DE86860C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE86860C DE86860C DENDAT86860D DE86860DA DE86860C DE 86860 C DE86860 C DE 86860C DE NDAT86860 D DENDAT86860 D DE NDAT86860D DE 86860D A DE86860D A DE 86860DA DE 86860 C DE86860 C DE 86860C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- hand
- levers
- arm
- lever
- hub
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims 1
- 230000014616 translation Effects 0.000 description 6
- 238000013519 translation Methods 0.000 description 6
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 2
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 2
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 2
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000001351 cycling effect Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62M—RIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
- B62M1/00—Rider propulsion of wheeled vehicles
- B62M1/12—Rider propulsion of wheeled vehicles operated by both hand and foot power
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63;OSattlerei und Wagenbau.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Dezember 1894 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bilden Ausführungsformen von Antriebvorrichtungen
mit Hand- und Fufsbetrieb für Fahrräder, und zwar soll der Antrieb des Fahrrades
sowohl durch gleichzeitige Anwendung von Arm- und Beinkraft, als auch durch Beinkraft
allein bewirkt werden, während die Arme an den aus der Bewegung ausgelösten Armhebeln
ruhen können.
Es soll durch die Hinzufügung der Armkraft, welche an möglichst grofsem Hebelarm zur
Wirkung gelangt, eine erhöhte Kraftleistung erzielt werden, die es erlaubt, bei thunlichst
hoher Uebersetzung ein entsprechend ruhigeres Tempo in den Bewegungen zu wahren, sowie
eine Gesammtkraftäufserung herbeizuführen, welche für die Gesundheit des Fahrers den
Vortheil bietet, dafs sie gleichsam eine Vereinigung des Ruderns und Radfahrens darstellt.
Es ist daher darauf Bedacht genommen, sowohl Arm- und Beinkraft jederzeit rasch
combiniren zu können, als auch die Mitwirkung der Arme sofort auszuschalten, wenn der
Fahrer dies aus irgend einem Grunde wünscht.
Es wird auf diese Weise einem Uebermüden der Arme vorgebeugt und andererseits die
Herstellung· einer einfachen, wirkungsvollen und dauerhaften Vorrichtung für die Mitbethätigung
der Armkraft ermöglicht.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist das Fahrrad als Zwei- und Dreirad unter Anwendung
getrennter oder vereinigter Uebersetzungen von Arm- und Beinkraft auf die Achse des Lenkrades
dargestellt.
Die Lenkung des Rades geschieht hier durch gleichzeitiges Seitwärtsdrehen der beweglichen
oder ruhenden Armhebel.
Es ist leicht ersichtlich, dafs diese eigenartige Antriebvorrichtung für die Armkraft sich
auch bei solchen Niederrädern anwenden läfst, bei welchen der combinirte Arm- und Fufsantrieb
nicht auf das Lenkrad, -sondern für sich auf das Treibrad wirkt, während die
Lenkung auf irgend eine Weise erfolgen kann.
Die Fig.. 1 bis 3 veranschaulichen ein durch Arm- und Beinkraft angetriebenes Fahrrad mit
getrennten Uebersetzungen für beide Vorrichtungen an dem Lenkrade in Seitenansicht,
Vorderansicht und Grundrifs.
Um die Bethätigung des Lenkrades durch Arm- und Fufsbetrieb zu ermöglichen, umfafst
bei der Ausführung nach Fig. 1 bis 3 die Steuerradgabel α nicht, wie bisher, die Achse b
des Lenkrades c, sondern ruht in den Enden von Stützen d. Diese werden von der Achse b
getragen und sind mit der Lenkgabel α durch Streben e starr verbunden, die zur Lagerung
für die Achse f der Armhebel g und der die Armkraft aufnehmenden Kettenräder h dienen,
während die die Beinkraft aufnehmenden Kettenräder k an der Lenkgabel α gelagert
sind.
Die Armhebel g, welche mit ihrer Achse f
zweckmäfsig lösbar verbunden sind, werden in Coulissen / geführt, welche durch eine Querstange
m mit T-Stück m' auf dem Gabelschaft gehalten sind. Die durch Herunterdrücken und
Anheben der Handhebel g bewirkte schwin-
gende Bewegung wird durch eine auf der Schwingungsachse f angeordnete Doppelnabe N
(Fig. io) mit Hebeln n' und Schubstangen n" auf die Kettenräder h derart übertragen, dafs
letztere, in Drehung versetzt, ihre Bewegung durch Ketten h' auf die Kettenräder h" der
Lenkradachse b überleiten.
Die Uebertragung der Beinkraft erfolgt in bekannter Weise durch die auf der Tretkurbelachse
angeordneten Kettenräder k mittelst Ketten k', welche auf die Kettenräder k" der
Lenkradachse b wirken.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, läfst sich die vorbeschriebene Construction gleichermafsen
für Zwei- und Dreiräder anwenden, nur ist bei ersteren zur Erhaltung des Gleichgewichtes
durch Anwendung der Doppelnabe N, deren nähere Construction bei Behandlung der Einzelheiten
beschrieben werden wird, dafür Sorge getragen, dafs die vom rechten Arm ausgeübte
Kraft auf die linksseitigen und diejenige des linken Armes auf die rechtsseitigen Kettenräder
übertragen wird.
Das durch die Fig. 4 und 5 in Seiten- und Vorderansicht dargestellte Fahrrad zeigt insofern
eine Vereinfachung der vorbeschriebenen Construction, als hier unter Fortfall der Coulissen /
die auf die Handhebel g ausgeübte Armkraft unter Vermittelung der Doppelnabe N mit
Hebeln n' und Schubstangen n'1 direct auf
die Kettenräder k der Tretkurbelachse übertragen wird.
Die am Gabelschaft befestigte Querstange m trägt hier Stützlager ο für die ausgelösten
Armhebel g. Die Auslösung der Armhebel g erfolgt beim Anfahren, beim Bergabfahren
oder wenn das Fahrrad nur durch Beinkraft allein angetrieben werden soll. Die Art der
Auslösung der Armhebel wird weiter unten bei Behandlung der Details näher erläutert
werden.
Während bei den vorbeschriebenen Fahr-. rädern die Armhebel in Richtung der Fahrlinie
parallel zum Lenkrade bewegt werden, sind bei den durch die Fig. 6 bis 9 zur Anschauung
gebrachten Ausführungsformen die Handhebel g g quer zum Lenkrade c gelagert, so dafs
deren Bewegung in zum Lenkrade senkrechten Ebenen erfolgt.
Durch diese Art der Lagerung der Handhebel ist deren Anordnung auf dem Gabelschaft
selbst und somit der Fortfall der Stützen d, der Doppelnabe N und die Lagerung
der Kettenräder h und k an der'Gabel a ermöglicht.
Nach Fig. 6 und 7 kommen, ähnlich wie bei den Ausführungen nach den Fig. 1 bis 3,
getrennte Uebersetzungen von Arm- und Beinkraft auf die Achse des Lenkrades zur Anwendung,
während nach Fig. 8 und 9, ähnlich wie .in den Fig. 4 und 5, gemeinschaftliche
Uebersetzungen angeordnet sind.
Kreuzt man die Schubstangen g' der Armhebel g, wie in Fig. 9 gezeigt, so erzielt man
hiermit die Wirkung der vorerwähnten Doppelnabe N, indem auch hier der auf den rechten
Armhebel ausgeübte Druck oder Zug auf die linksseitigen Kettenräder und der auf den
linken Armhebel ausgeübte Druck oder Zug auf die rechtsseitigen Kettenräder übertragen
wird.
Um die bei Beschreibung der Fig. 1 bis 5 angedeutete Wechselübersetzung der auf die
Armhebel ausgeübten Druck- und Zugkräfte durch Anwendung einer Doppelnabe N zu ermöglichen,
besteht dieselbe, wie aus Fig. 10 im Längsschnitt ersichtlich, aus zwei Scheiben
ρ q, deren Naben r s unter der Bildung von
Kugellagern sich umschliefsen.
Die rechte Scheibe ρ ist durch ihre Naber
auf die linke Seite des Lenkrades c verlängert und trägt aufgeschoben die Verschlufsmuffe t,
welche durch ihren Hebel n' die auf den rechtsseitigen Armhebel g ausgeübte Kraft auf
die linksseitigen Kettenräder des Fahrrades überträgt.
Das linksseitige Ende der Nabe r ist abgekantet, so dafs durch Aufschieben der Verschlufsmuffe
t eine gegen Verdrehung feste Verbindung zwischen beiden hergestellt wird.
Die Nabe s der linksseitigen Scheibe q ist auf die rechte Seite des Fahrrades verlängert und
trägt an ihrem Ende gleichermafsen einen Hebel n', welcher die auf den linken Armhebel
ausgeübte Kraft auf die rechtsseitigen Kettenräder überträgt. Scheibe ρ mit ihrer
Nabe r schwingt um die von den Stützen d getragene Achse f, während Scheibe q mit
ihrer Nabe s um die verstärkten Theile der Nabe r von Scheibe ρ schwingt.
Die Scheiben ρ q sind auf ihrer Stirnseite je mit einer Aussparung p' q' ausgestattet, in
welche ein vom Handgriff jedes Armhebels g aus bethätigter Stift u einfällt, wenn eine
Uebertragung der Armkräfte stattfinden soll.
Zu diesem Zweck ist vor dem Handgriff eine Klinke ν an dem hohlen Armhebel bewegbar
angeordnet, welche, freigegeben, durch ihre Nase ν' (Fig. 12) einen mit Nase w' aus-·
gestatteten abzugartigen Bügel w festlegt, welcher, durch seine Schnur χ mit dem Einfallstift
u verbunden, durch eine auf letzteren wirkende Feder unter Spannung gehalten wird,
derart, dafs die Auslösung des Armhebels nur durch Bethätigung der Klinke ν in Richtung
des Pfeiler (Fig. 12) aufgehoben werden kann.
Die hohlen Armhebel g sind auf Rohransätzen gehalten, welche von die Scheiben ρ q
umfassenden Schleifringen y ausgehen, die
gegen seitliche Verschiebung auf ihren Scheiben ρ q durch Winkelflanschen gesichert sind.
Wird nun durch Bethätigung der Klinke ν in Richtung des Pfeiles (Fig. 12) der abzugartige
Bügel w und somit auch der Einfallstift u freigegeben, so wird letzterer durch
seine Feder gegen die Stirnseite seiner Scheibe ρ bezw. q so lange geprefst, bis er seine Einfallöffnung
ρ' bezw. q' findet, wonach dann die Armhebel g für den Antrieb des Fahrrades
in Wirksamkeit gebracht werden können. Will man die Aus- und Einrückung der Armhebel
durch Drehung ihrer Handgriffe bewirken , so bedient man sich, wie durch
Fig. 13 und 14 veranschaulicht, gerader, aus in einander geschobenen Röhren hergestellter
Armhebel; das innere, mit Handgriff ausgestattete Rohr ist gegen das äufsere verschiebbar
und, wie aus der Zeichnung ersichtlich, in seinen beiden Endstellungen zu diesem feststellbar
gemacht.
Es ist leicht ersichtlich, dafs die Schleifringe y nicht unbedingt auf der Scheibe ρ zu
gleiten brauchen, sondern dafs zwischen beiden ein minimaler Zwischenraum sich befinden
kann, während auf beiden Seiten der Schleifringe y an der Stelle der Winkelflanschen
Kugelschalen eingeschraubt sind, welche durch Kugellager auf der Scheibe ρ gehalten werden,
so dafs bei ausgelöstem Armhebel zwischen der sich fortbewegenden, die Aussparung]/
tragenden und mit der Armhebelachse fest verbundenen Scheibe ρ eine geringere, durch
Kugellager herbeigeführte Reibung vorhanden ist.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Eine Antriebvorrichtung für Fahrräder mit Hand- und Fufsbetrieb, dadurch gekennzeichnet, dafs mit den Handhebeln (g) Klinken (u) oder ähnliche Zwischenverbindungen zum Kuppeln der Hebel mit ihren Naben verbunden sind und diese Klinken durch an den Handgriffen sitzende Hebel (w) oder durch entsprechendes Drehen der Handgriffe (Fig. 13 und 14) aus- und eingerückt werden können, zu dem Zweck, die Ein- und Ausrückung der Handhebel bewirken zu können, ohne die Hände von den Handhebeln zu nehmen.
Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Antriebvorrichtung, bei welcher jeder Handhebel eine besondere Nabe (r s) bewegt und die eine dieser Naben durch die andere hindurchgeführt ist, wobei die nach den Antriebrädern führenden Pleuelstangen an den nicht mit den Handhebeln verbundenen Enden der Naben angreifen, zu dem Zweck, zur besseren Erhaltung des Gleichgewichtes die Bewegungen von jedem Handhebel auf die gegenüberliegende Radseite zu übertragen.Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Antriebvorrichtung, bei welcher die von den Handhebeln abgehenden Pleuelstangen (g\ Fig. 9) sich kreuzen, zu dem Zweck, ohne Anwendung einer doppelten Nabe die Bewegung jedes Handhebels auf die gegenüberliegende Seite zu übertragen.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86860C true DE86860C (de) |
Family
ID=358870
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86860D Active DE86860C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86860C (de) |
-
0
- DE DENDAT86860D patent/DE86860C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102021003092A1 (de) | Fahrrad oder Heimtrainer mit Arm- und oder Beinantrieb | |
| DE86860C (de) | ||
| DE102015004547A1 (de) | Vorrichtung zum Handantrieb des Vorderrades eines Fahrrades oder dgl. | |
| DE19934817B4 (de) | Ruderrad, bei dem durch Anziehen und Strecken von Armen und Beinen die Fortbewegung ermöglicht wird | |
| DE634468C (de) | Vorderradhandantrieb fuer Fahrraeder mit schwenkbar angeordneter Lenkstange | |
| CH173599A (de) | Fahrrad. | |
| DE47309C (de) | Dreirädriges Fahrrad | |
| DE57280C (de) | Durch Fufstritthebel und schwingende Sattelstütze bethätigte Antriebsvorrichtung für Fahrräder | |
| DE3132019A1 (de) | Fahrrad mit fuss- und handantrieb mit schwenkbarem lenker am drehbaren vorderrad-gabelrohr | |
| DE18411C (de) | Neuerungen in der Konstruktion von Velocipeden | |
| DE406132C (de) | Auf Raedern bewegliches Pferd o. dgl. als Spielzeugreittier | |
| DE23629C (de) | Neuerungen an zweirädrigen Velocipeden, genannt Zweirad-Selbstfahrer | |
| DE81044C (de) | ||
| DE25068C (de) | Neuerungen an Velocipeden | |
| DE424061C (de) | Vorrichtung zum Lenken von Motorfahrzeugen durch einseitiges Bremsen | |
| DE3108864A1 (de) | Antriebsvorrichtung, besonders fuer die betaetigung durch die haende, im prinzip auch durch die fuesse, besonders fuer fahrraeder | |
| DE387673C (de) | Ruecktrittbremse fuer Fahrraeder | |
| DE55180C (de) | Fahrradmit Fufs- und Hand-Betrieb | |
| DE81260C (de) | ||
| DE64353C (de) | Eine Ausführungsform des durch die Patentschrift Nr. 59 760 bekannt gewordenen Fahrrades, welches durch Heben und Senken des Rumpfes angetrieben wird | |
| DE467769C (de) | Fahrrad mit Hand- und Fussantrieb | |
| DE91779C (de) | ||
| DE39488C (de) | Antriebsvorrichtung für Fuhrwerke und dergl | |
| DE34432C (de) | Neuerung an Velocipeden | |
| DE225883C (de) |