DE803476C - Automatische Weichenstellanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere fuer Grubenbahnen - Google Patents

Automatische Weichenstellanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere fuer Grubenbahnen

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DE803476C
DE803476C DEP9300A DEP0009300A DE803476C DE 803476 C DE803476 C DE 803476C DE P9300 A DEP9300 A DE P9300A DE P0009300 A DEP0009300 A DE P0009300A DE 803476 C DE803476 C DE 803476C
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DE
Germany
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control
piston
air
main contact
compressed air
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Expired
Application number
DEP9300A
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English (en)
Inventor
Fritz Gruender
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/04Fluid-pressure devices for operating points or scotch-blocks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

  • Automatische Weichenstellanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere für Grubenbahnen Die Erfindung bezieht sich auf eine automatische Weichenstell- und Signalanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere für Grubenbahnen.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, derartige Anlagen so auszubilden, daß der Steuerkörper, der dem Weichenstellzylinder direkt oder indirekt Preßluft zuführt, an dem Hauptkontakt oder am Stoß oder an der Weichenstellvorrichtung selbst angeordnet ist und durch den Steuerkolben des Hauptkontaktes der Betätigungshebel desselben verstellt wird. Der Weichenstellzylinder und der Hauptkontakt werden bei solchen Anlagen immer gleichzeitig umgeschaltet. Hierbei besteht jedoch, da die Umschaltung des Steuerkolbens des Hauptkontaktes durch Entlüftungssteuerung erfolgt, an sich die Gefahr, daß, wenn keine genügende Entlüftung erfolgt, der Steuerkolben nicht ganz umgeschaltet wird. Es muß also bei diesen Anlagen ein Entlüftungsventil vorgesehen werden, welches durch eine gewisse Dauer des Entlüftungsvorganges oder durch entsprechende Größe des Auspuffs eine genügende Entlüftung der Steuerleitung und damit Umstellung des Hauptkontaktes mit Sicherheit gewährleistet.
  • Diese Notwendigkeit zu beseitigen, ist Zweck der Erfindung. Nach dieser erfolgt das Umschalten des Hauptkontaktes nicht mehr in Abhängigkeit von der genügenden Entlüftung, sondern über einen Steuerkörper an der Weichenstellvorrichtung, indem durch Entlüftung des Hauptbetätigungskontaktes dieser Steuerkörper umgeschaltet und derart der Weichenstellzylinder abwechselnd an Zu- und Abführungskanäle für Luft angeschlossen wird. Durch Verbindung des Steuerzylinders des Hauptkontaktes mit diesen Kanälen wird der Steuerkolben des Hauptkontaktes mit umgesteuert.
  • Damit erfolgt das Umschalten des Hauptkontaktes nicht abhängig von einer genügenden Entlüftung, sondern genau wie die des Arbeitskolbens der Weichenstellvorrichtung in völlig betriebssicherer Weise durch Zu- und Abfuhren von Druckluft.
  • Auf diesem Grundgedanken aufbauend kann die Anlage weiter noch dadurch vereinfacht werden, <laß der Steuerkolben des Hauptkontaktes nur an eine Seite des Arbeitskolbens des Weichenstellzylinders angeschlossen wird und die andere Be-,%#egung durch eine Feder vonstatten geht.
  • Mit dem Ergebnis einer Verbilligung der Gesamtanordnung ist weiterhin eine Lösung gefunden worden, die es ermöglicht, den Steuerkolben der Weichenstellvorrichtung nicht als geschliffenen Kolben auszubilden, sondern ihn mit Ledermanschetten auszurüsten. Der Steuerkolben wird zu diesem Zwecke bei doppelseitig beaufschlagtem Arbeitskolben mit vier Ledermanschetten ausgerüstet, deren beide äußere das Umschalten des Steuerkolbens bewirken, während die beiden inneren Ledermanschetten durch Überfliegen von einem oder mehreren kleinen Kanälen die Luft zu dem Arbeitskolben und dem Auspuff steuern. Die Ledermanschetten können paarweise verschiedene Größen erhalten, wobei allerdings die beiden Ledermanschetten, die das Umsteuern bewirken, den gleichen Durchmesser haben müssen. Diese Ausführung ergibt den Vorteil, daß die Manschetten, die die Luft zu dem Arbeitskolben steuern, sehr groß ausgebildet werden können und nicht der Gefahr von Beschädigungen beim Überfliegen der kleinen Kanäle ausgesetzt sind. Die beiden Ledermanschetten, die das Umschalten des Steuerkolbens bewirken, können dagegen sehr'klein gehalten werden, so daß sich in sehr erwünschter Weise Entlüftungsräume von geringem Inhalt ergeben.
  • In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel einer Gesamtanlage nach der Erfindung veranschaulicht, wobei die Weichenstellvorrichtung und der Hauptkontakt in vergrößertem Maßstab im Schnitt dargestellt sind. Die Anlage besteht im wesentlichen aus der Weichenstellvorrichtung i, dem Hauptkontakt 2 und den einfachen Entlüftungsventilen 3 und 17. Sie wird nachstehend im einzelnen an Hand ihrer Arbeitsweise beschrieben.
  • Soll ein Zug von I nach 111 fahren, so schlägt der Lokomotivführer den Handschlagteller A des Hauptkontaktes 2 an, wodurch das Entlüftungsventil 3 betätigt und die Entlüftungsleitung 4 bzw. der von der auf dem Kolben 8 sitzenden äußeren Manschette gebildete Raum 4° in dem Steuerkörper 5 der Weichenstellvorrichtung i, der bei 7 an die Druckluftquelle angeschlossen ist, entlüftet wird. Da durch die Düse 6 nur weniger Druckluft in den Raum 4° nachströmen kann, als durch die Entlüftungsleitung 4 entzogen wird, entsteht in diesem Raum Unterdruck, und der Steuerkolben 8 wird im Sinne der Abbildung nach unten umgesteuert, so daß der Kanal 9 mit dem Auspuff io und der Kanal i i mit der Druckluftzuleitung 7 verbunden wird, indem die beiden auf dem Kolben 8 sitzenden inneren Ledermanschetten die Kanäle 9 und i i überfliegen. Infolgedessen steuert der Arbeitskolben 12 im Sinne der Abbildung nach links um und legt die `''eiche zur Durchfahrt nach 111 frei. Da die Druckluftzuleitung 7 jetzt mit der Leitung i i verbunden ist, strömt auch Druckluft durch die Leitung 13 in den Zylinder des Hauptkontaktes. Die Ledermanschette) des Steuerkolbens 15 in diesem und damit der Steuerkolben 15 selbst wird dadurch entgegen der Kraft der Feder 16 im Sinne der Abbildung nach links verschoben, und zwar so weit, daß sich der Hebel des Anschlagtellers _A vor das l:iitliiftungsventil 17 legt. Der Arbeitsvorgang ist damit beendet.
  • Das Umsteuern der Anlage für die zweite Stellung der Weiche zur Fahrt von 1 nach 11 geschieht in umgekehrter `%,-eise folgendermaßen: Durch Betätigung des Handanschlagtellers A, der mit seinem Hebel jetzt vor dem Entlüftungsventil 17 steht, wird die Steuerleitung 18 entlüftet, so daß in dem von der äußeren Manschette gebildeten Raum i9 des Steuerkörpers 5 Unterdruck entsteht und dadurch der Steuerkolben 8 in die in der Ab-Bildung dargestellte Lage zurückgesteuert wird, in der der Kanal 9 mit der Druckluftleitung 7 und der Kanal i i mit dem Auspuff io° verbunden ist, so daß der Arbeitskolben 12 ebenfalls die dargestellte Lage einnimmt. Da die Leitung i i auf Auspuff steht, wird über die Leitung 13 auch die Luft von der Ledermanschette 14 des Hauptkontaktes 2 abgezogen, mit dem Ergebnis, daß durch die Feder 16 der Steuerkolben 15 nach rechts gestellt wird, bis der Handanschlagteller A wieder vor dem Entlüftungsventil 3 steht.
  • An dem Steuerkolben i_5 kann ein Signal 20 vorgesehen werden, um von weitem die Stellung der Weiche erkennbar zu machen.
  • Für die Fahrtrichtung von II oder III nach 1 werden die einfachen Entlüftungsventile B oder C betätigt, wodurch die Entlüftungsleitungen 18 bzw. 4 entlüftet werden. Der weitere Steuervorgang ist derselbe wie bereits erläutert.
  • Die im einzelnen vorstehend beschriebene Ausführungsform einer Anlage nach der Erfindung ist selbstverständlich nur eine beispielsweise in Anwendung auf einen denkbar einfachen Fall. Sie kann sämtlichen vorkommenden Verhältnissen bzw. Anordnungen der Gleisanlagen und Abzweigen sowie Fahrtrichtungen angepaßt und in vielfacher Hinsicht abgeändert werden, ohne von dem Grundgedanken der Erfindung abzuweichen. Ferner kann die Erfindung auch für Anlagen Anwendung finden, bei denen ähnliche Steuerungsvorgänge in Betracht kommen, wie es beispielsweise bei Wettertüren und Durchschleusungsanlagen, Füllort- und Hängebankeinrichtungen usw. der Fall ist. Selbstverständlich kann die Steuerung auch statt als Hiitlüftungsstetierting, wie beschrieben. als l;eliiftuiigsstetierung ausgebildet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRCCHE: i.AutornatischeWeichenstellanlageinitDruckluftantriel>, insbesondere für Grubenbahnen, bei der durch Betätigung einer der Kontakte ein Steuerkörper timgestetiert und der 13etä tigungsliebel des Hauptkontaktes jeweils mit dem `Veichenstellzylindcr umgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch Entlüftung des Ilauptbetätigungskontaktes (2) die Umschaltung des zylindrischen Steuerkolbens (ä) im Steuerkörper (,3) erfolgt, der seinerseits den Kolbenratun des Weichenstellzylinders abwechselnd an Zu- und Abführungskanäle für Luft anschließt, mit «elclien der Steuerzvlinder des Hauptkontaktes verbunden ist, so dlaß der Steuerkolben des Kontaktes mit umgesteuert wird.
  2. 2. Anlage nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet. claß der Steuerkolben des T-Tauptkontaktes (2) nur an eine Seite des Arbeitskolbens der Weichenstellvorrichtung angeschlossen wird lind einseitig unter der Wirkung einer Feder stellt, derart, daß durch Zuführung von Druckluft der Steuerkolben entgegen der Federkraft umgestellt und bei Entziehen der Luft wieder zurückgestellt wird.
  3. 3. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei doppelbeaufschlagtein Arbeitskolben der Steuerkolben der WeichenstelTvorrIchtung aus vier Ledermanschetten besteht, deren beide äußere durch Entlüftung das Umschalten des Steuerkolbens bewirken, während die beidcn inneren Ledermanschetten die Luftzuführung nach (lern Arbeitskolben und den _Auspuff steuern. .I. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet. daß die Ledermanschetten, die die Umsteuerung bewirken, und die Manschetten, die die Luft zu dem Arbeitskolben steuern, verschiedene Größer besitzen.
DEP9300A 1948-10-02 1948-10-02 Automatische Weichenstellanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere fuer Grubenbahnen Expired DE803476C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003253B (de) * 1952-11-12 1957-02-28 Fritz Gruender Maschinenfabrik Druckluftsteuerung, insbesondere fuer automatische Weichenstellanlagen im Bergbau
CN112550354A (zh) * 2020-12-10 2021-03-26 云南昆钢电子信息科技有限公司 一种有轨运输远程控制轨道道岔系统与方法

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003253B (de) * 1952-11-12 1957-02-28 Fritz Gruender Maschinenfabrik Druckluftsteuerung, insbesondere fuer automatische Weichenstellanlagen im Bergbau
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