DE668181C - Verfahren zur Herstellung von Unterleder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Unterleder

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DE668181C
DE668181C DEB166861D DEB0166861D DE668181C DE 668181 C DE668181 C DE 668181C DE B166861 D DEB166861 D DE B166861D DE B0166861 D DEB0166861 D DE B0166861D DE 668181 C DE668181 C DE 668181C
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STUDIENGESELLSCHAFT DER DEUTSC
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/28Multi-step processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Unterleder Das Patent 66 1 91z hat ein Verfahren zur Herstellung von mineralgarem Leder unter Verwendung der gemäß den Patenten 529 419 und 532 327 durch Behandeln von Eiweißstoffen in Gegenwart von Eisensalzen mit S,äure:n und oxydierend wirkenden Stoffen bzw. oxydierenden Säuren hergestellten eisenhaltigen Gerbstoffe zum Gegenstand, und @es kommt dabei darauf an, daß die mif diesexx eisenhaltigen Gerbstoffen vorgegerbten Leder mit Chrom. oder anderen. Mineralgerbstoffen nachgegerbt werden. Als geeignete Mineralgerbstoffe sind dort neben den Chromgerbstoffen noch Aluminiumgerbstoffe im besonderen genannt. Der durch das Verfahren gemäß Patent 6o i 9 i z erzielte Vorteil besteht darin, daß sich durch diese kombinierte Gerbung eine stärkere Füllung des Leders erzielen läßt, als bei der reinen Eisengerbung erreicht werden kann. Die so. hergestellten Leder zeichnen sich durch einen vorzüglichen Narben, sehr guten Griff und Stand aus; insbesondere erhalten bei Oberledern die abfälligen Teile der Haut sehr günstige Eigenschaften, und die Mastfalten treten in den so behandelten Ledern wenig in Erscheinung.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß die Nachgerbung der mit den eiweißhaltigen Eisengerbstoffen vorbehandelten Leder mit Kieselsäure besondere Vorzüge für die Herstellung von Unterleder, also einem schweren Leder, bietet. Am zweckmäßigsten verwendet man hierfür in an sich bekannter Weise die sog. monomolekulare Kieselsäure, die man am einfachsten durch Ansäuern von wäßrigen Alkalisilicatlösungen mit Salzsäure bis zu einem PH-Wert von etwa 1,5 bis 3,5 herstellt. Derartige kolloidale Lösungen von Kieselsäure sind sehr haltbar und dringen auch sehr gut in das Leder ein.
  • Gegenüber dem mit Chrom- oder Aluminiumverbindungen nachgegerbten Leder zeichnet sich das mit Kieselsäure nachgegerbte durch besondere Festigkeit und Widerstandsfähigkeit aus, ohne daß aber die Fasern nach dem Auftrocknen im urzugerichteten Zustand fest zusammentrocknen. Das Leder bleibt im Gegensteil locker und biegsam, so daß es sich noch gut mit Fettstoffen imprägnieren läßt. Infolgedessen bietet das Verfahren besondere Vorzüge für die Herstellung von Unterleder. Wie praktische Tragversuche ergeben haben, treten sich Sohlen aus Unterleder, das nach diesem Verfahren hergestellt ist, infolge ihrer Steifheit nicht so aus, wie es bei dem nach dem älteren Verfahren gewonnenen Sohlleder oft der Fall ist. Außerdem hat das mit Kieselsäure nachbehandelte Unterleder eine sehr schöne, helle Farbe.
  • Man hat zwax auch schon vorgeschlagen, für die Gerb.ung eine Kombination von Metallsalzen mit Silicaten bzw. EKieselsäure vorzunehmen. Dabei ist aber nur an eine Verwendung von Chromsalzen und Alaun als Metallsalze gedacht worden, nicht hingegen an die Verwendung von Eisensalzen. Vor allen Dingen war aber von einer Kombinierungeiner Vorgerbung mit den Eisen-Eiweiß-
    Gerbstoffen gemäß den Patenten 529 419 vI,
    532 327 mit der Kieselsäur.egerbumg ke1'
    Reede. Infolgedessen waren auch die Vorteif
    nicht erkannt, welche die Anwendung diese@° Kombination, für die Herstellung von Unterleder, also schwerem Leder, bietet. Ausführungsbeispiel 5ookg wie üblich vorbereiteter für die Herstellung von Unterleder geeigneter Blöße werden mit einer im Patent 529 q.19 unter Beispiel l bis 8 angeführten Brühe, die -1,5% Fee 03 in 8 o % Flotte, bezogen auf das Blöß.emgewicht, enthält, bei pH = 2,1 angegerbt. Der PH-Wert dieser Angerbbrühe wird durch Behandlung der Brühe mit io%iger Sololösung eigestellt. Nachdem die Blöße durchgebissen. ist, wird mit einer gleichartigen Brühe, die jedoch konzentrierter ist und 1, 5 % Fee 03 in etwa 5o % Flotte von. p11=2,o enthält, zugebessert und durch allmähliche Zugabe von io%iger Sodalö,sung die Gesamtflotte auf PH = q.,0 gebracht. Bei Erreichung dieses pH-Wertes ist das Leder durchgegerbt. Nach zweitägigem Lagernwird das Leder . durch Waschen von dem überschüssigen Gerbstoff befreit und anschließend mit einer Kieselsäurelösun2 vom
    g,, 1,5 bis 3,5, die 1,5% S'02, bezogen auf
    :Ledergewicht,enthält, in 2oo%.Flotte ge-
    ekt. Die Kieselsäurelösuug vom pH = 1, 5 bis
    ,5 erhält man durch Zusammengeben von verdünntem Wasserglas mit der notwendigen Menge verdünnter Säure. Nach etwa sechsstündigem Walken ist der größte Teil der Kieselsäure aufgenommen. Nach mehrtägigem Lagern wird die überschüssige Kieselsäure durch Waschen entfernt und anschließend das erhaltene Unterleder in bekannter Weise neutralisiert und weiterverarbeitet.
  • Die für die Nachgerbung angewandte Menge Si02 kann beliebig variiert werden, je nach den Eigenschaften, die das fertige Unterleder erhalten soll.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Unterleder durch Vorgerbung von Blößen mit gemäß den Patenten 529 419 und 532 327 hergestellten eisenhaltigen Gerbstoffen, .dadurch gekennzeichnet, daß man dieselben mit auf pH 1,5 bis 3,5 eingestellten Kieselsäurelösungen nachgerbt.
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