DE909947C - Schaltungsanordnung fuer Zweieranschluesse in Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Zweieranschluesse in Fernsprechanlagen

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DE909947C
DE909947C DES1545A DES0001545A DE909947C DE 909947 C DE909947 C DE 909947C DE S1545 A DES1545 A DE S1545A DE S0001545 A DES0001545 A DE S0001545A DE 909947 C DE909947 C DE 909947C
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DE
Germany
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relay
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circuit
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DES1545A
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Eugen Jauch
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/24Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange for two-party-line systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Zweieranschlüsse in Fernsprechanlagen Bei der Bemessung von Linienrelais an Fernsprechleitungen ist zu berücksichtigen, daß die Relais bis zu einem bestimmten Isolationswert der Leitungsadern mit Sicherheit unbeeinflußt bleiben. Sie dürfen bei diesem Mindestwert des Isolationswiderstandes weder ansprechen noch nach vorausgegangener Erregung weiter angezogen bleiben. Bei einem gewöhnlichen Fernsprechsystem lassen sich diese Forderungen mit einem Leitungsisolationswiderstand von etwa 2o kOhm erfüllen. Nicht mehr ausreichend ist eine Isolation dieser Größenanordnung, wenn die Linienrelais als Anrufrelais einer Gemeinschaftsleitung für Zweieranschlüsse verhältnismäßig hochohmig zu dimensionieren sind, um der Fehlstrombedingung für die bei Einleiten einer abgehenden Verbindung in dem über das Anrufrelais im Amt verlaufenden Anreizstromkreis liegenden Weichenrelais der Sperrschaltung zu genügen. Es gibt nun Betriebsfälle, bei denen das Anrufrelais nach Beendigung des Anrufreizes durch das Einleiten einer Verbindung im Erregungszustand noch an der Verbindungsleitung liegt oder wieder auf sie zurückgeschaltet wird. Bei normalem Mindestisolationswiderstand einer Leitung wird jedoch bei Auftreten eines Erd- oder Nebenschlusses der an sich schon geringe Haltestrom nicht mehr so weit geschwächt, daß das Relais zum Abfallen kommt. Es bleibt vielmehr funktionswidrig weiter erregt und täuscht einen erneuten Anrufanreiz vor.
  • Man könnte dieser Schwierigkeit zwar dadurch begegnen, daß der zulässige Isolationswiderstand der Leitung heraufgesetzt und z. B. auf das Doppelte erhöht wird; allein dies hat zur Folge, daß die Leitungen wesentlich sorgfältiger installiert und gewartet werden müssen, um den besseren Isolationszustand mit Sicherheit zu erreichen. Desgleichen ergäben sich aus dem möglichen Mehraufwand an Schaltmitteln, z. B. eines Relais, erhöhte Kosten für Schaltungsaufbau und Überwachung, die gerade vermieden werden sollen.
  • Ziel der Erfindung ist in erster Linie, für Gemeinschaftsleitungen mit Zweieranschlüssen eine Anordnung vorzusehen, die keine Erhöhung des normal zugelassenen Leitungsisolationswiderstandes erfordert, sondern die Beibehaltung der auch für Hauptanschlußteilnehmerleitungen zulässigen Mindestisolation ermöglicht. Dies hat den wesentlichen Vorteil, daß sämtliche Teilnehmerleitungen hinsichtlich der Installation und Wartung einheitlich behandelt, vorhandene Leitungen ohne weiteres zur Einrichtung von Zweieranschlüssen herangezogen werden können, und gewinnt an Bedeutung, wenn die Vorwahlstufe universell für Haupt- oder Gemeinschaftsanschlüsse verwendet werden soll.
  • Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieses Problems folgender Weg eingeschlagen: Es ist für Schaltungsanordnungen in Fernsprechanlagen mit Zweieranschlüssen, die interne Verbindungsmöglichkeit vorsehen, bekannt, jedem Partner ein Weichenrelais mit zwei Wicklungen zuzuordnen, von denen jeweils nur eine in den Anrufstromkreis eingeschaltet ist. Diese Wicklungen sind in bezug auf den Internverkehr funktionserzwungen unterteilt, in einer Sprechader unmittelbar hintereinandergeschaltet und verschieden groß ausgeführt. Demgegenüber werden gemäß der Erfindung symmetrisch in jeder Sprechader eines Teilnehmerzweiges j e eine gleichdimensionierte Wicklung des Weichenrelais angeordnet, von denen jedoch im Anrufstromkreis zur Verringerung des Anrufrelaiswiderstandes und zur Anpassung an den Isolationswert einer normalen Verbindungsleitung (etwa 2o kOhm) jeweils nur eine Wicklung des Weichenrelais wirksam wird, während die andere erst nach Erregung der ersten Wicklung infolge Durchschaltens der Sprechadern im gleichen Stromkreis eingesetzt wird. Diese symmetrische Unterteilung des Weichenrelais in eine Anzugs- und eine Durchzugswicklung hat zur Folge, daß der Anreizstromkreis bei Einleiten einer abgehenden Verbindung durch einen Teilnehmer des Zweieranschlusses über die Schleife des Anrufenden und nur eine Wicklung des Weichenrelais in Reihe mit dem Anrufrelais verläuft, während die zweite Symmetriewicklung des Weichenrelais in der anderen Sprechader zunächst abgetrennt ist. Dadurch kann der Widerstand des Anrufrelais gegenüber den bisherigen Ausführungen etwa um die Hälfte verringert und dennoch die Fehlstrombedingung für das Weichenrelais eingehalten werden. Die Herabsetzung des Widerstandes der Linienwicklung des Anrufrelais ermöglicht eine Verringerung der Windungszahl und eine Erhöhung der Drahtstärke und ist damit fertigungsgemäß sowie materialmäßig von Nutzen. Infolge der Erniedrigung des Anrufrelaiswiderstandes genügt andererseits der auch für Einzelteilnehmerleitungen geforderte Mindestisolationswert, um das Relais gegen den Einfluß von Erd- und Nebenschlußströmen unempfindlich zu machen.
  • Bei Zweieranschlüssen erfolgen die Anrufe der beiden Partner über je eine Sprechader der Verbindungsleitung zum Amt. Entsprechend hat da: hier angeordnete Anrufrelais, das den Vorwählei anläßt, zwei Wicklungen, deren eine bei Einleiter einer abgehenden Verbindung von Seiten des einen Partners über die betreffende Sprechader und deren andere bei Anrufen des anderen Partners über die andere Sprechader erregt wird. Nach Dürchschaltung des Vorwählers auf einen freien Nummernstromstoßempfänger wird das Anrufrelais mit beiden Wicklungen von der Verbindungsleitung gelöst. Sind den beiden Teilnehmern des Zweieranschlusses getrennte Gesprächszähler im Amt zugeordnet, so wird die Anschaltung des jeweils in Betracht kommenden Zählers davon abhängig gemacht, ob das Anrufrelais nach seiner Abtrennung von der Verbindungsleitung erregt bleibt oder abfallen kann. Dieser unterschiedliche Schaltzustand des Anrufrelais wird dadurch erreicht, daß die über die eine Ader der Verbindungsleitung erregte Wicklung des Anrufrelais nach Durchschalturig des Vorwählers auf einen freien Nummernstromstoßempfänger durch die an der anderen Sprechader liegende und für die Einleitung einer abgehenden Verbindung des zweiten Partners dienende Wicklung abgeworfen wird. Diese Wicklung ist differential zur ersten Wicklung geschaltet und hält sich bei Anrufen des zweiten Partners in einem örtlichen Stromkreis. Auf diese Weise bewirkt das Anrufrelais ebenfalls die zur Kennzeichnung des zweiten Teilnehmers erforderliche Kreuzung der Verbindungsleitung im Vorwähler.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Möglichkeit vorgesehen, die Anrufeinheit durch geringfügige Umschaltung und Kurzschließen einer Wicklung des Anrufrelais für Teilnehinereinzelanschlüsse zu verwenden.
  • Die Wirkung einer Differenzialschaltung der beiden für die Aufnahme von Anrufanreizen bestimmten, hochohmigen und der Fehlstrombedingung einer halben Weichenrelaiswicklung angepaßten Wicklungen des Anrufrelais gegenüber Erd- und Nebenschlüssen wird gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch verbessert, daß der durch die Vorschaltung lediglich der Anzugswicklung des Weichenrelais gegebene, für beide Wicklungen des Anrufrelais gleiche Widerstand in einen beiden Wicklungen des Anrufrelais gemeinsamen Ohmschen Vorwiderstand und den um diesen Betrag verringerten Wicklungswiderstand aufgeteilt wird. Bei geeigneter Dimensionierung des Vorwiderstandes ergibt sich bei Erd- oder Nebenschlüssen in Größe des zugelassenen Isolationswiderstandes eine höhere resultierende Amperewindungszahl in den beiden Wicklungen als bei unmittelbarer Anschaltung des Anrufrelais an die Spannung.
  • Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der linke Teil der Schaltung zeigt die beiden Zweigleitungen a i, b i und a?" b-2 für die beiden Teilnehmer Tn i und Tn 2. In den Sprechadern der Zweigleitungen liegen jeweils die beiden Wicklungen der Weichenrelais Ui und U2. Auf der Amtsseite ist die Teilnehmerleitung TL für abgehende Verbindungen in der üblichen Weise an die Schaltarme ca, b, c eines Vorwählers VW angeschlossen. Ankommende Verbindungen werden über den nicht gezeigten Leitungswähler zu den Teilnehmern des Zweieranschlusses hergestellt. Je nach dem gewünschten Teilnehmer werden die Sprechadern im Leitungswähler oder bei zwei Leitungswählerausgängen hinter dem Leitungswähler in bekannter Weise gekreuzt, um den Teilnehmer Tn i über die a-Ader und den Teilnehmer Tn2 über die b-Ader anrufen zu können. Der zweite Fall ist in der Figur durch die vom Leitungswähler kommenden Anschlußleitungen a i, b 2, angeschlossen an die a-Ader, und die Leitungen bi, a2, angeschlossen an die b-Ader, angedeutet.
  • Mit dem Pluszeichen ist in der nachfolgenden Beschreibung der in der Regel geerdete positive Pol der Amtsbatterie, mit dem Minuszeichen der negative Batteriepol bezeichnet.
  • Für das Verständnis der Erfindung ist die Beschreibung der abgehenden Verbindungen ausreichend. Wünscht der Teilnehmer Tn i eine abgehende Verbindung, so schließt er beim Abheben seines Hörers die Teilnehmerschleife und stellt dadurch folgenden Anreizstromkreis für das Anrufrelais R des Vorwählers VW her: +, iui, Teilnehmerschleife, 4u2, U i I, a-Ader, t i, R I, Wi i, -. In diesem Stromkreis spricht lediglich das hochohmige Anrufrelais R des Vorwählers an, nicht dagegen das Weichenrelais Ui. Über Kontakt r6 wird in der üblichen Weise der Anlaßstromkreis für den Drehmagneten D des Vorwählers geschlossen: +, RU, D, 4 r6, Schaltarm d, -. Der Vorwähler läuft an und schaltet seine Schaltarme schrittweise weiter, bis ein freier erster Gruppenwähler IGW gefunden ist. Sobald dies der Fall ist, spricht in der üblichen Weise über die c-Ader zum ersten Gruppenwähler das Prüfrelais T des Vorwählers VW an. Relais T schaltet durch Öffnen der Kontakte t4 einerseits den Drehmagneten des Vorwählers aus und setzt den Wähler dadurch still; andererseits wird durch Kurzschluß der hochohmigen Wicklung II des Relais T über Kontakt t7 die belegte Leitung gegen anderweitige Belegung gesperrt. Nach dem Ansprechen des Relais T wird am Kontakt t i die Wicklung R I des Anrufrelais von der a-Ader abgeschaltet. Gleichzeitig wird in der Abfallzeit des Relais R eine Gegenwicklung zu Wicklung I des Relais R in folgendem Stromkreis eingeschaltet: -i-, r5, Wi 2, 13, i-3, R II, Wi i -. Durch die Gegenwicklung wird Relais R mit Sicherheit zum Abfall gebracht. Nach dem Abfall des Relais R ist der Zähler Z i, der dem Teilnehmer Tn i zugeordnet ist, über Kontakt r7 in der üblichen Weise parallel zur niederohmigen Wicklung I des Prüfrelais T an die c-Ader angeschlossen. Die während der Erregung des Anrufrelais bestehende Kreuzung der beiden Sprechadern an den Kontakten ri und r4 ist wieder aufgehoben. Es sei hier nachgeholt; daß nach dem Ansprechen des Relais T die beiden Sprechadern an den Kontakten t 5 und t 6 durchgeschaltet wurden. Durch Öffnen des Kontaktes t 2 wurde gleichzeitig die Wicklung II des Anrufrelais R von der b-Ader abgetrennt.
  • Nach der Durchschaltung der beiden Sprechadern im Vorwähler zum ersten Gruppenwähler spricht das Weichenrelais U i des Teilnehmers Tn i in Reihe mit der niederohmigen Wicklung I des Speisebrückenrelais A im ersten Gruppenwähler in folgendem Strom kreis an: +, i u i, Teilnehmerschleife, 4u2, U I I, a-Ader, t5 r2, Schaltarm a des Vorwählers, A I, -. Relais U i spricht an und trennt durch Öffnung des Kontaktes 4ui den Teilnehmer Tn2 von der Gemeinschaftsleitung ab. Durch Schließen des Kontaktes 2ui wird die b-Ader zum ersten Gruppenwähler durchgeschaltet. Nach dieser Durchschaltung wird das Weichenrelais U i über seine beiden Wicklungen in folgendem Stromkreis gehalten: +, A II, Schaltarm b des Vorwählers VW, r3, t6, b-Ader, UiII, 2ui, Teilnehmerschleife, 4u2, UiI, a-Ader, 15, r2 Schaltarm a des Vorwählers, A 1, -. Ferner schaltet das Weichenrelais U i am Kontakt 6 u i den Sprechkondensator C 2 parallel zu seiner Wicklung II.
  • Die weitere Herstellung der Verbindung ist für die Erfindung ohne Interesse und daher nicht weiter beschrieben.
  • Die Auslösung der Verbindung wird durch Auflegen des Hörers seitens des anrufenden Teilnehmers Tn i eingeleitet. Dabei wird die Teilnehmerschleife unterbrochen. Das Speisebrückenrelais A im ersten Gruppenwähler kommt zum Abfall, desgleichen das Weichenrelais U i auf der Teilnehmerseite. Der Abfall des Relais A im ersten Gruppenwähler hat die Unterbrechung der c-Ader zum Vorwähler zur Folge. Das Prüfrelais T im Vorwähler fällt ab. Dadurch wird über Kontakt t4 und das von dem Schaltarm d bestrichene Kontaktsegment neuerdings ein Stromkreis für den Drehmagneten D geschlossen. Der Drehmagnet schaltet, angetrieben vom Relaisunterbrecher RU der Vorwähler schrittweise in die Ruhestellung, in welcher der Stromkreis für den Drehmagneten unterbrochen ist. Nach dem Abfall des Relais T sind die beiden Wicklungen des Anrufrelais R wieder an die Sprechadern angeschaltet.
  • Wünscht der Teilnehmer Tn2 eine abgehende Verbindung, so wird nach dem Abheben des Hörers die Teilnehmerschleife geschlossen und folgender Stromkreis für das Anrufrelais R im Vorwähler VW geschlossen: +, I u 2, T n 2, 4u I, U21, b-Ader, t2, i-3, R II, Wi i, -. In diesem Stromkreis spricht das Anrufrelais R über seine hochohmige Wicklung II, nicht dagegen das Weichenrelais U2 an. Relais R schaltet den Drehmagneten D des Vorwählers an den Relaisunterbrecher R U an; der Drehmagnet schaltet die Schaltarme des Vorwählers schrittweise über die Kontakte seiner Kontaktbank, bis ein freier Nummernstromstoßempfänger gefunden ist. Sobald dies der Fall ist, spricht das Prüfrelais T des Vorwählers an; dieses setzt, wie schon beschrieben, den Wähler still, sperrt durch Kurzschluß der hochohmigen Wicklung TII die belegte Leitung gegen anderweitige Belegung und schaltet die beiden Sprechadern durch. Gleichzeitig mit diesem Schaltvorgang werden die beiden Wicklungen I und II des Anrufrelais R von den Sprechadern abgetrennt. Relais R hält sich jedoch nach dem Ansprechen des Relais T in folgendem Stromkreis: -f-, r5, Wi2, t3, i-3, RII, WiI, -. Relais R kreuzt mit Hilfe seiner Kontakte r i und r4 die beiden Sprechadern, durch Öffnen des Kontaktes r7 wird der dem Teilnehmer Tni zugeordnete Zähler Z i abgeschaltet, dagegen wird über Kontakt r8 der dem anrufenden Teilnehmer Tn? zugeordnete Zähler Z2 parallel zu der niederohmigen Wicklung I des Relais T an die c-Ader angeschaltet. Nach der Durchschaltung der Sprechadern im Vorwähler VW wird das Weichenrelais U2 des anrufenden Teilnehmers über seine Wicklung I in Reihe mit der niederohniigen Wicklung I des Speisebrückenrelais A des belegten Nummernstromstoßempfängers über die a -Ader in folgendem Stromkreis erregt: -[-, i u 2, Tia 2, 4u i, U2I, b-Ader, t6, r4, Schaltarm a des Vorwählers, A I, -. Relais U2 trennt durch Öffnen des Kontaktes 4u 2 den Teilnehmer Tn i von der Gemeinschaftsleitung ab und schaltet durch Schließen des Kontaktes 2u2 die untere Sprechader des Teilnehmerzweiges Tn2 durch. Ferner legt Relais U2 durch seinen Kontakt 6u2 den Sprechkondensator Cz parallel zu seiner Wicklung II. Nach Durchschaltung der unteren Sprechader der Zweigleitung des Teilnehmers Tn2 wird das Weichenrelais U2 über seine beiden Wicklungen in Reihe über die beiden Sprechadern in folgendem Stromkreis gehalten: -t-, A II, Schaltarm b des Vorwählers, ri, t5, a-Ader, U2II, 2u2, Tn2, 4ui, U2I, b-Ader, t6, r4, Schaltarm a des Vorwählers, A I, -.
  • Die weitere Herstellung der Verbindung ist für die Erfindung ohne Bedeutung und daher nicht weiter beschrieben. Es sei nur noch so viel bemerkt, daß nach Durchschaltung der Sprechverbindung die beiden Wicklungen des Weichenrelais U2, parallel zu ihnen jeweils ein Sprechkondensator, symmetrisch in den beiden Sprechadern liegen.
  • Die Auslösung der Verbindung erfolgt beim Auflegen des Hörers des anrufenden Teilnehmers. Dabei wird die Teilnehmerschleife unterbrochen; das hat den Abfall des Speisebrückenrelais A im ersten Gruppenwähler zur Folge. Durch den Abfall des Relais A wird im ersten Gruppenwähler die c-Ader zum Vorwähler VW in bekannter Weise unterbrochen. Im Vorwähler kommt das Prüfrelais T und das Anrufrelais R zum Abfall. Relais T schaltet den Drehmagneten D an den Relaisunterbrecher R U und an das vom Schaltarm d bestrichene Kontaktsegment an. Der Wähler läuft in die Ruhelage. Nach Abfall des Relais T sind die beiden Wicklungen des Anrufrelais R zur Aufnahme eines neuen Anrufanreizes wieder an die Sprechadern angeschaltet.
  • Zum Schluß sei noch bemerkt, daß die in der Figur gezeigte Vorwählerschaltung auch für Anschiuß von Einzelteilnehmern dienen kann. In diesem Fall muß die Verbindung i-3 unterbrochen werden, die Verbindungen i-2, 3-4 müssen eingelegt werden, wodurch WicklungR II kurzgeschlossen und die b-Ader direkt geerdet wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Zweieranschlüssen, bei denen jedem Teilnehmer des Zweieranschlusses ein Weichenrelais mit zwei Wicklungen zugeordnet und von denen jeweils nur eine in den Anrufstromkreis eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß symmetrisch in jeder Sprechader eines Teilnehmerzweiges je eine gleichdimensionierte Wicklung des Weichenrelais (Ui bzw. U2) liegt, jedoch im Anrufstromkreis zur Verringerung des Anrufrelaiswiderstandes (R I bzw. R II) und zur Anpassung an den Isolationswert einer normalen Verbindungsleitung (etwa 2o ooo Ohm) jeweils nur eine Wicklung des Weichenrelais wirksam wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Anreizkreis für das Anrufrelais bei Einleiten einer abgehenden Verbindung durch einen Teilnehmer (des Zweieranschlusses) über eine die eine Wicklung des Weichenrelais enthaltende Sprechader der Teilnehmerleitung, die Schleife des Anrufenden und einen gegen die zweite Wicklung des Weichenrelais in der anderen Sprechader abgetrennten Weg verläuft.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i und 2; dadurch gekennzeichnet, daß das Anrufrelais (R) im Amt für die Aufnahme der Anrufreize beider Teilnehmer zwei hochohmige, differential geschaltete und den Fehlstrombedingungen der halben Weichenrelaiswicklung (U11 bzw. U2 I) angepaßte Wicklungen (AI, RII) besitzt, von denen jeweils eine im Abzweig an einer Sprechader und über einen gemeinsamen Vorwiderstand (Wi i) gegen Spannung liegt, wobei durch Umschaltmöglichkeit und Kurzschließen einer Wicklung (RII) die Verwendung der Anrufeinheit für Teilnehmereinzelanschlüsse vorgesehen ist.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des gemeinsamen Vorwiderstandes (Wi i) zum Wicklungswiderstand je einer Wicklung des Anrufrelais (R) etwa i zu 3 beträgt.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE947380C (de) * 1953-03-25 1956-08-30 Telefunken Gmbh Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Zweieranschluessen
DE1016766B (de) * 1956-07-11 1957-10-03 Siemens Ag Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen, bei denen zwei Sprechstellenwahlweise ueber eine gemeinsame Leitung angerufen werden koennen
DE1017665B (de) * 1956-05-12 1957-10-17 Arnstadt Fernmeldewerk Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Zweieranschluessen

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