DE971068C - Prüfgerät für Nachrichtenaufzeichnungen - Google Patents
Prüfgerät für NachrichtenaufzeichnungenInfo
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- DE971068C DE971068C DENDAT971068D DE971068DA DE971068C DE 971068 C DE971068 C DE 971068C DE NDAT971068 D DENDAT971068 D DE NDAT971068D DE 971068D A DE971068D A DE 971068DA DE 971068 C DE971068 C DE 971068C
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Description
AUSGEGEBEN AJM 4. DEZEMBER 1958
St 2842 IX/ 42 m
Die Erfindung bezieht sich auf Mittel und Geräte, um auf einem Aufzeichnungsmittel aufgezeichnete
Einzelheiten ztfprufgn. Viele informaTTönerTwefaen
auf ^Auf^icjhjttungsixägern, die beispielsweise aus
einem magnetischenJBand„gder jDraht bestehen, au'fgezeicrmS7
um sie später zu verwencten. Es ist
selbstverständlich, daß die Aufzeichnung einwandfrei
sein muß und deshalb Mittel nötig sind, um die Aufzeichnung nach dem Aufzeichnen zu kontrollieren.
Diese Möglichkeit ist von besonderer Wichtigkeit, wenn die Nachricht aufgezeichnet wird, um
später durch eine Rechenmaschine benutzt zu werden.
Solche Maschinen wurden in den letzten Jähren gebaut und können ■ zwei verschiedenen Anwendungszwecken
dienen. Die erste Anwendung besteht darin, daß eine Anzahl von Nachrichten der Maschine
zugeführt wird, welche ein kompjexes Signal der empfangeneivNachricht bildet. Diese Anwendung
ist von großem Wert für wirtschaftliche Zwecke. Die andere hauptsächliche Anwendung besteht
darin, eine
Buchungen· jj^^l^
düsirTeor^änfsätlonen^otwendig sind. In beiden
Fällen ist es klar, daß eine Menge von Nachrichten der Maschine zugeführt werden muß. Die Nachrichten
werden -■ mittels Telegrafierzeiclien auf
magnetische Bänder oder Drähte mat Hilfe eines Fernschreibers gegeben. Diese Arbeitsweise erlaubt
es, daß die Nachricht schnell verarbeitet wird. Dies hat zur Folge, daß die Nachricht erst geprüft wird,
bevor sie der Rechenmaschine zugeführt wird, urn sicherzustellen, daß die Nachricht absolut korrekt
ist. Die Rechenmaschine kann nicht irgendwelche
809 67W44
gebräuchlichen Rechnungen ■ durchführen, wenn | diese Nachricht nicht korrekt empfangen! wurde.
Da die Erfindung nicht auf Einzelheiten für Zusatzgeräte in Verbindung mit Rechenmaschinen beschränkt
ist, so ist der Zweck dieser, die einzelnen Einrichtungen unter Schutz zu stellen. Es ist der
Zweck der Erfindung, elektrische Geräte vorzusehen, welche auf magnetisches Band oder Draht
im Telegrafencode aufgezeichnete Nachrichten überprüfen.
Diese Geräte zur Verwirklichung der Erfindung sind gekennzeichnet durch einen Fernschreiber, der
eine, entsprechende Version der Nachricht liefert, eine Einrichtung, um die Nachricht vom Stahlband
oder Stahldraht Zeichen für Zeichen zu entnehmen, eine_exste_und_^wjite_Sp£i£h,erÄC±alturjgJ. in welchen
ein vom Fernschreiber gekommenes Zeichen und das entsprechende, vom Stahlband oder Stahldraht
gekommene Zeichen eingetastet wird, eine Vergleichsschaltung, um die Vergleichszeichen in den
Speicherschaltungen weiter zu schalten, eine Alarmanlage, welche anzeigt, wenn~in™"der Vergleichsschaltung
ein Unterschied zwischen den korrespondierejid_gn_Zjjclien_.a.tt£toitt,
ein AufzeichnungsTiöpf und eine Einrichtung, um ein Zeichen auf diesen
Aufzeichnungskopf zu geben, wenn die Vergleichsschaltung anzeigt, daß zwischen den Zeichen kein
Unterschied besteht.
Die Erfindung soll nunmehr an Hand der Zeichnungen beschrieben wenden. Hierbei ist
Fig. ι ein Blockschaltbild der Gesamtanordnung
des Prüf- und Korrekturgerätes;
Fig. 2 und 3, wobei Fig. 3 rechts an Fig. 2 angelegt
gehört, bedeuten das Zeitmaßstabsgerät des Aufzeichniungsteilesi;
Fig. 4 und S, wobei Fig. 5 rechts an Fig. 4 angelegt gehört, bedeuten das Zeitmaßstabsgerät des
Prüfteiles;
Fig. 6 bedeutet den Speicher des Aufnahmeteiles;
Fig. 7, die rechts an Fig. 6 angelegt gehört, bedeutet den Speicher des Prüfteiles;
Fig. 8 und 9, wobei Fig. 8 links an Fig. 9 angelegt gehört, bedeuten das Steuergerät für die Schaltfolge;
.
Fig. 10 stellt das Hilfssteuergerät für die Schaltfolge dar;
Fig. 10 stellt das Hilfssteuergerät für die Schaltfolge dar;
Fig. 11 stellt die Kupplungssteuerschaltung dar; Fig. 12 stellt die Ausgangsschaltung der Speicher
dar;
Fig. 13 stellt die Vergleichsschaltung dar; Fig. 14 stellt die Überführungsschaltung dar;
Fig. 15 stellt die Schaltung zur Erzeugung der Fortschalteimpulse und zur Steuerung dar;
Fig. 16 stellt die Schriftzeichenfeststellschaltungen
dar;
Fig. 17 stellt die Markierschaltungen dar;
Fig. 18 stellt das Anzeigegerät zur Löschung-und Einfügung dar;
Fig. 18 stellt das Anzeigegerät zur Löschung-und Einfügung dar;
Fig. 19 ist ein Arbeitsdiagramm für die Zeitfolge, und
Fig. 20 ist eine Tabelle, die die Steuerzeitpunkte in ihrer zeitlichen Reihenfolge mit den zugehörigen
Angaben aufführt.
Die Erfindung soll nunmehr an Hand des Blockschemas (Fig. 1) kurz beschrieben werden. Die
Büchse, die das· Magnetband enthält, wo· der zu überprüfende Nachrichteninihalt in Fernschreiberschrift
gespeichert ist, ist auf dem Bandgerät 1 angebracht. Die Prüferin besitzt ein Manuskript mit
den Angaben, die auf dem in dem Bandgerät 1 eingezeichneten Band aufgezeichnet sein sollten.
Die Bandmaschinen, die im Zusammenhang mit den beschriebenen Geräten verwendet werden,
haben einen Wiedergabekopf und einen Aufzeichnungskopf. Das Band bildet eine in sich geschlossene
Schleife und befindet sich in einem flachen Gehäuse, welches die Arbeitsmöglichkeit der Köpfe gewährleistet.
In der beschriebenen Schaltung wird di'e Nachricht durch den Wiedergabekopf vom Band
abgenommen, überprüft, und das richtige Zeichen ,80 wird wieder durch den Aufzeichnungskopf auf das
Band aufgezeichnet.
Der Betrieb beginnt damit, daß das Bandlaufgerät von seiner Vorratsrolle Band ablaufen läßt,
bis das Startsignal auf dem Band erreicht ist, worauf sich die Maschine in dieser Stellung stillsetzt.
Die erste Tätigkeit der Prüferin ist es nun, die Starttaste 5" auf ihrem Fernschreiber 2 zu drücken,
was bewirkt, daß das Startzeichen dem Speichermittel 3 und dem Zeitmaßstabsgerät 4 des Prüfteils
übermittelt wird. Jedesmal, wenn die Prüferin eine Taste drückt, beginnt das Zeitmaßstabsgerät des
Prüf teiles zu laufen, da der Fernscheiber2 der Prüferin
mit dem Zeitgerät 4 über die ganze Dauer des Prüfvorgangs verbunden ist. Das Zeitgerät 4 des
Prüfteils veranlaßt über die Kupplungssteuerung S das Einrücken der Bandablaufkupplung 6, um das
Band vorwärts zu treiben. Das Bandgerät läuft daher an und gibt sein erstes Schriftzeichen heraus,
was das Zeitmaßstabsgerät 7 des Aufzeichnungsteiles in Betrieb bringt und dieses erste aufgenommene
Schriftzeichen dem Speichermittel 8 des Aufzeichnungsteiles übermitteln läßt. Wenn dieses
Zeichen vom Speicher 8 des Aufzeichnungsteiles aufgenommen wird, so wird das Zeichen S, das
darin markiert wurde, als die Schaltung eingeschaltet wurde (bevor die Prüferin mit ihrer Prüfarbeit
begann), von dem ankommenden Zeichen in später zu beschreibender Weise nach dem Fernschreiber
2 der Prüferin hinausgetrieben, wo es eine Lampe aufleuchten läßt als Anzeige, daß das
nächste Schriftzeichen (das erste Schriftzeichen der zu prüfenden Angaben) nunmehr gesendet werden
kann.
Normaler Betrieb
Jedesmal, wenn die Prüferin eine Taste drückt, , um ein Schriftzeichen (z. B. »a«) in den Prüfteilspeicher
3 einzutasten, wird die Bandablaufkupplung 6, wie oben beschrieben, betätigt, um das Band
vorwärts zu schieben, bis das nächste auf ihm aufgezeichnete Schriftzeichen vom Wiedergabekopf 9
abgelesen und, wie oben beschrieben, dem Speicher 8 des Aufzeichnungsteiles zugeführt ist. Wenn
das Stopelement des Schriftzeichens »a« vom
Schriftzeichenfeststeller 13 bemerkt wird, so tritt ein automatisches Mittel in Tätigkeit, um den Inhalt
beider Speicher 3 und 8 einem Vergleichsgerät 10 zuzuleiten. Die Schriftzeichen (das gespeicherte
und das durch die Prüferin »eingetastete«) werden von dem Vergleichsgerät automatisch Element um
Element verglichen. Diese beiden Speicherschaltungen kann man zusammen mit dem Vergleichsgerät passender Weise als Speichersteuergerät be-
zeichnen. Während diese Prüfung vor sich geht, wird das Schriftzeichen, das im Speicher 3 des
Prüfteiles war, in den Speicher 8 des Aufzeichnungs.teiles verbracht, und das Zeichen, das im AufzeichnungSiSpeicher
8 war, gelangt über die Überführungsschaltung 11 zum Prüfspeicher 3. Somit
werden die von der Prüferin kommende Version des
Schriftzeichens und die von dem Aufzeichnungsgerät kommende Version automatisch verglichen,
■ und beide werden in den Speichern ausgetauscht.
ao Dies geschieht genügend schnell, damit die Geschwindigkeit, mit der die Prüferin Schriftzeichen
senden kann, keine Einbuße erleidet. Die bei dem vorliegenden Anwendungsbeispiel benutzte Geschwindigkeit
beträgt 500 Elemente pro Sekunde.
Wenn beide Versionen übereinstimmen, kann die Prüferin mit dem nächsten Buchstaben (»b«) fortfahren
und den Vorgang wiederholen. Das einstweilen im Prüfspeicher3 noch gespeicherte Schriftzeichen
»a« wird ausgetrieben und durch das von der Prüferin nunmehr eingetastete Schriftzeichen
»b« ersetzt; wenn nun das neue Schriftzeichen »b« vom Band in den Aufzeichnungsspeicher 8 gelangt,
so wird das vordem darin gespeicherte Schriftzeichen »a« gleichfalls, ausgetrieben. Das vorhergehende
Schriftzeichen »a« wird dem Aufnahmekopf 12 des Bandgerätes zugeführt, wo es die Bandeinlaufkupplung
12 a freigibt, so daß es erneut auf dem Band aufgezeichnet wird; weiter wird es dem
Empfangsteil des Fernschreibers 2 der Prüferin übermittelt, bereit zum Drucken, wenn dort das
nächste Schriftzeichen ankommt. Vergleich und Überführung der in den Speichern 3 und 8 gespeicherten
Schriftzeichen vollziehen sie wie zuvor; wenn sie übereinstimmen, kann das dritte Schriftzeichen
(»c«) von der Prüferin eingetastet werden.
Wenn die Prüferin für das dritte Schriftzeichen
»c« eine Taste drückt, so speichert sich dieses Zeichen im Prüfspeicher 3, und das nächste dem
Band entnommene Schriftzeichen wird in dem Auf-Zeichnungsspeicher 8 eingespeichert, wie vorher.
Das Eintreffen des »c« im Aufzeichnüngsspeicher 8 vertreibt das »b« und veranlaßt seine erneute Aufzeichnung
auf dem Band und seine Weiterleitung zum Fernschreiber der Prüferin zum späteren Abdruck.
Die Ankunft des »b« im Fernschreiber der Prüferin veranlaßt den Abdruck des bereits dort
eingestellten »a«.
So . werden aufeinanderfolgende Schriftzeichen durch die Prüferin der Prüfeinrichtung aufgegeben;
wenn sie mit der ursprünglichen Aufnahme übereinstimmen, werden sie erneut auf dem Band aufgezeichnet
und auf ihrem Korrekturblatt abgedruckt.
Freidruckvorgang
Wenn die Prüferin im Zweifel sein sollte, bei welchem Schriftzeichen sie angelangt ist, kann sie
sich durch Drücken der »Freidrucktaste« (»P/O«) Klarheit verschaffen. Wenn das »Freidruckzeichen'«
in den Prüf speicher gelangt, veranlaßt es das Bandgerät i, das nächste Schriftzeichen dem Aufzeichnungsspeicher
8 zu übermitteln, was das vorher durch die Prüferin eingetastete (und nunmehr, wie oben beschrieben, im Aufzeichnungsspeicher 8
befindliche) Schriftzeichen dem Fernschreiber 2 übermittelt/Der Schriftzeichenfeststeller 13 stellt
die Tatsache fest, daß »Freidruck« getastet worden ist, und wirkt dann in einer Weise, daß Vergleich
und Überführung infolge des Stopelements dieses Schriftzeichens verhindert werden. Statt dessen wird
das »Freidruckzeichen« (ein nicht abdruckendes Schriftzeichen) dem Fernschreiber der Prüferin
übermittelt, wo es den Abdruck des bereits dort eingestellten vorhergehenden Schriftzeichens veranlaßt.
Somit sieht die Prüferin auf ihrem Korrekturbogen das letzte Schriftzeichen der Angaben,
die sie getastet hat, und somit weiß sie, welcher Buchstabe nunmehr einzutasten ist.
Das. Steuergerät 14, das zusammen mit dem
Hilfssteuergerät 15 die Ventilschaltungen (Fig. i,
als Kontakte gezeichnet) steuert, die die Schaltungsvorgänge bestimmen, ist nach diesem Freidruckvorgang
in einem solchen Zustand, daß das nächste von der Prüferin kommende Schriftzeichen, die
Bandauslaufkupplung 6 des Bandgerätes nicht betätigt, sondern mit dem letzten, bereits im Aufzeichnungsspeicher
eingegangenen Buchstaben verglichen und ausgetauscht wird. Hierauf kann der normale
Betrieb wiederaufgenommen werden.
Verfahrensweise nach einem Fehler
Ein Fehler (in dem aufgezeichneten Material, seitens der Prüferin oder seitens beider) wird
durch eine Abweichung des von der Prüferin eingetasteten Schriftzeichens von dem auf dem Band
gespeicherten Zeichen angezeigt. Sobald das Ver-. gleichsgerät 10 eine derartige Abweichung bemerkt,
veranlaßt es, daß das. als Kontakt eingezeichnete Ventil 16 unterbricht und die Verbindung der Prüferin
mit dem Prüfspeicher 3 unterbricht.
Das im Prüfspeicher 3 gespeicherte Schriftzeichen—
das letzte, das vom Bandgerät abgegeben wurde — wird lediglich nach dem Fernschreiber
der Prüferin hin ausgetrieben. Wenn diese Übertragung fast zu Ende ist, markiert das Markier- 115 I
gerät 17 des Prüfteilesi »Zeilenvorschub« (LF) im /
Speicher 3, und auch dies wird derselben Empfangs- j
stelle zugeleitet. Nahe dem Ende dieser Übertra- ! gung markiert das Markiergerät 17 des Prüfteiles i
»Alarm« (AL) im Speicher 3, und auch dies wird 120. j zum Fernschreiber 2 ausgetrieben. ; i
. Das aufeinanderfolgende Eintreffen des bean- j standeten Schriftzeichens, Zeilenvorschubs und j
Alarmzeichens im Fernschreiber 2 veranlaßt dort, I daß dieser Buchstabe abgedruckt, das Papier vor- 125 \;
geschoben und ein Alarmsignal ausgelöst wird. Der \
Alarm trennt auch die Fernschreiberschaltung vom Rest der Apparatur, und die Verbindung kann erst
dann neuerlich hergestellt werden, wenn die Prüferin eine Rückstelltaste drückt, die auch den
Alarmsummer oder, die Alarmglocke abstellt. Dies verhindert die Prüferin, die Übertragung fortzusetzen,
bevor sie den Alarm bestätigt hat.
Danach kommt die Schaltung zur Ruhe, wobei das Steuergerät 14 in einer solchen Stellung steht,
daß die Bandauslauf kupplung 6 nicht anspricht, wenn die Prüferin ein Schriftzeichen tastet.
Nach Feststellung des Alarms und seiner Anerkenntnis durch die Rückstelltaste liest die Prüferin
in ihrem Manuskript nach, um das unstrittene Schriftzeichen festzustellen. Sie tastet nunmehr das
richtige Schriftzeichen, das in den Prüfspeicher 3 gelangt. Da die Bandauslaufkupplung 6 nicht betätigt
wird, gelangt dabei nichts in den Aufzeichnungsspeicher 8, der daher nach wie vor das ursprünglich
von. der Prüferin getastete Schriftzeichen enthält — die ursprüngliche Version des
umstrittenen Schriftzeichens seitens, der Prüferin, das dort nach dem Vergleich in normaler Weise
ankam. Das Vergleichsgerät 10 arbeitet in üblicher
Weise. '
Wenn die Prüferin von Anfang an recht hatte,
, . so bringt nochmaliges Tasten des richtigen Buchstabens Übereinstimmung, so daß der normale Be^
trieb wiederaufgenommen werden kann. Wenn aber die Prüferin einen Fehler gemacht hatte, so ist das
von ihr. ursprünglich getastete falsche Schrift-. .·:■ zeichen immer noch im Speicher 8; wenn nun das
richtige Schriftzeichen getippt wird, ergibt sich erneut eine Abweichung, und ihr ursprüngliches
falsches Schriftzeichen wird abgedruckt, Zeilenvorschub tritt ein, und der Alarm spricht an. Das
Schriftzeichen, das sie beim zweiten Mal tastete, . sitzt nunmehr im Aufzeichnungsspeicher. Daher
muß sie nun die Rückstelltaste drücken und das Schriftzeichen nochmals tasten. Wenn das, was sie
bei dieser zweiten Wiederholung tastet, mit dem vorher getasteten Schriftzeichen übereinstimmt, beginnt
wieder der normale Betrieb.
4^ Löschen von Nachrichteninhalt
Wenn die Prüferin feststellt, daß Nachrichteninhalt (dargestellt durch mehrere Schriftzeichen),
der auf dem Band des Aufnahmegerätes, dessen Arbeiten sie überprüft, aufgezeichnet ist, eigentlich
nicht dort sein sollte, so gibt sie erst »Freidruck«, was — wie bereits beschrieben — veranlaßt, daß
das abgedruckt wird, was sich noch im Typenkopf von Fernschreiber 2 befindet. Darauf betätigt sie
die »Löschtaste«, bezeichnet durch das Klammer zeigen »()«. Dieses Zeichen wird in üblicher Weise
dem P ruf Speicher übermittelt und ebenfalls, durch den Schriftzeichenfeststeller 13 bemerkt. Dieses
Schriftzeichen wird dann automatisch aus dem Prüfspeicher 3 ausgetrieben und gelangt von dort
lediglich zum Fernschreiber 2 der Prüferin, wo1 es
abgedruckt wird. Die Prüferin drückt sodann die Leertaste. Dies bewirkt, daß das bereits im Aufzeichnungsspeicher
befindliche Schriftzeichen (das durch das »Freidrückzeichen«, wie bereits bemerkt,
dorthin gebracht worden war) automatisch zum Fernschreiber der Prüferin hinausgetrieben und abgedruckt
wird. Das Löschzeichen »()« läßt die Bandauslaufkupplung 6 nach dem »Freidruckzeichen«
nicht ansprechen, da das Steuergerät 14 in einer Stellung steht, wo diese Funktion, außer Betrieb
gesetzt ist. Die Ankunft des Signals »()« veranlaßt auch das Steuergerät 14, eine solche Stellung
einzunehmen, daß »()« automatisch dem Fernschreiber 2 der Prüferin übermittelt wird, gefolgt
von einem im Speicher markierten »Freidruckzeichen«. Wenn die Prüferin durch Drücken der
Leertaste das nächste Abstandszeichen sendet, so wird das im Aufzeichnungsspeicher 8 sitzende
Schriftzeichen (das beim Tasten des »Freidruckzeichens« eingegangen war) dem Fernschreiber 2
der Prüferin übermittelt. Das Steuergerät 14 stellt sich nunmehr so ein, daß, wenn die Prüferin notfh- ■·.
mais leer tastet, ein Buchstabe vom Bandgerät 1 in :
den Aufzeichnungsspeicher 8 in normaler Weise hereingeholt wird.
Das nächste, durch erneute Betätigung der Leertaste von der Prüferin gesendete Abstandszeichen
läßt Kupplung 6 ansprechen und ein weiteres Schriftzeichen in den Speicher 8 hineinziehen, von
wo es zum Fernschreiber 2 hinausgetrieben und abgedruckt wird. Dies geht so lange vor sich, bis
das letzte zu entnehmende Schriftzeichen abgedruckt ist, worauf die Prüferin zum zweitenmal die
Löschtaste »()« drückt. Dieses Zeichen gelangt in den Prüfspeicher 3 (und wird vom Feststellgerät
13 bemerkt), wird zum Fernschreiber 2 hin ausgesandt und auf dam Korrekturblatt abgedruckt.
Gleichzeitig betätigt sich die Kupplung 6, und das nächste Schriftzeichen (das unmittelbar nach dem
letzten zu entfernenden Schriftzeichen kommt) wird vom Band dem Aufzeichnungsspeicher 8 zugeführt.
Am Ende dieses Vorganges ist das Gerät so eingestellt, daß, wenn das nächste Schriftzeichen
(d. h. das dem nunmehr im Speicher 8 befindlichen entsprechende Zeichen) von der Prüferin getastet ,
wird, die Kupplung 6 nicht betätigt wird, so daß vom Band kein weiteres Schriftzeichen geholt wird. :
Dieses neue, von der Prüferin getastete Schriftzeichen wird daher in üblicher Weise mit dem bereits
vorher durch das zweite Zeichen »()« in den Aufzeichnungsspeicher 8 hineingezogenen Schriftzeichen
verglichen. Wenn' beide übereinstimmen, wird der normale Betrieb wiederaufgenommen.
Obwohl hier zwar dasselbe Schriftzeichen sorwohl
für den Beginn wie für das Ende des.Löschens' benutzt worden ist, wäre es auch möglich, für diese
beiden Funktionen verschiedene Zeichen zu benutzen. In diesem Fall könnte das Zeichen für den
Beginn des Löschens auch statt des Abstandszeichens dazu dienen, um jedes einzelne der zu
löschenden Schriftzeichen zu entfernen.
Einfügung von Material seitens, der Prüferin
. Wenn die Prüferin feststellt, daß von den ursprünglichen
Angaben nicht alles aufgezeichnet
worden ist und somit weiterer Nachrichteninhalt eingefügt werden muß, gibt sie erst »Freidruck«,
wie bereits beschrieben, für das bereits im Tastenkopf des Fernschreibers und Aufzeichnungsspeichers
8 Gespeicherte. Dies führt das nächste Schriftzeichen vom Band herunter in den Speicher 8, aber
das Gerät ist so eingerichtet, daß das nächste nach dem »Freidruck« getastete Schriftzeichen die Kupplung
6 nicht betätigt und im Augenblick nichts
ίο weiter vom Band abgenommen wird. Hierauf betätigt
die Prüferin die Einfügetaste, gekennzeichnet durch das Zeichen »"« (Anführungszeichen). Dieses
Zeichen gelangt in den Prüfspeicher und von dort zum Fernschreiber der Prüferin, wo es abgedruckt
wird. Der Feststeller 13 stellt dieses Zeichen bei seinem Eintreffen im Speicher 3 fest und beeinflußt
das Steuergerät 14 derart, daß, wenn die Prüferin den nächsten Schnitt unternimmt — nämlich das
Eintasten des ersten einzufügendem Schriftzeichens —, dieses Zeichen zum Prüf speicher 3 gelangt,
automatisch weitergetrieben und sowohl auf dem Korrekturblatt abgedruckt wie auf dem Band
aufgezeichnet wird. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis alle einzufügenden Schriftzeichen abgedruckt
sind.
Die Prüferin tastet somit wiederum das Einfügungszeichen »"« (Anführungszeichen), das in
den Prüf speicher 3 gelangt und automatisch zum Abdruck, nicht aber zur Bandaufzeichnung weitergeleitet
wird. Die hierfür erforderlichen Schaltungsänderungen werden durch das Schaltgerät 14
und das Hilfsschaltgerät 15 in Abhängigkeit vom
Feststeller 13 durchgeführt. Es stellt auch die Schaltung so ein, daß das nächste von der Prüferin
gesendete Schriftzeichen in dien Prüfspeicher 3 gelangt
und automatisch mit dem Schriftzeichen verglichen wird, das bei dem »Freidruckvorgang« vor
Beginn der Einfügung in den Speicher 8 eingespeist worden war.
Zwar, wurde hier dasselbe Schriftzeichen für Beginn und Ende der Einfügung verwendet, man
könnte aber auch für diese Aufgaben verschiedene Schriftzeichen verwenden.
.Das Steuergerät 14 und Hilfssteuergerät 15 (Fig. 8, 9 und 10) steuern die in Fig. 1 durch Arbeitskontakte angedeuteten Ventilschaltungen. Die bereits gegebene kurze Betriebsbeschreibung deutet an, welche dieser »Kontakte« bei den verschiedenen beschriebenen Situationen unterbrochen sind.
.Das Steuergerät 14 und Hilfssteuergerät 15 (Fig. 8, 9 und 10) steuern die in Fig. 1 durch Arbeitskontakte angedeuteten Ventilschaltungen. Die bereits gegebene kurze Betriebsbeschreibung deutet an, welche dieser »Kontakte« bei den verschiedenen beschriebenen Situationen unterbrochen sind.
Die ausführlichen Schaltungen sollen nun eingehender beschrieben werden.
Die benutzten Ventilschaltungen sind Ventilschaltungen
für Koinzidenzfeststellung von der durch das britische Patent 636 700 bekanntgewordenen
Art, bei der ein gemeinsamer Schaltungspunkt über eine Mehrzahl von Gleichrichtern mit
einer Reihe anderer Punkte verbunden ist und ein gegebenes Potential, das man an sämtliche anderen
Punkte anlegt, an diesem gemeinsamen Punkt auftritt. Wenn das Potential aber nicht an sämtliche
anderen Punkte angelegt wird, tritt es auch nicht an dem gemeinsamen Punkt auf.
Das Zeitmaßstabsgerät
des Aufzeichnungsteiles (Fig. 2 und 3)
des Aufzeichnungsteiles (Fig. 2 und 3)
Das Zeitmaßstabsgerät des Aufzeichnungsteiles wird benutzt, um eine Ausgangswechselspannung
von 50 Hz zu liefern, einer Frequenz, die der üblichen Fernschreibergeschwindigkeit 50 Baud
entspricht. Die Impulsquelle, der diese Wechselspannung entnommen wird, ist eine 5-kHz-Impulsquelle,
die gleichzeitig Impulse positiver und nega^ tiver Polarität liefert. Die negativen Impulse P —
werden, wie in Fig. 3 gezeigt, den Kathoden der Röhren RTGA, RTGB und RTGC zugeführt.
Die Schaltung wird eingeschaltet durch Einführen eines Steckers von dem Wiedergabekopf 9 (Fig- 1).
des Bandgerätes her in Klinke JA. Wie angedeutet, führt die Hülse der Klinke zur Kupplungssteuerschaltung
(Fig. 2). Das Einführen des Steckers in Klinke JA schließt auch Kontakte 20, um das Belegungsrelais
S anziehen zu lassen, das mit seinem Kontakt ί ι Anodenspannung an alle Schaltungsteile,
ausgenommen die Speicher (Fig. 6 und 7), anlegt und das während der Zeit beidseitiger Beruhrung
der Kontaktes2 positive Spannung an die
Auslöseelektrode der Röhre RSZ anlegt. Dies läßt RSZ zünden, und über den Kondensator C1 erlischt
die Anlaß röhre RST (falls sie gerade Strom führt). Der Zweck dieser Maßnahme ist es, sicherzustellen,
daß das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles von Null an zu arbeiten beginnt, wenn der Betrieb
anfängt.
Die als nach B + hinführend angedeuteten Verbindungsleitungen
führen z.u einer positiven Vor-Spannungsquelle, deren Spannung ganz erheblich unterhalb der der Hauptanodenspannungsquelle
liegt.
Wenn das erste »Zwischenraum«-Element auf der Ader 5 ankommt (ein Schriftzeichen eines
Fernschreiberalphabets hat als Startelement ein »Zwischenräume-Element) und wenn während
dieses Zwischenraumelementes ein positiver Impuls über den Gleichrichter Wi ankommt, dann zündet
die Röhre RST. Dies erfolgt darum,, weil das Zusammenfallen
des positiven Zwischenraumsignals und des Impulses P + die Gleichrichter H^i und
Wτα sperrt und einen positiven Impuls der Auslöseelektrode
der Röhre RST über W8 zuführt, der zusammen mit der festen Vorspannung B hinreicht, no
um die Röhre zu zünden. Die Anodenspannungsabnahme an RST über C1 läßt RST erlöschen, und
über C2, und Ri, R2 und i?3 (Fig. 3) legt sie negative
Impulse an die Kathode der ersten Entladungsstrecke in jeder der Röhren RTA bzw. RTB bzw. -115.
RTC an. Dies veranlaßt die erste (oder Ruhe-) Strecke jeder dieser Mehrstreckenröhren zu zünden,
was in bekannter Weise alle anderen Entlädungsstrecken in diesen Röhren erlöschen läßt, die etwa
gerade Strom führen mögen. Wenn Röhre RST zün- i»o
det, steigt ihr Kathodenpotential an, wobei dieser Potentialanstieg zur Auslöseelektrode der Röhre
RTGA gelangt. Wenn der nächste Impuls P — ankommt, sind diese Potentiale zusammen hinreichend
stark, um Röhre RTGA zünden, zu lassen. Der an
der Anode dieser Röhre entstehende negative Im-
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puls wird über Kondensator C 3 allen Auslöseelektroden
der Röhre RTA gemeinsam übermittelt. Da sich die Anlaßstrecke dieser Röhre bereits entlädt,
veranlaßt dies die erste auf sie folgende Entladüngsstrecke zu zünden und die Anlaßstrecke erlöschen
zu lassen, während die nächstfolgende Strecke zum Zünden vorbereitet wird. Wenn der negative Impuls
P— auf der Kathode von RTGA zu Ende.ist, erlischt die Röhre RTGA, da ihre Anode an der
Vorspannungsquelle liegt, die sie ohne Kathodenimpulse nicht im leitenden, Zustand halten kann. Sie
zündet bei jedem negativen Impuls.auf ihrer Kathode
erneut, solange positives Potential an ihrer Auslöseelektrode liegt. Jedesmal, wenn RTGA zündet,
läßt sie RTA um eine Entladungsstrecke weiterrücken. Wenn die letzte Entladungsstrecke von
RTA erreicht ist und gezündet hat, ist die nächste Strecke, die zum Zünden vorbereitet wird, wiederum
die erste Strecke. Bei den Mehrstreckenröhren ao RTA, RTB und RTC sind die Strecken in einem
geschlossenen Kreis innerhalb des Röhrenkolbens angeordnet (nach USA.-Patent 2553585). Das
positive Potential an der letzten Entladungsstrecke der Röhre RTA legt auch positives Potential an die
Auslöseekktrode von Röhre RTGB an. '
Der nächste negative Impuls (der an die Kathoden der Röhren RTGB und RTGC ebenso wie an
die Kathode von RTGA angelegt wird) läßt RTGA . zünden, um RTA auf seine erste Entladungsstrecke
einzustellen, und. läßt auch RTGB zünden, was RTB von der ersten auf die zweite Entladungsstrecke
umstellt. Die Übertragung auf Röhre RTC geht ähnlich vor sich, nur daß es infolge des Gleichrichters
W 2 erforderlich ist, daß sich beide Entladungsstrecken RTA 10 und RTB 10 gleichzeitig entladen,
wenn der negative Forts.chalteimpuls die Kathode von RTGC erreicht. Man bemerkt, daß RTC nur
sieben Entladungsstrecken in Benutzung hat, und jede Strecke zündet 5omal in der Sekunde. Ausgangsleitungen
gehen von den Kathoden aller drei Mehrstreckenröhren aus, um Impulsquellen von in
ganz bestimmter Phase liegenden Impulsen für später zu beschreibende Zwecke zu bekommen.
Damit die Zählung (oder Division) erneut gestartet werden kann, wenn sieben Strecken der
Röhre RTC nacheinander gezündet haben, wird in diesem Zeitpunkt die Röhre RST gezündet. Dies
wird dadurch erreicht, daß die Röhre RSZ gezündet wird, wenn die Entladung der Strecken RTAg,
RTB10 und RTCy zeitlich zusammenfällt, was die
Gleichrichter W 3, W4 und W 5 sperrt. Wenn der
nächste positive Impuls ankommt, erreicht er die Auslöseekktrode von RSZ, da Gleichrichter W6
durch das positive Potential P+ blockiert ist. RSZ
zündet daher, wenn W$, W4 und WS gleichzeitig
gesperrt sind. Dies bringt die Schaltung, wie ber reits beschrieben, in die Ausgangslage.
RST wird zu erneuter Zählung vom nächsten Startelement (Zwischenraumsiignal) auf der Leitung
51 gestartet, und beispielsweise auch dann,
wenn das Steuergerät in Stellung SC8 steht, was
einen positiven Impuls anlegt, um Wy zu sperren,
was beim nächsten Impuls P-\- positive Spannung
an die Auslöseekktrode von RST gelangen läßt. In dieser Stellung wird im Aufzeichnungsspeicher
(Fig. 6) »Freidruck« markiert, und das, in ihm befindliche Schriftzeichen wird vom Speicher der
Prüferin zugeleitet, so daß, eine Steuerung durch das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles erforderlich
ist. .
Wie angedeutet, zündet RST auch, urn das Zeitgerät anzulassen, wenn das Hilfssteuergerät (Fig. 10) in
Stellung SSC2 und 5"6"C 3 steht und wenn es in
Stellung SSC1 steht, falls das Steuergerät in Stellung
SC 8 ist und die Röhre CST im Zeitgerät des Prüfteiles. (Fig. 3 und 4) gezündet ist. Die Gründe
und die Verwendung dieser Stellungen und die Notwendigkeit, warum man hier das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles
braucht, werden später beschrieben.
Das Zeitmaßstabsgerät des Prüfteiles (Fig. 4 und 5)
Die Mehrstreckenröhren CTA, CTB, CTC und ihre zugehörigen Schaltungen sind im allgemeinen
identisch mit den Schaltungen des Zeitgerätes des Aufzeichnungsteiks, nur daß die Anlaßröhre CST
von weniger Ventilkreisen abhängig ist als RST, da das Zeitgerät des Prüfteiks nicht so oft wie das
des Aufzeichnungsteiks benutzt wird.
Die Modulatorventile, wie sie in den Schaltungen Fig. 2 und 4 gezeigt sind, arbeiten lediglich dahingehend,
daß sie aufgenommene Signale in positive Impulse verwandeln, die an die entsprechenden
Adern angelegt werden. Wenn somit die Signalfolge Zwischenraum — Zwischenraum—Zeichen—Zwischenraum—
Zwischenraum—Zwischenraum—Zeichen über einen in Klinke JC eingeführten Stecker vom Fernschreiber
der Prüferin her ankommt, so erscheinen die fünf »Zwischenräume-Signale als positive Impulse
auf Ader 61 in den entsprechenden Zeitabschnitten,
und die beiden »Zeichen«-Signale erscheinen auf Ader M als positive Impulse in den ihnen
entsprechenden Zeitpunlkten.
Speicherschaltung des Aufzeichnungsteiks
(Fig. 6)
Es handelt sich hier um eine Kette von sieben Röhren der als »Schemazähler« bekannten Art.
Nach" Einstellung einer Zeichenkombination an den Röhren — wobei die »Zwischenraum«-Elemente
des Signals durch Zünden der Röhre angedeutet sind — wird das Signalschema oder die Kombination
die Kette entlang getrieben, wenn die Fortschalteimpulse (normalerweise mit 500 Hz) an die
Kathoden über den (geschlossenen) Kontakt j4 angelegt
werden. Das, Signalschema wird daher in den Ausgangskreis (Fig. 15) hinausgetrieben. Die
Arbeitsgrundlagen dieser Schaltung sind ausführlieh
im britischen Patent 663 574 beschrieben.
. Bestimmte ausgewählte Zeichen, (z. B. »Freidruck«)
können im Speicher markiert werden, indem positive Potentiale über. Verbindutngsadiern
RM2 bis RMy angelegt werden, so daß sie den
Röhren entsprechen, die zu zünden sind (was ein »Zwischenraum«-Element bedeutet), ■ um die ge-
wünschte Zeichenkombination zu ergeben. Die Röhre RR ι ist für das Stopelement, das immer ein
»Zeichene-Signal ist, so daß keine Verbindungsader erforderlich ist. Die so vorgemerkten Röhren
5· zünden dann beim nächsten Impuls P-\- (an die
Auslöseelektroden angelegt), und alle anderen Röhren erlöschen. Dieses Signal kann durch die Fortschalteimpulse
in der üblichen Weise in die Ausgangsschaltung hinausgetrieben werden.
ίο Die Ventile am Anfang der Kette sind gesperrt, damit RR ι im angedeuteten Zeitpunkt zünden kann (RTAio-RTBs, was auf die Mitte jedes Elementes des Schriftzeichens fällt) und wenn das Hilfssteuergerät (Fig. io) in Stellung SSC ι steht.
ίο Die Ventile am Anfang der Kette sind gesperrt, damit RR ι im angedeuteten Zeitpunkt zünden kann (RTAio-RTBs, was auf die Mitte jedes Elementes des Schriftzeichens fällt) und wenn das Hilfssteuergerät (Fig. io) in Stellung SSC ι steht.
Speicherschaltung des Prüfteiles (Fig. 7)
Diese Schaltung ist im. wesentlichen mit der Speicherschaltung des Aufzeichnungsteiles identisch,
so daß keine weitere Beschreibung von ihr erforderlich ist. Auch sie hat Verbindungsadern
CM 2 bis CMy, um bestimmte Schriftzeichen in ihr
zu markieren.
Die Ventile am Anfang der Kette werden gesperrt, um die Röhre CR1 im angedeuteten Zeitpunkt zün-
2. den zu lassen (CTA10-CTB 5, was auf die Mitte
jedes Elementes des Zeichens fällt) und wenn das Hilfssteuergerät (Fig. 10) in Stellung SSC1 steht.
Wie in Fig. 6 gezeigt, wird der Ausgang des Aufzeichnungsspeichers über die Überführungsschaltung
(Fig. 14) mit dem Eingang des Prüf Speichers (Fig. 7) verbunden, und der Ausgang des Prüfspeichers
(Fig. 7) wird über die Überführungsschaltung mit dem Eingang des Aufzeichnungsspeichers verbunden.
Steuerschaltung (Fig. 8 und 9)
Diese Schaltung besteht aus einer Reihe gasgefüllter
Kaltkathodenentladungsröhren SC ο bis SC12 und ihrer zugehörigen Ventilschaltungen und
Impulsquellen. 6"Co ist die Anlaßröhre. Beim Anziehen
von Relais 5" (Fig. 2) wird kurzzeitig positives Potential über Kontakt s6 an ihre Auslöseelektrode
angelegt. Dies läßt SCo zünden und jede andere 5"C-Röhre erlöschen, die sich etwa gerade
entlädt.
Im normalen Prüfbetrieb wechselt das Steuergerät abwechselnd zwischen SC1 und SC 2 hin· und
her. Bei der Feststellung von Fehlern und der Vornahme von Verbesserungen werden nacheinander
die Röhren SC 3 bis SC 6 herangezogen. Die Röh- renSCi, SC2, SCs und ^C6 arbeiten auch beim
Freidruckvorgang mit. 6"Ci, SC 2 und SC 5 bis 6"C 9
arbeiten beim Löschen aufgenommenen Nachrichteninhaltes, während SCi, SC2, SC S, SC 6, SC10
und SCii die Einfügung neuen Nachrichteriinhaltes
steuern.
Die Steuerschaltung soll später im Laufe der eingehenden Schaltungsbeschreibung ausführlich dargestellt
werden, daher ist im gegenwärtigen Augenblick keine ausführliche Beschreibung von ihr not-
Hilfssteuergerät (Fig. 10)
Dieses Gerät besteht aus drei Röhren SSCi, SSC2 und SSC 3 und den zugehörigen Ventilen und
Impulsquellen. Die Röhre SSC τ ist normalerweise leitend, da sie durch einen positiven Impuls von der
Kathode entweder von SCo oder SCi (Fig. 8) gezündet wird. Die verschiedenen zu den Röhren
SSC 2 und SSC 3 gehörenden Ventilschaltungen und die Impulsquellen P 4 und P 5 lassen die Hilfssteuerschaltung
je nach den Umständen in ihre zweite oder dritte Stellung überwechseln. Ähnlich
ist die Rückkehr dieser Schaltung in den Ruhezustand abhängig von der Steuerung seitens Ventile
und Impulsquellen.
Einige der in Fig. 8, 9 und 10 vorkommenden
Impulse entstammen dem Ausgang eines Kathodenverstärkers. Dies ist in diesen Fällen erforderlich,
da eine große Zahl parallel liegender Ventile beliefert werden muß, so daß unter Beibehaltung eines
rasch ansteigenden Impulses eine Stromquelle von niedrigem Scheinwiderstand erforderlich ist.
Kupplungssteuerschaltung (Fig. 11)
Diese Schaltung besteht aus einem binären Paar von Gasentladungsröhren Co und Ci mit einem
Schnellrelais C1R im Kathodenkreis der Röhre Ci.
Es ist ersichtlich, daß, wenn das Zeitfolgensteuergerät in Stellung 6"Co, 5"Ci und SCg steht (während das Hilfssteuergerät auf SSCi steht), die
Röhre Ci gezündet wird (und das Relais CiJ? anzieht),
wenn positives Potential an die »Zwischenraum«-Ader als Startelement eines Schriftzeichens
angelegt wird, und daher wird in diesen Fällen die Bandauslaufkupplung betätigt.
Ausgangsschaltung (Fig. 12)
Jeder Speicher hat eine durch ein binäres Paar von gasgefüllten Röhren gebildete Ausgangsschaltung, die ein polarisiertes Telegrafenrelais steuert.
Wenn man die Ausgangsschaltung des Speichers des Aufnahmegerätes betrachtet, so umfaßt sie die
Röhren ORS und ORM, deren Anodenkreis zwei Wicklungen des polarisierten Relais TRR enthalten, das normalerweise in »Zeichen«-Stellung steht.
Um sicherzustellen, daß dieses Relais auch tatsächlieh
zu Beginn in »Zeichen«-Stellung steht, wird
die Röhre ORM über die Gleichrichter W30, PF31
und W 32 von demjenigen ImpulsP + gezündet, bei
dem gerade die Arbeitsstrecken RTA 4, RTB1 im
Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles Strom führen;
Wenn das Zeitgerät des Auf zeichnungsteiles nach
Stellung RTA 5, RTB1 fortschreitet, so sind die Ventile zwischen der Kathode RR 7 und der Auslöseelektrode
ORS zum Schließen bereit, und wenn die Steuerschaltung in irgendeiner der angegebenen
Stellungen steht, so schließt das hierdurch gesteuerte
Ventil, so daß RR-j die Röhre ORS steuert. Wenn RR1J gezündet wird, wie es für das Startelement (ein »Zwischenraum«-Element) der Fall
sein muß, wenn die Ventile, z. B. W33, W^, W^S>
lao gleichzeitig geschlossen werden, so wird positive
Spannung von der Kathode RR7 an die Auslöseelektrode von ORS angelegt, so daß Relais TRR
sich nach seiner »Zwischenraum«-Lage hin umlegt. Der Kondensator CiO dient dazu, das Relais· in
dieser Stellung zu halten, bis das nächste Element
darankommt. Nachdem sich auf Grund des Fortschaltens des Zeitgerätes des Aufzeichnuingsteiles
der Gleichrichter W33 entsperrt, wird der Fortschalteimpuls
in den Speicher eingeführt, um das Signalschema vorwärts zu schieben und das erste
, abwandelbare Element der Signalkombination an die Röhre RRy zu bringen.
Wenn das Zeitgerät als nächstes die Stellung RTA 4, RTBi erreicht, so zündet die Röhre ORM
nicht, denn ihr Anodenpotential wird immer noch durch den der Wicklung von TRR parallel liegen-....
den Kondensator niedrig gehalten. Wenn aber das Zeitgerät nach RTA 5 weiterschreitet und wenn das
Element an RRy ein »Zwischenraum«-Element ist, so wird wiederum ein positiver Impuls der Auslöseelektrode
von ORS übermittelt, aber da sie sich bereits entlädt, entsteht keine Änderung, und TRR
hält sich. Wenn aber an RRy ein »Zeichen«-Signal liegt, so entlädt sich diese Röhre nicht, und ihre
Kathode liegt an Erdpotential. Wenn die durch f 33, ff 34 und S 3 5 gebildeten Ventile geschlossen
sind, so wird ein starker, ins Negative gehender Impuls der Auslöseelektrode von ORS zugeführt,
die daher erlischt. Der positive Anodenimpuls über Cn läßt ORM zünden, um das Relais TRR nach
seiner.Zeichenstellung hin umzulegen.
In dem Maß, wie jedes Element schrittweise durch den Speicher hindurchbewegt wird, steuert
es also das Ausgangsrelais über das Binärpaar von Gasentladungsröhren. Das Anbringen von Kondensatoren
parallel zu den Relaiswicklungen gibt dem ... Relais genügend Verzögerung, daß es sich nicht
zwischen den:Elementen einer Zeichenkombination bewegt.
Das Ausgangsrelais TRC des Prüf Speichers wird
von der letzten Röhre CR y des Prüf Speichers in ., , genau derselben. Weise gesteuert.
Wenn das. Steuergerät in Stellung SCi steht
(was einen günstig ausgegangenen Vergleichsvorgang bedeutet), so steuert der Speicher des Aufzeichnungsteiles
das Relais TRR über die oben be-. schriebene Schaltung und steuert über ff 36, ff 37
. und ff 38 auch TRC in genau derselben Weise. Wenn weiterhin das Steuergerät in Stellung SCo,
SC 8 und SC 9 steht, so steuert der Speicher des Aufzeichnungsteiles lediglich das Relais TRC.
. . Der Prüfspeicher steuert sowohl TRR wie TRC,
wenn das Steuergerät auf SC11 und das Hilfssteuergerät
auf SSC 2 steht. Wenn das Steuergerät auf SC3, SC4, SCζ, SCy oder SC10 steht, so hat
der Prüfspeicher nur Einfluß auf TRC. Wenn das
..... Steuergerät auf SC11 steht, während das Hilfssteuergerät
auf SSCi oder SSC3 steht, so steuert
der Prüfspeicher nur TRC.
Vergleicherschaltung (Fig. 13)
Der Vergleicher besteht aus zwei Binärpaaren
CA; CB und CC, CD von gasgefüllten Röhren, die von den Speichern über Ventilschaltungen gesteuert
werden. . '■ .
. Wenn die Prüferin ihre. Tätigkeit durch Belegen
. ,.., der Schaltung aufnimmt, so wird das Startzeichen S
im Aufzeichnungsspeicher vermerkt. Die Prüferin sendet sodann das Startzeichen S in den Prüf-' speicher.
Überführung undVergleich gehen vor sich, wie nunmehr beschrieben werden soll, und die Prüferin
sendet das erste Schriftzeichen, das mit dem Schriftzeichen im Aufzeichnungsspeicher verglichen
wird, das1 auf dem Band war.
Der Normalzustand, in- dem sich die Schaltung nach einem günstig verlaufenen Vergleichsvorgang
befindet, ist derjenige, wo die Röhren CA und CC leiten, während die Röhren CB und CD erloschen
sind. Der Vergleich findet statt, wenn das Steuergerät in Stellung SC 2 steht.
Der Vergleichavorgang soll zunächst für den Fall beschrieben werden, wo das Element ein »Zwischenräume-Element
ist und wo beide zu vergleichende Elemente übereinstimmen. In diesem Fall ist das
fragliche Element durch positives Potential an den Kathoden von RRy wie CRy dargestellt, so daß
die mit diesen Kathoden verbundenen Gleichrichter ff 40, ff 41, ff 42 und ff 43 gesperrt sind. Das
Steuergerät ist in der für den Vergleichsvorgang in Frage kommenden Stellung SG 2 angenommen, so
daß auch die Gleichrichter ff 44, ff 45, ff 46 und
W47 gesperrt sind. Wenn das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles
nach RTA 2 vorrückt, werden die Gleichrichter ff 48 und W49 gesperrt. Daher wird
auf den RT A 2 entsprechenden Impuls P+ positives
Potential an die Auslöseelektrode von CB über ff 50 angelegt, da W4.2, W4.6 und W49, wie beschrieben,
gesperrt;sind, ff 51 und W$2 sind durch
positives Potential an der Kathode von CA gesperrt, und W53 ist durch den Impuls P+ gesperrt. Daher
veranlaßt das positive Potential an Kathode RRy, das ein dort gespeichertes »Zwischenraum«-
Element anzeigt, daß Röhre CB zündet.
Wenn das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles die Stellung RTA 4 erreicht, so werden die Gleich/riehter
W54 und ff 55 gesperrt. Da die Kathode von
CRy auf positivem Potential befindlich angenommen wurde, was ein dort gespeichertes »Zwischenräume-Element
bedeutet, sind die" Gleichrichter W41 und ff 43, wie beschrieben, ebenfalls gesperrt. i°5
ff 45 und W4y sind von SC2 her gesperrt, daher
gelangt ein positiver Impuls an den Auslöser von CA über ff 56, da ff 41, ff 45 und ff SS, wie beschrieben,
gesperrt sind, ff 57 und ff 58 durch das Kathodenpotential vom CB gesperrt sind und W 59
durch den Impuls P+ gesperrt ist. Daher erscheint ein positiver Impuls auf dem Auslöser von CA, um
die Röhre erneut zu zünden.- Das erneute Zünden von CA bedeutet, daß der Vergleich günstig ausgegangen
ist. H5
Wenn das in den beiden Röhren RR7 und CRy
gespeicherte Signal ein »Zeichen«-Element ist; so
sind die Gleichrichter W40, ff 41, ff 42 und ff 43
nicht gesperrt, so daß die Röhren CA und CB
nicht kippen. Auch dies bedeutet einen günstig abgelaufenen
Vergleichsvorgang.
Wenn die Röhre RR 7 ein »Zwischenräume-Signal
und die Röhre CRy ein »Zeichen« - Signal ge- : speichert hat, so zündet die Röhre CB, wie oben beschrieben,
da aber die Röhre CR y ein »Zeichen«- Signal speichert, liegt ihre Kathode auf Erdpoten-
tial, so daß die Gleichrichter W41 und PF43 nicht
gesperrt sind. CA wird daher nicht wieder gezündet. Wenn nun das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles
nach RTA6 vorrückt, so werden die Gleichrieht er W 60, W 61 und W 62 durch 6"C 2, den Impuls
P + bzw. RTA6 gesperrt, und W63 wird
durch das Kathodenpotential von CB gesperrt. CD zündet daher und läßt CC erlöschen, als Zeichen,
daß keine Übereinstimmung besteht.
Wenn das in RRy gespeicherte Element ein »Zeichen«-Element ist, so zündet CB im Zeitpunkt
RTA 2 nicht. Wenn aber ein »Zwischenraum«- Signal auf CRy liegt, so sind die Gleichrichter
W 4.1 und W 43 gesperrt, und CB zündet nunmehr
über W64, da ^43, W 4.7 und W 54, wie beschrieben,
gesperrt sind und JF 65 und Wtä durch das
·■" positive Potential an der Kathode von CA gesperrt
sind und W6y durch den Impuls/3+ gesperrt ist.
Daher zündet CB, und in Stellung RTA 6 veranlaßt dies CD zu zünden, wie oben beschrieben. Daher
zündet CD wiederum und zeigt das Vorhandensein eines Fehlers an.
Wenn CD zündet, so veranlaßt es die Röhre SC 3
im Steuergerät zu zünden, was den Fehlerprüfvorgang einleitet. Wenn SC 6 im Zusammenhang damit
zündet, so stellt es CA und CC in die Ausgangslage zurück und stellt das Steuergerät auf SC 2 zur
Prüfung, nachdem das umstrittene Schriftzeichen! nochmals getastet worden ist.
. '. ■ . Überführungsschalitung (Fig. 14)
Diese Schaltung besteht aus zwei Ventilschaltungen, von denen eine zwischen der Kathode der letzten
Röhre des Prüfspeichers und der Aus.löseelektrode der ersten Röhre des Aufzeichnungsspeichers
liegt, während die andere zwischen der Kathode der
-■■■.- letzten Röhre des Aufzeichnungsspeichers und der
Auslöseelektrode der ersten Röhre des Prüfspeichers liegt. Diese Schaltungen erscheinen beide in Fig. 14,
da sie aber im Betrieb identisch sind, wird nur eine, nämlich die erstgenannte, nachstehend be-•
schrieben.
Es ist ersichtlich, daß, wenn die Gleichrichter Wyo, Wyx, Wy2, Wy3 und Wy4 gleichzeitig gesperrt
werden, ein positiver. Impuls· über Wy5 an
die Auslöseelektrode von RR1, die erste Röhre des
Aufzeichnungsspeichers, gelangt. Dies tritt ein, wenn das Steuergerät auf SC 2 und das Zeitgerät
des Aufzeichnungsteiles auf RTA 2 steht, positives Potential an der Kathode von CRy (der letzten
Röhre im Prüf speicher) steht und ein Impuls P + ankommt. Die Röhre RRi zündet dann, Der vorher
in Röhre RR1 gespeicherte Zustand ist in diesem
Zeitpunkt bereits durch die Fortschälteimpulse durch die Röhrenkette durchgegeben, die den Aufzeichnungsspeicher
bildet. Wenn das von CR y gespeicherte Signalelement ein »Zeichen«-Element
war (wobei die Kathode von CRy dann an Erde liegt), so wird der Gleichrichter W73 freigegeben,
so daß kein positiver Impuls zur Röhre RR1 gelangt.
Der Fortschalteimpuls hat in diesem. Zeitpunkt den in RR1 gespeicherten Zustand die Kette
entlang durchgegeben, so daß RRi aufhört, zu leiten, und der »Zeichene-Signalzustand an der Kathode
von CR y die Röhre nicht zum Zünden bringt,
Die zweite Überführungsventilschaltung arbeitet ebenso. Die über Wy6 und Wyy kommenden Eingänge
sind die normalen Signalekigänge für die Speicher. :
Ventilschaltungen für den Fortschalteimpulserzeuger (Fig. 15) .
Jede Fortschalteimpulsschaltung gehört zu einer
Gruppe von Ventilschaltungen; wenn eines dieser Ventile geschlossen wird/so gibt die Fortschalteimpulsschaltung
einen Fortschalteimpuls ab. Man wird bemerken, daß beide Fortschalteimpulsschaltungen
in Tätigkeit treten, wenn das Steuergerät auf SC 2 steht, ein Fall, wo die Impulse abhängig
von RTAio im Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles
ausgesendet werden. Dies ist der Zustand bei einem normalen Vergleichsvorgang. Bei SCi und SCo
arbeitet nur die Fortschalteimpulsschaltung des , Aufzeichnungsspeichers, wobei dieser Zustand zu
Beginn des Betriebes benutzt wird.
Es ist ersichtlich, daß die Fortschalteimpulse mit 500 Hz übermittelt werden, solange normaler Vergleich
vor sich geht, daß aber in bestimmten anderen Fällen, wo Fortschalteimpulse ausgesendet
werden, dies bei 50 Hz stattfindet.
Schriftzeichenfeststellschaltung (Fig. 16)
Diese Schaltung ist erforderlich, um das Auftreten der Zeichen für »Klammer«, »Anführungszeichen«
und, »Freidruck« festzustellen, wenn sie die Prüferin in den Prüf speicher hineintastet. Der
Zweck dieser Zeichen wurde bereits in der kurzen, an Hand von Fig. 1 gegebenen Betriebsbeschreibung '_
angedeutet.
Die benutzte Methode der Schriftzeichenfeststellung ist die, daß das völlige Fehlen eines Komplementärzeichens zu dem Schriftzeichen festgestellt
wird. Die folgende Tabelle zeigt die Schriftzeichen, die Zeichenkombinationen und die zugehörigen
Komplementärzeichen.
| Schriftzeichen | Signal- kombination |
Komplementär- Zeichen |
| Klammer : Anführungszeichen Freidruck |
SSSSZ ZSSSS ZSZSS |
ZZZZS SZZZZ SZSZZ |
(S = »Zeichene-Element, Z = »Zwischenräume-Element.)
In einem frühen Stadium des Arbeitszyklus — wo CTCi, CTB 1, CTA 2 Strom führen und die
Hilfssteuerschaltung auf SSC1 steht— zündet der
Impuls P-\- die Röhren BR (Klammerfeststellröhre),
Q (Anführungszeichenfeststellröhre) und PO (Freidruckfeststellröhre). . ■/.
Es soll zunächst die Feststellung eines Klammexzeichens
behandelt werden. Die Röhre NB, die das NichtVorhandensein einer Klammer feststellt, kann
von irgendeiner Ventilschaltung unter fünfen ausgelöst werden, von denen für jedes permutierbare
Zeichenelement jeweils eine vorhanden ist. Die den
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vier ersteh Elementen entsprechenden Ventile sind mit der »Zwischenraum«-Ader des Prüfspeichers
verdrahtet; wenn also eines dieser Elemente ein »Zwischenräum«-Eletnent ist,,zündet die Röhre NB,
und BR erlischt. Dies würde andeuten, daß das in
den Prüfspeicher eingetastete Zeichen kein Klammerzeichen gewesen ist. Das dein fünften Element
entsprechende Ventil ist mit der »Zeichen«-Ader des Prüf Speichers verdrahtet; wenn also dieses EIement
ein »Zeiehen«-Element ist und somit wiederum andeutet·; daß das Signal keine Klammer gewesen
ist, zündet Röhre NB.
Wenn daher irgendeines oder mehrere von den Elementen des jeweiligen Zeichens von den entsprechenden
Elementen des Klammerzeichens abweichen, dann ist am Ende des Zeichens die Röhre
■NB gezündet und BR erloschen. Wenn aber das Zeichen tatsächlich ein Klammerzeichen ist, wird
keines der Ventile, die die Röhre NB steuern, geöffnet, und BR entlädt sich nach wie vor, wenn das
Zeichen zu Ende ist. Dieser Zustand legt positives ; Potential an die. Auslöseelektrode bestimmter Röhren,
wie angedeutet. Der hierdurch ausgelöste Vorgang wird später ausführlicher beschrieben.
Die Feststellgeräte für Anführungszeichen und Freidruck arbeiten ganz ebenso, indem die Ventile,
wie in der Tabelle angedeutet, entsprechend ge~ . steuert werden. ■ ■
·. Marfkierschaltung (Fig. 17)
Wie beschrieben wurde, können bestimmte Zeichen, wie das Startzeichen S, das Alarmsignal,
das Freidruckzeicheni und der Zeilenvorschub, entweder automatisch oder durch eine direkte .Maß-.
nähme seitens der Prüferin in den Speichern markiert
werden. :
Es ist wichtig, sich zu erinnern, daß das erste Element der Zeichenkombination, nämlich das ursprüngliche
»Zwischenraum«-Element, in der letzten Röhre CR 7 oder RR 7 des Speichers gespeichert
ist. Daher ist es bei allen zu markierenden Zeichen erforderlich, diese letzte Röhre zu zünden. .
Das Startsignal S wird im Aufzeichnungsspeicher automatisch markiert, wenn die Prüfschaltung
durch Anziehen von Relais 61 (Fig. 2) belegt wird,
indem dieses während der Zeit, wo die Kontakte sy
beidseitig berühren, positives Potential an die Auslöseelektroden,
der Röhren RRy, RR5, RR4 und RR2 des Aufzeichnungsspeichers anlegt. RRy wird
durch das zuerst kommende »Zwischenraum«- Startelement gezündet, und RR1 wird durch das
den· Schluß bildende Stopelement — »Zeichen«- Element —■ zum' Erlöschen gebracht. Das Startsignal
5" lautet: Zeichen, Zw-Raum, Zw-Raum, Zeichen, Zw-Raum.
»Zeilenvorschub« wird im Speicher markiert, '; wenn das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles auf
RTΆ 6, RTBy, RTCy steht und wenn das Schaltgerät
auf 6"C 3 steht. Es ist ersichtlich, daß dies nur Röhre CRy zündet, da das »Zeilenvorschubsignal«
lautet: Zeichen, Zeichen, Zeichen, Zeichen, Zeichen. . »Freidruck« läßt sich in jedem der beiden Speicher
markieren. Für den Speicher des Aufzeichnungsteiles wird er einmarkiert, wenn das · Zeitgerät
des Aufzeichnungsteiles auf RTAS, RTBy, RTCy steht, während das Hilfssteuergerät auf
SSC 2 und das Steuergerät auf SCS oder 6"C 9
steht. In diesen beiden Fällen wird positives Potential an das Gitter des Kathodenverstärkers
MCFB angelegt, wenn das steuernde Ventil durch entsprechende Koinzidenz geöffnet wird.
Der positive Ausgangsimpuls von MCFB wird an die Auslöseelektroden der Röhren RRy,
RR 6 und RR 4 angelegt. Dies gibt, wie ersichtlich, das richtige Signal: Zw-Raum, Zeichen,
Zw-Raum, Zeichen, Zeichen. In dem Prüf speicher zündet das Freidrucksignal die Röhren CRy, CR6
und C R 4. Das positive Potential zur Zündung dieser Röhren stammt vom Kathodenausgangskreis
des Kathodenverstärkers MCFA. Diese Röhre bringt einen positiven Ausgangsimpuls hervor,
wenn es irgendeine der für das Gitter maßgebenden Ventilschaltungen zuläßt. In allen Fällen gibt
MCFA einen Ausgang bei denselben Stellungen des Zeitgerätes des Aufzeichnungsteiles und Hilfe-Steuergerätes
wie auch MCFB, aber das Steuergerät muß in einer der Stellungen SC 5, SCy, SC10 und
5"C11 stehen.
Alarm wird im Prüfspeicher im gleichen Zeitpunkt des Zeitgerätes des Aufzeichnungsteiles markiert,
jedoch in Stellung SC4 des Steuergerätes. Es ist ersichtlich, daß dies die Röhren CRy, CR4 und
CR2 zünden läßt, je über eine eigene Koinzidenzventilschaltung
(das Zeichen ist Zeichen, Zeichen, Zw-Raum, Zeichen, Zw-Räum).
Wenn die entsprechenden Koinzidenzventilschaltungen die erforderliche Koinzidenz feststellen,
wird positives Potential an die ausgewählten Auslöser des entsprechenden Speichers angelegt. Diese
ausgewählten Röhren zünden dann beim nächsten Impuls P + , was auch das Zeitgerät weiterrücken
Wo ein Signal in mehr als einem Betriebsfall markiert werden muß, sind besondere Koinzidenzventile
vorgesehen worden, die das Markieren über einen getrennten Kathodenverstärker steuern. Wenn
das Signal nur in einem einzigen Betriebsfall· markiert werden muß, braucht man das nicht. Wenn in
letzterem Fall mehr als eine Röhre zu steuern ist, wie im Fall des »Alarms«, so wird für jedes Röhrensteuergerät
ein besonderes Koinzidenzventil benutzt.
Anzeigegerät für Löschen — Einfügen (Fig. 18)
Diese Schaltung läßt die Lösch-Einfüge-Lampe am Arbeitsplatz der Prüferin so lange aufleuchten,
als entweder Löschen oder Einfügen vor sich geht. Wenn das Zeitfolgensteuergerät die Stellung SC 6
erreicht, so zündet NBQ, falls sie nicht schon gezündet ist, und BQ zündet in Stellung SC y und
SCio.
Fig. 19 und 20
Fig. 19 ist ein Zeitdiagramm in vergrößertem Maßstab und in Millisekunden geeicht; die Darstellung
umfaßt den Zeitabschnitt 120 bis 140 msec
nach Beginn des Zeitmaßstabszyklus. Dies ist der Zeitraum des Stopelementes, wo alle die Vorgänge
vor sich gehen.
Fig. 20 ist eine Tabelle, die die Steuerzeitpunkte und ihre Aufgaben, Gründe, Beziehungen und Ergebnisse
darstellt. Die folgenden Abkürzungen sind benutzt:
PSp = Prüfspeicher,
ASp = Aufzeichnungsspeicher,
FS = Fernschreiber der Prüferin,
BG = Bandgerät,
FD = Freidruck,
()= Klammerzeichen.
()= Klammerzeichen.
In den Spalten 1, 2 und 6 sind die Steuerzeitpunkte dargestellt, und zwar kommt zuerst die
Stellung des Steuergerätes und hierauf hinter dem schrägen Strich die Stellung des Hilfssteuergerätes.
So stellt 9/3 den Zustand dar, wo das Steuergerät auf SC 9 und das Hilfssteuergerät auf SSC 3
steht, und 1 i/i bedeutet Stellung auf SC11 und
SSCi.
Diese beiden Zahlenangaben lassen sich vorteilhafterweise beim Durchlesen der ausführlichen Be-Schreibung
heranziehen.
Nachdem nun die einzelnen Teile des Prüfgerätes beschrieben worden sind, soll nunmehr der Vorgang
des Prüfens und der zugehörigen Betriebsvorgänge ausführlicher beschrieben werden.
Startvorgang
■Das Belegungsrelais .S* (Fig. 2) wird durch Einführen
eines Steckers vom Wiedergabekopf des Bandspielers in die Klinke JA (Fig. 2) zum Anziehen
gebracht. Dies schließt Kontakt s 1, um Anodenspannung an alle Röhren außer an die
Speicherketten zu legen (die durch den Vorgang der Einschaltung angeschlossen werden), ferner
S2. und i3, um das Ansprechen der Zeitgeräte vorzubereiten
(Fig. 2 bis 5), S4 und s^, um die Fortschalteimpulse
den Speichern zuzuführen (Fig. 6 und 7), j 6, um das Steuergerät (Fig. 8) zum
Betrieb vorzubereiten, und sy, um das Startsignal
5" im Speicher des Aufzeichnungsteiles zu markieren. Die Schaltung ist daher betriebsbereit.
Es wird angenommen, daß das Band, dessen Inhalt geprüft werden soll, in das Bandgerät so eingesetzt
ist, daß das erste aufgenommene Zeichen, das Startsignal S, unmittelbar nach dem Betätigen
der Bandauslaufkupplung vom Band her wiedergegeben wird.
• Das erste, was die Prüferin nun tut, ist, das
Startzeichen 5" zu geben. Die Koinzidenz des Anfangselementes (Zwischenraum) dieses Zeichens
und eines Impulses P+ läßt CST (Fig. 4) zünden,
um das Arbeiten des Zeichengerätes des Prüfteiles einzuleiten (Fig. 5). Das Anfangselement sperrt
auch W102, was CI (Fig. 11) zünden läßt, denn
Who ist von SCo (Fig. 8) her gesperrt. Wenn
CI zündet, so spricht das Schnellrelais CIR an, und mit seinem Kontakt ein läßt es die Bandauslaüfkupplung
der Vorratsrolle ansprechen.
Das erste auf dem Band befindliche Zeichen (ein Startsignal S) wird daher wiedergegeben, und sein
Startelement (»Zwischenraum«) sperrt Wia
(Fig. 2), um RST zu zünden, was das Zeitgerät (Fig. 3) des Aufzeichnungsteiles anlaufen läßt.
Daher werden die Startsignale S vom Fernschreiber
der Prüferin und dem Band gleichzeitig an die Speicher angelegt. Beide Speicher arbeiten in derselben Weise, daher soll nur der Prüfspeicher betrachtet
werden. In der Mitte jedes Zeichenelementes (bei CTAio, CTBs) wird das Einlaßventil
nach Ci? 1 geöffnet, so daß die Elemente des Schriftzeichenis nacheinander CR1 steuern können.
Bei CTAio kommt ein Fortschalteimpuls (s. Fig. 15) an, und die Zeichenkombination wird eingespeichert
und die Reihe der Speicherröhren entlang getrieben, wie ausführlich in dem britischen
Patent 663 577 dargestellt. ,
Das vom Band kommende Schriftzeichen gelangt in den Aufzeichnungsspeicher, in ähnlicher Weise
gesteuert vom Zeitgerät des Aüfzeichnüngsteiles mit der Ausnahme, daß das ankommende Schriftzeichen
(Start S vom Band) das Startzeichen 6" auslöscht, das bereits dort markiert gewesen war.
Bei Betrachtung der Fig. 12 ist nun ersichtlich, daß, solange das Steuergerät auf SC ο steht, dieses
Signal nur (über TRC) zum Fernschreiber der Prüferin hin ausgetrieben wird, wo es eine Lampe
aufleuchten läßt, die die Betriebsbereitschaft der Schaltung anzeigt. ' -.'·
In der Zwischenzeit bringt zu Beginn des Stopelementes
(während RTAi, RTB2, RTC7 122,2 msec nach Beginn des Zyklus stromführend
sind) CA (Fig. 8) einen Impuls P+ hervor, wie
bereits beschrieben, der W14 und Wi$ sperrt und
SC2 über W16 zünden läßt (Wn ist von SCo
her gesperrt). Wie bereits beschrieben, leitet das Zünden von 5"C 2 den Vergleichs- und Übertragungsvorgang
(Fig. 13 und 14) ein; wenn dies
vollzogen ist (das geht mit 500 Hz vor sich, so daß der Vorgang zu Ende ist, bevor die Prüferin die
erste Stelle des Nachrichteninhaltes tastet), kann die Prüferin mit Prüfen fortfahren, falls keine Ab- ■
weichung bestand. Das Vorliegen einer Abweichung
— z. B. eines Irrtums der Prüferin durch Senden eines anderen Zeichens als eines Start ^S"—-würde,
wie später beschrieben, den Alarm auslösen.
Normaler Betrieb
Jedesmal, wenn die Prüferin eine Taste drückt, um einen Buchstaben (z. B. »a«) des Manuskriptes
in den Prüf speicher zu senden, wird das Zeitgerät des Prüfteiles (Fig. 4 und 5) durch das Startelement des Schriftzeichens angelassen, die Bandauslaufkupplung
wird betätigt (Fig. 11), wie unter
»Startvorgang« beschrieben, und das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles (Fig. 2 und 3) wird vom Startelement des dem »a« entsprechenden Zeichens auf
dem Band angelassen. Diese Schriftzeichen werden in den Zeitabschnitten CTA 10, CTB 5 bzw. RTA 10,
RTB 5 (wobei jeder in der Mitte eines Zeichenelementes liegt) in die Speicher durch die Fort-
schalteimpulse eingespeist. Außer dem Vorgang, daß diese Schriftzeichen in die Speicher hineingetrieben
werden, werden irgendwelche bereits dort gespeicherte Schriftzeichen ausgetrieben, wie in dem
britischen Patent 663 574 beschrieben.
Zu Beginn des Stopelementes, tatsächlich 122,2 msec nach dem Anlaufen des Zeitgerätes des
Auszeichnungsteiles, sendet der Kathodenverstärker CF ι (Fig. 8) den Impuls Pi, der die Prüfung
einleitet. Die unmittelbare Folge von P 1 ist natürlich, daß SC 2 zündet und SC1 erlischt. Wie bereits
an Hand von Fig. 13 und 14 ausführlich beschrieben, vollziehen sich der Vergleichs- und Überführungsvorgang
unabhängig voneinander, gesteuert vom Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles und dem
Fortschalteimpulserzeuger. Es wird angenommen, daß die beiden Zeichen, Element für Element verglichen,
übereinstimmen. Daher befindet sich nunmehr im Prüfspeicher das Schriftzeichen, das im
Aufzeichnungsspeicher gewesen war, und im Aufzeichnungsspeicher befindet sich das Schriftzeichen,
das im Prüfspeicher gewesen war, wobei am Ende des Vergleichsvorganges die Röhren CA und CC
in der Vergleichsschaltung leitend sind (Fig. 13). Im Zeitpunkt 135,4 msec erzeugt CF 2 (Fig. 8)
den Impuls P2, der W12 und W13 sperrt, um das
Steuergerät auf SCi zu stellen (^104 und W105
sind von SC 2 her und W17 ist von CC her gesperrt).
Die Prüferin kann nunmehr dazu übergehen, das nächste Schriftzeichen (»b«) zu geben, das wie zuvor
das Zeitgerät des Prüfteiles anläßt und die Bandauslaufkupplung betätigt, was das Zeitgerät
des Aufzeichnungsteiles in Betrieb setzt. Das Schriftzeichen »b« und das entsprechende
Zeichen auf dem Band werden daher den entsprechenden Speichern zugeführt. Die bereits dort in
den Speichern vorhandenen Zeichen (»a«) werden durch die hereinkommenden Zeichen vertrieben. Da
das Steuergerät in Stellung SC1 steht, wird der
Ausgang des Aufzeichnungsspeichers sowohl dem Aufnahmekopf des Bandgerätes zwecks Neuregistrierung
auf dem Band und dem Schreibkopf des Fernschreibers zugeführt. Dies ist deutlich aus
Fig. 12 ersichtlich, wo die Gleichrichter W35 und
^38 von SC'1 her und die Gleichrichter 1^33,
W34, W 36 und !^37 in einem frühen Stadium
während der Dauer jedes Zeichenelementes (im Zeitpunkt RTA 5, RTBi) gesperrt sind. Daher entsteht
kein Ausgang von CRy, so daß das vorher dort gespeicherte Schriftzeichen völlig getilgt wird.
Wiederum wird der Inhalt der beiden Speicher verglichen und ausgetauscht. Wenn er übereinstimmt,
drückt die Prüferin eine Taste und sendet das dritte Schriftzeichen (»c«), das wie zuvor dem
Prüfspeicher zugeführt wird, und veranlaßt, daß das entsprechende Schriftzeichen aus dem Band
dem Aufzeichnungspeicher zugeführt wird. Die Ankunft des Schriftzeichens »c« treibt wie zuvor
öo das Zeichen »b« aus beiden Speichern heraus, und zwar einerseits zum Bandgerät, um eine Neuaufzeichnung
von »b« auf dem Band zu veranlassen, und andererseits zum Fernschreiber der Prüferin
hin, wo es veranlaßt, daß der vorher im Schreibkopf eingestellte Buchstabe »a« nunmehr abgedruckt
wird. Das Steuergerät arbeitet in derselben Weise wie zuvor, um die Betriebsvorgänge
zu steuern.
In dieser Weise werden die Schriftzeichen nacheinander von der Prüferin gegeben; wenn sie
jeweils mit der entsprechenden Originalaufnahme übereinstimmen, werden sie erneut auf dem Band
aufgezeichnet und auf dem Korrekturblatt abgedruckt. Das Steuergerät wechselt während dieses
Prüfvorganges — wie bereits beschrieben — zwi- ;
sehen den Stellungen SCi und SC 2 hin und her.
Freidruckvorgang
Wenn die Prüferin je hinsichtlich des zuletzt ge*-
tasteten Schriftzeichens im Zweifel sein, d. h. sich fragen sollte, welches nunmehr zu tasten ist, so
kann sie sich durch Drücken der »Freidruck«-Taste Klarheit verschaffen.
Wenn das Freidruckzeichen in den Prüfspeicher gelangt, veranlaßt es in üblicher Weise, daß das
Bandgerät den nächsten Buchstaben in den Aufzeichnungsspeicher sendet. Das vorher durch die
Prüferin eingetastete und mit dem auf dem ,Band befindlichen Zeichen verglichene Schriftzeichen
wird aus dem Aufzeichnungsspeicher in den Fernschreiber getrieben. Das Vorhandensein des »Freidruck«-Zeichens
wird durch den »Freidruckfeststeller« (Fig. 16) festgestellt. Da das Zeichen diesmal
tatsächlich ein »Freidruck«-Zeichen ist, schließt keines der zu Röhre NPO gehörigen Ventile, so
daß am Ende des Zeichens die Röhre PO nach wie vor Strom führt (die Röhren NQ und NB sind
dann natürlich leitend, während die Röhren Q und BR erloschen sind). Da die RöhrePO leitet, ist der
Gleichrichter Wi 11 (Fig. 8) gesperrt. W112 wird
von SSCx im HilfsSteuergerät (Fig. 10) her gesperrt,
und auf den Impuls P 2 hin (im Zeitpunkt 135,4msec RTA8, RTB8, RTC7) werden die
Gleichrichter W19 und W113 gesperrt. Daher
zündet SC 5, und SC1 erlischt.
In Fig. 10 zündet das Hilf »schal tgerät SSC 3
durch Koinzidenz der Entladung von SSC 1, POC und 6"C 5 und den im Zeitpunkt 137,6 msec auftretenden
Impuls P 4 und läßt SSC 1 erlöschen. Da sich SC.5 entlädt und SC2 in Ruhe ist, sind die
Vergleichs- und Überführungsfunktionen außer Tätigkeit gesetzt.
Wenn sich SSC 3 entlädt, wird das Zeitgerät des :
Aufzeichnungsteils erneut durch den nächsten Impuls P-\- gestartet (s. Fig. 2 und 3).
Der augenblickliche Zustand ist daher der, daß das zuletzt getastete Schriftzeichen neu auf dem
Band aufgezeichnet und im Schreibkopf des Fernschreibers eingestellt wird, während das »Freidruck«-Zeichen
im Prüfspeicher ist. Und während das nächste vom Band kommende Schriftzeichen im Aufzeichnungsspeicher gehalten wird, während
das. Steuergerät auf SC 5 steht, öffnet eines der Ausgangs ventile von CR 7 (Fig. 12), gesteuert von
dem Zeitgerät, um das im Prüfspeicher gespeicherte
Zeichen (das »Freidrucke-Zeichen) auszutreiben.
: Es ist aus Fig. 15 ersichtlich, daß, wenn W115 von
SSC 3 her gesperrt ist, die Fortschalteimpulse bei jedem Zusammentreffen von RTA10 und RTB10
erzeugt werden, was einen Ausgang von 50 Hz ergibt. Aus Fig. 12 ist ersichtlich, daß dieses Zeichen
nur das Relais TRC (zum Fernschreiber der Prüferih) betätigen kann, und Fig. 15 zeigt, daß die
Fortschalteimpulsschaltung des Aufzeichnungs-Speichers in diesem Zeitpunkt lahmgelegt ist.
Daher wird dais »Freidruck«-Zeichen, das nicht selbst abgedruckt wird, nur dem Fernschreiber
der Prüferin übermittelt, wo es veranlaßt, daß das dort eingestellte Schriftzeichen, nämlich das zuletzt
getastete Schriftzeichen, abgedruckt wird. Daher sieht die Prüferin an ihrem Korrekturblatt, wie
weit sie gekommen ist.
Im Zeitpunkt 135,4 msec wird der Impuls .P 2
von CF2 erzeugt, und dies veranlaßt über Wig
und W 23 die Röhre -SYT 6 zu zünden, während
SSC 3 und SC 5 bereits stromführend sind. Am Ende seines Zyklus zündet das Zeitgerät des Prüfteiles
(Fig. 4 und 5) die Röhre SCZ, um den Zyklus zu beenden, so daß SSC1 von SSC 3 her
und SC 6 durch den Impuls P 4 zündet.
Das nächste, was die Prüferin nach dem Abdruck zu tun hat, ist, das folgende Schriftzeichen
ihres Manuskriptes zu tasten (d. h. das dem bereits im Aufzeichnungsspeicher befindlichen Zeichen entspricht).
Dies läßt das Zeitgerät des Prüfteiles (Fig. 4 und 5) an, aber die Kupplungssteuerschaltung
wird diesmal nicht betätigt. Dies kommt davon, daß (s. Fig. 11) keine der Röhren 6"Co,
SC ι und SCg gerade Strom führt, so daß CI nicht
zünden kann. Das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles wird ebenfalls angelassen (CST, SC 6, SSC1
und RSZ entladen sich zusammen), aber es entstehen keine Fortschalteimpulse für den Aufzeichnungsspeicher
(Fig. 15). Der Fortschalteimpulsstromkreis (Fig. 15) des. Prüf Speichers arbeitet
aber wie sonst, da SSCi den Gleichrichter W116 sperrt, wobei die Impulsfrequenz 50^ Hz ist,
da sie von CTA 10 und CTB 10 stammt. Daher wird
das Schriftzeichen in den leeren Prüfspeicher getrieben. Im Zeitpunkt 122,2 msec erzeugt CFi
(Fig. 8) den Impuls Pi, der W14 sperrt und
SC 2 zündet. Dies ist möglich, weil sich die Röhren NB, NQ und NPO sämtlich gerade entladen
(s. Fig. 16). Somit sind nunmehr SC 2 und SSCi in stromführendem Zustand, was der normale
Zustand für Vergleich und Überführung ist.
Verfahrensweise bei einem Fehler
Sollte sich beim Vergleich eine Nichtüberein-Stimmung
zwischen den aufgenommenen und eingetasteten Schriftzeichen ergeben, so sind die
Röhren CB und CD (Fig. 13) stromführend, wie
an Hand von Fig. 13 beschrieben worden ist. Daher zündet der Impuls P.2 im Zeitpunkt 135,4 msec (in
dem Zyklus, wo die mangelnde Übereinstimmung festgestellt würde) die Röhre SC3, da sich sowohl
CD und SSC1 \yie SC 2 in diesem Zeitpunkt entladen.
SC 3 veranlaßt bei seinem Zünden auch SSC 3, auf Grund des Impulses P4 inr Zeitpunkt
137,6 msec zu zünden. Wie üblich, lassen SC 3
und SSC 3 beim Zünden die Röhren SC 2 und
SSCi erlöschen.
Die Tatsache, daß sich SSC 3 entlädt, veranlaßt ;;
das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles, einen neuen Arbeitszyklus zu beginnen. Die Fortschalteimpulsschaltung
des Prüfspeichers wird ebenfalls zum Ansprechen vorbereitet, und im Zeitaügenblick
RTA 10, RTB10, W0SSC3 Strom führt (und daher :
W115 gesperrt ist), entstehen Fortschalteimpulse
mit 50 Hz und treiben das im Prüfspeicher befinliehe
Zeichen aus. Da das Steuergerät auf SC 3 steht, gelangt dieses Schriftzeichen — das um- '
strittene Zeichen — nur zum Fernschreiber der Prüferin über OCS" und TRC (Fig. 12).
Nahe dem Ende des Zyklus, im Zeitpunkt RTA6, RTBy, RTC7, wird »Zeilenvorschub« in
dem nunmehr geleerten Prüfspeicher markiert (s. Fig. 17). ,.:.
Auf Grund des Impulses P 2 im Zeitpunkt 135,4msec (RTA8, RTB8, RTC7) zündet ^4
über 1^19 und W 20 und läßt SC 3 erlöschen.
SSC 3 wird durch diesen Vorgang nicht berührt.
Wenn das Aufnahmezeitgerät (Fig. 2 und 3) seinen Zyklus vollendet, beginnt es von neuem, da
SSC 3 nach wie vor Strom führt (s. Fig. 2). Die
Fortschalteimpulsschaltung des Prüfspeichers arbeitet wiederum und treibt auch das »Zeilenvorschubzeichen«
in derselben Weise wie zuvor hinaus zum Fernschreiber der Prüferin. Wenn SC4 Strom
führt, kann CR 7 nur OCS (Fig. 10) steuern.
Im Zeitpunkt RTA 6, RTB 7, RTC 7 (SC"4 ist
noch immer stromführend) wird das »Alarmzeichen« im Prüf speicher markiert. Im Zeitpunkt
RTA8, RTB8, RTC7 (135,4 msec) wird der
Impuls P 2 durch CF 2 erzeugt (Fig. 8) und stellt
das - Steuergerät auf SC 5. Auch diesmal ist das Hilfssteuergerät nicht berührt, daher sind SC 5 und
SSC3 in stromführendem Zustand.
Wenn das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles das Ende seines Zyklus erreicht, wird es wiederum an,-gelassen,
denn\vS\S"C3 leitet immer noch, und daher
arbeitet die FortschaLteimpulsschaltung (Fig. 15)
des Prüf Speichers wie zuvor und treibt das »Alarmsignal« in den Fernschreiber der Prüferin. SC ζ
und SSC3 veranlassen durch ihr Entladen die
Röhre SC6, beim nächsten Impuls P2 (135,4 msec)
zu zünden, und SSC1, beim Impuls P4 (137,6msec)
zu-zünden; da sich CSZ entlädt, weil der Prüfspeicher
in Ruhe ist (Fig. 4 und 5).
Der Umstand, daß der Fernschreiber der Prüferin
nacheinander das fragliche Schriftzeichen, Zeilenvorschub und Alarm zugeführt bekommt,
veranlaßt Abdruck des fraglichen Zeichens, Vor- ■ schub des Korrekturblattes und Auslösung des
Alarmsignalis für die Prüferin als Zeichen der Nichtübereinstimmung. Die nicht eingezeichnete ;
Alarmvorrichtung läßt eine Glocke oder einen· Summer ertönen und unterbricht die Verbindung
der Prüferin mit dem Gerät. Diese läßt sich erst dann wiederherstellen (und der Alarm stillsetzen),
wenn die Prüferin die Rückstelltaste drückt. ·.·. ■ ■■ ■ ■
«09 675/44
Wenn das Steuergerät auf SC 6 und das Hilfssteuergerät
auf SSC ι steht, während die Prüferin die richtige Version. des umstrittenen Schriftzeichens
aus ihrem Manuskript eintastet, betätigt die Kuppluhgssteuerschaltung (Fig. ii) nicht die
Bandauslaufkupplung. Das Prüfzeitgerät läuft allein, an, und das Zeichen wird, gesteuert von den
50-Hz-Fortschalteimpulsen, in den Prüfspeicher
eingespeist (s. Fig. 15).
Auf den Impuls P1 (122,2 msec) hin zündet SC 2
und veranlaßt Vergleich und Überführung in der üblichen Weise. Wenn der Vergleich Übereinstimmung
ergibt und somit bedeutet, daß die Prüferin ursprünglich recht hatte (die Version der Prüferin
von dem umstrittenen Schriftzeichen war im Aufzeichnungsspeicher zu dem Zeitpunkt, wo die Prüferin
das Zeichen erneut in den Prüf speicher eintastete), so zündet der Impuls P 2 die Röhre SC 1 in
normaler Weise, und der normale Betrieb läuft in der bereits beschriebenen Weise weiter.
Wenn aber der ursprüngliche Fehler seitens der Prüferin gemacht worden war, so war das falsche
von ihr getastete Schriftzeichen im Aufzeichnungsspeicher, als der Vergleich begann. Die Überf üh-
rung hat dann dieses Zeichen nach dem Prüfspeicher verbracht, und wenn dieser Fehler durch
die Vergleichsschaltung entdeckt wird, so wird dieses Fehlzeichen zusammen mit Zeilenvorschub und
Alarm wiederum, wie bereits beschrieben, dem Fernschreiber übermittelt, und das Steuergerät und
alle anderen Geräte durchlaufen noch einmal den »Fehlerzyklus«, wie er bereits beschrieben ist. Die
Prüferin muß das Zeichen nunmehr erneut tasten, und wenn dieses Neutasten mit dem vorher von ihr
Eingetasteten übereinstimmt (was jetzt im Aufzeichnungsspeicher ist), kann der normale Betrieb
wiederaufgenommen werden.
Es ist ersichtlich, daß ein Fehler in der ursprünglichen Aufnahme zu einem einzigen Alarm führt,
während Fehler seitens der Prüferin zwei Alarme auslösen.
. Löschung von Nachrichteninhalt
Wenn die Prüferin feststellt, daß Nachrichteninhalt (dargestellt durch mehrere vom Aufnahmegerät
eingebrachte Schriftzeichen) eigentlich nicht da sein sollte, sendet sie zunächst ein »Freidruckx-Zeichen.
Dies veranlaßt, wie im Abschnitt »Freidruckvorgang« beschrieben, daß das, was sich im Schreibkopf
des Fernschreibers befindet, ausgedruckt wird, und im Aufzeichnungsspeicher verbleibt das nächste
Schriftzeichen (das erste, das entfernt werden soll), während die Steuergeräte auf SC 6 bzw. SSCi
stehen. ■ '.'''■
Die Prüferin betätigt nunmehr die mit »( )« bezeichnete »Klammere-Taste. Dieses Zeichen wird
in den Prüfspeicher verbracht und läßt wie üblich das Prüfzeitgerät an, da aber das Steuergerät auf
SC 6 steht, wird die Bandauslaufkupplung nicht betätigt. Dieses Zeichen wird von dem Schriftzeichenfeststeller
bemerkt, so daß die Röhre Si? (Fig. 16)
Strom führt, wenn das Zeichen zu Ende ist. SCj zündet daher auf den Impuls P 2 hin (SC 6, SSC. 1
und BR sind gleichzeitig stromführend). Auf den
Impulsi;>5hin(i37,6msec)zündetvS'vS'C2 (s.Fig. 10).
Dies veranlaßt das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles (Fig. 2 und 3) zu laufen und Fortschalteimpulse
(s. Fig' 15) zu erzeugen, um das »Klammerzeichen«
aus dem Prüfspeichef in den Fernschreiber der Prüferin zu. treiben (s. Fig. 12). Nahe dem
Ende des Zyklus wird im Zeitpunkt RTA 6, RTB 7, RTCy »Freidruck« im Prüf speicher markiert,.während
SC 7 und SSC 2 Strom führen (s. Fig. 17). Der
Impuls P4 im Zeitpunkt RTAg, RTBg und RTC 7
läßt SSC 3 zünden, und wiederum arbeitet das Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles, um Schrittschaltimpulse
zu veranlassen, die das »Freidrucke-Zeichen :
lediglich nach dem Fernschreiber der Prüferin hin treiben, wo es das »Klammerzeichen« zum· Abdruck
bringt. . .
Auf den Impuls P2 (135,4 msec) dieses Zyklus
(denjenigen, der den »Freidruck« vom Prüfspeicher nach dem Fernschreiber treibt) zündet SC 8 (Fig. 9),
und auf den Impuls P4 (137,6 msec) zündet SSC 3
von SSC 2 her. Somit ist nunmehr die Stellung SC 8-SSC 3 erreicht. Dies läßt erneut den Aufzeichnungsspeicher
(Fig. 2 und 3) anlaufen, der 'auf
den Impuls P 2 hin das Steuergerät nach SCg und
das Hilfssteuergerät nach SSC1 fortschaltet (CSZ
ist stromführend, da das Prüf zeitgerät gerade ruht). Es ist somit der Zustand SC 9, 5"6"Ci erreicht.
Die Prüferin drückt nunmehr die Leertaste (nachdem sie den Abdruck des Klammerzeichens vor sich
sieht), und das Zeichen gelangt, abhängig vom Prüfzeitgerät, wie gewöhnlich in den Prüf speicher. Da
SC9 und SSC ι gerade leiten, spricht das Steuerrelais
CIR (Fig. 11) der Bandauslaufkupplung an, so daß ein zu löschendes Schriftzeichen vom
Band herunter dem Aufzeichnungsspeicher, gesteuert vom Zeitgerät des Aufzeichnungsteiles, zugeführt
wird. Auf den Impuls P 4 hin zündet SSC 2 (SCg und SSC1 sind bereits entladen).
Wenn der Zyklus zu Ende ist, hält das Prüfzeitgerät an wie üblich (CSZ ist stromführend [Fig. 4]),
aber das Aufzeichnungszeitgerät startet noch einmal (Fig. 2 und 3), um Fortschalteimpulse (Fig. 15)
zu erzeugen und dieses Schriftzeichen aus dem Aufzeichnungsspeicher in den. Prüf fernschreiber zu treiben
(s. Fig. 12). Im Zeitpunkt RTA6, RTB7, RTC 7 (SC 9 und SSC 2 sind stromführend, markiert
MCFB (Fig. 17) das »FreidruckÄ-Zeichen im
Aufzeichnungsspeicher. Auf den Impuls P 4 hin wandert das Hilfssteuergerät nach SSC 3 (von
SSC2 her). Das Aufzeichnungszeitgerät wird noch
einmal angelassen und erzeugt Foirtschalteimpulse (s. Fig. 15), um das
>>Freidruck«-Zeicheh dem Prüffernschreiber zuzutreiben, wo es das· vorher
aus dem Speicher getriebene Schriftzeichen zum Abdruck bringt. Unterdessen läßt SSC 3 erneut das
Aufzeichnungszeitgerät anlaufen; seine einzige Wirkung'ist die, daß das Hilfssteuergerät auf den
Impuls P4 hin nach SSCi umgestellt wird. Die
Steuergeräte sind nunmehr zu dem Zustand SCg- SSC ι zurückgekehrt, und das Löschen geht von
nun an weiter, wie beschrieben;.; : ■/■■'■■
Wenn die Prüferin in diesem Zustand »Anführ
rungszeichen« eintastet, rücken die Steuergeräte nach SCio und SSC2, wie noch beschrieben wird.
Wenn genügend aufgezeichnetes Material entfernt ist, sendet die Prüferin nochmals ein »Klammerzeichen«.
Dieses wird, abhängig vom Prüfzeitgerät, wie üblich in den Prüf spei eher eingespeist,
und da die Steuergeräte auf SCg-SSCi stehen, spricht die Kupplungssteuerung an, um das
nächste Schriftzeichen (d. h. dasjenige, das unmittelbar auf das letzte gelöschte Zeichen folgt)
von dem Band in den Aufzeichnungsspeicher zu holen, gesteuert vom Aufzeichnungsgerät.
Da das in den Prüf speicher hineingebrachte Zeichen ein »Klammerzeichen« ist, ist BR (Fig. 16)
immer noch stromführend, wenn das Zeichen zu Ende ist. Daher zündet auf den Impuls P 2
hin ' die Röhre SC 5 (Fig. 8) von SC 9 her über W123 (Fig. 9) und die Ader L, wenn BR und SSC1
die Gleichrichter W121 und W122 sperren. Auf
den Impuls P 4 hin zündet SSC 2 von SSC1 und BR
her. Es ist somit wieder der Zustand SC 5-SSC 2
erreicht. SSC 2 läßt erneut das Aufzeichnungszeitgerät an, das Fortschalteinipulse erzeugt, um das
»Klammerzeichen« in den Prüffernschreiber zu treiben, und das im Zeitpunkt RTA 6, RTB 7, RTC 7
(SC 5 und SSC 2 sind gerade stromführend) MCFA
(Fig. 17) veranlaßt, im. Prüf spei eher »Freidruck« zu markieren. Auf den Impuls P 4 hin zündet SSC 3
von SSC 2 her. Das Aufzeichnungszeitgerät wird durch SSC 3 erneut angelassen, um Fortschalteimpulse
zu erzeugen und das »Freidrucke-Zeichen dem Prüffernschreiber zu übermitteln, wo es eine
Klammer abdruckt. Auf den Impuls P 2 hin (135,4 msec) zündet SC6 von SCζ und SSC3 her,
und auf den Impuls P 4 hin zündet SSC1 von SSC 3,
SC 6 und CSZ her. Es ist somit der Zustand SC 6-6"5"Ci
erreicht. Wenn in dieser Stellung die Prüferin ein Schriftzeichen eintastet, gelangt es, abhängig
vom Prüfzeitgerät, zum Prüfspeicher, aber die Kupplung spricht nicht an, und der weitere Betrieb
■ läuft ab wie im Endstadium des »Freidrucks« und der »Verfahrensweise bei Fehlern«.
Einfügen von Nachrichteninhalt
Wenn die Prüferin bemerkt, daß Nachriehteninhalt
vergessen worden ist und daher eingefügt werden muß, so ist das erste, was geschieht, ein, »Freidruck«
des im Schreibkopf des Fernschreibers Eingestellten. Dies veranlaßt, wie im Abschnitt. »Freidruckvorgang«
beschrieben, den Abdruck des im Schreibkopf des Fernschreibers Vorhandenen und läßt das nächste Schriftzeichen (das erste nach der
erforderlichen Einfügung) im Aufzeichnungsspeicher
eingespeichert und die' Steuergeräte auf SC 6 bzw. SSC ι stehen. Daher läßt das nächste nach
" dem »Freidruck« eingetastete Schriftzeichen die Bandauslaufkupplung nicht ansprechen. Das1 Aufzeichnungszeitgerät
spricht an, aber es entstehen keine Fortschalteinipulse für den1 Aufzeichnungsspeicher. Die Prüferin drückt sodann die durch »"«
(Anführungszeichen) gekennzeichnete Einfügungstaste. Dieses Zeichen wandert, gesteuert vom Prüfteilzeitgerät
wie üblich, in den Prüfspeicher.
Da dieses Zeichen ein »Anführungszeichen« ist, ist Röhre Q am Ende des Zeichens stromführend.
Daher zündet auf den Impuls P 2 hin die Röhre SC10 (Fig. 9) von Q, SC 6 und SSC1 her, und auf
den, Impuls P4 hin zündet SSC 2 über PF130 und
W 12,1, während Q und SSCi Strom führen. Es
sind daher nunmehr die Röhren SC10 und SSC2
in stromführendem Zustand.
Der Aufzeichnungsspeicher wird nochmals durch SSC 2 angelassen (Fig. 2 und 3) und erzeugt Fort-Schalteimpulse,
um das »Anführungszeichensignal« im Prüfspeicher zum Prüffernschreiber zu treiben
(s. Fig. 15 und 12). Im Zeitpunkt RTA 6, RTB 7 und
RTCj mit den Steuergeräten auf SC10 bzw. SSC 2
wird »Freidruck« im Prüf speicher markiert. Auf den Impuls P 4 hin zündet SSC 3 von SSC 2 her und
ergibt die Steuerstellung SC10-SSC 3.
SSC 3 läßt das Auf zeichnungszeitgerät erneut anlaufen und Fortschalteimpulse für den Prüf speicher
liefern, um das »Freidruck«-Zeichen*nach dem Prüffernschreiber zu treiben, um Anführungszeichen abzudrucken.
Auf dem Impuls P 2 hin (135,4 msec) zündet 6"Cn (da SC10 und SSC 3 gerade beide
Strom führen), und auf den Impuls P4 hin (137,6 msec) zündet SSCi (da SSC 3, SC11 und
CSZ gerade gleichzeitig Strom führen). Somit ist der Zustand SC11-SSC1 erreicht, und »Anführungszeichen«
sind abgedrückt worden.
Die Prüferin tastet daher nunmehr das erste einzufügende Schriftzeichen. Dieses gelangt in den
Prüfspeicher in normaler Weise, gesteuert vom Prüfteilzeitgerät. Das Aufzeichnungszeitgerät wird
jedoch nicht angelassen und die Kupplungssteuerung nicht betätigt, so daß kein neues Schriftzeichen
vom Band heruntergeholt wird. Auf den Impuls P 5 hin zündet die Röhre SSC 2 von 6"C11
und SSCi her. Dies (d. h. das Entladen von SSC 2)
veranlaßt den Anlauf des Aufnahmezeitgerätes und die Erzeugung von Fortschalteimpulsen, um das im
Prüf speicher befindliche Schriftzeichen sowohl in
den Prüffernschreiber wie zum Bandgerät hin auszutreiben. Die Aufzeichnung auf dem Band geschieht
wie sonst. Im Zeitpunkt RTA 6, RTB 7, RTC"j (SCii und SSC2 sind stromführend) markiert MCFA (Fig. 17) »Freidruck«, in den Prüf-
speicher hinein. Der Impuls P4 zündet sodann
SSC3 von SSC2 her (Fig. 10).
. Wiederum, läßt SSC 3 das Aufzeichnungsgerät
an, um Fortschalteimpulse (Fig. 15) für den Prüfspeicher zu erzeugen, die das »Freidruck«-Zeichen
aus dem Prüf speicher lediglich nach dem P ruf fernschreiber hin austreiben (s. Fig. 12, der Prüfspeicher
kann lediglich den Aufnahmekopf speisen, solange die Steuergeräte auf SC11 und\S\S*C 2 stehen),
wo es das erste eingefüge Schriftzeichen zum Abdruck bringt. Auf den Impuls P 4 hin zündet SSC1
von 51Cn, CSZ und SSC3 her. Das Tasten weiterer
einzufügender Schriftzeichen wiederholt diesen Vorgang, wobei das Steuergerät auf SC11 steht,
während das Hilfssteuergerät für jedes Schriftzeichen
einmal seinen Zyklus durchläuft.
Wenn genügend viele Schriftzeichen eingefügt sind (oder wenn ans Versehen »Anführungszeichen«
eingetastet worden war),, so sendet die Prüferin nochmals »Anführungszeichen«. Dieses Zeichen gelangt,
gesteuert vom Prüfzeitgerät, in den Prüfspeicher, aber das Aufzeichnungszeitgerät wird
angelassen, und die Kuppkmgssteuerung wird nicht betätigt. Der Aufzeichnungsspedcher enthält nach
wie vor das letzte dem Band entnommene Schriftzeichen, das das unmittelbar auf die letzte Einfügung
folgende Schriftzeichen.ist. Da dieses· Schriftzeichen
»Anführungszeichen.« ist, ist am Ende des Zyklus die Röhre Q (Fig. i6) stromführend. Daher
zündet auf den Impuls P 3 hin (135,4 msec im Zeitpunkt
CTA 8, CTB 8, CTC 7 [s. Fig. 9 und 8]) die RöhrevS"C5 über Ader L, da 6"Cn, SSCi und Q
gleichzeitig stromführend sind. Der Impuls P 5 (137,6 msec im Zeitpunkt CTA 9, CTB 9 und CTC 7)
zündet SSC 2 (Fig. 10), da SSCi und Q gerade
Strom führen. Es ist somit der Zustand .SC 5-^5"C 2
erreicht. Der Vorgang verläuft hierauf nach SC S-SSC 3 füc »Freidruck«, »Anführungszeichen«
und sodann nach SC6-SSC1, wenn die Prüferin
dasjenige Schriftzeichen tastet, das dem nach wie vor im Aufnahmespeicher befindlichen Zeichen entspricht.
Hierauf wird der normale Betrieb wiederaufgenommen.
Das Grundsätzliche dieser Erfindung ist zwar im vorstehenden im Zusammenhang mit speziellen An-Wendungsbeispielen
und bestimmten Abwandlungen davon beschrieben worden, es ist aber darauf hinzuweisen,
daß diese Beschreibung lediglich des Beispieles halber so gegeben worden ist und nicht als
Einschränkung hinsichtlich des Umfanges dieser Erfindung.
Claims (26)
1. Verfahren zur Prüfung von Nachrichteneinzelheiten,
die auf einem Aufzeichnungsmittel aufgezeichnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß
der Nachrichteninhalt Punkt für Punkt mit einer zweiten Version des Nachrichteninhallts
verglichen und nach dem Vergleich bei Übereinstimmung erneut aufgezeichnet, bei Abweichung
eine Anzeige erfolgt, um einerseits eine erneute Aufzeichnung zu unterbinden und andererseits
die richtige Version einer Nachrichteneinzelheit erneut aufzunehmen, und daß der besagte
. Nachrichteninhalt zur Neuaufzeichnung durch Löschen und/oder Neueinfügen von Nachrichteneinzelheiten
verbessert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Nachrichteninhalt und seine zweite Version im Alphabet eines Start-Stop-Fernschreibers
aufgezeichnet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Nachrichteninihalt sowohl auf dem Aufzeichnungsmittel (magnetisches
Band oder Draht), dem er. entnommen worden war, neu aufgezeichnet als auch auf dem
•Korrekturblatt durch den Fernschreiber abgedruckt wird.
4. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl der Nachrichteninhalt als auch seine zweite Version Punkt für Punkt einem Steuerspeichergerät,
bestehend aus je einem Speicher für die Nachrichteneinzeliheit und ihre zweite
Version und einem Vergleichsgerät, zugeführt wird und daß der Nachrichteninhalt nach dem
Vergleich erneut aufgezeichnet wird.
5. Gerät nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Version des Nachrichteninhaltes von einem handbedienten Fernschreiber
dem Speicher des Steuerspeichergerätes zugeführt wird.
6. Gerät nach Anspruch 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein einer
Abweichung beide Versionen des Schriftzeichens vom Fernschreiber abgedruckt werden.
7. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schriftzeichen nach Durchführung
des Vergleichs des auf dem Band Aufgezeichneten abgedruckt wird.
8. Gerät nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes dem Fernschreiber zum
Abdruck übermittelte Schriftzeichen im Schreibkopf dortselbst festgehalten wird, bis das
nächste Schriftzeichen eintrifft, worauf sein Abdruck erfolgt.
9. Gerät nach Anspruch 1, 4 und 5, dadurch
gekennzeichnet, daß bei jedesmaligem Eintasten eines Schriftzeichens der zweiten Version mittels
des Fernschreibers in das Speichersteuergerät das Zeitgerät des Prüfteiles (Fig. 4 und 5)
durch das Startelement des Schriftzeichens angelassen wird, wodurch die Bandauslaufkupplung
anspricht, so daß das entsprechende aufgenommene Schriftzeichen dem Aufzeichnungsmittel
entnommen und gleichfalls dem Speichersteuergerät zugeführt wird.
10. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus gasgefüllten Kathodenentladungsröhren
bestehende und auf das Stopelement der zweiten Version des Schriftzeichens
ansprechende Steuereinrichtung die Speicher (Prüf- und Aufzeichnungsspeicher) mit einer
Vergleichsschaltung, die aus einem Kippgerät mit zwei Stellungen besteht, verbindet und
durch eine Fortschalteimpulsschaltung die in den Speichern gespeicherten Schriftzeichen nacheinander
Element um Element dem Kippgerät zuführt und sich das Kippgerät am Ende des Vergleichsvorganges
in seinem ersten Zustand befindet, falls entsprechende Elemente der Schriftzeichen
identisch sind, und sich das Kippgerät am Ende des Vergleichsvorganges in seiner
zweiten Stellung befindet, falls irgendein Element eines Schriftzeichens von dem entsprechenden
Element des anderen Schriftzeichens abweicht. -
11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kippgerät eine Kippschaltung aus zwei gasgefüllten Kathodenentladungseinrichtungen
ist. · - .-.:-.
12. Gerät nach Anspruch ii, gekennzeichnet
durch eine Kippschaltung, welche — falls entsprechende Elemente zu vergleichender Schriftzeichen
»Zwischenrauni«-Elemente sind —. bei Ankunft des ersten »Zwischenräume-Elementes
in ihre zweite Stellung kippt und bei der Ankunft des zweiten »Zwischenraum«-Elementes
in ihre erste Stellung zurückkehrt und, falls die entsprechenden Elemente zu vergleichender
Schriftzeichen »Zeichen«-Elemente sind, der Zustand der Kippschaltung sich während des
Vergleichsvorganges nicht ändert.
13. Gerät zur Feststellung eines ganz bestimmten
Schriftzeichens in einem aus zwei Zuständen (Zeichen und Zwischenraum) bestehenden
Alphabet nach Anspruch 4 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippeinrichtung kippt,
wenn irgendeines oder mehrere Elemente des eingegangenen Schriftzeichens von dem oder
den entsprechenden Elementen des bestimmten Schriftzeichens abweicht, und wenn die Kippeinrichtung
nicht kippt, angezeigt wird, daß dieses ganz bestimmte Schriftzeichen eingegangen
ist.
14. Gerät nach Anspruch 1 bis 4 und 10, dadurch
gekennzeichnet, daß bei einer Feststellung einer Abweichung das Vergleichsgerät (10) die
Verbindung des Fernschreibers (2) zum Püfspeicher unterbricht und veranlaßt, daß das im
Prüfspeicher befindliche Schriftzeichen zum Fernschreiber geleitet wird, wobei zum Schluß
der Übertragung dem Prüfspeicher (3) durch das Markiergerät (17) »Zeilenvorschub« und
anschließend »Alarm« eingetastet und gleichfalls zum Fernschreiber übertragen wird, wodurch
der Fernschreiber vollkommen von der Einrichtung abgetrennt wird, um weitere Vergleiche
und erneute Aufzeichnung zu verhindern.
15. Gerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß durch Betätigung einer Rückstelltaste am Fernschreiber das Steuergerät in einer
derartigen Stellung steht, daß die Bandauslaufkupplung (6) nicht ansprechen und ein richtiges
Schriftzeichen in den Prüfspeicher (3) eingetastet werden kann, so daß das umstrittene berichtigte
Schriftzeichen mit dem vorher im Aufzeichnungsspeicher (8) befindliche verglichen
wird und, falls besagter zweiter Vergleich keine Abweichung erkennen läßt, das richtige Schriftzeichen erneut aufzeichnet.
16. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Fernschreiber ein »Freidruck«-
Signal aussenden kann, um den Abdruck auf den neuesten Stand zu bringen, wobei man sich
von dem letzten ausgesendeten Buchstaben überzeugen kann.
17. Gerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Eintastung des »Freidruck«- Zeichens in den Prüf spei eher (3) in den Aufzeichnungsspeicher
(8) das nächste Schriftzeichen des Bandgerätes (1) eingetastet unld
durch den Schriftzeichenfeststeller (13) ein Vergleich verhindert wird, wobei das »Freidruck«-
Zeichen zum Fernschreiber geleitet wird, um den Abdruck des dort eingestellten vorhergehenden
Zeichens zu veranlassen.
18. Gerät nach Anspruch 16 und 17, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuergerät (14) und
das Hilfssteuergerät (15) nach dem »Freidruck«- Zeichen in einer solchen Schaltstellung sind, daß
das nächste vom Fernschreiber kommende Schriftzeichen dieBandauslaufkupplung (6) nicht
betätigt und somit mit dem letzten im Aufzeichnungsspeicher (8) eingegangenen Schriftzeichen
verglichen wird.
19. Gerät nach Anspruch^, mit dem ein Teil
des auf dem Band des Bandgerätes aufgezeichneten Nachrichteninhaltes gelöscht werden soll,
dadurch gekennzeichnet, daß nach Betätigung von »Freidruck« am Fernschreiber das letzte im
Typenkopf des Fernschreibers befindlicheSchriftzeichen abgedruckt wird und daß durch Geben
eines Löschzeichens (Betätigen der »Löschtaste«) dieses Zeichen dem Prüfspeicher (3)
übermittelt und durch den Schriftzeichenfeststeller (13) vermerkt wird und daß durch Eintasten
des1 »Leerzeichens« in den Prüfspeicher das Steuergerät (14) derart eingestellt ist, daß
die Bandauslaufkupplung (6) freigegeben wird, um ein oder mehrere Schriftzeichen — je nachdem, wie oft das »Leerzeichen« (Abstandszeichen)
eingetastet worden ist — von. dem Aufzeichnungsmittel zu entnehmen und ohne Vergleich
im Steuerspeichergerät zum Abdruck auf den Fernschreiber zu leiten.
20. Gerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Lösohvorgang durch Geben
eines »Löschzeichens« dadurch beendet wird,
daß dieses durch Eintasten in den Prüfspeicher (3) und Vermerken in den Schriftzeichenfeststeller
(13) die Bandauslaufkupplung (6) für den Eintastvorgang des nächsten vom Fernschreiber
gegebenen Sohriftzeichens nicht betätigt wird, so daß nunmehr die in den Speichern
(3 und 8) befindlichen. Schriftzeichen wieder verglichen und neu aufgezeichnet werden
können.
21. Gerät nach Anspruch 19 und 20, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zeichen, zum »Beginn des Löschens und zum Ende des Löschen«« verschiedene
oder gleiche Schriftzeichen sind.
22. Gerät nach Anspruch 4, mit dem Schriftzeichen
auf das Band eingefügt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß nach Betätigen von »Freidruck« am Fernschreiber das letzte im Typenkopf
des Fernschreibers befindliche Schriftzeichen abgedruckt wird und daß durch Geben
eines »Einfügungssignals« (beispielsweise »Atir führungszeicheni«) dieses Zeichen dem Prüfspeicher
(3) übermittelt und durch den Schriftzeichenfeststeller (13) vermerkt wird, welcher
das Steuergerät (14) derart beeinflußt, daß ein
oder mehrere vom Fernschreiber ausgesendete Schriftzeichen zum Prüf speicher (3) gelangt und
von dort ohne Vergleich auf dem Aufzeich-
809 675/44
nungsmittel neu eingefügt und auf dem Fernschreiber
abgedruckt wird.
23. Gerät nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfügungsvorgang durch Geben
eines »Einfügungssignals« dadurch beendet wird, daß der Feststeller (13) das Steuergerät
(14) und das HilfsSteuergerät (15) derart beeinflußt,
daß das »Einfügungssignal« abgedruckt, aber nicht aufgezeichnet wird, und daß das
nächste in den Pfüfspeicher (3) gelangende Schriftzeichen wieder automatisch mit dem bei
Beginn der Einfügung im Speicher (8) befindlichen Schriftzeichen verglichen und den
Aufzeidhnungseinridhtungen wieder zugeführt wird. . . ■ .
24. Gerät nach Anspruch 4, 9, 10, 14, 15, 17,
18, 19, 20, 22 und 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherschaltungen sowohl für den Prüfspeicher
(3) als auch für den Aufzeichnungsspeicher aus zwei Ketten von gasgefüllten Kalt-
kathodenentladungsstrecken gebildet werden.
25. Gerät nach Anspruch 4, 9, io', 14, 15, 17
bis 20,22 und 23, gekennzeichnet durch die Verwendung einer aus zwei Ketten von gasgefüllten
Kaltkathodenentladungstrecken bestehenden Zeitmaßstabschaltung, um die Schriftzeichen
mit der 50 Baud betragenden Telegrafiergeschwindigkeit in den einzelnen Teilen des
Prüfgerätes zu steuern.
26. Gerät nach Anspruch 4, 9, 10, 14, 15, 17
bis 20, 22 bis 24, gekennzeichnet durch eine aus gasgefüllten Kaltkathodenröhren bestehende
und auf das Stopelement des vom Fernschreiber gegebenen Schriftzeichens ansprechende Steuerschaltung,
welche die Speicherschaltungen mit einer Vergleichsschaltung verbindet und gleichzeitig
in Abhängigkeit der gegebenen Schriftzeichen die einzelnen Teile steuert.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
©«»675/44 11.58
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