DE660388C - Selbsttaetig wirkende Bahnsignalanlage fuer Schienenstrecken - Google Patents
Selbsttaetig wirkende Bahnsignalanlage fuer SchienenstreckenInfo
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- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L3/00—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
- B61L3/16—Continuous control along the route
- B61L3/22—Continuous control along the route using magnetic or electrostatic induction; using electromagnetic radiation
- B61L3/221—Continuous control along the route using magnetic or electrostatic induction; using electromagnetic radiation using track circuits
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Description
Die Erfindung betrifft eine selbsttätig wirkende Bahnsignalanlage für Schienenstrecken,
die in Blockabschnitte geteilt sind, denen ein Bahnsignalstrom zugeleitet wird, wobei in
den Führerständen der Fahrzeuge ein Paar von Signalen vorgesehen ist, von denen das
eine auf Zufuhr von Strom von der Schienenstrecke anspricht, während das andere beim
Ausbleiben dieser Stromzufuhr anspricht.
Es ist bei Bahnsignalanlagen bekannt, die Schienenstrecken mit einem entsprechend
einem Schlüsselsystem veränderlichen Strom von drei Frequenzen, nämlich von 180, 120
und 80 Schwingungen je Minute zu versorgen.
Bei dieser Bahnsignalanlage sind am Führerstand Steuerrelais vorgesehen, welche auf
diese Frequenzen ansprechen, und zwar spricht jedes Steuerrelais auf den absatzweisen Betrieb
eines Hauptrelais derartig an, daß die Stromzufuhr zu einer Anzeigevorrichtung bei
dem unterbrochenen Betrieb des Hauptrelais ununterbrochen andauert. Es werden daher
bei der bekannten Bahnsignalanlage Dauersignale hervorgerufen.
Die Erfindung besteht darin, daß durch eine taktmäßige Unterbrechung der Stromzufuhr
infolge von Verkehrsverhältnissen eine dritte Signalanzeige eingeleitet wird, die
in einem abwechselnden Betrieb der Führerstandsignale des genannten Paares zum Ausdruck
kommt. Hierdurch ist der Vorteil erzielt, daß ein leicht erkennbares Flackersignal
geschaffen ist, dessen Frequenz durch die taktmäßige Unterbrechung des Schienenstreckenstromes
gegeben ist.
Es ist auch bei Bahnsignalanlagen bekannt, die vordere Fahrzeugachse mit der nächstfolgenden
durch elektrische Leiter geringen Widerstandes zu verbinden, die zugleich die Niederspannungswicklung von Transformatoren
bilden. Mit Hilfe dieser Einrichtung werden ebenfalls nur Dauersignale auf den Zug übertragen. Bei der bekannten Einrichtung
wird ferner durch das dort vorgesehene Steuerrelais ein Solenoid gesteuert, durch
welches die Betätigung der Fahrzeugbremsen bewirkt wird. Dieses Solenoid wird gewöhnlich
durch einen Kontakt des Steuerrelais unwirksam gehalten.
Die Signalanlage nach der Erfindung ist zweckmäßig derartig ausgebildet, daß das
Steuerrelais in an sich bekannter Weise auch die Erregung eines Solenoids steuert, durch
welches die Fahrzeugbremsen in Tätigkeit gesetzt werden, und daß ein Rückstellknopf
vorgesehen ist, um das Solenoid unwirksam zu machen, während das fortgesetzte abwechselnde
Arbeiten der Signale durch den Rück-
stellknopf nicht behindert wird. Ferner ist die Signalanlage nach der Erfindung zweckmäßig
derartig ausgebildet, daß das Solenoid zur Betätigung des Bremsventils gewöhnlich;
in an sich bekannter Weise durch einen Κοά|
takt des Steuerrelais unwirksam gehalteÄ
wird, wobei jedoch der genannte Kontakt im Falle des Ausbleibens des Erregerstromes für
das Relais abfällt und infolgedessen die Fahrzeugbremsen in Betrieb setzt, und daß der
Kontakt in der erwähnten Stellung durch eine Klinke selbsttätig verriegelt wird.
In den Zeichnungen ist eine Bahnsignalanlage nach der Erfindung in einer Ausführungsform
schematisch dargestellt.
Fig. ι (die Teile ι A und ι Β sind nebeneinander
zu betrachten) ist ein Schaltungsbild der Bahnsignalanlage bei der Verwendung
für eine elektrische Bahnanlage, die mit ao Streckensignalen ausgerüstet ist.
Fig. 2 ist ein vereinfachtes Schaltbild der Fahrzeugsignalanlage und der Überwachungs1·
vorrichtung.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht eines mit gleichförmiger Geschwindigkeit arbeitenden
Unterbrechers, der für die Anlage nach der Erfindung verwendbar ist.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Anlage sollen drei Blockabschnitte A, B und C betrachtet
werden, und zwar ist der Blockabschnitt B durch ein in der Pfeilrichtung fahrendes
Fahrzeug besetzt, während die Blockabschnitte A und C frei sind. Jeder Block ist
von dem anderen in gebräuchlicher Weise isoliert.
Der Übersichtlichkeit wegen sind übereinstimmende
Bezugszeichen gewählt, um die entsprechenden, für die verschiedenen Blockabschnitte
verwendeten Vorrichtungen zu bezeichnen. In manchen Fällen ist ein Buchstabe, der dem betreffenden Blockabschnitt
entspricht, hinzugefügt.
Anlage zur Versorgung der Schienen-4-strecke
mit Strom
Bei der dargestellten Ausführungsform wird den Schienen der Strecke Strom zugeführt,
um diesen Strom nach den Fahrzeugsignal- und Überwachungsvorrichtungen zu leiten. Die Beschaffenheit des zugeführten
Stroms richtet sich nach den Verkehrsbedingungen.
In Fig. ι A ist angenommen, daß der Blockabschnitt
A frei und der Blockabschnitt B
durch ein Fahrzeug V besetzt ist. In diesem Fall wird Wechselstrom mit einer bestimmten
Frequenz von einem dauernd angetriebenen Motorgeneratorsatz 2 über Leitungen 4
und 5 den Schienen 3 des Blocks B am Ausgangsende dieses Blocks zugeführt. Die Frequenz
des Wechselstroms kann beispielsweise ipo Schwingungen je Sekunde bei 10 Volt betragen
und ist zweckmäßig von der Frequenz .des. Stromes verschieden, der dem Antrieb des
Fahrzeugs bei elektrischem Betrieb zugeführt ■ wird'. Es ist ferner die Frequenz des vorher
erwähnten Wechselstroms von der Frequenz der üblichen Signalströme für die Schienenstrecke
verschieden, jedoch hat der vorher erwähnte Wechselstrom das gleiche Potential wie die zuletzt genannten Signalströme. In
die Leitung ist eine Impedanz I eingeschaltet, um den in den Leitungen 4 und 5 fließenden
Strom gering zu halten, wenn ein Fahrzeug die Fahrschienen 3 kurzgeschlossen hat. Für
mehrere Blockstrecken kann ein einziger Motorgenerator verwendet werden, jedoch
wird zweckmäßig, wie in der Zeichnung dargestellt ist, ein besonderer Motorgenerator
für jeden Block benutzt. Die Leitung 4 erstreckt sich vom Motorgenerator 2 über einen
gewöhnlich geschlossenen Vakuumkontakt 6 und über einen Kontakt 7, der durch ein
Schutzrelais 8 gesteuert wird. Die Wirkungsweise dieses Schutzrelais ist weiter unten
näher erläutert. Vom Kontakt 7 verläuft die Leitung 4 nach den Schienen 3. Hieraus ist
ersichtlich, daß, wenn der Blockabschnitt A frei ist, ein Strom von 100 Schwingungen je
Sekunde bei 10 Volt dauernd den Schienen 3 des Blocks B zugeführt wird.
Die Verbindungsstellen der Blockabschnitte A und B sind als DrosselstößeX ausgebildet.
Die Mitten dieser Drosseln sind miteinander verbunden. Durch diese bekannte
Vorrichtung ist bezweckt, die verschiedenen Schienen auf gleichem elektrischem Potential
zu halten, soweit es sich hierbei um den zum Antrieb der Fahrzeuge dienenden Gleichstrom
handelt, jedoch eine genügende Impedanz vorzusehen, damit der für die Signalgabe be- ·
stimmte Wechselstrom in hinreichendem Potentialunterschied in den verschiedenen Schienen
vorhanden sein kann, um die Betätigung der Führerstandssignale zu veranlassen.
Bei der Betrachtung der Fig. iB ist zu berücksichtigen,
daß der Block B durch das Fahrzeug V besetzt ist. Es wird daher der
Charakter des Stromes, der den Schienen 3 des Blocks C zugeführt wird, in folgender
Weise geändert:
Das den Block B besetzende Fahrzeug legt einen Nebenschluß zu dem Strom, der gewöhnlich
den Schienen des Blocks C zugeführt wird, um ein Schienenstreckenrelais 9 C zu
betätigen. Der Strom wird im vorliegenden Fall von einem Transformator 10 B (Fig. 1 A)
zugeführt und kann 25 Schwingungen je Sekunde bei 10 Volt haben. Der vorgenannte
Strom wird den Schienen 3 am Ausgangsende des Blocks B über die Leitungen 4 und 5 zugeführt.
Diese Leitungen führen gemeinsam
sowohl den Strom für das Schienenstreckenrelais
als auch den Schienenstrom zum Steuern der Führerstandsignal- und Überwachungsvorrichtungen.
Der zur Erregung des Schienenstreckenrelais 9 C dienende Strom wird am Eintrittsende des Blocks B aufgenommen und über die
Leitungen Ii und 12 auf das Relais 9 C übertragen.
Da sich, wie in der Zeichnung dargestellt ist, ein Fahrzeug im Block B befindet,
wird durch das Fahrzeug ein Nebenschluß in bezug auf die Stromzufuhr zum Relais 9 C hergestellt. Infolgedessen wird
das Relais 9 C aberregt, so daß die Kontakte 13, 14, 15 und 16 abfallen. Es kann ein Relais
17 vorgesehen sein, welches dauernd erregt wird und gewöhnlich die Kontakte in der
Üffnungsstellung zu halten sucht. Wenn das Relais 9 C erregt wird, so ist die Kraft dieses
Relais genügend groß, um die Wirkung des Relais 17 zu überwinden.
Die Streckensignalanlage braucht nicht näher beschrieben zu werden, da diese Anlage
in gebräuchlicher Weise ausgebildet und dem Sachverständigen bekannt ist. Es genügt,
zu bemerken, daß, wenn der Kontakt 13 abfällt, die Stromzufuhr zur Gestängeleitung
18 unterbrochen wird. Der Strom wird gewöhnlich vom Transformator 10 über
Leitung 19 und Kontakt 13 der Gestängeleitung 18 zugeführt. Es können für die Gestängeleitungen
18 und 18' Kontaktstücke Y
vorgesehen sein, welche eine bequeme Verbindung zwischen den Gestängeleitungen und
der Streckensignalausrüstung gestatten. Die andere Seite der Gestängeleitung 18' ist dauernd
mit der anderen Seite der Transformatorwicklung über die Leitung 20 verbunden. Infolgedessen wird Strom von einer gewünschten
Spannung, beispielsweise 55 Volt Wechselstrom der Gestängeleitung für den nächsten hinteren Blockabschnitt zugeführt,
wenn die Relais 9 B und 9 C erregt sind. Wenn Strom in dieser Weise zugeführt wird,
so wird ein entsprechendes Leitungsrelais in dem besonderen Blockabschnitt erregt.
Beim Abfallen des Kontaktes 14 wird der
Stromfluß zum Relais 21C des Blocks C
unterbrochen. Der Kontakt 15 berührt beim Abfallen einen Kontakt 22, so daß eine Verbindung
zwischen der Leitung 23 des Transformators 10 C und einer Leitung 24 hergestellt
wird, die mit der einen Seite eines Streckengefahrsignals verbunden ist. Dieses Gefahrsignal kann erforderlichenfalls in Form
eines farbigen Lichts L oder eines Flügelsignals ausgebildet sein. Die andere Seite des
genannten Signals ist dauernd mit der gemeinsamen Leitung 25 verbunden, welche
wiederum mit der an die Transformator wicklung angeschlossenen Leitung 20 verbunden
ist. Auf diese Weise wird Strom, und zwar beispielsweise ein Strom von 10 Volt bei
25 Schwingungen je Sekunde, vom Transformator 10 C zum Betrieb eines entsprechenden
Streckengefahrsignals geliefert. Wenn ein Fahrzeug den Block B besetzt, wird am Eingangsende
dieses Blocks ein Gefahrsignal in Wirkung gesetzt, um ankommende Fahrzeuge im Block C zu warnen. Es kann eine Kontaktleiste
Z vorgesehen sein, um eine passende Verbindung zwischen dem Streckenrelais und dem Streekensdginal L, 'der Gestängeleitungen
18, 18' und dem zur Stromlieferung dienenden
Transformator 10 zu gestatten. Wenn der Kontakt 16 beim Abfallen mit dem Kontakt
26 in Berührung kommt, wird Strom von einer beliebigen Stromquelle, beispielsweise
von einer zur Erzeugung von Wechselstrom mit 110 Volt dienenden Stromquelle
über Leitungen i6' und 26' nach einem Motor
27 und nach Magneten 28 eines Unterbrechers geleitet. Die andere Seite des genannten Motors
und der erwähnten Magnete ist dauernd über die Leitung 29 mit der besonderen Stromquelle
verbunden.
Der in Fig. 3 dargestellte Unterbrecher ist mit einem mit gleichförmiger Geschwindigkeit
laufenden Motor 2j versehen, der eine Steuerleistung von 1I20 PS besitzen und mit
etwa 1500 Umdrehungen je Minute arbeiten kann. Der Motor 27 treibt eine Schnecke 30,
die in ein auf einer Welle 31 aufgekeiltes Schneckenrad 30' greift. Auf der Welle 31
ist außerdem eine Daumenscheibe 32 aufgekeilt, die gegen einen um einen Zapfen 34
drehbaren Schwenkarm 33 wirkt. Die Magnete 28 sind in der erregten Stellung veranschaulicht.
In diesem Fall ist ein drehbarer, zur Steuerung des Vakuumkontaktes 6 dienender Anker 35 von den Magneten 28 angezogen.
Der Anker 35 ist um einen Zapfen
36 drehbar und ist mit einem Gegengewicht
37 versehen, durch welches der Anker 35 gewöhnlich mit den Magnetkernen außer Beruhrung
gehalten wird. Der Vakuumkontakt ist daher gewöhnlich geschlossen und kehrt bei der Aberregung der Magnete stets in die
Schließstellung zurück, gleichgültig, welche Stellung die zum Antrieb des Kontaktarmes
33 dienende Daumenscheibe 32 einnimmt. Es ist daher eine Unterbrechung der Stromzufuhr
zu den Streckenschienen bei der Aberregung der Magnete 28 an dieser Stelle
vermieden.
Am Vakuumkontakt ist eine Glasstange 38 vorgesehen. Wenn ein Arm gegen diese Glasstange
wirkt, so wird durch die Glasstange ein Kontakt unterbrochen. Bei der Erregung der Magnete 28 wird der Anker 35 angezogen,
und bei der Drehung der Daumenscheibe 32 wird der Arm 33 um den Zapfen 34 ge-
schwenkt. Infolgedessen wirkt das Ende 39 des Armes 33 derartig gegen die Stange 38,
daß der Kontakt abwechselnd geschlossen und unterbrochen wird. Durch die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Daumenscheibe 32 wird die Zahl der Stromunterbrechungen je Minute bestimmt. Es ist festgestellt worden,
daß 30 bis 50 Unterbrechungen je Minute
genügen, um ein leicht erkennbares Signal hervorzurufen.
Es kann eine beliebige Unterbrecherbauart verwendet werdeji. Es ist zweckmäßig, eine
verhältnismäßig geringe Anzahl Unterbrechungen je Minute" zu wählen, damit das hierdurch
hervorgerufene Signal leicht zu erkennen ist. Es empfiehlt sich auch, eine geringere
Unterbrechungszahl zu wählen, als der Frequenz des gewöhnlich der Schienenstrecke
zugeführten Stromes entspricht, der im allgemeinen 25 Schwingungen je Sekunde hat.
Die Anzahl der Unterbrechungen je Minute kann jedoch beliebig gewählt werden, solange
das taktmäßig unterbrochene Signal erkennbar und leicht von einem Dauersignal zu
unterscheiden ist.
• Der von dem Motorgenerator 2 C für den
Block C gelieferte Strom fließt, falls der Blocke B besetzt ist, durch den Schalter 6,
bevor er zu den Streckenschienen 3 gelangt.
Solange das Relais 9 aberregt ist, ist der Stromunterbrecher wirksam. Den Streckenschienen
des Blocks C wird taktmäßig unterbrochener Strom zugeführt. Der zugeführte
Strom hat 100 Schwingungen je Sekunde bei 10 Volt.
Um sicher zu erreichen, daß den Streckenschienen 3 nur in dem Fall ein Signalstrom
zugeführt wird, daß die Stromzufuhr zum Unterbrecher wirksam ist, ist das Schutzrelais
8 vorgesehen. Dieses Relais wird durch die Stromzufuhr für den Unterbrecher erregt,
und zwar ist das Relais 8 mit der einen Seite des Unterbrechers durch die Leitung 29
verbunden. Die andere Seite der Relaiswicklung ist mit dem Kontakt 40 und von dort
mit der anderen Seite der Stromquelle durch die Leitung 41 verbunden. Infolgedessen
wird, wenn das Leitungsrelais 21 aberregt wird, das Schutzrelais 8 erregt. Das Schutzrelais
8 wird auch über die Leitung 42 erregt, wenn der Kontakt 16 des Streckenrelais
9 C oder der Kontakt 16B des Streckenrelais
9 B sich in der geschlossenen Stellung befindet. Das Schutzrelais 8 ist daher erregt,
solange die Stromzufuhr für den Unterbrecher wirksam ist, gleichgültig, ob die Strecken- und Leitungsrelais erregt oder
stromlos sind. Der Strom kann von dem Motorgenerator 2 zu den Schienen 3 nur über
den Kontakt 7 fließen, der durch Erregung des Schutzrelais betätigt wird.
Aus vorstehendem ist ferner ersichtlich, daß, wenn der nächste vorhergehende Blockabschnitt
frei ist, Strom von einer bestimmten Frequenz ununterbrochen den Schienen -65
des gegenwärtigen Blocks zugeführt wird. Ist jedoch der nächste vorhergehende Block
besetzt, so wird ein Strom, welcher die gleiche Frequenz wie vorher hat, mit taktmäßigen
Unterbrechungen zugeführt, wobei 7q die Frequenz der Unterbrechung durch die
Geschwindigkeit des Unterbrechers bestimmt ist.
Es sei jetzt wieder auf die Streckensignale Bezug genommen. Es ist hierbei festgestellt
worden, daß, wenn ein gegebener Block besetzt ist, das Signal am Eintrittsende dieses Blocks in Form eines roten Lichts
ausgebildet sein kann. Es sei angenommen, daß der Block A und ein diesem Block vorgeordneter
Block (Fig. 1 A) frei sind. In diesem Fall werden sowohl das Leitungsrelais 21B als auch das Streckenrelais 9 B erregt,
und es fließt Strom von dem Transformator 10 B über die Leitung 23 B1 Kontakt
15I?, Leitung 43, Kontakt 44 des Leitungsrelais und Leitung 45 nach dem Streckensignal,
welches grüne Farbe haben oder in Form eines Flügelsignals ausgebildet sein
kann. Der Stromkreis wird über die gemeinsame Leitung 25 B in vorher beschriebener
Weise vervollständigt.
Im Falle der Aberregung des Leitungsrelais 21B mit Rücksicht darauf, daß ein
Fahrzeug den angenommenen Block zwei Abschnitte vor dem Block B besetzt hat, wird
das Streckenrelais 9 B erregt, weil der Block A frei ist. Es fließt in diesem Fall ein Strom
von dem Transformator 10 B über Leitung 23 B, Kontakt 155, Leitung 43, Kontakt 44
und Leitung 46 nach dem Streckensignal, das jetzt jedoch gelbes Licht zeigt, um einem
Fahrzeug, das sich im Block B befindet und im Begriff ist, in den Block A zu fahren,
anzuzeigen, daß zwei Blockabschnitte im vor- i°5 aus keine Bedingungen für freie Fahrt bestehen.
Vorrichtung zum Übertragen eines Stromes von den Schienen auf das
Fahrzeug und zur Signalgabe auf den Führerstand des Fahrzeugs
Das auf der Schienenstrecke 3 laufende Fahrzeug V ist mit einer Vorrichtung zum
Übertragen des Stromes versehen, welcher der Schienenstrecke durch den Motorgenerator
2 für den Block zugeführt wird, in welchem sich das Fahrzeug bewegt. - Vorzugsweise
wird eine Übertragungsvorrichtung verwendet, bei der ein Nebenschlußtransformator
um die Vorderachse des Fahrzeugs vorgesehen ist. Es können auch erforder-
lichenfalls mehrere Transformatoren, deren Sekundärwicklungen in Reihe geschaltet sind,
vorgesehen sein.
Bei einer ausgeführten Bahnanlage mit Gleichstromantrieb, bei der die Ankerwelle
des Motors als eine Achse wirkt, ist festgestellt worden, daß die Gleichstrominterferenz,
welche gewöhnlich eine Quelle großer Schwierigkeit bei mittels eines Relais überwachten
Signalen darstellt, durch Verwendung einer mit unmittelbarem Kontakt wirkenden Übertragungsvorrichtung, wie eine
solche in Fig. 2 dargestellt ist, im wesentlichen vermieden werden kann.
Die vorher erwähnte Übertragungsvorrichtung ist mit Platten 47 (Fig. 2) versehen, die
mit den Lagergehäusen verbunden sind. Zwischen den Platten 47 ist ein Transformator
48 der Kernbauart angebracht, der eine Wicklung 49 hat. Diese Wicklung ist mit dem Einlaß einer Abstimmvorrichtung 50
verbunden. Der Transformator 48 ist durch Leitungen K mit den entsprechenden Lagergehäusen
oder mit Bürsten verbunden, die an den Enden der Achse schleifen. Die Leitungen L sind mit dem Transformatorkern
verbunden, so daß Strom durch den Kern von dem einen zum anderen Ende der Achse
fließen kann;
Es können auch an Stelle dieser Bauart andere Arten von Übertragungsvorrichtungen
verwendet werden. Beispielsweise kann eine solche der Indüktionsbauart benutzt werden,
wie sie gewöhnlich bei der Überwachung von Bahnanlagen gebraucht wird.
Die Abstimmvorrichtung 50 ist derartig ausgebildet, daß sie auf den Strom von bestimmter
Frequenz, der den Schienen zugeführt ist, ansprechen kann. Bei der beschriebenen
Ausführungsform hat dieser Strom 100 Schwingungen je Sekunde. Der Auslaß
der Abstimmvorrichtung 50 ist mit dem Einlaß eines Verstärkers 51 verbunden, welcher
der gebräuchlichen Vakuumröhrenbauart entsprechen kann. Es ist erwünscht, den aufgenommenen
Strom vor der Verstärkung durch eine Abstimmvorrichtung zu leiten, ' damit jeder andere Strom außer dem gewünschten
Strom vor der Verstärkung gedämpft wird. In den meisten Fällen ist die Verwendung eines Verstärkers zweckmäßig,
damit ein ausreichender Strom zum Betriebe der Überwachungsvorrichtung übertragen
wird.
Die Abstimmvorrichtung 50 kann entsprechend der Resonanzbauart ausgebildet und
derartig eingestellt sein, daß sie nur auf die Frequenz anspricht, welche übertragen werden
soll. Die Abstimmvorrichtung kann auch entsprechend der Bandfilterbauart ausgebildet
sein, bei welcher Frequenzen, die höher oder niedriger als die gewünschte Frequenz
sind, zurückgehalten werden, vorausgesetzt, daß die Frequenz des zu übertragenden Stromes
sich innerhalb des Bereichs der Empnndlichkeit
der Abstimmungsvorrichtung befindet.
Der Strom, der von dem Verstärker 51 kommt, wird einem Zwischenrelais 52 zugeführt,
das also nur auf den Strom anspricht, der vom Generator 2 über die Abstimmvorrichtung
50 und den Verstärker 51 dem Zwischenrelais 52 zugeführt wird. Bei der Erregung
des Relais 52 schließt der mit dem Anker des Relais verbundene Kontakt 53 einen Stromkreis einer Stromquelle S, beispielsweise
der Fahrzeugbatterie oder einer iio-Volt-Stromquelle der Kraftleitung über
die Leitungen 54 und 55 nach einem am Führerstand angeordneten Lichtsignal 56, das
die gewünschte Farbe hat und dadurch angezeigt wird, daß die Strecke frei ist oder
Bedingungen bestehen, die eine Weiterfahrt gestatten. Der Kontakt 53 dient zur Überwachung
der Stromzufuhr von der Leitung 54. Die Leitung 55 ist dauernd mit einer Seite des Lichtsignals und mit der Stromquelle
6" verbunden.
Erforderlichenfalls kann mit dem Führerstandsignal eine zum Anhalten des Zuges
dienende Vorrichtung oder eine Überwachungsvorrichtung verbunden sein. Diese Vorrichtung
kann mit der Bremsvorrichtung des Fahrzeugs vereinigt sein, wie in Fig. 2 dargestellt
ist. Zu diesem Zweck kann ein durch ein Solenoid angetriebenes Ventil 57 vorgesehen
sein, welches in die Fahrzeugbremsleitung eingeschaltet sein kann, die sich ins Freie hin entleert, um allmählich die Bremsen
anzuziehen und erforderlichenfalls ein hörbares Signal, beispielsweise eine durch
■die Luft (angetriebene Pfeife 58, zu betreiben. An Stelle der dargestellten Bremsvorrichtung
kann jedoch auch eine beliebige andere Vorrichtung vorgesehen sein, um die Geschwindigkeit
oder das Anhalten des Fahrzeugs zu überwachen. Die Einschaltung des elektrisch gesteuerten Ventils kann je nach
der Art der Bremsvorrichtung, die bei dem zu überwachenden Fahrzeug verwendet ist,
geändert werden.
Das Ventil 57, welches im Ruhezustand in der Wirkstellung steht, wird durch Erregung
des Solenoids 59 in seiner unwirksamen Stellung gehalten. Der zur Erregung dienende
Strom wird von der Stromquelle S der einen Seite 60 der Wicklung durch die gemeinsame
Leitung 54 - zugeführt, während der Strom
zu der anderen Seite 61 von der Leitung 55 über einen Kontakt 62, der durch ein Steuer- iao
relais 63 gesteuert wird, zugeführt wird.
Das Arbeiten des Steuerrelais 63 wird
durch das Zwischenrelais 52 veranlaßt. Wenn das Zwischenrelais 52 erregt wird, verbindet
der Kontakt 53 eine Seite 64 des Steuerrelais 63 über die Leitung 54 mit der Stromquelle S-Die
andere Seite 65 des Steuerrelais 63 ist dauernd über die Leitung 55 mit der Stromquelle
5 verbunden. Infolgedessen wird das Steuerrelais 63 nur bei der Erregung des
Zwischenrelais 52 erregt. Das Freifahrtlicht 56, welches grüne Farbe haben kann, ist in
diesem Fall in den Stromkreis eingeschaltet, und das gewöhnlich wirksame Überwachungsventil 57 ist durch Erregung seines Solenoids
59 unwirksam gemacht. Es sei nun angenommen, daß die Streckenbedingungen
in dem von dem Fahrzeug besetzten Block nicht solche sind, daß freie Fahrt möglich ist, weil der Block von einem
anderen Fahrzeug besetzt, eine Schiene gebrachen oder ein anderes Hindernis aufgetreten
ist. In diesem Fall erreicht der vom Motorgenerator 2 gelieferte Strom nicht die
Übertragungsvorrichtung, und zwar aus dem Grunde, weil entweder durch ein vorausfahrendes
Fahrzeug ein Nebenschluß zu dieser Vorrichtung hergestellt oder eine Bruchstelle
in den Schienen vorhanden ist. Infolgedessen wird das Relais 52 nicht erregt, so daß sich
der Kontakt 53 öffnen kann und der Stromkreis für das Steuerrelais 63 und das Lichtsignal
56 unterbrochen wird, Das Freifahrtsignal wird daher erlöschen und das Überwachungsventil
57 geöffnet, so daß die Bremsen angezogen werden und die Pfeife 58 ertönt.
Als Gefahrsignal für den Fahrzeugführer ist am Führerstand des Fahrzeugs ein Lichtsignal
66 vorgesehen, das rote Farbe haben kann. Eine Seite dieses Lichtsignals ist dauernd
über die Leitung 54 mit der Stromquelle S verbunden, und die andere Seite kann
mit dieser Stromquelle über einen Kontakt 67 in Verbindung gebracht werden, der mit
dem Kontakt 62 des Steuerrelais 63 in Berührung kommen kann. Das Steuerrelais 63
ist, wie oben dargelegt wurde, aberregt, wenn der den Schienen zugeführte Strom nicht auf
das Fahrzeug übertragen wird. Bei der Aberregung des Relais 63 fällt der Kontakt 62
dieses Relais ab und berührt den Kontakt 67. Infolgedessen wird der Stromkreis für das
Gefahrlicht 66 geschlossen.
Es ist festgestellt worden, daß Neonlichtsignale, die mit grünen oder roten Linsen versehen
sind, sehr gut für den Gebrauch als Führerstandsignale geeignet sind, weil die
Neonlampen keinen Glühfaden besitzen und besonders zum wiederholten Aufflackern geeignet
sind, da sie unmittelbar nach der Unterbrechung des ihnen zugeführten Stroms dunkel werden.
Wie oben dargelegt ist, wird, wenn ein Fahrzeug oder ein Hindernis, wie eine gebrochene
Schiene, in einem Block auftritt, der zum nächsten rückwärts gelegenen Block
geleitete Strom taktmäßig unterbrochen. Aisein BeispieX'des unter einer solchen Bedingung her vorgerufenen
Signals sei folgendes angegeben:
Es sei angenommen, daß ein Fahrzeug in den Block C eintritt, während der Block B
besetzt ist. In diesem Fall wird der Strom, der den Schienen 3 des Blockes C zugeführt
wird, mit Unterbrechungen über den Schalter 6 geführt. Die Abstimmvorrichtung 50
spricht auf den Strom an, und mit Rücksicht auf die Unterbrechungen spricht auch das
Zwischenrelais 52 mit Unterbrechungen an. Infolgedessen schaltet der Kontakt 53 bei der
Erregung das Freifahrtsignal in den Stromkreis ein, und es fällt während der Dauer des
Ausbleibens des Stromes der Kontakt 62 des jetzt aberregten Steuerrelais 63 ab, so daß
das Gefahrsignal 66 in den Stromkreis eingeschaltet wird. Außerdem wird das Überwachungssolenoid
59 aberregt, so daß die Pfeife 58 zum Ertönen gebracht wird und erforderlichenfalls die Fahrzeugbremsen angezogen
werden. Es sei bemerkt, daß die Freifahrt- und Gefahrsignale absatzweise zum Aufflackern gebracht werden, und zwar
zuerst das eine und dann das andere, wenn beschränkte Streckenbedingungen in- dem im
voraus befindlichen Block herrschen. Hierbei wird die Frequenz des Aufflackerns durch die
Geschwindigkeit des Unterbrechers bestimmt. Die Signale werden abwechselnd für eine
Dauer von 2 Siekunden aufleuchten, wenn der in Fig. 3 dargestellte Unterbrecher mit
30 Umdrehungen je Minute arbeitet. Ein Signal dieser Bauart ist gut zu erkennen und too
kann nicht leicht übersehen oder mißverstanden werden.
Solange der vorhergehende Block besetzt ist, wird der dem gegenwärtigen Block zugeführte
Strom !unterbrochen, und es wird das Häuptrelais taktmäßig erregt und aberregt.
Sobald jedoch das Fahrzeug beim Besetzen des nächstfolgenden Blocks den erwähnten
Block frei macht, fließt wieder Strom über · die Schienen dieses Blocks, so daß das tio
Streckenrelais 9 erregt und infolgedessen der Unterbrecher unwirksam gemacht wird. In
diesem Fall wird daher ununterbrochener Strom den Schienen des nächsten rückwärts
gelegenen Abschnitts zugeführt.
Bei Verwendung eines Flackersignals der oben beschriebenen Anlage ist eine Gleichstrominterferenz
durch die Übertragungsvorrichtung vollständig beseitigt, und die Relais
werden so betätigt, daß ein Klappern der Relais, das gewöhnlich durch Interferenz hervorgerufen
wird, nicht eintritt.
Die Üb erwachungs sperr vor richtung und die von Hand zu bedienende
Rückstellvorrichtung.
In manchen Fällen ist es erwünscht, eine Überwachungsvorrichtung anzuordnen, welche
derartig wirkt, daß der Zug angehalten wird, wenn irgendeine beschränkende Streckenbedingung
auftritt. Diese Überwachungsvorrichtung ist zweckmäßig derartig ausgebildet, daß sie van, Hand freigegeben werden kann.
Wenn jedoch die genannte Vorrichtung in dieser Weise freigegeben wird, kann sie ein
Signal beeinflussen, um den Fahrgästen anzuzeigen, daß der Führer w'achsam gewesen ist
und die beschränkende Bedingung berücksichtigt hat.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist ein Riegel 68 vorgesehen, der durch eine
ao Feder 69 oder andere Vorrichtung in der geschlossenen Stellung gehalten wird. Der
Riegel 68 gestattet dem Kontakt 62, bei der Aberregung des Steuerrelais 63 abzufallen,
jedoch hält er den Kontakt in der abgefallenen Stellung fest. Wenn daher der gegenwärtige
Block besetzt ist, fällt während des Eintritts eines zu überwachenden Fahrzeugs oder während
des Betriebes des Fahrzeugs in dem erwähnten Block der Kontakt 62 ab, so daß
das Gefahrsignal in Tätigkeit tritt, und ebenso auch die Anhaltevorrichtung in Betrieb gesetzt
wird. Der Riegel 68 hält den Kontakt in der erwähnten Stellung, bis dieser Riegel
von Hand ausgelöst wird. Die Sperrvorrichtung wirkt in der gleichen Weise, wenn in
dem nächsten vorhergehenden Block beschränkende Verkehrsbedingungen herrschen, denn bei der ersten Unterbrechung der
Stromzufuhr fällt der Riegel 68 &h, und es
wird dieser Riegel selbsttätig gesperrt. Hierdurch ist eine erwünschte Überwachung des
Fahrzeugführers geschaffen, insbesondere, da diese Überwachung an der Sicherheitsseite
stattfindet und das Fahrzeug zum Stillstand gebracht wird, wenn die Aufmerksamkeit des
Führers aus irgendeinem Grunde abgelenkt ist.
Hält der Riegel 68 den Kontakt 62 in der
Überwachungsstellung fest, während in einem vorhergehenden· Block beschränkende Verkehrsbedingungen
herrschen, so tritt das Freifahrtsignal in dem gegenwärtigen Block mit Rücksicht auf die Unterbrechungen des
den Schienen zugeführten Stromes absatzweise in Tätigkeit, so daß das Zwischenrelais
52 abwechselnd erregt und aberregt wird.
Damit der Führer die weitere Überwachung des Fahrzeugs nach eigenem Ermessen durchführen
kann, ist ein Rückstellknopf 70 vorgesehen, durch dessen Bedienung ein Solenoid /i über einen Kontakt 72, der gegen einen
über eine Leitung 55 mit der Stromquelle S verbundenen Kontakt 73 wirkt, mit der vorgenannten
Stromquelle verbunden wird. Die andere Seite des Solenoids 71 ist über die
Leitungen 74 und 54 mit der anderen Seite der Stromquelle 5 verbunden. Bei der Erregung
des Solenoids 71 wird der Riegel 68 gehoben, so daß der Kontakt 62 in seiner
üblichen Weise wirken kann. Bei der Bedienung des Rückstellknopfes 70 wird auch das Solenoid 59 für das Überwachungsventil
57 dadurch erregt, daß der Kontakt 75 über die Kontakte 72 und 73 mit der Seite der
Stromquelle S verbunden wird, die entgegengesetzt zu derjenigen Seite ist, die gewöhnlich
mit einer Seite der Solenoidwicklung verbunden ist.
In dem Wagen kann ein Wachsamkeitssignal 76 derart angeordnet sein, daß dieses
Signal von den Fahrgästen beobachtet oder, im Falle eines mit Dampf betriebenen Zuges,
vom Heizer erkannt werden kann. Eine Seite 77 des Signals 76 ist gewöhnlich über
die Leitung 54 mit der Stromquelle S verbunden, während die andere Seite 78 über die
Kontakte 72 und 73 mit der Leitung 55 verbunden ist. Infolgedessen wird bei der Bedienung
des Knopfes 70 Strom zugeführt, um das Wachsamkeitslichtsignal zu betätigen.
Der Fahrzeugführer muß, um einen selbsttätigen Betrieb der Überwachungsvorrichtung
zu vermeiden, den Rückstellknopf gedrückt halten, bis die Streckenbedingungen wieder
freie Fahrt zulassen, was dadurch augenscheinlich gemacht wird, daß das Gefahrsignal
nicht in Wirkung tritt und das Freifahrtsignal dauernd wirksam ist. Während der Zeit, während welcher der Führer den Rückstellknopf
gedrückt hält, ist das Lichtsignal 76 wirksam, so daß die Fahrgäste oder der
Heizer benachrichtigt werden, daß der Führer eine beschränkende Verkehrsbedingung beachtet
hat.
Ist der Rückstellknopf wirksam, so ist die selbsttätige Überwachung ausgeschaltet, jedoch
gestattet der Rückstellknopf einen dauernden Betrieb des Führerstandsignals. Dies ist erwünscht, damit der Fahrzeugführer
stets über die Streckenbedingungen unterrichtet werden kann.
Die Art der Betätigung des Führerstandsignals und der Einrichtung zum Anhalten
des Zuges ist in Verbindung mit der Beschreibung der Vorrichtung erläutert worden, die
zur Betätigung der verschiedenen gewünschten Signale und Überwachungen verwendet wird.
Es ist jedoch ersichtlich, daß auch andere Arten von Signalen an Stelle der dargestellten
Lichtsignale benutzt werden können. Die Überwachung kann auch erforderlichenfalls
wegfallen oder es können an Stelle der beschriebenen Überwachungsvorrichtungen an-
dere Überwachungsvorrichtungeii verwendet
werden. Die erläuterte Anlage ist sparsam im Betrieb und sehr wirksam, weil den
Streckenschienen nur eine einzige Stromfrequenz zugeführt zu werden braucht, um
die verschiedenen Streckenbedingungen anzuzeigen, und auch, weil nur ein einziges, auf
die Streckenfrequenz ansprechendes Zwischenrelais erforderlich ist. Es wird daher das
ίο Problem der Interferenz zwischen Relais, die
für verschiedene Frequenzen abgestimmt sind, beseitigt. -
Claims (9)
1. Selbsttätig wirkende Bahnsignalanlagefür
Schienenstrecken, die in Blockabschnitte geteilt sind, denen ein Bahnsignalstrom
zugeleitet wird, wobei in dem Führerstand ein Paar von Signalen vorgesehen ist, von denen das eine Signal
auf Zufuhr von Strom von der Schienenstrecke anspricht, während das andere beim Ausbleiben dieser Stromzufuhr anspricht,
dadurch gekennzeichnet, daß durch die taktmäßige Unterbrechung der
Stromzufuhr infolge von Verkehrsverhältnissen eine dritte Signalanzeige eingeleitet
wird, die in einer abwechselnden Betätigung der Führerstandsignale des
Paares besteht.
2. Selbsttätig wirkende Bahnsignalanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bahnsignalstrom den Schienen eines gegebenen Streckenabschnittes über einen Unterbrecher (6, 27
bis 39) zugeführt wird, der derartig ausgebildet ist, daß er den erwähnten Strom
unter der Überwachung des Verkehrs in einem vorhergehenden Streckenabschnitt taktmäßig unterbrechen kann.
3. Selbsttätig wirkende Bahnsignalanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eins (56) der genannten Signale in Wirkung tritt, wenn
der erwähnte Strom diesem Signal zugeführt wird, um eine Verkehrsbedingung
in einem vorwärts gelegenen Streckenabschnitt anzuzeigen, und daß das andere Signal (66) beim Ausbleiben des Schienenstromes
in Tätigkeit tritt, um die Verkehrsbedingung im gegenwärtigen Block anzuzeigen, wobei durch die abwechselnde
Tätigkeit der Signale (56, 66) eine Verkehrsbedingung in einem Abschnitt zwischen
dem vorwärts gelegenen Abschnitt und dem gegenwärtigen Abschnitt durch
taktmäßige Unterbrechung des diesen Signalen zugeführten Stromes angezeigt
wird.
4. Selbsttätig wirkende Bahnsignalanlage nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugsignalstrom ein Wechselstrom ist.
5. Signalanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz
der Stromunterbrechung von der Frequenz des Bahnsignalstromes selbst verschieden
ist.
6. Signalanlage nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß sichtbare
Signale, z. B. Lichtsignale (56, 66), verwendet sind und die Unterbrechung dieser
Signale für eine solche Dauer wirksam ist, die genügt, um die Signale in leicht erkennbaren Abständen aufleuchten zu
lassen.
7. Signalanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Motorgenerator (2 oder 2 c) vorgesehen ist, um den erwähnten elektrischen
Strom den Schienen zuzuführen, und ein Zwischenrelais (52) angeordnet ist, das
auf den erwähnten Strom anspricht, wobei in dem gleichen Stromkreis mit dem Zwischenrelais (52) ein Steuerrelais (63)
vorgesehen und die Schaltung derartig ausgebildet ist, daß ein Signal bei der Erregung
und ein anderes Signal bei der Aberregung des erwähnten Steuerrelais
wirksam wird.
8. Signalanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das' Steuerrelais
(63) in an sich bekannter Weise auch die Erregung eines Solenoids (59) steuert, durch welches die Fahrzeugbremsen
in Wirkung gesetzt werden, und daß ein Rückstellknopf (70) vorgesehen
ist, um das Solenoid unwirksam zu machen, während das fortgesetzte abwechselnde
Arbeiten der Signale (56, 66) durch den Rückstellknopf (70) nicht behindert
wird.
9. Signalanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Solenoid
zur Betätigung des Bremsventils (57) gewöhnlich in an sich bekannter Weise
durch einen Kontakt (62) des Steuerrelais (63) unwirksam gehalten wird, wobei jedoch der Kontakt (62) im Falle des
Ausbleibens des Erregerstromes für das Relais (63) abfällt und infolgedessen die
Fahrzeugbremsen in Betrieb setzt, und daß der Kontakt (62) in der erwähnten
Stellung durch eine Klinke (68) selbsttätig verriegelt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US660388XA | 1934-10-13 | 1934-10-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE660388C true DE660388C (de) | 1938-05-24 |
Family
ID=22066870
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL88285D Expired DE660388C (de) | 1934-10-13 | 1935-06-22 | Selbsttaetig wirkende Bahnsignalanlage fuer Schienenstrecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE660388C (de) |
-
1935
- 1935-06-22 DE DEL88285D patent/DE660388C/de not_active Expired
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