DE889445C - Verfahren zur Herstellung von 2-Aminopyrimidinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Aminopyrimidinen

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DE889445C
DE889445C DEF2760D DEF0002760D DE889445C DE 889445 C DE889445 C DE 889445C DE F2760 D DEF2760 D DE F2760D DE F0002760 D DEF0002760 D DE F0002760D DE 889445 C DE889445 C DE 889445C
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DE
Germany
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propargylaldehyde
stirring
solution
aminopyrimidines
melting point
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Expired
Application number
DEF2760D
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Dr Behnisch
Fritz Dr-Ing Mietzsch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/24Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D239/28Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D239/32One oxygen, sulfur or nitrogen atom
    • C07D239/42One nitrogen atom

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 2-.Aminopyrimidinen Das 2-Aminopyrimidinist ein wichtiges Zwischenprodukt für die Herstellung des als Chemotherapeutikum gebrauchten 2-(p-Aminobenzolsulfonamido)-pyrimidins. Es wurde bisher dadurch gewonnen, daß man 2-Amino,-4-oxypyrimidin bzw. 2-Amino-q., 6-dioxypyrimidin mit Phosphoroxychlori.d in das 2-Amino,-q.-chlo@rpyr-imidin bzw. 2-Amino-d., 6-dichlorpyrimidin überführte und sodann durch Behandeln mit Zinkstaub oder katalytisch entchlorte. Ein direkter Ringaufbau, der, vom Guan.i:din ausgehend, in: einem einzigen. Arbeitsgang zum 2-Aminopyrimidin führt, ist bisher nicht bekanntgeworden.
  • Es wurde .gefunden, daß man in technisch. vorteilhafter Weise in einem einzigen Arbeitsgang zu 2-Aminopyrimidin und seinen in der Aminogruppe acyl-, alkyl-, aryl- oder azomethinartig substituierten Abkömmlingen gelangen kann, wenn man Guanidin oder seine in einer Am-inogruppe einmal acyl-, alkyl-, aryl- oder azomethinartig (z. B,. Benzylidenguanidin) oder cyan-(Dicyan@diamid)-substituierten Abkömmlinge, gegebenenfalls in Form ihrer Salze, mit Propargylald'ehyd oder dessen Acetalen oder Merkaptalen, zweckmäßig in, Gegenwart von Kondensationsmitteln:, kondensiert. Der hierzu notwendige Propargylaldehyd kann in einfachster Weise dadurch gewonnen werden, daß man Formaldehyd an. Acetylen, anlagert und den entstandenen Propargylalkohol nach üblichen Methoden oxydiert. ZumAufbau der 2-.Aminopyrimidinverbindüngen benötigt man im vorliegenden Falle durch Austritt nur eines Moleküls Wasser oder zweier Moleküle Alkohol bzw. Merkaptan und durch Aufrichtung .der dreifachen Bindung einen Baustein der geringsten denkbaren Molekülgröße, so daß man mit einem Minimum an Zwischenprodukt auskommt und die Einführung schwerer Substituenten, die .im Laufe des Arbeitsprozesses doch wieder abgespalten werden, vermeidet. Als Kondensationsmittel können die zur- Wässer- bzw. Alkohol- oder Merkaptanabspaltung üblichen Mittel Verwendung finden, z. B. Säuren, Alkalien oder Alkohola.te. Ein Zusatz von Metallsalzen, z. B. der Schwermetalle, kann zuweilen vorteilhaft sein. Die Reaktion wird bei Raumtemperatur oder mäßig erhöhter Temperatur .durchgeführt. Allzu hohe Temperaturen sind wegen der Flüchtigkeit d'esi Propargylaldehyd-s unzweckmäßig.
  • . Beispiel 1 45 g Guani.dincarbonat werden unter Rühren in 450 g Schwefelsäure von 66° Be eingetragen und unter weiterem Rühren 27g Propargylaldehyd vorsichtig zugetropft oder durch Verdampfen stabilisierten flüssigen Propargylaldehyds gasförmig eingeleitet. Nach 24stündigem Rühren bei Raumtemperatur oder entsprechend kürzerem Rühren; bei etwa 5o° wird das Reaktionsgemisch auf Eis gegossen, alkalisch gemacht und gründlich mit Methylenchlorid extrahiert. Die Methylenchloridlösung_ wird abgetrennt, getrocknet und das Methylenchlorid verdunstet. Das zuriickbleibende 2-Aminpyrimidin wird durch Sublimation. im Vakuum gereinigt und bildet farblose Kristalle vorn Schmelzpunkt 128°.
  • Beispiel e 23 g Natrium werden in 25o ccm Methanol gelöst und 61 g Ganidinnitrat zugegeben. Nach dem Aufkochen und Wiederabkühlern wird mit 64 g Propargyl-diäthylacetal versetzt. Nach 2- bis 3stündigem Erhitzen auf dem Wasserbade wird da,s Methanol .im Vakuum abgedampft und der Rückstand mit Wasser und Methylenchlorid behandelt. Der Methylenchlorid-Extrakt wird, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet und daraus das -Arninopyrimidin gewonnen.
  • Beispiel 3 2,3 g Natrium werden in 5o ccm Methanol aufgelöst. Zu dieser Lösung werden 13,0 g Guani,dinnitrat zugegeben, und das Ganze wird i.Stunde zum Sieden des Methanols erhitzt. Nach dem Abkühlen wird vom, ausgefällten Natriumnntrat abgesaugt und unter Außenkühlung 5,4 g Propargylaldehyd allmählich zugetropft. Nach weiterem Rühren zuerst unter Außenkühlung, später bei Zimmertemperatur wird das Methanol im Vakuum abdestilliert und der Rückstand der Vakuumsublimation bei etwa 6 bis 8 mm Druck und i2o bis i4o° Außentemperatur unterwarfen. Das Siiblimat wind aus Benzol umkristallisiert und auf diese Weise mit guter Ausbeute 2-Aminopyrsmidin vorn Schmelzpunkt i27 bis 128' in farblosen Kristallen erhalten.
  • Beispiel 4 Zu einer Lösung von 26,1 g Formylguan.idin in r2o g So%i,ger Schwefelsäure werden r6,2 g Propargylaldehyd unter kräftigem Rühren bei Eiswasserkühlung zugetropft. Dabei steigt die Temperatur auf 25 bis 3o°, und die Lösung färbt sich allmählich dunkelrot. Nach 2stündigem Rühren ist die. Reaktionstemperatur abgeklungen und der Geruch nach Aldehyd verschwunden. Die schwefelsaure Lösunä wind darauf mit Eiswasser verdünnt, in Zoo ccm konzentrierte Natronlauge, die zweckmäßig durch Eiszusatz gekühlt wird, eingetragen und die alkalische Lösung mit Äther erschöpfend extrahiert. Nach Verdampfen des Lösungsmittels bleibt 2-Aminopyrimidin in gelblichweißen Kristallen vom Schmelzpunkt i22 bis 12g° in einer Ausbeute von 13,5 g zurück. Die Verbindung kann durch Umkristallisieren aus Benzol gereinigt werden.
  • Beispiels 32,8g n-Butylguanidinsulfat «erden in 12o g 8oo/oiger Schwefelsäure .gelöst und zu dieser Lösung 1o,8 g Propargylaldehyd unter Wasserkühlung und Rühren bei 3o bis 4o° zugetropft. Nach 2stün@ digem Rühren wird mit Natronlauge alkalisch gemacht und ausgeäthert. Der Äther wird abgedampft und das zurückbleibende Öl im Vakuum destilliert. Bei einem Druck von i i mm destilliert bei 117 bis 118° ein farbloses Öl, das 2-n-Butylaminopyrimidin darstellt. Die Ausbeute beträgt :24g. Das 2-n: Butylaminopyrimidin liefert ein gelbes Pikrat vom Schmelzpunkt 128 bis 129°.
  • Das zur Kondensation verwendete schwefelsaure n-Butylguani.din kristallisiert aus g5a/oigem Alkohol in weißen Nadeln vom Schmelzpunkt 212 bis 213o.
  • Beispiel 6 32 g Phenylguanidincarbonat (Gehast rund 78o/0) werden in Bog Soo/onger Schwefelsäure unter Kühlung portionsweise eingetragen. Zu dieser Lösung werden unter Rühren, und Kühlen 8,1 g Propargylaldehyd so zugetropft, daß die Temperatur von 30 bis 4o° nicht überschritten wird. Nach 21stündigem Rühren ist die Reaktionstemperatur abgeklungen und der Geruch nach Aldehyd verschwunden. Die schwefelsaure Lösung wird mit Natronlauge alkalisch gemacht und ausgeäthert. Das Lösungsmittel wird abgedampft, und es bleibt ein. gelbliches Produkt vom Schmelzpunkt io5 bis iio° in einer Menge von i9 g zurück. Nach Umkristallisderen aus Ligroin oder Alkohol unter Zusatz von Tierkohle wird 2-Phenylaminopyrimidin in fast weißen Kristallen vorn Schmelzpunkt 114 bis 115° erhalten. Im Gemisch mit einem Vergleichspräparat, das nach J o h n s oo n und H e y 1, American Chemical j ournal 38, :24.q., gewonnen war, zeigt die Verbindung keine Schmelzpunktdepress-ion.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung . von a-Aminopyrimidinen und ihren in der Aminogruppe acyl-, alkyl-, aryl- oder azomethinartig substituierten Abkömmlingen, dadurch gekennzeichnet, daß man Gu.anidin oder seine in einer Aminogruppe einmal acyl-, alkyl-, aryl-, azomethinartig oder cyan-subsitituierten Abkömmlinge, gegebenenfalls in Form ihrer Salze, mit Propargylaldehyd oder dessen Acetalen oder Merkaptalen, zweckmäßig in Gegenwart von Kondensationsmitteln, kondensiert.
DEF2760D 1942-08-29 1942-08-29 Verfahren zur Herstellung von 2-Aminopyrimidinen Expired DE889445C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2778821A (en) * 1954-01-19 1957-01-22 Basf Ag Production of compounds of the pyrimidine series
DE1001990B (de) * 1955-06-03 1957-02-07 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinderivaten
US3156691A (en) * 1964-11-10 Production of z-aminopymmdine

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DE1001990C2 (de) * 1955-06-03 1957-07-11 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinderivaten

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