AT211305B - Verfahren zur Herstellung von N2-substituierten N1-(5-Nitro-furfuryliden)-hydrazinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N2-substituierten N1-(5-Nitro-furfuryliden)-hydrazinen

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AT211305B
AT211305B AT120659A AT120659A AT211305B AT 211305 B AT211305 B AT 211305B AT 120659 A AT120659 A AT 120659A AT 120659 A AT120659 A AT 120659A AT 211305 B AT211305 B AT 211305B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Zur Darstellung von    -substituiertenNN- (5-Nitro-furfuryliden)-hydrazinen,   welche sich durch wertvolle pharmakologische Eigenschaften auszeichnen und von denen einige Vertreter eine erhebliche therapeutische Bedeutung erlangt haben, hat man bislang 5-Nitro-furfurol oder reaktionsfähige Derivate desselben (insbesondere das Diacetat seiner Hydrat-Form) mit den entsprechenden Hydrazinen kondensiert. 



   Beim bisher üblichen Verfahren zur Herstellung von Nitro-furfuryliden-hydrazinen gemäss der USAPatentschrift Nr. 2, 490, 006 wird Furfural zunächst mit Essigsäureanhydrid und konz. HNO3 in eine Zwischenprodukt übergeführt, das sodann durch Zugabe von Wasser und einer Base (Trinatriumphosphat) in das Nitrofuran-Derivat übergeführt wird. Dieses Produkt wird schliesslich mit Hydrazin kondensiert, so dass also das Verfahren insgesamt drei Stufen umfasst. 



   Dieses Verfahren ist also mit grossen Nachteilen verbunden : Essigsäureanhydrid ist teuer und gibt Veranlassung zur Entstehung von Nebenprodukten, welche die Aufarbeitung des Nitrierungsproduktes stören und die Gesamtausbeute erheblich beeinträchtigen ; die Überführung des erwähnten Zwischenproduktes in das reine   5-Nitrofurfurol   bedingt die Anwendung besonderer Massnahmen und verursacht demgemäss eine weitere Verteuerung des Gesamtverfahrens. 



   Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung, welches darin besteht, dass man direkt Furfurol mit den entsprechenden Hydrazin-Verbindungen kondensiert und sodann durch Behandlung der Kondensationsprodukte mittels eines Gemisches von konz. Salpetersäure und konz. Schwefelsäure die Einführung der 5Nitro-Gruppe in das Molekül bewirkt, entfallen diese Nachteile, denn es unterbleibt die Bildung eines Zwischenproduktes gemäss der genannten Patentschrift, so dass also ein zweistufiges Verfahren vorliegt. Seine Anwendung erbringt demgemäss eine erhebliche Verbilligung und Vereinfachung der technischen Herstellung von N2-substituierten N1-(5-Nitro-furfuryliden)-hydrazinen.

   Hiebei entfällt also die Notwendigkeit der Verwendung von Säureanhydriden wie bei der Nitrierung des Furfurols, dessen direkte Nitrierung mittels Nitriersäure zufolge weitgehender Zerstörung des Furan-Kernes nicht brauchbar ist. Dieser Befund muss umso mehr als überraschend bezeichnet werden, als im Hinblick auf die Anwesenheit der bekanntlich sehr empfindlichen Hydrazino-Gruppierungen im Gegenteil eine weitere Schwächung des Moleküls zu erwarten war.

   Die Nitrierung der Furfurol-hydrazine liefert, wiederum im Gegensatz zur Ni- 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Quantitativer Vergleich des bisherigen Verfahrens mit dem erfindungsgemässen Verfahren : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Verfahren <SEP> Verbindung <SEP> I <SEP> und <SEP> Verbindung <SEP> II <SEP> und <SEP> Ausbeute, <SEP> bezogen <SEP> Kosten <SEP> per <SEP> kg/
<tb> Ausbeute <SEP> Ausbeute <SEP> auf <SEP> das <SEP> Ausgangs- <SEP> Nitriermittel- <SEP> 
<tb> material <SEP> verdünnung
<tb> USA-Patent- <SEP> Nitrofurfuraldi- <SEP> N- <SEP> (5-nitro- <SEP> 54% <SEP> 9,0 <SEP> ö.S.
<tb> schrift <SEP> acetat, <SEP> 56 <SEP> lu <SEP> furfuryliden) <SEP> - <SEP> 
<tb> Nr. <SEP> 2,490, <SEP> 006 <SEP> 1-aminohydantoin <SEP> :

   <SEP> 96 <SEP> ojo <SEP> 
<tb> N-(5-nitro- <SEP> 53%
<tb> 2-furfuryliden) <SEP> - <SEP> 
<tb> 3-amino-
<tb> 2-oxazolidon,
<tb> 94%
<tb> Verf. <SEP> gem. <SEP> d. <SEP> Er- <SEP> Furfuryliden- <SEP> N-(5-nitro- <SEP> 70% <SEP> 1,3 <SEP> ö. <SEP> S.
<tb> findung <SEP> 1-aminohydan-furfuryliden)toin, <SEP> 99 <SEP> % <SEP> l-aminohydant
<tb> toin, <SEP> 71 <SEP> % <SEP> 
<tb> F <SEP> Furfuryliden-N- <SEP> (5-Nitro-77 <SEP> 
<tb> S-amino-Z-furfmyliden)oxazolidon, <SEP> 3-amino-2-
<tb> 93 <SEP> oxazolidon,
<tb> 82,so
<tb> 
 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



  Nach Beendigung der Säurezugabe wird die Mischung auf Eis gegossen. Der abgeschiedene gelbe Niederschlag wird abfiltriert und mit Wasser säurefrei gewaschen. Sodann wäscht man den Niederschlag mit Alkohol und Äther und trocknet ihn bei 1100 C. Man erhält   17,   5   g N- (5-Nitro-furfuryliden)-l-amino-   hydantoin (71 ja d. Th.). 



    Beispiel 2 : N- (5-Nitro-furfuryliden)-3-amino-2-oxazolidon.    



   960 g (10 Mol) Furfurol, gelöst in 1200 ems Isopropanol, werden innerhalb einer Stunde unter Rühren zu einer Lösung von 1020 g (10 Mol) 3-Amino-oxazolidon-2, gelöst in 4000 cm3 Wasser und 840   cm3   (10, 1 Mol) Salzsäure, gegeben. Man lässt abkühlen, trennt den entstandenen Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser und Isopropanol und trocknet bei 600 C. Die Rohausbeute beträgt 1665 g   (93 %   d. Th.). 



   Dieses Produkt wird aus Nitromethan/Isopropanol (1 : 1) umkristallisiert ; F. 1680 C, e= 1459 bei 2925    .   Die Umkristallisation kann aber auch folgendermassen durchgeführt werden :
Man löst das Produkt in Dimethylformamid, behandelt die Lösung mit Tierkohle, filtriert und fällt die Furanverbindung durch Zugabe von Isopropanol aus. 



   36,0 g   Furfuryliden-3-amino-2-oxazolidon   werden langsam in 100 cm3 konz. Schwefelsäure von 50 C eingetropft. Zu der klaren Lösung, welche auf-4 bis 00 C gehalten wird, fügt man innerhalb von 57 Minuten ein Gemisch aus   13, 4 cm3   konz.   Salpetersäure und 26, 8 cm3 konz. Schwefelsäure hinzu.   



  Nach Beendigung der Säurezugabe wird die Mischung auf Eis gegossen. Der abgeschiedene gelbe Niederschlag wird filtriert und mit Wasser säurefrei gewaschen. Anschliessend wird der Niederschlag mit Alkohol und Äther gewaschen und bei 650 C getrocknet. Man erhält   37, 1g N- (5-Nitro-furfuryliden)-3-amino-   
 EMI3.1 
 
Furfurol-semicarbazon wird in bekannter Weise durch Vermischen verdünnter alkoholischer Lösungen von Furfurol, Semicarbazid-hydrochlorid und Natriumacetat hergestellt ; F. 1900 C. 



   21,0 g Furfurol-semicarbazon werden zu 85   cm3   konz. Schwefelsäure von 0 bis 50 C gegeben. In diese Mischung, welche   auf-1 bis-30   C gehalten wird, rührt man innerhalb von 40 Minuten ein Gemisch aus 9, 2 cms konz. Salpetersäure und 18,4 cm3 konz. Schwefelsäure ein. Nach Beendigung der Säurezugabe wird die Mischung auf Eis gegossen. Der auf diese Weise erhaltene Niederschlag wird filtriert, mit Wasser säurefrei gewaschen, anschliessend mit Alkohol und Äther nachgewaschen und bei 650 C getrocknet. Man erhält 5, 7 g 5-Nitro-2-furfurol-semicarbazon (21 % d. Th.). Die Verbindung kann aus Dimethylsulfoxyd umkristallisiert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von -substituierten N,- (5-Nitro-furfuryliden)-hydrazinen, dadurch gekennzeichnet, dass man Furfurol bzw. seine reaktionsfähigen Derivate mit -substituierten Hydrazinen kondensiert, die erhaltenen Furfuryliden-hydrazine, gegebenenfalls nach Reinigung derselben, in einem praktisch wasserfreien Medium mit einem Gemisch von konz. Salpetersäure und konz. Schwefelsäure behandelt und aus dem Reaktionsgemisch die Nitrierungsprodukte isoliert.
AT120659A 1958-02-28 1959-02-17 Verfahren zur Herstellung von N2-substituierten N1-(5-Nitro-furfuryliden)-hydrazinen AT211305B (de)

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