DE694488C - Verfahren zur Herstellung von Leder - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von LederInfo
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- DE694488C DE694488C DE1938I0060877 DEI0060877D DE694488C DE 694488 C DE694488 C DE 694488C DE 1938I0060877 DE1938I0060877 DE 1938I0060877 DE I0060877 D DEI0060877 D DE I0060877D DE 694488 C DE694488 C DE 694488C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C1/00—Chemical treatment prior to tanning
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Leder Die Herstellung mineralgärer bzw. formaldehydgarer Leder umfaßt als wesentliche Schritte u. a. das Weichen, Äschern bz-,v. Schwöden, Enthaaren b'zw. Entschuppen und Entfleischen, Entkälken, ,Beizen, Pickeln, sodann das Gerben, dem noch weitere Behandlungen folgen, bis das Leder im handels-oder gebrauchsfertigen Zustand erhaltenwird. Bei den Arbeiten in der Wasserwerkstatt können bei den Behandlungen - vom Weichen bis zum Beizen einschließlich unerwünschte Verluste an Hautsubstanz eintreten. Dies gilt besonders für Häute, die leicht in Fäulnis übergehen und die leicht durch Alkalien zerstör) werden, z. B. Häute von Fischen und Reptilien.
- ]Es wurde nun gefunden, daß man Leder in sehr vorteilhafter Weise herstellen kann, wenn man die Häute zuerst mit mineralischen Gerbstoffen oder Formaldehyd behandelt und dann erst die übrigen Verfahrensschritte, insbesondere das Äschern bzw. Schwödeü, vornimmt. Hierbei wird die Gefahr einer Zerstörung von Hautsubstanz weitgehend vermieden.-Das Verfahren wird beispielsweise ausgeführt, indem man die Häute, z. B. Fisch- oder Reptilhäute, mit nicht abgestumpften Mineralgerbstoffen, insbesondere Chrom-, Aluminium-oder Eisengerbstoffen bzw. Formaldehyd behandelt und die erhaltenen Leder sodann der Äscherung oder dem Schwödprozeß unterwirft, um Epidermis, Schuppen oder Haare zu entfernen. Die sonst üblichen Arbeiten der Wasserwerkstatt schließen sich dann an. Beizen und Pickeln können häufig unterbleiben. Die Gerbung mit beliebigen Gerbstoffen wird in üblicher Weise durchgeführt. Auch die weitere Behandlung kann in üblicher Weise geschehen.
- Man hat zwar schon zur Entfernung des Kieselsäurepanzers der Häute von Haifischen eine Behandlung mit Salzsäure oder ähnlichen Mitteln vorgeschlagen. Für die Vorbereitung von Häuten zum Gerben kommt eine solche Behandlung üblicherweise nicht in Betracht.
- Die Erfindung wird durch die nachstehen, den Beispiele näher erläutert. Sie ist jedoch nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt, vielmehr ist der Erfindungsgedanlee in der im zweiten Absatz geschilderten Erkenntnis zu erblicken. Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
- Beispiel i Eine frisch abgezogene, nicht kornservierte Haut eines Schuppen tragenden Fisches wird mit einer nicht abgestumpften Lösung von Chromalaun in üblicher Weise behandelt. Dann werden die anhaftenden Fleischteile entfernt. Die Schuppenseite wird mit einer Schwöde bestrichen, die aus i Teil konzentriertem SchwefelnatYium, 2 Teilen gelöschtem Kalk und q. Teilen Wasser besteht. Man läßt die Schwöde so lange einwirken, bis die Schuppen und die Epidermis leicht entfernt werden können, ohne daß die Schuppentaschen beschädigt werden. Nach Entfernung von Schuppen und Epidermis wird gespült und die Gerbung mit in üblicher Weise abgestumpfter Chrombrühe durchgeführt. Die Chrombrühe enthält 8 % 1/3-basisches Chromsalz und wird im Verlauf der Gerbung durch Zugabe von Natriumcarbonat nach und nach auf 1/2 basisch eingestellt.
- Beispiel 2 Ein gesalzenes Kalbfell wird durch Spülen von Salz und Schmutz befreit und mit einer nicht abgestumpften Lösung Chromalaun behandelt. Dann trägt man auf die Fleischseite eine Schwöde der in Beispiel i angegebenen Zusammensetzung auf. Nachdem sie einige Stunden eingewirkt hat, enthaart man das Fell und bringt es in einen Weißkalkäscher von 2 bis 3° Be, der durch Zugabe von Schwefelnatrium um etwa 1/2° B@ verstärkt wurde. Im Äscher verbleibt das Fell unter zeitweiliger Bewegung, bis genügende Schwellung erfolgt ist; dann wird es entfleischt und gewünschtenfalls gespalten. Nach dem Entkälken und Streichen wird das Fell mit in üblicher Weise abgestumpfter Chrombrühe (vgl. Beispiel i) gegerbt, wobei eine vorherige Beize und Pickelung evtl. entbehrlich ist.
- Beispiel 3 Eine frisch abgezogene Haut eines Schuppen tragenden Fisches wird mit Formaldehyd behandelt und dann in der in Beispiel i beschriebenen Weise geschwödet und weiterbehandelt.
- Beispiel 4 Ein durch Spülen von Salz und Schmutz befreites Kalbfell wird mit Formaldehyd behandelt und dann in der in Beispiel 2 beschriebenen Weise geschwödet und weiterbehandelt.
- Beispiel 5 Eine getrocknete Kipshaut wird in eine nicht abgestumpfte Chromalaunlösung eingelegt, die i o g Chromalaun im Liter enthält, und so lange darin gelassen, bis sie davon durchdrungen ist. Dann wird, wie in Beispiel e beschrieben, die Fleischseite mit einer Schwöde behandelt und weiterhin verfahren, wie dort angegeben ist.
- Man -erhält bei entsprechender mechanischer Behandlung Leder, die ausgezeichnet als Schuhsohlenleder geeignet sind.
Claims (1)
- Pt\T1:NTANSI'R1JCll: Verfahren zur Herstellung von Leder, dadurch gekennzeichnet, daß man Häute zuerst mit mineralischen Gerbstoffen oder Formaldehyd behandelt und dann erst die üblichen weiteren Verfahrensschritte, insbesondere das Äschern und Schwöden, vornimmt.
Priority Applications (1)
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| DE694488C true DE694488C (de) | 1940-08-02 |
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| DE1938I0060877 Expired DE694488C (de) | 1938-03-23 | 1938-03-23 | Verfahren zur Herstellung von Leder |
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1938
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