DE805896C - Selbsttaetige Weichenstell- und Signalanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere fuerGrubenbahnen - Google Patents

Selbsttaetige Weichenstell- und Signalanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere fuerGrubenbahnen

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DE805896C
DE805896C DEP9566D DEP0009566D DE805896C DE 805896 C DE805896 C DE 805896C DE P9566 D DEP9566 D DE P9566D DE P0009566 D DEP0009566 D DE P0009566D DE 805896 C DE805896 C DE 805896C
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DE
Germany
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control
cylinder
compressed air
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piston
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DEP9566D
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English (en)
Inventor
Fritz Gruender
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/04Fluid-pressure devices for operating points or scotch-blocks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Multiple-Way Valves (AREA)

Description

  • Selbsttätige Weichenstell- und Signalanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere für Grubenbahnen hie Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige \Veichenstell- und Signalanlage finit 1>rtickltiftantrieb, insbesondere für Grubenbahnen.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, derartige Anlagen so auszubilden, daß der Steuerkörper, der dem Weichenstellzylinder direkt oder indirekt Preßluft zuführt, an dem Hauptkontakt oder am Stoß oder an der Weichenstellvorrichtung selbst angeordnet ist und durch den Steuerkolben des Hauptkontaktes der Betätigungshebel desselben verstellt wird. Der Weichenstellzylinder und der Hauptkontakt werden bei solchen Anlagen immer gleichzeitig umgeschaltet. Hierbei besteht jedoch, da die Umschaltung des Steuerkolbens des Hauptkontaktes durch Entlüftungssteuerung erfolgt, an sich die Gefahr, daß, wenn keine genügende Entlüftung erfolgt, der Steuerkolben nicht ganz umgeschaltet wird. Es muß also bei diesen Anlagen ein Entlüftungsventil vorgesehen «-erden, -,welches durch eine gewisse Dauer des Entlüftungsvorganges oder durch entsprechende Größe des Auspuffs eine genügende Entlüftung der Steuerleitung und damit Umstellung des Hauptkontaktes mit Sicherheit gewährleistet.
  • Nach einem nicht zum Stande der Technik gehörenden Vorschlage soll diese Notwendigkeit dadurch vermieden werden, daß das Umschalten des Hauptkontaktes nicht mehr in Abhängigkeit von der genügenden 1?iitlüftung, sondern über einen Steuerkörper an der Weichenstellvorrichtung erfolgt, welcher durch Entlüftung des Hauptbetä tigungskontaktes umgeschaltet wird, so daß derart der Weichenstellzvlinder entweder an einem Zo-oder Ablüftungskanal für Luft angeschlossen ist.
  • Durch Verhindimg der Zylinderräume mit diesen Kanälen wird der Steuerkolben des Hauptkontaktes mit umgesteuert.
  • Bei dieser älteren Anordnung wird ein Steuerkolben von vergleichsweise komplizierter Konstruktion benötigt, nämlich ein Differentialkolben, der an vier Stellen dicht beispielsweise mittels Ledermanschetten im Zylinder geführt ist, wobei die inneren XIanschetten nur die Aufgabe haben, die Luft von dem Steuerkörper zu dem Weichenstellzylinder zu steuern, während die beiden äußeren zur Umsteuerung des Steuerkolbens dienen.
  • Die Erfindung ermöglicht eine wesentlich einfachere Ausbildung des Steuerzylinders bzw. Steuerkolbens, indem dieser nur an zwei im Abstand voneinander liegenden Stellen in der Nähe seiner Enden itn Zylinder dicht geführt und der eine der beiden derart abgeschlossenen außenseitigen Zylinderräume durch eine Leitung größeren Querschnitts an die Druckluftquelle angeschlossen ist und durch einen Kanal kleineren Querschnitts bei Umsteuerung des Kolbens mit dem Weichenstellzylinder verbunden ist, während der andere Zylinderraum mit dein Steuerkanal von kleinerem Querschnitt an die Druckluftzufuhr angeschlossen ist.
  • Die sich so ergebende Konstruktion des Steuerzylinders weist weniger Einzelteile auf und ermöglicht eine sehr einfache Ausbildung derselben, die nunmehr aus einfachen Rohren hergestellt werden können, so daß Arbeits- und Werkstoffaufwand bei der Herstellung wesentlich verringert werden. Der Kolben am @%'eichenstellzylinder arbeitet gegen eine Feder und gibt auf seinem Arbeitsweg eine Zuleitung zum Hauptkontakt frei, so daß diesem für seine Rückstellbewegung Preßluft zugeführt wird.
  • Iin nachfolgenden wird die Erfindung an Hand des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
  • In der Zeichnung sind der Weichenstellzylinder, der Hauptkontakt und der Steuerzylinder im Schnitt dargestellt. Die Anlage besteht aus dem Hauptkontakt t, dem Weichenstellzylinder 2, dem Steuerkörper 3 und den beiden einfachen Kontakten 4 und 5.
  • Die Anlage arbeitet wie folgt: Soll ein Zug von I nach 111, d. lt. nach rechts abbiegen, wird über den Handanschlagteller 6 bzw. über den Hebel 7 das Entlüftungsventil 8 betätigt und damit über die Entlüftungsleitung g der Raum lo im Steuergehäuse 3 entlüftet. Die in den Raum lo führende Düse 11 hat äußerst geringen Querschnitt, so daß nur wenig Luft nachströmen kann. Der Steuerkolben 12 schaltet um und verbindet die Steuerleitung 13 über den Steuerraum 22 mit dem Kanal 14. Die Steuerleitung 13 ist im Querschnitt größer als die Düse 11, so daß sie den Raum im Weichenstellzylinder 2 füllen kann, ohne daß ein Unterdruck im Raum 22 entsteht. Infolge der Preßluftzufuhr schaltet der Weichenstellkolben 16 entgegen der Kraft der Feder 15 nach links und die Weiche wird zur Durchfahrt nach rechts umgelegt. Hat der Kolben 16 den Kanal 17 passiert, so wird über Leitung 18 dem Hauptkontakt Luft zugeführt, und dieser wird entgegen der Kraft der Feder ig umgeschaltet, so daß sich der Hebel 7 des Handanschlagtellers 6 vor das Entlüftungsventil2o legt. Bei dieser Umsteuerbewegung wird der Fahrtrichtungsanzeiger 26 mitverstellt.
  • Soll ein nachfolgender Zug von I nach II fahren, so wird über das Entlüftungsventil 2o bzw. die Entlüftungsleitung 21 der Raum 22 in dein Steuerkörper 3 entlüftet, so daß der Steuerkolben 12 in die in der Zeichnung dargestellte Lage umschaltet. Hierzu muß die Entlüftungsleitung 21 größeren Querschnitt aufweisen als die Leitungen 13 und 14 zusammen, so daß mehr Luft abströmt als durch die Leitungen 13 und 14 nachströmen. kann. In dieser Stellung des Steuerkolbens 12 ist der Kanal 14 mit dem durch den hohlen Steuerholbenstengel geführten Auspuff 23 verbunden, so daß durch die Feder 15 der Arbeitskolben 16 ohne Widersiand nach rechts bewegt werden kann und die Weiche so zur Durchfahrt geradeaus umgelegt wird. Hat der Arbeitskolben 16 wieder die Leitungen 17 passiert, so ist die Leitung 17, 18 über den Zylinderraum des Weichenstellzylinders mit der Öffnung 24 verbunden. Die Luft entweicht aus dem Hauptkontaktzylinder, und der Hauptkontakt wird durch die Kraft der Feder ig in die auf der Zeichnung dargestellte Lage zurückbewegt. Der mitbewegte Richtungsanzeiger zeigt an, claß die Durchfahrt für geradeaus frei ist.
  • Für die rückwärtigen Einläufe in die Weiche, d. h. von 1I oder III nach 1, werden die einfachen Kontakte 4 oder 5 betätigt und über die Leitungen g und 21 die zuvor beschriebenen Steuervorgänge entsprechend eingeleitet.
  • Der einfache Aufbau der Steuervorrichtung ermöglicht es auch, die erforderlichen Einrichtungen ebenfalls einfach zu gestalten. So ist es besonders vorteilhaft, das Gehäuse des Weichenstellzylinders 2 aus einem entsprechend abgelängten Stück Normalrohr herzustellen. Auch das Gehäuse des Steuerzylinders kann aus solch einem Rohr hergestellt werden. Es kann sodann ferner das eine Rohr mit dem anderen verschraubt oder verschweißt werden, wobei die Achsen der Rohre um go° gegeneinander versetzt sind. Die Wandung des einen Rohres bildet so die Endfläche des anderen Zylinders, während die restlichen Endflächen durch aufgeschraubte Kappen o. dgl. abgeschlossen sind. Bohrungen, Kanalanschlüsse usw. lassen sich einfach herstellen, und plumpe Gußstücke sind vermieden. Die dadurch mögliche äußerst gedrängte Bauart macht die Anlage für den Grubenbetrieb unter Tage besonders geeignet. Indes ist die Verwendung nicht auf den Untertagebetrieb beschränkt, sondern überall gegeben, wo ähnliche Verhältnisse vorliegen, wie beispielsweise im Steinbruchbau o. dgl.
  • Die beschriebene und dargestellte Ausführungsform der Weichenstellvorrichtung nach der Erfindung kann auch konstruktiv abgeändert werden. Sie kann sämtlichen vorkommenden Verhältnissen bzw. Anordnungen der Gleisanlagen und Abzweigungen sowie Fahrtrichtungen angepaßt und in vielfacher Hinsicht abgeändert werden, ohne von dem Grundgedanken der Erfindung abzuweichen. Ferner kann die Erfindung auch für Anlagen Anwendung finden, bei denen ähnlic'_ Steuervorgänge in Betracht kommen, wie es l)eispielsweise bei Wettertüren und Durchschletisungsanlagen, Füllort- und Hängebankeinrichtungen usw. der Fall ist.

Claims (3)

  1. PATE\TA\SPRCCF1E: i. Selbsttätige Weichenstell- und Signalanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere für Grubenbahnen mit einem (lern Weichenstellzylinder yorgeschalteten Steuerzylinder, dessen Steuerkolben bei 13et;itigung des Hauptkontaktes den Weichenstellzy°liiicler umsteuert, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkolben (i2) nur an zwei im Abstand voneinander liegenden Stellen in der Nähe seiner Enden im Zylinder dicht geführt und der eine der beiden derart abgeschlossenen außenseitigen Zvliliderriitime durch eine Leitung größeren Querschnitts (13) an die Druckluft quelle angeschlossen ist und durch einen Kanal kleineren Querschnitts (14) bei Unisteuerung des Kolbens mit dem Weichenstellzylinder verbunden ist, während der andere Zylinderraum lnit dem Steuerkanal (1r) von kleinerem Querschnitt an die Druckluftzufuhr angeschlossen ist.
  2. 2. Weichenstell- und Signalanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der gegen die Kraft einer Feder (i5) bewegliche Weichenstellkolben (i6) auf seinem Schaltweg die Zuleitung (r7) zum Hauptkontakt freigibt, so daß diesem Druckluft zugeführt wird.
  3. 3. Weichenstell- und Signalanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Gehäuse für den Weichenstellzylinder und den Steuerkörper entsprechend abgelängte Normalrohre verwendet werden, die vorzugsweise in solcher Anordnung miteinander verschraubt oder verschweißt werden, daß Steuerkörpergehäuse und Weichenstellzylindergehäuse mit ihren Achsen um oo° versetzt aneinander anliegen.
DEP9566D 1948-10-02 1948-10-02 Selbsttaetige Weichenstell- und Signalanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere fuerGrubenbahnen Expired DE805896C (de)

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DE (1) DE805896C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003253B (de) * 1952-11-12 1957-02-28 Fritz Gruender Maschinenfabrik Druckluftsteuerung, insbesondere fuer automatische Weichenstellanlagen im Bergbau
DE1005112B (de) * 1955-01-25 1957-03-28 Fritz Gruender Maschinenfabrik Weichenstellanlage, insbesondere fuer Grubenbahnen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003253B (de) * 1952-11-12 1957-02-28 Fritz Gruender Maschinenfabrik Druckluftsteuerung, insbesondere fuer automatische Weichenstellanlagen im Bergbau
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