DE891688C - Verfahren zur Herstellung von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen

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DE891688C
DE891688C DEC2304D DEC0002304D DE891688C DE 891688 C DE891688 C DE 891688C DE C2304 D DEC2304 D DE C2304D DE C0002304 D DEC0002304 D DE C0002304D DE 891688 C DE891688 C DE 891688C
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DE
Germany
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water
catalysts
oxygen
hydrogen
production
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Expired
Application number
DEC2304D
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English (en)
Inventor
Hans Dr Eilbracht
Walter Dr Reppe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CHEMISCHE VERWERTUNGSGESELLSCHAFT OBERHAUSEN MBH
Original Assignee
CHEMISCHE VERWERTUNGSGESELLSCHAFT OBERHAUSEN MBH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/49Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide
    • C07C45/50Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide by oxo-reactions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen Es ist bekannt, daß man durch Behandeln von Olefinen mit Kohlenoxyd und Wasserstoff in Gegen-,vart von Hydrierungskatalysatoren, vorzugsweise von Metallen ider B. Gruppe des Periodischen Systems, sauerstoffhaltige Verbindungen, insbesondere Aldehyde oder Ketone oder deren Hydrierungsprodukte erhält.
  • Es wurde nun gefunden, @daß sich diese Umsetzung besonders günstig gestaltet, wenn man in Gegenwart von Wasser unter solchen Bedingungen arbeitet, daß es zum mindesten teilweise flüssig ist.
  • Verwendet man als Ausgangsstoffe olefinische Verbindungen, die wasserlöslich sind, z. B. ungesättigte Alkohole, wie Allylalkohol oder Butendiol, so läßt man einfach Kohlenoxyd und Wasserstoff auf eine wäßrige Lösung dieser Stoffe in Anwesenheit eines Katalysators einwirken. Bei wasserunlöslichen Olefinen, z. B. aliphatischen Kohlenwasserstoffen ,mit olefinischen Doppelbindungen, kann man das Olefin im Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz eines Verteilungsmittels, fein verteilen und diese Emulsion zur Umsetzung verwenden. Verwendet man gasförmige Olefine als Ausgangsstoffe, so kann man eine Mischung des Olefins mit Kohlenoxyd und Wasserstoff, gegebenenfalls im Kreislauf,durch Wasser leiten," demin@ Katalysator- zug@ist.
  • Die Umsetzung kann diskontinuierlich ausgeführt werden, beispielsweise indem man die Mischung des Ausgangsstoffs mit Wasser und dem Katalysator in Rührdruckgefäßen oder Drehbomben mit Kohlenoxyd und Wasserstoff behandelt. Die Anwendung von Wässer als Umsetzungsrne@dium erleichtert besonders das Arbeiten im fortlaufenden Betrieb. Beispielsweise kann man eine wäßrige Lösung oder Emulsion des Ausgangsstoffs durch einen mit Füllkörpern beschickten Turm rieseln lassen und ein Gemisch aus Kohlenoxyd und Wasserstoff im Gleich- oder Gegenstrom, zweckmäßig im Gegenstrom, hindurchführen. Bei dieser Arbeitsweise kann man auch den Ausgangsstoff und -das Wasser getrennt an verschiedenen Stellen des Turmes zugeben. Um eine möglichst innige Berührung .der Umsetzungsteilnehmer zu bewirken, kann man das Kohlenoxyd-Wasserstoff-Gemisch durch poröse Platten oder Düsen fein verteilt in die Umsetzungsflüssigkeit pressen.
  • Beim Arbeiten im kontinuierlichen Betrieb erleichtert die Mitverwendung von Wasser besonders das Abführen der bei der Umsetzung entstehenden Wärme. Durch Einstellung .des Drucks und des Kohlenoxyd-Wasserstoff-Kreislaufs läßt es sich erreichen, daß die auftretende Wärme zu einer Verdampfung eines Teils des eingesetzten Wassers führt. Den vom abziehenden Kreislaufgas mitgeführten Wasserdampf kann man durch Kondensation und/oder Kühlung ausscheiden, bevor man das Gas zurückführt.
  • Die Vorteile ,dieser Arbeitsweise machen sich schon bei einem geringen Wasserzusatz, z. B. 20% des Olefins, bemerkbar, jedoch setzt man im allgemeinen größere Mengen, z. B. 5o ,bis Zoo % oder darüber, .zu. Die Aufarbeitung des Umsetzungserzeugnisses wird idurch die Mitverwendung von Wasser nicht erschwert. Verwendet man niedrigmolekulare Olefine als Ausgangsstoffe, so erhält man die Umsetzungserzeugnisse, im wesentlichen .die entsprechenden Aldehyde oder Ketone oder die daraus durch Weiterhydrierung entstandenen Alkohole, als wäßrige Lösungen, aus denen man die sauerstoffhaltigen Erzeugnisse durch einfache Destillation in reiner Form abtrennen kann. Hier wirkt der Zusatz von Wasser auch insofern günstig, als sekundäre Reaktionen zurückgedrängt werden. Yerwendet man höhermolekulare olefinische Verbindungen als Ausgangsstoffe, so bildet ;das Umsetzungsgemisch zwei Schichten, so daß man die Umsetzungserzeugnisse leicht voneinander trennen kann.
  • Als Katalysatoren eignen sich beispielsweise metallische Hydrierungskatalysatoren !der B. Gruppe des Periodischen Systems, insbesondere Kobalt, Nickel und Eisen in Form von feinen Pulivern, Skelettkatalysatoren oder Trägerkatalysatoren, wie man sie z. B. durch Reduktion .der auf Träger niedergeschlagenen Oxyde, Hydroxyde oder Carbonate oder Metalle erhält. Die Katalysatoren können beispielsweise ;durch Zusatz von Kupfer oder Metalloxyden, wie Thoriumoxyd, aktiviert sein. Es ist ferner möglich, die Katalysatoren in Form organischer Metallverbindungen anzuwenden, die sich in organischen Lösungsmitteln lösen. Geeignete Katalysatoren dieser Art sind im Patent 877 300 aufgeführt. Sie sind, wenn man von Oleünen ausgeht, die unter (den Umsetzungsbedingungen flüssig sind, in ,diesen gelöst. Man kann aber auch derartige Katalysatoren in einem besonderen Lösungsmittel, z. B. Paraffinkohlenwasserstoffen, Äthern, . wie Tetrahydrofuran, oder den aus den Umsetzungserzeugnissen erhältlichen Alkoholen lösen.
  • Man kann auch mit Katalysatoren arbeiten, die` in dem zugesetzten Wasser gelöst oder suspendiert; sind. Hier kommen in erster Linie die wasserlos-' lichen Salze des Kobalts oder Nickels, insbesondere die Halogenide oder die Salze niedri.gmolekularer; Carbonsäuren in Betracht. Dabei kann mang gegebenenfalls zur Vermeidung zu stark saurer` Reaktion puffernd wirkende Zusätze mitverwenden.t Es können auch mehrere Arten von Katalysatoren gleichzeitig angewandt werden. Beispielsweise kann man beim. Arbeiten im Rieselverfahren lösliche; Katalysatoren iah Olefin oder Wasser oder in beiden lösen und außerdem im Umsetzungsgefäß einen metallischen Katalysator, zweckmäßig einen Trägerkatalysator, anordnen.
  • Die für die Umsetzung geeigneten Temperaturen liegen für die Herstellung von Aldehyden aus olefinischen Kohlenwasserstoffeh im allgemeinen zwischen etwa 8o und 25o°, am besten zwischen i2o und 2oo°. Unterhalb vo4 8o° gehen die Umsätze stark .zurück; oberhalb etwa Zoo° bilden sich in zunehmendem Maße Alkohole oder,' bei noch weiterer Steigerung der Temperatur, gesättigte Kohlenwasserstoffe. Den Anteil der Alkohole kann man auch dadurch steigern, daß man das Umsetzungsgemisch unmittelbar einer katalytischen Hydrierung unterwirft.
  • Die Anwesenheit von Wasser bietet den Vorteil, daß man bei hohen Temperaturen innerhalb des angegebenen Bereichs arbeiten kann, ohne daß die Umsetzung infolge der starken Wärmeentwicklung nicht mehr beherrscht werden kann. Dadurch wird die Bildung. von - Metallcarbonylen, die sonst die Wirksamkeit der Katalysatoren rasch beeinträchtigt, weitgehend vermieden.
  • Das Verfahren wird zweckmäßig unter einem Druck von 5o bis zu 400- at und darüber ausgeführt. Vorteilhaft arbeitet man bei einem Druck zwischen etwa ioo und 300 at, wobei sich der Druckbereich von etwa 150 Abis 3ooa at als besonders geeignet erwiesen hat. Da sich Kohlenoxyd und Wasserstoff bei der Bildung von Aldehyden oder Ketonen in gleichmolekularem Verhältnis an der Umsetzung beteiligen, wendet man zweckmäßig Gase an, die. Kohlenoxyd und Wasserstoff im Verhältnis i : i enthalten. Die Umsefzung gelingt auch, wenn einer dieser Stoffe im Überschuß ist. Beispiel i Ein Hochdruckrohr von io 1 Inhalt wird mit einem Katalysator gefüllt, der .durch Tränken von Kieselgelsträngen mit einer wäßrigen Kobaltnitratlösung, anschließendes Erhitzen im Muffelofen bei 5o0° unrd Reduktion bei 40o° hergestellt worden ist und der 26 Gewichtsprozent Kobalt. enthält. Über (diesen Katalysator leitet man bei 2oo° und einem konstanten Druck von Zoo at ein Gasgemisch aus Äthylen, Kohlenoxyd und Wasserstoff im Verhältnis i : i : i mit einer Stundengeschwindigkeit von 25 1 (bei Normaldruck gemessen), während man gleichzeitig stündlich to 1 Wasser durch das Rohr rieseln läßt. Das aus dem Rohr austretende Erzeugnis ist eine wäßrige Flüssigkeit mit geringen öligen Beimengungen. Durch Destillation unter vermindertem Druck kann 'man .daraus Propionaldehyd zusammen mit geringen Mengen höhersiedender Anteile abtrennen. Nach nochmaliger Fraktionierung erhält man auf diese Weise im Laufe von 24 Stunden 3ooo g Propionaldehyd (Kp. 48 bis 5e°, Hauptfraktion 49 bis 5o°) und 8oo r höhersiedende Anteile, die in der Hauptsache aus Äthylmethyl@acrolein bestehen. - . Beispiel 2 In einer o,5-1-Roll!bombe preßt man zu 1.25 ccm einer 5o/oigen wäßrigen Kobaltac_etatlösung und i25 ccm Diisobutylen bei i8ö@eine Mischung von Kohlenoxyd und Wasserstoff im Verhältnis i : i unter 200 at Druck. Insgesamt werden im Laufe von 3 Stunden 2,2 Mol des Gasgemisches auf i Mol Diisobutylen aufgenommen. Das Umsetzungserzeugnis kann von (der wäßrigen Schicht abgetrennt werden. Es liefert bei der Hydrierung mit einem mit Chromoxyd aktivierten Nickelkatalysator unter Zoo at Druck ein Erzeugnis, ,das zu 8o % ;aus Alkoholen, davon zu 65 % aus Isononylalkohol besteht.
  • Beispiel 3 In ;der im Beispie12 beschriebenen Weise setzt man-unter Verwendung von 125 ccm einer 5o/oigen wäßrigen Kobaltchlori@dlösung 125 ccm Diisobutylen bei igo° und unter einem Druck von 150 at mit Wasserstoff und Kohlenoxyd um. Bei der Hydrierung der nichtwäßrigen Schicht des Umsetzungserzeugnisses erhält man ein Erzeugnis, das zu 85 % aus Alkoholen besteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger Verbindungen, insbesondere von .Aldehyden und Ketonen und gegebenenfalls von Alkoholen, durch Behandeln von Verbindungen mit olefinischen Doppelbindungen bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck mit Kohlenoxyd und Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren, die Metalle ,der B. Gruppe oder deren Verbindungen enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von Wasser unter solchen Bedingungen arbeitet, daß es zum mindesten teilweise flüssig ist.
DEC2304D 1942-04-05 1942-04-05 Verfahren zur Herstellung von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen Expired DE891688C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE946621C (de) * 1953-07-18 1956-08-02 Chemische Verwertungsgesellsch Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen
DE1030324B (de) * 1952-03-25 1958-05-22 Exxon Research Engineering Co Kontinuierliches Verfahren der Oxosynthese
DE1188068B (de) * 1960-09-03 1965-03-04 Hoechst Ag Verfahren zur Reinigung von katalysatorhaltigen Aldehyden der Oxo-Synthese
DE977576C (de) * 1952-04-30 1967-04-06 Exxon Research Engineering Co Verfahren zur Wiedergewinnung von Kobaltkatalysatoren

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