AT112464B - Verfahren zur Verbesserung der Beschaffenheit, insbesondere der Haltbarkeit von Hefe. - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Beschaffenheit, insbesondere der Haltbarkeit von Hefe.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Mit dem Steigen der Ausbeuten, welehe dureh die modernen Methoden der Lufthefefabrikatioll erzielbar sind, geht ein Rückgang der Qualität einher ; insbesondere die Haltbarkeit der Hefe lässt viel zu wünschen übrig. Es wurde nun gefunden, dass die Beschaffenheit der fertigen Hefe dadurch wesentlich verbessert werden kann, dass die Hefe kurze Zeit der Einwirkung von verdünntem Alkohol bis zu einer Maximalkonzentration von 50 Volumprozent ausgesetzt und hernach von dem Alkohol durch Waschen mit Wasser wieder befreit wird. Der Konzentration des Alkohols ist dadurch eine obere Grenze gesetzt, dass die Koagulation des Protoplasmas vermieden werden soll. Es hat sich gezeigt, dass es gunstig ist, vorerst sehr verdünnten (z. B. lOvolumprozentigen) Alkohol auf die Hefe einwirken zu lassen und die Konzentration allmählich zu steigern, u. zw. zweckmässig bis zu einer Endbehandlung mit etwa 50volumprozentigem Alkohol. Man kann den Alkohol zusetzen, bevor die Separation der Hefe von der Nährlösung durch Pressen oder Zentrifugieren vorgenommen wird oder während diese Separation vor sich geht. Ebenso kann aber auch die bereits gepresste oder zentrifugierte Hefe wieder in Breiform gebracht und der Einwirkung des Alkohols ausgesetzt werden. In jedem Fall muss die Hefe hernach so vollkommen als möglich von dem Alkohol wieder befreit werden, was am einfachsten durch'Ver- drängung des Alkohols mit Wasser geschieht. Der verwendete Alkohol wird selbstverständlich wiedergewonnen. Durch dieses Verfahren gelingt es, minderwertige Hefe in Ansehung der äusseren Eigenschaften (Farbe, Geruch) und der inneren Eigenschaften (Gärkraft, Vermehrungskraft, Triebkraft) zu verbessern ; vor allem aber wird die Haltbarkeit der Hefe sehr auffällig gesteigert, indem die Hefe wochenlang eine tadellose Beschaffenheit behält und auch nicht schimmelt. Zur praktischen Ausführung des Verfahrens werden beispielsweise 250 kg der in normalen Zentri- EMI1.2 prozentigem, 30volumprozentigem, 40volumprozentigem und 50volumprozentigem Alkohol gewaschen, wobei der Alkohol jedesmal aufgegossen und gleichzeitig (oder nach kurzer Zeit) abgeschleudert EMI1.3 Hefemasse verdrängt, bis das abfliessende Wasser alkoholfrei ist. Die Weiterverarbeitung der Hefemasse geschieht in bekannter Weise. Um die Aufbewahrung von Hefe in trockenem Zustande zu ermöglichen, ist bereits vorgeschlagen worden, die gut gewaschene gepresste Hefe einige Stunden lang mit Alkohol zu behandeln und dann von neuem zu pressen, um sie hierauf im trockenen Luftstrom zu trocknen. Da dieses Verfahren den Zweck verfolgt, das Wasser aus der Hefe zu entfernen, kann hiezu naturgemäss nur hochkonzentrierter Alkohol verwendet werden. Ferner muss die Hefe bei einer mehrstündigen Behandlung mit konzentriertem Alkohol, ja selbst mit verdünntem. Alkohol abgestorben und nicht mehr sprossfähig sein. Hingegen wird nach dem vorliegenden Verfahren die Haltbarkeit der Hefe, wie erwähnt, unter gleichzeitiger Verbesserung der inneren Eigenschaften gesteigert. Es ist hiefür nicht nur die Verwendung eines verhältnismässig verdünnten Alkohols, sondern auch die Beschränkung der Behandlung auf sehr kurze Zeit-mehrere Minuten, jedenfalls weit unter einer Stunde-erforderlich ; ebenso ist es von wesentlicher Bedeutung, dass der Alkohol später durch Auswaschen mit Wasser wieder entfernt wird. Um Hefe im feuchten Zustand sehr lange aufbewahren zu können, ist auch schon empfohlen worden, dem Wasehwasser Antiseptika (Salizylsäure, Flusssäure oder auch Alkohol) zuzusetzen. Dieses <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 ist. Bei der betriebsmässigen Erzeugung von Hefe wäre es ganz unmöglich, die Hefe von jeder Spur der vergorenen Flüssigkeit durch Abpressen zu befreien. Die angegebene Konservierungsmethode ist seit etwa 30 Jahren bekannt. Dass die praktische Hefeerzeugung aus diesem Vorschlag keine Anregung geschöpft hat, zeigt am besten, dass das vorliegende Verfahren nicht nahelag. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verbesserung der Beschaffenheit, insbesondere der Haltbarkeit von Hefe, dadurch EMI2.2 konzentration von 50 Volumprozent ausgesetzt und hernach von dem Alkohol durch Waschen mit Wasser wieder befreit wird, wobei die Behandlung zweckmässig mit sehr verdünnten Lösungen (z. B. 10volumprozentigem Alkohol) beginnt und die Konzentration allmählich gesteigert wird.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Alkohol auf die in Zentrifugen oder Nutschen befindliche Hefe aufgegossen und gleichzeitig (oder nach kurzer Zeit) abgeschleudert oder angenutscht wird : worauf die Hefe so lange mit reinem Wasser gedeckt wird, bis das abfliessende Wasser alkoholfrei ist.
Applications Claiming Priority (1)
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