DE226259C - - Google Patents

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DE226259C
DE226259C DE1908226259D DE226259DD DE226259C DE 226259 C DE226259 C DE 226259C DE 1908226259 D DE1908226259 D DE 1908226259D DE 226259D D DE226259D D DE 226259DD DE 226259 C DE226259 C DE 226259C
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DE
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valve
vessel
container
pawl
liquid
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Expired
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DE1908226259D
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/24Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers moved during operation
    • G01F3/26Tilting-trap meters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ M 226259 KLASSE 42 e. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1908 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen selbsttätigen Flüssigkeitsmesser mit zweiteiligem Kippgefäß.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar veranschaulicht :
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Fig. ι von rechts aus gesehen, teilweise im Schnitt nach ίο der Linie I-I der Fig. i,
Fig. 3 den Klinkenmechanismus und
Fig. 4 eine Einzelheit in größerem Maßstabe.
Das Kippgefäß ι ist mittels einer Welle 2 innerhalb eines Behälters 3 drehbar gelagert. Der Behälter möge oberhalb eines trichterartigen Kastens angeordnet sein, mit welchem die Abflußleitung verbunden ist.
Das Kippgefäß selbst wird durch eine Querwand in zwei Hälften geteilt. Der obere Teil der Schale ist kreisbogenförmig gestaltet und besitzt in der Mitte einen Kamtn4 (Fig. 1 und 3), an dessen Enden je eine Nase 5 vorgesehen ist. In der Mitte des Kammes sind zwei Prellstifte 6 angeordnet. In jeder Schalenhälfte ist eine Deckelplatte 7 derart angeordnet, daß durch Querwand, Deckelplatte und Seitenwände der Schale je eine Kammer 8 und 9 gebildet wird.
Jede Kammer enthält zwei seitliche Ausflußöffnungen 10, welche durch einen gemeinschaftlichen Schieber 11 überdeckt sind, so daß die Überströmhöhe dadurch bestimmt werden kann. Diese Schieber sind den Ausfiußöffnungen gegenüber je mit einem Mundstück versehen. In jeder Schalenhälfte ist ein Trichter 12 vorgesehen, welcher die Deckelplatte durchdringt, um das Einführen von Flüssigkeit in die Kammer ermöglichen zu können. In geeigneter Weise ist oberhalb des Behälters 3 ein kleinerer Behälter 13 vorgesehen, zu welchem die abzumessende Flüssigkeit geführt wird. Unterhalb desselben ist ein Verteiler angeordnet, von welchem zwei senkrechte Zuleitungsrohre 14 ausgehen, deren Mündungen sich gegenüber den Trichtern 12 befinden. Verteiler und Behälter stehen durch ein an einem Hebel 15 beweglich aufgehängtes · Ventil 16 miteinander in Verbindung.
An dem Gestell, welches zwischen den Behältern 3 und 13 angeordnet ist, sind in geeigneter Weise zwei Verbindungsstücke 17 vorgesehen, auf welchen je eine Klinke 18. drehbar gelagert ist. In der Ruhelage liegt die Klinke auf einer am Verbindungsstück angeordneten Unterlagplatte (Fig. 3). Ferner ist auf jedem Verbindungsstück in geeigneter Weise mittels Schneiden ein Hebel 19 drehbar gelagert. Der kurze Arm dieses Hebels ist am freien Ende hakenförmig umgebogen und liegt gegenüber einem an der Klinke angeordneten Anschlagstift 20, während der lange Arm ungefähr in der Mitte mit einem Fanghaken 21 versehen ist und am Ende eine Zugstange 22 trägt (Fig. 1).
Außerdem ist an dem Verbindungsstück 17 (Fig. 3) ein völlig geschlossenes Rohr 23 drehbar angeordnet, welches in bekannter
Weise teilweise mit Quecksilber gefüllt ist. Dieses Rohr steht mit der Mitte des kurzen j Armes des Hebels 19 in Verbindung, an welcher Stelle noch Gegengewichte 33 vorgesehen sind.
In dem Behälter 3 ist ferner ein Füllkasten 24 an Zapfen, welche entlang einer Rinne des Behälters geführt werden, in senkrechter Ebene verschiebbar gelagert. Der Boden desselben besitzt eine Ausflußöffnung, welche durch ein Ventil 25 verschlossen gehalten wird. Das Ventil selbst ist an der Zugstange 22 aufgehängt.
Der Apparat arbeitet. in folgender Weise:
. Es möge der obere Behälter 13 mit Flüssigkeit gefüllt, das Ventil 16 gehoben sein und die Wippschale sich, in der in Fig. 1 gezeichneten Lage befinden, wobei die rechte Klinke 18 mit der rechten Nase 5 in Eingriff steht.
Fließt nunmehr Flüssigkeit von dem oberen Behälter 13 durch den Verteiler und die beiden Zuleitungsrohre 14, so gelangt sie durch die beiden Trichter 12 in die Kammer 8.
Diese wird darauf allmählich gefüllt. Das Gewicht der Wippschale ist nun derart ausgeglichen, daß schon nach einer kleinen Füllung einer der Kammern der Schwerpunkt derart verlegt wird, daß ein Umkippen der Schaukelschale erfolgen mußte, wenn nicht die Klinke 18 dieses verhinderte.
Das Gleichgewicht ist also aufgehoben, die Schale behält aber ihre Lage. Gelangt die Flüssigkeit nunmehr bis an die Ausflußöffnung 10, so fließt sie über das Mundstück des Schiebers 11 in den Füllkasten 24.
Es erfolgt nunmehr ein allmähliches Füllen des Kastens 24, während derselbe zu gleicher Zeit durch das Gewicht der Flüssigkeit gesenkt wird, wobei also das Ventil 25 samt Hebei mitbewegt wird und der hakenförmige Arm des Hebels 19 sich dem Anschlagstift 20 nähert. Ist der Kasten 24 beinahe in seine tiefste Lage gekommen, so stößt der hakenförmige Arm gegen den Stift 20; das Rohr 23 ist inzwischen in eine wagerechte Lage gedreht worden. Durch die Beweglichkeit und Schwere des Quecksilbers erfolgt nun eine plötzliche Senkung des freien Endes des Rohres 23, wodurch die Klinke 18 gehoben und die Schaukelschale freigegeben wird. Zu gleicher Zeit wird das Ventil 25 gesenkt, indem der Prellstift 6 in den Fanghaken 21 greift und somit den Hebel 19 gänzlich abwärts zieht, wodurch eine Entleerung des Füllkastens 24 erfolgt.
Während der Umkippung kommt der an der anderen Seite gelegene, also linke Fanghaken 21 frei von dem zugehörigen Prellstift 6, wodurch nunmehr durch die Gewichte 33 der linke Hebel 19 gedreht wird. Das Ventil 25 und der Füllkasten 24 zur linken Seite werden hierdurch ebenso wie das linke Quecksilberrohr 23 gehoben, wodurch die linke Nase 5 gegen die inzwischen gesenkte Klinke 18 zum Anlegen gebracht wird.
Es befindet sich somit die rechte Kammer 9 unterhalb der beiden Zuleitungsröhren 14, und es wiederholt sich der beschriebene Vorgang.
Das Ventil 16 soll während der Bewegung der Wippschale die Flüssigkeitszufuhr absperren. Zu diesem Zweck ist der Hebel 15 mit der Welle 2 unter Einschaltung einer besonderen Vorrichtung in Verbindung gebracht, welche außerhalb des Behälters 3 angeordnet ist (Fig. 2 und 4). Dieselbe besteht. im wesentlichen aus einem Gestell 26, welches zwei senkrecht nach unten hängende Kulissen
27 enthält. An dem Hebel 15 ist eine Zugstange 28 vorgesehen, an welcher ein Tümmler
29 angeordnet ist, welcher gegenüber dem Gestell 26 liegt. Dieser Tümmler enthält zwei Rollenpaare 30 und 31, von denen die Rollen
30 innerhalb der Kulisse, die Rollen 31 jedoch außerhalb derselben liegen und von einer an der Welle 2 angeordneten Daumenscheibe 32 bewegt werden können. Ferner ist der Radius des Kulisserikreises ebenso groß wie die Entfernung" der beiden Rollen 30.
Die Wirkung dieser Anordnung ist nun folgende : Bei geöffnetem Ventil befindet sich der Tümmler in der in Fig. 4 gezeichneten Lage, so daß die rechte Rolle 30 in der höchsten Lage in der rechten Kulisse und die linke Rolle 31 gegen den Daumen der Daumenscheibe 32 anliegt. Befindet die Wippschale sich in der Lage der Fig. 1 und wird dieselbe umgelegt, so wird zugleich die Daumenscheibe 32 nach rechts gedreht. In demselben Augenblick wird, da der Tümmler durch das Gewicht des Ventils 16 stets aufwärts gezogen wird, und da die linke Rolle 31 sich entlang der Daumenscheibe aufwärts bewegen kann, die rechte Rolle 30 aber stehen bleibt, die linke Rolle 30 sich aufwärts bewegen, bis dieselbe in die höchste Lage der linken Kulisse zu liegen kommt (in Fig. 4 strichpunktiert dargestellt) .
Das Ventil 16 wird also sofort beim Anfang der Drehung der Wippschale freigegeben und sich schließen. Durch die weitere Drehung der Welle 2 wird die Daumenscheibe 32 mit der rechten Rolle 31 in Berührung kommen und dieselbe abwärts drücken, wodurch die rechte Rolle 30 gesenkt wird. Die linke Rolle 30 behält aber ihre Lage. Indem die Stange
28 nunmehr abwärts gezogen wird, wird das Ventil 16 sich öffnen. Das Ventil sperrt also nur während der Kippbewegung der Schaukelschale die Flüssigkeitszufuhr selbsttätig ab.
Mit der neuen Wippschale wird ein sehr genaues Abmessen erreicht, indem das Umkippen indirekt von der Schwerpunktver-
legung, direkt aber nur von dem Füllen des Füllkastens 24 abhängig ist, welches Füllen immer allmählich erfolgt, während das Umlegen der Klinke immer bei einer gleich großen Flüssigkeitsmenge in dem Füllkasten stattfindet. Die abgemessene Flüssigkeitsmenge setzt sich also zusammen aus dem Inhalt der Schaukelschale und dem Inhalt der Füllkasten und ist immer dieselbe.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Selbsttätiger Flüssigkeitsmesser mit zweiteiligem Kippgefäß und mit Überlaufbehältern zur Umsteuerung des während des Füllens festgehaltenen Gefäßes, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende eines Schwinghebels (19) hinter die das Gefäß festhaltende Sperrklinke (18) faßt und diese anhebt, sobald das andere Ende, das den Überlaufbehälter (24) trägt, von diesem niedergezogen wird, so daß das Gefäß umkippt und sich dabei mit einem Zapfen (6) in einem Fanghebel (21) fängt, der an dem Schwinghebel (19) sitzt und diesen noch weiter dreht, wodurch das Ventil des Überlaufbehälters geöffnet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1908226259D 1908-06-18 1908-06-18 Expired DE226259C (de)

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DE226259T 1908-06-18

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DE (1) DE226259C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2529094A1 (fr) * 1982-06-29 1983-12-30 Roussel Uclaf Dispositif doseur verseur

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2529094A1 (fr) * 1982-06-29 1983-12-30 Roussel Uclaf Dispositif doseur verseur
EP0098219A1 (de) * 1982-06-29 1984-01-11 Roussel-Uclaf Vorrichtung zur dosierten Zugabe

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