch die minimale Anzahl
der Karkasslagen wirksam verstärkt
werden, was auch dabei hilft, die Dicke oder das Gewicht der Seitenwand-Verstärkungsschicht 10 zu verringern.
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Darüber hinaus
ist in diesem Beispiel ein Band oder eine Bandage 9, welche
eine oder zwei, bevorzugt eine Kordlage umfasst, radial außerhalb
des Breakers 7 angeordnet. Die axiale Breite BW3 des Bandes 9 ist so
festgelegt, dass sie größer als
die Breite BW2 der breitesten Breakerlage 7B ist, so dass
die Enden der breitesten Breakerlage 7B durch das Band 9 bedeckt
sind, um weiter das Auftreten einer Gürtelkantenablösung an
diesen Enden zu verhindern. Die axiale Differenz S2 zwischen den
Enden des Bandes 9 und der breitesten Breakerlage 7B beträgt bevorzugt
nicht weniger als 10 mm. In dieser Ausführungsform ist das Band 9 gebildet,
indem ein Gummiband, in welchem ein einzelner Kord oder parallele Korde
entlang der Länge
desselben eingebettet sind, spiralförmig gewickelt wird. Entsprechend
ist das Band 9 aus einem oder mehreren Spiralkorden gebildet.
Es ist auch möglich,
das Band zu bilden, indem ein Streifen voller Breite aus gummierten parallelen
Korden gewickelt wird. Für
die Bandkorde können
organische Faserkorde, z. B. Aramid, Nylon, Polyester, Rayon und
dergleichen und Stahlkorde verwendet werden. In dieser Ausführungsform
werden zwei parallele Aramidkorde verwendet. In jedem Fall sind
der Bandkord oder die Korde oder Wicklungen im Wesentlichen parallel
zur Umfangsrichtung des Reifens angeordnet.
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Das
Gürtelende,
in diesem Beispiel das Bandende, überlappt das radial äußere Ende 10A der
oben genannten Seitenwand-Verstärkungsschicht 10.
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In
jedem Reifenschulterbereich ist ein Gummistreifen 13 mit
einer Dicke von weniger als 1,5 mm zwischen dem Breaker 7 und
dem Band 9 angeordnet. Jeder Gummistreifen 13 erstreckt
sich von der axialen Innenseite zu der axialen Außenseite
des Breakerendes 7e. Die axiale Breite GW desselben ist
bevorzugt im Bereich von 8 bis 30 % der Reifenquerschnittsbreite
SW festgelegt. Im Fall von Personenkraftwagenreifen beträgt die Breite
GW mehr als 20 mm, bevorzugt mehr als 30 mm, in diesem Beispiel
50 mm. Dadurch wird eine Scherspannung zwischen dem Band 9 und
dem Breaker 7 gemildert und ein Lagentrennungsfehler wird
weiter verhindert.
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In
einem Meridianabschnitt des Reifens ist die Profillinie des Reifens
unter einem normal aufgepumpten, unbelasteten Zustand, wie er in 3 und 4 gezeigt
ist, symmetrisch zu Reifenäquator
C, und eine Profillinie 2e auf jeder Seite des Reifenäquators
C, die so definiert ist, dass sie sich vom Reifenäquatorpunkt P
im dem Laufstreifenabschnitt 2 zum Punkt D der maximalen
Reifenquerschnittsbreite im Seitenwandabschnitt 3 erstreckt,
ist als eine Evolventenkurve G gebildet, um so den Krümmungsradius
derselben allmählich
und kontinuierlich vom Reifenäquatorpunkt
P in Richtung des Seitenwandabschnitts zu verringern.
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Übrigens
ist eine Evolventenkurve die Ortskurve, die durch ein Ende eines
Fadens mit festgelegter Länge
beschrieben ist, dessen anderes Ende am Ursprung fixiert ist, wenn
der Faden ohne Durchhang um einen Grundkreis herum gewickelt wird.
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In
dieser Ausführungsform
ist der Grundkreis eine Ellipse V.
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Wenn
ein x-y-Koordinatensystem, wie es in
4 gezeigt
ist, definiert ist, lautet die Ellipsenfunktion der Ellipse V
wobei 0 < a < b.
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In
diesem x-y-Koordinatensystem liegt die y-Achse auf dem Reifenäquator und
die x-Achse liegt auf einer axialen Linie und der Ursprung O liegt
einen Abstand B radial innerhalb des Reifenäquatorpunktes P. Entsprechend
erstreckt sich die Nebenachse (Länge
= aX2) der Ellipse V auf der x-Achse, und die Hauptachse (Länge = bX2)
derselben erstreckt sich in der radialen Richtung, und die Koordinaten
des Äquatorpunktes
P sind (O, B).
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Der
radiale Abstand (h) zwischen dem Äquatorpunkt P und Punkt D maximaler
Breite ist im Bereich von mehr als 34 % aber weniger als 50 % der Reifenquerschnittshöhe H festgelegt.
Die Länge
der Nebenachse (aX2) der Ellipse V ist im Bereich von 53 bis 89
% der Reifenquerschnittsbreite SW festgelegt. Und in diesem Beispiel
ist die Länge
der Hauptachse (bX2) gleich der Länge in der (radialen) Richtung
der y-Achse zwischen dem Ursprung O und dem Punkt D maximaler Breite.
Entsprechend ist b = B – h.
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Wenn
der Abstand h 34 % oder weniger beträgt, verschlechtern sich der
Fahrkomfort und die Gewichtsverringerung. Wenn der Abstand h 50
% oder mehr beträgt
steigt der Sturzdruck an und die Schwimmleistung verschlechtert
sich.
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Da
der Laufstreifenabschnitt 2 verhältnismäßig rund ist, steigt sein Einfluß auf die
vertikale Federkonstante des Reifens unter dem normalen Zustand
an. Im Ergebnis ist die vertikale Federkonstante verringert, um
den Fahrkomfort zu verbessern. Des Weiteren wird die Länge entlang
der Profillinie 2e vom Reifenäquatorpunkt P zum Punkt D maximaler
Breite kürzer
als die von herkömmlichen
Reifen. Besonders der Seitenwandabschnitt wird kurz. Im Ergebnis
nimmt das Gummivolumen ab und das Reifengewicht ist verringert.
Des Weiteren wird die Verteilung des Bodendrucks ausgeglichen.
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Die
Koordinaten (X, Y) eines Punktes (A) auf der Profillinie
2e können wie
folgt als eine Funktion von x ausgedrückt werden.
wobei
s(x) ergibt eine Länge, gemessen
entlang der Ellipse V vom Ursprung O zu einem Punkt F(x, y).
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R(x)
ergibt den Krümmungsradius
der Profillinie 2e.
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Wie
es oben erläutert
ist, ist die Profillinie 2e, das heißt die Kontur der Außenseite
des Reifens, durch eine Evolventenkurve definiert. Bei der vorliegenden
Erfindung ist die Kontur der Innenseite des Reifens des Weiteren
auch wie folgt definiert.
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Wie
es in 5 gezeigt ist, ist die Innenseite des Reifens,
wenn der Reifen auf die oben genannte Standard-Radfelge J aufgezogen,
mit der Standardlast belastet ist und die Luft durch Entfernen des
Ventileinsatzes abgelassen ist (hierin im Folgenden platter Zustand),
so gekrümmt,
dass eine radiale Linie T, die an einer axialen Position vorbeiläuft, die
der Breite der Standard-Radfelge J entspricht, die Innenseite des
Reifens an einem radial inneren Punkt C1 und einem radial äußeren Punkt
C2 zweimal schneidet, und das Verhältnis L/N des Abstandes L zwischen
den beiden Punkten C1 und C2 und des axialen Abstandes N von der
radialen Linie T zum axial äußersten
Punkt Q an der Innenseite des Reifens mehr als 0,95 aber weniger
als 3,0, bevorzugt zwischen 1,0 und 2,0 beträgt.
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Wenn
das Verhältnis
(L/N) 0,95 oder weniger beträgt,
tritt auf der Innenseite des Seitenwandabschnitts eine große Spannung
auf, und dieser Abschnitt kann leicht beschädigt werden. Wenn das Verhältnis (L/N)
3,0 oder mehr beträgt,
verschlechtert sich der Fahrkomfort und somit kann leicht das Reifengewicht
ansteigen.
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In
dieser Ausführungsform
ist des Weiteren, um ein Abspringen des Wulstes von der Radfelge
zu verhindern, die äußere Oberfläche eines
unteren Seitenwandabschnitts radial innerhalb des Punktes D der
maximalen Breite mit einer axial hervorstehenden Rippe 12 versehen,
um so das Horn Jf der Standardfelge J zu überkragen.
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* Vergleichstests
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Es
wurden Testreifen der Größe 185/55R14
mit den in Tabelle 1 gezeigten Spezifikationen hergestellt und auf
Notlaufleistung, Reifengewicht, Fahrkomfort, Lenkstabilität und Haltbarkeit
untersucht.
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* Test der Notlaufleistung
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Die
Testreifen wurden auf alle vier Räder eines Japanischen, frontgetriebenen
Personenkraftwagens aufgezogen, die Ventileinsätze wurden entfernt, und dann
wurde der Testkraftwagen auf einem Testrundkurs gefahren, um die
fahrbare Strecke zu messen.
Fahrgeschwindigkeit: 80 km/h (geradeaus),
60 km/h (in Kurven)
Reifenlast: 300 kgf
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Die
gemessene fahrbare Strecke in Tabelle 1 durch einen Index angegeben,
der darauf basiert, dass Ref. 5 bei 100 liegt. Je größer der
Index ist, umso besser ist die Leistung.
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* Reifengewicht
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Das
Reifengewicht ist in Tabelle 1 durch einen Index angegeben, der
darauf basiert, dass Ref. 5 bei 100 liegt.
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* Test des Fahrkomforts
und der Lenkstabilität
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Die
Testreifen wurden auf alle vier Räder eines Japanischen, frontgetriebenen
Personenkraftwagens aufgezogen, und der Testkraftwagen wurde auf
verschiedenartigen Straßenoberflächen unter
dem normalen Zustand, aufgepumpt auf den Standard-Innendruck, gefahren,
und der Fahrkomfort und die Lenkstabilität wurden nach dem Gefühl des Fahrers
ermittelt. Die Ergebnisse sind durch einen Index angegeben, der
darauf basiert, das Ref. 5 bei 100 liegt. Je größer der Index ist, um so besser
ist die Leistung.
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* Haltbarkeitstest
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Unter
Verwendung einer Reifentesttrommel mit einem Durchmesser von 1,7
m wurde der Testreifen kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit
von 80 km/h laufen gelassen, um die fahrbare Zeit zu ermitteln,
bis eine Gürtel-kantenlösung verursacht
wurde. Die verwendete Radfelge war die Stand-ardfelge und der Reifendruck
war der Standarddruck. Die Reifenlast wurde jedoch auf 140 % der
Standardlast erhöht.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 durch einen Index angegeben. Je
größer der
Index ist, um so besser ist die Haltbarkeit.
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Durch
die Testergebnisse wurde bestätigt,
dass die Notlaufleistung, der Widerstand gegen Gürtelkantenlösung und dergleichen der Beispielreifen
gemäß der vorliegenden
Erfindung verbessert waren, ohne das Reifengewicht stark zu vergrößern, obwohl
die Reifen mit einer Standard-Radfelge verwendet werden konnten.
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6(A) zeigt den normalen Zustand von Ref. 5. 6(B) zeigt einen Zustand von Ref. 5, von welchem
der Reifenventileinsatz entfernt war.
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7 ist
eine Graphik, in welcher das Verhältnis (L/N) und das Verhältnis (h/H)
der Testreifen dargestellt sind, wobei die Gewichtsverringerung
um so besser ist, je größer das
Verhältnis
(h/H) ist, die Lenkstabilität
um so besser ist, je kleiner das Verhältnis (h/H) ist, der Fahrkomfort
um so besser ist, je kleiner das Verhältnis (L/N) ist und die Notlaufleistung
um so besser ist, je größer das
Verhältnis
(L/N) ist.
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Wie
es oben beschrieben ist, kann im Notlaufreifen gemäß der vorliegenden
Erfindung, wegen der vervielfachenden Wirkung des spezifischen Reifenprofils
und der verringerten Seitenwand-Verstärkungsschicht die Notlaufleistung
wirksam verbessert werden, ohne dass die Reifenleistungen unter
normalen Bedingungen geopfert werden.
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Die
vorliegende Erfindung kann passend auf Luftreifen für Personenkraftwagen
angewendet werden, aber es ist auch möglich, sie auf Reifen anderer
Kategorien, wie etwa RV, LT und dergleichen anzuwenden.
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Es
ist nicht immer notwendig, dass die Profillinie 2e komplett
oder streng mit der Evolventenkurve G zusammenfällt. Ein Grad an Toleranz ist
natürlich
zulässig.
Deshalb kann innerhalb des zulässigen
Toleranzbereichs eine der Evolventenkurve G angenäherte Mehrradius-Kurve
verwendet werden.