AT238190B - Verfahren zur Herstellung von neuen β-Carbolin-carbonsäureamid-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen β-Carbolin-carbonsäureamid-Derivaten

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AT238190B AT123963A AT123963A AT238190B AT 238190 B AT238190 B AT 238190B AT 123963 A AT123963 A AT 123963A AT 123963 A AT123963 A AT 123963A AT 238190 B AT238190 B AT 238190B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von neuen   ss-Carbolin-carbonsäureamid-Derivaten   
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer ss Carbolin-carbonsäureamidDerivate und deren Salzen mit anorganischen und organischen Säuren. Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften und entsprechen der allgemeinen Formel I :

   
 EMI1.1 
 in der R ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen, einen Trifluormethylrest, einen Phenyl- oder einen Benzylrest, -NR1R2 eine Aminogruppe, eine Hydrazinogruppe, eine Mono- oder Dialkylaminogruppe mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen pro Alkylrest, eine Dialkylaminoalkylaminogruppe mit insgesamt höchstens 6 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxyalkylaminogruppe mit hochstens 3 Kohlenstoffatomen, eine Anilinogruppe, eine Phenylalkylaminogruppe mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, eine Pyridylamino- oder eine Pyridylalkylaminogruppe mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen im Alkylrest,   R   ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit   1 - 5   Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe, R4 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit   1 - 5   Kohlenstoffatomen,

   entweder 
 EMI1.2 
 genatom oder eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit   1 - 3   Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxylgruppe bedeuten. 



   Wie nun überraschenderweise gefunden wurde, wirken diese Verbindungen, welche eine wesentlich geringere Toxizität als das 1-Methyl-9H-pyrido[3,4-b]indol aufweisen, auf das Zentralnervensystem und zeigen auch cardiovasculäre Effekte. Infolge ihrer sedativ-ataraktischen, narkosepotenzierenden, anticonvulsiven, serotoninantagonistischen und antihypertensiven Wirksamkeit können Verbindungen aus dieser Klasse als Psychosedativa (Tranquilizers) verwendet werden. 



   Als Alkylreste für die Substituenten R,   R, R   und    R   seien beispielsweise genannt : Der Methyl-,   Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Amyl-und Isoamylrest. Der Substituent-NR1R kann ausser den spezifisch erwähnten Resten beispielsweise eine Methylamino-, Äthylamino-, Propylamino-, Isopropyl-   amino-, Butylamino-, Amylamino-, Dimethylamino-, Diäthylamino-, Methyläthylamino-, Dipropylamino-, Dimethylaminoäthylamino-, Diäthylaminoäthylamino-, Hydroxymethylamino-,   a-und ss-Hy-   droxyäthylamino-, Benzylamino-, Phneyläthylamino- oder eine ss-Pyridyläthylaminogruppe sein. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Zur Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I behandelt man substituierte Tryptamide   (=&alpha;

  -Amino-ss-(indol-(3))-propionsäureamide)   der allgemeinen Formel   II :   
 EMI2.1 
 in der R1, R2, R3, R4, R5 und Y die oben angegebene Bedeutung haben, mit einem Aldehyd der allgemeinen Formel III : 
 EMI2.2 
 in der R die oben angegebene Bedeutung hat. 



   Gewünschtenfalls wird ein so erhaltenes Amid der Formel I (X = 0) durch Umsetzung mit Phosphorpentasulfid in ein Thioamid der Formel I (X = S) übergeführt und anschliessend durch Dehydrierung eine 
 EMI2.3 
 über. 



   Mit anorganischen oder organischen Säuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Äthandisulfonsäure, ss-Hydroxyäthansulfonsäure, Essigsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Citronensäure, Benzoesäure, Salicylsäure, Mandelsäure sowie mit weiteren geeigneten Säuren bilden die neuen Verbindungen Salze, welche zum Teil eine gute   Wasserlöslichkeit   zeigen. 



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemässe Verfahren näher. Die Temperaturangaben beziehen sich auf die Celsius-Skala. 
 EMI2.4 
 ge alkalisch gestellt und dreimal mit je 200 ml   CHCl3   extrahiert. Die Extrakte werden über    CO ge-   trocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus CHCl, umkristallisiert und im Vakuum getrocknet. Die Ausbeute beträgt 1, 17 g (51%), der Schmelzpunkt 206 - 208 . 



   Analog erhält man aus Phenylacetaldehyd und Tryptophanamid   das 1-Benzyl-1, 2, 3,   4-tetrahydro-ss-carbolin-3-carbonsäureamdi, Smp.   197-198 ,   aus Formaldehyd und Tryptophanamid das 1, 2, 3, 4-Tetrahydro-ss-carbolin-3-carbonsäureamid, Smp. 2220, aus Benzaldehyd und Tryptophanamid das   l-Phenyl-l,   2,   3, 4-tetrahydro-ss-carbolin-3-carbonsäureamid,   Smp.   232-2350, und aus Trifluor-   
 EMI2.5 
 
2, 3,Beispiel2 :1-Methyl-ss-carbolin-3-thiocarbonsäureamid. 



   Eine Mischung von 5, 00 g nach Beispiel 4 hergestelltem 1-Methyl-ss-carbolin-3-carbonsäureamid, 100 ml trockenem Pyridin und 5, 00 g Phosphorpentasulfid wird unter Rühren während   2 1/2 h unter   Rückfluss gekockt. Die Mischung wird abgekühlt, in eine Mischung von Eis und Ammoniak gegossen, mit Wasser auf 4 l verdünnt und filtriert. Der Filterkuchen wird mit Wasser gewaschen und aus 150 ml   60% gem   wässerigem 2-Methoxyäthanol umkristallisiert. Der Schmelzpunkt beträgt   258-260 ,   die Ausbeute 1, 30 g. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
3 : 1-Methyl-ss-carbolin-3-carbonsäureamid-methansulfonat.ssem Methanol gelöst, 2 ml Methanulsonfsäure werden hinzugefügt, worauf   das gewünschte Salz   fast augenblicklich auskristallisiert.

   Es wird abfiltriert, mit Methanol gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute beträgt 3,2 g, der Schmelzpunkt 3360. 



   Beispiel4 :1-Methyl-ss-carbolin-3-carbonsäureamid. 



   260 g 1-Methyl-1, 2, 3, 4-tetrahydro-ss-carbolin-3-carbonsäureamid, welches nach Beispiel 1 hergestellt wird, werden mit 72, 4 g Schwefel und 17,30 ml Dimethylformamid bei   140 - 1500   während 20 h gerührt. Die abgekühlte Lösung wird in eine grosse Menge Eiswasser gegossen, die Kristalle werden abfiltriert, mit Wasser gewaschen, getrocknet und aus einer Mischung von Methanol und Dioxan mit einer Ausbeute von 180, 7 g   (70, 70/0)   umkristallisiert. Der Schmelzpunkt beträgt   284 - 2850.   



   Analog Beispiel 4 erhält man durch Dehydrierung aus 1-Trifluormethyl-1, 2,3, 4-tetrahydro-ss-carbo- 
 EMI3.2 
 reamid das   1-Isopropyl-ss-carbolin-3-carbonsäureamid,   Smp.   275-2760, aus 1-Phenyl-1,   2,3, 4-tetrahydro-ss-carbolin-3-carbonsäureamid das 1-Phenyl-ss-carbolin-3-carbonsäureamid, Smp.   262 - 2630   und aus   1-Benzyl-1,   2,3,   4-tetrahydro-ss-carbolin-3-carbonsäureamid   das   1-Benzyl-ss-carbolin-3-earbonsäu-   reamid, Smp.   2080.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen ss-Carbolin-carbonsäureamid-Derivaten der allgemeinen Formel I : EMI3.3 in der R ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen, einen Trifluormethylrest, einen Phenyl- oder einen Benzylrest, -NR1R2 eine Aminogruppe, eine Hydrazinogruppe, eine Mono-oder Dialkylaminogruppe mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen pro Alkylrest, eine Dialkylaminoalkylaminogruppe mit insgesamt höchstens 6 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxyalkylaminogruppe mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen, eine Anilinogruppe, eine Phenylalkylaminogruppe mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, eine Pyridylamino- oder eine Pyridylalkylaminogruppe mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, Rs ein Wasserstoffatom,
    eine Alkylgruppe mit 1 - 5 Kohlenstoffatomen oder eine EMI3.4 Bindung und Z. und Z je ein Wasserstoffatom, X 0 oder S, und Y ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 - 3 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxylgruppe bedeuten sowie von deren Salzen mit anorganischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man substituierte < x-Amino-ss-indol- (3)-propionsäureamide (Tryptamide) der allgemeinen Formel II : EMI3.5 <Desc/Clms Page number 4> in der R1, R2, R3, R4, R5 und Y die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, mit einem Aldehyd der allgemeinen Formel III :
    EMI4.1 in der R die oben angegebene Bedeutung hat, umsetzt und gewünschtenfalls eine so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I, in der X = 0 ist, durch Umsetzung mit Phosphorpentasulfid in eine Verbindung mit X = S umwandelt, sowie ferner gewünschtenfalls durch Dehydrierung eine Verbindung der allge- EMI4.2 sowie Z1 und Z, je zusammen eine zusätzliche Bindung bedeuten, umwandelt und weiter gewünschtenfalls eine Verbindung der allgemeinen Formel I in deren Salz mit einer anorganischen oder organischen Säure überführt.
AT123963A 1961-01-18 1962-01-17 Verfahren zur Herstellung von neuen β-Carbolin-carbonsäureamid-Derivaten AT238190B (de)

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