DE660678C - Verfahren zur Herstellung von schwerem Sohlleder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von schwerem Sohlleder

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DE660678C
DE660678C DEG92729D DEG0092729D DE660678C DE 660678 C DE660678 C DE 660678C DE G92729 D DEG92729 D DE G92729D DE G0092729 D DEG0092729 D DE G0092729D DE 660678 C DE660678 C DE 660678C
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Germany
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leather
salts
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metal salts
mixture
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DEG92729D
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DR WALTER GELLENDIEN
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DR WALTER GELLENDIEN
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von schwerem Sohlleder Die Behandlung von Leder mit wäßrigen Lösungen von Metallsalzen ist bekannt. So wird seit langer Zeit Leder, z. B. Chromleder, sei es zum Bleichen oder zum Beschweren, mit Chlorbariumlösungen und .anschließend mit Bittersalz- oder Gla:ubersalzlösungen behandelt. auch die Verwendung von Magnesiumsalzlösungen allein, Aluminiumsalzlösungen, Zinnsalzlösungen u. a. zum Zwecke einer besonderen Lederzurichtung ist bekannt. Bei dieser Behandlung des Leders mit Metallsalzlösungen erstreckt sich die Einwirkung der Metallsalze nur auf die Oberflächenschichten düs Leders.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch eine vollständige und alle Schichten des Leders gleichmäßig erfassende Behandlung mit Met.allsalzien oder Metallsalzgemischen die Eigenschaften bestimmter Leder, die infolge ihrer Gerbmethode Ieergeblieben und daher für viele Zwecke nicht verwendbar sind, grundlegend verändern und verbessern kann. So kann Leder, das mit Formaldehyd, mineralischen oder gewissen synthetischen Gerbstoffen oder finit 'Sulfitoelltiloseextrakt gegerbt worden ist, durch die das Leder vollkommen durchdringende Metallsalzbehandlung so zu-, gerichtet werden, daß es die Eigenschaften eines vollwertigen schweren Sohlleders erhält, dessen Haltbarkeit bei Tragversuch n sich gleichwertig mit der des besten lohgaren Sohlleders erwiesen hat. Das Leder ist außerdem gleitfrei. Dies der Erfindung zugrundeliegende Behandlung mit Metallsalzen besteht darin, daß nicht Salzlösungen, die nur die Oberflächenschichten des Leders beeinflussen, verwendet werden, sondern daß das Leder mit den bekannten, zur Beschwerung geeigneten Mctallsalzen bzw. ihrer Mischung in Breiform im Walkfaß behandelt wird.
  • Das Anteigcn der Salze kann mit Wasser erfolgen. Ausreichendes Anteig.en wird auch erzielt, wenn die verhältnismäßig nassen Leder mit trockenen Salzen im Faß gewalkt werden.
  • Weitere Vorteile lassen sich erreichen, wenn man als Anteigmittel statt Wasser Sulfitcelluloseektrakt verwendet, durch welchen das Eindringungsvcrmögen des Salzbreies in besonderer Weise erhöht werden kann. Durch Verwendung verschiedenartiger Salze nacheinander wird erreicht, daß die das Leder ausfüllenden Metallsalzverbindungen im Leder selbst in wasserunlöslicher Form gebildet werden und infolgedessen nicht mehr ausgewaschen werden können.
  • Die zwischen den Fasern .gleichmäßig eingelagerten Salze füllen das bei der Gerbung mit Formaldehyd, gewissen sysntlietisclien oder mineralischen Gerbstoffen lose und leer gebliebene Fasergefüge vollständig aus. Im Anschluß an diese Salzbehandlung läßt sich das Leder ,nach den üblichen Zurichtmethodien (warme und kalte Fettung, Appretieren usw. ) weiterbehandeln. Man .erhält so ein volles, -festes und widerstandsfähiges Leder, das allen Verarbeitungsmethoden gewachsen ist.
  • Es ist bereits vorgeschlagen woren, vege;
    tabilisch gegerbtes Leder durch Behandlu "3K
    mit einem Gemisch von Metallsalzen,
    durch geeignete Flüssigkeiten einen mehr
    weniger breiförmigen Zustand erhalten h
    zu verbessern; doch handelte es sich bei diesen bekannten Verfahren nicht um ein eigentliches Beschweren des Leders, sondern um :ein äußeres Verschönen eines vegetabilisch vorgegerbten Leders.
  • Beispiel i Die in bekannter Weise vorbereiteten Blößen werden mit einer Formaldehydl:ösung durchgegerbt, nach der Gerbung abgewelkt und im rasch laufenden Walkfaß mit etwa 12()/() Kalialaun (berechnet auf Abwelkgewicht) und mit wenig Wasser 1/2 Stunde lang gewalkt. Dann gibt man 6 bis 8 Bariumchlorid zu und walkt nochmals i o Minuten. Anschließend werden die Leder von überschüssigiem Salz befreit und rasch getrocknet, bis der Wassergehalt weniger als 5% beträgt, hierauf mit einem Fettgemisch eingebrannt und in üblicher Weise fertig zugerichtet.
  • Beispiel 2 Die Blößen werden mit 15 bis 20% eines synthetischen Gerbstoffes so lange gegerbt, bis der Schnitt Durchgerbung anzeigt. Nach dem Abpressen werden die Leder mit etwa 15()/o Bariumchlorid und 8 % Sulfitcellul@oseextrakt (berechnet auf Abwelkgewicht) 1/,> Stunde im F.aß gewalkt, worauf man 3@:ö Glaubersalz zusetzt und nochmals io Minuten walkt. Weiterbehandlung wie im Beispiel i.
  • Beispiel 3 r Die mit Chrom- ioder Eisengerbstoffen nach
    Itkannter Weise gegerbten Leder werden im
    K aß mit einem Gemisch von 15 bis 20% Ba-
    riumchlorid, 80/6 Sulfitcelluloseextrakt und 301'0 Magn@esiumsulfat (nötigenfalls durch Zusatz von wenig Wasser in Teigform gebracht) so lange im Faß gewalkt, bis das Salzgemisch vom Leder aufgenommen ist. Weiterbehandlung wie im Beispiel i.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE, : i. Verfahren zur Herstellung von schwerem Sohlleder durch Einlagern von Metallsalzen in das Leder, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Formaldehyd, mit synthetischen oder mineralischen Gerbstoffen oder mit Sulfitcelluloseablauge vorgegerbte Leder mit einem Gemisch der Beschwerungssalze in Breiform im Walkfaß behandelt wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die. Metallsalze mit Sulfitcelluloseextrakt angeteigt sind.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Metallsalzbehandlung nacheinander so verschiedene Salze verwendet -werden, daß durch ihre gegenseitige Umsetzung im Leder unauswaschbare Verbindungen entstehen.
DEG92729D 1936-04-21 1936-04-21 Verfahren zur Herstellung von schwerem Sohlleder Expired DE660678C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922671C (de) * 1950-09-03 1955-01-20 Waldhof Zellstoff Fab Verfahren zur Vereinigung von Leder mit Kautschuk

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