DE155083C - - Google Patents

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DE155083C
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amidonaphthol
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 155083 KLASSE 22 a.
Es hat sich gezeigt, daß man aus ι · 2-Amidonaphtol-mono- und -disulfosäuren zu neuen Azofarbstoffen sauren Charakters gelangen kann, welche auf Wolle in roten bis violetten Tönen aufziehen. Diese direkten Färbungen besitzen jedoch nicht genügende Echtheitseigenschaften. Hingegen gelingt es durch Nachbehandlung der Färbungen mit Chrom- oder Eisensalzen, vorzugsweise
ίο Kaliumbichromat oder Eisenacetat, auf der Faser zu außerordentlich echten dunklen Lacken zu gelangen, die von technischer Bedeutung sind.
Zur Darstellung dieser Farbstoffe verfährt man beispielsweise \vie folgt:
24 Teile i-Amido-2-naphtol-4-sulfosäure (100 Prozent) werden in der zur Lösung nötigen Menge Natriumacetat und Wasser oder Soda und Wasser kalt gelöst, von event.
Verunreinigungen durch Filtration getrennt und mit 200 Teilen Essigsäure von 30 Prozent angesäuert. Hierbei fällt ein Teil der freien Säure aus. Man kühlt nun auf 10 bis 15° C. und läßt unter fortwährender Rührung langsam eine Lösung von so viel Natriumnitrit zufließen, als zur Beendigung der Diazotierung nötig ist. Während des Prozesses, der mehrere Stunden dauert, geht die Amidonaphtolsulfosäure langsam in Lösung. Sobald alles eingelaufen ist, fügt man Soda zu bis zur deutlich alkalischen Reaktion und läßt alsdann eine Lösung von 11 Teilen Resorcin, 16 Teilen Natriumhydroxyd und 1000 Teilen Wasser zufließen. Nun wird während 24 Stunden kalt gerührt, dann langsam auf 80° C. angewärmt, mit Salzsäure angesäuert und der Farbstoff ausgesalzen, filtriert, gepreßt und getrocknet. Er bildet ein dunkelbraunes Pulver, das sich in Wasser und Alkohol mit bordeauxroter, in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter, in Sodalösung mit violetter Farbe leicht auflöst. Aus saurer Lösung auf Wolle gefärbt, zeigt er bordeauxrote Töne, die bei der Nachbehandlung mit Chromsalzen in ein tiefes Violettschwarz, mit Eisensalzen in ein gedecktes Braun von hervorragender Echtheit übergehen.
Zur Erreichung eines ähnlichen Endeffektes läßt sich die Essigsäure des Beispiels auch durch andere organische Säuren, wie Oxalsäure, Weinsäure, Phtalsäufe usw., ersetzen, während bei Verwendung von Mineralsäuren an Stelle der organischen Säuren eine Diazotierung überhaupt nicht stattfindet. Man kann ferner auch derart verfahren, daß die freie Amidonaphtolsulfosäure in wäßriger Suspension ohne anderweitigen Säurezusatz direkt mit Natriumnitrit behandelt wird, wobei nach längerer Rührung gleichfalls eine Lösung der Säure eintritt und ein ähnlicher Farbstoff erhalten werden kann, der jedoch erheblich weniger rein -ist. Des ferneren kann auch so verfahren werden, daß die Lösung des Natriumsalzes der Amidonaphtolsulfosäure, gemischt mit der zur Diazotierung nötigen Menge Natriumnitrit, successive in die verdünnte Lösung der
organischen Säure einlaufen gelassen wird. Als wesentlich für die Farbstoffdarstellung aus den ι · 2- Amidonaphtolmonosulfosäuren muß die Anwesenheit überschüssigen Ätzalkalis oder überschüssiger Soda in der Resorcinlösung angesehen werden.
In ähnlicher Weise entstehen aus anderen ι -Amido-2-naphtol-mono- bezw. -disulf osäuren und Resorcin Farbstoffe ähnlichen Charakters.
ίο Man erhält z.B. aus ι «2-Amidonaphtol-6-sulfosäure einen roten Farbstoff, der in Wasser und Alkohol mit roter, in konzentrierter Schwefelsäure mit fuchsinroter und in Sodalösung mit rotvioletter Farbe löslich ist. Der Farbstoff zieht aus saurem Bade auf Wolle in roten Tönen, die bei der Nachbehandlung mit Chromsalzen in ein braunes Violett, mit Eisensalzen in ein gelbstichiges Braun übergehen.
Aus der !•2-Amidonaphtol-4»6-disulfosäure (erhältlich durch Reduktion der i-Nitroso-2-naphtol-6-sulfosäure mittels schwefliger Säure) entsteht in gleicher Weise ein leicht löslicher roter Farbstoff, dessen Färbungen auf Wolle bei der Nachbehandlung mit Kaliumbichromat ein tiefes Violett geben.
Mit Eisensalzen entsteht auf der Faser ein schönes Braun. Der Farbstoff löst sich leicht in Ätznatron mit gelblichroter, in Soda mit violetter, in konzentrierter Schwefelsäure mit fuchsinroter Farbe.
Gegenüber den früheren erfolglosen Diazotierungsversüchen an 1 •2-Amidonaphtolsulfosäuren (s. z. B. Ber. 25, S. 983, Ber. 21, S. 3468 und 3475) ist der Ausschluß freier Mineralsäure, wäfirend des Diazotierungsprozesses als wesentlich zu betrachten. Hierbei ist es für den Reaktionsverlauf nicht gleichgültig, wieviel organische Säure verwendet wird, indem der Prozeß bei Anwesenheit eines Über-Schusses sehr viel rascher und glatter verläuft. Verwendet man nur die theoretische Menge, so läßt sich die Diazotierung über-, haupt nicht quantitativ zu Ende führen. Dieses merkwürdige Verhalten der 1 · 2-Amidonaphtolsulfosäuren ist bisher vollkommen unerklärlich.
Es ist daher auch nicht möglich, den Verlauf des Kupplungsprozesses am Resorcin vollständig zu verfolgen. Dagegen wurde die Beobachtung gemacht, daß Mono- bezw. -disulfosäuren sich etwas abweichend verhalten, indem erstere ganz beträchtlich viel schwerer, meist nur bei Gegenwart überschüssigen Ätzalkalis zur Reaktion gelangen. Andere Komponenten als Resorcin vermochten bisher nicht aufgefunden zu werden. Selbst leicht kuppelnde Phenole wie a-Naphtol, ß-Näphtol oder ι · 5-Amidonaphtol reagieren nur ganz unvollkommen und geben deshalb keine technisch brauchbaren Resultate.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Monoazofarbstoffen aus 1 · 2-Amidonaphtolsulfosäuren, darin bestehend, daß man die in Gegenwart organischer Säuren erhältlichen Diazoverbindungen dieser Säuren auf eine Lösung von Resorcin in überschüssigem Ätzalkali einwirken läßt.
    Seelin, gedruckt in der reichsdrüCkerei.
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