DE464115C - Signalanlage, die durch das aufeinanderfolgende Befahren von drei Schienenkontakten durch einen Zug betaetigt wird - Google Patents
Signalanlage, die durch das aufeinanderfolgende Befahren von drei Schienenkontakten durch einen Zug betaetigt wirdInfo
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- DE464115C DE464115C DES75527D DES0075527D DE464115C DE 464115 C DE464115 C DE 464115C DE S75527 D DES75527 D DE S75527D DE S0075527 D DES0075527 D DE S0075527D DE 464115 C DE464115 C DE 464115C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L29/00—Safety means for rail/road crossing traffic
- B61L29/24—Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning
- B61L29/28—Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning electrically operated
- B61L29/288—Wiring diagram of the signal control circuits
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft Signalanlagen, die durch das aufeinanderfolgende Befahren von
drei Schienenkontakten durch einen Zug betätigt werden und den verschiedensten Zwekken
dienen können, sei es nun, daß es sich um die Messung von Zuggeschwindigkeiten oder
um die Abgabe von Lichtsignalen, akustischen Signalen oder um Warnsignale an Wegeübergängen o. dgl. handelt. Alle derartigen
Einrichtungen sind so ausgebildet, daß beim Befahren des ersten Schienenkontaktes
ein Signal oder eine Meldung hervorgerufen wird, beim Befahren des nächsten wieder verschwindet und beim Verlassen
des letzten Schienenkontaktes die ganze Einrichtung wieder in den Ruhezustand versetzt
wird. Die hierbei verwendeten, den Schienenkontakten entsprechenden Relais werden beim Befahren der zugehörigen
ao Schienenkontakte erregt, machen sich über Selbstschlußkontakte unabhängig von den
vorhergehenden Kontaktschlüssen und bleiben im angezogenen Zustande, bis der nächste
Schienenkontakt befahren wird und durch das zu diesem gehörige Relais die Abschaltung
des ersten Relais erfolgt. Die Relais müssen daher während der Zeit, wo der Zug sich von dem einen Schienenkontakt zum
andern bewegt, unter Strom bleiben. Dieser Stromverbrauch fällt besonders ins Gewicht,
wenn, als Stromquelle eine Akkumulatorenbatterie verwendet wird.
Gemäß der Erfindung wird der Stromverbrauch der beschriebenen Anlagen dadurch
bedeutend vermindert, daß den Relais oder einem Teil der Relais besondere Relais zugeordnet
werden, und zwar so, daß zwischen den Ankern der Haupt- und der Zusatzrelais eine wechselseitige Abstützung stattfindet,
und wobei die Einrichtung so getroffen ist, daß nach dem Anziehen des Ankers eines
der Hauptrelais der zu diesem führende Stromkreis durch das Abfallen des Ankers des zugehörigen Stützrelais unterbrochen
wird. Die Wirkungsweise der Einrichtung gemäß der Erfindung ist ersichtlich aus der
beiliegenden Zeichnung, in welcher beispielsweise eine Signalanlage für einen unbewachten
Wegübergang beschrieben ist.
Befährt ein Zug in der Pfeilrichtung den in angemessener Entfernung vom Wegübergang,
400 bis ι 000 m, liegenden Schienenkontakt A, so erhält Relais R1 Strom von
der Stromquelle L über Leitung a, die Relaiskontakte 30 und 23, Relais R1, Schienenkontakt
A, Erde. Relais R1 zieht seinen Anker an, infolgedessen fällt der Anker von
R± ab und unterbricht durch Öffnen des ,Kontaktes
23 den soeben beschriebenen Stromlauf, hält aber den Anker von R1 in der an-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Carl Meißner in Wien.
gezogenen Lage fest. Relais R1 schließt hiermit
über Leitung b, Kontakt 22 und 26 irgendeine oder mehrere elektrisch betätigte
Signalvorrichtungen S an die Stromquelle an, z. B. ein Blinklichtsignal mit einem Läutewerk.
Dieser Zustand hält an, ohne daß eins der fünf Relais unter Strom steht, bis der Zug den unmittelbar beim Wegübergang
angeordneten Schienenkontakt B befährt. Durch Schließen desselben erhält Relais R2
Strom, und zwar von der Stromquelle L, Leitung c, Kontakt 31 und 27, Relais R2,
Schienenkontakt B, Erde. Relais R2 zieht seinen Anker an, wobei der Anker von Rs
abfällt und durch Öffnen des Kontaktes 27 den Stromkreis unterbricht und gleichzeitig
den Anker von R2 in der angezogenen Lage festhält. Relais R2 öffnet den Kontakt 26
und unterbricht dadurch den Strom für· die Signalvorrichtung S, die hiermit außer Tätigkeit
tritt.
Befährt nunmehr der Zug den ebenfalls 400 bis 1000 m nach dem Wegübergang
liegenden Schienenkontakt C, so erhält Relais R2 Strom von der Stromquelle L über
Leitung d, Kontakt 24, Relais R3, Schienen-"-kontakt
C, Erde. Relais R3 zieht seinen Anker
an und soll in dieser Lage verbleiben, bis die letzte Zugachse den Schienenkontakt
C überfahren hat. Da aber ein konstanter Stromschluß durch den Schienenkontakt
trotz Kontaktverlängerungen bei langsam fahrenden Zügen mit leichten Wagen oder bei Stillstand eines Zuges über den
Schienenkontakt nicht erreichbar ist und eine Unterbrechung des Erregerstromes für
Relais Ii3 mit nachheriger Wiederherstellung
des Stromschlusses eine neuerliche, ganz unzeitgemäße Wiederbetätigung der Signalvorrichtung
.S zur Folge hätte, wird durch den bei angezogenem Anker von R3 geschlossenen
Kontakt 32 die isolierte Schiene J2, an der
gleichzeitig der Schienenkontakt C angebaut ist, und zwar parallel zu diesem, angeschlossen.
Relais i?8 schließt ferner bei angezogenem Anker den Kontakt 29, wodurch der
Stromlauf L, Leitung e, Kontakt 29, dann einerseits über Relais R5, Kontakt 25, Erde,
anderseits über Rit Kontakt 21, Erde, entsteht.
Relais i?4 und i?5 ziehen ihre Anker
an, die Anker von R1 und R2 fallen ab und
unterbrechen durch Öffnen der Kontakte 21 bzw. 25 diesen Auslösestrom. Durch Öffnen
des Kontaktes 24 würde Relais Rs schon beim ersten durch den Schienenkontakt C
verursachten Stromstoß stromlos werden, was unzweckmäßig ist, da dies erst geschehen
soll, wenn die letzte Zugachse die isolierte Schiene J2 verlassen hat. Es wird daher Relais
i?3 über Leitung /, Kontakt 28, Relais R3
an die isolierte Schiene J2 angeschlossen. Ist
diese von der letzten Zugachse verlassen worden, so fällt auch Rs ab, und die ganze
Relaisanordnung ist wieder in die Grundstellung gebracht und zur Signalisierung einer neuen Zugfahrt bereit.
Wie ersichtlich, steht mit Ausnahme des Relais R8 k'eins der vier anderen Relais langer
unter Strom, als zum Anziehen seines Ankers an Zeit notwendig ist. Um die unvermeidlichen
Stromverluste, die bei Anwendung einer isolierten -Schiene infolge von
Ableitungen zur Erde sich ergeben, auf ein möglichst geringes Maß herabzusetzen, ist
in die Zuleitung zur isolierten Schiene J2 ein Widerstand W eingeschaltet.
Damit bei eingleisiger Bahn die Signalanlage auch in Tätigkeit tritt, wenn ein Zug
die Schienenkontakte in umgekehrter Reihenfolge (C, B, A) befährt, ist die isolierte
Schiene J1 angeordnet und der Schienenkontakt^!
an ihr angebaut. Die Schienenkontakte A und C sind durch die Leitung g, die
beiden isolierten Schienen durch die. Leitung h verbunden.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Signalanlage, die durch das aufeinanderfolgende Befahren von drei Schienenkontakten durch einen Zug be- tätigt,wird, dadurch gekennzeichnet, daß den zu den Schienenkontakten gehörigen Relais (.R1, R2) oder einem Teil der Relais besondere Relais (R1, R5), die zwisehen den Ankern der Haupt- und der Zusatzrelais eine wechselseitige Abstützung bewerkstelligen, zugeordnet sind und nach dem Anziehen des Ankers eines der Hauptrelais (R1 bzw. R2) der zu ioo diesem führende Stromkreis durch das Abfallen des Ankers des zugehörigen Stützrelais (R± bzw. R5) unterbrochen wird (bei 23 bzw. 27).
- 2. Signalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch das zuletzt betätigte Relais (R3) über einen Kontakt (32) eine isolierte Schiene (I2) parallel zu dem an ihr montierten Schienenkontakt (C) geschaltet wird.
- 3. Signalanlage nach Anspruch 1 ; oder 2, gekennzeichnet durch eine Verbindungsleitung (g) zwischen dem ersten und letzten Schienenkontakt (A und C) und einer Verbindungsleitung (K) zwisehen den isolierten Schienen (J1 und J2).Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT464115X | 1925-12-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE464115C true DE464115C (de) | 1928-08-07 |
Family
ID=3674623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES75527D Expired DE464115C (de) | 1925-12-28 | 1926-07-30 | Signalanlage, die durch das aufeinanderfolgende Befahren von drei Schienenkontakten durch einen Zug betaetigt wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE464115C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE877912C (de) * | 1951-11-13 | 1953-05-28 | Kaspar Guenther | Warnsignal und Vorwarnschild fuer unbewachte Bahnuebergaenge |
-
1926
- 1926-07-30 DE DES75527D patent/DE464115C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE877912C (de) * | 1951-11-13 | 1953-05-28 | Kaspar Guenther | Warnsignal und Vorwarnschild fuer unbewachte Bahnuebergaenge |
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