DE900587C - Verfahren zur Nachrichtenuebermittlung mit Hilfe von Impulsen - Google Patents
Verfahren zur Nachrichtenuebermittlung mit Hilfe von ImpulsenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung, bei der eine Folge von Signalen in eine entsprechende
vorherbestimmte andere Folge von Signalen umgeordnet wird.
Bei der automatischen Telefonie sind z. B. Speicheranordnungen bekannt, in welche die offene Kennziffer
und die Teilnehmerziffer einer gewünschten Verbindung eingespeichert werden. Die Speicher sind an
Umordner angeschlossen, in denen die offenen Kennziffern in Richtungskennziffern umgesetzt werden, die
dann ebenfalls im Speicher eingespeichert und von ihm zu der für die Betätigung der Schalteinrichtung
passenden Zeit übertragen werden.
Die Erfindung sieht eine Speicheranordnung oder Signalempfänger und einen Umordner vor, dessen
Belegungszeit im Verhältnis zu der des Speichers klein ist und der mittels einfacher Verbindungen für mehrere
Speicher verfügbar ist.
Die Erfindung betrifft somit eine Schaltungsanordnung, bei der eine Anzahl von Signalfolgen in
entsprechende vorbestimmte andere Signalfolgen umgeordnet werden können und die eine Anzahl von
Signalempfänger und Umordner, welche den Signalempfängern gemeinsam zugeordnet sind, enthält. Die
Erfindung besteht darin, daß Schaltmittel zeitlich abgesetzte Impulse innerhalb eines vorbestimmten Zeitraumes
liefern, mittels derer die von den Empfängern aufgenommenen Signale an die gemeinsamen Umordner
gegeben werden. Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung können auch die von
den Empfängern aufgenommenen Signalreihen auf einer Zeitimpulsbasis den Umordnern zugeführt
werden.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung können umgeordnete Signale von dem gemeinsamen
Umordner auf die Empfänger übertragen werden.
Hierbei können die umgeordneten Signale auf einer Zeitimpulsbasis von dem gemeinsamen Umordner auf
die Empfänger gebracht werden.
Jeder Signalempfänger kann Anordnungen zum Aufspeichern derjenigen Signale enthalten, die nicht
umgeordnet werden müssen; sowie Speichermittel zum Speichern einer veränderlichen Anzahl umgeordneter
Signale. Eine solche Anordnung enthält dann auch Mittel zum Aussenden der gespeicherten umgeordneten
ίο Signale und, ihnen folgend, der gespeicherten, nicht
umgeordneten Signale. Mit diesen Mitteln wird der erste freie Speicher für die umgeordneten Ziffern
während der Sendefolge festgestellt, wodurch wieder andere Mittel gesteuert werden, die die Übertragung
der gespeicherten, nicht umgeordneten Signale einleiten. Der gemeinsame Umordner enthält Anordnungen,
um diejenigen Signalkombinationen auszuwählen und anzuzeigen, denen keine Signale folgen, die nicht umgeordnet
werden müssen. Außerdem sind in dem Umordner Mittel zur Aussendung eines Unterscheidungssignals an einen Signalempfänger vorhanden, wenn
das Unterscheidungsschaltmittel in Betrieb ist. Weiter sind jedem Signalempfänger Mittel zugeordnet, die
auf das Unterscheidungssignal reagieren und die Arbeitsweise der Signalempfänger entsprechend ändern.
Ferner sind für jeden Signalempfänger gesonderte
Schaltmittel zum Umordnen vorgesehen, um eine oder mehrere bestimmte Signalfolgen umzuordnen,
jedoch nicht alle, welche der Empfänger aufnehmen kann.
Eine zeitweise Verbindung zwischen irgendeinem der Signalempfänger und dem Umofdner kann hergestellt
werden. Die Anordnung ist so aufgebaut, daß sie auf zeitlich abgesetzte Impulse in einem vorbestimmten
Zeitzyklus anspricht.
Jedem Signalempfänger ist eine verschieden zeitliche Lage der Impulse zugeordnet. Ein gegebener
Signalempfänger wird mit dem erwähnten gemeinsamen Umordner auf einen in entsprechender zeitlicher
Lage auftretenden Impuls hin verbunden.
Im Umordner sind Einrichtungen enthalten, von denen jede auf eine bestimmte Signalfolge anspricht
und die entsprechende umgeordnete Signalfolge kennzeichnet. Eine weitere Ausbildung der Erfindung enthält
eine Schaltungsanordnung, in der. Signale in einem Speicher aufgenommen und durch einen Umordner
in vorbestimmter Weise umgeordnet und gespeichert werden. Der Speicher enthält elektrische
Entladungsröhren sowohl zur Aufnahme als auch zum Speichern beider, der Signale und ihrer Umordnung.
Ebenso enthält der Umordner Entladungsröhren sowohl zur Aufnahme der vom Speicher kommenden
und umzuordnenden Signale als auch zur Übermittlung der Umordnung an den Speicher. Ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung soll an Hand der Zeichnung ausführlich beschrieben werden. In dieser Zeichnung ist
Fig. ι ein Blockschema eines Teiles einer unter Verwendung der Erfindung aufgebauten Telefonvermittlung,
Fig. 2 ein Blockschema eines Speichers und einer Verbindungsemrichtung zur Verbindung einer Mehrzahl
von Speichern mit dem Umordner, Fig. 3 bis 9 die Speichereinrichtung irrt einzelnen,
deren einzelne Teile gemäß Fig. 10 angeordnet sind,
Fig. 11 bis 14 die Umordnungseinrichtung im
einzelnen, deren einzelne Teile gemäß Fig. 15 angeordnet sind,
Fig. 16 Einzelheiten der Verbindungseinrichtung,
Fig. 17 bis 20 die Schaltung für die Markierimpulse,
welche in zeitlicher Abhängigkeit Impulse an den Speicher, den Umordner und die Verbindungseinrichtung
liefert,.
Fig. 21 die Zusammenfassung der Fig. 17 bis 20.
In Fig. ι ist ein anrufender Teilnehmer S in bekannter
Weise über den ersten und zweiten Anrufsucher ι LF und 2 LF mit einem freien Verbindungssatz L verbunden, der wiederum 'mit einem Speicheranschaltewähler
RF zusammengeschaltet ist.
Wie später näher beschrieben werden soll, wird der Speicher J? zu gewissen Zeiten mit Hilfe gemeinsamer
Verbindungsmittel CR mit einem gemeinsamen Umordner TR verbunden, gesteuert von einer Impulsreihe,
die in einem gemeinsamen Impulsgenerator PG erzeugt wird. Dieser Impulsgenerator PG veranlaßt
und steuert auch die Übermittlung der Amtskennziffern von dem Speicher zum Umordner und der Leitwegskennziffern
von dem Umordner auf den Speicher. Hiernach sind Umordner und Verbindungseinrichtung
für einen anderen Anruf frei, während der Speicher die umgeordneten und die Teilnehmerziffern weitergibt,
um die von dem Teilnehmer S geforderte Verbindung aufzubauen.
Bevor die Wirkungsweise des Speichers und des Umordners näher beschrieben wird, soll die Arbeitsweise
des Impulsgenerators PG unter Bezugnahme auf die Fig. 17 und 20 näher erläutert werden.
Die Impulsgeneratorschaltung
An die Primärspule des Transformators TRRi der
Fig. 17 wird eine sinusförmige Wechselspannung von 1000 Hz gelegt. Die Sekundärspule liegt am Gitter
der Verstärkerröhre FFi, deren Kathodenvorspannung in bekannter Weise durch die Widerstände RR i,
RR 2 und den Kondensator CC 1 erzeugt wird. Die verstärkte sinusförmige Wechselspannung hat nun
etwa 100 Volt Amplitude und wird an den Kreis der Röhren FF2 und FF3 gegeben. Angenommen FF2
sei gesperrt und FF3 leitend; das Gitter von FF2 wird positiv aufgeladen durch die Form der Welle
an Anode von FFi. FF 2 ist eingeschaltet, d. h. sie wird leitend, die Kathoden der beiden Röhren FFi
und FF 2 werden positiv, CC 2 macht das Gitter von FF3 negativ, so daß die Röhre sperrt, d. h.
keinen Strom mehr führt. Die Zeitkonstante des i?C-Gliedes RR& und CC2 ist erheblich länger als
Z Millisekunde, so daß nur kleine Spannungsänderungen am Gitter von FF 3 auftreten, bevor die
Anode von FFi negativ wird und FF2 ausschaltet. Das gemeinsame Kathodenpotential von FF 2 und
FF3 fällt, das Gitter von FF3 wird über CC 2 positiv, FF3 wird leitend. Das Röhrenpaar FF2
und FF 3 wird auf diese Weise wechselweise leitend,
die Rückkopplung der gemeinsamen Kathodenvor-
spannung ergibt den bekannten sehr scharfen Anstieg und Abfall der Ausgangsspannung. Von der Anode
FF 3 wird eine Rechteckschwingung mit etwa 130 Volt Amplitude im 50:50-Verhältnis und 1000 Hz an die
Röhre FF6 gegeben. Dioden FF4 und FF5 halten den auf das Gitter von FF6 gebrachten Impuls
gegenüber Erde auf etwa -f 120 Volt. Am Ausgang
von FF6 liegt infolgedessen eine Rechteckschwingung mit einem 50:50-Verhältnis, 1000 Hz und +120 Volt.
Mit seiner Basis liegt der Röhrenkreis etwa auf Erdpotential.
Jedesmal, wenn die Schwingung an FF 6 negativ wird, erzeugt die Röhre FF7 einen 20 bis 30 Mikrosekunden
dauernden Impuls. Das Gitter von VVy liegt normalerweise über die Widerstände RR 3 auf
Kathodenpotential, und die Röhre VVy ist dementsprechend leitend.
Eine negative Schwingung von FF6 macht das
Gitter von FF7 negativ und schaltet FF7 aus.
CC3 wird über RR 3 positiv aufgeladen, und FF7
wird wiederum für 20 bis 30 Mikrosekunden leitend.
Auf diese Weise entsteht an der Anode von FF7 ein negativer Impuls. Dieser Impuls wird durch den
Gleichrichter DD1 auf -j-130 Volt gebracht und der
Anode der folgenden Röhre FF 8 zugeführt. FF 8 ist eine spannungsgegengekoppelte Verstärkerröhre mit
einem Verstärkungsfaktor von etwa 1, jedoch geringer Ausgangsimpedanz. Der negative Impuls wird somit
von einer Quelle mit niedriger Impedanz auf das Zählrohr TTi gegeben (Fig. 18).
Diese Röhre TTτ (und auch TT2) ist eine Gasentladungsröhre
von bekannter Art. Sie enthält eine Vielfachkaltkathode für eine Anzahl von Gasentladungsstrecken,
von denen jede eine unterschiedliche Kathode hat und die in vorbestimmter Reihenfolge zünden, wenn ein negativer Impuls auf
eine gemeinsame Steuerelektrode gegeben wird. Die Anodenspannung liegt dabei auf etwa 300 Volt, und
jede einzelne Kathode liegt über ein i?C-Glied an etwa 100 Volt negativ. Das Zählrohr TTi zählt in
bekannter Weise die von dem Rohr FF8 in jeder Millisekunde erzeugten Impulse, wobei seine Kathoden
nacheinander leitend werden. Da die erste Kathode mit der sechsten verbunden ist, die zweite mit der
siebenten, die dritte mit der achten, die vierte mit der neunten und die fünfte mit der zehnten, so wird
an jeder Kathode bei jedem fünften Impuls ein ι Millisekunde langer Impuls entstehen. Diese Impulse
ändern die Kathodenspannung der Verstärkerröhren FF9 bis FF13 von —100 Volt auf —60 Volt,
und da ihre Gitter an —90 Volt liegen, so schalten die Röhren, welche normalerweise leitend sind, nacheinander
ab, und an ihren Anoden entsteht ein ι Millisekunde langer Impuls.
Jedesmal, wenn die erste Kathode TTi leitend
wird, sperrt sowohl VV14 als auch FF9, und die
verstärkten positiven Impulse kommen auf die impulserzeugende Schaltung des Röhrenpaares VV15
und FF16 (Fig. 20). Diese Schaltung ist ähnlich der von FF2, FF3 mit der Ausnahme, daß die Zeitkonstante
des ÄC-Gliedes RR4-CC4 klein ist verglichen
mit der Schwingungszeit der Schwingung am Gitter VV15. Wenn daher die Spannung an VV15
steigt, sperrt VV14. VV16 sperrt auch, wird jedoch
leitend, wenn CC 4 durch RR 4 zu einem genügend hohen Potential aufgeladen ist, und sperrt dann
vermöge der Kopplungseigenschaften des bekannten Kathodenwiderstandes VV15 wieder. Wegen der
verhältnismäßig linearen Schwingungsform am Gitter von VV15 entsteht ein 20 bis 30 Mikrosekunden
langer negativer Impuls mit scharfer Front und wird über die Anode der folgenden Röhre FF17 (Fig. 20;
ähnlich VV8) zum Antrieb des Zählrohres TT2
benutzt. TT2 zählt jeden fünften durch FF6 erzeugten Impuls, wobei die Kathoden 1 bis 10 von
TT 2 nacheinander leitend werden. Das von der Kathode erzeugte Potential wird durch die Röhren
FF18 bis VV 27 verstärkt, die in genau derselben Weise arbeiten wie die Röhren FF9 bis VV13. Jede
der Röhren VV18 bis VV 27 wird nacheinander für
5 Millisekunden gesperrt, und während jeder der 5 Millisekunden sperrt jede der Röhren FF9 bis
VV13 nacheinander für 1 Millisekunde. Durch Kombinierung
der beiden Bedingungen wird ein Impuls nacheinander auf fünfzig getrennten Leitungen erzeugt.
Der iooo-Hz-Ausgang der Röhre FF 6 wird über
den Widerstand RR 5 auf das Gitter der folgenden Röhre VV 28 (Fig. 19) und der Gleichrichter DD 2
und DD 3 gegeben. Solange FF9 und VV19 leitend
sind, führt einer der Gleichrichter DD 2 oder DD 3 Strom, und die ganze Impulsspannung von FF6 tritt
am Widerstand von RR $ auf, während am Gitter der Röhre FF28 die Spannung sich nicht ändert.
Wenn aber beide Röhren FF9 und FF19 sperren, weisen die Gleichrichter DD 2 und DD 3 an ihren
positiven Enden -f 130 Volt Spannung auf. Sie leiten
nicht. Die Impulse werden deshalb von der Röhre FF 6 über den Widerstand RR 5 an das Gitter der
Röhre FF28 gelangen. Die Röhre FF28 ist in Kathodenfolgeschaltung angeordnet und gibt die
Impulse an eine weitere so geschaltete Röhre FF29 ab, welche mit einer der Hauptimpulsleitungen Pi
bis P 5 verbunden ist, die zum Umordner führen. Der Widerstand RR6 ist groß, so daß die Spannung
an VV 28 gleichfalls groß wird, während die Röhre VV29 stets eine kleine Impedanz speist, d. h. auf
den Impulsleitern zum Umordner liegt stets eine solche Belastung, daß der Wert von RRy nicht ins
Gewicht fällt und die Röhre FF28 die Röhre FF29 zwingt, Gitterstrom zu führen und dadurch einen
Ausgangsimpuls größerer Amplitude zu erzeugen, als es möglich wäre, wenn kein Gitterstrom aufträte.
Wegen des hohen Wertes des Widerstandes RR 5 kann die Röhre VV 28 selbst keinen Gitterstrom führen.
Mit den anderen neunundvierzig Mischimpulskreisen, die, wie gezeigt, DD 2 und DD 3 ähnlich sind,
sind Röhrenkreise verbunden, die VV 28 und VV 29 ähnlich sind. Hierdurch wird eine Verteilung der
1Z2 Millisekunde langen, -f-100 Volt betragenden Impulse
nacheinander auf die fünfzig Leitungen und eine geringe Ausgangsimpedanz erreicht, die zur
Verbindung mit einer großen Zahl von Speicherkreisen geeignet ist.
Der linke Teil R der Fig. 2 zeigt schematisch einen Speicher, der zum Empfang von drei Amtskennziffern
und darauf von vier Teilnehmerziffern eingerichtet ist.
Die Betätigung des Stromstoßge"bers in der Teilnehmerstation
erzeugt in bekannter Weise Impulsreihen oder. andere Signale auf der ankommenden
Impulsleitung A.
Jede Signalimpulsreihe wird vom Empfänger B aufgenommen, welcher der Art der aufzunehmenden Impulse oder Signale angepaßt ist. Beispielsweise kann der Empfänger B aus einer in bekannter Weise aufgebauten binären Zählkette mit vier Paaren Gasentladungsröhren bestehen, wenn der Stromstoßgeber eine Impulsscheibe enthält zur Erzeugung von Stromstoßreihen, die der gewählten Ziffer entsprechen.
Jede Signalimpulsreihe wird vom Empfänger B aufgenommen, welcher der Art der aufzunehmenden Impulse oder Signale angepaßt ist. Beispielsweise kann der Empfänger B aus einer in bekannter Weise aufgebauten binären Zählkette mit vier Paaren Gasentladungsröhren bestehen, wenn der Stromstoßgeber eine Impulsscheibe enthält zur Erzeugung von Stromstoßreihen, die der gewählten Ziffer entsprechen.
Am Ende jeder Impulsreihe oder eines anderen eine Ziffer kennzeichnenden Signals sorgt ein Ziffernverteiler
C in Verbindung mit einem Ziffernendeanzeiger D dafür, daß jede einzelne der aufeinanderfolgenden
Einstellungen des Empfängers B nacheinander an statische elektrische Schalter, wie z. B.
die Speichergruppen SA, SB, SC, Si, S2, S3 und S4,
weitergegeben werden, von denen jeder, wie später beschrieben werden soll, eine binäre Speichergruppe
darstellt. In der Zeichnung sind sieben solcher Gruppen dargestellt; SA, SB und SC für eine dreiziffrige
kodierte Amtskennziffer und Si, S2, S3 und
S 4 für eine vierziffrige offene Amtskennziffer.
Zunächst sei ein normaler Anruf angenommen, wo der Teilnehmer richtig wählt oder alle sieben Ziffern
richtig aussendet. Wenn die die kodierte Kennziffer bezeichnenden Ziffern aufgenommen sind, d. h. wenn
SA, SB und SC eingestellt sind, wird der Speicher mittels des zugeordneten Impulses PA über seinen
Verbindungssatz RP mit der Verbindungseinrichtung Ci? verbunden. Wenn der Umordner TR frei ist,
so veranlassen Impulse P 48 und P 49 von dem Speicher bzw. Verbinder, daß der Umordner mit dem
Speicher züsammengeschaltet wird. Es werden Impulse Pi bis P12, je einer auf die Anoden der zwölf
Röhren, die in S^t, SS, SC enthalten sind, gegeben.
Über eine Leitung durch RP, CR und einen zum Umordner gehörenden Steuerkreis xCC wird der
Zustand der einzelnen Röhren an die Speichergruppen TSA, TSB, TSC in den Umsetzer übermittelt.
Diese Speichergruppen arbeiten gleichfalls • als Binärspeicher und kennzeichnen eine von zehn
Leitungen in einem Dezimalsystem entsprechend der gespeicherten Zahl. Die zehn Leitungen der Speichergruppe
TA führen zu den Steuerelektroden von zehn Kaltkathodenröhren, aus denen der Dezimalspeicher
TA besteht. In ähnlicher Weise sind die Leitungen von TSB und TSC mit TB bzw. TC verbunden.
Wenn an die Rohren in TA, TB, TC durch Anlegen
des Impulses 17 über eine Zuführvorrichtung Anodenspannung gelegt wird, so zündet die entsprechende
Röhre in jeder der Gruppen, wodurch in dem Umsetzer die Ziffern der kodierten Dreier-Kennziffern-Gruppe
gespeichert werden, die in dem Speicher enthalten war. Die Kathoden der drei Gruppen TA,
TB und TC können miteinander verbunden werden, je eine von jeder Gruppe, Man erhält so 1000
Punkte, da jede Verbindungsmöglichkeit sich von allen anderen unterscheidet. Jeder der 1000
Punkte kennzeichnet so eine andere mögliche kodierte Amtskennziffer. Die verschiedenen Verbindungen
der Gruppen TA, TB und TC werden durch passende, aus Widerständen und Gleichrichtern bestehende 6g
Schaltungsanordnungen aufgebaut, so daß die Steuerelektrode einer Kippröhre TT, die mit irgendeinem
Punkt verbunden ist, nur dann Zündspannung erhält, wenn der Punkt, mit dem sie verbunden ist, gleichzeitig
durch alle drei Gruppen TA, TB und TC beeinflußt wird. Drei solcher Röhren TT sind in der
Zeichnung für die drei kodierten Amtskennziffern HAM (426), HIG (444) und TRU (878) dargestellt.
So wirken die drei vom Speicher empfangenen Ziffern, die für die kodierte Amtskennziffer bezeichnend
sind, auf die" Auswahl einer bestimmten Röhre aus den Röhren TT, von denen jeweils eine
durch jede der kodierten Ziffern ausgewählt wird.
Auf die Anoden jeder der Röhren TT wird eine Kombination der Impulse P18 bis P 41 gegeben,
wobei jede dieser Kombinationen kennzeichnend ist für die Binärkodes der Ziffern der Umordnung für
den besonderen Kode, welcher die auszuwählende Röhre bestimmt.
Wenn eine Röhre TT leitend wird, so erscheinen die Impulse der Anode auch an der Kathode. Stets
ist nur die ausgewählte Röhre TT in leitendem Zustand, und die Impulskombination, die an ihrer
Kathode erscheint, wird in geeigneter Weise durch die Steuereinrichtung OCC über eine Leitung an die
Umordnerspeichergruppen Si? 1 bis Si? 6 des Registersi? weitergegeben.
Der Umordner gibt einen weiteren Impuls 42 für diejenigen Röhren, die durch die Kodes ausgewählt
sind, wie z. B. TRU. Hierdurch spricht eine Vorrichtung CO in dem Speicher an und zeigt an, daß
der Umordnung keine offenen Ziffern folgen. Von dem Umordner wird ein Impuls 43 an den Speicher
gegeben, wodurch eine Vorrichtung TC im Speicher •anspricht, welche anzeigt, daß der Speicher die volle
Umordnung erhalten hat. Der Impuls 43 verursacht außerdem die Abschaltung der Anodenspeisung von
den Dezimalspeichergruppen TA, TB und TC und die Trennung des Umordners vom Speicher.
Der Umordner TR kann nunmehr vom Speicher abgetrennt werden, z. B. dadurch, daß ein Impuls P45
an den Verbindungskreis CR gelegt wird, und kann
jetzt durch Anlegen von P47 für die Zusammenarbeit
mit einem anderen Speicher verfügbar gemacht werden.
Der Speicher, der den Impuls P43 erhalten hat, fährt fort, Impulsreihen zu übermitteln, zunächst
entsprechend den in SR 1 bis SR 6 gespeicherten Ziffern
und dann entsprechend den in S1 bis S 4 gespeicherten.
Hierzu wird eine kontinuierliche Impulsreihe aus einer Impulsquelle G auf die abgehende Impulsleitung
H gegeben durch eine Sendevorrichtung I. Diese kann z. B. eine binäre Zählkette sein. Sie
steuert die Zahl der Impulse, die der Leitung H entsprechend"den in Si bis S4 gespeicherten Ziffern
aufgegeben werden, indem sie eine geeignete Pause iao
zwischen den Ziffern einführt. Alles dies wird vom Verteiler/ gesteuert.
Sobald die letzte Impulsreihe abgesendet worden ist, wird der Speicher freigegeben.
Spezialziffern, wie z. B. der einzelne Buchstabe o>
für die Bedienungsperson, können durch den Speicher
verarbeitet werden, ohne daß der Umordner überhaupt auf den Ruf reagiert.
Die Einstellung der Speichergruppen SA auf io
oder o, was nur bei Anrufen an die Bedienungsperson geschieht, verursacht das Ansprechen einer Umordnergruppe
TTo in dem Speicher. Diese enthält eine Röhre ähnlich den Röhren TT im Umordner
und liefert eine geeignete Umordnung auf die Speichergruppen STi bis ST6. Auf diese Weise kann der
o-Ruf unabhängig von dem Umordner bleiben.
Auch Verkehr über Umwegleitungen, der grundsätzlich bekannt ist, kann in einfacher Weise vorgesehen
werden. Zum Beispiel kann an' die Anoden der Röhren TT in dem Umordner eine bestimmte
Kombination von Impulsen P18 bis P 41 angelegt
werden, die den Regelweg und dann den Umweg bezeichnen. Die Speichergruppen STi bis ST6
speichern beide Ziffernsätze, z. B. speichern STi bis
ST3 die für den Regelweg benötigten Ziffern und ST4 bis ST6 die Ziffern für den Umweg.
Sobald dem Speicher während der Aussendung der Regelwegkennziffern zurückgemeldet wird, daß jetzt
Umwegkennziffern benötigt werden, was vorteilhafterweise durch Leitungsumsteuerung erfolgt, verhindert
das Arbeiten der Ziffernverteilerkette / in dem Speicher, daß irgendeine der Ziffern von STi bis ST3,
die noch nicht ausgesandt wurden, noch ausgesendet wird und veranlaßt statt dessen die Aussendung der
Ziffern ST4 bis ST6, welche normal nicht gesendet
werden vor der Übermittlung der Ziffern von den Speichergruppen 51 bis 54.
Nunmehr sollen die in Fig. 3 bis 16 im einzelnen dargestellten
Schaltungsanordnungen beschrieben werden. Der Speicher ist in bekannter Art durch den ersten
Kodewähler belegt, und das Relais AE (Fig. 3) ist erregt.
Die Röhre Ti ist normal stromführend, und ihre
Steuervorrichtung wird durch die Aufladung des Kondensators Ci positiv gehalten. Durch das Relais
AE werden +130 Volt bei ae 1 an die Steuervorrichtung
der Röhre Γ 3 gelegt und die Röhre gezündet. Der Kondensator C1 wird gleichzeitig auf
annähernd —30 Volt entladen; nach einer Verzögerung von wenigen Millisekunden, entsprechend
dem Widerstand R1 und Kondensator C 2, zündet
die Röhre T 2 aus der gleichen Spannungsquelle wie Ts, und das Relais BE spricht an.
Die Kathode von T1 wird über den Widerstand R 2
und Kondensator C 3 auf einer positiven Spannung gehalten, während ihre Anodenspannung auf + 20 Volt
sinkt, da wegen der Zündung der Röhre T 2. an R 90 ein erhöhter Spannungsabfall auftritt.
Wegen dieser verminderten Spannung zwischen Kathode und Anode erlischt die Röhre. Sobald das
Relais AE impulst, wird Γ 3 durch Öffnen von aei
gelöscht, und der Kondensator C τ lädt sich langsam über 2?3 auf, entlädt sich jedoch schnell über Γ3,
wenn mit Schließen von aei die Röhre T3 wieder
zündet. Ti wird nicht gezündet, wenn nicht das
Relais AE länger abgefallen bleibt, als es bei normaler Impulsgabe der Fall ist. In Fig. 3 A ist also
ein Äquivalent zu den üblichen B-Relais in Telefonimpulskreisen dargestellt.
Dieses B-Relais kann auch noch anders als in Fig. 3 A gestaltet werden, z. B. gemäß Fig. 3 B. Hier
ist die Röhre Vi normalerweise gesperrt. Wenn der
Kontakt ae 1 geschlossen wird, so lädt sich der Kondensator
C 4 rasch auf, und Vi wird stromführend, wobei das Relais BE erregt wird. Während AE
impulst, wird C 4 langsam über den Widerstand R 4 entladen, dann aber wieder rasch über den Gleichrichter
Di aufgeladen, so daß Vi leitend bleibt, wenn
nicht Relais AE länger abgefallen bleibt, als die normale Unterbrechungszeit bei der Impulsgabe beträgt.
Das Äquivalent des normalen C-Relais wird durch die Röhre Γ 4 und ihren Kreis dargestellt. Der
Kondensator C 5 wird langsam über den Widerstand i?5 aufgeladen, wenn der Kontakt aei schließt,
und rasch über den Gleichrichter D 2 entladen, wenn der Kontakt aei öffnet. Durch das einleitende
Ansprechen von AE zündet Γ 4, und die an die Anode angelegten Impulse P14 und P 24 erscheinen an der
Kathode. Beim ersten Öffnen des ae i-Kontaktes entlädt sich der Kondensator C 5 und löscht Γ 4, die
Impulse P14 und P 24 sind dann blockiert. Der Kondensator C 5 lädt sich während der Perioden, in
denen das impulsende Relais AE erregt ist, nicht genügend auf, um T 4 zu zünden. T" 4 zündet nur
wieder, wenn das Relais AE endgültig seine Kontakte am Ende der Impulsreihe geschlossen hat. P14
und P 24 gelangen nochmals zur Kathode von Γ 4. Der Kondensator C 22 und der Widerstand R 91
lassen nur einen Bruchteil der Spannung der Impulse P14 und P 24 an den Widerstand R 92 und
von dort zu der Steuervorrichtung von T 4 gelangen, um sicherzustellen, daß Γ4 nicht mitten in einem
Impuls zündet, sondern ausschließlich vor der Ankunft eines Impulses.
Das Relais BE verbindet in jedem Falle, sei es nun, daß man die Schaltungsanordnung nach Fig. 3 A,
oder sei es, daß man die Schaltungsanordnung nach Fig. 3 B benutzt, in üblicher Weise das Amtszeichen
über be 1 mit der Leitung FR und legt +130 Volt
über Se 2 an bestimmte Teile der Schaltanordnung, wie später erwähnt wird, bej, ändert den Zustand
des .F-Leiters, und be 4 und be 5 bereiten den Zeitimpulskreis
vor.
Durch Anlegen von +130 Volt an die Anode über den Kontakt be2 wird Γ5 gezündet (Fig. 5).
Die Zündung der Röhre Γ 5 erzeugt einen Impuls, der die Röhren Γ120, Γΐ22 (Fig. 5), Γ109 (Fig. 9),
Tj (Fig. 3) und Γ 33 (Fig. 6) zündet, wodurch der
Kreis in den richtigen Ärbeitszustand gebracht wird. Dies verhindert, daß durch zeitweise Fehler in der
Energieversorgung der richtige Ablauf der Arbeitsvorgänge gestört wird.
Der von der Kathode von T 4 (Fig. 3) kommende Impuls P 24 zündet die Röhre T 6, die schon von der
Kathode der gezündeten Ty eine Vorspannung erhalten hat. Der der Anode von Γ6 zugeführte
Impuls P 24 erscheint an der Kathode und läuft über die Gleichrichter D 3 und D 6, um die Röhren T10,
T12, Γ14 und T16 zu zünden, wodurch die binäre
Zählkette auf Null gebracht wird.
Das Relais AE spricht auf die über die Pf7-Leitung
kommenden Ziffern an, und sein Abfall blockiert den
P24-Impuls, wie schon beschrieben wurde. Die
nächste Kontaktgabe des ae i-Kontaktes erzeugt einen
positiven 50-Volt-Impuls in der Schaltungsanordnung
R6, R7, C6, R8, D7. R6 stellt die untere Grenze
des Impulses ein und hält sie auf —100 Volt, R 7
und C 6 mindern die Wirkungen der plötzlichen Kontaktgabe von aex, während R8 und Dy die
Impulsspitze bei —50 Volt halten. Dieser 50-Volt-Impuls
wird dem binären Paar Γιο und Tn zugeleitet
und zündet Txx; Tio ist bereits gezündet.
Die Zündung von Tn bringt die Anodenspannung
von Γ10 auf 60 Volt unter die Haltespannung, und
die Röhre erlischt.
Beim zweiten Abfallen hat der aei-Kontakt
keinerlei Auswirkungen. Die zweite Kontaktgabe erzeugt wiederum einen positiven 50-Volt-Impuls,
und diesmal zündet Γ10, während TiI gelöscht wird.
Der Impuls wird außerdem über C 7 an die Schaltung Rg, D8, Rio, C8, Rxx gegeben. Während Γ10 gelöscht
war, wurde C 7 .über R 9 auf -f- 80 Volt aufgeladen.
Sobald ein 50-Volt-Impuls auf C 7 gegeben wird, wird der Gleichrichter D 8 leitend, und an i?io
entsteht ein Impuls. Er läuft über C 8 nach R11 und
zündet Γ13. Γΐ2 wird in derselben Weise gelöscht
wie Tio. Der dritte Impuls bei der Kontaktgabe von aex zündet Γ11 und löscht T10. Er hat keine Wirkung
auf das Paar Γ12 und Γ13, weil jetzt Cy auf
ein negatives Potential von — 30 Volt aufgeladen ist und ein positiver 50-Volt-Impuls diese Spannung nur
auf -f- 20 Volt bringt. Der Gleichrichter D 8 wird
nicht leitend, sein positives Ende bleibt auf + 80 Volt. Aber die Röhre T15 zündet, weil C 9 über die Anodenwiderstände
2? 12 und 2? 13 von Tio und Γ12 auf
+ 80 Volt aufgeladen wird. Das Röhrenpaar T16
und Txy wird durch den Impuls nicht berührt, weil
Cio an der Aufladung auf + 80 Volt gehindert ist,
da die Gleichrichter Dg, D12 und Du über die Widerstände 2? 14 und 2? 15 das Potential an den
Anoden der leitenden Röhren T10 und T14 auf
— 30 Volt halten. In ähnlicher Weise zündet der vierte Impuls T10, T12 und T15, und die vier Röhrenpaare
Γ10 und Γ17 fahren fort, die von dem aex-Kontakt
kommenden Impulse zu zählen. Wenn die erste Ziffer vollendet ist, ist sie in binärer Form auf
den vier Röhrenpaaren Γ10 bis Γ17 gespeichert. Die
Röhren Γ11 und T13, T15 und Txy können im
leitenden Zustand im binären System als 1 und als 0 im nichtleitenden Zustande betrachtet werden.
Zum Beispiel eine Impulsreihe aus sieben ankommenden
Impulsen zündet die Röhren Γ11, Γ13 und
T15; es wird so für 7 der binäre Ausdruck gebildet:
Olli.
Der erste durch die ankommende Ziffer erzeugte Impuls wird auch an die Zählkette Γ8,.T9 und T18
(Fig. 3) geliefert. Diese Zählkette hat zunächst den Zweck, die erste ankommende Ziffer von 1 zu unterdrücken.
Ty ist normalerweise gezündet, Γ 8, Γ 9 und Γ18 gelöscht. Die Röhre T 8 wird von der
Kathode von Γ 7 vorgespannt, und der erste Impuls fügt dieser Vorspannung so viel hinzu, daß die Röhre
Γ 8 zündet. Γ 9 zündet nicht, weil sie durch keine
Vorspannung beeinflußt ist. Die Zündung von Γ 8 vermindert die Spannung' an der Anode von Ty auf
+ 20 Volt; der Kondensator und Widerstand Cn und R16 halten die Kathode von Ty auf + 20 Volt,
und die Röhre Ty ist daher gelöscht. Die Löschung von Ty hält die Blockierung des Impulses P 24 durch
die Röhre T 6 aufrecht. Wenn die Ziffer eine 1 ist, so wird die Röhre T 4 am Ende der Ziffer leitend, wie
bereits beschrieben, und der Impuls P14 erscheint
an der Kathode von Γ 4 und zündet Γ19 (Fig. 7),
welche von Γ 8 eine Vorspannung hat. Röhre Γ19
leitet den an ihre Anode angelegten Impuls P14 zu Γ 20, wo er zu der bereits vorhandenen Vorspannung
hinzukommt. Röhre T 20 führt P14 in gleicher Weise
wie Γ19 an ihre Kathode. Der Impuls P14 an der Kathode von Γ 20 zündet Ty wieder und T" 8 wird,
wie früher beschrieben, gelöscht. T 21 (Fig. 7) wird nicht gezündet, weil sie nicht von Γ 9 vorgespannt
wird. Die Röhren Γ4, Γ19 und T 20 erlöschen am
Ende des Impulses Γ14. Wenn der Impuls P 24 ankommt,
wird er auch von Γ 4 an ihre Kathode geführt und wird durch Γ 6 in der gleichen Weise wie P14
durch T19 wiederholt. Der Impuls P 24 wird von der Kathode von T 6 über die Gleichrichter D 3 bis D 6
abgenommen und benutzt, um die Zählkette T10 bis
Γ17 wieder in den alten Zustand zu versetzen. Die
Ziffer ι wird also unterdrückt, und der Kreis ist zum
Empfang der nächsten Ziffer bereit. Wenn die nächste Ziffer 2 oder mehr beträgt, so wird Γ 9 beim zweiten
Schließen des Kontaktes aex gezündet, und sobald Γ4
am Ende der Ziffer P14 durchläßt, geschieht die bereits beschriebene Arbeitsfolge. Diesmal zündet
Γ 21 (Fig. 7), die bereits von Γ 9 (Fig. 3) eine Vorspannung
hatte und deren Anode über bei an -f- 130 Volt (Fig. 3) gelegt war. T18 wird parallel zu
Γ9 gezündet, und das Relais DT, das über he 2 an
130 Volt liegt, arbeitet. Das Relais DT erledigt die üblichen Schaltmaßnahmen des Abtrennens des Amtszeichens und des Anlassens der Impulsmaschine. Beim
Arbeiten schließt der ίϋίΐ-Kontakt (Fig. 3) einen
Impulskreis von io-Impuls/Sek. zur Vorbereitung der
Aussendung der abgehenden Ziffer.
Die zündende Röhre Γ 21 (Fig. 7) erzeugt einen
Impuls am Widerstand 2? 17, der über die hochohmigen Widerstände 2? 18 bis R 21 an die Steuerelektroden
der Speicherröhren T 28 bis T 31 (Fig. 6) kommt. Wenn eine der Röhren Γ10, Ti2, T14. und
Γ16 leitend ist, so leiten die Gleichrichter D13 bis
Z) 16 die Impulse durch die Röhren, so daß sie nicht
an den entsprechenden Steuerelektroden von Γ 28 bis Γ31 erscheinen. Wenn eine der Röhren Tio, T12,
Γ14 oder Γ16 nicht leitend ist, so leiten auch die
Gleichrichter nicht, die an ihren positiven Enden eine Spannung von -f- 80 Volt haben, und die Impulse
erscheinen an den Steuerelektroden der entsprechenden Röhren T 28 bis T 31; diese Röhren zünden und halten
über ihre Anodenwiderstände 22 22 bis 2? 25 eine positive Spannung von -f- 130 Volt über bez (Fig. 3)
aufrecht. Die binären, früher auf Γn, Γ13, Γΐ5
und Γ17 gespeicherten Impulskombinationen werden
nun auf den Röhren Γ 28 bis Γ 31 gespeichert. Diese Umsetzung der Meldung findet während der Zeit des
Impulses P14 statt, und 10 Millisekunden später kommt der Impuls P 24 über T4. und Γ 6 und schaltet
die binäre Zählkette Tio bis T17 wieder in den alten
Zustand wie oben beschrieben. Der Kreis ist nunmehr zum Empfang der zweiten Ziffer bereit. Der Kreis
wirkt genau wie für die erste Ziffer beschrieben, nur wird die Ziffer ι nicht unterdrückt.
Die Röhren T 21 bis T 27 bilden die ankommende
Ziffernverteilungskette. Wie bereits beschrieben, liefert T21, wenn sie von Γ 29 vorgespannt wird, die
erste Ziffer in die Speichefeinheit SA (Fig. 6), und die Zündung von Γ 22 bringt die zweite Ziffer in die
Speichereinheit SB, aber da Γ 22 von Γ 21 Vorspannung
erhält, wird die Ziffer 1 nicht unterdrückt. Am Ende der dritten ankommenden Ziffer zündet die
Röhre T 23, und die Ziffer wird in die Speichereinheit SC übertragen; die verbleibenden ankommenden
Ziffern werden in den Gruppen der Speicherröhren Si, S2, S3 und 54 (Fig. 7) empfangen und
gespeichert, deren Anoden über be 2 an + 130 Volt
liegen (Fig. 3). Die Zündung der ankommenden Verteilerkette T21 bis Γ27 am Ende jeder ankommenden
zo Ziffer bewirkt, daß jede Röhre die folgende in der
Kette vorbereitet, jedoch nicht die vorhergehenden Röhren löscht, so daß schließlich, wenn alle sieben
Ziffern aufgenommen wurden, alle Röhren T 21 bis Γ 27
gezündet sind.
Am Ende der dritten ankommenden Ziffer zündet die Röhre T 23 (Fig. 7), und der erzeugte Impuls überträgt
die in den Röhren Γ10 bis Γ17 gespeicherten
Ziffern an die Speichereinheit SC und zündet die Röhre Γ32 (Fig. 6). Die Zündung der Röhre Γ32
verringert die Anodenspannung an Γ33, so daß diese Röhre erlischt. Der Gleichrichter Diy leitet nicht
langer, und auf die Steuerelektrode von Γ 34 werden
über 2? 26 + 80 Volt gegeben. Γ34 ist mit seiner
Anode mit einer der Impulsreihen Pi bis P 48 verbunden.
Ein Impuls PA ist jedem Speicher des Systems zugeordnet, und sobald + 80 Volt auf die
Steuereinrichtung kommen, erscheint der Impuls von der Anode von Γ 34 auch an der Kathode und wird
über den Gleichrichter 2? i8' mit dem Verbindungskreis
(Fig. 16) verbunden.
Der Impuls bringt die Kathode der Röhre V 2 (Fig. 16), welche normalerweise Strom führt, auf
positive Spannung, und da Γ 35 sperrt, schaltet der Impuls V2 ab, wobei der sich an der Anode ergebende
resultierende positive Impuls über F 3 und F 4 an die 48 Schaltungsanordnungen gegeben wird, die der
Schaltungsanordnung 2? 27, Z>i8', R28, Cn', Dig,
R29 und C12 gleich sind, wobei jedoch berücksichtigt
werden muß, daß es 48 Speicher gibt. Die 48 Gleichrichter D18 der 48 Schaltungsanordnungen
sind alle mit verschiedenen Impulsen der Serien Pi bis P48 verbunden. Der Impuls PA von
irgendeinem Speicher durchläuft F2, V3 und F4 und
erscheint an nur einer Schaltungsanordnung^?28, Cn';
die anderen D 18-Gleichrichter hindern ihn daran, in
den anderen Schaltungsanordnungen aufzutreten. Zweck dieser Schaltungsanordnungen ist es, sicherzustellen,
daß ein fehlerhafter Speicher, der nach seiner Verbindung mit dem Umordner mit der Aussendung
seiner Rufimpulse fortfährt, andere Speicher nicht an der Belegung des Umordners hindert. Der Impuls PA
geht über Cn und D19 und erscheint an 2?29 und
daher über C12 auch am Gitter der Röhre V 5. Es
wird später verständlich werden, daß der Impuls PA von dem Speicher normalerweise nur einmal an Cn
erscheinen wird, daß es aber unter fehlerhaften Bedingungen möglich ist; daß in einem Speicher alle
50 Millisekunden Impulse erscheinen und dadurch alle anderen Speicher mit höheren zugeordneten PA-
Impulsen an der Verbindung mit dem Umordner hindern. Bei einer derartigen Störung lädt sich der
Kondensator Cn der mit dem fehlerhaften Speicher
verbundenen Anordnung auf und wird durch D19 an
der Entladung gehindert, ausgenommen über den hohen Widerstand 2? 28, so daß die alle 50 Muli-Sekunden
sich wiederholenden Impulse durch die Aufladung von CiI blockiert werden und nicht an der
Röhre F5 erscheinen. Unter normalen Bedingungen entlädt sich Cn über R28, lange bevor ein Speicher
seinen zweiten Ruf aussendet.
Der Impuls PA wird bei dem Durchlaufen der Schaltung Cn, R28 verzerrt und wird durch die
Röhren F5 und Vb wieder entzerrt. VG ist normalerweise
leitend, F5 nicht leitend; der positive Impuls von C12 treibt V5 hoch, d. h. verursacht eine Stromführung
im Gegensatz zu einer Sperrung, was ein Aufhören der Stromführung bedeutet, und der resultierende
negative Impuls an der Anode der Röhre F 5 sperrt V6. Der Kondensator C13 lädt sich langsam
über den Widerstand R31 auf, und in annähernd go 1Z2 Millisekunde wird V6 wiederum hochgetrieben,
die Kathode von F5 wird positiv und F5 sperrt. Die Röhre V6 war so für 1Z2 Millisekunde leitend und
erzeugte einen positiven Impuls von 1Z2 Millisekunde
an ihrer Anode. Dieser Impuls wird über die Röhre V7 auf einen Leiter L gebracht, der allen Speichern
gemeinsam ist; gleichzeitig wird Γ35 (Fig. 16) gezündet.
T35 zündet und hält sich selbst auf + 130 Volt,
die normalerweise von der Röhre F8 geliefert werden. Das Gitter der Röhre F 2 wird positiv, so daß F 2
leitend bleibt, selbst dann, wenn ein positiver Impuls an ihre Kathode gelangt, wodurch verhindert wird,
daß der Rufimpuls von den anderen Speichern zu F3 gelangt.
Der über die Leitung L an alle Speicher gesandte Impuls wird nur durch den Speicher aufgenommen,
dessen PA -Impuls er ist. Der Widerstand R16 und
der Gleichrichter D 20 (Fig. 6) hindern alle außer dem richtigen Impuls an der Zündung von Γ36. Γ36 hält
nach der Zündung die normalerweise ihr über ihren Anodenwiderstand .R32 von der Röhre F8 (Fig. 16)
zugeführten + 130 Volt aufrecht. Die Spannung an dem Kathodenwiderstand 2? 33 ist nur klein, weil 2? 33
im Vergleich zu 2? 32 nur klein ist. Der Impuls P 48 ist mit der Anode über D 21 verbunden, und wenn T 36
gezündet hat, erscheint der Impuls P 48, sobald er einläuft, an dem Kathodenwiderstand 2? 33, da der
Durchlaßwiderstand des Gleichrichters D 21 im Vergleich zu 2?33 klein ist. Der an 2?33 erscheinende
Impuls P48 zündet die Röhren Γ33 und T37. Γ33
löscht Γ32, und der Gleichrichter £»17 leitet; durch
Löschung von Γ 34 wird der Ruf impuls PA des Speichers gestoppt, der zu dem Verbindungskreis
(Fig. 16) läuft. Wenn Γ37 zündet, bleibt die Röhre F9
in ihrem Zustand (Fig. 16), und die Spannung am
900 S87
Widerstand R 34 steigt, die Gleichrichter D 22 und D 23
leiten nicht langer, und ein Signal auf der Leitung von 2? 35 kann an dem Gitter von F10 und ein Signal
an 2? 36 kann am Gitter von F11 erscheinen.
Die Röhren 2312 und 2313 (Fig. 16) bilden ein binäres Paar von Hochvakuumröhren, von denen jeweils eine Röhre leitend ist. 2313 ist normalerweise leitend, jedoch macht P 49 die Gitterspannung von B12 positiv, und B12 wird leitend; die Anodenspannung von B12 fällt auf + 20 Volt; das Potential des Gitters von S13 wird negativ, und B13 wird ausgeschaltet.
Die Röhren 2312 und 2313 (Fig. 16) bilden ein binäres Paar von Hochvakuumröhren, von denen jeweils eine Röhre leitend ist. 2313 ist normalerweise leitend, jedoch macht P 49 die Gitterspannung von B12 positiv, und B12 wird leitend; die Anodenspannung von B12 fällt auf + 20 Volt; das Potential des Gitters von S13 wird negativ, und B13 wird ausgeschaltet.
Impuls Pi bringt B13 wieder und sperrt B12, so
daß ein negativer Impuls von 1 Millisekunde Dauer an der Anode von Bi2 erzeugt wird; dieser Impuls
wird über die Röhre F 8 wiederholt, und die Anodenspannung, die den Röhren Γ 36 (Fig. 6) zugeführt
wird, fällt für 1 Millisekunde lang unter Erdpotential, wodurch T 35 und Γ 36 (Fig. 6) gelöscht werden. Der
Verbindungskreis verbindet nun den Speicher mit dem Umordner.
Die drei ersten ankommenden Ziffern sind schon in binärer Form auf den Einheiten SA, SB und SC
(Fig. 6) gespeichert worden. Wenn die erste Ziffer 7 war, so zünden die Röhren Γ 28, T 2g und Γ 30 und
halten über die Anodenwiderstände R22 bis 2? 24 eine positive Anodenspannung von + 130 Volt aufrecht.
Die Kathodenwiderstände 2? 36 bis R 38 sind im Vergleich zu den Anodenwiderständen R 22 bis 2? 24
klein, und die Kathodenspannung von Γ 28 bis Γ 29 ist deshalb noch nahe an negativ 50 Volt. An den
Anoden der Röhren Γ 28 bis Γ 31 werden entsprechende Impulse P1 bis P 4 über die Gleichrichter D 24 bis D 27
gegeben; wenn Pi ankommt, wird Γ28 leitend,
und es erscheint daher der Impuls Pi am Kathodenwiderstand
2? 36'; D 24 hat eine im Vergleich zu R 36 niedrige Impedanz.
In gleicher Weise erscheinen P 2 und P 3 an 2? 37 und i?38; wenn jedoch P4 ankommt, so erscheint
kein Signal am Kathodenwiderstand 2? 39, da P 31 nicht leitend ist. Die Impulse Pi bis P 3 werden dann
über die Gleichrichter 1)28 bis D 30 zu dem Widerstand 2? 37 geführt. In ähnlicher Weise werden die
Impulse P5 bis P8 und P9 bis P12 benutzt; die
Speichereinheiten SB und SC liefern eine Impulsreihe,
welche die zweite und die dritte ankommende Ziffer in binärer Form am Widerstand 2? 37 darstellen. Auch
der Impuls P 50 wird über D 32 mit 2? 37 verbunden. Infolgedessen erscheint am Widerstand 2? 37 eine Reihe
von Impulsen mit einer Impulsdauer von 1Z2 Millisekunde
zeitlich abgesetzt, um die drei ersten in binärer Form ankommenden Ziffern darzustellen.
Diese Impulse laufen über C14, werden durch D 33
und 2? 35 auf Gleichstromerdpotential gespeichert und gelangen an das Gitter der Röhre F10.
Die Kathode der Röhre F10 wird über den Trenngleichrichter
2534 mit einem gemeinsamen Leiter verbunden,
der mit dem Umordner (Fig. 11) in Verbindung steht. Die Impulsreihe treibt die Kathodenspannung
der Röhre F12 (Fig. 11) hoch, und die
Impulse erscheinen verstärkt und unverzerrt an der Anode der Röhre F12. Sie werden dann über die
Röhre F13 den Einheiten TSA, TSB und TSC
(Fig. 13) zur Speicherung und Dekodierung zugeführt. Die Widerstände R 40 bis 2? 43 (Fig. 13) haben im
Verhältnis zu den Durchlaßwiderständen von 2)34
bis 23 37 eine hohe Impedanz, jedoch eine niedrige Impedanz im Vergleich zu den Sperrwiderständen der
Gleichrichter D 34 bis D 37. Wenn also die Impulsreihe Pi, P2 und P3 ankommt, so zünden die Röhren
Γ39, Γ41 und Γ43 über F13, weil sowohl die Gleichrichter
als auch die Widerstände, die mit ihren Steuerelektroden verbunden sind, gleichzeitig positiv Werden;
Γ45 zündet jedoch nicht, lediglich der Gleichrichter
23)37 wird- positiv zur Zeit des Auftretens von P 4,
während der Widerstand 2? 43 auf Erdpotential bleibt und auch das Potential der Steuerelektrode von Γ 45
im wesentlichen auf Erdpotential hält. Die Röhren Γ 39, Γ 41, T 43 und Γ45 (Fig. 13) sind als binäre
Paare mit den entsprechenden Röhren T38, T 40, T42 und T44 (Fig. 13) verbunden. Normalerweise sind
Γ38, T 40, Γ42 und T44 leitend; wenn jedoch T 39, Γ41 und Γ 43 gezündet sind, so löschen die Röhren
Γ 38, Γ 40 und Γ 42, genau wie früher für die Röhren
Tio und Tu (Fig. 3) beschrieben wurde. Die Röhren Γ 38 bis T 45 sind in genau derselben Weise
gezündet wie Ti0 bis Γ17 am Ende der ersten Ziffer.
Die Impulse P 5 bis P 8 und P 9 bis P12 stellen die
zweite und dritte ankommende Ziffer dar und bilden ähnliche Reihen von binären Paaren in den Speichereinheiten
TSB und TSC. Die drei ersten ankommenden Ziffern sind nun in binärer Form in den Umordnergruppen
TSA, TSB und TSC (Fig. 15) gespeichert. Die Anoden der acht Röhren Γ 38 bis Γ 45 sind über
eine Anordnung von Widerständen und Gleichrichtern miteinander verbunden, um die binäre Zahl in eine
Dezimalzahl zu verwandeln, wobei eine von zehn Leitungen mit einem positiven Potential yersehen wird.
Zum Beispiel stellt die binäre Zahl 0111 aus der Speichergruppe
SA mit der Impulsreihe Pi, P2, P3 den
rS-4-Speicher ein, so daß die Röhren Γ39, Γ41, Γ43
und T 44 gezündet werden, während Γ38, Γ40, Γ42
und Γ 45 nicht zünden. Die Spannung am Widerstand R44 wird unmittelbar auf die !^!-Röhren Γ51
bis T 60 gegeben, so daß die Röhre T 57 auf der Strecke Steuerelektrode—Kathode zündet, während die
Gleichrichter D 38 bis D 41 nicht leiten, weil die Röhren
Γ38, Γ40, Γ42 und Γ45 nicht gezündet haben.
An irgendeiner anderen der zehn Leitungen beschränkt ein Gleichrichter die Anodenspannung der gezündeten
Röhre auf etwa + 20 Volt. Auf diese Weise zündet eine der Röhren T 51 bis T 60 entsprechend der ersten
in Dezimalform empfangenen Ziffer. In ähnlicher Weise wird eine von all den Röhren aus den Gruppen
T61 bis Γ70 und Γ71 bis T80 von dem TSB- oder
TSC-Speicher (Fig. 13) gezündet, so daß schließlich die ersten drei ankommenden Ziffern in Dezimalform
durch eine Steuerelektroden-Kathoden-Strecke gezündeter Röhren in jeder derdrei Gruppen von je zehn
Röhren gespeichert sind. Der Umordner ist zur Zeit von P 48 über den Verbindungskreis mit dem Speicher
verbunden. Die Impulsreihe Pi bis P12 des Speichers
wird normalerweise zur Zeit von P12 vollständig von dem Umordner aufgenommen. Als Sicherheit gegen
fehlerhaftes Arbeiten wird jedoch von P50 Gebrauch iss
gemacht, welcher vom Speicher als Öffnungsimpuls
für die Reihe Px bis P12 gesendet wird. Der Umordner
nimmt die Reihe P1 bis P12 nur richtig auf,
wenn er vorher P 50 als Öffnungsimpuls für Pi bis P12
aufgenommen hat. Der Impuls P 50 sichert also den folgerichtigen Ablauf der durch P 48 eingeleiteten
Folge von Arbeitsvorgängen.
Sobald der Umordner P 50 aufnimmt, zündet die Röhre P46 (Fig. 12) in der gleichen Weise wie die
Röhren T39 bis Γ 45. Die Röhre Tφ bleibt in gezündetem
Zustand und löscht X" 47, die von P18 gezündet wurde. Die Anode der Röhre Γ 47 kommt auf
+ 130 Volt, und sobald P17 ankommt, zündet Γ 48 in
derselben Weise, wie Γ12 und Γ13 (Fig. 3) gezündet
wurden. T48 hält sich selbst und löscht Γ 49, welche von P43 gezündet wurde. Das Absinken der Anodenspannung
von Γ 48 schaltet die Röhre V17 aus wegen
der abfallenden Spannung der Röhre Γ50. Die Anodenspannung von F17 steigt und wird durch den
Gleichrichter D 46 und das Potentiometer R 55 auf etwa + 200 Volt gehalten. Die + 200 Volt werden
sodann über die Pentodenröhren F18 und F19 zu
den Anoden der Röhren Γ51 bis Γ80 (Fig. 14) gebracht.
Die drei Röhren, deren Steuerelektroden-Kathoden-Strecken durch TSA, TSB und TSC gezündet
wurden, zünden nunmehr auf ihre Anoden-Kathoden-Strecke durch und halten sich auf dieser.
Das Kathodenpotential jeder der gezündeten Röhren steigt auf -f- 1OO Volt. Angenommen die Ziffern seien
3, 2 und 6, so sind die Röhren 753, T62und Γ 76 gezündet
und sonst keine anderen. Die positive Spannung von 100 Volt an R 45 wird über R 46 an die
Steuereinrichtung von T81 geführt; die Gleichrichter
D 42 und D 43 werden sperrend durch das Potential an den Widerständen 2? 47 und 2? 48. Aber die Steuereinrichtung
der Röhren, wie z. B. TT82, die mit den empfangenen Ziffern 386 beschickt wird, hat kein positives
Potential über 2? 51; das Potential der Steuerelektrode wird vielmehr durch den Gleichrichter D 44
über R52 auf Erdpotential gehalten; R52 und D44
haben im Vergleich zu 2? 51 eine niedrige Impedanz. So zündet nur T 81 auf ihrer Steuerelektroden-Kathoden-Strecke,
während die Steuerelektrode jeder anderen Röhre TT durch den Widerstand der Gleichrichterschaltung
auf Erdpotential gehalten wird. Für die Umordnung jeder der drei Ziffern wird eine ähnliche
Röhre wie Γ81 angeschaltet.
Die Leitwegsröhre Γ 81 oder irgendeine andere allgemein
mit TT bezeichnete Röhre empfängt an ihrer Anode über Trenngleichrichter eine Impulsreihe, ausgewählt
aus P18 bis P 42, um die Umordnung der drei einzelnen Ziffern darzustellen. Die Umordnung in
einen Binärkode ist derjenigen ähnlich, die zur Übermittlung von dem Speicher auf den Umordner benutzt
wird. Wenn die Steuerelektroden-Kathoden-Strecke von Γ81 angesprochen hat, ist die an den Kathoden
der Röhren entstehende Spannungsänderung zu vernachlässigen, da R46 eine hohe Impedanz hat verglichen
mit 2? 53 und 2? 54. Wenn jedoch die Impulsreihe an die Anode gelangt, wird sie an der Anoden-Kathoden-Strecke
wiederholt und erscheint auf der Kathodenseite an R 54. Die Durchlaßimpedanz der
Gleichrichter D 46 usw. ist im Verhältnis zu der Impedanz von 2? 53 und 2? 54 klein. Die Impulsreihe, welche
die Umordnung darstellt, erscheint so am Gitter von F14, wird durch F14 und F15 verstärkt und über C16
an die Röhre F16 gelegt (Fig. 11). Die Reihe der Umordnungsimpulse
gelangt dann von F16 zu dem Widerstand 2? 36' in der Speicheranordnung (Fig. 6). Die
aufgenommenen Impulse werden über die Röhre Fn zu den Speichereinheiten SR1 bis Si? 6 (Fig. 8) gegeben,
deren Anoden über be2 (Fig. 3) an +130 Volt liegen. Die erste Ziffer der Umordnung wird in binärer
Form durch P18 bis P21 wiedergegeben; wenn die
erste Ziffer 8 ist, dann wird nur P 21 ausgesendet, und Γ85 zündet in ähnlicher Weise wie Γ39, T41, T 43
und Γ 45 in dem Umordner. Die in der Speichereinheit SR ι gezündeten Röhren halten die -f-130 Volt
in der gleichen Weise aufrecht wie die Röhren Γ 28 und Γ31 in den S.4-Einheiten. Die verbleibenden
Ziffern der Umordnung werden aufgenommen und in den Einheiten Si? 2 und Si? 6 in derselben Weise gespeichert.
Das Kathodenpotential der Röhren Γ82 bis Γ 85 ändert sich bei der Zündung der Röhren nur
wenig, da i?56 bis i?59 im Vergleich zu i?6o eine hohe
Impedanz, die Gleichrichter D 47 bis D 50 im Vergleich zu i?6o jedoch eine niedrige Durchlaßimpedanz haben.
Wenn die Impulse P 32, P 34, P 36 und P 38 an den Anoden von T 82 bis Γ 85 ankommen, zünden die
Röhren und leiten den Impuls dem Widerstand 2? 60 zu, so daß an 2? 60 eine Reihe von Impulsen erscheint,
ausgewählt aus P32 bis P38, und die Röhren Γ82 bis Γ 85, welche gezündet sind, kennzeichnet. Da die
als gezündet bezeichneten Röhren die vom Umordner aufgenommenen Ziffern angeben, stellt die an 2? 60
erscheinende Impulsgruppe auch die erste Ziffer der Umordnung im binären Kode dar, z. B. wenn die
Ziffer 8 ist, liegt nur der Impuls P 38 am Widerstand 2? 60. In ähnlicher Weise erscheinen die übrigen Ziffern
der Umordnung an den Widerständen 2? 61 bis R 65 stets als eine Auswahl aus den Impulsen P32, P34,
P36 und P38.
Der Umordner sendet stets den Impuls P43, um das Ende der Umordnung anzuzeigen. Der Impuls P43
gelangt über C17, D 51, C18 (Fig. 11) zu dem Gitter
von F16 und schließlich zum Speicher. Der GleichrichterZ)5i
ist wegen der von den Röhren F18 und F19 stammenden +200 Volt (Fig. 12) leitend. Der
Impuls P 43 zündet auch T 49 (Fig. 12) und löscht dadurch T 48, wodurch die Spannung an ihrer Anode
steigt und F17 hochtreibt. Die Ausgangsspannungen von F18 und F19 fallen gemeinsam, und die Anodenspannung
der Röhren Γ 51 bis T 80 (Fig. 14) fällt
infolgedessen und löscht die gezündeten Röhren, also auch die den Leitweg kennzeichnende Röhre T 81 oder
TT. Der Umsetzer ist nunmehr fertig für einen anderen Anruf; die Röhren in jeder der Einheiten TSA,
TSB, TSC sind durch P18 in bekannter Weise in ihren Anfangszustand zurückgeführt worden.
In dem Verbindungskreis wird Röhre B14 (Fig. 16),
die mit der Röhre B15 ein binäres seitenstabiles Paar
von Hochvakuumröhren bildet, ähnlich dem Paar B12
bis B13, durch den Impuls P45 hochgetrieben, während
B15 ausgeschaltet wird. Die Ausgangsspannung der Röhre F 9 sinkt dadurch, und Γ 37 im Speicher
(Fig. 6) wird gelöscht. Die Gleichrichter D 22 und D 23 werden leitend und verhindern eine weitere Über-
tragung von und zu dem Umordner. Der Impuls P 47 treibt Βτ$ hoch (Fig. 16),. sperrt B14 und speichert
die Ausgangsspannung von Vg in Äufnahmebereitschaft für den nächsten Anruf von einem anderen
Speicher, der mit dem nächsten Impuls P 48 beginnen kann. Dies ist möglich, weil, während die Umordnung
von dem Umordner auf den Speicher geleitet wird, der Anruf impuls eines anderen Speichers durch V 2
(Fig. 16) verstärkt, und wie vorher beschrieben, über ίο die Röhren F3, F4, V5, V6 und Vy zur Zündung
von Γ 35 in einem zweiten Speicher benutzt wird. Bei Auftreten, des Impulses P 48 werden daher die
Röhren Γ 37 in dem zweiten Speicher zünden, und die Verbindungen werden hergestellt, wie bei dem ersten
Speicher beschrieben wurde. Diese Vorwahl des nächsten Speichers bedeutet, daß die wirksame Haltezeit
des Umordners während der Besetztperiode, wenn mehrere Speicher auf eine Umordnung warten, nur
50 Millisekunden beträgt und der Verlust von 50 Milli-Sekunden zwischen den Benutzungszeiten des Umordners
vermieden wird.
Obgleich die Zahl der Speicher, die eine Verbindungseinrichtung mit dem Umordner verbinden kann,
auf die Anzahl der Impulse in einer Impulsreihe beschränkt
ist, können zwei oder mehr Verbindungseinrichtungen benutzt werden, wobei die mit der Kathode
von V 2 verbundene Leitung 2omal in der Sekunde umgeschaltet wird, synchron mit einem Impuls von
P 2 bis P44 zwischen der Verbindungseinrichtung und dem Gitter von V 2 in allen Einrichtungen, die zusammengeschaltet
sind. Auf diese Weise können 47 Speicher pro Verbindungseinrichtung mit dem Umordner
verbunden werden, während der die 20-Hz-Schaltvorgänge synchronisierende Impuls nicht an einen Speieher
gelangt.
Der Impuls T 43 wird von dem Umordner zu dem Speicher geschickt und zeigt das Ende der Umordnung
an. Er wird in einer bereits für die Röhre T39 beschriebenen
Weise in der Widerstand-Gleichrichter-Schaltung R 66, D 52 (Fig. 4) verarbeitet und zündet
T86. (Fig. 4) und Γιοι (Fig. 9). Γ86 ist die erste
Röhre in der abgehenden Verteilerkette T 87 bis Γ 96, welche die Übertragung der in den Einheiten SR1 bis
Si?6 (Fig. 8) oder Si. bis S4 (Fig. 7) gespeicherten
-Ziffern steuert.
Mittlerweile sind die restlichen einkommenden Ziffern, d. h. diejenigen, die keine Umordnung erfordern,
in den Speichereinheiten SR1 bis SR4 (Fig. 7) gespeichert
in gleicherweise, wie die ersten drei inSA,
SB, SC gespeichert waren. Die Speichereinheiten S1
bis S4 sind den Einheiten SA, SB, SC ähnlich, wobei
die Impulsreihe, die aus P 32 bis P 38 ausgewählt ist, an den Kathodenwiderständen Ä77 bis 22 80 dieser
Einheiten in genau derselben Weise auftritt, wie die Impulse an 22 60 bis 22 65 für die Einheiten SR 1 bis
Si? 6 gebildet werden (Fig. 8).
Die Impulsreihe an 2? 60 wird daran gehindert, Γ104 (Fig. 8) zu erreichen, während D 57 leitend über
2? 81 (Fig. 4) mit — 50 Volt verbunden ist (Fig. 4).
i?7i hat im Vergleich zu i?8i eine hohe Impedanz;
wenn jedoch Γ86 (Fig. 4) zündet, steigt die Spannung
an 22 81 auf + 70 Volt. 2)57 leitet nicht länger, und
die Impulse an 22 60 können die Steuereinrichtung von Γ104 erreichen. Die Impulse P 32, P 34, P 36 und
P 38 werden zur Anode von Γ104 geführt, und sobald 6g
einer dieser Impulse gleichzeitig an der Steuereinrichtung und an der Anode erscheint, wird er von der
Anode zu der Kathode durchgelassen; so wirkt Γ104
wie eine Trennstufe oder ein Verstärker zwischen 22 60 und T105 (Fig. 9), und die Impulsreihe an 2? 60 wird an
2? 82 wiederholt. Zu irgendeiner Zeit, während welcher die Röhren Γ103 und Γ110 (Fig. 9) nicht leitend sind,
zündet Γ107 durch die ihr von 2283 zugeführte Vorspannung
und den Impuls P 25; die Röhre T108 zündet durch die Impulse 13 in ähnlicher Weise, wie die
Röhren Γ12 und Γ13 (Fig. 3) gezündet wurden. Die
Röhren löschen sich nacheinander wieder aus. Hierauf wird später noch einmal Bezug genommen werden.
Zur selben Zeit wie Γ107 zündet die Röhre Γ111
augenblicklich, und der an ihre Anode gelegte Impuls P 25 wird zur Kathode durchgelassen wie im Fall von
Γ 28 (Fig. 6). Der Impuls von der Kathode von Γ111
zündet die Röhren T113, Γ115, Γ117 und Γ119 und
bereitet hierdurch die ausgehende binäre Zählkette GA ι bis GA 7 vor. Sobald Γ108 gelöscht war, stieg die
Spannung an ihrer Anode auf + 130 Volt, und der
Gleichrichter D 63 wird gesperrt. Die Impulsreihe an 2282 erscheint an der Steuereinrichtung von Γ105 und
wird durch Γ105 wie bei Γ104 (Fig. 8) wiederholt.
Von der Kathode von T105 setzt der Impuls die
binäre Zählkette Γ112 und Γ119 in Gang, die in der
Form ähnlich derjenigen ist, wie sie in Fig. 13 im Umsetzer zur Zündung der Röhren T 39, TqL, Γ 43
und Γ 45 benutzt wird.
Wenn z. B. die erste Ziffer der Umordnung eine 8 ist, so wird sie im binären Zahlsystem durch 1000 dargestellt
und gleicherweise auch in den Speichereinheiten S22i bis S226 und S22i bis S2?4 durch den Impuls
38. Auf diese Weise wird Γ118 gezündet durch die
Koinzidenz des Impulses P 38 von T105 mit dem
Impuls P 38, welcher an das positive Ende von D 64 gelegt ist. Die Zählkette T112 bis T119 wird hierdurch
auf die Ergänzungsziffer (bezogen auf 15) der in der S22 i-Einheit gespeicherten Ziffer gebracht. Das
heißt wenn in dem obengenannten Beispiel S2?i die Ziffer 8 speichert, war die Röhre Γ118 gezündet, wodurch
die Zählkette auf 7 eingestellt wird. 7 ist die Ergänzungszahl von 8, bezogen auf 15. In der nachstehenden
Tabelle wird gezeigt, wie die Einstellung der abgehenden binären Zählkette Γ114 bis Γ119 sich
von den Speichereinheiten SA, SB, SC, Si bis S4,
S22i bis S226 und der binären Zählkette für jede der
Ziffern 1 bis 0 unterscheidet, und es wird erklärt, wie die abgehende Reihe auf den Ergänzungswert der
ankommenden Ziffer, bezogen auf 15, eingestellt wird.
In jeder Spalte der Tabelle stellt das Symbol X eine gezündete Röhre und das Symbol O eine ungezündete
Röhre dar; die Bezeichnung für jede Röhre (die nur für den Normalzustand und für die Ziffer 1
dargestellt sind), wie sie auftreten bei Einbau in eine Gruppe von vier oder acht Röhren, ist neben dem
Symbol, das ihren Zustand angibt, verzeichnet.. In Spalte 2 sind die Bezeichnungen für die Speichereinheit
SA angegeben; die anderen gleichartigen Speicher folgen denselben Gesetzen,
| i/o binäre | Γ I7 | Speicher | O/G | jinäre | X | Γ113 | |
| Zählkette | einheiten CJ Ti C |
Zählkette | X | Ττζ$ | |||
| Ziffer | T ίο bis | Γιι | <D*tx —Jj—O C Ό τ |
Γ112 bis Γ113 | X | Τττη | |
| Tz3 | Sit I bis SRb |
X | Tug | ||||
| Γιο XO | T15 | Si bis S4 | Γ112 O | O | TzZ3 | ||
| Normal | ΤτζΧΟ | Ti7 | Γ28 O | ΓΙΙ40 | X | Γ115 | |
| zustand | Γ14ΧΟ | Γιι | Γ29 O | Γ116 O | X | Γ117 | |
| (in Warte | Γΐ6 XO | Γΐ3 | Γ30 O | ΓΙΙ8Χ | X | Γ119 | |
| stellung) | Γιο ΟΧ | Γ15 | Γ31 O | ΓΙΙ2Χ | X | ||
| I | Γ12ΧΟ | Tz7 | Γ28 X | Γ114 O | O | ||
| Γ14ΧΟ | Γ29 O | Γιι6 0 | X | ||||
| ΓιβΧΟ | Γ30 O | Γιι8 O | X | ||||
| X O | Γ31 O | O | O | ||||
| 2 | OX | O | X | O | |||
| X O | X | O | X | ||||
| X O | O | O | X | ||||
| OX | O | X | X | ||||
| 3 | OX | X | X | X | |||
| X O | X | O | O | ||||
| X O | O | O | X | ||||
| X O | O | O | O | ||||
| 4 | X O | O | O | X | |||
| OX | O | X | O | ||||
| X O | X | O | X | ||||
| OX | O | X | X | ||||
| 5 | X O | X | O | O | |||
| OX | O | X | O | ||||
| X O | X | O | X | ||||
| X O | O | O | O | ||||
| 6 | OX | O | X | O | |||
| OX | X | X | O | ||||
| X O | X | O | X | ||||
| OX | O | X | X | ||||
| 7 | OX | X | X | X | |||
| OX | ■χ | X | X | ||||
| X O | X | O | O | ||||
| X O | O | O | O | ||||
| 8 | X O | O | O | X | |||
| X O | O | O | X | ||||
| OX | O | X | O | ||||
| OX | X | X | X | ||||
| 9 | X O | X | O | O | |||
| X O | O | O | X | ||||
| OX | O | X | O | ||||
| X O | X | O | |||||
| O | OX | O | X | ||||
| X O | X | O | |||||
| OX | O | X | |||||
| X | |||||||
Der erste Impuls der Impulsreihe von Γ105 zündet
auch Γ110 und löscht dadurch Γ109 aus. Die Zündung
von Γ110 macht den Gleichrichter D 75 leitend
und hindert Γ111 und Γ107 daran, durch weitere
P25-Impulse gezündet zu werden. Der Impuls P12
wird von Röhre Γ106 durchgelassen, die in ähnlicher
Weise wie Γ n arbeitet, und ein an der Kathode von Γ106 erzeugter Impuls wird an die abgehende Verteilerkette
Γ87 bis Γ96 (Fig. 4) gelegt. T87 hat bereits von Γ 86 eine Vorspannung, und sobald der
Impuls ankommt, zündet sie und löscht Γ 86 aus, ebenso wie im Falle der Kette Γ7 bis Γ9 (Fig. 3). Die an 22 60
auftretende Impulsreihe (Fig. 8) wird nunmehr durch den leitenden Gleichrichter D 57 blockiert, während
die an 22 61 auftretende Impulsreihe durchlaufen kann, weil D 58 gesperrt ist wegen der Zündung von Γ 87.
Die die zweite Ziffer darstellende Impulsreihe kann nunmehr in ähnlicher Weise wie die erste Ziffer 2? 82
(Fig. 9) erreichen. Bevor jedoch diese Reihe ankommt, was mit P 32 der Fall sein wird, zündet die Röhre Γ108
(Fig. 9) bei Auftreffen des Impulses P13, und der
Gleichrichter D 63 wird leitend. Hierdurch werden die Impulse an 2? 82 daran gehindert, die Röhre Γ105 zu
erreichen. Ebenso hindert der leitend gewordene Gleichrichter D 65 die Röhre Γ106 daran, die Impulse
P12 weiterhin an die abgehende Verteilerkette, die
Röhren Γ 87 bis Γ 96, durchzulassen. Beim Zünden der Röhre Γ108 erlöscht Γ107. Hierdurch werden,
unter der Annahme, daß Kontakt ddi offen ist und die Röhren Γ121 und Γ123 (Fig. 5) nicht leitend sind,
+ 130 Volt Spannung an den Widerstand R 84 (Fig. 9) gelegt, und jeder Impuls, der an Cig auftritt, zündet,
wie später beschrieben wird, die Röhre Γ126.
Die Kontakte ddi sind als offen angenommen worden.
Diese Kontakte werden von dem Relais DD betätigt, dessen Wirkungsweise später erklärt werden
wird. Wie erinnerlich, werden die Röhren Γ123 und
Γ120 (Fig. 5) von Γ 5 aus gezündet, wenn die Schaltung belegt wird. Die Röhren Γ120 bis Γ125 zählen
die über ddz (Fig. 3) aufgenommenen io-Hz-Impulse,
wie später beschrieben werden soll, bis Γ121 und Γ123
gleichzeitig gezündet sind. Nur das gleichzeitige Zünden dieser beiden Röhren gestattet, daß an R 84 ein
positives Potential erscheint, in Abhängigkeit von den Kreisen der Röhren Γ109 und Γ107, wie bereits beschrieben.
Dies bildet eine Sicherheit, daß keine abgehenden Ziffern zu früh nach einer abgehenden Belegung ausgesandt
werden. Die Anode der Röhre Γ126 (Fig. 9) wird über die Kontakte dt τ mit einer 4- 130-Volt-Spannungsquelle
verbunden. Die Verbindung wird iomal in der Sekunde für 33 Millisekunden unterbrochen;
das bedeutet eine Unterbrechungszeit von 33 % bei zehn Perioden/Sek. Hierdurch entstehen in
der Schaltungsanordnung 2?85 bis R8y, C21 und D6y
positive 50-Volt-Spannungsimpulse in genau der gleichen
Weise, wie 226 bis 228, C 6 und Dy (Fig. 3) unter
dem Einfluß der Kontakte ae 1 Impulse erzeugten.
Diese io-Hz-Impulse werden über den Kondensator C19 und R8y (Fig. 9) an die Steuereinrichtung der
Röhre Γ126 gegeben, und die Röhre zündet, wobei im
Transformator Γ22ΐ über C 20 ein Impuls entsteht.
Diese Impulse werden durch D 66 auf 4- 50 Volt begrenzt
und an die Zählkette Γ112 bis Γ119 und an
die Röhre Γ127 gegeben.
Sobald der positive 130-Volt-Impuls an der Anode
von Γ126 endet, löscht die Röhre, jedoch verhindert
der Gleichrichter D 68, daß irgendein negativer Impuls, der etwa entstehen könnte, wirksam wird. So
wiederholt die Röhre Γ126, gesteuert vom positiven,
an .R84 angelegten Potential, die über C19 der Zählkette
T112 bis T119 und der Röhre T127 zugeführten
Impulse. Die Zählkette T112 bis T119 wirkt in gleicher
Weise wie die Γ11- bis Ti7-Kette; die Impulse
von dem Transformator TR χ zählen die Reihe durch von der Ziffer, auf welche er durch die Impulsreihe von
Γ105 gesetzt worden ist. Die Röhre T127 wird durch
die Impulse von TRx gleichfalls gezündet, und das Relais AG spricht an; die Röhre Γ127 erlöscht, sobald
der positive 130-Volt-Impuls abgetrennt wird und
dadurch das ^G-Relais abfällt. Die Röhre Γ127 und
das Relais AG verwandeln die x/2 Millisekunde langen
und iomal in der Sekunde auftretenden Impulse des Transformators TRx in Impulse, die iomal in der
Sekunde mit 33% Unterbrechungszeit auftreten, d. h. in Wählimpulse. Das AG-Relais sendet diese Impulse
in der üblichen Weise zu dem ersten Kodewähler zurück. Die abgehende binäre Zählkette Γ112 bis
T119 (Fig. 9) wurde auf die Ergänzungszahl, bezogen
auf-15, der in SR1 gespeicherten Zahlen eingestellt,
so daß die Kette nach Zählung der in SR1 gespeicherten
Ziffern ihre fünfzehnte Position erreicht hat. Γη ähnlicher Weise, wie früher für die Schaltung Rg bis
R11, C 8, D 8 (Fig. 3) beschrieben, wird am Widerstand
2? 88 (Fig. 9) ein Impuls erzeugt, wobei die Röhren Γ114, Tii6, T ii8 gerade vor Erreichen der fünfzehnten
Position der Zählkette sperren. Der am Widerstand R 88 erzeugte Impuls zündet die Röhre
T109; der Gleichrichter D 69 leitet und bringt das
Potential an 22 84 auf + 20 Volt herunter, wobei sich
C19 entlädt. Nunmehr kann die Röhre T126 nicht
mehr langer durch die an C19 angelegten Impulse gezündet
werden, und es werden keine weiteren Impulse an die Zählkette T112 bis Γ119 oder an die Röhre
Γ127 gegeben. Wenn das Relais AG abgefallen ist,
wird es nicht wieder erregt, und die Leitungsschleife zum ersten Kodewählerverbindungssatz bleibt geschlossen.
Die erste Ziffer der Umordnung wird nunmehr zum ersten Kodewähler zurückgesandt. Die
Röhren Γ120 bis Γ125 (Fig. 5) messen nun die
Zwischenräume zwischen den abgehenden Ziffern im Zeitmaß von zehn Impulsen pro Sekunde. Die Röhren
Γ124 und Γ125 sind bei jedem Impuls wechselweise
leitend, die Röhren T122 und Γ123 wechselweise bei
jedem zweiten Impuls, die Röhren Γ120 und Γ121
wechselweise bei jedem vierten Impuls. Normalerweise sind die Röhren Γ120, Γΐ22, Γ124 leitend. Der am
Ende der abgehenden Impulse an 1288 entstehende Impuls zündet die Röhren Γ123 und löscht Γ122.
Der nächste Impuls der mit zehn Impulsen pro Sekunde ausgesandten Impulsreihe zündet Röhre Γ125,
die von der Anode von T122 eine Vorspannung erhalten
hatte; Γ124 erlöscht. Der dritte Impuls zündet Γ121, die von der Anode der Röhren Γ122 und T124
eine Vorspannung erhalten hatte. T122 wird von der
Anode von T124 vorgespannt, Γ124 wiederum von
der Anode von Γ120; die Röhren 120, 123 und 125
dagegen sind gelöscht. Der vierte Impuls zündet Γ125, die von der Anode von T120 Vorspannung
hatte, und löscht Γ124. Der fünfte Impuls zündet
Γ124, die von Γ120 und Γ123 Vorspannung hatte.
Letztere erhält ihrerseits von Γ124 Vorspannung;
Γ122 und Γ125 dagegen sind gelöscht. Der sechste
Impuls zündet die Röhre Γ125, die von T122 Vorspannung
hatte, während Γ124 gelöscht wird. Der siebente Impuls zündet T120, die von den Röhren
Γ122 und Γ124 Vorspannung hatte. Die Röhre
Γ122 hat Vorspannung von Γ124, die Röhre Γ124
wiederum von der Röhre Γ122. Die Röhren Γ121,
Γ123 und Γ125 dagegen sind gelöscht. Weitere
iöperiodige Impulse haben keine Wirkung auf die Anordnungen von Γ120 bis Γ125. Wenn die Röhren
Γ120, Γ122 und Γ124 aue leiten, zündet der achte
Impuls die Röhre Γ126 (Fig. 9) und beginnt die Aussendung
der nächsten Ziffer in Abhängigkeit von Γ109 und Γ107 (Fig. 9) und Kontakt Mx (Fig. 3)
genauso, wie die erste Ziffer gesendet worden war. Hierdurch wird eine Pause zwischen den Ziffern von
mindestens 6Öo Millisekunden gesichert. Das Relais CG (Fig. 5) arbeitet, sobald die Röhre Γ120 zündet,
und fällt ab, sobald die Röhre Γ121 zündet. Das
Relais dient zum Kurzschließen des Relais DD (Fig. 3) während der Impulsgabe; zwischen den Ziffern fällt es
jedoch ab, um dem Relais DD Gelegenheit zu geben, in Funktion zu treten, wenn eine Leitungsumkehrung
zum Speicher zurückgemeldet wird. Das Relais DD
ist ein polarisiertes Relais, so daß es lediglich auf eine Leitungsumkehrung anspricht. Sein ddx-Kontakt
(Fig. 3) macht den Gleichrichter D 70 (Fig. 9) leitend, wodurch er die positive Spannung der Anoden Γ109 go
und Γ107 als Vorspannung von der Röhre Γ126 fernhält
und dadurch verhindert, daß Impulse zu den positiven und negativen Leitungen ausgesandt werden.
Dies gestattet den Schaltanordnungen, auf welche der erste Kodewähler arbeitet, die Aussendung von Impulsen
für jede Ziffer des Speichers zu verzögern, bis diese Anordnung empfangsbereit ist.
Wie erinnerlich, wird die Röhre Γ109 durch den am
Widerstand R 88 erzeugten Impuls · gezündet und löscht dadurch Röhre Γ110 (Fig. 9). Hierdurch kann
der Impuls P 25 von der Anode zu der Kathode von Γ in gelangen, wie vorher beschrieben, und dadurch
die Zählkette Γ112 bis Γ119 wieder in Tätigkeit
setzen. Gleichzeitig zündet P 25 die Röhre Γ107, die
von dem Widerstand Ä83 mit den gesperrten Röhren Γ110 und Γ103 eine Vorspannung hat. Die zündende
Röhre Γ107 löscht Γ108, und der Gleichrichter D 63
sperrt; die Impulsreihe, welche die nächste auszusendende Ziffer darstellt, kommt von dem Widerstand
R 82 über die Röhre T105 und stellt die Zählkette
T112 bis Γ119 ein. Die Arbeitsweise der Anordnung
verläuft nunmehr genauso, wie für die erste Ziffer beschrieben wurde. Die abgehende Verteilerkette
Γ 86 bis Γ 96 bewegt sich zur Zeit P12, um die nächste
verdeckte Kennziffer von R62, .R63 oder R65 zum
Widerstand R 82 zu führen, bis eine leere Speichereinrichtung Si?.ι bis Si? 6 erreicht ist, d. h. eine Speichereinrichtung,
in der keine Röhren gezündet haben.
Obgleich vorgesehen ist, eine sechsziffrige Umordnung zu speichern, kann der Speicher jede Anzahl
Ziffern von 1 bis 6 verarbeiten. Wenn vom Umordner keine Umordnung in irgendeine der Einheiten Si? 2 bis
Si? 6 gesendet worden ist, so ist Vorsorge getroffen, diese Einheiten während der Pausen zwischen den
Ziffern zu überspringen. Solch eine unbenutzte Speichereinheit sendet keinen Impulskode zum Wider-
stand R 82, weswegen "T no nicht zündet, wie dies
normalerweise der Fall ist. Das Potential am Widerstand R 84 wird daher auf etwa + 20 Volt gehalten.
Die Röhre Γ126 wird am Zünden verhindert, und die
abgehenden Ziffern werden nicht übermittelt. Jedoch wird P12 immer noch von Γ106 durchgelassen, um
die Verteilerkette Γ 86 bis Γ 96 in Bewegung zu setzen.
Die Impulsreihe, welche die nächste Ziffer der Umordnung darstellt, wird an R 85 geschaltet. Unbenutzte
Speichereinheiten werden auf diese Weise übersprungen ; alle 50 Millisekunden eine.
Die abgehende Verteilerkette T86 bis T96 erreicht
die Röhre Γ 92 nach Prüfung der sechs Speichereinheiten Si? ι bis Si? 6 und Aussendung irgendwelcher dort
gespeicherten Ziffern. Γ102 (Fig. 9) wird parallel mit
Tg2 gezündet, und die Arbeit der Röhrenschaltungen
Γ107, Γιοδ, Γ109 und Τττο wird geändert, so daß
ein leerer Speicher nicht übersprungen, sondern fortlaufend geprüft wird, bis eine Ziffer gespeichert wurde.
Dies ist notwendig, weil die vier offenen Ziffern noch zu senden sind, ihre Ankunft im Speicher jedoch durch
den anrufenden Teilnehmer möglicherweise verzögert wird. Die gezündete Röhre Γ102 löscht Γιοι aus,
so daß Γ108, vorgespannt von der Anode von Γιοι,
durch P 50 nicht gezündet wird, bevor P13 ankommt. Hierdurch wird D 65 leitend, und der Impuls P12
zum Anlassen der abgehenden Verteilerkette Γ 86 bis Tg6 wird durch Γ106 nicht durchgelassen, bis Tno
durch eine für eine der Speichereinheiten S1 bis S 4 (Fig. 7) bestimmte, über Γ105 ankommende Impulsreihe
gezündet wird. Sobald T110 gezündet ist, zündet
der Impuls P 50 nicht länger Γ108, weil der Gleichrichter
D 76 leitend wird und P12 über Γ106 geleitet
wird zum Ingangsetzen der abgehenden Verteilerkette und zum Anschalten der Impulsreihe für die nächste
Ziffer an R82. T108 wird sodann durch P13 gezündet,
und der Rest der Anordnung arbeitet genauso, wie es für die Übermittlung der umgeordneten Ziffer beschrieben
ist. Nachdem die vierte offene Ziffer von der S4-Speichereinheit (Fig. 7) an das Γ112- bis T119-Zählwerk
(Fig. 9) zur Übermittlung gegeben worden ist, zündet Γ 96 (Fig. 4) und parallel dazu Γ103 (Fig. 9).
Die Röhren Γ 95 und Γ102 werden gelöscht. Der
Impuls P 25 kann nun Γ107 nicht zünden, wenn die
in der Kette Γ112 bis Γ119 gespeicherten Ziffern
übertragen worden sind, weil der Gleichrichter D 77 leitend ist und das Potential am Widerstand i? 83 auf
— 20 Volt von der Anode von Γ103 hält. So wird zur
abgehenden T112 bis Γ119 binären Zählkette kein
weiterer Nachrichteninhalt durchgegeben. Sobald die rii2-rii9-Kette bis 15 durchgezählt worden ist und
die ausgehenden Ziffern übermittelt worden sind, zündet der am Widerstand R 88 auftretende Impuls, wie
bereits beschrieben, die Röhre T128. Diese Röhre erhält
von den beiden nicht leitenden Röhren T101 und
T102 eine Vorspannung. Diese liegen zusätzlich zu
den Röhren T114, Γ116 und Γ118 in der Zählkette.
Das Relais BG (Fig. 9) arbeitet, sobald T128, deren
Anode über he.2 an -J- 130 Volt liegt (Fig. 3), gezündet
wird; die Schaltungsanordnung leitet in üblicher Weise die Auslösung ein. Die P-Leitung zum ersten Kode-Wähler-Verbindungssatz
wird unterbrochen (Fig. 3), der Verbindungssatz wird ausgelöst.und nacheinander fallen
das AE-Relais in dem Speicher und das Relais BE ab,
während die Röhre T2 durch die Zündung von Ti, wie
bereits beschrieben, gelöscht wird. Das abfallende Relais BE unterbricht die Zufuhr der -j- 130 Volt
zu den Speichereinheiten Si?i bis Si? 6, Si bis S4
und SA, SB und SC, und alle Röhren in der Speichereinheit
werden gelöscht; die Röhre Γ128 wird gleichfalls
gelöscht, und das Relais BG fällt ab. Die ankommende Zifferverteilungskette T 21 bis Γ 27 wird
durch das Abfallen von Relais BG wieder zurückgestellt, wobei alle Röhren gelöscht werden. Der Speicher
kann nunmehr von den Verbindungssätzen neu belegt werden und einen neuen Anruf aufnehmen.
Bei bestimmten Arten von Anrufen, sogenannten Nurkodeanrufen, wird nur die Umordnung auf die Leitung
gegeben, und es folgen keine offenen Ziffern. Der Umordner schließt stets sowohl den Impuls P42 als
auch den Impuls P 43 in die Umordnung dieser Anrufe ein, und dieser Impuls wird im Speicher nach Durchlaufen
der Röhre Fn (Fig. 6) durch den Gleichrichter D 71 und den Widerstand i?89 aufgegriffen und zündet
die Röhre Γ98. Die von der Kathode von Γ91 herstammende
Vorspannung in der abgehenden Verteilkette (Fig. 4) wird dann von T 92 auf Γ129 umgeschaltet.
Daher werden alle Röhren Γ92 bis Γ96, die normalerweise den Nachrichteninhalt von der S1-S4-Speichereinheit
zur sendenden Zählkette Γ112 bis Γ119 geben, nicht gezündet, und es können keine
offenen Ziffern übermittelt werden, wenn solche etwa zufällig vom anrufenden Teilnehmer gewählt werden
sollten. Der Speicher sendet daher die Ziffern der Umordnung und löst dann aus.
Um die Benutzung des Umordners für einfache, aber häufig gebrauchte Ziffern zu vermeiden, wie z. B. die ο
den Beamten ruft, wird die Impulskette, welche die Umordnung darstellt, mit der Anode der Röhre T130
(Fig. 6) im Speicher verbunden. Wird die Ziffer 0 als erste Ziffer von der Zählkette Γιο bis T17 (Fig. 3) aufgenommen,
so werden die Gleichrichter D 72 und D 73 nicht leitend, und die Röhre Γ130 wird durch den Impuls
von der Kathode von T 21 (Fig. 7) gezündet. Die Umordnung für den Ruf 0 an der Anode der Röhre
Γ130 erscheint genau wie im Falle der TT-Röhren
(Fig. 14) an der Kathode und wird über Vn an die
Speichereinheiten Si?i bis Si?6 geliefert; der weitere
Ablauf in der Schaltanordnung ist wie bei einem normalen Nurkoderuf.
Der Teilnehmer kann einen Sparkode wählen, d. h. einen, für den es keine Umordnung gibt. Dann wird das
Zeichen »Teilnehmer nicht erreichbar« in folgender Weise an den Teilnehmer zurückgegeben. Jede Umordnung
enthält einen der Impulse P18 bis P 21, welche die
erste Ziffer der Umordnung darstellen. Diese Impulse werden normalerweise durch Vxx zur Zündung der
Röhre Γ 99 benutzt (Fig. 4), und Γ 99 wiederholt die Impulse (sie kommen in der gleichen Weise wie bei
Γ104 auf ihre Anode, Fig. 8), um die Röhre Γ100 zu
zünden, deren Anode über be2 an + 130 Volt liegt (Fig. 3). Der Gleichrichter D 74 wird leitend, und der
Impuls P 43, als letzter der umgeordneten Impulse, zündet die Röhren Tg8 und Γ131 nicht.
Wenn die Röhre Γ 99 keinen der Impulse P18 bis
P 21 erhält und wenn daher die Röhre Γ100 nicht
gezündet ist, so zündet der Impuls P43, der ständig vom
Umordner ausgesandt wird, die Röhre T 98 und Γ131.
Genau wie im Falle eines Nurkodeanrufs verhindert die
Röhre Γ 98, daß irgendeine offene Ziffer übermittelt wird, während Γ131 das in seinem Anodenkreis liegende
Relais SC (Fig. 3) zum Anziehen bringt, welches über &<?2 an + 130 Volt liegt. Die Kontakte sei erregen
das Relais Z; das Relais Z hält sich selbst und erdet die Fi?-Leitung zum Verbindungssatz. Erzwungene Auslösung
tritt ein in bekannter Weise, und der Teilnehmer erhält vom ersten Kodewähler das Zeichen «Teilnehmer
nicht erreichbar«. Der Verbindungssatz läßt das Relais AE im Speicher (Fig. 3) abfallen, das Relais BE ist abgefallen,
das Relais Z fällt verzögert ab, und im Verbindungssatz verläuft die Auslösung wie oben beschrieben;
der Verbindungssatz ist zur Aufnahme eines neuen Anrufes bereit.
Die Relais W und Z sind Zeitimpulsrelais und erzwingen
die Auslösung der Schaltung, wenn sie für mehr als 30 bis 60 Sekunden belegt ist, ohne daß in
dieser Zeit eine Ziffer vom Teilnehmer einläuft. Sobald der Kontakt be 4 schließt, zieht das Relais W durch
einen Startimpuls S an, hält sich selbst und bereitet das Relais Z für das Ansprechen auf einen 30 Sekunden
«5 später eintreffenden Z-Impuls vor. Normalerweise arbeitet
das DT-Relais, wie bereits beschrieben, sobald
die erste Ziffer aufgenommen ist; das Z-Relais kann dann nicht arbeiten, da der Kreis bei ätz unterbrochen
ist. Wenn der Teilnehmer innerhalb von 30 Sekunden keine Ziffer wählt, arbeitet das Relais DT nicht, und
der Z-Impuls betätigt das Z-Relais. Das Z-Relais hält
sich selbst, und die FJ?-Leitung zum Verbindungssatz
wird geerdet, was eine erzwungene Auslösung des Verbindungssatzes verursacht. Das Relais AE fällt ab
durch den Verbindungssatz; das Relais BE fällt sofort
und Z fällt verzögert ab. Der Verbindungssatz ist sodann, wie früher beschrieben, ausgelöst und bereit,
einen neuen Anruf aufzunehmen.
Claims (32)
1. Schaltungsanordnung, in der eine Anzahl von Signalfolgen in entsprechende vorbestimmte andere
Signalfolgen umgeordnet werden können, die eine Anzahl von Signalempfängern und Umordner,
welche den Signalempfängern gemeinsam zugeordnet sind, enthält, gekennzeichnet durch Schaltmittel
(PG), die zeitlich abgesetzte Impulse innerhalb eines vorbestimmten Zeitraumes liefern, mittels
derer die von den Empfängern (Register R) aufgenommenen Signale an die gemeinsamen Umordner
[TR) gegeben werden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Empfängern
(R) aufgenommenen Signalfolgen nach einem Zeitimpulsverfahren den Umordnern [TR)
zugeführt werden.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß umgeordnete Signalfolgen
vom gemeinsamen Umordner (TR) auf die Empfänger (R) übertragen werden.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß umgeordnete Signalfolgen
nach einem Zeitimpulsverfahren vom gemeinsamen Umordner (TR) auf die Empfänger (R)
übertragen werden.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Signalempfänger
(R) Speichereinheiten (51 bis S 4) enthält, um nicht
umzuordnende Signale zu speichern, und Speichereinheiten (SRi bis SR6), um eine veränderliche
Anzahl umgeordneter Signale zu speichern, daß Schaltmittel (I) enthalten sind, um in der Folge die
gespeicherten umgeordneten Signale auszusenden, denen die gespeicherten nicht umgeordneten Signale
folgen, und Mittel (Γ110), um während der Sendefolge den ersten leeren Speicher (SRx bis
SR6) für die umgeordneten Ziffern zu erkennen,
und daß, gesteuert von den zum Erkennen dienenden Schaltmitteln (Γ110), andere Mittel (Γ108) 8b
vorhanden sind, welche die Übertragung der nicht umgeordneten gespeicherten Signale einleiten.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Umordner
{TR) Mittel (Γ98) enthält zum Unterscheiden derjenigen Signalkombinationen, die aufgenommen
werden, ohne daß ihnen andere nicht umzuordnende Signale beigegeben sind, und daß im
gemeinsamen Umordner (TR) Schaltmittel (T 131)
enthalten sind zum Aussenden eines Unterscheidungssignals an die Signalempfänger (R),
wenn die Unterscheidungsmittel (Γ98) in Tätigkeit
sind, und daß jedem Signalempfänger Schaltmittel (Z) zugeordnet sind, die auf das Unterscheidungssignal
ansprechen und die Arbeitsweise der Signalempfänger entsprechend ändern.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Signalempfänger
(R) Umordner (TTo) vorhanden sind, die eine besondere oder mehrere Signalfolgen, jedoch
nicht alle Signalfolgen, die der erwähnte Signalempfänger empfangen kann, umordnen.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (CR) zum zeitweiligen
Verbinden irgendeines Signalempfängers (R) mit dem Umordner {TR) vorhanden und so
angeordnet sind, daß sie auf Impulse ansprechen, die in einem vorbestimmten Zeitzyklus eingeteilt
sind und bei denen eine verschiedene zeitliche Lage jedem Signalempfänger zugeordnet ist, und daß ein
gegebener Signalempfänger mit dem erwähnten gemeinsamen Umordner in Erwiderung auf einen Impuls
von entsprechender zeitlicher Lage verbunden wird.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsamen Umordner
(TR) eine Anzahl von Schaltungsanordnungen (TA, TB, TC) enthalten, von denen jede
auf eine entsprechende Signalfolge anspricht und die entsprechende umgeordnete Signalfolge kennzeichnet.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß umgeordnete Signalfolgen von dem gemeinsamen Umordner (TR) auf
den Empfänger (R) mit Hilfe zeitlich abgesetzter Impulse übertragen werden.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Signalfolgen, die durch die Empfänger (R) aufgenommen werden,
nach einem Zeitimpulsverfahren auf die gemeinsamen Umordner (TR) übertragen werden.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10 oder
11, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalfolgen und die umgeordneten Signalfolgen auf statischen,
elektrischen Schaltern (z. B. Gasentladungsröhren) gespeichert werden.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10, 11
oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Signalempfänger (R) durch einen Impuls bezeichnet wird
und daß ein Verbindungsmittel (Ci?) zeitweilig einen der Signalempfänger mit dem Umordner (TR)
verbindet entsprechend dem Impuls, der den Signalempfänger kennzeichnet.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12 oder
13, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Signalempfänger (R) Mittel (TC) enthält, die auf einen
vorbestimmten Impuls ansprechen, der einer umgeordneten Signalfolge folgt, um die Übertragung
durch die Signalempfänger zu beginnen.
15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Signalempfänger
(R) Mittel (/) enthält, die auf einen weiteren, folgenden
Impuls ansprechen und die Arbeitsweise des Signalempfängers abändern.
16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jede erwähnte Schaltungsanordnung
(TA, TB, TC) ein statischer, elektrischer Schalter ist.
17. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schaltungsanordnung
(TA, TB, TC) entsprechend einer Vielzahl von Potentialen betätigt wird, die einer gleich
großen Anzahl von Elementen, z. B. Ziffern, einer Signalfolge, z. B. Ziffernkombination, zugeordnet
sind.
18. Schaltungsanordnung nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Schaltungsanordnung (TA, TB, TC), wenn sie erregt ist, eine vorbestimmte,
umgeordnete Signalfolge über einen Übertragungskanal (OCC) mit dem Empfänger (R)
verbindet.
19. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 unds,
dadurch gekennzeichnet, daß das Register (R) elektrische Entladungsröhren sowohl zur Aufnahme
(Γιο bis 7" 17) als auch zum Speichern der Signale
(Γ28 bis Γ31 in SA, SB, SC, Si bis 54) und der
Umordnung (T82 bis Γ85 in SRz bis Si?6) enthält
und daß der Umordner (TR) elektrische Entladungsröhren enthält sowohl zur Aufnahme (T38
bis Γ 45 in TSA, TSB, TSC und Γ51 bis Γ80 in
TA, TB, TC) der vom Speicher kommenden umzuordnenden Signale als auch zur Übermittlung (Γ81,
ΓΓ82, TT...) der Umordnung an das Register.
20. Schaltungsanordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Folge der Arbeitsvorgänge
zwischen dem Register (i?) und dem Umordner (Γϋ?) durch eine ständig wiederholte Impulsfolge
gesteuert wird, die sowohl dem Register als auch dem Umordner zugeführt wird.
21. Schaltungsanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Signal zwischen
Register (i?) und Umordner (TR) in beiden Richtungen durch eine verschlüsselte Impulskombination
der Impulsreihe gesendet wird.
22. Schaltungsanordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß jede verschlüsselte
Impulskombination über eine einfache Verbindung zwischen Register (R) und Umordner (TR) übertragen
wird.
23. Schaltungsanordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß Signale und Umordnungen
im Register (R) in binären, elektronischen Speichereinheiten (Si bis S4, Si?i bis Si?6) gespeichert
werden.
24. Schaltungsanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Anlegen eines
Impulses an die Anode einer elektrischen Ent-
_ ladungsröhre, die bereits eine Vorspannung in derselben
Potentialrichtung wie der Impuls erhalten hat, die Röhre zündet, um den Arbeitsvorgang, der
durch den Impuls gesteuert wird, einzuleiten.
25. Schaltungsanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Umordner (TR) mit
dem Register (i?) durch eine elektronische Verbindungseinrichtung (CR) verbunden ist, um jedes
aus einer Vielzahl von Registern mit dem Umordner (TR) zu verbinden.
26. Schaltungsanordnung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung (CR) ein zweites Register (i?) zur Verbindung
mit dem Umordner (TR) vorwählt, während ein erstes Register noch mit dem Umordner
- verbunden ist.
27. Schaltungsanordnung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß jedes aus der erwähnten
Vielzahl von Registern (i?) einem bestimmten Impuls der ständig wiederholten Impulsreihe zugeordnet
ist und das Register mit dem Umordner (7"i?) durch das zeitliche Zusammenfallen des sowohl
im Umordner als auch in der Verbindungseinrichtung (CR) erscheinenden, dem Register zu-
geordneten Impulses nur verbunden wird, wenn der Umordner unbesetzt ist.
28. Schaltungsanordnung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Umordner (TR) von
dem ersten Register (i?) die umzuordnenden Signale empfängt und ihre Umordnung in einer
Signalwiederholung der Impulsreihe überträgt und daß er vom zweiten Register die umzuordnenden
Signale empfängt und deren Umordnung bei der nächsten Wiederholung der Impulsreihe überträgt.
29. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 8 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß eine koordinatenförmige
Anordnung von Stromtoreinrichtungen (1 bis 50) die Verteilung der Impulse vornimmt,
die in ständig wiederholter Folge der Reihe nach den zugeordneten Schaltmitteln (Speichereinheiten,
Umordner) zugeführt werden, und daß Mittel (TT τ, TTz) vorgesehen sind, um alle Stromtoreinrichtungen
in vorbestimmter Reihenfolge zyklisch zu betätigen.
30. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2g, dadurch gekennzeichnet, daß zwei getrennte Gruppen
von Zuleitungen (FFg bis VV13, VV18 bis FF27)
vorgesehen sind und jede Stromtoreinrichtung (1 bis 50) in ihr eigentümlicherweise mit je einer
Leitung aus den beiden Gruppen verbunden ist und daß durch Schaltmittel (ZTi, ZT 2) Impulse
in ständig wiederholter Folge über die beiden Gruppen von Zuleitungen den Stromtoreinrichtungen
derart zugeführt werden, daß ein zeitliches Zusammentreffen von Impulsen in den einzelnen
Stromtoreinrichtungen sich zyklisch wiederholt.
31. Schaltungsanordnung nach Anspruch 30, da-durch gekennzeichnet, daß aus der koordinatenförmigen
Anordnung von m · η Stromtoreinrichtungen (1 bis 50) jede Stromtoreinrichtung in ihr
eigentümlicher Weise mit je einer Leitung aus einer Gruppe von m Zuleitungen (FFg bis VV13) und
aus einer Gruppe von η Zuleitungen (VV 18 bis
VV27) verbunden ist und daß durch Schaltmittel (TTi, ZT2) Impulse mit einer Impulswiederholungsfrequenz
1P über die eine Gruppe von m Zuleitungen
und Impulse mit einer Impulswiederholungsfrequenz — über die andere Gruppe von η
m
Zuleitungen den Stromtoreinrichtungen zugeführt werden, wobei in den einzelnen Stromtoreinrichtungen
ein zyklisches zeitliches Zusammentreffen der Impulse auftritt.
32. Schaltungsanordnung nach Anspruch 30 und 31, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stromtoreinrichtung
(1 bis 50) beim zeitlichen Zusammentreffen der ihr zugeführten Impulse einen Ausgangsimpuls
(Pi bis P50) an eine Einrichtung (FF28)
gibt, welche diesen Impuls an die zugeordneten Schaltmittel (Speichereinheiten, Umordner) weiterbefördert.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
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