DE502815C - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

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DE502815C
DE502815C DEG65416D DEG0065416D DE502815C DE 502815 C DE502815 C DE 502815C DE G65416 D DEG65416 D DE G65416D DE G0065416 D DEG0065416 D DE G0065416D DE 502815 C DE502815 C DE 502815C
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B57/00Other synthetic dyes of known constitution

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen Zusatz zu;n Patent 483 519 -In der Patentschrift 288 823 sind Farbstoffe beschrieben, welche wahrscheinlich als Chinondithiazinderivate aufzufassen sind und welche durch Einwirkenlassen von Schwefelchlorür S2 C12 auf Diarylidobenzochinone in nitrobenzolischer Lösung bei der Siedehitze erhalten werden. Diese Farbstoffe färben Wolle aus der Küpe in blauen bis grauvioletten Farbtönen.
  • Im Hauptpatent 483 519 ist nun u. a. angegeben worden, daß man durch Behandlung von Diarylidobenzochinonen mit Schwefeldihalogeniden braun- bis olive- und grünfärbende Wollküpenfarbstoffe erhält. In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wurde die überraschende Beobachtung gemacht, däß, wenn man auf Diarylidobenzochinone Schwefelchlorür bei Temperaturen, die niedriger liegen als die Siedetemperatur des Nitrobenzols, einwirken läßt, nicht mehr die blauen bzw. grauvioletten Farbstoffe der Patentschrift 288 823, sondern ganz andere Produkte entstehen, welche, je nach der Wähl des Lösungsmittels, Wolle braun bis grün. und olive färben und somit den Erzeugnissen des Verfahrens des Hauptpatents nahe kommen.
  • Dieses Ergebnis ist als durchaus überraschend zu betrachten und bedeutet einen wichtigen technischen Fortschritt in der Herstellung von Küpenfarbstoffen aus Diarylidobenzochinonen. Beispiel i 7,2 Teile 2,5-Dianilidobenzochinon, suspendiert inz44TeilenNitrobenzol,werden bei 2bis 6 ° unter gutem Rühren mit ii Teilen Schwefelchlorür (S2 C12) versetzt. Nach längerem Rühren wird filtriert, gewaschen und getrocknet. Man erhält ein braunes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit schmutzigblauerFarbe löst und Wolle aus der Hydrosulfitküpe in echten bräunlichen Tönen färbt: Arbeitetman in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, z. B. Magnesia; so erhält man einen Farbstoff mit ähnlichen Eigenschaften, der die Wolle aus der Küpe in dunkelbraunen Tönen färbt, während durch Zusatz von Natriumacetät der Farbton nach Olive verschoben wird.
  • Beispiel 2 14,5 Teile 2, 5-Dianilidobenzochinon werden in 435 Teilen kalter konzentrierter Schwefelsäure gelöst und bei -[ 5 ° langsam mit 34 Teilen Schwefelchlorür versetzt. Man rührt längere Zeit, indem die Temperatur sehr vorsichtig bis auf 7o ° gebracht wird. Hierauf wird in Wasser gegossen, filtriert, gewaschen und getrocknet. Der gebildete Farbstoff ist ein grünschwarzes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit schmutzigvioletter Farbe löst. Er gibt mit Hydrosulfit und Natronlauge eine hellgelbliche Küpe, aus welcher Wolle in echten grünen Tönen gefärbt wird.
  • Durch früheres Unterbrechen der Reaktion erzielt man -einen, Farbstoff mit gelbgrünem Farbton.
  • Ähnlich grün bis grünolive färbende Produkte erhält man, wenn man das 2,q.-Dianüidobenzochinon durch das 2, 5-Di-p-toluididobenzochinon oder die entsprechenden p-Chloranilin- oder Naphthylaminderivate ersetzt.
  • Grün bis olive färbende Farbstoffe kann man auch erhalten, wenn man statt in Schwefelsäure in Oleum oder Chlorsulfonsäure arbeitet, oder wenn man mehr Schwefelchlorür verwendet. Beispiel 3 36 Teile q., 4'-Dichlordianilidobenzochinonwerden in 72o Teilen Nitrobenzol suspendiert und mit 4a Teilen Schwefelchlorür versetzt. - Hierauf wird innerhalb einer Stünde auf =35 ° erhitzt und einige Zeit bei dieser Temperatur gerührt. Man läßt dann erkalten und isoliert den abgeschiedenen Farbstoff auf bekannte Art. Er bildet ein dunkelbraunviolettes Pulver, löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit blauvioletter Farbe und färbt Wolle in echten rötlichbraunen Tönen an. Beispiel q.
  • 4oTeile 2, 5-Dianilido-6-chlor-i, 4-benzochinon werden in 8oo Teilen Nitrobenzol suspendiert und bei -i-5° mit 50,5 Teilen Schwefelchlorür versetzt und längere Zeit bei dieser Temperatur durchgerührt. Hierauf wird mit Alkohol verdünnt, filtriert, gewaschen und getrocknet. Der neue Farbstoff bildet ein bräunlichgelbes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit violetter Farbe löst und aus der Küpe Wolle in echten, gelbbraunen Tönen färbt.
  • Der Ersatz des 2, 5-Dianilido-6-chlor-i, 4.-benzochinons durch das 2,5-Dianüido-6-methyli, 4-benzochinon führt zu einem Farbstoff; der ein rotviolettes Pulver bildet, das sich in Schwefelsäure mit stumpfgrünblauer Farbe löst undWolle aus der Küpe schwärzlichbraun färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Weitere Ausbildung des Verfahrens des Patents 483 519 zur Herstellung von Farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man hier auf Diarylidöbenzochinone Schwefelchlörür bei Temperaturen, welche unterhalb des Siedepunktes des Nitrobenzols liegen, einwirken läßt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE946831C (de) * 1951-02-20 1956-08-09 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

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DE946831C (de) * 1951-02-20 1956-08-09 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

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