DE942909C - Fahrbare zweiraedrige Mischvorrichtung fuer Baustoffe aller Art - Google Patents
Fahrbare zweiraedrige Mischvorrichtung fuer Baustoffe aller ArtInfo
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- B28C5/08—Apparatus or methods for producing mixtures of cement with other substances, e.g. slurries, mortars, porous or fibrous compositions using driven mechanical means affecting the mixing
- B28C5/0806—Details; Accessories
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Description
- Fahrbare zweirädrige Mischvorrichtung für Baustoffe aller Art Die Erfindung betrifft eine fahrbare zweirädrige Mischvorrichtung für Baustoffe aller Art, bei der die Mischtrommel quer zur Radachse gelagert ist und in einem Rahmen mit senkrechten Trägern an einer Rahmenseite angeordnet ist. Die Mischvorrichtung besitzt einen Kübelaufzug und eine Bauwinde sowie einen seitlich der Mischtrommel auf dem Rahmen befestigten Antriebsmotor. Eine Hauptantriebswelle treibt die Mischtrommel, den Kübelaufzug und die Bauwinde.
- Es sind bereits Rahmen mit senkrechten Trägern an einer Rahmenseite, in denen die Mischtrommel quer zur Radachse gelagert ist, bekannt. Auch unter der Mischtrommel gelagerte Antriebsrollen für die Drehung der Trommel in beiden Richtungen sind bekannt. Schließlich sind Mischer mit einem seitlich der Mischtrommel auf dem Rahmen befestigten Antriebsmotor vorgeschlagen worden, der die unterhalb der Trommel gelagerte undmit demMischtrommelantrieb gekuppelte Hauptantriebswelle antreibt.
- Bei einem bekannten Mischer ohne Kübelaufzug ist die Bauwinde unterhalb der Mischtrommel gelagert. Die bekannten fahrbaren Mischer mit angetriebener Trommel, Kübelaufzug und hoch liegender Bauwinde besitzen meist keine große Wendigkeit und können nicht auf der Stelle gedreht und auf beengten Plätzen aufgestellt werden. Sie haben auch keine Kippsicherheit in Richtung der Laufradachse, welche beim Transport, beim Aufstellen und während der Arbeit des Mischers wichtig ist. Die bekannten Mischer besitzen große Ausmaße, und der Schwerpunkt liegt infolge der angebauten Antriebe sehr hoch. Sie sind deshalb meist mit zwei Achsen und vier Laufrädern ausgerüstet. Auch die bekannten aufwendigen und hochgeführten schweren Kübelführungen bedingen eine hohe Schwerpunktlage des Mischers.
- Nach der Erfindung wird eine fahrbare zweirädrige Mischvorrichtung geschaffen, -die die Mängel der bekannten Mischer nicht aufweist und sehr kleine Ausmaße besitzt, wendig und kippsicher ist und trotzdem alle erforderlichen Antriebe und Arbeitsmittel besitzt, wie eine in zweiRichtungen angetriebeneMischtrommel, einen angetriebenen Kübelaufzug und eine angetriebene Bauwinde.
- Die erfindungsgemäße Aufgabe wird dadurch gelöst, daß auch die Kübelwinde und die Bauwinde unterhalb der Mischtrommel gelagert und durch die Hauptantriebswelle mit dem Mischtrommelantrieb zu einem Getriebe in der Nähe der Radachse zusammengefaßt sind, wodurch der Schwerpunkt des fahrbaren Mischers nach unten und so weit wie möglich in die Nähe der Radachse verlagert ist, daß die Kippsicherheit und eine große Wendigkeit gegeben sind. Durch die an sich bekannte Rahmenausbildung wird die Unterbringung sämtlicher Antriebe unterhalb des Tragrahmens des Mischers, die Lagerung der Rollen für den Kübelaufzug und die Führung des Aufzugkübels sowie die Anbringungeines Wasserb ehälters ermöglicht. Die Wendigkeit des Mischers wird auch durch den Tragrahmen bedingt, da dieser im Rahmen der vorhandenen Baumaße bleibt und sie nicht vergrößert. Der Kübelaufzug und die Bauwinde sind durch die erfindungsgemäße Anordnung unfallsicher untergebracht.
- Die Mischtrommel wird durch an sich bekannte Reibrollenpaare angetrieben, und die Reibrollenpaare sind erfindungsgemäß exzentrisch gelagert und ihre Exzenterbuchsen in Abhängigkeit voneinander derart verstellbar, da.ß auf jeder Reibrollenwelle angeordnete Kegelreibscheiben mit angetriebenenKegelreibscheiben entweder in der einen oder der anderen Drehrichtung gekuppelt werden können. Die Reibrollenwellen sind so in den Exzenterbuchsen gelagert, däß die Trommel-Belastung einMoment erzeugt, welches die angetriebene Kegelreibscheibe gegen die treibende Kegelreibscheibe drückt. Eine Geschwindigkeitsänderung wird durch Verstellung der Kegelreibscheiben erzielt.
- Zur Intensivierung des Mischvorganges und zur Gewichtserleichterung der Trommel sowie zur Schwerpunktverlagerung nach unten ist die Mischtrommel mit umlaufenden Freifallmischschaufelnversehen. Weitere Mischschaufeln sind erfindungsgemäß außerhalb der Trommel gelagert und stehen fest. Sie schaben dicht an der Trommelinnenwänd und unterschneiden die mit der Trommel verbundenen, umlaufenden Freifallmischschaufeln.
- In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.'Es zeigt: Abb. i eine Seitenansicht der Mischvorrichtung, Abb. 2 eine Ansicht, Abb. 3 eine Draufsicht auf den waagerechten Rahmen mit den Getriebeteilen, Abb. q. die Führung der Mischtrommel durch Reibräder, -Abb. 5 das Reibradgetriebe, Abb. 6 die Rüttelvorrichtung, Abb. 7 die Anordnung der Antriebsmaschine an der Hauptantriebswelle, Abb. 8 einen Längsschnitt-durch die Mischtrommel im Schema und Abb. g eine Seitenansicht.
- Der untere waagerechte Rahmen i dient zur Aufnahme des Antriebsmotors 2 und einer Hauptantriebswelle 3 zum Antrieb der Kübelwinde q. und der Bauwinde 5 sowie über ein Kegelreibscheibengetriebe 6 zum Antrieb von Reibrollenpaaren 7 für die Mischtrommeldrehung. Der Rahmen trägt weiter das zweirädrige Fahrwerk- g. Der Rahmen i besitzt längs verschiebbare und feststellbare - Standstützen 12.
- Senkrecht auf dem Rahmen i, symmetrisch und quer zur Trommeldrehachse, sind die Träger 13 angeordnet, die die Führungsrollen 1q. für das Beschickerkübelseil aufweisen. An den Trägern 13 lagert der Antrieb 15 für eine Rüttelvorrichtung 16. Sie tragen weiter den Wasserbehälter i7.
- Die Mischtrommel 18 ruht auf zwei Reibrollenpaaren 7 derWellen 8, die mit einemKegelreibscheibengetriebe 6 verbunden sind. Die Reibrollenpaare 7 mit ihren Wellen 8 sind in Exzenterbucbsen 2o gelagert, welche durch eine Schaltstange 21 über einen Schalthebel 22 so, verdreht werden können, daß das Kegelreibscheibengetriebe 6 in beiden Drehrichtungen mit der Hauptantriebswelle 3 gekuppelt werden kann, so daß die Drehrichtung der Mischtrommel durch einfaches Umschalten geändert werden kann. -Die Mittelstellung des Hebels 22 stellt die Leerlaufstellung dar. Die Normalkraft N erzeugt ein Moment um den Exzenterdrehpunkt ioi, wodurch sich die Kegelreibscheibe ig' gegen die Kegelreibscheibe ig" preßt und die Reibkraft erzeugt. Die Kraft N erzeugt im Drehpunkt io2 dagegen kein Moment. Durch Verschieben der Kegelreibscheibe ig' in Richtung der Mantelfläche von ig", entsprechend den Befestigungsschraubenschlitzen io3, kann man die Geschwindigkeit der Reibrollenpaare 7 regulieren.
- Die Trommel 18 besitzt Freifallschaufeln 23, die mit der Trommelinnenwand einen Hohlraum 24 bilden. In diesen Hohlraum greifen feststehende Mischschaufeln 25 ein, die außerhalb der Trommel bei 26 gelagert sind, und verhindern, daß sich an der Trommelinnenseite zu mischendes Material, Steine und dgl., festsetzt. Dadurch kann die Zahl der Trommeldrehungen gesteigert werden, weil der Zentrifugalkraft entgegenwirkend die SchaufelndasMaterialgewissermaßenvon derTrommelwand abkratzen und zum Herunterfallen auf die Trommelunterhälfte bringen. Um den Beschickerkübe127 restlos in die Mischtrommel entleeren zu können, besteht die Rüttelvorrichtung 16 aus einer Stoßstange 28 und einem Hammerkopf 29 und ist unterhalb des Beschickerkübels 27 gelagert. Sie erhält über dem Antrieb 15 eine Vielzahl von Schlägen in Materialrutschrichtung, wodurch die einwandfreie Entleerung des Beschickerkübels 27 in an sich bekannter Weise erreicht wird. In der Abb. 7 ist gezeigt, daß sowohl ein Elektromotor 3o als auch eine Brennkraftmaschine 31 am großen Zahnrad 32 der Hauptantriebswelle 3 angesetzt werden kann, ohne daß bauliche Veränderungen bei einem Austausch der Antriebsmaschine erforderlich sind.
- Über die ganze Maschinenbreite, unterhalb der Trommeleinfüllöffnung 104, ist ein schräg angebrachtes Schutzblech 1o5 angeordnet. Hierdurch ist das Getriebe geschützt, und die aus dem Kübel neben die Trommelöffnung 104 fallenden Materialien können von dem schrägen Blech abrutschen.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Fahrbare zweirädrige Mischvorrichtung für Baustoffe aller Art, bestehend aus einem Rahmen mit senkrechten Trägern an einer Rahmenseite, in dem die Mischtrommel quer zur Radachse in beiden Richtungen drehbar gelagert ist, einem Kübelaufzug und einer Bauwinde sowie einem seitlich der Mischtrommel auf dem Rahmen befestigten Antriebsmotor, der die unterhalb der Trommel gelagerte und mit dem Mischtrommelantrieb gekuppelte Hauptantriebswelle antreibt, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Kübelwinde (4) und die Bauwinde (5) unterhalb der Mischtrommel (18) gelagert und durch die Hauptantriebswelle (3) mit dem Mischtrommelantrieb zu einem Getriebe in der Nähe der Radachse zusammengefaßt sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i mit einer durch Reibrollenpaare angetriebenen Mischtrommel, dadurch gekennzeichnet, däß die Reibrollenpaare (7) exzentrisch gelagert und ihre Exzenterbuchsen (2o) in Abhängigkeit voneinander derart verstellbar sind, daß auf jeder Reibrollenwelle angeordnete Kegelreibscheiben (i9', ig") mit angetriebenen Kegelreibscheiben entweder in der einen 'oder der anderen Drehrichtung gekuppelt werden können.-
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibrollenwellen (8) so in den Exzenterbuchsen (2o) gelagert sind, daß die Trommelbelastung ein Moment erzeugt, welches die angetriebene Kegelreibscheibe (ig') gegen die treibende Kegelreibscheibe (ig") drückt.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die angetriebenen Kegelreibscheiben (ig') oder die treibenden Kegelreibscheiben (ig") zwecks Geschwindigkeitsänderung verstellbar sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i mit umlaufenden Freifallmischschaufeln in der Mischtrommel, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Trommelgelagerte, feststehendeMischschaufeln(25) dicht an der Trommelinnenwand schaben und die mit der Trommel verbundenen, umlaufenden Freifallmischschaufeln (23) unterschneiden. Angezogenen Druckschriften Deutsche Patentschriften Nr. 830 312, 817 574, 816 67o, 8o4177, 714 097, 705 169, 586 711, 546 329, 450 505; britische Patentschrift Nr. 588 220; französische Patentschriften Nr. 973 409, 939 907, 892 730, 716 027, 691986, 618 666; Prospekt: »Baumaschinen, Baugeräte" A. Gutmann A. G. für Maschinenbau, Hamburg.
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| DEB19176A DE942909C (de) | 1952-02-21 | 1952-02-21 | Fahrbare zweiraedrige Mischvorrichtung fuer Baustoffe aller Art |
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