AT231458B - Verfahren zur Herstellung von neuen nitrierten Iminodibenzylderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen nitrierten Iminodibenzylderivaten

Info

Publication number
AT231458B
AT231458B AT969961A AT969961A AT231458B AT 231458 B AT231458 B AT 231458B AT 969961 A AT969961 A AT 969961A AT 969961 A AT969961 A AT 969961A AT 231458 B AT231458 B AT 231458B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
iminodibenzyl
acyl
parts
preparation
acetyl
Prior art date
Application number
AT969961A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Geigy Ag J R
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Geigy Ag J R filed Critical Geigy Ag J R
Application granted granted Critical
Publication of AT231458B publication Critical patent/AT231458B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen nitrierten   Iminodibenzylderivaten   
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen   3-Nitro-5-acyl-   - iminodibenzylderivaten der Formel 
 EMI1.1 
 worin "Acyl" einen Säurerest bedeutet. 



   Diese Verbindungen können als Zwischenprodukte zur Herstellung von als Antioxydantien verwendbaren 3-Amino-5-acyl-iminodibenzylen verwendet werden. Diese Aminoverbindungen stellen ihrerseits wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Arzneimitteln dar. 



   Die Bezeichnung "Acyl" bedeutet Säurereste, also einerseits niedere Alkanoylreste, wie z. B. den Acetyl-, Propionyl-, Butyryl-, Isobutyryl-,   Valeroyl- und Isovaleroylrest,   ferner auch die Reste aromatischer Säuren, wie z. B. den Benzoylrest, d. h. Acylreste, welche die Iminogruppe in 5-Stellung während der Einführung der Nitrogruppe in 3-Stellung schützen. 



   Bei der Nitrierung von Dibenzoheterocyclen mit einer Iminogruppe als Glied des Heteroringes, wie Carbazol, Phenoxyzin und Phenothiazin, treten zunächst eine oder zwei Nitrogruppen in einen bzw. beide Benzolkerne in p-Stellung zur genannten Iminogruppe ein, beim Phenothiazin unter gleichzeitiger Monooxydation des Schwefelatom. Durch die Acylierung einer Amino- oder Iminogruppe wird im allgemeinen deren p-orientierende Wirkung noch verstärkt. 



   Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass man die obengenannten 3 Nitro-5-acyl-iminodibenzyle, deren Nitrogruppe sich in meta-Stellung   zur Acyliminogruppe   befindet, insbesondere   3-Nitro-5-ace-   tyl-iminodibenzyl, auch herstellen kann, indem man ein   5-Acyl-iminodibenzyl   durch schonende Umsetzung mit Salpetersäure in sein Nitrat überführt und letzteres mit Schwefelsäure behandelt. 



   Zur Bildung des Nitrates löst man z. B.   5-Acetyl-iminodibenzyl   oder ein anderes 5-Acyl-iminodibenzyl in der zwei-bis fünffachen Gewichtsmenge Eisessig oder   piger   Essigsäure und lässt bei zirka   0 - 300   die äquimolare Menge oder einen Überschuss an Salpetersäure zutropfen. Das ausgefallene Nitrat wird abgenutscht und gewünschtenfalls   z. B.   aus Chloroform umkristallisiert oder durch Behandlung mit warmem (bis 500)   Cyclohexan von mitgerissenem 5-Acyl-iminodibenzyl   befreit. Das Nitrat des   5-Acetyl -   
 EMI1.2 
 



   Zur Umwandlung in ein 3-Nitro-5-acyl-iminodibenzyl löst man das entsprechende Nitrat z. B. bei   0 - 200   in der etwa zehnfachen Gewichtsmenge konz. Schwefelsäure. Beim Versetzen des Reaktionsgemisches mit Eis fällt das rohe   3-Nitro-5-acyl-iminodibenzyl   aus, das z. B. durch fraktionierte Kristalli- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 folgt vorzugsweise mittels Eisen und Essigsäure oder Salzsäure nach Bechamp ; es kommen aber auch andere Reduktionsverfahren wie z. B. die Behandlung mit Zink und Essigsäure, sowie die katalytische Hydrierung, z. B. in Gegenwart von Raney-Nickel, in Betracht. 



   3-Amino-5-acyl-iminodibenzyle, insbesondere 3-Amino-5-acetyl-iminodibenzyl, sind wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von   therapeutisch verwendbaren Iminodibenzylderivaten,   da sie sich diazotieren lassen und die Diazoniumsalze in 3-substituierte Iminodibenzyle und Iminostilbene, wie z. B. 
 EMI2.2 
 z. B. durch Einführung von Dialkylaminoalkylresten in 5-Stellung, z. B. dem y-Dimethylamino-propylrest   oder y-Dimethylamino-B-methylpropylrest,   Stoffe mit insbesondere psychopharmakologischen Eigenschaften,   z. B. antidepressiver. Wirksamkeit,   erhalten. 



   Bisher wurde 3-Amino-5-acetyl-iminodibenzyl aus Iminodibenzyl mittels einer längeren Reaktionsfolge, nämlich Acetylierung zum 5-Acetyl-iminodibenzyl, Einführung der 3-Acetylgruppe in letzteres mittels Acetylchlorid in Gegenwart von Aluminiumchlorid in Schwefelkohlenstoff, Umwandlung des erhaltenen 3,   5-Diacetyl-iminodibenzyl   in   das3-Acetamido-5-acetyl-iminodibenzyl durch Behandlung   mit Stickstoffwasserstoffsäure nach Schmidt, und hydrolytische Freisetzung der 3-Aminogruppe unter Erhaltung des 5-Acetylrestes hergestellt. 



   Die nach dem erfindungsgemäss beschriebenen Verfahren über das Nitrat hergestellten Nitroverbindungen stellen somit leicht zugängliche Zwischenprodukte für die Herstellung der erwähnten 3-Amino- -5-acyl-iminodibenzyl-Verbindungen dar. 



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemässe Verfahren näher, stellen jedoch keineswegs die einzigen Ausführungsformen desselben dar. Teile bedeuten Gewichtsteile, die sich zu Volumteilen wie g zu   cm3   verhalten. Die Temperaturen sind in Celsius-Graden angegeben. 



     Beispiel l :   a) 237 Teile   5-Acetyl-iminodibenzyl   werden unter Rühren bei Raumtemperatur in 
 EMI2.3 
 - 250400 Bé zutropfen und rührt 30 min weiter. Die Kristalle werden abgenutscht und mit-Wasser neutral gewaschen. Das feuchte Nutschengut wird zur Entfernung von Ausgangsmaterial in 250 Vol. -Teilen Cyclohexan bei 400 gut durchgerührt, wieder abgenutscht, mit Cyclohexan nachgewaschen und im Vakuum bei 400 getrocknet, wobei man 285 Teile   5-Acetyl-iminodibenzylnitrat     (950/0 der   Theorie) erhält.   b)   300 Teile 5-Acetyl-iminodibenzyl-nitrat werden unter Rühren bei 00 in 3600 Teilen konz.   Schwe-   felsäure gelöst, und die erhaltene Lösung wird auf zirka 4500 Teile Eis gegossen.

   Die ausgeschiedenen Kristalle werden abgenutscht und mit Wasser neutral gewaschen. 



   Zur Aufarbeitung wird das feuchte Nutschengut in 1200 Vol. -Teilen heissem   sigem   Äthanol oder heissem Methanol gelöst, anschliessend werden 600 Vol. -Teile des Lösungsmittels abdestilliert, und die eingeengte Lösung wird bei 200 stehen gelassen. Die ausgeschiedenen Kristalle werden abgenutscht, mit 
 EMI2.4 
   -5-acetyl-iminodibenzyl (58%   der Theorie). 



   Man kann zur Aufarbeitung das feuchte Rohprodukt auch in 1200 Vol. -Teilen Benzol lösen, das Wasser abtrennen und   600     0 Vol. -Teile   Benzol abdestillieren, die   eingeengte   Lösung auf 50 abkühlen, die ausgeschiedenen Kristalle abnutschen, mit wenig kaltem Benzol nachwaschen und trocknen. 



   Beispiel 2 : Ausgehend von 251 Teilen   5-Propionyl-iminodibenzyl   von Smp.   68 - 700   an Stelle der im Beispiel 1 verwendeten 237 g 5-Acetyliminodibenzyl erhält man bei analogem Vorgehen über das 
 EMI2.5 
 



   Beispiel 3 : Ausgehend von 299 Teilen 5-Benzoyl-iminodibenzyl vom Smp.   126 - 1270   an Stelle der im Beispiel 1 verwendeten 237 Teile 5-Acetyliminodibenzyl erhält man bei analogem Vorgehen das 3-Nitro-5-benzoyliminodibenzyl vom Smp.   178 - 1800,   und aus 279 Teilen   5-Isovaleroyliminodibenzyl   vom Smp.   66 - 670   das   3-Nitro-5-isovaleroyl-iminodibenzyl   vom Smp.   115 - 1160.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen nitrierten Iminodibenzylderivaten der Formel : EMI3.1 worin"Acyl"einen Säurerest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 5-Acyl-iminodibenzyl durch schonende Umsetzung mit Salpetersäure in sein Nitrat überführt und dieses mit Schwefelsäure behandelt.
    2. Verfahrennach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 5-Acetyl-iminodibenzyl als Umsetzungsprodukt eingesetzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 5-Propionyl-iminodibenzyl als Umsetzungsprodukt eingesetzt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 5-Benzoyl-iminodibenzyl als Um-- setzungsprodukt eingesetzt wird.
AT969961A 1960-12-22 1961-12-21 Verfahren zur Herstellung von neuen nitrierten Iminodibenzylderivaten AT231458B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH231458X 1960-12-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT231458B true AT231458B (de) 1964-01-27

Family

ID=4457129

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT969961A AT231458B (de) 1960-12-22 1961-12-21 Verfahren zur Herstellung von neuen nitrierten Iminodibenzylderivaten

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT231458B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1795613C3 (de) Indolylessigsäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung und Arzneimittel. Ausscheidung aus: 1620358
AT231458B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen nitrierten Iminodibenzylderivaten
DE2513801A1 (de) Neue fluorierte indazolderivate und verfahren zu ihrer herstellung
AT209895B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungen
AT231457B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen nitrierten Iminodibenzylderivaten
AT328458B (de) Verfahren zur herstellung neuer diazepinderivate sowie deren 5-oxide und saureadditionssalze
AT208861B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen Isonicotinylhydrazons des 4&#39;-Formylbenzal-4-thiosemicarbazonoformyl-anilins
AT237591B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 1-Cyclohexyl-2-aminopropanons-(1) und dessen Salze
AT211953B (de) Röntgenkontrastmittel
DE2117050C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-(5-Nitrothiazol-2-yl)-2-oxotetrahydroimidazol
AT239226B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, substituierten 2-Oxo-tetrahydrochinolinen
AT274801B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1-Acyl-3-indolylcarbonsäureverbindungen
AT226710B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Dihydrochinoxalonen-(2) und von deren Salzen
AT211305B (de) Verfahren zur Herstellung von N2-substituierten N1-(5-Nitro-furfuryliden)-hydrazinen
AT239783B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(5&#39;-Nitrofurfuryliden)-amino-2-oxazolidon
AT210435B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Ferrocenderivaten
AT376417B (de) Verfahren zur herstellung von phenylaethanolaminen und ihren salzen
AT204044B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 3-Cyano-phenthiazins
DE156388C (de)
AT219037B (de) Verfahren zur Herstellung neuer, basischer Indol-Derivate
AT210425B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzo-1, 3-thiazindionen-(2, 4)
AT221525B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Bis-[p-hydroxyphenyl]-3-oxo-dihydro-1,4-benzoxazinen und deren 0-Acyl- bzw. 0-Alkylderivaten
AT206427B (de) Verfahren zur Herstellung von α-Chlor-β-aminocarbonsäurederivaten
CH504442A (de) Verfahren zur Herstellung von Indazol-3-yl-oxyalkansäuren
AT262995B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Oxo-tetrahydro-imidazolderivaten