DE561909C - Drucktelegraphensender nach dem Baudot-System mit mechanisch einstellbaren, auf Kontakte einwirkenden Waehlorganen - Google Patents

Drucktelegraphensender nach dem Baudot-System mit mechanisch einstellbaren, auf Kontakte einwirkenden Waehlorganen

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DE561909C
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DE
Germany
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transmitter
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lever
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cam
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Expired
Application number
DE1930561909D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Herbert Wuesteney
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L9/00Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols
    • H04L9/38Encryption being effected by mechanical apparatus, e.g. rotating cams, switches, keytape punchers
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y04INFORMATION OR COMMUNICATION TECHNOLOGIES HAVING AN IMPACT ON OTHER TECHNOLOGY AREAS
    • Y04SSYSTEMS INTEGRATING TECHNOLOGIES RELATED TO POWER NETWORK OPERATION, COMMUNICATION OR INFORMATION TECHNOLOGIES FOR IMPROVING THE ELECTRICAL POWER GENERATION, TRANSMISSION, DISTRIBUTION, MANAGEMENT OR USAGE, i.e. SMART GRIDS
    • Y04S40/00Systems for electrical power generation, transmission, distribution or end-user application management characterised by the use of communication or information technologies, or communication or information technology specific aspects supporting them
    • Y04S40/20Information technology specific aspects, e.g. CAD, simulation, modelling, system security

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Signal Processing (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 19. OKTOBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 a1 GRUPPE
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Oktober 1930 ab
Gegenstand der Erfindung ist die besondere Ausbildung von Drucktelegraphengeräten nach dem Baudot-System, die auf mechanischer Grundlage beruhen. Hierbei werden senderseitig durch Druck auf die Taste Wählorgane mechanisch eingestellt, die entsprechend ihrer Stellung der Reihe nach Kontakte betätigen und so die Zeichenimpulse aussenden. Empfängerseitig wirken diese Impulse mechanisch auf Wählschienen ein, deren Stellung entsprechend ein der gesendeten Kombination entsprechendes Zeichen gedruckt wird. Bei diesen Geräten besteht zuweilen das Bedürfnis, die ausgesendeten Nachrichten zu verschlüsseln, so daß Unbefugte am Mitlesen verhindert werden.
Gemäß der Erfindung wird eine solche Chiffrierung mit einfachen Mitteln dadurch erzielt, daß am Sender zwischen Wählschiene und Sendekontakt ein Steuerglied eingeschaltet wird, welches die Bewegung der Wählschiene im Sinne der Chiffrierung unbeeinflußt läßt oder gegensätzlich ändert. Die Wählschiene ist daher nicht mehr für die Steuerung des Kontaktes
2g allein maßgebend, sondern ihre Bewegung wird unter Vermittlung des Steuergliedes für die Zwecke der Chiffrierung umgewertet oder unbeeinflußt gelassen. Das Steuerglied wird zweckmäßig als Lenker ausgebildet, dessen Stellung während des Sendens gegebenenfalls periodisch abgeändert wird.
Da bei Telegraphengeräten nach dem Baudot-System auf mechanischer Grundlage für fünf Stromkombinationen je fünf Wählschienen und Kontaktanordnungen vorgesehen sind, ergibt sich auch, daß fünf Chiffriersteuerglieder und fünf Einrichtungen vorgesehen sind, die die Steuerglieder im Sinne der Chiffrierung lenken. Die Lenker können sämtlich im gleichen Sinne, aber auch zur Erschwerung der Entzifferbarkeit in untereinander verschiedenem Sinne beeinflußt werden. Zu diesem Zweck können z. B. Nockenscheiben vorgesehen sein, die durch ein beim Senden betätigtes Organ fortgeschaltet werden und so den zugeordneten Lenker bei jedem Stromimpuls verschieden beeinflussen. Die Fortschaltung kann, wenn es sich um Sender mit Schreibkontrolle handelt, durch den Druckmechanismus erfolgen. Im anderen Falle kann z. B. die Fortschaltung durch die Bewegung des Typenhebels zweckmäßig am Ende seiner Bewegung vorgenommen werden.
Am Empfänger wird in gleicher Weise wie beim Sender zwischen dem nach Maßgabe der einlaufenden chiffrierten Zeichenimpulse eingestellten Wählorgan und der den entsprechenden Typenhebel freigebenden Wählschienen ein Dechiffriersteuerglied eingeschaltet, welches
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Herbert Wüsteney in Berlin-Wilmersdorf.
die Bewegung der Wählschiene im Sinne der Dechiffrierung unbeeinflußt läßt oder gegen-. sätzlich ändert. Die Ausbildung des Dechiffrierungsgliedes ist im wesentlichen mit der des Sendesteuergliedes identisch. Die Lenkung des Gliedes erfolgt im gleichen Sinne durch von Nockenscheiben gesteuerte Hebel, deren Nockenscheiben ebenfalls bei jedem Stromschritt, ζ. Β. durch den Druckmechanismus veranlaßt, derart ίο weitergeschaltet werden, daß die im Sender bewirkte Chiffrierung aufgehoben wird.
In den Fig. ι und 2 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt die für die Erfindung wesentlichen Teile des Senders. Die Sendewählschiene 1, die in bekannter Weise durch Niederdrücken einer Taste T nach rechts oder links verschoben werden kann, trägt einen Ansatz 2, der mit einem Bolzen 3 in einen Schlitz des Steuer-Stückes 4 eingreift. Das Steuerstück ist als zweiarmiger Hebel mit dem festen Drehpunkt 5 ausgebildet. Der Lenker 6 ist mit seinem einen Ende in dem Längsschlitz des Steuerstückes 4 eingelegt und ist andererseits mit der Leiste 7 gelenkig verbunden. Der Ansatz 8 der Sperrleiste 7 gibt je nach seiner Stellung (entweder nach rechts oder nach links verschoben) den darüberliegenden Kontakthebel if frei oder sperrt ihn, so daß der durch die Nockenwelle IV in bekannter Weise gesteuerte Kontakthebel K den Sendekontakt Sk offen läßt oder schließt, wodurch der Wert des entsprechenden Stromschrittes als Stromimpuls oder Nichtstromimpuls festgelegt wird. Die Steuerstange 6 wird durch eine leichte Feder 9 nach unten gezogen. An ihrer Oberseite ist sie durch eine stärkere Feder 10 mit dem Steuerhebel 11 verbunden, der sich um die Achse 12 dreht und mit seiner Nase 13 auf der Nockenscheibe 14 aufliegt. Die Nockenscheibe wird mit Hilfe eines Schrittschaltwerkes 15 bei jedem Zeichen vom Sender oder Empfänger aus durch mechanische Kupplung oder, wie dargestellt, durch den Elektromagneten M um einen Schritt fortgeschaltet. Auf der Fortschalteachse sind weitere, jedoch nicht dargestellte Nockenscheiben, für die weiteren vier der dargestellten Einrichtung völlig identischen weiteren Wählvorrichtungen vorhanden.
Wird jetzt die Taste T gedrückt, so verschiebt sich beispielsweise die Wählschiene 1 nach links, so daß sich der Lenker 4 im Rechtsdrehsinne um seinefAchse5 verschwenkt. Je nach der Stellung der Nockenscheibe 14 liegt nun der Zwischenhebel 6 am oberen oder unteren Ende des Schlitzes im Lenker 4. Im dargestellten Falle befindet sich der Hebel 11 in einer Vertiefung der Nockenscheibe, so daß sich der Hebel 6 in. seiner oberen Stellung befindet. Die Linksbewegung der Wählschiene 1 wird daher im entgegengesetzten Sinne auf die Sperrleiste 7 übertragen, die sich nach rechts bewegt. War also ursprünglich die Bewegung der Wählschiene ι so beabsichtigt, daß der Ansatz 8 der Schiene 7 den Kontakthebel K freigibt, so wird jetzt der Kontakt Sk gesperrt. An Stelle eines beabsichtigten Stromimpulses ist somit ein Nichtstromimpuls gegeben worden. Beim nächsten auszusendenden Impuls der Kombination ist die Nockenscheibe um einen Schritt weiter geschaltet worden. Der Hebel 11 befindet sich mit seiner Nase 13 auf dem Scheitel eines Nockens, und der Zwischenhebel 6 liegt am unteren Ende des Schlitzes des Lenkers 4. Wird jetzt wiederum die Taste T gedrückt und bewegt sich die Schiene 1 wieder nach links, so wird diesmal die Sperrleiste 7 im gleichen Sinne nach links verstellt, der Kontakthebel K freigegeben und, entsprechend der Absicht, ein Nichtstromimpuls gegeben. Die zusätzliche Beeinflussung kann durch verschiedene Ausbildung der Nocken so gewählt werden, daß eine Periode nur schwer zu erkennen ist; besonders schwierig wird die unbefugte Dechiffrierung, wenn die Nockenscheiben untereinander versetzt angeordnet sind, so daß die Reihenfolge der Umwertung der Impulse bei jeder Wählschiene anders erfolgt.
Zur Verhinderung der Verstellung der Sperrleiste 7 dient ein Ansatz 15, der durch den-Sperrbügel 16 in seiner nach rechts oder links verschobenen Stellung für die Dauer der Übermittlung des Zeichens festgehalten wird.
Am Empfänger wird die Bewegung der nach Maßgabe der einlaufenden chiffrierten Impulse nach links oder rechts verschobenen Wählorgane 17 durch ein dem Sender entsprechendes Steuerglied 4' nach Umwertung auf die eigentliche, die Freigabe der Typenhebel bewirkenden Wählschiene 18 übertragen. Das Wählorgan 17 ist durch ein Gestänge & gelenkig mit dem Steuerglied 4', welches um den Drehpunkt 5' gedreht werden kann, verbunden. Je nach der Stellung der Nockenscheibe 14' und des Hebels 11' wird das linke Ende des Zwischengestänges 6' an das obere oder untere Ende des Führungs-Schlitzes gelegt. In der gezeichneten Stellung wird z. B. eine Bewegung des Organs 17 nach links ohne Umänderung auf die Wählschiene 18 übertragen. Eine Umwertung der Bewegung in die entgegengesetzte Richtung erfolgt, sobald das Zwischengestänge sich am oberen Ende des Führungsschlitzes befindet. Die Nockenscheiben des Senders und 14' des Empfängers werden gleichzeitig weitergeschaltet und müssen so eingestellt sein, daß bei Umwertung der Steuerbewegung am Sender wiederum eine Umwertung der Steuerbewegung am Empfänger erfolgt, wodurch die Zeichen im Klartext gedruckt werden. Da die neue Stellung beim Sender für das nächste Zeichen gilt, während sie beim Empfänger auf das gerade ankommende Zeichen wirkt, muß die Nockenscheibe des Senders
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stets um einen Schritt vor der des Empfängers voraneilen.
Mit der dargestellten Einrichtung können alle fünf Stromschritte chiffriert werden, wobei der Start- und der Stoppimpuls ungeändert bleiben. Die Nockenscheiben werden zweckmäßig auf der gleichen Achse nebeneinander angeordnet und vom Schaltwerk über eine Zwischenwelle mit verschiedenem Übersetzungsverhältnis fortgeschaltet. Die Abhängigkeit kann aber auch so gewählt werden, daß die Nocken im Gleitsitz auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind und jede Nockenscheibe die nächste nach Art eines Zählwerkes fortschaltet. Wird dann die Anordnung so getroffen, daß bei Umdrehung eines Nockens der folgende meist mitgeht, aber nur an einer oder mehreren Stellen des Umfanges um einen Schritt zurückbleibt, so ergibt sich bereits bei kleinen Nockenscheiben eine große Anzahl von Chiffrierkombinationen.
Die neue Chiffrierungseinrichtung besitzt auch den Vorteil der einfachen Ausschaltbarkeit. Zu diesem Zweck können die Steuerhebel 11 zweckmäßig durch eine gemeinsame Leiste von den Nockenscheiben abgehoben werden, so daß alle Schienen 1 mit den Leisten 7 sowie Schienen 17 und 18 gleichsinnige Bewegungen machen.

Claims (12)

Patentansprüche: 30
1. Drucktelegraphensender nach dem Baudot-System mit mechanisch einstellbaren, auf Kontakte einwirkenden Wählorganen, gekennzeichnet durch ein zwischen Wählschiene und Kontakt eingeschaltetes Chiffriersteuerglied.
2. Sender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerglied als Lenker ausgebildet ist, der die Bewegung der Wählschiene im gewünschten Sinne der Chiffrierung unbeeinflußt läßt oder gegensätzlich ändert.
3. Sender nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung des Lenkers und damit die Beeinflussung der Kontakte durch die Wählschienen während des Sendens, gegebenenfalls periodisch, geändert wird.
4. Sender nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung jedes Lenkers besonders geändert wird.
5. Sender nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Wählschiene auf einen als zweiarmigen Hebel ausgebildeten Lenker übertragen und von dessen einem oder anderen Ende wahlweise die Bewegung auf das die Kontakte steuernde Organ übertragen wird.
6. Sender nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das die Kontakte steuernde Organ gegebenenfalls über Zwischenglieder in einer Schlitzführung des Lenkers angelenkt ist und durch einen von einer Nockenscheibe gesteuerten Hebel an das obere oder untere Ende der Schlitzführung gebracht werden kann.
7. Sender nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Lenker eine Nockenscheibe vorgesehen ist, die auf einer gemeinsamen, durch ein Schrittschaltwerk angetriebenen Achse befestigt ist.
8. Empfangseinrichtung für Sender nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem nach Maßgabe der einlaufenden chiffrierten Zeichenimpulse eingestellten Wählorgan und der den entsprechenden Typenhebel freigebenden Wählschiene ein Dechiffriersteuerglied eingeschaltet ist, welches die Bewegung der Wählschiene im Sinne der Dechiffrierung unbeeinflußt läßt oder gegensätzlich ändert.
9. Empfänger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Wählschiene das eine Ende eines zweiarmigen Hebels angelenkt ist, in dessen Längsschlitz ein am Wählorgan drehbar befestigter Hebel geführt ist, der wahlweise an das eine oder andere Ende des Längsschlitzes derart geführt werden kann, daß die im Sender bewirkte Chiffrierung aufgehoben wird.
10. Empfänger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel durch einen von einer Nockenscheibe gesteuerten Hebel (11') geführt wird, die im gleichen Maße wie die entsprechende Nockenscheibe des Senders weitergeschaltet wird.
11. Sender bzw. Empfänger nach Anspruch ι oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung des die Nockenscheiben antreibenden Schaltwerkes von der Druckerauslösung mechanisch oder elektrisch erfolgt.
12. Empfänger nach Anspruch 8 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenscheiben um einen Schritt denen des Senders nacheilen."
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930561909D 1930-10-17 1930-10-17 Drucktelegraphensender nach dem Baudot-System mit mechanisch einstellbaren, auf Kontakte einwirkenden Waehlorganen Expired DE561909C (de)

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