DE2602247C2 - Bremseinrichtung an einer motorgetriebenen Handsäge, insbesondere einer Motorkettensäge - Google Patents
Bremseinrichtung an einer motorgetriebenen Handsäge, insbesondere einer MotorkettensägeInfo
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Description
8. Bremseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (17) doppelarmig
ausgebildet ist und an seiner die beiden Schenkel miteinander verbindenden Mittelzone auf einem
gehäusefesten Lagerzapfen (22) gelagert ist.
9. Bremseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der beiden Schenkel des
Schwenkhebels (17) das Bremsband und am anderen Schenkel die Bremsfeder (20) angreift, wobei die
Ausnehmung (27) in unmittelbarer Nähe des Angriffspunktes der Bremsfeder liegt.
10. Bremseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (42) an einem
seiner beiden Schenkel auf einem gehäusefesten Lagerbolzen (22) schwenkbar gelagert ist und
daß an der die beiden Schenkel des Schwenkhebels verbindenden Mittelzone sowohl das Bremsband (9,
14) als auch die Bremsfeder (20) angreift und daß der
zweite Schenkel die Rastausnehmung enthält.
11. Bremseinrichtung nach einem der Ansf. rüche 1
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsnocken
(11) einen radial abstehenden Vorsprung (30) aufweist, der zur Anlage an einem gehäusefesten
Begrenzungsanschlag (31) bestimmt ist
12. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis i 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche
Feder (32) vorgesehen ist, die bestrebt ist, den Handschutzhebel
(10) in der Auslöserichtung zu verschwenken.
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55
60 Die Erfindung betrifft eine Bremseinrichtung an einer motorgetriebenen Handsäge, insbesondere einer Motorkettensäge,
bei welcher zur Vermeidung eines bedrohlichen Betriebszustandes in der Nähe eines quer
zum Sägewerkzeug verlaufenden Führungsgriffes ein von der Bedienungsperson verschwenkbarer Handschutzhebel
angeordnet ist, der bei seiner Schwenkbewegung eine unter Federkraft stehende Bandbremse
durch Aufhebung einer Rastverriegelung zur Anlage an einer mit dem Sägewerkzeug umlaufenden Bremstrommel
bringt, wobei mit dem Handschutzhebel ein Betätigungsnocken verbunden ist, mit dem ein an dem Bremsband
angreifender und mit einer Bremsfeder yerbundener Schwenkhebel durch eine gegen den Führungsgriff
gerichtete Schwenkbewegung unter Lösen des Bremsbandes spannbar und verriegelbar und durch eine entgegengesetzte
Schwenkbewegung rfes Handschutzhebels entriegelbar ist und dann das Bremsband an der
Bremstrommel zur Anlage bringt.
Bei einer aus der DE-OS 22 17 707 bekannten Bremseinrichtung dieser Art greift ein Ende der vorgespannten
Bremsfeder an dem einarmig ausgebildeten Schwenkhebel zusammen mit dem Bremsband an. In
der Lösestellung des Bremsbandes wird dieser Schwenkhebel bei gespannter Bremsfeder durch eine
Sperrklinke arretiert, die unter der Spannung einer Torsionsfeder steht. Zum Entriegeln der Sperrklinke ist ein
exzentrisch zur Schwenkachse des Handschutzhebels sitzender Stift vorgesehen, welcher bei der Auslösebe-•vegung
des Handschutzhebels die Sperrklinke aus einer Rastnut an dem mit dem Bremsband und der Bremsfeder
verbundenen Hebelarm aushebt, wodurch die Bremsfeder freigegeben und der Bremsvorgang durch
Anlegen des Bremsbandes an die Bremstrommel eingeleitet wird. Zum Spannen der Bremsfeder ist mit dem
Handschutzhebel ein zweiter, ebenfalls exzentrisch gelagerter Stift verbunden, der bei einer vom Führungsgriff weggerichteten Schwenkbewegung des Handschutzhebels
den Schwenkhebel so weit unter gleichzeitigem Spannen der Bremsfeder wegdrückt, daß die
Sperrklinke in ihre Raststellung einspringen kann. Diese bekannte Bremseinrichtung benötigt einen verhältnismäßig
großen, konstruktiven Aufwand zusammen mit einem entsprechend hohen Raumbedarf bei der Unterbringung
der Bremseinrichtung im Gehäuse der Säge. Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zu-
gründe, eine raumsparende Bauweise für eine Bremseinrichtung
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen und gleichzeitig sicherzustellen, daß ein wesentlich kürzerer
Weg des Handschutzhebels beim Auslösen der Bremseinrichtung gewährleistet ist
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß zum Spannen und Verriegeln des mit der
Bremsfeder und dem Bremsband verbundenen Schwenkhebels *:in drehbarer, gegen eine Seitenkante
des Schwenkhebels gerichteter Dorn gleichachsig zum Betätigungsnocken angeordnet ist Zweckmäßig kann in
weiterer Ausgestaltung der Erfindung der Dorn gegenüber
dem Betätigungsnocken ein durch Anschläge begrenztes Drehspiel aufweisen. Hierbei kann vorteilhaft
die Anordnung derart getroffen sein, daß am Ende der Spannbewegung der drehbare Dorn in eine Rastausnehmung
am Schwenkhebel eingreift und den Schwenkhebel gegeii die Kraft der auf den Schwenkhebel einwirkenden
Bremsfeder arretiert
Weitere Ausgestaltungen und zweckmäßige Weiterbüdup.gep.
ergeben sich aus den nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung näher
dargestellt sind. Es zeigt
F i g. 1 als erstes Ausführungsbeispiel eine Motorkettensäge mit einer Bremseinrichtung in einem Übersichtsbild,
wobei die Bremseinrichtung teilweise schematisch wiedergegeben ist,
F i g. 2 die Bremseinrichtung in ihrer Spannstellung,
F i g. 3 die Bremseinrichtung in ihrer Auslösestellung und
F i g. 4 die Bremseinrichtung in ihrer Bremsstellung nach Auslösen des Bremsvorganges;
F i g. 5 eine zweite Bremseinrichtung in der Innenansicht auf einem die Bremseinrichtung aufnehmenden
Gehäuseteil einer Motorkettensäge, in der Spannstellung,
F i g. 6 in der Bereitschaftsstellung für die Auslösung und
F i g. 7 in der Bremsstellung nach Einleitung des Bremsvorgäiiges.
Die in F i g. 1 dargestellte Bremseinrichtung gehört zu einer tragbaren Motorkettensäge 1 mit einer als Antrieb
dienenden Brennkraftmaschine 2, die eine durch unterbrochene Linien angedeutete Sägekette 3 antreibt,
welche auf einem Schwert 4 umläuft.
Mit der 3rennkraftmaschine 2 ist .r bekannter Weise
über eine nicht dargestellte Fliehkraftkupplung eine Bremstrommel 5 verbunden, welche ein im einzelnen
nicht dargestelltes Zahnrad für den Antrieb der Sägekette 3 trägt. An der Oberseite des Gehäuses 6 der
Motorkettensäge 1 ist ein vorderer Handgriff 7 zur Führung angebracht, der von einer Bedienungsperson zusammen
mit einem nicht dargestellten, etwa in Höhe des Sägeschwertes 4 am gegenüberliegenden Ende des Antriebsteils
angebrachten, hinteren Handgriff beim Betrieb der Motorkettensäge ergriffen wird.
Die Bremstrommel 5 gehört zu der in Querschnittsdarstellung wiedergegebenen, erfindungsgemäßen
Bremseinrichtung 8, zu welcher außerdem ein Bremsband 9 und ein Handschutzhebel 10 sowie ein mit diesem
gekuppelter Betätigungsnocken 11 gehören.
Der Handschutzhebel und der mit diesem fest verbundene
Betätigungsnocken sind auf einem im Gehäuse befestigten, feststehenden Schwenkzapfen 12 gelagert.
Das Bremsband 9 ist an einem seiner beiden Endabschnitte
mit einem Befestigungszapfen 13 gehäusefest verbunden. Sein ändert,· Endabschnitt 14 greift an einem
Bolzen 15 an, der auf einem mit 16 bezeichneten Arm eines zweiarmigen Schwenkhebels 17 sitzt Am
zweiten Arm 18 greift der Endabschnitt 19 einer Bremsfeder 20 aa, die mit ihrem anderen Ende mittels eiiKs
Stiftes 21 gehäusefest gelagert ist
Die unter ständiger Vorspannung stehende Bremsfeder 20 ist bestrebt den gehäusefest, jedoch drehbar auf
einem Lagerbolzen 22 gelagerten, zweiarmigen Schwenkhebel 17 gegen den Uhrzeiger-Drehsinn zu
verschwenken und dabei durch Zug am Endabschnitt 14 des Bremsbandes dieses gegen die Bremstrommel 5 zur
Anlage zu bringen. Dies wird durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Dorn 24 verhindert, der sowohl zum
Spannen als auch zum Verriegeln des Schwenkhebels 17 dient und in der aus den F i g. 2 bis 5 besser erkennbaren
Weise gleichachsig zu dem Betätigungsnocken 11 auf dessen Schwenkzapfen 12 drehbar gelagert ist und mit
seinem freien Ende gegen die innere Seitenkante 25 des Schwenkhebels 17 gerichtet ist Dieser Dorn hat einen
abgerundeten Kopf 26, mit dem er in der Spannstellung nach F i g. 2 und in der Auslösestellung nach F i g. 3 in
eine Rastausnehmung 27 eingreift L'vsse ist dicht unterhalb
des am zweiten Hebelarm 18 des Schwenkhebels 17 angreifenden Endabschnittes 19 der Bremsfeder 20
derart angeordnet, daß unter dem Zug der Bremsfeder 20 der Dorn 24 die Ausnehmung 27 zur Seite hin nicht
verlassen kann, weil die quer zur Längsrichtung des Domes 24 gerichtete Zugkomponente der Federkraft
nur sehr klein ist
Der Dorn 24 hat gegenüber dem Betätigungsnocken 11 ein durch zwei Anschläge 28 und 29 begrenztes
Drehspiel. Diese Anschläge 28 und 29 werden durch die Seitenwände eines radial gerichteten Einschnittes 35 im
Betätigungsnocken 11 gebildet An den Anschlag 29 schließt sich ein über die übrige Umfangsfläche des Betätigungsnockens
11 vorspringender Radialnocken 30 an, welcher bei der in Uhrzeiger-Drehrichtung erfolgenden,
in die Bremsstellung nach F i g. 4 führenden Drehbewegung des Betätigungsnockens 11 an einem gehäusefesten
Begrenzungsanschlag 31 zur Anlage kommt.
Um den Schwenkzapfen 12 des Betätigungsnockens 11 :st eine Schenkelfeder 32 herumgeschlungen, die mit
ihrem einen Schenkelende in eine Bohrung 33 im Betätigungsnocken 11 eingreift und mit ihrem anderen Schenkelende
in einer aus der Zeichnung nicht e: kennbaren Weise mit dem Gehäuse der Kettensägs verbunden ist
Die Schenkelfeder 32 ist bestrebt, den Betätigungsnokken 11 und den mit ihm fest verbundenen Handschutzhebel
10 im Uhrzeigersinn zu drehen bzw. zu verschwenken, bis die Anschlagfläche 28 der Radialausnehmung
35 an dem in die Rastausnehmung 27 eingreifenden Dorn 24 zur Anlage kommt (Auslösestellung nach
F i g. 3) oder der Radialnocken 30 zur Begrenzung der Dreh- bzw. Schwenkbewegung am Anschlag 31 anliegt.
Das beschriebene und dargestellte Hebelsystem hat die Aufgabe, die a'if den Handschutzhebe! 10 eingeleiteten
Impulse beim Überschreiten einer voigegebenen Haltekraft der Bedienungsperson am Führungshandgriff
7 möglichst schnell bei kurzem Schaltweg und kurzer Bremszeit zui Auslösung der Bandbremse weiterzuleiten.
Das Überschreiten der vorgegebenen Haltekraft kann durch eine Schleuderbewegung der Motorkettensäge
hervorgerufen werden, wenn dis Kettensäge an ihrer vorderen Umlenkzone am freien Schwertende zu
rasch eingestochen wird oder aus einem sonstigen Grunde klemmt uc?d einfin bedrohlichen Betriebszustand
hervorruft.
Im einzelnen ergibt sich folgender Bewegungsablauf für die dargestellte Bremseinrichtung:
Der Handschutzhebel 10 wird zunächst von der in Fig. 2 dargestellten Endlage £in seine Bereitschaftsstellung A nach F i g. 3 gebracht Dies geschieht durch
die Schenkelfeder 32, welche den Betätigungsnocken 11
dreht und dabei den Handschutzhebel 10 in die Stellung A nach F i g. 3 verschwenkt. Dabei legt der Handschutzhebel
10 den Weg L zurück. In dieser Bereitschaftsstellung rastet der Kopf 26 des Domes 24, welcher an der
Anschlagfläche 28 mitgenommen wird, in die Rastausnehmung 27 ein.
Wenn nun infolge einer Schleuderbewegung der Motorkettensäge eine Kraft F von vorgegebener Größe
auf den Handschutzhebel 10 einwirkt, so wird diese über den Betätigungsnocken 11 auf den Dorn 24 weitergeleitet.
Dieser bewegt sich mit seinem Kopf 26 über die an der Verschneidungszone zwischen der Ausnehmung 27
und der inneren Seitenkante 25 des Schwenkhebels 17 gebildeten Erhebung hinweg und wird dabei aus der
RasiausnchiTiung 27 gegen den zunehmender: Zug der
Bremsfeder 20 ausgehoben. Sobald der Dorn 24 die Ausnehmung 27 verlassen hat, kann der Kopf 26 des
Domes an der inneren Seitenkante 25 entlanggleiten und gibt dann den Schwenkhebel 17 frei. Dieser wird
von der Bremsfeder 20 gegen den Uhrzeiger-Drehsinn verschwenkt und überträgt dabei die Federkraft auf den
Endabschnitt 14 des Bremsbandes 9, das sich unter der Selbstverstärkungswirkung der in Pfeilrichtung umlaufenden
Bremstrommel 5 fest an die Bremstrommel anlegt und die Sägekette 3 zum Stillstand bringt und eine
ggf. vorhandene Fliehkraftkupplung zwischen der Bremstrommel 5 und dem Antriebsmotor auskuppelt. In
dieser in Fig.4 wiedergegebenen Bremsstellung wird
der Betätigungsnocken 11 von der Schenkelfeder 32 gegen
den Begrenzungsanschlag 31 mit dem Radialnocken 30 zur Anlage gebracht.
Der Handschutzhebel 10 legt vom Beginn der in der Stellung A. nach F i g. 3 erfolgenden Auslösung bis zum
Stillstand der Sägekette in der Bremsstellung B nach F i g. 4 den Weg H zurück, so daß sich ein Gesamtweg G
des Handschutzhebels ergibt, der G = L + H ist.
Das Spannen der Bremsfeder 20 unter Abheben des Bremsbandes 9 von der Bremstrommel 5 erfolgt dadurch,
daß der Handschutzhebel 10 in umgekehrter Richtung gegen den Führungshandgriff 7 geschwenkt
wird, sich also von der Stellung B nach F i g. 4 in die Stellung E nach F i g. 2 bewegt und dabei den Weg G
zurücklegt
In der in den F i g. 1 und 2 wiedergegebenen Spannstellung E rastet der Dorn 24 in die Ausnehmung 27
erneut ein, nachdem zuvor der Kopf 26 gegen die innere Seitenkante 25 gedrückt und dabei den Schwenkhebel
17 im Uhrzeiger-Drehsinn verschwenkt und gleichzeitig die Bremsfeder 20 erneut gespannt hat. Damit ist die
Bremseinrichtung erneut betriebsbereit. Wenn nach dem Spannen der Handschutzhebel 10 losgelassen wird,
so bewegt sich dieser unter der Kraft der Schenkelfeder 32 in die in F i g. 3 wiedergegebene Bereitschaftsstellung
zurück, in welcher die Anschlagfläche 28 am Dom 24 anliegt
Die wichtigsten Vorteile der erfindungsgemäßen Bremseinrichtung sind folgende:
a) ein äußerst kurzer Auslöse weg H des Handschutzhebels 10,
b) eine sehr kurze Reaktionszeit der mechanischen Teile und somit eine kurze Bremszeit gemessen
vom Berühren des Handschutzhebels 10 bis zum Stillstand der Sägekette,
erleichtertes Spannen der Bremsfeder 20, da wegen des geringen Abstandes vom Handschutzhebel JO
zum Handgriff 7 die jeweilige Führungshand voll am Handgriff 7 bleiben kann,
eine größere Sicherheit bei einem etwaigen Ausfall der Bremseinrichtung, da der Handschutzhcbe! 10 seine Schutzfunktion behält und nicht nach unten gegen das Schwert 4 bzw. die Sägekette 3 abschwenken kann,
eine größere Sicherheit bei einem etwaigen Ausfall der Bremseinrichtung, da der Handschutzhcbe! 10 seine Schutzfunktion behält und nicht nach unten gegen das Schwert 4 bzw. die Sägekette 3 abschwenken kann,
durch die Schachtelbauweise des Hebels 10 sich ergebender, geringer konstruktiver Aufwand und
kleiner Platzbedarf sowohl in axialer als auch in radialer Ebene, bezogen auf die Bremstrommel 5
und das Bremsband 9.
Bei dem in den F i g. 5 bis 7 wiedergegebenen zweiten Ausführungsbeispiel ist die Bremseinrichtung ebenso
wie beim ersten Ausführungsbeispiel im Innern einer Abdeckhaube 40 untergebracht die in Fig.5 in ihrer
Innenansicht wiedergegeben ist und eine Spannplatte 41 für das in den Fig.5 bis 7 nach oben abstehend zu
denkende Schwert 4 einer Motorkettensäge enthält Soweit beim zweiten Ausführungsbeispiel gleiche oder
wenigstens funktionsgleiche Bauteile wie beim ersten Ausführungsbeispiel verwendet sind, tragen sie die gleichen
Bezugszeichen.
Abweichend vom vorher beschriebenen Ausführungsbc^piel
ist der Handschutzhebet 10 des zweiten Ausführungsbeispieles einstückig mit dem Betätigungsnocken
11 verbunden und schwenkbar auf einem Schwenkzapfen 12 gelagert, auf welchem auch der Dorn
24 drehbar ist Der Dorn 24 schneidet jeweils in axialer Richtung mit der dargestellten vorderen Scheibenfläche
des Betätigungsnockens 11 und mit dessen rückwärtiger Scheibenfläche ab und benötigt daher in axialer Richtung
nur sehr wenig Platz. Der Dorn 24 arbeitet mit einem in der Seitenansicht V-förmig gestalteten, einarmigen
Schwenkhebel 42 zusammen, der an einem seiner beiden V-Endabschnitte auf einem mit der Abdeckhaube
40 verbundenen Lagerbolzen 22 schwenkbar gelagert ist und an seiner Mittelzone einen Stehbolzen 43
trägt, an welchem sowohl der freie Endabschnitt 14 des Bremsbandes 9 als auch eines der beiden Enden der
Bremsfeder 20 angreift Die zum Bremsband 9 gehörcnde Bremstrommel ist in F i g. 5 und 7 durch unterbrochene
Linien angedeutet und mit 5 bezeichnet.
Der von der Mittelzone des Schwenkhebels 42 abstehende V-Schenkel 44 weist an seiner inneren Seitenkante
eine ausgerundete Rastausnehmung 45 auf, an die sich gegen das freie Schenkelende eine schwach gewölbte
Spannbahn 46 anschließt. In diese Rast, asnehmung
45 greift der zum Spannen und Arretieren dienende Dorn 24 mit seinem Kopf 26 ein und hält dabei gegen
den Zug der gespannten Bremsfeder 20 den Schwenkhebel 42 in der in Fig.6 wiedergegebenen Bereitschaftsstellung,
in welcher das Bremsband 9 von der Bremstrommel 5 abgehoben ist Wenn der Handschutzhebei
10 in Richtung des Pfeiles 47 gegen die Sägekette 3 und das Sägeschwert 4 verschwenkt wird, drückt —
wie beim ersten Ausführungsbeispiel — die Anschlagfläche 28 den Dom 24 aus seiner Rastausnehmung 45
heraus, wobei der Dorn in eine Freigabenut 48 an der Mittelzone des Schwenkhebels 42 einfallen kann und
den Schwenkhebel 42 dabei entriegelt Dieser kann sich dann unter dem Zug der Bremsfeder 20 um seinen Lagerbolzen
22 im Uhrzeigersinne bewegen, bis das Bremsband 9 an der Bremstrommel 5 anliegt und an
dieser von der Bremsfeder 20 gespannt gehalten wird.
Die Bremskraft wird durch das Reibungsmoment der in Richtung des Pfeiles 49 umlaufenden Bremstrommel
verstärkt und ergibt eine sehr starke Bremswirkung, so
daß die Sägekette in kürzester Zeit zum Stillstand kommt.
Um die Bremseinrichtung zu lösen und erneut in ihre in F i g. 6 wiedergegebene Bereitschaftsstellung zurückzubringen,
braucht der Handschutzhebel 10 lediglich in Richtung des Pfeiles 50 gegen den nicht dargestellten
Handgriff der Kettensäge zurückgeschwenkt zu werden. Dann legt sich die zweite Anschlagfläi'he 29 gegen
den Dorn 24, der bei der weiteren Schwenkbewegung den Schwenkhebel 42 in die in Fig. 7 mit unterbrochenen
Linien angedeutete Stellung entgegen dem Uhrzeiger-Drehsinn zurückschwenkt, wobei die Bremsfeder 20
erneut spannt und das Bremsband 9 von der Bremstrommel 5 abhebt.
Neben den oben angegebenen Vorteilen des ersten Aüsiüh-ur.gsbcispides weist das zweite Ausföhrungsbeispiel
noch eine konstruktive Vereinfachung und einen noch geringeren Platzbedarf auf.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
25
30
35
40
45
50
55
60
65
Claims (7)
1. Bremseinrichtung an einer motorgetriebenen Handsäge, insbesondere einer Motorkettensäge, bei
welcher zur Vermeidung eines bedrohlichen Betriebszusiandes in der Nähe eines quer zum Sägewerkzeug
verlaufenden Führungsgriffes ein von der Bedienungsperson verschwenkbarer Handschutzhebel
angeordnet ist, der bei seiner Schwenkbewegung eine unter Federkraft stehende Handbremse durch
Aufhebung einer Rastverriegelung zur Anlage an einer mit dem Sägewerkzeug umlaufenden Bremstrommel
bringt, wobei mit dem Handschutzhebel ein Betätigungsnocken verbunden ist, mit dem ein am
Bremsband angreifender und mit einer Bremsfeder verbundener Schwenkhebel durch eine gegen den
Führungsgriff gerichtete Schwenkbewegung unter Lösen des Bremsbandes spannbar und verriegelbar
und durcb tine entgegengesetzte Schwenkbewegung
des Handschutzhebels eniriegeibar ist und dabei
die Bremseinrichtung zur Wirkung bringt, d a durch
gekennzeichnet, daß ein zum Spannen und Verriegeln dienender, gleichachsig zum Betätigungsnocken
(11) drehbar gelagerter Dorn (24) in einer gemeinsamen Ebene mit dem Betätigungsnocken (11) liegt, der als Druckstab gegen eine Seitenkante
(25) des Schwenkhebels (17) gerichtet und
in Rastrichtung formschlüssig von dem Betätigungsnocken (11) bewegbar ist
2. Bremse...nchtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dorn (?A) gegenüber dem Betätigungsnocken (i 1) ein durch Anschläge (28, 29)
begrenztes Drehspiel aufweist.
3. Bremseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Schwenkhebel (17,
42) eine Rastausnehmung (27,45) vorgesehen ist, in
welche der Dorn (24) mit seinem vorzugsweise abgerundeten Kopf (26) eingreift und den Schwenkhebel
gegen die Kraft der Bremsfeder (20) arretiert.
4. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (24) ;n
einem radialen, keilförmigen Einschnitt (35) im Betätigungsnocken (11) untergebracht ist.
5. Bremseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dorn (24) an seinem inneren Endabschnitt zylindrisch ausgebildet ist und das
Schwenklager für den Betätigungsnocken (11) bildet.
6. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastausnehmung
(27,45) zylinderförmig ausgerundet ist.
7. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (17, 42) zwei V-förmig zueinander geneigte
Schenkel hat, von denen einer an seiner dem Betätigungsnocken (11) zugekehrten Seitenkante die Rastausnehmung
(27,45) enthält.
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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