DE226259C - - Google Patents
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- Expired
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
- G01F3/24—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers moved during operation
- G01F3/26—Tilting-trap meters
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ M 226259 KLASSE 42 e. GRUPPE
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen selbsttätigen Flüssigkeitsmesser mit
zweiteiligem Kippgefäß.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
dargestellt, und zwar veranschaulicht :
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Fig. ι von rechts aus gesehen, teilweise im Schnitt nach
ίο der Linie I-I der Fig. i,
Fig. 3 den Klinkenmechanismus und
Fig. 4 eine Einzelheit in größerem Maßstabe.
Das Kippgefäß ι ist mittels einer Welle 2 innerhalb eines Behälters 3 drehbar gelagert.
Der Behälter möge oberhalb eines trichterartigen Kastens angeordnet sein, mit welchem
die Abflußleitung verbunden ist.
Das Kippgefäß selbst wird durch eine Querwand in zwei Hälften geteilt. Der obere
Teil der Schale ist kreisbogenförmig gestaltet und besitzt in der Mitte einen Kamtn4 (Fig. 1
und 3), an dessen Enden je eine Nase 5 vorgesehen ist. In der Mitte des Kammes sind zwei
Prellstifte 6 angeordnet. In jeder Schalenhälfte ist eine Deckelplatte 7 derart angeordnet,
daß durch Querwand, Deckelplatte und Seitenwände der Schale je eine Kammer 8 und 9 gebildet wird.
Jede Kammer enthält zwei seitliche Ausflußöffnungen
10, welche durch einen gemeinschaftlichen Schieber 11 überdeckt sind, so
daß die Überströmhöhe dadurch bestimmt werden kann. Diese Schieber sind den Ausfiußöffnungen
gegenüber je mit einem Mundstück versehen. In jeder Schalenhälfte ist ein
Trichter 12 vorgesehen, welcher die Deckelplatte durchdringt, um das Einführen von
Flüssigkeit in die Kammer ermöglichen zu können. In geeigneter Weise ist oberhalb des
Behälters 3 ein kleinerer Behälter 13 vorgesehen, zu welchem die abzumessende Flüssigkeit
geführt wird. Unterhalb desselben ist ein Verteiler angeordnet, von welchem zwei senkrechte
Zuleitungsrohre 14 ausgehen, deren Mündungen sich gegenüber den Trichtern 12
befinden. Verteiler und Behälter stehen durch ein an einem Hebel 15 beweglich aufgehängtes ·
Ventil 16 miteinander in Verbindung.
An dem Gestell, welches zwischen den Behältern 3 und 13 angeordnet ist, sind in geeigneter
Weise zwei Verbindungsstücke 17 vorgesehen, auf welchen je eine Klinke 18. drehbar
gelagert ist. In der Ruhelage liegt die Klinke auf einer am Verbindungsstück angeordneten
Unterlagplatte (Fig. 3). Ferner ist auf jedem Verbindungsstück in geeigneter Weise mittels Schneiden ein Hebel 19 drehbar
gelagert. Der kurze Arm dieses Hebels ist am freien Ende hakenförmig umgebogen und
liegt gegenüber einem an der Klinke angeordneten Anschlagstift 20, während der lange
Arm ungefähr in der Mitte mit einem Fanghaken 21 versehen ist und am Ende eine Zugstange
22 trägt (Fig. 1).
Außerdem ist an dem Verbindungsstück 17 (Fig. 3) ein völlig geschlossenes Rohr 23
drehbar angeordnet, welches in bekannter
Weise teilweise mit Quecksilber gefüllt ist. Dieses Rohr steht mit der Mitte des kurzen j
Armes des Hebels 19 in Verbindung, an welcher Stelle noch Gegengewichte 33 vorgesehen
sind.
In dem Behälter 3 ist ferner ein Füllkasten 24 an Zapfen, welche entlang einer Rinne des
Behälters geführt werden, in senkrechter Ebene verschiebbar gelagert. Der Boden desselben
besitzt eine Ausflußöffnung, welche durch ein Ventil 25 verschlossen gehalten
wird. Das Ventil selbst ist an der Zugstange 22 aufgehängt.
Der Apparat arbeitet. in folgender Weise:
. Es möge der obere Behälter 13 mit Flüssigkeit gefüllt, das Ventil 16 gehoben sein und
die Wippschale sich, in der in Fig. 1 gezeichneten Lage befinden, wobei die rechte Klinke
18 mit der rechten Nase 5 in Eingriff steht.
Fließt nunmehr Flüssigkeit von dem oberen Behälter 13 durch den Verteiler und die beiden
Zuleitungsrohre 14, so gelangt sie durch die beiden Trichter 12 in die Kammer 8.
Diese wird darauf allmählich gefüllt. Das Gewicht der Wippschale ist nun derart ausgeglichen, daß schon nach einer kleinen Füllung einer der Kammern der Schwerpunkt derart verlegt wird, daß ein Umkippen der Schaukelschale erfolgen mußte, wenn nicht die Klinke 18 dieses verhinderte.
Diese wird darauf allmählich gefüllt. Das Gewicht der Wippschale ist nun derart ausgeglichen, daß schon nach einer kleinen Füllung einer der Kammern der Schwerpunkt derart verlegt wird, daß ein Umkippen der Schaukelschale erfolgen mußte, wenn nicht die Klinke 18 dieses verhinderte.
Das Gleichgewicht ist also aufgehoben, die Schale behält aber ihre Lage. Gelangt die
Flüssigkeit nunmehr bis an die Ausflußöffnung 10, so fließt sie über das Mundstück des
Schiebers 11 in den Füllkasten 24.
Es erfolgt nunmehr ein allmähliches Füllen des Kastens 24, während derselbe zu gleicher
Zeit durch das Gewicht der Flüssigkeit gesenkt wird, wobei also das Ventil 25 samt Hebei
mitbewegt wird und der hakenförmige Arm des Hebels 19 sich dem Anschlagstift 20
nähert. Ist der Kasten 24 beinahe in seine tiefste Lage gekommen, so stößt der hakenförmige
Arm gegen den Stift 20; das Rohr 23 ist inzwischen in eine wagerechte Lage gedreht
worden. Durch die Beweglichkeit und Schwere des Quecksilbers erfolgt nun eine plötzliche Senkung des freien Endes des
Rohres 23, wodurch die Klinke 18 gehoben und die Schaukelschale freigegeben wird. Zu
gleicher Zeit wird das Ventil 25 gesenkt, indem der Prellstift 6 in den Fanghaken 21
greift und somit den Hebel 19 gänzlich abwärts zieht, wodurch eine Entleerung des
Füllkastens 24 erfolgt.
Während der Umkippung kommt der an der anderen Seite gelegene, also linke Fanghaken
21 frei von dem zugehörigen Prellstift 6, wodurch nunmehr durch die Gewichte 33 der
linke Hebel 19 gedreht wird. Das Ventil 25 und der Füllkasten 24 zur linken Seite werden
hierdurch ebenso wie das linke Quecksilberrohr 23 gehoben, wodurch die linke Nase 5
gegen die inzwischen gesenkte Klinke 18 zum Anlegen gebracht wird.
Es befindet sich somit die rechte Kammer 9 unterhalb der beiden Zuleitungsröhren 14, und
es wiederholt sich der beschriebene Vorgang.
Das Ventil 16 soll während der Bewegung der Wippschale die Flüssigkeitszufuhr absperren.
Zu diesem Zweck ist der Hebel 15 mit der Welle 2 unter Einschaltung einer besonderen
Vorrichtung in Verbindung gebracht, welche außerhalb des Behälters 3 angeordnet ist (Fig. 2 und 4). Dieselbe besteht.
im wesentlichen aus einem Gestell 26, welches zwei senkrecht nach unten hängende Kulissen
27 enthält. An dem Hebel 15 ist eine Zugstange 28 vorgesehen, an welcher ein Tümmler
29 angeordnet ist, welcher gegenüber dem Gestell 26 liegt. Dieser Tümmler enthält zwei
Rollenpaare 30 und 31, von denen die Rollen
30 innerhalb der Kulisse, die Rollen 31 jedoch außerhalb derselben liegen und von einer an
der Welle 2 angeordneten Daumenscheibe 32 bewegt werden können. Ferner ist der Radius
des Kulisserikreises ebenso groß wie die Entfernung" der beiden Rollen 30.
Die Wirkung dieser Anordnung ist nun folgende : Bei geöffnetem Ventil befindet sich
der Tümmler in der in Fig. 4 gezeichneten Lage, so daß die rechte Rolle 30 in der höchsten
Lage in der rechten Kulisse und die linke Rolle 31 gegen den Daumen der Daumenscheibe
32 anliegt. Befindet die Wippschale sich in der Lage der Fig. 1 und wird dieselbe
umgelegt, so wird zugleich die Daumenscheibe 32 nach rechts gedreht. In demselben Augenblick
wird, da der Tümmler durch das Gewicht des Ventils 16 stets aufwärts gezogen
wird, und da die linke Rolle 31 sich entlang der Daumenscheibe aufwärts bewegen kann,
die rechte Rolle 30 aber stehen bleibt, die linke Rolle 30 sich aufwärts bewegen, bis dieselbe
in die höchste Lage der linken Kulisse zu liegen kommt (in Fig. 4 strichpunktiert dargestellt)
.
Das Ventil 16 wird also sofort beim Anfang der Drehung der Wippschale freigegeben und
sich schließen. Durch die weitere Drehung der Welle 2 wird die Daumenscheibe 32 mit
der rechten Rolle 31 in Berührung kommen und dieselbe abwärts drücken, wodurch die
rechte Rolle 30 gesenkt wird. Die linke Rolle 30 behält aber ihre Lage. Indem die Stange
28 nunmehr abwärts gezogen wird, wird das Ventil 16 sich öffnen. Das Ventil sperrt also
nur während der Kippbewegung der Schaukelschale die Flüssigkeitszufuhr selbsttätig ab.
Mit der neuen Wippschale wird ein sehr genaues Abmessen erreicht, indem das Umkippen
indirekt von der Schwerpunktver-
legung, direkt aber nur von dem Füllen des Füllkastens 24 abhängig ist, welches Füllen
immer allmählich erfolgt, während das Umlegen der Klinke immer bei einer gleich großen Flüssigkeitsmenge in dem Füllkasten
stattfindet. Die abgemessene Flüssigkeitsmenge setzt sich also zusammen aus dem Inhalt
der Schaukelschale und dem Inhalt der Füllkasten und ist immer dieselbe.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Selbsttätiger Flüssigkeitsmesser mit zweiteiligem Kippgefäß und mit Überlaufbehältern zur Umsteuerung des während des Füllens festgehaltenen Gefäßes, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende eines Schwinghebels (19) hinter die das Gefäß festhaltende Sperrklinke (18) faßt und diese anhebt, sobald das andere Ende, das den Überlaufbehälter (24) trägt, von diesem niedergezogen wird, so daß das Gefäß umkippt und sich dabei mit einem Zapfen (6) in einem Fanghebel (21) fängt, der an dem Schwinghebel (19) sitzt und diesen noch weiter dreht, wodurch das Ventil des Überlaufbehälters geöffnet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE226259T | 1908-06-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE226259C true DE226259C (de) | 1910-09-30 |
Family
ID=486822
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1908226259D Expired DE226259C (de) | 1908-06-18 | 1908-06-18 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE226259C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2529094A1 (fr) * | 1982-06-29 | 1983-12-30 | Roussel Uclaf | Dispositif doseur verseur |
-
1908
- 1908-06-18 DE DE1908226259D patent/DE226259C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2529094A1 (fr) * | 1982-06-29 | 1983-12-30 | Roussel Uclaf | Dispositif doseur verseur |
| EP0098219A1 (de) * | 1982-06-29 | 1984-01-11 | Roussel-Uclaf | Vorrichtung zur dosierten Zugabe |
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