DEP0028405DA - Verfahren zur Herstellung von neuen Küpenfarbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Küpenfarbstoffen.

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DEP0028405DA
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condensed
aminoanthraquinone
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chloride
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Expired
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English (en)
Inventor
L.D. Barrick
Paul Nawiasky
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GAF Chemicals Corp
Original Assignee
General Aniline and Film Corp
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft neue Farbstoffe der Anthrachinon-acriden-Reihe.
Es wurden neue Küpenfarbstoffe der folgenden Formel gefunden, in der X Wasserstoff oder ein Halogen und R einen Rest der Benzolreihe darstellt, der in p-Stellung substituiert ist. Die neuen Farbstoffe, die beispielsweise durch Kondensation eines 4-Aminoanthrachinon-2,1-benzacridons mit einem in p-Stellung substituierten Benzolhalogenid erhalten werden können, sind wertvolle Küpenfarbstoffe mit besonders reinem blauen Ton, die für das Färben und Bedrucken von Textilfaserstoffen geeignet sind.
Die neuen Farbstoffe zeichnen sich durch ihre besonders reinen blauen Töne aus und sind in dieser Hinsicht den bekannten Farbstoffen ähnlicher Konstitution überlegen, wie beispielsweise den Farbstoffen, die durch Kondensation von 4-Aminoanthrachinon-2,1-benzacridon mit Benzoylchlorid, das in der p-Stellung nicht substituiert ist, erhalten werden, oder den Farbstoffen, die durch Kondensation von p-substituiertem Benzoylchlorid mit 4-Aminoanthrachinon-2,1-benzacridonen erhalten werden, in denen das Benzacridon-Ringsystem in einer anderen als der 4-Stellung substituiert ist. Diese neuen Farbstoffe besitzen auch bessere färberische Eigenschaften und sind insbesondere gutbleichecht, (Chlor)- u. lichtecht, waschecht usw.
Gemäss vorliegender Erfindung ist es erforderlich, dass in der p-Stellung der Benzoylgruppe ein geeigneter Substituent vorhanden ist, um reine blaue Töne zu erhalten. Die entsprechenden o-substituierten Benzoylverbindungen (die nicht auch in der p-Stellung substituiert sind) geben schwächere rötlichblaue Töne, die denen der nicht-substituierten 4-Benzoylamino-acridone ähnlich sind. Als Substituent für die p-Stellung des Benzoylringes können die verschiedenartigsten Substituenten benutzt werden. So können durch Kondensierung von 4-Aminoanthrachinon-2,1-benzacridon mit p-substituierten Benzoylhalogeniden die entsprechenden 4-(p-Substituierten Benzoylamino)-anthrachinon-2,1-benzacridone erhalten werden. Als Beispiele von Substituenten, die in p-Stellung der Benzoylgruppe vorhanden sein können, können angeführt werden als anorganische Substituenten: Halogen, die Hydroxyl- und Nitratgruppe u.dgl. und als organische Substituenten: Alkoxy, wie Methoxy, Äthoxy usw.; Aryloxy, wie Phenoxy usw.; Aryl-alkoxy, wie Phenäthyloxy, Benzyloxy usw.; Alkyl, wie Methyl, Äthyl usw.; Aryl, wie Phenyl, Tolyl, Xylyl usw.; Aralkyl, wie Benzyl, Phenyläthyl usw.; Acyl, wie Acetyl, Benzoyl, Toluyl und andere. Es ist ersichtlich, dass bei Verwendung von p-Nitro-benzoylhalogenid als Acylierungsmittel und Reduktion der Nitrogruppe zu einer Aminogruppe eine Vielzahl von Amino- und Amido-Substituenten durch Reaktion mit der NH(sub)2-Gruppe eingeführt werden kann.
Wenn der vorhandene Substituent ein verhältnismässig einfacher Substituent ist, wie Chlor, Brom, Methoxy, Trifluormethyl, Phenyl, Methyl o.dgl., so wird im allgemeinen ein verhältnismässig reiner blauer Ton erhalten. Die komplizierter substituierten Benzoylverbindungen liefern im allgemeinen nicht einen derartig reinen blauen Ton. Diese, in p-Stellung komplizierter substituierten Bezoylderivate liefern jedoch wertvolle Farbstoffe mit guten färberischen Eigenschaften und guten Echtheiten.
Es wurde beobachtet, dass Halogene und andere Substituenten in dem Benzacridon-Ringsystem einen sehr wesentlichen Einfluss auf den Ton und die anderen Eigenschaften der Farbstoffe der vorliegenden Reihe haben, so dass die besondere von diesen Substituenten besetzte Stellung sehr wichtig ist. Es wurde gefunden, dass, wenn ein Halogen oder ein an derer Substituent in dem Benzacridon-Ringsystem sich in einer anderen als der 4'-Stellung befindet, er einen schädlichen Einfluss auf den fertigen Farbstoff hat. Es wurden jedoch auch wertvolle Farbstoffe mit guten Eigenschaften erhalten, die ein Halogen in der 4'-Stellung des Benzacridonringsystems enthalten, und es sollen daher auch derartige 4-(p-substituierte Benzoylamino)-Bz-4'-halogenanthrachinon-2,1-benzacridone von der Erfindung mit umfasst werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Beispiele, auf die die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist, näher beschrieben. In diesen sind die angegebenen Teile Gewichtsteile.
Beispiel 1:
4-Aminoanthrachinon-2,1-benzacridon wird mit p-Chlorbenzoylchlorid acyliert, indem 34 Teile (0,1 Mol) 4-Aminoanthrachinon-2,1-benzacridon mit 21 Teilen (0,12 Mol) p-Chlorbenzoylchlorid in 300 Teilen Chlorbenzol auf 110 - 130° erhitzt werden, bis eine gezogene Probe in einer Borsäure-Essigsäureanhydrid-Lösung nicht mehr die für 4-Aminoanthrachinon-acridon charakteristische grüne Farbe zeigt, sondern nur eine farblose oder schwach violett gefärbte Suspension der acylierten Verbindung. Das Gemisch wird dann auf 25° abkühlen gelassen, der Niederschlag abfiltriert und mit kleinen Mengen Alkohol ausgewaschen und getrocknet. Das erhaltene Produkt hat die nachstehende Formel:
Der Farbsoff besteht aus einem blauen Pulver, das Baumwolle mit einer hellen, lebhaft blauen Tönung aus einer roten Küpe färbt. Der Farbstoff kann vorteilhaft durch saures Anpasten aus konzentrierter Schwefelsäure nach bekannten Verfahren dispergiert werden. Er stellt eine äusserst gute Druckfarbe für Baumwolle und Kunstseide dar, und da er bei tiefen Temperaturen unter Verwendung geringer Konzentrationen an Alkali ausgefärbt werden kann, so kann er mit Vorteil zum Färben von Wolle und gesponnener Seide benutzt werden.
Beispiel 2:
Unter Anwendung derselben Arbeitsweise und der entsprechenden Teilmengen nach Beispiel 1 wurde 4-Amino-anthrachinon-2,1-benzacriden acyliert, indem es mit anderen p-substituierten Benzoylchloriden kondensiert wurde, um die entsprechenden p-substituierten 4-Benzoylamino-anthrachinon-2,1-benzacridone zu erhalten. Unter den verwendeten p-substituierten Benzoylchloriden befanden sich (a) 3,4-Dichlorbenzoylchlorid, (b) 2,4-Dichlorbenzoylchlorid, (c) p-Brombenzoylchlorid, (d) p-Trifluormethylbenzoylchlorid, (e) p-Phenylbenzoylchlorid und (f) p-Methoxybenzoylchlorid. Die p-substituierten 4-Benzoylaminoanthrachinon-2,1-benzacridone, die auf diese Weise erhalten wurden, waren in jedem Falle blaue Küpenfarbstoffe von ausgezeichneter Echtheit gegenüber Chlor, Licht, Waschen usw., und sie hatten bessere färberische Eigenschaften und reinere Blautöne als die, die durch Acylierung von 4-Amino-anthrachinon-2,1-benzacridon mit unsubstituiertem Benzoylchlorid und o-Chlor-benzoylchlorid erhalten wurden.
Beispiel 3:
68 Teile (0,2 Mol) 4-Amino-anthrachinon-2,1-benzacridon wurden in eine Lösung von 42,2 Teilen (0,1 Mol) Azodiphenyl-4,4'-dicarbonylchlorid und 30 Teilen Pyridin in 1000 Teilen Dichlorbenzol bei 110 - 115° eingetragen. Das Reaktionsgemisch wurde bei 110 - 115° bis zur beendeten Kondensation durchgeführt, die durch das Nichtauftreten der grünen Farbe einer in Borsäure-Essigsäureanhydrid-Lösung gezogenen Probe festgestellt werden konnte. Das Gemisch wurde dann auf 25° abkühlen gelassen, das unlösliche Kondensationsprodukt mit Alkohol gewaschen und getrocknet. Das Produkt hat die folgende Formel: und bestand aus einem grünen Pulver, das aus kalter konzentrierter Schwefelsäure sauer angeteigt und in eine wässerige für das Drucken und färben geeignete Paste übergeführt wurde. Der Farbstoff färbt und druckt Baumwolle in einem gelblich-grünen Ton.
Beispiel 4:
Gleiche molekulare Mengen von Bz-4'-Chlor-4-aminoanthrachinon-2,1-benzacridon und p-Chlorbenzoylchlorid wurden in Chlorbenzol bei 110 - 130° bis zu beendeter Kondensation erhitzt, die durch das Nichtauftreten der grünen Färbung einer gezogenen Probe in einer Borsäure-Essigsäureanhydrid-Lösung festgestellt werden kann. Das Gemisch wurde dann auf 25° abkühlen gelassen, vom Kondensationsprodukt abfiltriert und dieses mit kleinen Mengen Alkohol gewaschen und getrocknet. Das Produkt hat die folgende Formel: und besteht aus einem Küpenfarbstoff einer neuen Tönung zwischen blau und violett, der zum Färben und Bedrucken von Textilfasern geeignet ist und gute Echtheitseigenschaften besitzt.

Claims (10)

1) Verfahren zur Herstellung von neuen Küpenfarbstoffen der Formel in der X Wasserstoff oder Halogen und R einen in der p-Stellung substituierten Rest der Benzolreihe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass ein 4-Aminoanthrachinon-2,1-benzacridon oder ein Bz-4'-halogen-4-aminoanthrachinon-2,1-benzacridon mit einem in p-Stellung substituierten Benzoylhalogenid kondensiert wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Kondensation Benzoylhalogenide benutzt werden, die in p-Stellung durch einen anorganischen Rest, wie Halogen oder eine Hydroxyl- oder Nitrogruppe, oder durch einen organischen Rest, wie eine Alkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aryloxy-, Aralkyl-, Acyl- oder Aryl-alkoxy-Gruppe, substituiert sind.
3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoanthrachinonbenzacridone mit p-Chlor-benzoylchlorid kondensiert werden.
4) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoanthrachinonbenzacridone mit 3,4-Dichlor-benzoylchlorid kondensiert werden.
5) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoanthrachinonbenzacridone mit 2,4-Dichlor-benzoylchlorid kondensiert werden.
6) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminothrachinenbenzacridone mit p-Brombenzoylchlorid kondensiert werden.
7) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoanthrachinonbenzacridone mit p-Trifluor-methylbenzoylchlorid kondensiert werden.
8) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoanthrachinonbenzacridone mit p-Phenyl-benzoylchlorid kondensiert werden.
9) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoanthrachinonbenzacridone mit p-Methoxybenzoylchlorid kondensiert werden.
10) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass 4-Amino-anthrachinon-2,1-benzacridon mit Azodiphenyl-4,4'-dicarbonylchlorid kondensiert wird.
Erläuterung zu den Färbetafeln.
Das Muster A entspricht dem Farbstoff des Beispiels 1 der Anmeldung und auch dem Anspruch 3.
Das Muster B entspricht dem Produkt des Beispiels 2a der Anmeldung und dem Anspruch 4.
Das Muster C entspricht dem Beispiel 2b und dem Anspruch 5 der Anmeldung.
Das Muster D entspricht dem Beispiel 2d und dem Anspruch 5 der Anmeldung.
Das Muster D entspricht dem Beispiel 2d und dem Anspruch 7 der Anmeldung.
Das Muster E entspricht dem Produkt des Beispiels 4 der Anmeldung und wird auch vom Anspruch 3 mit umfasst.
Das Muster F dient lediglich für Vergleichszwecke. Zur Herstellung dieses Produktes wurde ein unsubstituiertes Benzoylchlorid benutzt. Die Ausfärbung ist viel schwächer und viel röter und in der Chlorechtheit wenig gut. Aus diesem Muster geht hervor, dass der den beanspruchten Produkten am nächsten kommende Farbstoff nach dem Stande der Technik nicht so chlorecht ist wie das Muster A, mit dem er in Vergleich gestellt worden war. Das nach dem bekannten Farbstoff erhaltene Blau ist auch bei weitem nicht so ansprechend wie beispielsweise das Blau des Musters A.
Auch das Muster G dient nur zu Vergleichszwecken. Bei dessen Herstellung wurde ein o-substituiertes Benzoylchlorid benutzt. Die unter Verwendung von grösseren Strängen im Laboratorium durchgeführten Versuche haben ergeben, dass die Chlorechtheit vielleicht den neuen Produkten etwa gleichwertig ist, dass aber die Ausfärbungen wesentlich schwächer und wesentlich röter im Ton sind.
Auch das Muster H dient zu Vergleichszwecken und insbesondere zum Vergleich mit dem Muster E. Der Unterschied zwischen diesem Muster und dem Muster E liegt in der Stellung der Chloratome im Benzolring, und es wurde bereits in der Anmeldung darauf hingewiesen, dass, wenn sich das Chlor in einer anderen als der 4'-Stellung befindet, der Farbton wesentlich verändert wird, und zwar nach einer Richtung, die nicht sehr erwünscht ist.
Das überreichte Strangmuster kann<Nicht lesbar> auf Antrag<Nicht lesbar> werden entspricht dem Beispiel 1 und dem Muster A der Farbtafel. Der Strang wurde nach dem üblichen Küpen-Färbeverfahren gefärbt, und das eine Ende des Stranges wurde etwa 1 Stunde in eine verdünnte wässerige, etwa 3 - 4%ige Lösung von Natriumhypochlorid eingetaucht. Wie aus dem Muster hervorgeht, ist der Farbstoff praktisch chlorecht.

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