DE13122C - Verfahren zum Schnellgerben und zur Verdichtung von Thierhäuten - Google Patents

Verfahren zum Schnellgerben und zur Verdichtung von Thierhäuten

Info

Publication number
DE13122C
DE13122C DENDAT13122D DE13122DA DE13122C DE 13122 C DE13122 C DE 13122C DE NDAT13122 D DENDAT13122 D DE NDAT13122D DE 13122D A DE13122D A DE 13122DA DE 13122 C DE13122 C DE 13122C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wood vinegar
baths
tanning
parts
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT13122D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. BALLATSCHANO, C. BALLATSCHANO und H. TRENK in Berlin
Publication of DE13122C publication Critical patent/DE13122C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

1880.
Klasse 28.
JEAN BALLATSCHANO, CONSTANTIN BALLATSCHANO und HEINRICH TRENK in BERLIN.
Verfahren zum Schnellgerben und zur Verdichtung von Thierhäuten.
Zusatz-Patent zu No. 11031 vom 10. Januar 1880.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. April 1880 ab. Längste Dauer: 9. Januar 1895.
Die Gerbefliissigkeiten sind folgendermafsen zusammengestellt:
No. ι ist eine Lösung von Chromalaun in Holzessig mit starker Wasserverdünnung, und zwar auf 1000 Theile Wasser circa 20 bis 30 Theile Chromalaunlösung und circa 20 bis 30 Theile Holzessig.
No. 2 ist eine Lösung von rohem Weinstein, welcher die Lösung eines Salzes, wie Chlorzinn-Chlorammon, *- Chlornickel-Chlorcalcium etc. in kleiner Quantität zugesetzt wird.
Das beschriebene Weinsteinbad hat die Eigenschaft, die Häute nach der Gerbung mit dem besagten Holzessig-Chromalaunbade bedeutend zu verdichten, wenn selbes auf die aus dem Gerbebade No. 1 kommenden garen, ausgewaschenen und noch nassen Häute in der Dauer von 24 bis 48 Stunden und darüber angewendet wird.
Das Gerben mit diesen Flüssigkeiten geschieht in verschiedener Weise:
Werden zwei Theile der Lösung No. 1 (Chromalaun in Holzessig) mit einem Theile der Lösung No. 2 (Weinsteinlösung etc.) gemischt, so kann man mit dem so entstandenen Bade starke Rinds- oder Pferdehäute in 18 bis 21 Tagen vollkommen fertig gerben.
Für die verschiedenen Zwecke, zu welchen das fertige Leder später verarbeitet werden soll, werden entsprechende Lösungen beider unter No. ι und No. 2 genau beschriebenen Lösungen angewendet:
a) Zwei Theile der Lösung No. 1 (Chromalaun in Holzessig) und ein Theil der Lösung No. 2 (Weinsteinlösung mit geringem Zusatz der Lösung eines Salzes, wie Chlorzinn-Chlorammon etc.).
b) Das Einlegen der Häute mindestens 36 Stunden in das Bad No. 2 und nachheriges Fertiggerben in dem unvermischten Bade No. 1.
c) Gerben mit der Lösung No. 1 (Chromalaun in Holzessig) und darauf ein beliebig langes Verweilen in dem Bade No. 2 (Weinsteinlösung).
d) Einfache Gerbung nur allein mit dem Bade No. 1 ohne Anwendung der Lösung No. 2.
Je nach Bedarf können die Gerbebäder stärker oder schwächer angewendet werden, und können die zum Gerben gebrauchten Flüssigkeiten mehrmals benutzt werden.
Eine gleiche Wirkung, wie die angeführten einfachen Bäder von chromsaurer Thonerde und Chromalaun in Holzessig, geben viele salpetersaure, schwefelsaure und chlorwasserstoffsaure Metallverbindungen mit Kalk, d. h. salpetersaure, schwefelsaure oder chlorwasserstoffsaure Lösungen von Metallen, welche durch Behandlung mit kohlensaurem Kalk neutralisirt oder nahezu neutralisirt sind. Von diesen besitzen die meisten, in Holzessig gelöst, eine schnell· wirkende Gerbefähigkeit, welche der der vorerst angegebenen Bäder gleichkommt.
Eine noch weit gröfsere Dichtigkeit erhalten die Leder durch Anwendung folgenden Bades, welches je nach Bedürmifs leichter oder stärker angewendet wird.
Eine Quantität Leim wird in Wasser gekocht und derselben Oxalsäure zugesetzt, hierzu kommt eine kleine Quantität Glycerin, in welchem essigsaure Thonerde gelöst ist.
Die rohe Haut wird in dieser Lösung einige Stunden gebadet, bis sie aufgequellt ist, oberflächlich ausgedrückt und in einem der angeführten Gerbebäder gegerbt.
Es kann auch ein in einem der genannten Gerbebäder schon gegerbtes und ausgewaschenes Leder, nafs oder trocken, in das Verdichtungs-Leimbad gebracht werden, bis es damit gesättigt ist, um dann ausgedrückt und in demselben Gerbebade noch nachgegerbt zu werden. Man kann auf diese Weise dem Leder eine noch nicht erreichte Dichtigkeit verleihen, und ist ein so behandeltes Leder, ohne die geringste

Claims (1)

  1. Fettung erhalten zu haben, gegen den Einflufs des Wassers vollkommen geschützt.
    Der Holzessig wirkt auf das Garwerden befördernd ein und trägt zur Güte des damit behandelten Leders bei.
    PATENτ- AnSprüche:
    i. Die Zusammensetzung und Anwendung folgender Bäder:
    a) eine Auflösung von chromsaurer Thonerde in Holzessig oder Chromalaun in Holzessig mit starker Wasserverdünnung;
    b) eine concentrirte oder nahezu concentrirte Auflösung von rohem Weinstein mit einem geringen Zusatz eines Salzes, wie Chlorzinn-Chloramnion, Chlornickel-Chlorcalcium und der analog zusammengesetzten Doppelsalze von Zinn, Zink, Eisen, Nickel, Cobalt, Chrom, Mangan,
    , Aluminium, Magnesium mit alkalischen Erden oder Alkalien;
    c) die Lösung von ι bis 2 Theilen Tannin auf 1000 Theile Wasser in 20 bis 25 Theilen Holzessig;
    d) die Anwendung der unter b) erwähnten Doppelsalze in essigsaurer Lösung;
    e) die Anwendung aller Leimarten in Verbindung mit Oxalsäure oder anderen den Leim nicht coagulirenden Säuren mit Zusatz von Glycerin und essigsaurer Thonerde;
    f) die Anwendung des Holzessigs und der ihm analogen Säuren als Hülfsmittel zum Garmachen von Thierhäuten.
    Die Vermischung bezw. Combination der oben genannten drei Bäder mit einander in beliebigen Verhältnissen, die Anwendung von zweien oder allen dreien einzeln nach einander und die Verwendung eines jeden einzelnen derselben für sich allein, zum Zweck, beim Gerben aller Art Thierhäute die genannten Bäder dem jedesmaligen Bedürfnifs entsprechend anzupassen.
    43
DENDAT13122D Verfahren zum Schnellgerben und zur Verdichtung von Thierhäuten Active DE13122C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE13122C true DE13122C (de)

Family

ID=290296

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT13122D Active DE13122C (de) Verfahren zum Schnellgerben und zur Verdichtung von Thierhäuten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE13122C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1115416B (de) * 1959-10-20 1961-10-19 Kurt Bandow Dr Ing Vorrichtung zum Kuehlen und Entstauben von Giessereisanden
DE1245047B (de) * 1962-04-18 1967-07-20 Ullrich & Roser Ges Mit Beschr Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von gebrauchtem Giessereiformsand

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1115416B (de) * 1959-10-20 1961-10-19 Kurt Bandow Dr Ing Vorrichtung zum Kuehlen und Entstauben von Giessereisanden
DE1245047B (de) * 1962-04-18 1967-07-20 Ullrich & Roser Ges Mit Beschr Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von gebrauchtem Giessereiformsand

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE13122C (de) Verfahren zum Schnellgerben und zur Verdichtung von Thierhäuten
DD296705A5 (de) Verfahren zur fungiziden und antibakteriellen behandlung von haeuten und nach diesem behandelte haeute
DE2739844C3 (de) Verfahren zum Chromgerben
DE1273119B (de) Verfahren zum Schnellgerben mittelschwerer oder schwerer Haeute
DE827225C (de) Verfahren zur Herstellung von Leder
DE1303521C2 (de) Gerbverfahren unter verwendung von basischen aluminium-chrom-(iii)-mischkomplexverbindungen
DE602273C (de) Verfahren zum Gerben von gepickelten Hautbloessen mit Chromsalzen
DE2424301C3 (de) Verfahren zum Chromgerben und Gerbmischung dafür
DE684972C (de) Verfahren zum Gerben von tierischen Hautbloessen oder Pelzfellen
DE514874C (de) Verfahren zum Gerben tierischer Haeute
DE193842C (de)
DE888591C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten, Fellen und Pelzfellen
DE304251C (de)
DE694566C (de) Herstellung von Leder
DE334004C (de) Verfahren zum Gerben mittels Salzloesungen des dreiwertigen Eisens
DE70226C (de) Gerben mit Eisenoxychlorid-Chlornatrium
DE679484C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten mit dreiwertigen basischen Eisensalzloesungen
DE394948C (de) Verfahren zum Gerben
DE802071C (de) Verfahren zum Faerben von mineralisch gegerbtem Leder
DE746458C (de) Zweibadchromgerbung
DE629996C (de) Verfahren zum Fetten von tierischen Haeuten und Leder
DE560018C (de) Verfahren zum Gerben von Fellen und Haeuten
DE758673C (de) Verfahren zum Entkaelken von geaescherten Bloessen
DE883187C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen
DE117280C (de) Verfahren zur unschädlichmachung der bei der gerbung mittels pikrinsäure im leder zurückbleibenden, freien pikrinsäure