DE642728C - Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mittels Eisenverbindungen - Google Patents

Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mittels Eisenverbindungen

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DE642728C
DE642728C DEI52642D DEI0052642D DE642728C DE 642728 C DE642728 C DE 642728C DE I52642 D DEI52642 D DE I52642D DE I0052642 D DEI0052642 D DE I0052642D DE 642728 C DE642728 C DE 642728C
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DE
Germany
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weight
skins
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iron compounds
tanning
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Expired
Application number
DEI52642D
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English (en)
Inventor
Dr Eugen Immendoerfer
Dr Hermann Loewe
Dr Herbert Muench
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/04Mineral tanning
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen mittels Eisenverbindungen Es wurde gefunden, daß man Häute und Felle in vorzüglicher Weise gerben kann, wenn man als Gerbmittel Gemische oder Umsetzungsprodukte aus Eisenverbindungen und solchen Polycarbonsäuren, die mindestens eine Doppelbindung im Molekül enthalten, bzw. ihren Salzen verwendet. Als geeignete .Säuren dieser Art seien beispielsweise Maleinsäure, Phthalsäure, Mellithsäure und Hemimellithsäure genannt. Besonders geeignet sind solche Dicarbonsäuren, in deren Molekül die beiden Carboxylgruppen an zwei benachbarten, durch eine Doppelhindung verbundenen Kohlenstoffatomen hängen. Es ist vorteilhaft, solche Säuren zu verwenden, die mit Eisensalzen keine intensiven Färbungen geben. Man kann die Eisenverbindungen und die genannten Polycarbonsäuren zunächst zusammenbringen und die so erhaltenen Produkte zum Gerben verwenden oder aber die einzelnen Komponenten in beliebiger Reihenfolge auf die zu gerbenden Materialien einwirken lassen. Auch kann man das Gerbverfahren mit beliebigen anderen Gerbmethoden, z. B. solchen, die sich vegetabilischer, synthetischer oder mineralischer Gerbstoffe bedienen, kombinieren. ' Die mit Hilfe der beschriebenen Gerbstoffe gegerbten Leder und Felle zeichnen sich durch hervorragende Fülle aus. Sie sind von vorzüglicher Lagerbeständigkeit und im allgemeinen nur schwachgefärbt. Es ist ein Gerbverfahren bel<annt, bei dem Metallsalze, kieselsaure Salze und mehr als zweiwertige Säuren verwendet werden, und zwar die letztgenannten in solchen Mengen, daß keine störende Fällung eintritt. Bei dem vorliegenden Verfahren werden jedoch keine kieselsauren Salze mitverwendet, und es werden Leder von wesentlich größerer Weichheit, besserem Griff und besserer Beständigkeit gegen heißes Wasser erhalten als nach. dem bekannten Verfahren.-Es ist ferner schon vorgeschlagen worden, Felle. und Häute mit Komplexverbindungen des Eisens mit organischen Säuren, die mehr als ein C-Atom enthalten, zu gerben, z. B. mit Eisensalzen der Milchsäure, Oxalsäure, Malonsäure und Salicylsäure. Aber gerade die Verwendung von Gemischen oder Umsetzungsprodukten aus Eisenverbindungen und solchen Polycarbonsäuren, :die mindestens eine Doppelbindung im Molekülenthalten, bzw. ihren Salzen gemäß vorliegendem Verfahren führt zu Ledern von besonders guter Weichheit, gutem Griff und besonders guter Beständigkeit gegen heißes Wasser.
  • Beispiel i Man löst iq.8o Gewichtsteile Phthalsäureanhydrid in einer Lösung von 8oo Gewichtsteilen Ätznatron, verdünnt auf i2 ooo Gewichtsteile und gibt langsam unter Rühren eine Lösung von 510 Gewichtsteilen wasserfreiem Eisenchlorid in 5ooo Gewichtsteilen Wasser zu. In diese Lösung bringt man 5ooo Gewichtsteile ungepickelte Kalbsblöße und walkt bis zur satten Durchgerbung. Das Ledex: wird gut gespült, mit einer Tranemulsiongefettet und wie Chromleder zugerichtet. Man. erhält ein Leder von schöner Fülle, glatten Narben und ziemlich heller Farbe.
  • Man kann die Kalbsblöße, bevor man sie der beschriebenen Behandlung unterwirft, mit einer Lösung, die auf ioo Teile Wasser i Gewichtsteil Eisenchlorid und i o Gewichtsteile Kochsalz enthält, vorbehandeln. Beispiel e Gepickelte Kalbsblößen werden mit einer Lösung von 150/0 Maleinsäure, i 8 % Eisennitrat und 7,5010 calcinierter Soda in i 5o % Wasser, berechnet auf Blößengewicht, gewalkt. Man walkt bis zur Durchfärbung des Schnittes und setzt dann im Verlauf von 2 Tagen eine Lösung von insgesamt 2,--7011o calcinierter Soda in kleinen Anteilen zu.
  • Das Leder kommt über Nacht auf den Bock und wird dann mit 3 % des Natriumsalzes des nach Patent 292 531 hergestellten Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd q. Stunden lang in ioo % Wasser nachbehandelt und gespült, bis der Schnitt einen pH-Wert von 5 zeigt. Dann wird mit 2,50/0 eines sulfonierten Trans gefettet und in üblicher Weise zugerichtet. Beispiel 3 26oo Gewichtsteile Blößen werden 2 Stunden lang in einer Flotte aus Zoo Gewichtsteilen wasserfreiem Ferrisulfat, 15 Gewichtsteilen Dinatriumphthalat und 2ooo Gewichtsteilen Wasser gewalkt. Hierauf wird im Verlauf von etwa 2o Stunden eine Lösung von 25o Gewichtsteilen Dinatriumphthalat in etwa 6oo Gewichtsteilen Wasser tropfenweise zugefügt. Dann wird gespült, mit 7$ Gewichtsteilen Natriumsalz dest Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd in 2ooo Gewichtsteilen Wasser nachbehandelt und, wie üblich, gefettet und zugerichtet.
  • Beispiel -.@ Gepickelte Rindsblößen werden mit einer Lösung von 9 0fo Ferrisulfat, i 0'o N atriumphthalat und i oo o,io Wasser (bezogen auf Blößengewicht) bis zur Durchfärbung des Schnittes gewalkt. Dann setzt man im Verlaufe eines Tages 4. o;o Natriumphthalat in Form einer 3 %igen Lösung zu. Hierauf werden a,2 0,/o calcinierte Soda in Form einer 50'oigen Lösung langsam zugegeben. Die Weiterverarbeitung erfolgt in der gleichen Weise, wie im Beispiel 2 beschrieben. Beispiel 5 Gepickelte Rindsblößen werden in einer Lösung von i % einer Mischung aus 69 Ge- wichtsteilen \atriumphthalat und 3 i Gewichtsteilen calcinierter Soda, 9% Ferrisulfat und i oo % Wasser (bezogen auf Blößengewicht) bis zur Durchfärbung des Schnittes gewalkt. Danach fügt man noch langsam 6,2 0,'o (bezogen auf Blößengewicht) der vorstehend angegebenen Mischung in Form einer 30oigen Lösung zu. Die Weiterverarbeitung erfolgt gemäß Beispiel 2.

Claims (2)

  1. PATENT ANSI'RÜCHE : i. Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen mittels Eisenverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man als Gerbmittel Gemische oder Umsetzungsprodukte aus Eisenverbindungen und solchen Polycarbonsäuren verwendet, die mindestens eine Doppelbindung im Molekül enthalten, bzw. ihren Salzen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polycarbonsäuren und die Eisenverbindungen nacheinander in beliebiger Reihenfolge auf die Häute oder Felle einwirken läßt.
DEI52642D 1935-06-26 1935-06-27 Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mittels Eisenverbindungen Expired DE642728C (de)

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GB23826/35A GB461685A (en) 1935-06-26 1935-08-26 Improvements in tanning hides and pelts with the aid of iron compounds
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