DE446883C - Verfahren zur Herstellung gerbfertiger Bloessen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung gerbfertiger BloessenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung gerbfertiger Blößen. Zusatz zum Patent 416 407. In dem Hauptpatent d.16407 wird ein Verfahren zur Herstellung gerbfertiger Blößen unter Anwendung-von Ammoniak beschrieben, bei dem die Felle und Häute zunächst mit mehr oder weniger konzentrierten Lösungen der Salze der Alkalien oder Erdalkalien oder des Ammoniaks unter Zusatz von Säure behandelt werden; sodann wird die Säure neutralisiert, und die Salze werden mit Wasser ausgewaschen und mit Ammoniak die Enthaarung bewirkt. Vor oder nach der Behandlung mit Ammoniak werden die Enzyme der Bauchspeicheldrüse zur Einwirkung gebracht, um den Schmutz herauszulösen und gegebenenfalls die Enthaarung zu unterstützen.
- Weitere Versuche haben ergeben, daß neben dem Ammoniak auch noch andere alkalisch wirkende Stoffe verwendet werden können. Dabei kann so gearbeitet werden, daß das Ammoniak mit den anderen alkalisch wirkenden Stoffen gleichzeitig angewendet wird, oder aber daß das Ammoniak und die anderen alkalisch wirkenden Zusätze nacheinander angewendet werden. Es ist dabei zweckmäßig, bei Verwendung starker Alkalien Salzzusatz beizugeben, so wie sich dies bereits aus früheren Patentschriften ergibt.
- Der vorgesehene Säurezusatz erfolgt entweder unmittelbar zur Salzlösung, oder-aber die Häute und Felle werden vorerst mit den Salzlösungen behandelt, sodann wird Säure zugesetzt und die gemeinsame Lösung einwirken gelassen. Die Neutralisation der i" Säure kann entweder in besonderem Arbeits-' gang erfolgen, oder aber die entsprechend vorbehanrIelten Häute und Felle werden unmittelbar mit Ammoniak bzw. mit Ammoniak und Säurezusätzen in Berührung gebracht.
- Ferner hat sich gezeigt, daß die Enthaarung auch glatt vonstatten geht, wenn die Salze nicht ausgewaschen werden. Dies ist deshalb sehr auffallend, weil in der Gerbereipraxis der Grundsatz besteht, salzhaltige Felle und Häute vor dem Äschern von Salz zu befreien, weil sie sonst schwer oder erst nach längerer Zeit die Haare lassen. Das Verbleiben der Salze in den Fellen hat den Vorteil, daß mehrstündiges Waschen in fließendem Wasser oder mehrtägiges Wässern unter öfteren Erneuerung des Wassers erspart bleiben.
- Außerdem ist das Verfahren auch durch führbar, wenn das Ammoniak in gasförmigem Zustand bzw. im Entstehungszustand zur Anwendung gelangt.
- Bezüglich der im Hauptpatent angegebenen Behandlung mit Enzymen-- ist zu sagen, daß sie insbesondere für die Enthaarung ungesalzener, getrockneter Felle notwendig ist. Es kommen hierfür nicht nur Enzyme der Bauchspeicheldrüse, sondern alle Mittel in Frage, die eine gleiche Wirkung besitzen. Bei manchen Fellarten hat sich übrigens gezeigt, daß ohne Anwendung der Enzyme gearbeitet werden kann.
- Sämtliche Ausführungen gelten sowohl dann, wenn nur Ammoniak angewendet wird, wie dies im Hauptpatent ausgesprochen ist, oder wenn neben dem Ammoniak noch andere alkalisch wirkende Stoffe angewendet werden.
- Wenn auf reine und zähe Narben Wert gelegt wird, so ist es vorteilhaft, die enthaartenFelle und Häute mit einem alkalischen Schwellmittel, z. B. Soda oder Ätznatron, zu behandeln und sodann mit einem Beizmittel, z. B. Enzymen der Bauchspeicheldrüse, zu beizen.
- Beispiele. i. ioo kg gesalzene Kalbfelle werden mit 3001 Wasser und 15 kg Kochsalz gewalkt, und nach einem Tag wird i kg Salzsäure zugesetzt. Nach 24 Stunden wenden die Felle aus der Lösung genommen und mit 3001 Wasser, dem 3 kg Ammoniak und 3 kg Soda beigegeben sind, gewalkt. Bereits nach einer Stunde kann enthaart werden.
- 2. ioo kg gesalzene Rindshäute werden mit 3oo 1 Wasser, 15 kg Kochsalz und i kg Bauchspeicheldrüsepräparat einige Stunden gewalkt, sodann wird i kg Salzsäure zugegeben. Nach zq. Stunden wird die Säure neutralisiert, die Häute werden aus der Lösung genommen und mit 3001 Wasser, dem 3 kg Ammoniak und 3 kg Pottasche beigegeben sind, gewalkt. Nach einstündiger Einwirkung kann enthaart werden. Sodann wird mit 3oo1 Wasser und i kg Natriumhydroxyd behandelt; nach erfolgter Schwellung wird mit o,5 kg pankreasenzymhaltiger Beize gebeizt.
- Das zur Verwendung gelangende Ammoniak kann in verschiedener Weise zur Wirkung gebracht werden, sei es denn, daß es unmittelbar in wässeriger Lösung verwendet wird oder in einer sonstigen Weise zur @nwendung gelangt. Die beschriebenen Einzelmaßnahmen sind zwar bekannt, insbesondere ist es bekannt, für die Äscherung Alkalien zu verwenden, jedoch wird bei dem vorliegenden Verfahren eine solche Vereinigung bekannter Maßnahmen angegeben, daß bei weitgehender Schonung der Haare, der Wolle und der Faser dennoch eine unerwartet schnelle und stets gleichmäßige und glatte Enthaarung ausführbar ist. Im übrigen ist die Anwendung von Ammoniak wesentlich. Wird z. B. nach der beschriebenen Vorbehandlung in der beim Äschern üblichen Konzentration Natronlauge verwendet, so sitzen die Haare fest und lassen sich weder nach einer Stunde noch auch später entfernen, ein weiterer Neuheitsbeweis des beschriebenen Kombinationsverfahrens. Gegenüber bekannten Enthaarungsverfahren unter Anwendung von Ammoniak zeichnet sich das hier angegebene durch die ganz bestimmte Vorbehandlung der Häute und Felle und durch die überraschend gute und schnelle Wirkung aus.
- Ferner ist hiermit erstmalig ein Verfahren beschrieben, bei. dem ohne eine Schwellung der Häute unmittelbar enthaart werden kann, was bisher nur beim Schwitzverfahren möglich war.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung gerbfertiger ' Blößen nach Patent 416 407, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Enthaarung neben Ammoniak noch andere alkalische Verbindungen angewendet werden.
- 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Anwendung von Ammoniak mit oder ohne Zusatz anderer alkalischer Ver.-bindungen enthaarten Häute und Felle mit einem alkalischen Schwellmittel, z. B. Soda, Ätznatron usw" behandelt, hierauf ausgewaschen und mit einem Beizmittel, z. B. Enzymen der Bauchspeicheldrüse, gebeizt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER61231D DE446883C (de) | 1924-06-01 | 1924-06-01 | Verfahren zur Herstellung gerbfertiger Bloessen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER61231D DE446883C (de) | 1924-06-01 | 1924-06-01 | Verfahren zur Herstellung gerbfertiger Bloessen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE446883C true DE446883C (de) | 1927-07-12 |
Family
ID=7411592
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER61231D Expired DE446883C (de) | 1924-06-01 | 1924-06-01 | Verfahren zur Herstellung gerbfertiger Bloessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE446883C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE949536C (de) * | 1942-08-01 | 1956-09-20 | Westfalia Dinnendahl Groeppel | Maschine zum Biegen von Flach- oder Profileisen, insbesondere Winkeleisen |
-
1924
- 1924-06-01 DE DER61231D patent/DE446883C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE949536C (de) * | 1942-08-01 | 1956-09-20 | Westfalia Dinnendahl Groeppel | Maschine zum Biegen von Flach- oder Profileisen, insbesondere Winkeleisen |
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