DE684972C - Verfahren zum Gerben von tierischen Hautbloessen oder Pelzfellen - Google Patents
Verfahren zum Gerben von tierischen Hautbloessen oder PelzfellenInfo
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- DE684972C DE684972C DEC50657D DEC0050657D DE684972C DE 684972 C DE684972 C DE 684972C DE C50657 D DEC50657 D DE C50657D DE C0050657 D DEC0050657 D DE C0050657D DE 684972 C DE684972 C DE 684972C
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Description
- Verfahren zurn Gerben von tienischen Hautblößen oder Pelzfellen Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung der Chronigerbung von Hautblößen oder Pelzfellen. Bei den bekannten Chromgerbungsverfahren entspricht die Fülle und Griffigkeit des erhaltenen Leders nicht allen zu stellenden Anforderungen. Außerdem besitzen die chrorngegerbten Leder eine in vielen Fällen unerwünschte Eigenfärbung, Was insbesondere bei der anschließenden Färbung des Leders in lichten Farben sich unangenehm bemerkbar macht. Erfindungsgemäß wird die Gerbung von tierischen Hautblößen oder Pelzfellen mit gerbenden Verbindungen des dreiwertigen Chroms in Gegenwart von Eiweißspaltprodukten in der Weise durchgeführt, daß man die Gerbung mit solchen Gerbbrühen durchführt, die durch Zusatz von hochtnolekularen Eiweißspaltprodukten vom Typ der Lysalbin- und Protalbinsäure erhalten werden. Gerbbrühen, die niedrigmolekulare Eiw * eißspaltprodukte enthalten, sind an sich schon vorbekannt. Durch die Gegenwart der niedrigmolekularen Eiweißspaltprodukte bilden sich aus den gerbend wirkenden Chromverbindungen heidelbeerfarbene Komplexverbindungen. Auch die mit diesen Gerbbrühen gegerbten Leder sind violettstichig.
- Die Gegenwart der hochniolekularen Eiweißspaltprodukte vom Typ der Lysalbin-und Protalbinsäure verursacht die Bildung von violettstichigen graugrünen komplexen Chromverbindungen. Die mit diesen Gerbbrühen gegerbten Leder zeigen nicht die Grünstichigkeit der in üblicher - Weise chromgegerbten Leder, sondern sind weiß bzw. grau gefärbt.
- Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Gerbbrühen besteht darin, daß die Grenze für die Flockung durch Alkalizusatz erheblich verschoben ist. Der Säuregehalt der Gerbbrühen kann demzufolge erheblich weiter abgestumpft werden als bei den üblichen Chromgerbungsverfahren, so daß Schwellungserscheinungen vermieden werden. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, völlig neutrale chromgegerbte Leder zu gewinnen.
- Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten Leder sind erheblich fester als die üblichen chromgegerbten Leder, zeichnen sich aber außerdem durch eine große Milde aus.
- Zur näheren Veranschaulichung der erfindungsgemäßen Arbeitsweise dienen die folgenden Beispiele: Beispiel i 2o g gepickelte und abgepreßte Ziegelblöße werden mit 2oo cbcni einer i0/0igen Chromalaunlösung 24 Stunden lang gegerbt; danach wurden der Gerbbrühe 2 ccm einer 51/,igen Sodalösung zugefügt und die Gerbung weitere :24 Stunden fortgesetzt. Danach wurden wieder 2 ccm 5 '[,iger Sodalösung zugefügt und nochmals --4 Stunden gegerbt; schließlich nochmals iccmeiner50/,igenSodalösung hinzugegeben, und nach weiteren .24Stunden war die Gerbung beendet.
- Beispiel :2 Es wurde genau wie beim Beispiel i gearbeitet, nur enthielt die Chromalaunlösung 5 ccm einer 30 1/,igen Lösung eines hochmolekularen Eiweißspaltprodukts vom Typ der Lysalbin- und Protalbinsäure. Nach 72stündiger Gerbung konnte der Gerbbrühe anstatt von i ccm einer 5 '/,igen Sodalösung 4 ccm einer 4 1/,igen Sodalösung zugefügt werden, ohne daß eine Flockung, der Gerbbrühe eintrat.
- Beispiel 3 Auch bei diesem Beispiel wurde wie im Beispiel i gearbeitet, nur enthielt die Chromalaunlösung io ccm einer 30 0/,igen Lösung eines hochmolekularen Eiweißspaltproduktes vom Typ der'Lysalbin- und Protalbinsäure. Die zugegebenen Mengen 5 1/oiger Sodalösung sind nach 24 und 48 Stunden je 2,5 ccm und nach 7:2 Stunden 4,5 ccm.
- Das gemäß dem Beispiel i gegerbte Leder war schwach sauer und wurde in der üblichen Weise mit Boraxlösung neutralisiert.
- Das Leder gemäß Beispiel 2 war nach Be-".eridung der Gerbung neutral.
- -,#4 Leder gemäß Beispiel .3 war nach Be-
le "Di nach allen drei Beispielen hergestellten Leder wurden gut gespült und mit einem geeigneten Fettlicker gefettet. Das Leder gemäß Beispiel i ist ziemlich schwammig und wenig fest. Außerdem zeigt es eine schwach grüne Färbung. Das Leder nach Beispiel 2 ist wesentlich flacher als das Leder nach Beispiel i und ist nicht grün, sondern weiß mit einem schwachen grauen Ton gefärbt. Das Leder gemäß Beispiel 3 zeigt ähnliche Eigenschaften wie das Leder gemäß Beispiel 2.w # .# Mkr der Gerbung schwach alkalisch. . y# Iri .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Gerben von tierischen Hautblößen oder Pelzfellen mit gerbenden Verbindungen des dreiwertigen Chroms in t' b Gegenwart von Eiweißspaltprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gerbung in Gegenwart von hochniolekularen Eiweißspaltprodukten vom Typ der Protalbin- und Lysalbinsäure ausführt.
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