CH118596A - Einrichtung zur Sicherung von Schienenfahrzeugen auf eingleisigen Strecken gegen entgegenkommende und nachfolgende Fahrzeuge. - Google Patents
Einrichtung zur Sicherung von Schienenfahrzeugen auf eingleisigen Strecken gegen entgegenkommende und nachfolgende Fahrzeuge.Info
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Description
Einrichtung zur Sicherung you Schienenfahrzeugen auf eingleisigen Strecken gegen entgegenkommende und nachfolgende Fahrzeuge.
Bei der den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung bildenden Einrichtung zur Siche rung von Schienenfahrzeugen auf eingleisi- gen Strecken gegen entgegenkommende und nachfolgende Fahrzeuge sind zwischen den beiden Schienen des Gleises zwei gegenein ander isolierte Leifungen angeordnet, die in gewissen Abstä. nden in wechselstä. ndiger An- ordnung unterbrochen sind.
Die auf der be treffenden Strecke verkehrenden Fahrzeuge sind mit einem Kontaktorgan versehen, das stets wenigstens mit der einen von jenen Lei tungen in Berührung steht und mit der Achse des Zeigers eines fortwährend in Gang be findlichen Uhrwerkes elektrisch leitend ver bunden ist ; dieser Zeiger gleitet bei seiner
Drehung an Kontaktstücken vorbei, die in zwei Systemen gegeneinander versetzt angeordnet sind. Das eine System ist an eine Stromquelle, das andere an einen auf dem Fahrzeug angeordneten Anzeigeapparat angeschlossen.
Die beigegebene Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung zwei Ausfüh- rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 stellt im Grundriss eine gerade
Gleisstrecke dar ;
Fig. 2 ist ein Querschnitt derselben,
Fig. 3 eine Seitenansicht derselben nebst den an und auf einem Fahrzeug befindlichen
Teilen der Sicherungseinrichtung ; Fig. 4 stellt im Grundriss eine Gleis strecke mit Weiche dar.
Zwischen den beiden Schienen des Glei ses sind zwei gegenüber den Unterlagen, zum
Beispiel den Schwellen, und auch unter sich isolierte Leitungsdrähte I und II nebenein ander herlaufend angeordnet. Sie weisen in gewissen Abständen Unterbrechungen auf, wie b, b... in der Leitung I, u, bob... in der Leitung II. Diese, zum Beispiel nur über wenige cm sich erstreckenden Unterbruchstellen folgen sich'beispielsweise alle 2 km, sind jedoch wechselständig, das heisst um je 1 km von der Unterbrechung der einen Leitung entfernt befindet sich die Unter brechung der andern Leitung.
Die an den Schleifbügel a angeschlossene Leitung c ist durch eine Leitung d mit der chse des Zeigers z eines fortwährend in Gang befindlichen Uhrwerkes M verbunden.
Der Zeiger streicht bei seiner Drehung an Eontaktstüeken i und k vorbei, die in zwei Systemen gegeneinander versetzt angeordnet sind. Die Lücken je zwischen zwei benachharten Kontaktstücken i und Ic sind nur sehmal, jedenfalls nur wenig breiter als der Zeiger z. Das System der Kontaktstücke i steht mit einer auf dem Fahrzeug unterge- brachten Stromquelle b, zum Beispiel einer Akkumulatorbatterie oder einem Transformator, in Verbindung, dasjenige der Eontakt- stücke k durch eine Leitung n mit elektri- schen Lampen f. In diesen letzterwähnten Stromkreis ist ein Spannungsmesser v eingeschaltet.
Von den Lampen f führt eine Leitung nach einer Sekundenuhr g und weiter einerseits nach Erde (E) und anderseits nach einer Einrichtung li, zur Auslösung, beispielsweise mittelst eines Elektromagnetes, einer Bremse. Von dieser Einrichtung h führt eine Leitung r durch das Fahrzeug hin- durch nach Erde E. Anstatt des Schleif- bügels a können selbstverständlich, zum Beispiel Gleitrollen oder andere Iiontalitorgane vorgesehen sein.
Eine zunächst nur von einem Fahrzeug befahrene Strecke zwischen zwei Unterbre- chungsstellen der einen oder andern Leitung I bezw. II, im angenommenen Falle 2 lim, empfängt aus der auf diesem Fahrzeug selbst vorgesehenen Stromquelle b jeweilen Strom, wenn der Zeiger z des Uhrwerkes u an einem der Kontaktstücke i vorbeistreicht ;
der Strom geht von der Zeigerachse durch die Leitungen d und c in den Schleifbügel a. Iiommt nun aber auf dem gleichen Gleise von vorn oder-hinten her ein in gleicher Weise ausgerüstetes Fahrzeug auf jene schon besetzte, zwischen zwei Unterbrechungsstellen der einen Leitung, zum Beispiel I, liegende und nur eine Unterbrechungsstelle der andern Leitung, zum Beispiel II, aufweisende Strecke, so dass Gefahr im Verzug ist, so empfängt die betreffende Leitung I auch von diesem zweiten Fahrzeug in der vorhin beschriebene@ Weise intermittierenden Strom, der vom Schleifbügel a des ersterwähnten Fahrzeuges abgenommen und durch die Lei tungen e und d naeh der Achse des Zeigers z der Uhr u fliesst.
So oft der Zeiger an einem der hontaktstücke AG vorbeistreieht, wird der Stromkreis o. M geschlossen, in den der Spannungsmesser r und die Lampen 1 eingeschaltet sind : durch das Aufleuchten der Lampen wird der Führer auf die Gefahr aufmerksam gemaelit, so dass er sein Fahrzeug zum Stillstand bringen kann.
Unter. lässt er dies aus Unachtsamkeit oder infolge eines ihm zugestossenen Unfalles, so wird durch die vom zufliessenden Strom ausgelöste und hernach von selbst laufende Sekunden- uhr g, naehdem deren Zeiger längstens nach wenigen Sekunden eine gewisse Teildrehung zurüekgelegt hat, der Stromkreis direkt nach Erde unterbrochen und dafür derjenige nach der Einrichtung la geschlossen, so dass die Bremse angestellt wird. Der gleiche Vorgang spielt sich auch auf dem zweiten Fahrzeug ab.
Beim Ausführungsl) eispiel gemäss Fig. 4 ist an der Weiche ein Kasten q, zum Beispiel aus Gusseisen, angebracht, in welchem ein vom Weiehenbock oder von einem Stell- werk aus beim Umstellen der Weiche mittelst der Weichenzugstange s betätigter Schalthebel m untergebracht ist, Der Kasten enthält zwei isolierte Kontaktpflocke p'und p", mit deren einem der Schalthebel w in seinen beiden Endstellungen in Berührung kommt.
Die beiden Leitungen I und II auf der Strecke, von welcher das Gleise bei der Weiche abzweigt, sind mit dem Kasten q oder mit dem Schalthebel w selbst leitend verbunden. Die in der geraden Fortsetzung derselben liegenden Leitungen I'und II'sind an den Kontaktpflock p@, die in der abgezweigten Strecke liegenden Leitungen I"und II"an den andern hontaktpflock p"ange- schlossen. Je nach der Stellung des Schaltlebels, entsprechend der Weichenstellung, fliesst der Strom beim Befahren der Strecke entweder in gerader Linie aus I und II nach I' und II' oder umgekehrt, oder aber in schragPr Richtung aus T und II nach T"und II"oder nmgekelirt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Einrichtung zur Sicherung von Schienen tallrz (ugen auf eingleisigen Strecken gegen entgegenkommende und nachfolgende Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Schienen des Gleises zwei gegeneinander isolierte Leitungen angeordnet'sind, die in gewissen Abständen in wechselstandiger Anordnung unterbrochen sind, und dass jedes auf der betreffenden Strecke verkehrende Fahrzeug mit einem Kontaktorgan versehen ist, das stets wenigstens mit der einen von jenen Leitungen in Berührung steht und mit der Achse des einem immerw hrend in Gang befindlichen Uhrwerk angehorigen Zeigers elektrisch leitend verbunden ist, in dessen Bahn sich zwei gegeneinander versetzte Systeme von Kontaktstücken befinden,von welchen Systemen das eine an eine auf dem Fahrzeug selbst vorgesehene Stromquelle, das andere an einen ebenfalls auf die sem,Fahrzeug angeordneten Anzeigeapparat angeschlossen ist, so dass bei Drehung des Zeigers das ersterwähnte Kontaktorgan abwechselnd mit der Stromquelle und mit dem Anzeigeapparat in leitende Verbindung tritt.UNTER A NSPRtSCHE : 1. Einrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, daB der Anzeige apparat dureh mindestens eine elektrische Lampe gebildet ist.2. Einrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Stromkreis Kontaktorgan, Zeiger, Anzeigeapparat eine Uhr eingeschaltet ist, die in Gang gerät, wenn der Strom diesen Stromkreis durch fliesst, und auf eine Einrichtung zur Aus lösung einer Bremse einzuwirken vermag.3. Einrichtung gemäss Patentanspruch, da clurch gekennzeichnet, dass an einer Wei chenstelle mit der Weichenzugstange ein in einem Kasten untergebrachter Schalt hebel in Wirkungsverbindung steht, der in jeder seiner Endstellungen mit je einem im Kasten isoliert angeordneten Kontakt- pfloek in Berührung tritt, an deren einem die zwischen den Schienen der fortlaufen den Gleisestrecke, an deren anderem die zwischen den Schienen der abgezweigten Gleisestrecke liegenden Leitungen ange schlossen sind, während mit dem Schalt hebel selbst die zwischen der durch die Weiche unterbrochenen Strecke liegenden Leitungen in stromleitender Verbindung stehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH118596T | 1926-07-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH118596A true CH118596A (de) | 1927-06-01 |
Family
ID=4377591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH118596D CH118596A (de) | 1926-07-03 | 1926-07-03 | Einrichtung zur Sicherung von Schienenfahrzeugen auf eingleisigen Strecken gegen entgegenkommende und nachfolgende Fahrzeuge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH118596A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3771808A (en) * | 1971-07-12 | 1973-11-13 | H Duerst | Portable carcass skid |
-
1926
- 1926-07-03 CH CH118596D patent/CH118596A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3771808A (en) * | 1971-07-12 | 1973-11-13 | H Duerst | Portable carcass skid |
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