DE394948C - Verfahren zum Gerben - Google Patents

Verfahren zum Gerben

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DE394948C
DE394948C DEC32136D DEC0032136D DE394948C DE 394948 C DE394948 C DE 394948C DE C32136 D DEC32136 D DE C32136D DE C0032136 D DEC0032136 D DE C0032136D DE 394948 C DE394948 C DE 394948C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/28Multi-step processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Gerben. Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung ist eine kombinierte Chrom- und vegetabilische Gerbung, durch welche dein Leder die durch beide Gerbverfahren erzielbaren guten Eigenschaften gegeben werden. Beim Gerben mit Chrom war es bis jetzt gebräuchlich, die Chromverbindung durch "Zusatz von Alkalien, wie Soda, in einen basischen Zustand zu bringen, während beim kombinierten Gerben mit Chrom und pflanzlichen Gerbstoffen die gewöhnlichen Chromsalze ebenfalls basisch gemacht -wurden, wodurch die Wirkung der pflanzlichen Gerbstoffe beträchtlich verlangsamt wird. Es ist gefunden worden, daß durch eine besondere Beschaffenheit der Chrombäder in bezug auf deren Säuregehalt und Verwendung derselben in Kombination mit pflanzlichen Gerbstoffen, sei es nach dem Einbad-, sei es nach dein Zweibadv erfahren, eine bedeutend raschere und durchgreifende Gerbwirkung erzielt werden kann. Es ist ferner durch das Verfahren möglich, nicht nur die bereits erprobten Chromsalze, sondern auch solche zu verwenden, welche selbst in basischem "Zustande eine nur geringe gerbende Wirkung ausüben, wie z. B. Chromnitrat und Chromacetat.
  • Beispielsweise werden die gekalkten Häute mehrere Stunden in Wasser eingeweicht und gewaschen, bis soviel Kalk als möglich entfernt worden ist. Die gerl:ende Chromverbindung wird hergestellt durch Auflösen eines grünen Chromsalzes in Wasser--zu -einest spezifischen Gewicht von 13'B6- Zu dieser Lösung wird Essigsäure von handelsüblicher Stärke hinzugefügt, und zwar in solcher Menge, daß unter Zuhilfenahme der Kalkwassertitrierung 2o ccm gesättigten Kalkwassers, i o ccm der Flüssigkeit vollständig zu neutralisieren vermögen.
  • Die Bäder enthalten etwa 5625 Liter Chromlösung von z3° Be, zu welcher 9 bis 23 Liter Essigsäure von handelsüblicher Stärke hinzugefügt werden. Die gewaschenen Häute werden in dieser Chromlösung etwa 12 Stünden lang belassen, -während welcher Zeit ein vollständiges Tränken derselben erfolgt. Nachdem die Häute aus dem Bade herausgenommen und abtropfen gelassen wurden, ---erden sie dein pflanzlichen Gerben unterworfen, welches mit irgendeinem bekannten Gerbstoff bewerkstelligt -wird. Die Stärke der Gerbflüssigkeit beträgt etwa 41 ' B6, welche Stärke genügend hoch ist, ohne das Härten der LederoLerfläche zu bewirken. Die Durchtränkung der Häute in dieseln Gerbbade erfolgt während etwa 6 Tagen. Nach der beschriebenen Behandlung werden die Häute in einem 3o bis q.o° C heißen Extrakt der Mimosenrinde getränkt, welche etwa 61' B6 stark ist und dazu dient, die Poren auszufüllen.
  • Nach einer anderen Ausführungsform werden die Häute nach der Behandlung mit der genannten sauren Chromlösung und nach dem Waschen in eine Schwimintrontnel eingelegt, «-elche in ein pflanzliches Gerbbad von ,4i bis d.3° Be eingetaucht ist. Das Durchdringen erfolgt etwa in vier Tagen, wonach die Häute wie obengenannt nachbehandelt werden.
  • Es ist gefunden worden, daß die Einwirkung des pflanzlichen Gerbstoffes auf die Häute, welche mit saurer Chromlösung behandelt worden sind, in bedeutend schnellerer Weise erfolgt, so claß die Gerhdauer wesentlich verkürzt wird.
  • Nach dein dritten Ausführungsbeispiel kann die saure Chromlösung und die pflanzliche Gerbstofflösung in gleichem Mengenverhältnis zu einer einzigen Flüssigkeit verinischt \%-erden, in welchem Falle die pflanzliche Gerbstofflösung etwas schwächer gewählt wird, z. B. etwa i9 bis 24.° Be. Nach der Behandlung in dieser gemischten Flüssigkeit können die Häute in einem reinen Gerbstoffbade von entsprechender Stärke oder auch in einer Reihe von aufeinanderfolgenden Gerbstoffbädern von steigender Stärke behandelt werden.
  • Das erzeugte Leder zeigt eine wesentliche Gewichtszunahme im Vergleich mit dem Rohinaterial und besitzt eine bedeutende Zugfestigkeit und Widerstandsvermögen, so claß e5 für Sohlenleder, Treibriemen usw. geeignet wird.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHti. Verfahren zum Gerben nach dem kombinierten Chrom- und pflanzlichen Gerbverfahren,, dadurch gekennzeichnet, claß die Häute vor der Behandlung mit pflanzlichen Gerbstoffen in einer angesäuerten grünen Chromlösung behandelt werden.
  2. 2. `'erfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Chromlösung durch Behandlung eines handelsüblichen grünen Chromsalzes, wie Chromsulphat, mit Essigsäure hergestellt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Häute in einem gemischten Bade gegerbt werden, welches aus einer angesäuerten grünen Chromlösung von etwa i3° Be und einer pflanzlichen Gerbstofflösung von etwa ig bis 24.° Be in gleichem Mengenverhältnis zusammengesetzt ist. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, claß die Häute nach der Behandlung mit angesäuertem Chromsalz und pflanzlichen Gerbstoffen noch mit pflanzlichen Gerbstoffen oder in einer Reihe von pflanzlichen Gerbstoffbädern von steigender Stärke behandelt werden.
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