AT146504B - Verfahren zur Herstellung von Amiden der Pyrazinmonocarbonsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Amiden der Pyrazinmonocarbonsäure.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Amiden der Pyrazinmonocarbonsäure. 



   Es wurde gefunden, dass man die bisher unbekannten Amide der Pyrazinmonocarbonsäure der Formel Py.   NRR'   (worin Py den Rest der Pyrazinmonocarbonsäure, R Wasserstoff oder einen gegebenenfalls durch eine Hydroxyl-bzw. Aminogruppe substituierten Kohlenwasserstoffrest, R'ebenfalls Wasserstoff oder einen Rest der angegebenen Art bzw. eine primäre oder sekundäre Aminogruppe bedeutet) ohne Schwierigkeiten herstellen kann, wenn man   Pyrazinmonocarbonsäurechlorid   oder-alkylester in der zur Darstellung von Säureamiden üblichen Weise mit Ammoniak oder entsprechend substituierten primären bzw. sekundären Aminen in der Kälte oder bei erhöhter Temperatur umsetzt.

   Geht man von   Pyrazinmonocarbonsäurechlorid   aus, so wird die Umsetzung zweckmässig in Gegenwart wasserfreier Lösungsmittel, wie Essigester, Benzol usw., vorgenommen, wogegen sich die Zugabe eines Lösungsmittels in vielen Fällen erübrigt, wenn Pyrazinmonocarbonsäurealkylester verarbeitet werden. Im Falle der Umsetzung dieser Verbindungen mit Hydrazinhydrat wird zweckmässig ein niedermolekularer, aliphatischer Alkohol als Lösungsmittel verwendet. 



   Als zur Umsetzung geeignet kommen Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Oxyalkyl-oder Aminoalkylamine sowie Hydrazin bzw. dessen Alkyl-oder Arylsubstitutionsprodukte in Betracht. Die in den Beispielen zum Audruck kommende Mannigfaltigkeit zeigt die   Anwendungsmöglichkeiten   des vorliegenden Verfahrens. 



   Die nach diesem herstellbaren Pyrazinmonocarbonsäureamide, zu welchen auch die Hydrazide zählen sollen, zeigen überraschenderweise bemerkenswerte pharmakologische Eigenschaften, die sie therapeutisch wertvoll machen : Die neuen Verbindungen, vorzugsweise die Hydrazide, sind ausgezeichnet Analeptika ; sie regen die Herzarbeitsleistung an, unterstützen den Blutkreislauf, vermehren Atemtiefe und Atemfrequenz. 



   Beispiel 1 :   1 Gew.   Teil   Pyrazinmonocarbonsäuremethylester   (F= 62 ) wird in 1 Raumteil Methanol warm gelöst ; zur abgekühlten Lösung werden 2 Raumteile einer bei   0"gesättigten   Lösung von Ammoniak in Methanol gegeben. Nach einiger Zeit kristallisiert der Kolbeninhalt unter Selbsterwärmung durch. Nach einigen Stunden wird abgesaugt und mit kaltem Methanol gewaschen, wobei   0'75-0'8   Gew. Teile   Pyrazinmonocarbonsäureamid   vom F==188  erhalten werden. 



   Beispiel 2 : 20 Gew. Teile rohe Pyrazinmonocarbonsäure werden mit 120 Gew. Teilen Thionylehlorid 1-2 Stunden am   Rückfluss   gekocht ; das Thionylchlorid wird im Vakuum fast vollständig entfernt und der Rückstand im Vakuum rasch destilliert, wobei man   18-20   Gew. Teile kristallines   Pyrazinmonocarbonsäureehlorid   von Kps= ungefähr   850 erhält.   6 Gew. Teile dieses Säurechlorids werden in 30 Raumteilen Essigester kalt gelöst ; in die filtrierte Lösung wird sodann unter leichter Kühlung eine Lösung von 4 Gew. Teilen Äthylamin in 10 Raumteilen Essigester zugetropft. Nach einer Stunde saugt man ab und engt das Filtrat im Wasserbad völlig ein. Der kristalline Rückstand wird in Äther gelöst, die Lösung mit Kohle entfärbt und nach dem Einengen mit Petroläther versetzt.

   Das in einer Ausbeute von 4 Gew. Teilen (79% der Theorie) anfallende   Pyrazinmonocarbonsäureäthylamid   kristallisiert in perlmutterglänzenden Blättchen vom F =   68 .   



   Beispiel 3 : 9'5 Gew. Teile   Pyrazinmonocarbonsäurechlorid   werden in 50 Raumteilen Benzol gelöst und die Lösung filtriert ; zum Filtrat tropft man eine Lösung von 12 Gew. Teilen Diisopropylamin in 10 Raumteilen Benzol. Nach etwa einer Stunde saugt man ab und engt das Filtrat im Vakuum bei etwa   50-600 völlig ein,.   Der kristalline   Rückstand.. wird   sodann in etwa 40 Teilen Wasser von   60-70    

 <Desc/Clms Page number 2> 

 gelöst und zu der warmen Lösung eine konzentrierte   Natriumcarbonatlösung   bis zur beginnenden Trübung einfliessen gelassen. Beim Erkalten kristallisieren lange Nadeln ; aus der Mutterlauge kann durch Zugabe von konzentrierter Natriumearbonatlösung eine weitere Menge des Produktes gewonnen werden.

   Zur völligen Reinigung wird das trockene Produkt in etwa 150 Raumteilen siedendem Petroläther gelöst, die Lösung mit Kohle entfärbt und das Filtrat auf etwa 40   Raumteile   eingeengt. Bei längerem Stehen kristallisiert das   Pyrazinmonocarbonsäurediisopropylamid   (F =   74 )   in langen Nadeln aus ; Ausbeute 7-8 Gew. Teile (ungefähr   70%   der Theorie). 



   Auf analoge Weise können hergestellt werden : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> (Pyrazinmonocarbonsäure <SEP> = <SEP> Py)
<tb> Py-methylamid........................................,.......... <SEP> F <SEP> = <SEP> 1050
<tb> Py-dimethyl-amid................................................... <SEP> F <SEP> = <SEP> 70 
<tb> Py-diäthylamie <SEP> ...........................................Kp6-7 <SEP> = <SEP> 130-131 
<tb> Py-di-[n-propyl]-amid <SEP> ......................................Kps=158-159 
<tb> Py-[ss-oxy]-äthylamid <SEP> .......................................F <SEP> = <SEP> 118 
<tb> Py-bis <SEP> -[ss-oxy]-äthylamid <SEP> .........................................

   <SEP> F <SEP> = <SEP> 79 
<tb> Py-[n-butyl]-amid...........................................F=41 
<tb> Py-di-[n-butyl]-amid <SEP> .......................................Kps=167 
<tb> Py- <SEP> [n-heptyl]-amid................................................. <SEP> F <SEP> = <SEP> 42-43 
<tb> Py-methylbenzylamid <SEP> ........................................... <SEP> Kp7 <SEP> = <SEP> 202 
<tb> Py-dibenzylamid <SEP> F <SEP> 90'
<tb> Py-anilid <SEP> .................................................F=123-124 
<tb> Py- <SEP> [-aminol-ätliylamid <SEP> F <SEP> = <SEP> 290  <SEP> (Zers. <SEP> ).
<tb> 
 



   Beispiel 4 : 120 Gew. Teile Pyrazinomonocarbonsäuremethylester werden in 200 Raumteilen absolutem Äthyl-oder Methylalkohol gelöst und in die siedende Lösung 50 Gew. Teile Hydrazinhydrat getropft. Nach Ablauf der Umsetzung erstarrt die Masse kristallin ; nach völligem Abkühlen wird abgesaugt und durch Umkristallisieren aus Alkohol gereinigt. Das   Pyrazinmonocarbonsäurehydrazid kristalli-   siert aus Alkohol in glänzenden Nadeln vom F =   1680   ; Ausbeute 110 Gew. Teile (91-5% der Theorie). 



   Auf analoge Weise können erhalten werden : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Py-methylhydrazid <SEP> .........................................F=99-100 
<tb> Py-phenylhydrazid................................................ <SEP> F <SEP> = <SEP> 167-168 .
<tb> 
 



   Beispiel 5; 10 g Pyrazinmonocarbonsäurechlorid werden unter Kühlung mit 18 g Methylbenzylamin gemischt und kurze Zeit vorsichtig auf   30-40'erwärmt. Nach   einer halben Stunde setzt man Äther zu, trennt das salzsaure Methylbenzylamin ab, verdampft den Äther und fraktioniert den   Rück-   stand. Bei 7 mm Druck destilliert das Pyrazinomonocarbonsäuremethylbenzylamid zwischen 202 und 203  als dickes, schwach gelbliches, in Wasser kaum, in verdünnter Salzsäure lösliches Öl über. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Amiden der Pyrazinmonocarbonsäure der Formel Py. NRR' (worin Py den Rest der   Pyrazinmonocarbonsäure,   R Wasserstoff oder einen gegebenenfalls durch eine Hydroxyl-bzw. Aminogruppe substituierten Kohlenwasserstoffrest, R'ebenfalls Wasserstoff oder einen Rest der angegebenen Art bzw. eine primäre oder sekundäre Aminogruppe bedeutet), dadurch gekennzeichnet, dass man   Pyrazinmonocarbonsäurechlorid   oder-alkylester in der zur Darstellung von Säureamiden üblichen   Weise. mit   Ammoniak oder entsprechend substituierten primären bzw. sekundären Aminen umsetzt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Pyrazinmonocarbonsäurealkylester in einem niedermolekularen aliphatischen Alkohol gelöst mit Hydrazinhydrat umsetzt.
AT146504D 1934-07-07 1935-05-31 Verfahren zur Herstellung von Amiden der Pyrazinmonocarbonsäure. AT146504B (de)

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