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Schaltungsanordnung für Zweieranschlüsse in Fernsprechanlagen Bei
der Bemessung von Linienrelais an Fernsprechleitungen ist zu berücksichtigen, daß
die Relais bis zu einem bestimmten Isolationswert der Leitungsadern mit Sicherheit
unbeeinflußt bleiben. Sie dürfen bei diesem Mindestwert des Isolationswiderstandes
weder ansprechen noch nach vorausgegangener Erregung weiter angezogen bleiben. Bei
einem gewöhnlichen Fernsprechsystem lassen sich diese Forderungen mit einem Leitungsisolationswiderstand
von etwa 2o kOhm erfüllen. Nicht mehr ausreichend ist eine Isolation dieser Größenanordnung,
wenn die Linienrelais als Anrufrelais einer Gemeinschaftsleitung für Zweieranschlüsse
verhältnismäßig hochohmig zu dimensionieren sind, um der Fehlstrombedingung für
die bei Einleiten einer abgehenden Verbindung in dem über das Anrufrelais im Amt
verlaufenden Anreizstromkreis liegenden Weichenrelais der Sperrschaltung zu genügen.
Es gibt nun Betriebsfälle, bei denen das Anrufrelais nach Beendigung des Anrufreizes
durch das Einleiten einer Verbindung im Erregungszustand noch an der Verbindungsleitung
liegt oder wieder auf sie zurückgeschaltet wird. Bei normalem Mindestisolationswiderstand
einer Leitung wird jedoch bei Auftreten eines Erd- oder Nebenschlusses der an sich
schon geringe Haltestrom nicht mehr so weit geschwächt, daß das Relais zum Abfallen
kommt. Es bleibt vielmehr funktionswidrig weiter erregt und täuscht einen erneuten
Anrufanreiz vor.
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Man könnte dieser Schwierigkeit zwar dadurch begegnen, daß der zulässige
Isolationswiderstand der Leitung heraufgesetzt und z. B. auf das Doppelte erhöht
wird; allein dies hat zur Folge, daß die Leitungen wesentlich sorgfältiger installiert
und gewartet werden müssen, um den besseren Isolationszustand mit Sicherheit zu
erreichen. Desgleichen
ergäben sich aus dem möglichen Mehraufwand
an Schaltmitteln, z. B. eines Relais, erhöhte Kosten für Schaltungsaufbau und Überwachung,
die gerade vermieden werden sollen.
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Ziel der Erfindung ist in erster Linie, für Gemeinschaftsleitungen
mit Zweieranschlüssen eine Anordnung vorzusehen, die keine Erhöhung des normal zugelassenen
Leitungsisolationswiderstandes erfordert, sondern die Beibehaltung der auch für
Hauptanschlußteilnehmerleitungen zulässigen Mindestisolation ermöglicht. Dies hat
den wesentlichen Vorteil, daß sämtliche Teilnehmerleitungen hinsichtlich der Installation
und Wartung einheitlich behandelt, vorhandene Leitungen ohne weiteres zur Einrichtung
von Zweieranschlüssen herangezogen werden können, und gewinnt an Bedeutung, wenn
die Vorwahlstufe universell für Haupt- oder Gemeinschaftsanschlüsse verwendet werden
soll.
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Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieses Problems folgender Weg eingeschlagen:
Es ist für Schaltungsanordnungen in Fernsprechanlagen mit Zweieranschlüssen, die
interne Verbindungsmöglichkeit vorsehen, bekannt, jedem Partner ein Weichenrelais
mit zwei Wicklungen zuzuordnen, von denen jeweils nur eine in den Anrufstromkreis
eingeschaltet ist. Diese Wicklungen sind in bezug auf den Internverkehr funktionserzwungen
unterteilt, in einer Sprechader unmittelbar hintereinandergeschaltet und verschieden
groß ausgeführt. Demgegenüber werden gemäß der Erfindung symmetrisch in jeder Sprechader
eines Teilnehmerzweiges j e eine gleichdimensionierte Wicklung des Weichenrelais
angeordnet, von denen jedoch im Anrufstromkreis zur Verringerung des Anrufrelaiswiderstandes
und zur Anpassung an den Isolationswert einer normalen Verbindungsleitung (etwa
2o kOhm) jeweils nur eine Wicklung des Weichenrelais wirksam wird, während
die andere erst nach Erregung der ersten Wicklung infolge Durchschaltens der Sprechadern
im gleichen Stromkreis eingesetzt wird. Diese symmetrische Unterteilung des Weichenrelais
in eine Anzugs- und eine Durchzugswicklung hat zur Folge, daß der Anreizstromkreis
bei Einleiten einer abgehenden Verbindung durch einen Teilnehmer des Zweieranschlusses
über die Schleife des Anrufenden und nur eine Wicklung des Weichenrelais in Reihe
mit dem Anrufrelais verläuft, während die zweite Symmetriewicklung des Weichenrelais
in der anderen Sprechader zunächst abgetrennt ist. Dadurch kann der Widerstand des
Anrufrelais gegenüber den bisherigen Ausführungen etwa um die Hälfte verringert
und dennoch die Fehlstrombedingung für das Weichenrelais eingehalten werden. Die
Herabsetzung des Widerstandes der Linienwicklung des Anrufrelais ermöglicht eine
Verringerung der Windungszahl und eine Erhöhung der Drahtstärke und ist damit fertigungsgemäß
sowie materialmäßig von Nutzen. Infolge der Erniedrigung des Anrufrelaiswiderstandes
genügt andererseits der auch für Einzelteilnehmerleitungen geforderte Mindestisolationswert,
um das Relais gegen den Einfluß von Erd- und Nebenschlußströmen unempfindlich zu
machen.
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Bei Zweieranschlüssen erfolgen die Anrufe der beiden Partner über
je eine Sprechader der Verbindungsleitung zum Amt. Entsprechend hat da: hier angeordnete
Anrufrelais, das den Vorwählei anläßt, zwei Wicklungen, deren eine bei Einleiter
einer abgehenden Verbindung von Seiten des einen Partners über die betreffende Sprechader
und deren andere bei Anrufen des anderen Partners über die andere Sprechader erregt
wird. Nach Dürchschaltung des Vorwählers auf einen freien Nummernstromstoßempfänger
wird das Anrufrelais mit beiden Wicklungen von der Verbindungsleitung gelöst. Sind
den beiden Teilnehmern des Zweieranschlusses getrennte Gesprächszähler im Amt zugeordnet,
so wird die Anschaltung des jeweils in Betracht kommenden Zählers davon abhängig
gemacht, ob das Anrufrelais nach seiner Abtrennung von der Verbindungsleitung erregt
bleibt oder abfallen kann. Dieser unterschiedliche Schaltzustand des Anrufrelais
wird dadurch erreicht, daß die über die eine Ader der Verbindungsleitung erregte
Wicklung des Anrufrelais nach Durchschalturig des Vorwählers auf einen freien Nummernstromstoßempfänger
durch die an der anderen Sprechader liegende und für die Einleitung einer abgehenden
Verbindung des zweiten Partners dienende Wicklung abgeworfen wird. Diese Wicklung
ist differential zur ersten Wicklung geschaltet und hält sich bei Anrufen des zweiten
Partners in einem örtlichen Stromkreis. Auf diese Weise bewirkt das Anrufrelais
ebenfalls die zur Kennzeichnung des zweiten Teilnehmers erforderliche Kreuzung der
Verbindungsleitung im Vorwähler.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Möglichkeit vorgesehen,
die Anrufeinheit durch geringfügige Umschaltung und Kurzschließen einer Wicklung
des Anrufrelais für Teilnehinereinzelanschlüsse zu verwenden.
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Die Wirkung einer Differenzialschaltung der beiden für die Aufnahme
von Anrufanreizen bestimmten, hochohmigen und der Fehlstrombedingung einer halben
Weichenrelaiswicklung angepaßten Wicklungen des Anrufrelais gegenüber Erd- und Nebenschlüssen
wird gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch verbessert, daß der durch die
Vorschaltung lediglich der Anzugswicklung des Weichenrelais gegebene, für beide
Wicklungen des Anrufrelais gleiche Widerstand in einen beiden Wicklungen des Anrufrelais
gemeinsamen Ohmschen Vorwiderstand und den um diesen Betrag verringerten Wicklungswiderstand
aufgeteilt wird. Bei geeigneter Dimensionierung des Vorwiderstandes ergibt sich
bei Erd- oder Nebenschlüssen in Größe des zugelassenen Isolationswiderstandes eine
höhere resultierende Amperewindungszahl in den beiden Wicklungen als bei unmittelbarer
Anschaltung des Anrufrelais an die Spannung.
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Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der linke Teil
der Schaltung zeigt die beiden Zweigleitungen a i, b i und a?" b-2 für die
beiden Teilnehmer Tn i und Tn 2. In den Sprechadern der Zweigleitungen liegen
jeweils die beiden Wicklungen der Weichenrelais Ui und U2. Auf der Amtsseite ist
die Teilnehmerleitung TL für abgehende Verbindungen in der üblichen Weise an die
Schaltarme ca, b, c eines Vorwählers VW angeschlossen.
Ankommende
Verbindungen werden über den nicht gezeigten Leitungswähler zu den Teilnehmern des
Zweieranschlusses hergestellt. Je nach dem gewünschten Teilnehmer werden die Sprechadern
im Leitungswähler oder bei zwei Leitungswählerausgängen hinter dem Leitungswähler
in bekannter Weise gekreuzt, um den Teilnehmer Tn i über die a-Ader und den Teilnehmer
Tn2 über die b-Ader anrufen zu können. Der zweite Fall ist in der Figur durch die
vom Leitungswähler kommenden Anschlußleitungen a i, b 2, angeschlossen an die a-Ader,
und die Leitungen bi, a2, angeschlossen an die b-Ader, angedeutet.
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Mit dem Pluszeichen ist in der nachfolgenden Beschreibung der in der
Regel geerdete positive Pol der Amtsbatterie, mit dem Minuszeichen der negative
Batteriepol bezeichnet.
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Für das Verständnis der Erfindung ist die Beschreibung der abgehenden
Verbindungen ausreichend. Wünscht der Teilnehmer Tn i eine abgehende Verbindung,
so schließt er beim Abheben seines Hörers die Teilnehmerschleife und stellt dadurch
folgenden Anreizstromkreis für das Anrufrelais R des Vorwählers VW her: +,
iui, Teilnehmerschleife, 4u2, U i I, a-Ader, t i, R I, Wi i,
-. In diesem Stromkreis spricht lediglich das hochohmige Anrufrelais R des
Vorwählers an, nicht dagegen das Weichenrelais Ui. Über Kontakt r6 wird in der üblichen
Weise der Anlaßstromkreis für den Drehmagneten D des Vorwählers geschlossen: +,
RU, D, 4 r6, Schaltarm d, -.
Der Vorwähler läuft an und schaltet seine
Schaltarme schrittweise weiter, bis ein freier erster Gruppenwähler IGW gefunden
ist. Sobald dies der Fall ist, spricht in der üblichen Weise über die c-Ader zum
ersten Gruppenwähler das Prüfrelais T des Vorwählers VW an. Relais
T schaltet durch Öffnen der Kontakte t4 einerseits den Drehmagneten des Vorwählers
aus und setzt den Wähler dadurch still; andererseits wird durch Kurzschluß der hochohmigen
Wicklung II des Relais T über Kontakt t7 die belegte Leitung gegen anderweitige
Belegung gesperrt. Nach dem Ansprechen des Relais T wird am Kontakt
t i die Wicklung R I des Anrufrelais von der a-Ader abgeschaltet. Gleichzeitig
wird in der Abfallzeit des Relais R eine Gegenwicklung zu Wicklung I des Relais
R in folgendem Stromkreis eingeschaltet: -i-, r5, Wi 2, 13, i-3, R
II, Wi i -. Durch die Gegenwicklung wird Relais R mit Sicherheit zum Abfall
gebracht. Nach dem Abfall des Relais R ist der Zähler Z i, der dem Teilnehmer Tn
i zugeordnet ist, über Kontakt r7 in der üblichen Weise parallel zur niederohmigen
Wicklung I des Prüfrelais T an die c-Ader angeschlossen. Die während der Erregung
des Anrufrelais bestehende Kreuzung der beiden Sprechadern an den Kontakten ri und
r4 ist wieder aufgehoben. Es sei hier nachgeholt; daß nach dem Ansprechen des Relais
T die beiden Sprechadern an den Kontakten t 5 und t 6 durchgeschaltet
wurden. Durch Öffnen des Kontaktes t 2 wurde gleichzeitig die Wicklung II des Anrufrelais
R von der b-Ader abgetrennt.
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Nach der Durchschaltung der beiden Sprechadern im Vorwähler zum ersten
Gruppenwähler spricht das Weichenrelais U i des Teilnehmers Tn i in Reihe
mit der niederohmigen Wicklung I des Speisebrückenrelais A im ersten Gruppenwähler
in folgendem Strom kreis an: +, i u i, Teilnehmerschleife, 4u2, U I I, a-Ader,
t5 r2, Schaltarm a des Vorwählers, A I, -. Relais U i spricht an und trennt
durch Öffnung des Kontaktes 4ui den Teilnehmer Tn2 von der Gemeinschaftsleitung
ab. Durch Schließen des Kontaktes 2ui wird die b-Ader zum ersten Gruppenwähler durchgeschaltet.
Nach dieser Durchschaltung wird das Weichenrelais U i über seine beiden Wicklungen
in folgendem Stromkreis gehalten: +, A II, Schaltarm b des Vorwählers
VW, r3, t6, b-Ader, UiII, 2ui, Teilnehmerschleife, 4u2, UiI, a-Ader,
15, r2 Schaltarm a des Vorwählers, A 1, -. Ferner schaltet
das Weichenrelais U i am Kontakt 6 u i den Sprechkondensator C 2 parallel zu seiner
Wicklung II.
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Die weitere Herstellung der Verbindung ist für die Erfindung ohne
Interesse und daher nicht weiter beschrieben.
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Die Auslösung der Verbindung wird durch Auflegen des Hörers seitens
des anrufenden Teilnehmers Tn i eingeleitet. Dabei wird die Teilnehmerschleife unterbrochen.
Das Speisebrückenrelais A im ersten Gruppenwähler kommt zum Abfall, desgleichen
das Weichenrelais U i auf der Teilnehmerseite. Der Abfall des Relais A im ersten
Gruppenwähler hat die Unterbrechung der c-Ader zum Vorwähler zur Folge. Das Prüfrelais
T im Vorwähler fällt ab. Dadurch wird über Kontakt t4 und das von dem Schaltarm
d bestrichene Kontaktsegment neuerdings ein Stromkreis für den Drehmagneten D geschlossen.
Der Drehmagnet schaltet, angetrieben vom Relaisunterbrecher RU der Vorwähler schrittweise
in die Ruhestellung, in welcher der Stromkreis für den Drehmagneten unterbrochen
ist. Nach dem Abfall des Relais T sind die beiden Wicklungen des Anrufrelais R wieder
an die Sprechadern angeschaltet.
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Wünscht der Teilnehmer Tn2 eine abgehende Verbindung, so wird nach
dem Abheben des Hörers die Teilnehmerschleife geschlossen und folgender Stromkreis
für das Anrufrelais R im Vorwähler VW geschlossen: +, I u 2, T n 2, 4u
I, U21, b-Ader, t2, i-3, R II, Wi i, -. In diesem Stromkreis spricht
das Anrufrelais R über seine hochohmige Wicklung II, nicht dagegen das Weichenrelais
U2 an. Relais R schaltet den Drehmagneten D des Vorwählers an den Relaisunterbrecher
R U an; der Drehmagnet schaltet die Schaltarme des Vorwählers schrittweise über
die Kontakte seiner Kontaktbank, bis ein freier Nummernstromstoßempfänger gefunden
ist. Sobald dies der Fall ist, spricht das Prüfrelais T des Vorwählers an; dieses
setzt, wie schon beschrieben, den Wähler still, sperrt durch Kurzschluß der hochohmigen
Wicklung TII die belegte Leitung gegen anderweitige Belegung und schaltet die beiden
Sprechadern durch. Gleichzeitig mit diesem Schaltvorgang werden die beiden Wicklungen
I und II des Anrufrelais R von den Sprechadern abgetrennt. Relais R hält sich jedoch
nach dem Ansprechen des Relais T in folgendem Stromkreis: -f-, r5, Wi2,
t3, i-3, RII, WiI, -. Relais R kreuzt mit Hilfe seiner Kontakte
r i und r4 die beiden Sprechadern, durch Öffnen des Kontaktes r7 wird
der dem Teilnehmer Tni zugeordnete Zähler Z i
abgeschaltet, dagegen
wird über Kontakt r8 der dem anrufenden Teilnehmer Tn? zugeordnete Zähler Z2 parallel
zu der niederohmigen Wicklung I des Relais T an die c-Ader angeschaltet. Nach der
Durchschaltung der Sprechadern im Vorwähler VW wird das Weichenrelais U2 des anrufenden
Teilnehmers über seine Wicklung I in Reihe mit der niederohniigen Wicklung I des
Speisebrückenrelais A des belegten Nummernstromstoßempfängers über die a -Ader in
folgendem Stromkreis erregt: -[-, i u 2, Tia 2, 4u i,
U2I, b-Ader,
t6, r4, Schaltarm a des Vorwählers, A I, -. Relais U2 trennt durch
Öffnen des Kontaktes 4u 2 den Teilnehmer Tn i von der Gemeinschaftsleitung
ab und schaltet durch Schließen des Kontaktes 2u2 die untere Sprechader des Teilnehmerzweiges
Tn2 durch. Ferner legt Relais U2 durch seinen Kontakt 6u2 den Sprechkondensator
Cz parallel zu seiner Wicklung II. Nach Durchschaltung der unteren Sprechader der
Zweigleitung des Teilnehmers Tn2 wird das Weichenrelais U2 über seine beiden
Wicklungen in Reihe über die beiden Sprechadern in folgendem Stromkreis gehalten:
-t-, A II, Schaltarm b des Vorwählers, ri, t5, a-Ader, U2II, 2u2, Tn2, 4ui, U2I,
b-Ader, t6, r4, Schaltarm a des Vorwählers, A I, -.
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Die weitere Herstellung der Verbindung ist für die Erfindung ohne
Bedeutung und daher nicht weiter beschrieben. Es sei nur noch so viel bemerkt, daß
nach Durchschaltung der Sprechverbindung die beiden Wicklungen des Weichenrelais
U2, parallel zu ihnen jeweils ein Sprechkondensator, symmetrisch in den beiden Sprechadern
liegen.
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Die Auslösung der Verbindung erfolgt beim Auflegen des Hörers des
anrufenden Teilnehmers. Dabei wird die Teilnehmerschleife unterbrochen; das hat
den Abfall des Speisebrückenrelais A im ersten Gruppenwähler zur Folge. Durch den
Abfall des Relais A wird im ersten Gruppenwähler die c-Ader zum Vorwähler VW in
bekannter Weise unterbrochen. Im Vorwähler kommt das Prüfrelais T und das Anrufrelais
R zum Abfall. Relais T schaltet den Drehmagneten D an den Relaisunterbrecher R U
und an das vom Schaltarm d bestrichene Kontaktsegment an. Der Wähler läuft in die
Ruhelage. Nach Abfall des Relais T sind die beiden Wicklungen des Anrufrelais R
zur Aufnahme eines neuen Anrufanreizes wieder an die Sprechadern angeschaltet.
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Zum Schluß sei noch bemerkt, daß die in der Figur gezeigte Vorwählerschaltung
auch für Anschiuß von Einzelteilnehmern dienen kann. In diesem Fall muß die Verbindung
i-3 unterbrochen werden, die Verbindungen i-2, 3-4 müssen eingelegt werden, wodurch
WicklungR II kurzgeschlossen und die b-Ader direkt geerdet wird.