DE75637C - Vorrichtung zum Feststellen be stimmter Tasten bei Tasteninstrumenten - Google Patents
Vorrichtung zum Feststellen be stimmter Tasten bei TasteninstrumentenInfo
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-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10C—PIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
- G10C3/00—Details or accessories
- G10C3/26—Pedals or pedal mechanisms; Manually operated sound modification means
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10C—PIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
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- G10C3/12—Keyboards; Keys
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE.Bl: Musikalische Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. August 1893 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Tasteninstrumenten, mittelst welcher
eine Anzahl bestimmter Tasten festgestellt werden kann, zu dem Zweck, dem Anfänger
im Klavierspiel die Möglichkeit zu nehmen, unharmonische Töne anzuschlagen.
Die Vorrichtung besteht aus einer Anzahl von hinter einander liegenden Leisten, welche
quer unter der Klaviatur hinlaufen, um eine chromatische Octave kürzer sind wie die Klaviatur
und nach oben stehende Zähne haben, welche unter die einzelnen Tasten greifen. Bei
jeder Leiste fehlen jedoch die Zähne für gewisse Töne der Octave, ζ. B. bei der ersten
Leiste fehlen die Zähne für die Tasten c, e und g, bei der zweiten Leiste fehlen die
Zähne für die Tasten g h df.
Wird nun durch eine geeignete Vorrichtung die erste Leiste gehoben, so stofsen ihre Zähne
von unten gegen die Tasten der Klaviatur an und diese können nicht abwärts gedrückt werden,
mit Ausnahme der Tasten c, e und g. Es können somit nur die Töne des C-dur-Dreiklanges
gespielt werden.
In gleicher Weise werden durch Heben der anderen Leisten andere Accorde freigelassen,
während gleichzeitig alle übrigen diesem Accord nicht angehörigen Tasten festgestellt werden.
Die gezahnten Leisten können aber auch seitlich um einen oder mehrere Töne verschoben
werden, so dafs z.B. die erste, bisher den C-dur-Accord freilassende Leiste, um eine
Taste nach rechts geschoben,, nunmehr
ClS
-—, des
eis sis
-7-, — zum Anschlag freiläfst.
t as
t as
Auf diese Weise können durch Einstellen und Hochheben verschiedener solcher Zahnleisten
die verschiedensten Combinationen in allen Tonarten erzielt werden.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Theil der Klaviatur mit drei darunter liegenden
Zahnleisten; Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch die Klaviatur und die Zahnleiste
und Fig. 3 eine Ansicht der unter dem Boden des Klaviaturrahmens angebrachten Mechanik
in kleinem Mafsstabe.
Quer unter den Tasten α sind zwischen dem Wagebalken b und der Klaviaturstiftleiste c
drei parallele, mit Zähnen versehene Leisten d angeordnet, die um eine chromatische Octave
kürzer sind als die Klaviatur. Statt drei können auch mehr Zahnleisten angeordnet
werden.
Die Zähne d1 dieser Leisten d können durch
Ausschneiden derselben oder auch durch eingeschraubte Stellschrauben gebildet sein, in
welchem letzteren Falle ein genaues Einstellen derselben möglich ist. Die Zähne d1 haben
auf jeder Leiste d eine andere Gruppirung, derart, dafs, wenn eine Zahnleiste angehoben
ist, sie nur gewisse Tasten zum Anschlag freiläfst, die übrigen Tasten aber feststellt. Auf
der ersten, der Klaviaturstiftleiste c am nächsten gelegenen Zahnleiste sind z. B. die Zähne so
angeordnet, dafs unter jeder Taste, mit Ausnahme der Tasten c, e und g sämmtlicher
Octaven des Instrumentes, ein Zahn d1 steht. Wird daher diese Zahnleiste gehoben, so können
beim Glissando oder Anschlag nur die Tasten c, e und g herabgedrückt werden und es klingt
der C-dur-Accord.
Auf der zweiten Zahnleiste sind die Zähne so angeordnet, dafs alle Tasten mit Ausnahme
derjenigen für die Töne g, h, d,f, und auf der
dritten Zahnleiste so, dafs alle Tasten mit Ausnahme derjenigen für a, c, e beim Hochheben
der Leisten festgestellt werden.
Die Vorrichtung zum Anheben der Leisten ist für jede derselben die gleiche. Die Zahnleisten
d ruhen nahe ihren beiden Enden in U-förmigen Lagern/, Fig. 4 und 5, welche
mittelst Schraubenbolzen f1 und Muttern in
den freien Enden von Hebeln g ruhen, die um Stifte h in Lagern ft1, drehbar gelagert sind.
Die Lager ft1 sind am Klaviaturboden 2 befestigt. Die anderen, einander zugekehrten Enden der
Hebel g überblatten sich (Fig. 7) und sind je durch einen lose hindurchgehenden Schraubenstift
gx mit einander verbunden, an welchen auch der rechtwinklig zu den Hebeln g angeordnete
Kniezug g'2 angreift. Letzterer ruht um einen Stift drehbar in dem am Klaviaturboden
befestigten Lager g·3, Fig. 6 und 3. Wird daher der Kniezug g% mit seinem vorderen
Ende nach oben gedrückt, in der Richtung des Pfeiles Fig. 6, so gehen die einander
zugekehrten Enden der Hebel g nach unten und die einander abgewendeten äufseren Enden
der Hebel g nach oben, wodurch die Lager/ und damit die in denselben ruhende Zahnleiste d
angehoben wird.
Hört der Druck auf den Kniezug auf, so werden die Hebel g durch auf sie wirkende
Federn k, Fig. 4, herabgedrückt und , sä'mmtliche
Theile nehmen ihre frühere Ruhelage wieder ein.
Jede der Zahnleisten d kann nun in ihren Lagern f um ein beliebiges Stück bis zur Länge
einer chromatischen Octave verschoben werden. Zu diesem Zweck ist jede Leiste d nahe ihren
beiden Enden mit einem nach unten durch eine Oeffnung des Klaviaturbodens hindurchgehenden
Zapfen d2 versehen (Fig. 2, 3 und 4),
welcher mit einem rechtwinklig zu der Zahnleiste stehenden Arm m verbunden ist, der,
unter dem Klaviaturboden hingehend, mit seinem vorderen Ende in einem Einschnitt einer Längsnuth
M1 ruht (Fig. 4), die in einem an der Vorderleiste des Klaviaturrahmens befestigten
Blech η angebracht ist.
Bei Vorhandensein von drei Zahnleisten d sind drei Arme m unter einander liegend zu
beiden Enden der Zahnleisten vorhanden und jedes der beiden Bleche η hat dementsprechend
drei Nuthen n1. Jede Nuth n[ hat zwölf Einschnitte
oder Kerben ri2 für die Aufnahme der vorderen Enden der Arme m.
Werden nun die Arme m der vorderen Zahnleiste mit den Händen an den vorstehenden
Knöpfen erfafst Und aus dem ersten Einschnitt w2 herausgehoben, so kann die Zahnleiste
seitlich verschoben werden und die Arme in einen anderen Einschnitt n2 eingelegt werden.
Wird beispielsweise die erste Zahnleiste nur um einen Einschnitt «2 verschoben und
dann mittelst des Kniezuges angehoben, so werden alle Tasten mit Ausnahme von
eis eis gis , .
-:—, -τ-, -— festgestellt, da diese Zahnleiste in
des t as
ihrer Anfangsstellung die Tasten c e g freiliefs. Für Anfänger im Klavierspiel kann vortheilhaft
eine Zahnleiste eingelegt werden, welche die Obertasten feststellt, so dafs nur aus C-dur
gespielt werden kann.
Claims (2)
- Pa tent-An sp rüche:ι . Vorrichtung zum Festhalten bestimmter Tasten bei Tasteninstrumenten, gekennzeichnet durch unter den Tasten hinlaufende, mit nach oben vorspringenden Zähnen versehene Leisten (d), welche in Lagern ff) verschiebbar gelagert sind und ■ durch sich übergreifende Hebel (g)' von Kniezügen fg2) aus angehoben werden, so dafs sie sich mit ihren Zähnen von unten gegen die Tasten anlegen und deren Niedergang verhindern.
- 2. Eine Vorrichtung der unter Anspruch 1. gekennzeichneten Art, bei welcher die mit Zähnen versehenen Leisten (d) nach unten gehende Zapfen (d2) besitzen, die mit in mit Kerben fv?) versehenen Längsschlitzen (n 1J von Platten (n) ruhenden Armen verbunden sind, um mittelst der Arme fm) die Zahnleisten (d) in ihrer Längsrichtung verschieben und feststellen zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75637C true DE75637C (de) |
Family
ID=348578
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75637D Expired - Lifetime DE75637C (de) | Vorrichtung zum Feststellen be stimmter Tasten bei Tasteninstrumenten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75637C (de) |
-
0
- DE DENDAT75637D patent/DE75637C/de not_active Expired - Lifetime
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